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DE1263728B - Verfahren zur Herstellung von Alkali- oder Erdalkalinitraten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Alkali- oder Erdalkalinitraten

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Publication number
DE1263728B
DE1263728B DEB60750A DEB0060750A DE1263728B DE 1263728 B DE1263728 B DE 1263728B DE B60750 A DEB60750 A DE B60750A DE B0060750 A DEB0060750 A DE B0060750A DE 1263728 B DE1263728 B DE 1263728B
Authority
DE
Germany
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nitric acid
column
chloride
chlorine
nitrogen dioxide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB60750A
Other languages
English (en)
Inventor
Herman Albert Beekhuis
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
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Publication of DE1263728B publication Critical patent/DE1263728B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D9/00Nitrates of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D9/04Preparation with liquid nitric acid

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Alkali- oder Erdalkalinitraten Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Alkali- oder Erdalkalinitraten durch Umsetzen der entsprechenden Chloride mit Salpetersäure in einer Kolonne, bei dem aufsteigende Dämpfe von Nitrosylchlorid, Stickstoffdioxyd, Chlor und Wasserdampf im Gegenstrom zu dem nach unten geführten Salpetersäure-Chlorid-Gemisch geführt werden, Abziehen der Dämpfe, Abtrennen des Wasserdampfes, Oxydation des Nitrosylchlorids zu Stickstoffdioxyd und Chlor, Abtrennen des Chlors, überführen des Stickstoffdioxyds in Salpetersäure für die erneute Umsetzung, Auskristallisieren des Nitrats aus dem aus dem unteren Ende der Kolonne abgezogenen Umsetzungsgemisch und Zurückführen der Mutterlauge in die Kolonne.
  • Kaliumnitrat ist bekanntlich ein zweckmäßiges Düngemittel, ein Bestandteil gemischter Düngemittel sowie ein Rohmaterial für viele chemische Verfahren. Die Erfindung wird im folgenden im Zusammenhang mit der Umwandlung von Kaliumchlorid in Kaliumnitrat beschrieben, es ist jedoch selbstverständlich, daß diese nicht nur hierauf beschränkt ist, sondern auch die Umwandlung von weiteren Alkalichloriden, wie z. B.. Natriumchlorid und Erdalkalichloride, wie z. B. Calciumchlarid, in die entsprechenden Nitrate einschließt.
  • Die Umsetzung von Kaliumchlorid mit Salpetersäure unter Gewinnung von Kaliumnitrat, Nitrosylchlorid und Chlor ist bekannt. In praktischer Hinsicht kann eine vollständige Umwandlung von Kaliumchlorid und Salpetersäure in Kaliumnitrat in einem Kaliumchloridumsetzungsgefäß nicht ,erzielt werden. Es ist daher zur Erreichung von wirtschaftlich interessanten Ausbeuten notwendig, nicht umgewandeltes Chlorid und Salpetersäure in das Verfahren zurückzuführen oder in anderer Weise wiederzugewinnen.
  • Die Gegenwart von Wasser, das notwendigerweise in das Verfahren als Teil der Salpetersäure (gewöhnlich wird wäßrige Salpetersäure angewandt) eingeführt und während der Umsetzung gebildet wird, sowie das Chlorid erhöhen die Korrosionsprobleme, die bei der Handhabung der Flüssigkeiten in dem Verfahren vorliegen.
  • Es sind bisher verschiedene Verfahrensweisen zum Durchführen der Umsetzung bekanntgeworden, durch die die Korrosionsprobleme verringert werden sollen.
  • So wurde aus den USA.-Patentschriften 2124 536, 2148 429 und 2181559 bekannt, die Salpetersäure und das Alkalichlorid .in ein Reaktionsgefäß einzuführen und das Umsetzungsgemisch im Gegenstrom zu einem aus einem Verdampfer aufsteigenden Dampfstrom zu führen. Nitrosylchlorid, Stickstoffdioxyd und mit Wasserdampf gesättigtes Chlor werden an der Stelle abgenommen, an welcher die Reaktionsteilnehmer eingeführt werden, wobei an dieser Stelle die Temperatur bei etwa 60° C gehalten -wird. Das aus dem Verdampfer kommende Reaktionsgemisch wird verdampft, Alkalinitrat auskristallisiert und die abgetrennte Mutterlauge in das Reaktionsgefäß zurückgeführt. In der USA.-Patentschrift 2181559 wird das Reaktionsgemisch mit Natriumcarbonat vor dem Auskristallisieren des Alkalinitrats neutralisiert. Indem man die Einhaltungen der Temperatur auf etwa 60° C unter Regulierung der Konzentration der Salpetersäure in den Verdampfern derart durchführt, daß dieselbe stets praktisch größer als der Chloridgehalt ist, wird die Korrosion der gewöhnlich aus Chrom-Eisen bestehenden metallischen Ausrüstung verringert.
