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Hydraulische Verschiebevorrichtung für Anlagen zum Einspeichern von
Stückgut, insbesondere zum Abstellen von Automobilen Es sind Anlagen zum Einspeichern
von Stückgut, insbesondere zum Abstellen von Automobilen bekannt, die zur Aufnahme
der Stücke bestimmte, verschiebbare Plattformen aufweisen, für die zwei nebeneinander
angeordnete, parallele Längsbahnen und an deren Enden je eine Querbahn vorgesehen
sind. Die Plattformen werden bei diesen bekannten Anlagen mit Hilfe hydraulischer
Verschiebevorrichtungen in rechteckigem Verlauf auf diesen Längs- und Querbahnen
bewegt.
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Die Erfindung befaßt sich mit einer solchen hydraulischen Verschiebevorrichtung
für auf Längs- und Ouerbahnen bewegbare Plattformen, wobei diese Bahnen die mit
einer Flüssigkeitspumpe in Verbindung stehenden, mit einem auf beiden Seiten beaufschlagbaren
Kolben versehenen Verschiebevorrichtungen aufweisen, deren verschiebbares Arbeitsglied
zwei einander zugeordnete, federbeeinflußte Kupplungsglieder - trägt, die durch
Hilfssteuermittel einzeln in ihre unwirksame Lage kippbar sind, und zwischen welche
ein passendes, an jeder der Plattformen vorgesehenes festes Kupplungsgegenglied
einzuschnappen vermag.
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Um zu erreichen, daß die Plattformen unabhängig von der Belastung
derselben stets sanft, d. h. nicht ruckweise in Bewegung gesetzt werden, bzw. nicht
plötzlich angehalten werden, ist erfindungsgemäß dem als Arbeitsglied dienenden
verschiebbaren Zylinder der Verschiebevorrichtung ein an sich bekannter Durchflußregler
zugeordnet, der über einen Mehrweghahn in den jeweils aus der einen oder der anderen
der an die hohlen Kolbenstangen angeschlossenen Leitung gebildeten Rücklaufweg der
beim Bremsvorgang aus dem Zylinder zu verdrängenden Flüssigkeit eingeschaltet ist
und, über eine von der Plattformbewegung abgeleitete mechanische Steuerung vorgesteuert,
in Abhängigkeit von dem sich dabei einstellenden Druck dieser Flüssigkeit durch
eine weitere Änderung des Rücklaufquerschnittes den für die Einhaltung des Bremsweges
erforderlichen Bremsdruck für jede Plattformbelastung selbsttätig einregelt.
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Es sind Drosselventile zur Steuerung hydraulischer Verschiebevorrichtungen
bekannt, die in einer bestimmten Stellung eine ganze bestimmte Öffnung aufweisen,
so daß die durchfließende Ölmenge eine Fmktion des Druckes darstellt. Demgegenüber
bedient sich die Erfindung eines Durchfluß- oder Mengenreglers, der ebenfalls die
Funktion eines Drosselventils ausübt, darüber hinaus jedoch eine Automatik besitzt,
die in einer bestimmten Stellung eine festgelegte Ölmenge durchläßt, und zwar unabhängig
vom Druckgefälle im Regler; dadurch läßt sich unabhängig von der Größe der Plattformbelastung
und unabhängig vom jeweils auftretenden Bremsdruck der gewünschte Ablauf des
Bremsvorganges
am Ende der Verschiebebewegung erreichen.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
veranschaulicht.
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Fig. 1 ist eine schematische Darstellung eines Teiles der Anlage
mit nur einer der hydraulischen Verschiebevorrichtungen und dient lediglich zur
Erläuterung der Erfindung.
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Fig. 2 ist eine schematische Darstellung der Anlage mit den für rechteckigen
Bahnverlauf notwendigen vier Verschiebevorrichtungen in einer praktischen Ausführungsform.
