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DE1268843B - Verfahren zur Herstellung von Homo- und Mischpolymerisaten von Mono- und Diolefinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Homo- und Mischpolymerisaten von Mono- und Diolefinen

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Publication number
DE1268843B
DE1268843B DE19651268843 DE1268843A DE1268843B DE 1268843 B DE1268843 B DE 1268843B DE 19651268843 DE19651268843 DE 19651268843 DE 1268843 A DE1268843 A DE 1268843A DE 1268843 B DE1268843 B DE 1268843B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chromium
ethylene
polymerization
hexane
solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19651268843
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr Walter Herwig
Dipl-Chem Dr Albert Gumboldt
Dipl-Chem Dr Klaus Weissermel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DE19651268843 priority Critical patent/DE1268843B/de
Priority claimed from DEF45442A external-priority patent/DE1292854B/de
Publication of DE1268843B publication Critical patent/DE1268843B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F36/00Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds
    • C08F36/02Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds the radical having only two carbon-to-carbon double bonds
    • C08F36/04Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds the radical having only two carbon-to-carbon double bonds conjugated

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Transition And Organic Metals Composition Catalysts For Addition Polymerization (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES #f# PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C08f
i ;,i
Deutsche Kl.: 39 c - 25/01 r :■ ! BS, ■
Nummer: 1268 843
Aktenzeichen: P 12 68 843.6-44
Anmeldetag: 6. März 1965
Auslegetag: 22. Mai 1968
Es ist bekannt, daß olefinisch ungesättigte Verbindungen, wie «-Olefine und Diolefine, mit metallorganischen Mischkatalysatoren, die durch Reaktion von Verbindungen der Elemente der IV. bis VI. Nebengruppe des Periodensystems mit metallorganischen Verbindungen der I. bis III. Haupt- und Nebengruppen entstehen und unter dem Namen »Ziegler-Katalysatoren« Eingang in die Technik gefunden haben, zu hochmolekularen, meist kristallinen Produkten polymerisiert werden können.
Ferner ist bekannt, daß gewisse Schwermetallorganyle, wie Biscyclopentadienyltitandiphenyl (USA.-Patentschrift 3 000 870) und Methyltitantrichlorid (deutsche Patentschrift 1 026 964) in Gegenwart von Titanchloriden, geeignet sind, Äthylen und Butadien in hochmolekulare Stoffe überzuführen. Auch Trisallylchrom bzw. Diallylchromhalogenide (ausgelegte Unterlagen der niederländischen Patentanmeldung 6 409 179) allein wurden bereits als Katalysatoren für derartige Polymerisationen verwendet.
Diese reinen Schwermetallkatalysatoren sind jedoch — im Vergleich mit vielen Ziegler-Katalysatoren — gegenüber Äthylen nur wenig aktiv; höhere «-Olefine, ζ. B. Propylen, werden in ihrer Gegenwart überhaupt nicht polymerisiert. Auch der zusätzliche Einsatz von aluminiumorganischen Verbindungen bei dem Verfahren der ausgelegten Unterlagen der niederländischen Patentanmeldung 6 409 179 bringt keine Erhöhung der Aktivität.
Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung von Homo- und Mischpolymerisaten von Mono- und Diolefinen durch Polymerisation der Monomeren, für sich oder im Gemisch miteinander, in Gegenwart von Katalysatoren aus
(a) Halogeniden, Oxyhalogeniden, Esterhalogeniden oder Estern von Elementen der IV. bis VIII. Nebengruppe des Periodensystems und
(b) metallorganischen Verbindungen von Elementen der IV. bis VIII. Nebengruppe des Periodensystems,
gegebenenfalls unter Zusatz von Wasserstoff als Regler, gefunden, bei dem dann hochmolekulare Polymerisate bei hoher Kontakt-Zeit-Ausbeute erhalten werden, wenn als metallorganische Verbindungen Allylverbindüngen des Chroms eingesetzt werden.
Vorzugsweise werden erfindungsgemäß als AUyI-verbindungen des Chroms Trisallylchrom, Diallylchromchlorid und Diallylchromjodid verwendet.
