DE1266667B - Automatische Messanlage zur selbsttaetigen Erfassung, Fernuebertragung und Speicherung mehrerer Messgroessen, insbesondere fuer meteorologische und hydrologische Zwecke - Google Patents
Automatische Messanlage zur selbsttaetigen Erfassung, Fernuebertragung und Speicherung mehrerer Messgroessen, insbesondere fuer meteorologische und hydrologische ZweckeInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
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G08c
Deutsche Kl.: 74 b-8/05
D43097IXd/74b
5. Dezember 1963
18. April 1968
5. Dezember 1963
18. April 1968
Die Erfindung betrifft eine automatische Meßanlage zur selbsttätigen Erfassung, Fernübertragung
und Speicherung mehrerer Meßgrößen, insbesondere für meteorologische und hydrologische Zwecke durch
Übertragung in codierter Form unter Verwendung einer Codierscheibe zur Codierung in Dualwerte der
in Winkelstellungen vorliegenden Meßwerte.
Bei meteorologischen und hydrologischen Messungen besteht meist die Forderung, mehrere Meßgrößen
zu bestimmten Terminen oder fortlaufend eventuell an verschiedenen Orten zu erfassen, die
Meßwerte über oft recht große Entfernungen zu übertragen, an einer Zentrale zu sammeln und in
einer Form zu speichern, die eine rasche Weiterbearbeitung ermöglicht. Bei der bisherigen Beobachtungstechnik
werden die Messungen entweder durch Beobachter ausgeführt und die Meßergebnisse über Nachrichtenverbindungen fernmündlich oder
fernschriftlich weitergeleitet, oder es werden die Meßgrößen fortlaufend registriert, die Meßwerte
nachträglich aus den Registrierstreifen entnommen und die Meßergebnisse in Tabellen oder Lochkarten
eingetragen, die in Zentralen ausgewertet werden können. Bei der beschriebenen Beobachtungstechnik
erfordert die Durchführung der Messung und die Auswertung der Ergebnisse einen relativ hohen Aufwand
an Beobachtungs- und Auswertungspersonal. Die Auswertung der Meßergebnisse erfordert außerdem
viel Zeit. Bei der in Zukunft zu erwartenden Fülle von Meßergebnissen ist eine exakte Auswertung
in einer vertretbaren Zeit kaum noch zu erreichen.
Es ist auch eine Fernübertragungsvorrichtung für numerische Angaben bekannt, die mit einem Reflexionscode
arbeitet. Für die Übertragung eines zweistelligen Meßwertes sind sieben Übertragungskanäle
vorhanden. Die Meßwerte werden auf der Empfangsseite angezeigt.
Diese Anlage hat den Nachteil, daß sie trotz eines beträchtlichen Aufwandes nur Meßwerte anzeigt.
Deshalb ist auch hier eine manuelle Auswertung erforderlich. Weiterhin sind noch einige Anordnungen
für die analoge Anzeige digitaler Größen bekannt, die mit Binärcode arbeiten. Eine Fernübertragung
über größere Entfernungen ist mit diesen Einrichtungen wirtschaftlich nicht möglich, weil dann für jede
Stelle des Binärcodes ein Ubertragungskanal benötigt würde.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine automatische Meßwertübertragungsanlage zu schaffen,
durch die eine wesentlich schnellere und einfächere Auswertung der Meßergebnisse ermöglicht
wird.