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In Fig. 1 sind mit 5 Plattformen bezeichnet, die, wenn angenommen
wird, daß es sich hier um eine Abstellanlage zur Aufnahme von Automobilen handelt,
die wie bei eingangs genannter Anlage in rechteckigem Verlauf von einer Bahn (Längsbahn)
auf eine senkrecht dazu angeordnete Bahn (Querbahn) verschoben werden. Diese Plattformen
5 befinden sich in nach Fig. 1 angenommener Weise auf einer der beiden Längsbahnen
und werden auf derselben jeweils um den Abstand von Mitte Plattform zu Mifte Plattform
bewegt, bis sie zur betreffenden, hier nicht gezeigten Querbahn gelangen, auf welcher
sie dann im Zuge der gleichzeitigen Verschiebung aller Plattformen in Querrichtung
auf
die andere Längsbahn bewegt werden. Zur Bewegung der Plattformen 5 auf der Längsbahn
6 dient eine neben dieser angeordnete Verschiebevorrichtung 7, deren Schubachse
sich in der Bewegungsrichtung der Plattformen 5 erstreckt. Diese Verschiebevorrichtung
hat zwei langgestreckte, gleichachsige Kolbenstangen, die aus an ihren äußeren Enden
in Trägern 9 und 10 ortsfest gelagerten Rohrteilen 11 a und 11 b bestehen und an
ihren einander zugekehrten Enden mit einem auf beiden Seiten beaufschlagbaren Kolben
12 miteinander verbunden sind. Auf den beiden Kdbenstangen 11 a und 11 b ist ein
langgestreckter Zylinder 13 geführt, der unter Abdichtung über den Kolben 12 hinweg
verschoben werden kann. Der Zylinder 13 trägt auf der der Längsbahn zugekehrten
Seite zwei einander zugeordnete, klinkenartige Kupplungsglieder 14 und 15, die schwenkbar
gelagert sind und unter dem Einfluß von Druckfedern in ihrer Kupplungslage gehalten
werden. An den Plattformen 5 ist je ein in der mittleren Querebene derselben vorgesehenes,
seitlich vorstehendes Kupplungsgegenglied 16 angebracht, Diese Kupplungsgegenglieder
16 gelangen anläßlich der Verschiebung der Plattformen 5 nacheinander zwischen die
beiden Kupplungsglieder 14, 15, wie in Fig. t gezeigt ist. Den beiden Kupplungsgliedern
14 und 15 sind Hilfssteuerkolben 17 und 18 zugeordnet, die je eine parallel zur
Achse der Verschiebevorrich tung 7 verlaufende, einen verstellbaren Anschlag bildende
Kolbenstange 17a bzw. 18 a aufweisen. Die Beaufschlagung dieser Hilfssteuerkolben
17, 18 hat zur Folge, daß die Kupplungsglieder 14, 15 von den betreffenden Kolbenstangen
17 a bzw. 18 a in ihre unwirksame Lage verschwenkt werden.
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Die Kolbenstange 11 b ist mittels einer Leitung 19 und über den einen
Kanal 20 a eines Vierwegehahnes 20 mit einer Flüssigkeitspumpe 21 verbunden, deren
Ansaugrohr im Flüssigkeitsbehälter 22 eingetaucht ist.
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Die Kolbenstange 11 a ist ihrerseits mittels einer Leitung23 und über
den anderen Kanal 20 b des Vierwegehahnes 20 mit einem in seiner Gesamtheit mit
24 bezeichneten Durchflußregler verbunden, dessen Bedeutung später noch näher erläutert
wird. Dieser Durchfluß regler hat einen federbelasteten Hauptkolben 25, der dazu
bestimmt ist, beim Bremsvorgang die Durchflußmenge der gemäß dem Beispiel aus dem
Zylinderraum 13b durch die Leitung 23 zu verdrängenden Flüssigkeit durch Verkleinerung
des Durchflußquerschnittes zu verringern. Die Steuerung dieses Haupt kolbens 25
im Sinne dieser Querschnittsverkleinerung erfolgt auf mechanischem Wege. Hierzu
dient die nachfolgend beschriebene Kabelzugvorrichtung: Der Zylinder 13 ist an seinen
beiden Endteilen, auf der den Kupplungsgliedern 14, 15 entgegengesetzten Seite,
mit je einer Auflauframpe 26 bzw. 27 versehen.