Als Halogenide, Oxyhalogenide, Esterhalogenide und Ester von Elementen der IV. bis VIII. Nebengruppe werden insbesondere solche des Titans, Zirkons, Vana-
Verfahren zur Herstellung von Homo- und
Mischpolymerisaten von Mono- und Diolefinen
Anmelder:
Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft
vormals Meister Lucius & Brüning,
6000 Frankfurt
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Chem. Dr. Walter Herwig,
6000 Frankfurt-Schwanheim;
Dipl.-Chem. Dr. Albert Gumboldt,
6230 Frankfurt-Höchst;
Dipl.-Chem. Dr. Klaus Weissermel,
6233 Kelkheim
diums, Chroms, Molybdäns, Wolframs, Eisens, Urans oder Thoriums, vorzugsweise die Halogenide und Oxyhalogenide, eingesetzt.
Mit den erfindungsgemäß verwendeten Katalysatoren lassen sich Äthylen und dessen aliphatisch oder aromatisch substituierte Derivate, z. B. Propylen, Buten-(l), Penten-(l), 3-Methyl-buten-(l), 4-Mehhyl penten-(l), 3,3-Dimethyl-5-methyl-hexen-(l), Styrol, Allylbenzol, 4-Phenyl-buten-(1); Diolefine, ζ. Β. 1,3-Butadien, Isopren, Piperylen, 2,3-Dimethyl-butadien, 1,4-Hexadien, 1,5-Hexadien, 2,6-Dimethyl-octadien-(2,7), und cyclische Diolefine mit einer Kohlenstoffbrücke, z. B. Dicyclopentadien, 5-Vinyl-2-norbornen, 5-Methyl-2-norbornen, 5-Methyl-norbornadien-(2,6), 5-(2-Butenyl)-2-norbornen, 5-(3,5-Dimethyl-4-hexenyl)-2-norbornen und 5-(l,5-Dimethyl-4-hexenyl)-2-norbornen, polymerisieren und untereinander mischpolymerisieren.
Neben thermoplastischen Homo- und Mischpolymeren lassen sich aus den vorstehend aufgeführten Monomeren auch Mischpolymeren mit elastomerem Charakter erfindungsgemäß herstellen. Derartige elastomere Mischpolymerisate enthalten beispielsweise mindestens 50 Molprozent Äthylen neben den genannten C3-, C4-, C8- und höheren Olefinen. Daneben können gegebenenfalls noch die vorstehend aufgeführten Diene als dritte Komponente in die elastomeren Mischpolymerisate einpolymerisiert werden.
809 550/463
3 4
Die Katalysatoren für das erfindungsgemäße Ver- temperatur ablaufen lassen kann. Zweckmäßig erhitzt fahren werden hergestellt, indem man die Allyl-chrom- man jedoch für einige Zeit auf Temperaturen von Verbindung, beispielsweise Trisallylchrom, in einem 40 bis 1300C.
inerten Lösungsmittel, wie η-Hexan oder Benzol, löst. Die Katalysatoren (Kontakte) werden im allgemei-
Man kann nun dieser Lösung die oben angegebene 5 nen in Mengen von 0,1 bis 10 mMol — bezogen auf Cokomponente (a) in Substanz zusetzen oder man das Gesamtmetall — pro Liter Dispergiermittel einvermischt die Allylchromlösung mit einer Suspension gesetzt, die Polymerisationstemperaturen liegen zwi- oder einer Lösung der Cokomponente in einem inerten sehen —20 und +7O0C, vorzugsweise zwischen +10 Lösungsmittel, wobei das Lösungsmittel nicht identisch und +55° C.