  • Weiterhin ist aus der USA.-Patentschrift 2 215 450 bekannt, den Gasstrom aus Nitrosylchlorid, Stickstoffdioxyd, Chlor und Wasserdampf, der :als Obendestillat von dem oberen Ende der bei einer Temperatur von etwa 80 bis 110° C gehaltenen Kolonne abgenommen wird, durch eine Wäsche dem Dampfstrom mittels Waschen mit gegebenenfalls gekühlter Salpetersäure zu entwässern, anschließend das Nitrosylchlorid zu Stickstoffdioxyd und Chlor zu oxydieren und nach Abtrennung des Chlors das Stickstoffdioxyd in Salpetersäure umzuwandeln, die in dem Verfahren wieder Anwendung findet.
  • Weiterhin ist aus der USA.-Patentschrift 2 269 000 zur Verringerung der Korrosion bekannt, die Salpetersäure ins Sieden zu bringen, wodurch wenigstens 50/0 Flüssigkeit zurückbleiben, die aus dem Verdampfer abgezogen wird und somit die Wände des Verdampfers bespült. Die flüssige Salpetersäure wird mit dem Metallchlorid vermischt und die erhaltene Aufschlämmung in das obere Ende einer Kolonne eingeführt, durch die die Salpetersäuredämpfe hindurchtre--ten. Ein Dampfgemisch aus Nitrosylchlorid, Stickstoffdioxyd, Chlor und Wasserdampf -wird als Obendestillat abgezogen und der Wasserdampf aus dem Strom herauskondensiert und in das Reaktionsgefäß eingeführt.
  • Nach dem Verfahren der USA.-Patentschriften 2 296 762, 2 296 763 werden zwei Reaktoren verwendet, wobei in dem ersten das Metallchlorid mit Salpetersäure unter Bildung von Nitrosylchlond, Stickstoffdioxyd und Chlor umgesetzt werden. Nach der Entfernung des Chlors wird das Nitrosylchlorid unter Gewinnung von Stickstoffdioxyd, Chlor und Nitrosylchlorid oxydiert. Sodann führt man dieses Gemisch in den zweiten Reaktor ein und nm Gegenstrom zu einer Lösung aus Metallchlorid in Salpetersäure, die an einer Stelle in das Reaktorgefäß eingeführt wird, an welcher die Temperatur etwa 60° C beträgt. Nitrösylchlorid, Stickstoffdioxyd und Chlor werden vom oberen Ende des zweiten Reaktors abgezogen. Das vom unteren Ende abgezogene Reaktionsgemisch wird abgekühlt, das Metallnitrat auskristallisiert und die.Mutterlauge in das zweite Umsetzungsgefäß zurückgeführt.