Automatische Meßanlage zur selbsttätigen
Erfassung, Fernübertragung und Speicherung
mehrerer Meßgrößen, insbesondere für
meteorologische und hydrologische Zwecke
Erfassung, Fernübertragung und Speicherung
mehrerer Meßgrößen, insbesondere für
meteorologische und hydrologische Zwecke
Anmelder:
Deutsche Akadamie der Wissenschaften zu Berlin, Berlin-Adlershof, Rudower Chaussee 5
Als Erfinder benannt:
Dr. Werner Höhne, Berlin-Friedrichshagen;
Dipl.-Phys. Gerhard Gerth, Berlin-Karolinenhof
Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, daß die Dualwerte der mit Hilfe der Codierscheibe umgewandelten
ursprünglich in Winkelstellungen vorliegenden Meßwerte in einem zyklischen progressiven
Code mit einer Zyklenlänge von zwei Dekaden codiert sind, daß die so codierten Dualwerte in I ^j-Code
und dieser wiederum mit einer bekannten Diodenmatrix in Fernschreibercode umgesetzt wird, wobei
am Ausgang dieser Meßwertcodierschaltung der jeweils abgetastete Meßwert dezimal in Fernschreibercode
verschlüsselt ansteht und von einem Programmteil elektronisch abgetastet wird, daß von einem Taktgeber
(T) gesteuert wird und
1. die ursprünglich parallel anstehenden Fernschreiberbits mit Hilfe einer weiteren kontaktfreien
Schaltung, bestehend aus Untersetzerschaltungen (U 2, U 3), Diodenmatrizen (Ml,
M2, M 4, M5) sowie elektronischen Schaltern (51, 52), unter Zufügung der Start- und Stoppimpulse
in Fernschreiberimpulsfolgen umwandelt und
2. die Meßstellenumschaltung im Meßgerät, die Fixierung der Meßwerte während der Abtastung
sowie die Steuerung des Fernschreibempfängers mittels weiterer Untersetzerschaltungen (U 4,
U 5), Diodenmatrizen (M 2, M 3) und elektronischer Schalter (53, 54, 55) vornimmt sowie
3. bei fortlaufenden Messungen in jedem Meßzyklus ein oder mehrere Male die Uhrzeit an
einer Zeitcodiereinrichtung unmittelbar in Fern-
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schreibcode verschlüsselt abtastet und unter
Verwendung von Diodenmatrizen (Ml, M5, M6, MT) und durch Betätigen elektronischer
Schalter (Sl, 52) im Zeitintervall zwischen zwei aufeinanderfolgenden Meßwertsendungen
die Zeitsignale zusammen mit den fest eingegebenen Steuersignalen für den Fernschreibempfänger
überträgt.
tion der Meßgröße sind. Es ist jedoch auch möglich, Meßgrößen mit mechanischen Meßeinrichtungen unmittelbar
in Winkelstellungen umzuformen. Die analogen Winkelstellungen werden gemäß F i g. 1
mittels eines Analog-Digital-Umsetzers unter Verwendung einer Codierscheibe mit zyklisch-tetradischem
Code und fotoelektrischer Abtastung in Dualwerte umgesetzt. In den darauffolgenden parallelgeschalteten
Umsetzern C21... C2n werden die zy-
weise in i^j-Code übergeführt. Diesen Umsetzern
Für den Fall, daß die letzte Stelle nur auf zwei 10 klisch-tetradisch verschlüsselten Dualwerte dekaden-
bzw. fünf Einheiten genau erfaßt wird, kann an Stelle
des zyklisch-tetradischen Codes ein entsprechend
des zyklisch-tetradischen Codes ein entsprechend
modifizierter Code verwendet werden. schließen sich jeweils die Umsetzer C31...
<
Die erfindungsgemäße Anlage hat den Vorteil, welche die einzelnen Dekadenziffern in
daß durch die Verwendung des zyklisch-tetradischen 15 schreibercode verschlüsseln. An den Ausgängen von
3Π an>
Codes bei einer kontaktfreien Schaltung die Zahl der notwendigen Bauelemente herabgesetzt wird.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die Übertragung der Meßwerte und der Zeitangaben über
einen Übertragungskanal erfolgt, wobei nacheinander mehrere verschiedene Meßstellen abgetastet und die
Meßwerte an der Empfangsstation mit handelsüblichen Geräten (Fernschreibern) registriert und gespeichert
werden können.
Die Daten werden in einer Form gespeichert, die eine Automatisierung der Auswertung durch Verwendung
von Datenverarbeitungsanlagen möglich macht.
Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Es zeigt
F i g. 1 ein Blockschaltbild einer automatischen Meßanlage mit Meßwertcodiereinrichtung, Zeitcodiereinrichtung
und Programmteil,
Fig. 2a die Struktur des zyklisch-tetradischen Codes, Fig. 2b und 2c zwei modifizierte Codestrukturen,
Fig. 3 eine Codierscheibe mit einem Code nach Fig. 2b,
F i g. 4 die Schaltungsanordnung eines Umsetzers C31.. .C3n liegen die 5 · η Fernschreiberbits parallel
an, zu denen noch 5 · m weitere fest vorgegebene Zeichen (z. B. für das Symbol Zwischenraum) hinzukommen
können.
Beim Analog-Digital-Umsetzer wurde der zyklischtetradische Code aus folgenden Gründen gewählt:
1. Die Verwendung eines zyklischen Codes bringt den Vorteil, daß die Abtastung eindeutig ist, da
sich beim Übergang von einer Ziffer zur nächsten das Codezeichen nur an einer Stelle ändert.
Es läßt sich demzufolge auch jede beliebig stetige Funktion der analogen Meßgröße digital
darstellen.
2. Der tetradische Code besitzt eine dezimale Einteilung, was im Gegensatz zu rein binären Codes
die Weiterverarbeitung wesentlich vereinfacht, wenn am Ausgang Dezimalzahlen erforderlich
sind.
F i g. 2 a zeigt die Struktur des an sich bekannten zyklisch-tetradischen Codes. Während drei Stellen
einer Tetrade eindeutig durch die Dezimalziffer bestimmt sind, wird in der ersten Stelle (mit A bezeich-C2
nach F i g. 1 zur Überführung der zyklisch-tetra- 40 net) der Wert komplementiert, wenn die nächst-
,. , ,... , t-> 1 ^ · /in\ ,-ι j /c- höhere Tetrade einer ungeraden Dezimalziffer ent-
disch verschlüsselten Dualwerte in M"l-Code (fur snricht
eine Dekade), Ist es unzweckmäßig, die Meßwerte bis auf eine
Einheit der letzten Stelle genau abzutasten (bedingt durch die Meßwertgeber), sondern genügt eine Abtastgenauigkeit
von zwei bzw. fünf Einheiten der letzten Stelle, so läßt sich ein modifizierter Code anwenden,
wie er in den Fig. 2b bzw. 2c dargestellt ist. Diese Codierungen besitzen ebenfalls die obengenannten
Vorteile. Die Eindeutigkeit wird auch hier durch die nächsthöhere Dekade bestimmt. Fig. 3
zeigt als Beispiel eine Codierscheibe für 3stellig fotoelektrische Abtastung der Zahlen 000 ... 398,
bei der die letzte Stelle bis auf zwei Einheiten genau abgetastet wird. Die mit Fotodioden erfaßten Signale
werden zunächst verstärkt und steuern jeweils eine Kippschaltung.
Die Umsetzung von zyklisch-tetradisch verschlüs-
Die Umsetzung von zyklisch-tetradisch verschlüs-
Schaltung der Matrix M6 aus Fig. 1. 60 selten ^werten in («J-Code erfolgt rein elektro-
Die in der F i g. 1 dargestellte automatische Meß- nisch mit der in F i g. 4 angegebenen Schaltung (für
anlage besteht aus den Funktionsgruppen Meßwertcodiereinrichtung M, Zeitcodiereinrichtung Z und
Programmteil P.
Programmteil P.