mit dem Lösungsmittel der Allylchromverbindung zu io Ein Olefindruck über einer Atmosphäre ist im allgesein braucht. Man kann aber auch die Cokomponente meinen nicht nötig, Druckerhöhungen von 1 bis 30 atü im Polymerisationsgefäß in einem inerten Lösungs- können jedoch die Polymerisationsgeschwindigkeiten mittel gelöst oder suspendiert vorlegen, mit einem Teil steigern und dadurch die Wirtschaftlichkeit des Verder Allylchromlösung versehen, die Polymerisation fahrens verbessern. Als Dispergiermittel dienen im durch Zugeben des Mono- bzw. Diolefins in Gang 15 allgemeinen unpolare, inerte Kohlenwasserstoffe, wie setzen und dann im Zuge der Polymerisation konti- gesättigte Aliphaten, beispielsweise Hexan oder raffinuierlich oder diskontinuierlich weitere Allylchrom- niertes Dieselöl, oder Aromaten, beispielsweise Benzol, lösung zusetzen. Es kann aber auch von Vorteil sein, Es können aber auch chlorierte Kohlenwasserstoffe, die'!Allylchromverbindung vorzulegen und die Co- wie Chlorbenzol und Chloroform, und Äther, wie komponente während der Polymerisation zuzusetzen. 20 Tetrahydrofuran und Diglykoldimethyläther, von Vor-Es kann ferner von Vorteil sein, von beiden Katalysator- teil sein.
komponenten nur geringe Anteile zum Einleiten der Die Polymerisation läßt sich durch Einblasen von
Polymerisation zu vereinigen und dann während der Luft, Hinzufügen von Wasser oder Zugabe von Alko-Polymerisation die zwei Kontaktkomponenten der holen, wie Methanol, iso-Propanol oder n-Butanol, Reaktionsfiotte zuzugeben. 25 stoppen.
fStDie Polymerisation kann auch ohne Lösungs- und Die Aufarbeitung der Polymerfiotte erfolgt nach be-
Dispergiermittel in den flüssigen Monomeren selbst kannten Verfahren, beispielsweise durch Filtration im durchgeführt werden. Ein weiterer Vorzug ist darin zu Falle eines kristallinen, unlöslichen Polymeren oder sehen, daß man aus einer Allylchromverbindung und beispielsweise durch Wasserdampfdestillation im Falle der genannten Cokomponente eine Kontaktsuspension 30 eines im Reaktionsmedium gelösten Polymeren oder bereitet, die dann zur Olefinpolymerisation eingesetzt Mischpolymeren.
und durch erneute Zugabe einer Allylchromlösung Die erfindungsgemäß mit den neuen Katalysatoren
aktiviert wird. erhaltenen thermoplastischen Polymeren sind linear
Als Halogenide, Oxyhalogenide, Esterhalogenide aufgebaut, sie sind beispielsweise in p-Xylol löslich, oder Ester der Elemente der IV. bis VTII. Nebengruppe 35 weisen leicht meßbare Viskositäten auf mit ??rf!£i-Werdes Periodensystems (Katalysator-Cokomponenten) ten, die in den von der Technik geforderten Bereichen seien besonders genannt: Titantetrachlorid, Titantri- von etwa 1 bis 20 liegen, womit die weitere, von der chlorid, Titantetrabromid, Titantetrajodid, Titanoxy- Praxis geforderte Eigenschaft der thermoplastischen chlorid (TiOCl2), Titanesterhalogenide, wie Titandi- Verarbeitbarkeit Hand in Hand geht. Regelungen des chlordiisobutyrat oder Titandichlordipropylat, oder 40 Molekulargewichtes des Polymeren lassen sich leicht Esterhalogenide mit Acetylaceton (AAH) als Ester- durch Zusatz von Wasserstoff zum Polymerisationskomponente, wie [Ti(AA)3] [TiCl6], Zirkontetrachlorid, ansatz erreichen. Im Gegensatz dazu ist ein mit Tris-Vanadinoxychlorid, Vanadintetrachlorid, Vanadintri- allylchrom ohne Schwermetallverbindung als Cochlorid, Ortho -Vanadinsäureesterhalogenide, Ortho- katalysator hergestelltes Polyäthylen nicht in organi-Vanadinsäureester, Chromylchlorid, Chromtrichlorid, 45 sehen Lösungsmitteln, wie p-Xylol, löslich (Vergleichs-Molybdänpentachlorid, Wolframhexachlorid, Eisentri- beispiel) und zeigt unter einer Belastung von 5 kg bei chlorid. 190°C gemäß ASTM D 1238/57 T kein meßbares