  • Eine gegenüber diesen Arbeitsweisen stark unterschiedliche Verfahrensweise wird in der USA.-Patentschrift 2 241613 beschrieben, bei welcher die Entwicklung von Nitrosylchlorid und Chlor vermieden wird. Bei dieser Arbeitsweise werden das Metallchlorid und die Salpetersäure in einer ersten Umsetzungszone bei Siedetemperaturen unter Ausbildung einer Nitratflüssigkeit und eines Gas-Dampf-Gemisches umgesetzt, das erhebliche Mengen an Nitrosylchlorid, Stickstoffdioxyd und- Chlor enthält. Dieses Dampfgemisch wird bei erhöhten Temperaturen mit Wasser in einer zweiten Reaktionszone umgesetzt, wo das Nitrosylchlorid und das Stickstoffdioxyd in Salpetersäure umgewandelt werden, die in die erste Reaktionszone zurückgeführt wird. Weiterhin wird hierbei das Chlor in gasförmige Chlorwasserstoffsäure umgewandelt, die als Obendestillat abgezogen und kondensiert wird. Allein diesen bekannten Verfahren haften jedoch noch schwerwiegende Nachteile an. So ist vor allem die durch die äußerst aggressive Mischung von Salpetersäure mit der bei der Reaktion entstehenden Salzsäure als auch die durch das entstehende Nitrosylchlorid bei Anwesenheit von Wasser und Chlor verursachte Korrosion zu nennen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man die Nachteile der bekannten Verfahren vermeidet, bessere Ausbeuten erzielt und insbesondere die Korrosion der Apparateteile vor allem der Kristallisationsanlage, in welcher das Kaliumnitrat auskristallisiert und die Kriställe von der Mutterlauge abgetrennt werden, außerordentlich stark herabsetzt, wenn man so verfährt, daß in die Kolonne Salpetersäure in 50- bis 70%iger Gewichtskonzentration und das Chlorid in Molverhältnissen von 1,4 bis 1,7 Mol Salpetersäure pro Mol Chlorid eingeführt werden, Mutterlauge mit einem Gehalt von wenigstens 50% Salpetersäure dem Umsetzungsgemisch in der Kolonne zugeführt, von dem oberen bei einer Temperatur von 0 bis -5° C gehaltenen Teil der Kolonne ein. praktisch wasserdampffreies gasförmiges Gemisch aus Nitrosylchlorid und Chlor, das gegebenenfalls etwas Stickstoffdioxyd enthalten kann, abgezogen und kondensiert wird und davon 10 bis 30 Gewichtsprozent in Form eines Rückflusses wieder in das obere Teil der Kolonne zurückgeführt werden, wobei das Umsetzungsgemisch am unteren Ende der Kolonne zwecks Entfernen von Wasserdampf und praktisch der Gesamtmenge an Salzsäure destilliert, sowie aus dem Umsetzungs-. gemisch das Nitrat unter Ausbilden einer wenigstens 50% Salpetersäure enthaltenden Mutterlauge auskristalliert wird.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die Umsetzung zwischen dem Kaliumchlorid und der 50- bis 70gewichtsprozentigen Salpetersäure in einer Kolonne so durchgeführt, daß an deren unterem Ende das Reaktionsgemisch im Sieden gehalten wird und die Reaktion bei den vorstehend genannten Bedingungen unter Zurückführung der Mutterlauge mit einer auf einer salzfreien Grundlage berechneten Konzentration von wenigstens 50 Gewichtsprozent, vorzugsweise 50 bis 65 Gewichtsprozent Salpetersäure vonstatten geht. Als Obendestillation wird ein gasförmiges Gemisch, bestehend praktisch nur aus Nitrosylchlorid und Chlor, abgezogen, das praktisch keinen Wasserdampf enthält. Das gesamte eingeführte oder durch die Umsetzung gebildete Wasser wird als Destillationsrückstand entfernt. Das als Rückstand abgezogene Reaktionsgemisch besteht im wesentlichen aus Salpetersäure (wenigstens 45 Gewichtsprozent, vorzugsweise wenigstens 50 Gewichtsprozent auf einer salzfreien Grundlage), Kaliumnitrat, Wasser, geringe Mengen an Salzsäure und Natriumnitrat (das Natriumsalz liegt gewöhnlich als eine Verunreinigung in Kaliumchlorid vor). Dieses Gemisch wird in einer zweiten Stufe einer Destillation unterworfen, um das Wasser und das als Salzsäure vorliegende Chlor sowie eine geringe Menge an Salpetersäure abzutreiben. Beim Abtreiben nach dem erfindungsgemäßen Verfahren der ersten Reaktionsstufe ist die im Destillationsrückstand vorliegende Salzsäuremenge so klein, daß nahezu die gesamte Salzsäure zweckmäßigerweise als Obendestillat in dieser Destillation der zweiten Stufe entfernt werden kann.