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Diese Auflauframpen sind dazu bestimmt. je einen Hebel 28 bzw. 29
zu verschwenken, wodurch eine Isabelrolle 30 bzw. 31 um ein entsprechendes Winkelmaß
gedreht wird. Über die Rolle 31 ist ein endloses, gegen Rutschen gesichertes Kabel
32 geführt, das mit seiner andern Endschlaufe eine Kabelrolle33 reibungsschlüssig
umfaßt, die drehbar in einem ortsfesten Lager gelagert ist und auf deren Achse ein
an seinem freien Ende mit einer Druckrolle versehener Schwenkhebel 34 sitzt. In
ähnlicher Weise umfaßt ein endloses Kabel 35 mit seinen beiden Endschlaufen reibungsschlüssig
die beiden Kabel rollen 30 und 33.
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Der Durchflußregler 24 weist ferner einen Hilfskolben 36 auf, der
im Gegensatz zum Hauptkolben 25 -nicht mechanisch, -d. h. mittels Kabelzügen, bewegt
wird, sondern hydraulisch durch eine Beaufschlaguiig
desselben mit einem Differenzdruck.
Beide Kolben 25 und 36 dienen dazu, die Durchflußmenge zu drosseln. wenn der Zylinder
13 die eine oder die andere seiner beiden Endlagen erreicht, wie später noch näher
erläutert ist. 37 ist der Zufluß- und 38 der Abflußkanal des Durchflußreglers. Diese
beiden Kanäle sind durch einen Zwischenkanal 39 miteinander verbunden. Vom Zuflußkanal
37 ist ein Nebenkanal 40 abgezweigt, der in den oberhalb des Hilfskolbens 36 sich
befindenden Zylinderraum mündet. Am Abflußkanal 38 ist eine in den Flüssigkeitsbehälter
22 mündende Abflußleitung 41 angeschlossen.
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Die Zylinder der zur Betätigung der beiden Ausklinkstangen 17a und
18a dienenden Kolben 17 und 18 werden ebenfalls durch die Pumpe 21 beaufschlagt.
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Hierzu dient eine vor dem Vierwegehahn 20 von der Leitung 19 abgezweigte
Leitung 43, die über ein Druck halteventil 44 an einen Vierwegehahn 45 angeschlossen
ist. Von diesem Vierwegehahn 45 führt eine Leitung 46 zum Zylinder des zur Betätigung
der Ausklinkstange 18 a dienenden Kolbens 18, eine Leitung 47 zum Zylinder des Kolbens
17 und eine Leitung 41 zum Flüssigkeitsbehälter 22.
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Die Arbeitsweise der oben beschriebenen Einrichtung ist wie folgt:
Der Zylinder 13 ist in Fig. 1 in einer Mittelstellung gezeigt. Er ist im Begriffe,
sich von seiner dem Lager 9 entsprechenden Endlage nach seiner anderen, dem Lager
10 entsprechenden Endlage zu bewegen, um die Reihe der aneinander gekuppelten Plattformen
in Richtung des eingezeichneten Pfeiles X und um das gewünschte Streckenmaß zu verschieben.
Die beiden Vierwegehähne 20 und 45 sind in der hierfür notwendigen Stellung gezeichnet.
Die Pumpe 21 fördert demnach Flüssigkeit durch die Leitung 19 und die hohle Kolbenstange
11 b durch ein in ihr vorgesehenes Loch 11 c hindurch in den Raum 13 a des Zylinders
13, wodurch letzterer in Richtung des Pfeiles bewegt wird.
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Dadurch wird die Flüssigkeit aus dem Raum 13 b verdrängt, wozu in
der Kolbenstange 11 a ein Loch 11d vorgesehen ist. Die Flüssigkeit fließt dann durch
die Leitung 23 ab und gelangt durch den Vierwegehahn 20 hindurch zum Mengenregler
24. Inzwischen ist der Zylinder 13 so weit verschoben worden, daß der Schwenkhebel
29 von der Rampe 26 verschwenkt worden ist und dadurch auch der Schwenkhebel 34.