Das Mengenverhältnis der Chromallylverbindung Fließverhalten. Man muß demnach für diese Produkte zum Schwermetallhalogenid (Katalysator-Cokompo- Vernetzungen bzw. Verzweigungen annehmen mit im nente) ist abhängig von den angestrebten optimalen 50 physikalischen Sinne unendlichem Molekulargewicht. Polymerisationsbedingungen, jedoch ist im allgemeinen Ein weiterer, für die Technik entscheidender Vorteil
das Molverhältnis der Chromallylverbindung zum des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht in der Schwermetallhalogenid nicht kleiner als 1, häufig wird hohen Kontaktaktivität der erfindungsgemäß verdie'iAllylchromverbindung in einem bis zu lOfachen wendeten Katalysatoren. Trisallylchrom polymerisiert molaren Überschuß angewendet. So läßt sich beispiels- 55 Äthylen mit Raum-Zeit-Ausbeuten (Gramm Polyweise Äthylen in Gegenwart von Trisallylchrom und äthylen je Liter Dispergiermittel · Stunde) von 1 bis 2 Titantetrachlorid bereits bei einem Molverhältnis 1:1 und Kontakt-Zeit-Ausbeuten (Gramm Polyäthylen je mit hoher Geschwindigkeit bei Normaldruck poly- Millimol Kontakt · Stunde) von ~ 1, während man bei merisieren; tritt jedoch an Stelle von Titantetrachlorid Verwendung der erfindungsgemäßen Katalysatorkom-Vanadinoxychlorid, so erhält man unter sonst gleichen 60 bination Werte von 130 bzw. 160 leicht erreicht. Das Bedingungen gute Polymerisationsgeschwindigkeiten nächsthöhere «-Olefin, Propylen, läßt sich, wie erbei einem dreifach molaren Überschuß der Chrom- wähnt, mit Trisallylchrom allein nicht mehr polymerikomponente. Polymerisiert man Propylen mit Tris- sieren, bei Zusatz von Titantrichlorid oder Titantetraallylchrom und Titantetrachlorid, so erzielt man mit chlorid erhält man dagegen kristallines Polypropylen, einem zweimolaren Überschuß der Chromkomponente 65 Die Kristallinität der Polymerisate, vor aÜem aber gute Polymerisationsgeschwindigkeiten. der Mischpolymerisate, läßt sich in weiten Grenzen,
Die Katalysatorgemische selbst können einer Alte- abhängig sowohl vom Kontakt als auch von den rung unterworfen werden, die man bei Zimmer- Monomeren, variieren. Äthylen läßt sich beispielsweise
mit Propylen in einem Volumenverhältnis 2:1 zu einem, wie oben schon erwähnt, elastomeren, vornehmlich amorphen Produkt mischpolymsrisieren. Ferner können auch durch Mischpolymerisation des Äthylens mit Propylen oder anderen Λ-Olefinen mit Dienen Polymeren erhalten werden, die ungesättigt sind. Durch Variation der Kontaktkomponenten kann eine Verschiebung in höherkristalline Bereiche erreicht werden, wodurch völlig andere technologische Eigenschaften der Polymeren resultieren können. Ähnliche Effekte sind vor allem auch bei höheren «-Olefinen, beispielsweise 4-Methylpenten-l, zu erzielen.
Beispiel 1
Zu einer Lösung von 0,57 g Titantetrachlorid in 600 ml η-Hexan, die in einem Rundkolben unter Stickstoffatmosphäre kräftig gerührt wird, gibt man eine Lösung von 0,8 g Trisallylchrom in 200 ml Hexan. Der auf 4O0C erwärmte Kolbeninhalt wird mit Äthylen begast. Die Äthylenaufnahme und die Abscheidung von festem Polyäthylen beginnt schon nach wenigen Sekunden. Während der Polymerisation steigt die Temperatur auf 6O0C, äußere Kühlung mit Wasser ist notwendig. Nach 2,5 Stunden wird der dicke Polymerbrei mit 40 ml n-Butanol versetzt, das Polymerisat abgesaugt, mit Aceton, dann mit 2normaler wäßriger Salzsäure, anschließend mit Wasser und dann erneut mit Aceton gewaschen und getrocknet. Ausbeute = 297 g, ηϊβα ~ 19,5.