  • In der dritten Stufe wird das von der zweiten Stufe kommende eingeengte Reaktionsgemisch, das praktisch chloridfrei ist, einer Kristallisationsvorrichtung zugeführt, in der das Kaliumnitrat auskristallisiert und als das gewünschte Produkt entfernt wird. Die Mutterlauge dieser Kristallisation, die auf einer Salzfreien Grundlage 50 bis 65% Salpetersäure, geringe Mengen Kaliumnitrat und Natriumnitrat enthält, wird in das Kaliumchloridreaktionsgefäß zurückgeführt. In die Kristallisationsvorrichtung wird praktisch kein Chlorid eingeführt, und somit werden die Korrosionsschwierigkeiten in der Kristallisationsvorrichtung, der Zentrifuge bzw. dem Filter für die Abtrennung der Kaliumnitratkristalle von der Mutterlauge sowie in den zugehörigen Apparateteilen kleinstmöglich gehalten.
  • Bei der vierten Verfahrensstufe erfolgt die Behandlung des aus der ersten Stufe kommenden Obendestillats, das aus einem Gemisch aus NOCI, CL und NO, besteht, um so das Nitrosylchlorid in Chlor und Stickstoffdioxyd N204 :Z 2 N02 zu oxydieren. Vorzugsweise wird das Nitrosylchlorid in der flüssigen Phase im Gleichstrom mit Luft oder Sauerstoff und das flüssige Nitrosylchlörid durch eine wenigstens fünf Kontaktstufen enthaltende Kolonne, die unter einem Druck von 14 bis 52,5 kg/cm2 gehalten wird, oxydiert. In der ersten Kontaktstufe wird die Temperatur innerhalb eines Bereichs von 60 bis 80° C und in der letzten Kontaktstufe innerhalb des Bereichs von 75 bis l.20° C gehalten. Unter Anwendung von Sauerstoff hohen Reinheitsgrades in einer Menge, die gleich oder geringer als diejenige ist, die für die Oxydation des gesamten Nitrosylchlorids benötigt wird, wird eine geringe Menge austretenden Produkts gebildet, das nicht kondensiert werden kann. Hauptsächlich aus diesem Grund wird die Anwendung von Sauerstoff in der Oxydationsvorrichtung für das Nitrosylchlorid bevorzugt.
  • Das in der Oxydationsvorrichtung gebildete Chlor und das in dem Kaliumchloridreaktionsgefäß oder der ersten Stufe gebildete Chlor stellen wertvolle Produkte des Verfahrens dar. Das Stickstoffdioxyd kann in bekannter Weise vermittels Umsetzung mit Wasser und Sauerstoff in Salpetersäure umgewandelt werden, die in der ersten Stufe eingesetzt werden kann.
  • Die Zeichnung ist ein diagrammförmiges Fließschema, das die Ausrüstung für die Durchführung einer erfindungsgemäßen Ausführungsform wiedergibt. Zum besseren Verständnis der erfindungsgemäßen Verfahrensweise sind die verschiedenen Arbeitsstufen durch Bezugszeichen gekennzeichnet, wie z. B. Arbeitsstufe l., 2, 3 und 4.
  • Diese neuartige Verfahrensweise kann kontinuierlich erfolgen, wobei die einzelnen Reaktionsstufen gleichzeitig durchgeführt werden. Eine zeitliche Aufeinanderfolge der einzelnen Reaktionsstufen ist jedoch ebenfalls möglich.
  • Bei einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform wird die erste Verfahrensstufe in einer Destillationskolonne ausgeführt, in welcher das Reaktionsgemisch im unteren Ende der Kolonne am Sieden gehalten wird und sich in der Kolonne ein von unten nach oben abnehmender Temperaturgradient einstellt. Hierbei wird an oder in der Nähe des oberen Endes der Kolonne eine Temperatur innerhalb des Bereichs von 0 bis -5° C erreicht.
  • Als Obendestillat wird ein. Dampfgemisch, bestehend aus Nitrosylchlorid, Chlor und Stickstoffdioxyd, abgenommen, kondensiert und teilweise als Rückfluß zurückgeführt und der restliche Anteil der Oxydationsvorrichtung zugeführt, wo das Nitrosylchlorid zu Stickstoffdioxyd und Chlor oxydiert wird.
  • Das Verhältnis des Rückflusses zu dem reinen flüssigen aus der Kolonne entfernten Produkt liegt zwischen 0,1 bis 0,3. Die frische Salpetersäure und das Kaliumchlorid werden in die Kolonne in einem Molverhältnis innerhalb des Bereichs von 1,4 bis 1,47 zugeführt.