Die Folge davon ist, daß der Hauptkolben 25 des Durchflußreglers im Sinne der Drosselung
des Durchflusses durch den Schwenkhebel 34 bewegt wird. Im gleichen Sinne wirkt
auch der Hilfskolben 36, der auf dem Wege des Umführungskanales 40 des Durchflußreglers
beaufschlagt wird. Die von letzterem abfließende Flüssigkeit gelangt schließlich
durch die Leitung 41 hindurch zum Flüssigkeitsbehälter 22 zurück. Der Zylinder 13
selbst hat inzwischen seine Endlage erreicht.
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Der Durchfluß durch den Regler 24 ist durch dessen Kolben 25 und 36
so weit unterbunden, daß die von der Pumpe 21 geförderte Flüssigkeit bis auf einen
kleinen Rest nun durch eine mit einem Überströmventil 48 versehene Rückleitung 49
in den Flüssigkeitsbehälter 22 zurückfließt.
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Das ganze aus dem Zylinder 13 auf der Ablaufseite ausgestoßene Öl
muß den Durchflußregler passieren und wird dort derart gedrosselt, daß der für den
gewollten Bremsweg richtige Bremsdruck, der je nach der Belastung der Plattformen
sehr verschieden sein kann, erreicht wird. Der wirksame Bremsdruck ist die Summe
der Druckabfälle an den beiden Schiebern 25 und 36, wobei der erstere Druckabfall
durch den Verlauf der Auflauframpe 26 bzw. 27 festgelegt ist und
der
letztere als von der Drosselwirkung des Schiebers 25 mengenabhängige Komponente
arbeitet. Die Arbeitsweise ist automatisch und unabhängig von der Belastung der
Plattformen, wobei der Schieber 25 als mechanisch gesteuertes Drosselorgan und der
Schieber 36 als vom Druck der zu verdrängenden Flüssigkeit gesteuertes Drosselorgan
wirkt.
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Als das Ideal der Bremsung ist eine solche mit konstanter Bremsverzögerung
anzustreben, bei der unabhängig von der Größe der Belastung die Geschwindigkeit
genau im Endpunkt der Bewegung auf Null ausläuft. Dies wird erreicht durch den Durchflußregler
24 und dessen Steuerung von der Kurve 26 aus. Diese ist deshalb so ausgebildet,
daß eine dem zurückgelegten Bremsweg des Zylinders lineare Verkleinerung des Durchflußquerschnittes
im Schieber 25 entspricht.
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Gleichbleibende Bremsverzögerung bedeutet bei gegebener Plattformbelastung
gleichbleibenden Bremsdruck, d. h., beide Komponenten des Bremsdruckes bleiben konstant.
Dies ist für den Schieber 25 dann der Fall, wenn die Geschwindigkeit der Zylinderbewegung
genau der gewählten Gesetzmäßigkeit folgt, d. h., daß die Durchflußmenge in jedem
Zeitmoment der Durchflußöffnung des Schiebers 25 verhältnisgleich ist. In diesem
Falle bleibt der Druckabfall zwischen den Kanälen 39 und 40 über den ganzen Bremsweg
konstant, und es verbleibt auch das von diesem Druckabfall gesteuerte Ventil 36
in einer bestimmten Ruhelage.
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Im praktischen Betrieb wird aber dieser Idealfall nie erreicht, schon
weil die Belastungen immer wechseln. Größere oder kleinere Lasten haben also die
Tendenz, den Bremsweg zu verlängern bzw. zu verkürzen, ergeben also eine Abweichung
der momentanen Durchflußmenge von der für einen bestimmten Wegpunkt gewollten Menge.
Diese Abweichung der Durchflußmenge gegenüber der Soll-Linie bewirkt eine Abweichung
des Druckabfalles am Schieber 25 vom einzuhaltenden Sollwert. Diese Abweichung bewirkt
sofort eine Druckänderung im Kanal 40 und damit über dem Schieber 36 und daher eine
andere Gleichgewichtslage dieses Schiebers gegenüber seiner Feder. Eine Druckerhöhung
vor dem Schieber 25 bewirkt eine stärkere Drosselung durch den Schieber 36, also
eine Erhöhung des Bremsdruckes und eine automatische Rückführung auf seine Soll-Linie.