Beispiel 2
0,4 g Trisallylchrom werden in 500 ml η-Hexan gelöst und mit 0,25 g Titantetrachlorid versetzt. Die tiefrote Lösung wird binnen weniger Sekunden entfärbt, gleichzeitig scheidet sich ein schwarzbrauner, flockiger Niederschlag ab. Diese Kontaktsuspension wird in einen Glasautoklav gefüllt und unter Rühren 8 atü Äthylen aufgepreßt. Man hält die Temperatur auf 45°C und bricht die Polymerisation nach 1,5 Stunden ab. Die Aufarbeitung geschieht wie im Beispiel 2 beschrieben. Man erhält 95 g Polyäthylen mit η red = 14,0.
Beispiel 3
Man versetzt 500 ml η-Hexan in einem Rundkolben unter Stickstoff mit 0,5 g Chromylchlorid, leitet anschließend sofort Äthylen ein und tropft im Verlauf von 30 Minuten eine Lösung von 1,2 g Trisallylchrom in 100 ml Hexan zu, wobei gleichzeitig die Temperatur auf 500C erhöht wird. Nach 3 Stunden lassen sich 26 g Polyäthylen mit yrea = 4,9 isolieren. in 100 ml Hexan zu. Nach 1,5 Stunden wird der Versuch abgebrochen. Durch Filtration lassen sich 8,3 g kristallines Polypropylen mit ητβα = 3,3 isolieren. Die Mutterlauge liefert nach einer Wasserdampfdestillation 2,4 g amorphes Polypropylen.
Beispiel 6
Ein Glasautoklav wird mit einer Lösung von 1,6 g Trisallylchrom in 500 ml Hexan beschickt, und nach Zugabe von 0,85 g Titantetrachlorid wird unter einen Propylendruck von 6 atü gesetzt. Unter Rühren wird wird der Autoklav 3,5 Stunden auf 45°C erhitzt. Die Aufarbeitung ergab 26,2 g kristallines fyjrea = 4,05) und 46,6 g amorphes Polypropylen.
B e i s ρ i e 1 7
In 100 ml Hexan wird eine Kontaktsuspension aus 1,0 g Trisallylchrom und 0,46 g Titantrichlorid (dargestellt durch Reaktion von Titantetrachlorid und Äthylaluminium-sesquichlorid) bereitet. Die Suspension wird auf 500C erhitzt und im Verlauf von 33/4 Stunden Propylen durchgeleitet. Die Aufarbeitung ergibt 22,9 g kristallines (rjrea = 4,07) und 10,2 g amorphes Polypropylen.
Beispiel 8
Zu einer Lösung von 0,5 g wasserfreiem Eisen(III)-chlorid in 500 ml Toluol gibt man unter Rühren eine Lösung von 0,9 g Trisallylchrom in 100 ml Toluol.
Diese Kontaktmischung wird bei 500C mit Äthylen begast und nach 1,5 Stunden pulvriges Polyäthylen — nach Zersetzung des Katalysators in der oben beschriebenen Weise — abfiltriert, mit verdünnter Salzsäure gewaschen und getrocknet. Ausbeute = 3,8 g, Vred — 18,2.
Beispiel 9
Das im Beispiel 8 eingesetzte Eisen(III)-chlorid wird durch 0,6 g Cyclopentadien-titantrichlorid ersetzt. Die Versuchsführung entspricht Beispiel 8. Es wurden 1,4 g Polyäthylen mit ηΤεά, = 17,3 erhalten.
Beispiel 4
Eine in 600 ml Hexan bereitete Kontaktlösung aus 0,35 g Vanadinoxychlorid und 1,0 g Trisallylchrom wird bei 450C und kräftigem Rühren mit Äthylen begast. Nach 30 Minuten haben sich 34 g Polyäthylen mit i)ree, = 7,9 gebildet.