Die verschiedenen Meßwerte werden durch elek- 65 der Matrix führen jeweils fünfzehn Strom, während
irische Meßwertwandler erfaßt und mit einer Korn- ein Ausgang stromlos ist. Diese sechzehn Ausgänge
pensationsmeßeinrichtung in Winkelstellungswerte repräsentieren zwei Dekaden, wodurch bei vier Ausübergeführt,
die eine lineare oder nichtlineare Funk- gangen eine Zweideutigkeit auftritt (vgl. auch
F i g. 5 Auswahlschalter zur Bestimmung zweideutiger Ausgänge,
F i g. 6 eine analoge Schaltung für den modifizierten Code zur Abtastung gerader Ziffern,
F i g. 7 die Schaltungsanordnung eines Umsetzers
von p^J-Code in Fernschreibercode, Fig. 8 die Schaltung der in Fig. 1 dargestellten
Matrix Ml mit dem Untersetzer U2, Fig. 9 die Schaltung der in Fig. 1 dargestellten
Matrix Ml mit den Untersetzern U3 und U4 und
dem Schalter 51,
Fig. 10 die Schaltung der Matrix M4 aus Fig.l,
Fig. 11 die Schaltung der Matrix M5 aus Fig. 1,
Fig. 12 die Schaltung der Matrizen M3 und U5
eine Dekade). Die Eingänge der Matrix werden von den Kippschaltungen des zuvor beschriebenen Umsetzers
angesteuert. Von den sechzehn Ausgängen
Fig.2a). Welcher von den beiden Werten bei den
zweideutigen Ausgängen der richtige ist, wird durch den Wert der Ziffer in der nächsthöheren Dekade
festgestellt, je nachdem, ob dieser gerade oder ungerade ist. Während den zwölf eindeutigen Ausgängen
Negatoren zur Signalumkehr nachgeschaltet sind, werden die zweideutigen Ausgänge an spezielle Auswahlschalter
(F i g. 5) angeschlossen, die die folgenden schaltalgebraischen Beziehungen erfüllten:
= X1 & x2
^1Vx.
2,
wobei X1 das Ausgangssignal der Matrix bezeichnet
und x2 ein Signal ist, das von der Umsetzerschaltung
der übergeordneten Dekade bei ungeraden Ziffern abgegeben wird. Von den Negatoren und Auswahlschaltern
der Umsetzerschaltung, die ungeraden Ziffern entsprechen, werden direkt an den Kollektoren
der Transistoren über Dioden Signale abgenommen, welche die Auswahlschalter in der nächsttieferen
Dekade steuern und dadurch Eindeutigkeit gewährleisten.
Eine anlöge Schaltung für den modifizierten Code zur Abtastung gerader Ziffern zeigt F i g. 6.
Bei dem Umsetzer von pJj-Code in Fernschreibercode
handelt es sich, wie F i g. 7 zeigt, um eine einfache Diodenmatrix, die bereits bekannt ist
und daher nicht näher beschrieben zu werden braucht.
Die in Fernschreibercode verschlüsselte Meßzeit wird von einer Zeitcodiereinrichtung Z geliefert. Als
Zeitgeber wird mit Rücksicht auf die Genauigkeit, Betriebssicherheit und den Aufwand ein Präzisionsuhrwerk
mit elektrischem Aufzug und Gangreserve verwendet.
Da die Zeit eine sich gleichmäßig verändernde Größe ist, läßt sich die Umsetzung der Zeitwerte in
Fernschreibercode vereinfachen, indem zwei Codierscheiben unmittelbar mit Fernschreibercode versehen
werden, wobei die eine die Minuten- und die zweite die Stundenwerte in Fernschreibercode enthält.
Um Eindeutigkeit bei der Abtastung zu erzielen, bewegen sich die Codierscheiben hier schrittweise in
Minuten- oder Stundenschritten. Die Weiterstellung der Minutencodierscheibe wird durch Minutensignale
bewirkt, die fotoelektrisch an der Präzisionsuhr abgenommen werden und diese daher mechanisch nicht
belasten. Die Weiterstellung der Stundencodierscheibe wird von der Minutencodierscheibe gesteuert.
Die Eindeutigkeit kann auch dadurch erreicht werden, daß an jeder Codierscheibe zwei parallelliegende
Abtastsysteme verwendet werden, die mit dem halben Zeitschritt umgeschaltet werden, so daß jeweils
das Abtastsystem verwendet wird, das mit Sicherheit Eindeutigkeit gewährleistet. Am Ausgang der Zeitcodiereinrichtung
liegen somit 5 · 4 Fernschreiberbits für die Zeitübertragung parallel, zu denen weitere
Fernschreiberzeichen (z. B. Wagenrücklauf, Zeilenwechsel, Umschaltung auf Ziffern) für die Steuerung
des Fernschreibempfängers hinzukommen können.