  • In der Zeichnung stellt das Bezugszeichen 10 eine kombinierte Reaktions- und Destillationskolonne dar, die mit Destillationsböden und an ihrem unteren Ende mit einem Verdampfer 11 versehen ist. Ein Kühler 12 ist zur Aufnahme des von dem oberen Ende der Destillationskolonne 10 kommenden Dampfstromes angeordnet. Das Kondensat aus dem Kühler 12 wird in zwei Ströme aufgeteilt, von denen einer als Rückfluß durch die Leitung 13 und der andere durch eine Pumpe 14 geführt wird, wobei die letztere mit der in flüssiger Phase arbeitenden Oxydationsvorrichtung 1.5 in Verbindung steht. 10 bis 30fl/o der der Oxydationsvorrichtung 15 zugepumpten Flüssigkeitsmenge werden als Rückfluß durch die Leitung 16 zurückgeführt, wobei dem Reaktionsgefäß 10 durch die Leitung 16 frische Salpetersäure zugeführt wird. Zwischen der Leitung 16 für die Beschickung mit frischer Salpetersäure und dem oberen Ende der Umsetzungskolonne 10 sind zwei bis vier theoretische Böden angeordnet. Die Kaliumchloridbeschickung wird einem Aufschlämmungsmischer 17 zugeführt, in den die zurückgeführte Säure durch die Leitung 18 eingeführt wird. Die sich ergebende Aufschlämmung tritt durch die Leitung 1.9 in das Umsetzungsgefäß 10 ein.
  • Das Umsetzungsgefäß 10 -ist unterhalb der Beschickungsstelle für die Aufschlämmung mit wenigstens fünf, zweckmäßigerweise fünf bis zehn theoretischen Böden versehen. Aus Wirtschaftlichkeitsgründen hinsichtlich der Konstruktion und des Verfahrens wird jedoch die Anzahl der über fünf hinausgehenden Böden in übereinstimmung mit der Reduzierung des Chloridgehalts am unteren Ende auf ein praktisches Minimum möglichst klein gehalten.
  • In dem unteren Ende des Umsetzungsgefäßes 10 wird das Gemisch .auf Siedetemperatur gehalten, die unter Normaldruck bei etwa 115° C liegt. Am oberen Ende dieser Kolonne stellt sich dann eine Temperatur von 0 bis -5° C ein.
  • Ein wesentliches erfindungsgemäßes Merkmal besteht darin, daß die frische Salpetersäure durch Leitung 16 an einer Stelle in der Kolonne unterhalb des Bodens eingeführt wird, an welcher die Temperatur nicht höher als 10° C, vorzugsweise nicht höher als 0° C, ist. Dieses Merkmal führt in Kombination mit dar Anwendung eines Rückflußverhältnisses von 0,1 bis 0,3 zu einer praktisch vollständigen Trocknung der als Obendestillat aus der Reaktionskolonne abgehenden Gase; soweit wird praktisch das gesamte in die Kolonne eingeführte Wasser als ein Bestandteil der Bodenfraktion aus derselben entfernt.
  • Der Konzentrator 21 für die zurückgeführte Säure hat die Form einer Destillationskolonne, die durch die Leitung 22 und die Pumpe 49 mit dem unteren Ende des Kaliumchloridreaktionsgefäßes 10 dergestalt in Verbindung steht, daß die Bodenfraktion von diesem Reaktionsgefäß kontinuierlich durch die in die Säule 21 an der Stelle 23,einmündende Leitung 22 fließt. Ein Verdampfer 24 steht mit dem unteren Ende dieser Kolonne in Verbindung, um die Reaktionsprodukte auf Siedetemperaturen, d. h. etwa auf l20° C, zu halten.
  • Das obere Ende dieser Kolonne steht mit einem Kühler 25 zur Kondensation der die Kolonne verlassenden Dämpfe in Verbindung. Das Kondensat wird in zwei Ströme aufgeteilt, von denen einer durch die Leitung 26 als Rückfluß zurückgeführt und der andere durch die Leitung 27 entfernt wird. Andererseits können alle aus dem Konzentrator 21 kommenden Dämpfe mit oder ohne vorherige Kondensation abgelassen werden, wobei entweder einfaches Wasser oder Waschwasser aus der Zentrifuge 36 als Rückfluß angewandt wird.