Beispiel 5
1,3 g Trisallylchrom werden in 50 ml Heptan gelöst und zu der auf 00C gekühlten Lösung unter Rühren 1,4 g Titantetrachlorid getropft. Nach 10 Minuten erwärmt man die Mischung auf Raumtemperatur und überführt sie in einen Rundkolben, in dem 500 ml Hexan vorgelegt wurden. Diese Kontaktsuspension wird kräftig gerührt, auf 4O0C erwärmt und mit Propylen begast. Gleichzeitig tropft man im Verlaufe von 30 Minuten eine Lösung von 1,4 g Trisallylchrom
Beispiel 10
900 ml η-Hexan werden einm geeigneten Reaktionsgefäß aus Glas, das mit einem Edelstahl-Lochblattrührer, einem Schlifftropftrichter, einem Rückflußkühler mit anschließendem Quecksilberüberdruckventil sowie einem Gaseinleitungsrohr versehen ist, bei 25 0C unter Rühren mit einem Gasgemisch, bestehend aus 3 Volumteilen Äthylen und 7 Volumteilen Propylen, gesättigt. Anschließend wird das Hexan mittels des aufgesetzten Tropftrichters mit einer Lösung von 0,8 g Trisallylchrom in 100 ml Hexan versetzt und zu der tiefrotgefärbten Lösung 0,15 ml Titantetrachlorid pipettiert. Die Polymerisation setzt sofort ein, bemerkbar an dem in der Apparatur auftretenden Unterdruck. Zum Druckausgleich wird das Polymerisationsgas (Äthylen-Propylen-Verhältnis 2:1) eingeleitet. Die Gaszufuhr wird so geregelt, daß das an die Apparatur angeschlossene Quecksilberüberdruckventil keine größeren Schwankungen als +5 bis — 10 mm Quecksilbersäule anzeigt, ohne daß Abgas entweicht. Nach 2 Stunden wird der Ansatz durch Zugabe von 11 Wasser und gleichzeitigem Durchleiten von Stickstoff abgebrochen. Es wird auf 700C geheizt und nach Abziehen des ersten Waschwassers noch dreimal mit je 11 Wasser bei 7O0C zur Entfernung der Katalysatorreste ausgerührt. Anschließend wird das
7 8
Hexan mit Wasserdampf abgetrieben, der anfallende Benzol gelöst und mit verdünnter Schwefelsäure ge-
elastomere, gummiartige Polymerisationskuchen von waschen; man entzieht dann der organischen Phase im
Hand zerkleinert und im Vakuum bei 60 bis 7O0C Vakuum das Benzol, wobei klebrigzähes, farbloses
gewichtskonstant getrocknet. Die Ausbeute beträgt Polybutadien erhalten wird, das zu über 70% aus
92 g. 5 1,2-Polybutadien besteht.
Beispiel 11 Beispiel 15
Eine 200 ml fassende Druckflasche aus Glas wird wie
folgt beschickt: Man verfährt wie im Beispiel 13 beschrieben, ver-
1. mit einer bei 0°C in 10 ml Hexan bereiteten 10 wendet jedoch an Stelle von Heptan trockenes Toluol Suspension aus 3 mMol Trisallylchrom und und .an,Ste"e η.τι*?*etrachlori«145mMol Titan-3 mMol Titantetrachlorid, tetrajodid Die Aufarbeitung hefertl935g Polybutadien
.„ , TT mit 89% 1,4-cis-Konfiguration.