Das Programmteil 3 hat die folgenden Aufgaben:
1. Umwandlung der parallel anliegenden Fern- g
schreiberbits in Impulsfolgen entsprechend den für Fernschreiber gültigen Normen.
2. Steuerung des Meßvorganges (Meßwertfolgefrequenz, Fixierung des Meßwertes während der
Abtastung, Meßstellenumschaltung bei Mehrfachmessungen).
3. Abtastung der Zeit zu Beginn eines jeden Meßzyklus zwischen der Übertragung zweier Meßwerte
und Übertragung der Steuerbefehle für den Fernschreibempfänger.
Das Programmgerät wird gemäß F i g. 1 von einem Taktgeber T konstanter Frequenz gesteuert. Diesem
schließt sich der Umsetzer Ul an, an dessen Ausgang eine periodische und symmetrische Rechteckimpulsfolge
mit 20 ms Impulsbreite abgegeben wird. Ein weiterer Untersetzer U 2 erniedrigt die Impulsfolgefrequenz
im Verhältnis 8 :1 und steuert den folgenden Untersetzer £73 an.
Das Untersetzungsverhältnis von U 3 wird bestimmt
durch die Minimaldauer des Einstellvorganges des Analogmeßgerätes und die Anzahl der pro Meßwert
zu übertragenden Fernschreiberzeichen. Es beträgt im vorliegenden Fall 16:1. Das Untersetzungsverhältnis
des Untersetzers £74 wird durch die geforderte zeitliche Folge der Meßwerte bestimmt und
läßt sich erforderlichenfalls durch Umschalter stufenweise
verändern (s. Fig. 9).
Die Anzahl der Stufen des Untersetzers US richtet
sich nach der Anzahl der zu erfassenden Meßwerte zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zeitabtastungen.
In der Fig. 8 ist die Matrix Ml mit dem zugehörigen Untersetzer U 2 dargestellt. Die Matrix Ml
würde getrennt von der übrigen Schaltung an den sechs Ausgängen jeweils zyklisch aufeinanderfolgende
Impulse von 20 ms Dauer nacheinander abgeben, wobei jeder Zyklus mit einer Pause von 40 ms beginnt.
Beginnend mit dem Anfangszustand des Untersetzers £72 wird also in den ersten beiden Schaltzuständen
(40 ms) kein Signal an einem der sechs Ausgänge abgegeben. Dieser Zeitraum entspricht
dem verlängerten Stoppimpuls der Fernschreiberzeichen. Dieser verlängerte Impuls braucht hier nicht
übertragen zu werden, weil das Senderrelais im Sender einen Ruhekontakt besitzt und daher im nicht
erregten Zustand Strom in die Fernschreiberleitung abgibt. Nach dem 40-ms-Impuls wird der Reihe nach
an jedem der sechs Ausgänge ein Impuls von 20 ms Dauer abgeben. Diese Impulse gelangen über ein
ODER-Glied zum Sender.
Die Fig. 9 zeigt die Matrix M2 zusammen mit
den zugehörigen Untersetzern £73 und U 4. Diese Schaltung steuert den gesamten Vorgang der Abtastung
eines Meßwertes. An den Ausgängen Al und A 2 steht nach Beendigung des Einstellvorganges
im Meßgerät ein Signal für die Dauer der Meßwertübertragung an. Der Einstellvorgang ist im vorliegenden
Fall nach 1,92 Sekunden beendet, und die Dauer der Meßwertübertragung beträgt 640 ms.
Von diesem Signal wird einmal der Schalter 51 und zum anderen der Schalter 53 gesteuert. Das Signal
über Schalter 51 gibt die Matrix Ml nur während der Abtastzeit frei, während das Signal über den
Schalter 53 den Meßwert während der Abtastung fixiert. Der Ausgang A 3 betätigt im Falle einer Messung
mit mehreren Meßstellen den Meßstellenumschalter 54 für einen kürzeren Zeitraum, der innerhalb
der Zeitdauer der Abtastzeit liegt. Da durch A 2 und 53 während der gesamten Abtastzeit der Meßwert
fixiert wird, kann sich trotz der Meßstellen-
weiterschaltung der neue Meßwert erst nach Ende der Sendung einstellen.