Der umgekehrte Vorgang tritt ein, wenn bei geringerer Last die Durchflußmenge stärker
als der Sollwert abfällt, d. h. wenn die Flüssigkeit zu langsam aus dem Raum 13
b verdrängt wird. Dadurch wird das Druckgefälle am Schieber 25 kleiner, der Schieber
36 öffnet und reduziert den Bremsdruck, bis sich auch wieder die Rückführung auf
den Sollwert eingestellt hat.
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In der Endlage des Zylinders ist der Schieber 25 des Durchfluß reglers
geschlossen bis auf eine ganz geringe restliche Durchflußmenge. Da die Pumpe aber
eine konstante Fördermenge liefert, muß der Überschuß während des Beschleunigens
des Bremsens und des Stillstandes über ein Überdruckventil entweichen. Es sind nun
zwei Ventile, die parallel geschaltet sind, vorgesehen: Das normale Überdruckventil
48, das auf den zulässigen Maximaldruck anspricht, und ein elektrisch gesteuertes
Ventil 48 a, das bei Erregung gegen einen stark reduzierten Überdruck öffnet. Das
erste Ventil 48 begrenzt den Beschleunigungsdruck auf den zulässigen Maximaldruck
und läßt den Überschuß zum Flüssigkeitsbehälter 22 zurückfließen. Nach beendigter
Beschleunigung schließt dieses Ventil 48, denn der Druck sinkt auf einen Wert ab,
der lediglich dem Be wegtingswiderstand bei konstanter Geschwindigkeit
entspricht.
Dieser ist nur ein Bruchteil des Beschleunigungsdruckes. Der Ansprechdruck des zweiten
Ventils 48 a ist auf diesen reduzierten Druck abgestimmt, damit beim Bremsen von
der Pumpenseite her kein Druckanstieg erfolgen kann, der der Bremsung entgegenwirkt.
Ein niederer Druck ist erwünscht, damit die Endlage auf alle Fälle erreicht wird.
Die Funktion dieses zweiten Ventils 48a wird durch einen Hilfskontakt elektrisch
ausgelöst in einem Punkte, der zwischen Beendigung der Beschleunigung und Anfang
der Bremsung liegt.
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Während des oben beschriebenen Vorganges hat die Pumpe 21 bei der
in Fig. 1 gezeichneten Stellung des Vierwegehahnes 45 auch durch die Leitung 43
Flüssigkeit gefördert, die durch die Leitung 46 in den Zylinder des Kolbens 18 der
Ausklinkstange 18 ei gelangt ist, wodurch die letztere vorgeschoben worden ist.
Wenn dann der Zylinder 13 seine Endlage erreicht, wird das Kupplungsglied 15 verschwenkt
bzw. ausgeklinkt, so daß es sich am Kupplungsgegenglied 16 vorbei bewegen kann,
wenn der Zylinder 13 einen Leerhub in entgegengesetztem Sinn auszuführen hat.
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Wird alsdann der Vierwegehahn 20 im Sinne der eingezeichneten Pfeile
um 900 gedreht, so führt der Zylinder 13 in der umgekehrten Richtung eine Leerbewegung
aus, da nun der Raum 13 b von der Pumpe 21 aus über die Leitung 23 gefüllt wird,
während der Zylinderraum 13 a in ähnlicher Weise, wie oben beschrieben, über den
Durchflußregler 24 entleert wird.
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Wenn der sich in dieser Richtung bewegende Zylinder 13 bei stillstehenden
Plattformen 5 seine entsprechende Endlage erreicht, so wird das Kupplungsglied 14
von dem Kupplungsgegenglied 16 der nächstfolgenden, stillstehenden Plattform 5 verschwenkt
bzw. eingeklinkt, so daß das Kupplungsgegenglied 16 zwischen den beiden Kupplungsgliedern
14 und 15 gefangen bleibt und die Plattform reihe beim nächsten Arbeitsspiel wiederum
um ein der Vorschubstrecke des Zylinders 13 entsprechendes Streckenmaß vorgeschoben
wird. Der zum Vorschieben der Ausklinkstange 17 a dienende Kolben 17 ist bei diesem
letzten Bewegungsvorgang unwirksam geblieben, da der Zweiwegehahn 45 nicht verstellt
wurde. Eine Verstellung dieses Hahnes kommt nur in Frage, wenn die Plattformen 5
in der dem Pfeil entgegengesetzten Richtung bewegt werden sollen, weil dann das
Kupplungsglied 14 von der Stange 17a verschwenkt werden muß, damit sich die Kupplungsgegenglieder
16 an den Plattformen darüber hinweg bewegen können.
