DE3614869C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Kollektor für einen Elektromotor.
Aus der DE-AS 23 57 127 ist ein derartiger Kollektor für einen Elektromo
tor bekannt, der einen hohlzylindrischen Körper aus einem Mate
rial mit varistorähnlichen Eigenschaften aufweist. Dieser Hohl
körper ist auf der ihn durchquerenden Läuferwelle durch Kleben
befestigt. Auf dem Außenumfang dieses Körpers sind segmentför
mige Elektroden vorgesehen, die mittels Kunststoffringen befe
stigt sind. An diese Elektroden sind die Wicklungen des Läufers
angeschlossen. Nachteilig bei diesem bekannten Kollektor ist,
daß der Zusammenbau und die Anbringung auf der Läuferwelle
nicht optimal einfach ist. Zudem ist der angestrebte Störschutz
durch die direkte, wenn auch isolierte Auflagerung auf der
Läuferwelle beeinträchtigt.
Die DE-AS 20 55 648 beschreibt gleichfalls einen Kollektor für
Elektromotoren, der einen hohlzylinderförmigen Körper eines
Varistors aufweist. Auch hier sind auf der Außenfläche verteilt
segmentförmige Elektroden vorgesehen. Diese sind über Lötfahnen
an die Läuferwicklungen angeschlossen. Nachteilig ist bei die
sem bekannten Kollektor, daß eine Anbringung des Körpers nur
direkt auf der Läuferwelle sitzend möglich ist, wodurch ein
Aufkleben erforderlich wird. Zudem wird hierdurch der
Störschutz beeinträchtigt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kollektor für
einen Elektromotor zu schaffen, der baulich einfach aufgebaut
und an der durchquerenden Läuferwelle anbringbar ist, zudem
noch einen optimalen Störschutz gewährleistet.
Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen des Patent
anspruches 1.
Durch die Erfindung wird gewährleistet, daß der hohlzylindri
sche Varistorkörper mittels stirnseitigen Endscheiben aus
Kunststoff auf der durchquerenden Läuferwelle einfach zusammen
baubar und befestigbar ist. Dabei wird die Innenfläche des
Hohlkörpers durch Beabstandung von der Läuferwelle isoliert von
dieser gehalten.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In der
Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt des Kommutators nach der
Erfindung;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines für den
Kommutator nach Fig. 1 bestimmten Varistors;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer Anschlußfahne
für den Kommutator;
Fig. 4 eine Stirnansicht eines Kommutators mit einer
Anschlußfahne nach Fig. 3;
Fig. 5 einen Schnitt durch Fig. 4 entlang Linie V-V;
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht einer anderen
Ausführungsform einer Anschlußfahne;
Fig. 7 einen Schnitt eines Kommutators mit einer
Anschlußfahne nach Fig. 6;
Fig. 8 eine perspektivische Ansicht eines für einen
3-poligen Motor üblichen Ringvaristors nach dem
Stand der Technik;
Fig. 9 einen Schnitt eines Kommutators mit einem auf
seiner Innenumfangsfläche mit Harz beschichteten
Körper.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Kommutator findet ein Varistor 3
(Fig. 2) Verwendung, der mit scheibenförmigen
Befestigungsvorrichtungen 4a, 4b an seinen beiden
Endabschnitten ausgebildet ist.
Dieser Varistor 3 besteht aus einem zylindrischen Körper 31,
dessen Innendurchmesser der Läuferwelle des Motors
entspricht. Er weist Elektroden auf, die geteilt in Form von
Kommutarorsegmenten auf dem Umfang des Körpers 31 angeordnet
sind.
Die Anzahl der auf dem Umfang des Körpers 31 vorgesehenen
Elektroden entspricht der Anzahl der Motorpole. Bei dem in
der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel sind drei
identisch ausgebildete Elektroden 32a, 32b, 32c vorgesehen.