  • Die Pumpe 31 pumpt die Lösung oder Aufschlämmung aus dem Einenger 21 durch das Umlaufsystem 32 der Kristallisationsvorrichtung 33. Das Umlaufsystem 32 weist einen Kühler 34 auf, durch den die überstehende Flüssigkeit aus der Kristallisationsvorrichtung fließt. Die gekühlte Flüssigkeit wird mit der Lösung oder Aufschlämmung vermischt und das Gemisch in die Kristallisationsvorrichtung 33 eingepumpt. Von dem unteren Ende der Kristallisationsvorrichtung 33 werden Kristalle durch die Leitung 35 abgezogen und treten in. die Zentrifuge 36 ein. Dieselbe bewirkt die Abtrennung der Kaliumnitratkristalle von der Mutterlauge. Die Mutterlauge fließt durch die Leitung 18 in den Aufschlämmungsmischer 17. An Stelle der gezeigten Kristallisationsvorrichtung in Form eines Wärmeaustauschers können genauso eine mit Unterdruck arbeitende Kristallisationsvor-,richtung sowie andere bekannte Arten an Kristallisationsvorrichtungen angewandt werden.
  • Das aus dem Umsetzungsgefäß 10 austretende Obendestillat vermischt sich mit Luft oder Sauerstoff, die durch die Leitung 41 eingeführt werden. Bei Anwendung von Luft, wie in der Figur gezeigt, tritt das Gemisch aus Luft und Obendestillat, das durch die Leitung 9 fließt, durch den Vorerhitzer 51 in die Oxydationsvorrichtung 15 ein. Das aus der Oxydationsvorrichtung 15 austretende Produkt wird in der Abkühlvorrichtung 52 abgekühlt, und das abgekühlte Gemisch wird in die Abtrennvorrichtung 53 eingeführt, von wo aus die nicht kondensierbaren Gase durch das Ablaßventil54 abgelassen werden. Das Kondensat tritt von der Abtrennvorrichtung 53 zu der an ihrem unteren Ende mit einem Verdampfer 43 versehenen Chlordestillation 42. In dieser wird das Kondensat fraktioniert, wobei das Chlor als Obendestillat abgeht und in dem Kühler 44 kondensiert wird. Ein Teil des Chlors wird in die Chlordestillation 42 durch die Leitung 45 als Rückflußflüssigkeit zurückgeführt und der restliche Anteil des Chlors durch die Leitung 46 entfernt. Ein Nitrochlorid enthaltender Rückführungs- oder Seitenstrom wird durch die Leitung 47 entfernt und durch die Pumpe 48 in das untere Ende der Oxydationsvorrichtung 15 eingepumpt.
  • Aus der Chlordestillation 42 wird Stickstoffdioxyd als Bodenfraktion entfernt und- kann mit Wasser und Sauerstoff zu Salpetersäure umgesetzt werden. Diese Salpetersäure wird als frische Salpetersäure für das Verfahren angewandt.
  • In dem gezeigten Beispiel wird Stickstoff und die nicht verwendete Sauerstoffbeschickung für die Oxydationsvorrichtung durch die Leitung 54 zusammen mit etwas Chlor, das bei diesen Bedingungen flüchtig geht, abgelassen. Das Chlor kann von diesen inerten Gasen gegebenenfalls durch übliche Vorrichtungen abgetrennt werden. An Stelle von Luft kann der Oxydationsvorrichtung Sauerstoff zugeführt werden, wodurch die Größe der Apparatur erheblich verringert und die Wiedergewinnung des Chlors, das mit den von der Leitung 54 aus abgelassenen inerten Gasen austritt, vereinfacht wird.
  • Das folgende Beispiel erläutert die vorliegende Erfindung näher. In diesem Beispiel verstehen sich Kilogrammwerte als kg/h und Prozentsätze sind Gewichtsprozente.