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Bei der eingangs erwähnten Anlage mit Längs- und Querbahnen könnte
nun je eine hydraulische Einrichtung gemäß vorstehenden Erläuterungen für jede der
Bahnen, d. h. also der beiden Längsbahnen und der beiden Querbahnen, vorgesehen
sein, um die Plattformen in dem einen Umlaufs inne und auch umgekehrt zu bewegen.
Diese vier Einrichtungen müßten dabei hydraulisch in zweckmäßiger Weise miteinander
verbunden und aufeinander abgestimmt sein.
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In Fig. 2 ist eine vereinfachte, praktische Anordnung dieser vier
Einrichtungen gezeigt. Die Vereinfachung besteht hier darin, daß alle vier Einrichtungen
ein gemeinsames Zentralsteuerorgan in Form eines Drehschiebers 50 aufweisen, an
dem die Leitungen aller zur Verschiebung der Plattformen dienenden Steuerzylinder
angeschlossen sind. Die zur Verschiebung der Plattformen auf den Längsbahnen dienenden
Zylinder sind mit 51 und 52 und die zur Verschiebung der Plattformen auf den Querbahnen
mit 53 und 54 bezeichnet.
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Diese letzteren Zylinder sind, den kürzeren Verschiebewegen entsprechend,
denen sie zugeordnet sind, kürzer
als die Zylinder 51 und 52. Im
übrigen sind jedoch alle vier Zylinder und die damit verbundenen Teile in baulicher
Beziehung gleich und haben auch die gleiche Arbeitsweise, wobei festzuhalten ist,
daß je zwei der Zylinder, die einander gegenüberstehen, jeweils in gleichen Richtungen
verschoben werden. Einfachheitshalber sind verschiedene, in unmittelbarer Verbindung
mit diesen Zylindern stehende Teile mit gleichen Bezugszeichen wie in Fig. 1 versehen.
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Die mit dem Drehschieber 50 verbundenen Leitungen der vier Zylinder
sind mit 55 und 56 für den Zylinder 51, mit 57 und 58 für den Zylinder 52, mit 59
und 60 für den Zylinder 54 und mit 61 und 62 für den Zylinder 53 bezeichnet. Die
von der Pumpe 21 zum Drehschieher 50 führende Speiseleitung ist hier mit 66 und
die Rückleitung mit 63 bezeichnet. Der in Fig. 1 mit 24 bezeichnete Durchflußregler
ist im drehbaren Teil des Drehschiebers 50 eingebaut. Dieser drehbare Teil hat zwei
in verschiedenen Ebenen liegende Umfangsnuten, die im folgenden als Zuführungskanal
64 und als Abführungskanal 65 bezeichnet sind. Mit dem Zuführungskanal 64 in ständiger
Verbindung ist die Speiseleitung 66, während die Rückleitung 63 in ständiger Verbindung
mit dem Abführungskanal 65 steht.
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In Fig. 2 ist angenommen worden, daß die beiden Zylinder 53 und 54
in Funktion getreten sind, wobei der Zylinder 53 einen Arbeitshub im Sinne des Pfeiles
xt und der Zylinder 54 einen Leerhub im gleichen Sinne ausführt. Die von der Pumpe
21 geförderte Flüssigkeit durchfließt dabei die Leitung 66, den Zuführungskanal
64 des Drehschiebers 50, die Ausfluß-Öffnung 50a desselben, die Leitung 62, die
Kolbenstange 11 b und die Durchtritts-Öffnung 11 c derselben. Die auf der andern
Seite des betreffenden Kolbens 12 verdrängte Flüssigkeit fließt ab durch die Kolbenstange
11 a, die Leitung 61, die Öffnung 5Q b im Drehschieber-Gehäuse, den Kanal 50c im
drehbaren Teil des Drehschiebers, durch den im letzteren eingebauten Durchfluß regler,
durch den Kanal 50 ef, durch die Leitung 60 auf die gleiche Seite des gegenüberliegenden
Kolbens 54, so daß dieser unter der Wirkung der vom ersten Zylinder ausgestoßenen
Flüssigkeit genau die gleiche Bewegung ausführt. Von diesem wird auf der Gegenseite
wieder die gleiche Menge Flüssigkeit ausgestoßen.