U 4 enthält einen mechanischen Schalter mit meh-Teren Ebenen zur Einstellung verschiedener Meßwertzeiten.
In dem in F i g. 9 dargestellten Beispiel 5 lassen sich Meßwertzeiten von 2,56, 5,12 und
10,24 Sekunden einstellen. Eine weitere Vergrößerung der Meßwertzeit ist durch entsprechende Veränderung
von UA und Ml möglich.
Die Matrix MA wird vom Ausgang Al. der Matrix
Ml und vom Untersetzer t/3 angesteuert und legt die Reihenfolge der zu übertragenden Fernschreiberzeichen
fest, indem nacheinander jeder der (n + m) Ausgänge dieser Matrix jeweils für die
Dauer eines vollen Fernschreiberzeichens (160 ms) mit einem Signal belegt wird.
Fig. 10 zeigt die Schaltung der Matrix für den Fall einer Übertragung von vier Fernschreiberzeichen
pro Meßwert. An jedem der vier Ausgänge liegt nacheinander für 160 ms ein Signal an. Für diese
Zeit gibt das Signal an A1 die Matrix MA frei. Dadurch
wird erreicht, daß bei jeder Meßübertragung jeder Ausgang von MA nur einmal mit einem Signal
beaufschlagt wird. Das Ausgangssignal wird jeweils negiert.
Die in Fig. 11 dargestellte MatrixM5 hat die
Aufgabe, jeweils nur ein Fernschreiberzeichen während der Abtastzeit an die Matrix Ml weiterzuleiten
und die übrigen zu sperren. Dieser Vorgang wird durch die Signale bewirkt, die von den Ausgängen
der Matrix MA kommen. Die Matrix MS verknüpft die am Ausgang der Meßwertcodiereinrichtung anstehenden
5 · (n + m) Bits mit den Signalen, die von der Matrix MA kommen. Die am Ausgang der Meßwertcodiereinrichtung
anstehenden Signale werden von MS nur dann an Ml weitergeleitet, wenn der
zugehörige Ausgang von MA ein Signal aufweist. Hierdurch wird erreicht, daß an den Ausgängen der
Matrix Ml die vollen Fernschreiberzeichen, zu denen hier noch Start- und Stoppimpulse hinzugefügt werden,
nicht mehr parallel nebeneinander, sondern als zeitliche Folge von Fernschreiberimpulsen auftreten.
Diese werden an die Sendeeinrichtung weitergeleitet und über ein Telegraphenrelais in die Fernschreiberleitung
gegeben.
Die offenen Eingänge der in der F i g. 12 dargestellten Matrix M 3 werden an die entsprechenden
offenen Ausgänge der Untersetzer t/3 und UA ge
legt. Diese Matrix, die von den Untersetzern t/3, UA, US gesteuert wird, hat die Aufgabe, nach Ablauf
eines vollen Meßzyklus ein Signal über den Schalter 51 an die Matrix Ml und über den Schalter
52 an die Matrizen MS und M 6 zu geben. Dieses Signal bestimmt Einsatzpunkt und Zeitdauer der
Übertragung der Senderzeichen zur Steuerung des Fernschreibempfängers und der Zeitziffern.
Die Matrix M 6, die durch das Signal der Matrix M 3 über 52 freigegeben wird, gibt aufeinanderfolgende
Signale von der Dauer eines Fernschreibzeichens ab und legt damit die Reihenfolge der Steuerzeichen
und der Ziffernfolge bei der Zeitabtastung fest. Die an den Ausgängen der Zeitcodiereinrichtung
anstehenden Fernschreibzeichen werden zusammen mit den fest vorgegebenen Steuerzeichen in der
Matrix Ml mit den von M 6 kommenden Signalen verknüpft, wodurch erreicht wird, daß von Ml die
einzelnen Fernschreiberzeichen nunmehr nacheinander an MS weitergegeben werden, wobei jedoch
die fünf Bits eines jeden Fernschreiberzeichens noch jeweils für die Dauer des vollen Zeichens parallel
übermittelt werden. Die Matrix MS wird ferner noch
durch das Signal der Matrix M 3 über den Schalter 52 angesteuert, das den von Ml kommenden eingestellten
Fernschreiberzeichenzyklus nur einmal zur Abtastung an Ml weiterleitet. In Ml und im Sender
vollzieht sich der Vorgang der Abtastung der Zeit- und Steuerzeichen in der gleichen Weise wie bei den
Meßwertzeichen. Der Schalter 51 und damit die Matrix Ml wird jedoch jetzt nicht von M 2, sondern von
M 3 angesteuert.