Die Befestigungsvorrichtungen 4a, 4b an beiden
Endabschnitten des Varistors 3 sind aus einem isolierenden
Werkstoff, z. B. aus Kunststoff, hergestellt, in Form einer
Scheibe, die auf einer Seite mit einem Ringbund 41a, 41b
ausgebildet ist, welcher auf dem Umfang der Endabschnitte
des Varistors 3 sitzt und mit Flanschhälsen 42a, 42b, welche
den Varistor endseitig auf seinem Innenumfang beaufschlagen,
wobei in der Scheibe mittige Durchbohrungen 43a, 43b
vorgesehen sind, durch welche die Läuferwelle des Motors
passend hindurchgeführt werden kann, wobei der Kommutator
durch die an beiden Enden des Varistors angeordnete
Befestigungsvorrichtung auf der Läuferwelle befestigt wird.
Die Verbindung jeder Elektrode 32a, 32b, 32c des fest auf
der Läuferwelle sitzenden Kommutators mit einer
Motorwicklung erfolgt z. B. durch Lötung.
Bei diesem Kommutator wirken die Elektroden 32a, 32b, 32c
des zylindrischen Varistors 3 in dieser Form als
Kommutatorsegmente. Die Entstörung dieses Varistors 3
entspricht der mit einem üblichen Ringvaristor erreichten
Entstörung. Im Gegensatz zu den bekannten Kommutatoren ist
also kein Ringvaristor und keine zusätzliche
Befestigungsvorrichtung für diesen notwendig, wodurch sich
die erforderliche Anzahl von Bauteilen und die damit
verbundene Arbeitszeit verringern. Obwohl hohe Maßhaltigkeit
in einer Größenordnung bis zu 0,01 mm erforderlich ist,
lassen sich Maßabweichungen des Elements 31 des Varistors 3
(z. B. Keramik) über die Befestigungsvorrichtungen 4a, 4b
ausgleichen. Darüber hinaus läßt sich die Stelle, an der
eine Bürste schleift, über diese Befestigungsvorrichtungen
4a, 4b stabilisieren.
Die auf dem Umfang des Varistors 3 vorgesehenen Elektroden
32a, 32b, 32c können aus Ag, Ni, Cu und dergleichen
bestehen. Um den durch Abrieb bedingten Verschleiß der
Kollektorbürste zu verringern, kann z. B. die Oberfläche von
aus Silber hergestellten Elektroden mit abriebfesten
Metallen beschichtet sein. Die geteilten Elektroden lassen
sich in beliebiger Anzahl auslegen, z. B. 2, 3, 5, 7..., je
nach Anzahl der Pole des Motors. Die aus Fig. 1 ersichtlich,
wird die Isolierung zwischen dem Varistor 3 und der
Läuferwelle durch die entsprechende Bemessung der
Durchbohrung 33 des Varistors gewährleistet, d. h. deren
Durchmesser wird größer gewählt als der der Durchbohrungen
43a, 43b der Befestigungsvorrichtungen 4a, 4b, so daß der
Varistor 3 gegenüber der sich durch die Innenbohrung 33
erstreckenden Läuferwelle isoliert ist.
Um die Isolierung zwischen Varistor 3 und der Läuferwelle
sicherzustellen, kann die Innenumfangsfläche des Körpers 31
mit einem isolierenden Harz 51 beschichtet sein.
Um außerdem Schwierigkeiten, wie schlechten Kontakt und
Kurzschluß zu vermeiden, die sich durch die Spreizung der
auf dem Umfang des Körpers 31 angeordneten Elektroden 32a,
32b, 32c ergeben könnten, werden die Elektroden in Form von
Platten und Folien, z. B. mittels Klebstoff, haftend
befestigt.
Die Befestigungsvorrichtungen 4a, 4b können außerdem durch
leichte Abänderung ihres Aufbaus zu einer Einheit
zusammengefügt werden, z. B. durch Verlängerung des
Innenbundes 42a, 42b.
Bei der in Fig. 1 gezeigten bevorzugten Ausführungsform
lassen sich die Elektroden 32a, 32b, 32c direkt mit der
Motorwicklung, z. B. durch Lötung, wie oben beschrieben,
verbinden; wenn aber die Anschlußfahne 5 nach Fig. 3 auf
einer Seite der Befestigungsvorrichtung, z. B. 4a eingebettet
ist, ist eine direkte Lötverbindung der Wicklung mit den
Elektroden 32a, 32b, 32c überflüssig. Ausführungsbeispiele
eines solchen Kommutators zeigen die Fig. 4 und 5. Die
Anschlußfahnen sind mit 5a, 5b, 5c bezeichnet. In diesem
Fall erfolgt die Verbindung der Anschlußfahnen 5a, 5b, 5c
mit den Elektroden 32a, 32b, 32c z. B. durch Verpressen.