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Sie fließt ab über die Leitung 59 zum nrehschieber und von dort iiber
den Abflußkanal 65 und die Leitung 63 zurück zum Sammelgefäß. Die beiden Schieber
25 und 36 des Durchflußreglers haben dabei wieder den Durchfluß bis zur fast vollständigen
Unterbindung abgedrosselt, wie im Zusammenhang mit Fig. 1 erläutert wurde. Dabei
ist der Schieber 25 wiederum, wie früher bereits erläutert. mittels eines endlosen
Kahels 32 betätigt worden, der hier nur für den Zylinder 53 in strichpunktierten
Linien angedeutet wurde. Dieses endlose Kabel 32 verschwenkt einen Koppelhebel 67,
der mit dem einen seiner Hebelarme einen Drücker 68 betätigt, wodurch der Schieber
25 im Sinne der Drosselung des Durchflusses verschoben wird. Die übrigen Doppelhebel
69, 70 und 71 sind den Zylindern 51, 52 und 54 zugeordnet.
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Um zu bewirken, daß anschließend an die Zylinder 53 und 54 die beiden
andern Zylinder 51 und 52 in Funktion treten und der Zylinder 51 einen Arbeitshub
im Sinne des Pfeilesx2 und der Zylinder 52 einen Leerhub in gleichem Sinne ausführt,
wird der drehbareTeil des Drehschiebers 50 um 900 im Sinne der Bewegung der Uhrzeiger
gedreht. Es beginnt dann das gleiche Arbeitsspiel wie für die beiden andern Kolben
53 und 54. Mit der Drehung des Drehschiebers ist auch der damit verbundene Teil
72 gedreht worden, so daß der
Drücker 68 in den Bereich des entsprechenden Doppelhebels
gelangt.
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PATENTANSPROCHE: 1. Hydraulische Verschiebevorrichtung für Anlagen
zum Einspeichern von Stückgut, insbesondere zum Abstellen von Automobilen mit zur
Aufnahme der Stücke bestimmten verschiebbaren Plattformen, für die zwei nebeneinander
angeordnete, parallele I,ängsbahnen und an deren Enden je eine Querbahn vorgesehen
sind, wobei diesen Bahnen die mit einer Flüssigkeitspumpe in Verbindung stehenden,
mit einem auf beiden Seiten beaufschlagbaren Kolben versehenen Verschiebevorrichtungen
zugeordnet sind, deren verschiebbares Arbeitsglied zwei einander zugeordnete. federbeeinflußte
Kupplungsglieder trägt, die durch Hilfssteuermittel einzeln in ihre unwirksame Lage
kippbar sind und zwischen welche ein passendes, an jeder der Plattformen vorgesehenes
festes Kupp]ungsgegenglied einzuschnappen vermag, dadurch gekennzeichnet, daß dem
als Arbeitsglied dienenden verschiebbaren Zylinder (13) der Verschiebevorrichtungen
ein an sich bekannter Durchfluß regler (24) zugeordnet ist, der über einen Mehrweg-Hahn
(20 in den jeweils aus der einen oder der anderen der an die hohlen Kolbenstangen
(lla, 11 b) angeschlossenen Leitung (23 bzw, 19) gebildeten Rücklaufweg der beim
Bremsvorgang aus dem Zylinder (13) zu verdrängenden Flüssigkeit eingeschaltet ist
und, über eine von der Plattformbewegung abgeleitete mechanische Steuerung vorgesteuert,
in Abhängigkeit von dem sich dabei einstellenden Druck dieser Flüssigkeit durch
eine weitere Änderung des Rücklaufquerschnittes den für die Einhaltung des Bremsweges
erforderlichen Bremsdruck für jede Plattformbelastung selbsttätig einregelt.