2. 60 ml Hexan,
3. 15g Styrol, 15 Beispiel 16
4. 3 mMol Trisallylchrom in 20 ml Hexan,
5. 0,15 ml Titantetrachlorid. ln einem 2-1-Rundkolben, versehen mit Flügel-
rührer, Thermometer, Rückflußkühler, aufgesetztem
Die verschlossene Flasche wird in einem Wasserbad Tropftrichter und Gaseinleitungsrohr, wird eine Kon-12 Stunden bei 50° C geschüttelt. Pulvrig ausgefallenes 20 taktmischung aus 0,22 g Titantetrachlorid und 0,5 g Polystyrol wird abgesaugt, mit Aceton gewaschen, Trisallylchrom in 850 ml Heptan vorgelegt. Man leitet dann 3 Stunden mit lnormaler wäßriger Salzsäure ge- bei Zimmertemperatur Äthylen ein, wobei mittels der kocht, halogenfrei gewaschen und getrocknet. Aus- Rührgeschwindigkeit eine Äthylenaufnahme von beute = 4,7 g. 501/Std. eingestellt wird. Nach 5 Minuten beginnt man
Beispiel 12 a5 m^ ^em Zutropfen emer Lösung von 7 g Butadien in
100 ml Heptan, wobei die Tropfgeschwindigkeit so
Man verfährt genau wie im Beispiel 11 angegeben, reguliert wird, daß nach 40 Minuten die gesamte setzt jedoch zur Polymerisation an Stelle des Styrole Lösung der Polymerisationsflotte zugesetzt ist. Wäh-4-Methylpenten-l ein. Die erhaltene Polymerlösung rend dieser Zeit hält man die Äthylenaufnahme bei wird durch mehrmaliges Waschen mit Wasser vom 30 40 bis 50 lje Stunde und die Polymerisationstemperatur Kontakt befreit und dann wasserdampf destilliert. durch zeitweiliges Kühlen unter 60° C. Nachdem die Man erhält ein farbloses, festes Polymerisat mit einer Polymerisation mit Äthylen allein noch 10 Minuten Ausbeute von 3,8 g. weitergeführt wird, bricht man durch Zugabe von 5 ml
„ . . Λ „ „ n-Butanol ab und arbeitet wie im Beispiel 1 angegeben
Beispiel 13 35 auf>
In einem Rundkolben, versehen mit Flügelrührer, Ausbeute = 59 g; ηΤεα = 6,5. Der Einbau des Buta-
Thermometer, Tieftemperaturkühler und einem Gas- diens erfolgte vornehmlich 1,4-trans-konfiguriert. einleitungsrohr, verbunden mit einer Zuleitung für
gereinigten Stickstoff, wird eine Kontaktmischung aus Beispiel 17
0,8 g Trisallylchrom und 0,5 ml Titantetrachlorid in 40
500 ml Hexan vorgelegt. Zu dieser Mischung gibt man Man verfährt wie im Beispiel 10 angegeben, tropft
50 g trockenes Butadien bei Zimmertemperatur. Die jedoch während der Polymerisation eine Lösung von Temperatur des Ansatzes steigt im Verlaufe von 10 mMol endo-Dicyclopentadien in 100 ml Hexan der 40 Minuten von anfänglich 22 auf 42°C an, unter Flotte zu. Man erhält 95 g Polymeres mit ηΤβα — 3,4 gleichzeitiger starker Viskositätszunahme. Nach 90Mi- 45 und einem Gehalt an Termonomerem (Dicyclopentanuten ist die Polymerisation praktisch beendet; man dien) von 6,5%. zersetzt den Kontakt unter Zugabe von 6 Mol Butanol, Beispiel 18
dem zuvor bei 60° C 0,3 g Phenyl-ß-naphthylamin zu-
gesetzt worden waren. Die viskose Lösung wird lang- Man verfährt wie im Beispiel 2 angegeben, verwendet
sam in 21 Aceton eingerührt und das feinflockig aus- 50 jedoch an Stelle des Trisallylchroms 0,5 g Diallyl·- gefallene Polymere abgesaugt, mehrmals mit Aceton chromchlorid. Man erhält 18,5 g Polyäthylen mit gewaschen und bei 40°C im Vakuum getrocknet. Aus- r\reg, = 12,9. beute 42,5 g. Nach IR-spektroskopischer Unter- VprffieiVh^atpn
suchung enthält das Polymere 45% 1,4-cis-, 50% ergieicnsadien
