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Scheibenförmiger Halterungsteil für elektrische Entladungsröhren Die
Erfindung betrifft einen scheibenförmigen Halterungsteil für elektrische Entladungsröhren
mit Öffnungen zur Aufnahme und Halterung von Elektrodensystemen oder Teilen derselben,
bei dem einzelne, der Aufnahme oder Halterung von Elektrodensystemteilen dienende
Öffnungen durch zusätzliche, nicht zur Halterung von Elektrodensystemteilen dienende
Durchbrüche derart zu einem Gesamtdurchbruch vereint sind, daß der zwei benachbarte
Öffnungen verbindende Durchbruch senkrecht zur Verbindungslinie der Mitten beider
benachbarter Öffnungen schmaler ist als die größte Abmessung jeder der beiden benachbarten
Öffnungen in dieser Richtung.
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Durch die deutsche Auslegeschrift 1054 593 ist ein Spanngitter für
elektrische Entladungsröhren, insbesondere für Elektronenröhren, bekanntgeworden,
das aus den Gitterwindungen tragenden Holmen und den den gegenseitigen Abstand der
Holme festlegenden Bügeln besteht, von denen einer der Bügel durch eine Brücke ersetzt
wird, die in der durch die Holme gelegten Mittelebene angeordnet und an den Stirnseiten
der Holme befestigt ist und die nicht breiter als die Holmendicke ist. Zur Befestigung
der Holme des Spanngitters auf der Seite des Gitters, auf der der Bügel durch eine
Brücke ersetzt ist, wird eine Isolierstoffscheibe verwendet, die eine dem Gitterprofil
entsprechende Aussparung enthält, so daß die Isolierstoffscheibe über das Brückenglied
hinweggeführt werden kann. Für die Kathode wird eine getrennte Halterung vorgesehen.
Bei einem Ausführungsbeispiel wird zur Halterung der Kathode eine zweiteilig ausgebildete
Isolierscheibe verwendet, die unterhalb der Isolierscheibe zur Halterung für die
Gitterholme angeordnet ist.
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Diese bekannte Anordnung hat jedoch den Nachteil, daß nicht nur zusätzliche
Teile benötigt werden, sondern daß auch. zusätzliches dielektrisches Material in
der Nähe. der Kathode und des Steuergitters angebracht werden muß, was leicht dazu
führen kann, daß die Kapazität zwischen diesen Elektroden erhöht und somit die Leistung
der Röhre beeinträchtigt wird.
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Es ist ferner ein scheibenförmiger Halterungsteil für elektrische
Entladungsröhren mit den im ersten Absatz beschriebenen Merkmalen vorgeschlagen
worden. Über die Art der in ,diesem Halterungsteil zur Halterung gelangenden Elektrodensysteme
oder Teile derselben ist nichts bekannt.
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Nach der Erfindung ist dieser vorgeschlagene Halterungsteil zur Halterung
eines als Spanngitter ausgebildeten Steuergitters verwendet, und dabei ist dieses
Steuergitter so ausgebildet, daß dessen Holme an einem Ende durch eine in der durch
die Holine gelegten Mittelebene angeordneten, Strebe auseinandergehalten werden,
die nicht breiter als die Holmendicke und die die Öffnungen für die Holme und für
die Flachkathode verbindenden Schlitze der Durchbrüche des Halterungsteils ist.
Es wird bevorzugt, daß die Strebe in die entsprechenden Hohnenenden eingelassen
ist. Ferner wird es als vorteilhaft betrachtet, daß zur Halterung der Isolierstoffscheibe
auf den Gitterholmen in der Nähe der Strebe Gegenlager vorgesehen sind.
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An Hand der Ausführungsbeispiele der Zeichnungen sei nun im folgenden
die Erfindung näher erläutert.
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F i g. 1 zeigt ein Spanngitter, das in der Isolierstoffscheibe verwendet
wird; F i g. 2 zeigt .eine Glimmerbrücke; F i g: 3 zeigt in porspektivischer Ansicht
einen Elektrodenaufbau unter Verwendung. der Isolierstoffscheibe.
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Bei dem in der F i g.1 dargestellten Spanngitter sind die Holme 1
an ihren- oberen Enden durch eine bandförmige Strebe 3 auseinandergehalten. Die
Strebe verläuft mit ihren breiten Seiten parallel zu der durch die Holme gelegten
Mittelebene.;, Die :Strebe kann mit ihren beiden Enden in die Holmenenden eingelassen.