Durch zusätzliche Ausbildung, z. B. einer Vertiefung 52 (Fig.
3) in jeder Anschlußfahne 5a, 5b, 5c wird die Verbindung der
Fahnen 5a, 5b, 5c mit den Elektroden 32a, 32b, 32c
sichergestellt. Die Verbindung der Fahnen 5a, 5b, 5c mit der
Motorwicklung erfolgt z. B. durch Umwicklung der Fahnen.
Durch eine in den Fahnen 5a, 5b, 5c ausgebildete Kerbe 51′
(Fig. 3) werden die Anschlußwindungen gegen Verrutschen
gesichert.
Werden die Anschlußfahnen als verbreiterte Platten 6
ausgebildet (Fig. 6), so dient die Fahne 6 selbst als
Kommutatorsegment.
Fig. 7 zeigt einen auf diese Weise aufgebauten Kommutator.
Die verbreitert ausgebildeten Anschlußfahnen sind mit 6a, 6b
bezeichnet. Die weitere Fahne 6c ist hier nicht dargestellt.
In diesem Fall erfolgt der Anschluß der Elektroden 32a, 32b,
32c des Varistors 3 an die Fahnen 6a, 6b, 6c z. B. mittels
Verpressung, Lötung und dgl. Bei diesem Kommutator sind die
Elektroden 32a, 32b, 32c des Varistors gegen Verschleiß
geschützt. Darüber hinaus dient hier der Varistor 3 selbst
als Befestigungsvorrichtung für die Kommutatorsegmente.
Wie vorstehend beschrieben, wirkt der Varistor als
Kommutator und besitzt gleichzeitig Entstörfunktion. Wird
dieser Kommutator in einem Motor verwendet, entfallen die
bisher erforderlichen Bauteile wie Ringvaristor und
entsprechende Befestigungsvorrichtung, so daß sich der
bauliche Aufwand und die damit verbundene Arbeitszeit
reduzieren.
Claims (3)
1. Kollektor für einen Elektromotor
mit einem hohlzylindrischen Körper (31) (Varistors (3), dessen Innendurchmesser größer ist als der Durchmesser der ihn durchquerenden Läuferwelle,
mit mehreren, entsprechend der Polzahl des Motors gewählten, segmentförmigen Elektroden (32a, b, c), die über den Umfang des Körpers des Varistors verteilt und mit den Motorwicklungen verbunden sind,
sowie mit Scheiben (4a, 4b) aus Kunststoff mit Durchtritts bohrungen (43a, 43b) für die Läuferwelle, die die Stirnen den des Körpers des Varistors mittels konzentrischen Ringbünden (41a, 41b, 42a, 42b) isoliert im Abstand von der Läuferwelle halten und die an der Läuferwelle befestigt sind.
mit einem hohlzylindrischen Körper (31) (Varistors (3), dessen Innendurchmesser größer ist als der Durchmesser der ihn durchquerenden Läuferwelle,
mit mehreren, entsprechend der Polzahl des Motors gewählten, segmentförmigen Elektroden (32a, b, c), die über den Umfang des Körpers des Varistors verteilt und mit den Motorwicklungen verbunden sind,
sowie mit Scheiben (4a, 4b) aus Kunststoff mit Durchtritts bohrungen (43a, 43b) für die Läuferwelle, die die Stirnen den des Körpers des Varistors mittels konzentrischen Ringbünden (41a, 41b, 42a, 42b) isoliert im Abstand von der Läuferwelle halten und die an der Läuferwelle befestigt sind.
2. Kollektor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Isolierung des Körpers des Varistors (3) gegenüber
der Läuferwelle des Motors die Innenfläche dieses Körpers
(31) mit einem isolierenden Harz (51) beschichtet ist.
3. Kollektor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß Anschlußfahnen (5) mit den auf dem Körper (31) des Varistors
(3) vorgesehenen Elektroden (32a, 32b, 32c) verbunden
sind.
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