1,4-trans- und 5% 1,2-konfigurierte Polybutadien-55 1,6 g Trisallylchrom löste man unter Stickstoff in anteile. 500 ml η-Hexan und füllte die tiefrote Lösung in einen
Beispiel 14 Glasautoklav. Man erhitzte die Kontaktlösung auf
50° C und setzte sie unter einen Druck von 8 atü
In der im Beispiel 13 angegebenen Apparatur wer- Äthylen. Nach 28 Stunden wurde der Versuch abgeden in 500 ml absolutem Tetrahydrofuran 0,7 g Tris- 60 brachen, das flockig abgeschiedene Polyäthylen abgeallylchrom und 0,44 ml Titantetrachlorid vorgelegt. saugt, gewaschen und getrocknet. Erhalten wurden In die kräftig gerührte Lösung werden im Verlauf von 23,2 g, das entspricht einer Raum-Zeit-Ausbeute 60 Minuten 65 g trockenes Butadien eingegast, wobei (Gramm Polymeres je Liter Hexan · Stunde) von 1,7 die Temperatur des Ansatzes auf 54°C ansteigt. Man und einer Kontakt-Zeit-Ausbeute (Gramm Polymeres erhitzt noch weitere 60 Minuten zum Sieden, läßt auf 65 je MiUimol Kontakt · Stunde) von 0,09. Das Produkt Zimmertemperatur abkühlen, zersetzt den Kontakt war in p-Xylol und Dekahydronaphthalin bei 100° C analog zu Beispiel 13 und zieht das Lösungsmittel im nur quellfähig und daher eine Viskositätsmessung nicht Vakuum ab. Das klebrige, zähe Polymere wird in möglich.
ίο
Die folgende Tabelle enthält weitere Vergleichsdaten, die den technischen Fortschritt des erfindungsgemäßen Verfahrens gegenüber dem Stand der Technik erläutern:
Katalysatorkomponente (b) Katalysator
komponente (a)
Olefin Kontakt-Zeit-Ausbeute
Verfahren (Gramm Polymeres je
Reaktionszeit [in
Stunden]) · Millimol
Pb(C2H5), TiCl4 Äthylen Ti-Halogenid
Britische Patent 1,4
schrift 796 530 (CH3)2(Cyclopentadienyl)2Ti TiCl3 Propylen
USA.-Patentschrift 0,39
2 992 212 (C6H5)2(Cyclopentadienyl)2Ti TiCl3 Äthylen
USA.-Patentschrift 0,25
3 000 870 (AlIyI)3Cr Äthylen
Ausgelegte Unterlagen der 1,4*)
niederländischen Patent
anmeldung 6 409 179
(Beispiel 2) (AlIyI)3Cr TiCl4 Äthylen
Verfahren der Erfindung 39,6
(Beispiel 1) (AUyI)3Cr TiCl4 Äthylen
Verfahren der Erfindung 33,4
(Beispiel 2) (AHyI)3Cr TiCl4 Propylen
Verfahren der Erfindung 4,65
(Beispiel 6)
*) Angabe bezieht sich hier nicht auf Millimol Ti-Halogenid, sondern auf Trisallylchrom.

Claims (2)

Patentansprüche: 35
1. Verfahren zur Herstellung von Homo- und Mischpolymerisaten von Mono- und Diolefinen durch Polymerisation der Monomeren, für sich oder im Gemisch miteinander, in Gegenwart von Katalysatoren aus
(a) Halogeniden, Oxyhalogeniden, Esterhalogeniden oder Estern von Elementen der IV. bis VIII. Nebengruppe des Periodensystems und
(b) metallorganischen Verbindungen von Elementen der IV. bis VIII. Nebengruppe des Periodensystems,
gegebenenfalls unter Zusatz von Wasserstoff als Regler, dadurch gekennzeichnet, daß als metallorganische Verbindungen Allylverbindungen des Chroms eingesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Allylverbindung des Chroms Trisallylchrom verwendet wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 1 026 964;
USA.-Patentschriften Nr. 2 992 212, 3 000 870;
ausgelegte Unterlagen des belgischen Patents
Nr. 631172;
ausgelegte Unterlagen der niederländischen Patentanmeldung Nr. 6 409 179.
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