.oder aber auch einfach stumpf -an die Holmenenden angesetzt sein. Die Dicke der
Strebe 3 kann gleich der Dicke der Kathode sein; sie ist jedoch vorteilhafterweise
etwas kleiner als die Dicke der Kathode, die von dem Gitter umgeben wird. Da die
Strebe 3 symmetrisch zu der durch die Holme -gelegten
Mittelebene
angeordnet ist, bildet sie an diesem Ende keinerlei ,Hindernis für ein genaues Einpassen
einer weiteren Elektrode, die über das obere Ende des Gitters in ihre Lage außerhalb
der Gitterwindungen 4 gebracht werden, soll. Gegenlager 5, von denen jedes die Form,
eines an den entsprechenden Holmen angelöteten Drahtringes hat, befinden sich am
oberen Ende der Gitterwindungen, um das Gitter zwischen den Isolierstoffscheiben
in seine Lage zu bringen. Diese Ringe treten, obwohl sie etwas stärker als der Draht
der Gitterwindungen 4 sind, nicht besonders hervor. Falls gewünscht, können aber
auch andere Arten von Gegenlagern, welche nicht über die Gitterwindungen hervorstehen;
verwendet werden. Am unteren Ende des Gitters der F i g. 1 sind die Hohuenabstandshalter
durch ein Paar von bekannten Spannbügeln dargestellt. Vorausgesetzt, daß an diesem
Ende des Gitters die Holmenabstandshalter nicht die Einführung einer Kathode entlang
der Längsachse des Gitters verhindern, können an diesem Ende des Gitters auch ändere
Holmenabstandshalter verwendet werden.
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In der F i g. 2 ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Isolierstoffscheibe dargestellt. Der mittlere Durchbruch 10 dieser Isolierstoffscheibe
dient zur Aufnahme einer Flachkathode, während die runden Durchbrüche 11 zur Aufnahme
des die Kathode umgebenden Spanngitters dienen. Die Durchbrüche 10 und 11 sind miteinander
durch die Schlitze 12 verbunden, durch welche die Einführung der in F i g.1 gezeigten
Strebe 3, die eine Dicke etwa gleich der Breite der Durchbrüche 12 hat, ermöglicht
wird. Die äußeren Durchbrüche 13, die einen größeren Durchmesser aufweisen, dienen
zur Aufnahme von weiteren Elektroden oder zur Halterung der Isolierstoffscheibe
an einem Stützstrebenpaar.
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Das in der F i g. 3 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt den Aufbau
einer Röhre unter Verwendung der erfindungsgemäßen Isolierstoffscheibe gemäß der
F i g. 2.
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In der F i g. 3 ist die Anode weggelassen. Eine Flachkathode 14 ist
von einem Steuergitter 15 und einem Schirmgitter 16 umgeben. Die Elektroden werden
durch zwei Isolierstoffscheiben 18 in ihrer Lage gehalten. In F i g. 3 ist nur-
eine Isolierstoffscheibe 18, und diese nur teilweise, dargestellt. Diese Isolierstoffscheibe
ist der in F i g. 2 dargestellten Isolierstoffscheibe ähnlich. Das Gitter 15 hat
die in der F i g. 1 gezeigte Form. Die Spannbügel 2 sitzen auf der unteren Isolierstoffscheibe
18 auf, während die oberen Hohnenenden durch die obere Isolierstoffscheibe verlaufen.
Die Längsbewegung des Gitters ist durch die Gegenlager in Verbindung mit dem Spannbügel
2 begrenzt. Das Schirmgitter 16, das auch als Spanngitter ausgebildet ist, umgibt
dicht das Steuergitter. Am oberen Ende des Schirmgitters sind die Holme 25 durch
ein Paar Spannbügel 26 miteinander verbunden. Die Spannbügel 26 sind, wie
bei 27 in F i g. 3 angedeutet, ausgeschnitten, um den Isolierwiderstand der Anordnung
zu erhöhen. Am unteren Ende findet ein Paar Spannbügel 8 Verwendung; diese Spannbügel
sind aus der Ebene der Gitterdrähte abgebogen, um den nötigen Zwischen- oder Spielraum
für den benachbarten Spannbügel 2 des Steüergitters zu schaffen.
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Beim Aufbau der Elektrodenanordnung gemäß der F i.ge 3 wird die Kathode
zunächst in. die untere, Isolierstoffscheibe 18 eingefügt, worauf das Steuergitter
darübergeschoben und in-der -unteren Isolierstoffscheibe 18 festgelegt wird. Nun
kann das Schirmgitter über das Steuergitter heruntergelassen und die obere Isolierstoffscheibe
in ihre Lage gebracht werden.
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Bei der beschriebenen Anordnung befindet sich ein Minimum an dielektrischem
Material zwischen der Kathode und dem Steuergitter, während die Herabsetzung der
Dicke des Spannbügels 3 auf weniger als die Dicke der Kathode wesentlich dazu beiträgt,
die Kapazität des Gitters in bezug auf die übrigen Elektroden der Röhre herabzusetzen.
Auch die AasT bildung der anderen Elektroden des in Fig.3 'dar"-gestellten Röhrenaufbaues
trägt dazu bei, die Käpaztät zwischen den Elektroden dieses Elektrodenaufbauen auf
ein Minimum zu reduzieren.