An den letzten Übersetzer schließt der Sendeschalter 55 an, der dann benötigt wird, wenn die
Meßwertübertragung nicht mit kontinuierlichem Zyklus vor sich geht, sondern von einem Schaltvorgang
ausgelöst werden soll. Dieser Schalter bietet ferner die Möglichkeit, den Schaltzyklus des Programmteiles
mit dem des Meßgerätes bei Mehrfachmessungen in Übereinstimmung zu bringen.
Empfängerseitig werden die Fernschreiberzeichen mit einem normalen Fernschreiberempfänger aufgenommen.
Sie können sowohl mit einem Blattschreiber in Tabellenform geschrieben als auch in einem
Lochstreifen gespeichert werden, wobei im letztgenannten Falle eine automatische Weiterverarbeitung
der anfallenden Daten mit handelsüblichen Datenverarbeitungsanlagen möglich ist.
Claims (3)
1. die ursprünglich parallel anstehenden Fernschreiberbits mit HiKe einer weiteren kontaktfreien
Schaltung, bestehend aus Untersetzerschaltungen (Ul, t/3), Diodenmatrizen
(Ml, M2, MA, MS) sowie elektronischen
Schaltern (51,52) unter Zufügung derStart- und Stoppimpulse in Fernschreiberimpulsfolgen
umwandelt und
2. die Meßstellenumschaltung im Meßgerät, die Fixierung der Meßwerte während der
Abtastung sowie die Steuerung des Fernschreibempfängers mittels weiterer Untersetzerschaltungen
(UA, t/5), Diodenmatrizen (M 2, M 3) und elektronischer Schalter
(53, 54, 55) vornimmt und
3. bei fortlaufenden Messungen in jedem Meßzyklus ein oder mehrere Male die Uhrzeit
an einer Zeitcodieremrichtung unmittelbar in Fernschreibercode verschlüsselt abtastet
und unter Verwendung von Diodenmatnzen (Ml, M5, M6, Ml) und durch Betätigung
elektronischer Schalter (51, 52) im Zeitintervall zwischen zwei aufeinanderfolgen-
10
den Meßwertsendungen die Zeitsignale zusammen mit den fest eingegebenen Steuersignalen
für den Fernschreibempfänger überträgt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1051172,
867, 1062583, 1092 813, 1035 018.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
809 539/257 4.65 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED43097A DE1266667B (de) | 1963-12-05 | 1963-12-05 | Automatische Messanlage zur selbsttaetigen Erfassung, Fernuebertragung und Speicherung mehrerer Messgroessen, insbesondere fuer meteorologische und hydrologische Zwecke |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED43097A DE1266667B (de) | 1963-12-05 | 1963-12-05 | Automatische Messanlage zur selbsttaetigen Erfassung, Fernuebertragung und Speicherung mehrerer Messgroessen, insbesondere fuer meteorologische und hydrologische Zwecke |
| GB4245/64A GB1046202A (en) | 1964-01-31 | 1964-01-31 | Improvements in or relating to automatic measuring apparatus for automatically sensing, transmitting and storing a plurality of readings or data |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1266667B true DE1266667B (de) | 1968-04-18 |
Family
ID=25971781
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED43097A Pending DE1266667B (de) | 1963-12-05 | 1963-12-05 | Automatische Messanlage zur selbsttaetigen Erfassung, Fernuebertragung und Speicherung mehrerer Messgroessen, insbesondere fuer meteorologische und hydrologische Zwecke |
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| Country | Link |
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