  • Beispiel Dieses Beispiel wird in einer Apparatur gemäß der in der Zeichnung gezeigten Art durchgeführt. Verfahrensstufe 1. - Es werden 59,9 kg 67o/oige Salpetersäure, die 40,1 kg Salpetersäure und 19,7 kg Wasser enthält, in das Kaliumchloridreaktionsgefäß an einer Stelle eingeführt, an welcher die Temperatur etwa 0° C beträgt. In dieses Reaktionsgefäß wird ungefähr in der Mitte, jedoch unterhalb der Einführungsstelle für die Salpetersäure, eine Aufschlämmung von Kaliumchlorid eingeführt, die durch Vermischen von 33,8 kg Kaliumchlorid mit dem zurückgeführten Säurestrom in einer Menge von 190,0 kg hergestellt wird, wobei dieser Säurestrom aus 75,8 kg Salpetersäure, 50,6 kg Wasser, 50,4 kg Kaliumnitrat, 13,3 kg Natriumnitrat und 0,014 kg Salzsäure besteht. Dieser zurückgeführte Säurestrom enthält 60 Q/o Salpetersäure auf einer salzfreien Grundlage. Am unteren Ende des Reaktionsgefäßes beträgt die Temperatur 115° C und an dessen oberem Ende -5° C. Die als Obendestillat abgenommenen Dämpfe werden auf eine Temperatur von -25° C abgekühlt. Das so gebildete Kondensat wird in zwei Ströme aufgeteilt. Ein Strom in einer Menge von 6,63 kg, der aus 3,36 kg Chlor, 2,63 kg Nitrosylchlorid und 0,64 kg Stickstoffdioxyd besteht, wird als Rückfluß zurückgeführt. Der zweite Strom in einer Menge von 22,0 kg, der aus 11,5 kg Chlor, 8,76 kg Nitrosylchlorid und 2,08 kg Stickstoffdioxyd besteht, wird in der weiter unten beschriebenen Weise der Oxydationsvorrichtung zugeführt.
  • Es werden 261,8 kg der Bodenfraktion des Reaktionsgefäßes entfernt, wobei diese Bodenfraktion 5011/o Salpetersäure auf einer salzfreien Grundlage enthält. Die Bodenfraktion des Umsetzungsgefäßes enthält etwa 76,0 kg Salpetersäure, 76,0 kg Wasser, 0,163 kg Salzsäure, 96,1 kg Kaliumnitrat und 13,25 kg Natriumnitrat.
  • Verfahrensstufe 2. - Die Bodenfraktion des Reaktionsgefäßes wird in den Konzentrator für die zurückgeführte Säure eingeführt, der an seinem unteren Ende mit einer Temperatur von 120° C und an seinem oberen Ende mit einer Temperatur von 100° C betrieben wird. Die als Obendestillat abgenommenen Dämpfe werden teilweise kondensiert und das Kondensat als Rückfluß in einer Menge von 14,6 kg Wasser zurückgeführt. Der nicht kondensierte Dampf in einer Menge von 25,6 kg, der in etwa aus 25,4 kg Wasser, 0,15 kg Salzsäure und 0,136 kg Salpetersäure besteht, wird verworfen. Die Bodenfraktion des Konzentrators wird in etwa einer Menge von 235,8 kg, bestehend aus 75,8 kg Salpetersäure, 50,6 kg Wasser, 97,0 kg Kaliumnitrat und 9,2 kg Natriumnitrat, entfernt. Dieselbe enthält "60 Gewichtsprozent Salpetersäure auf salzfreier Grundlage.
  • Verfahrensstufe 3. - Die Bodenfraktion aus dem Konzentrator wird auf eine Temperatur von 40° C abgekühlt und in die Kristallisationsvorrichtung eingeführt. Aus dieser wird eine Kristallaufschlämmung abgezogen und durch eine Zentrifuge geleitet. Hierbei werden 45,8 kg Kaliumnitrat aus der Zentrifuge entnommen. Die Mutterlauge in einer Menge von 190,0 kg, bestehend aus 75,8 kg Salpetersäure, 50,6 kg Wasser, 50,4 kg Kaliumnitrat, 13,28 kg Natriumnitrat und 0,014 kg Salzsäure, wird in das Kaliumchloridreaktionsgefäß zurückgeführt. Dieselbe enthält 60 Gewichtsprozent Salpetersäure auf einer salzfreien Grundlage.
  • Verfahrensstufe 4. - Der obenerwähnte zweite Strom aus dem Kühler in einer Menge von 22,08 kg, der mit dem Kaliumchloridreaktionsgefäß in Verbindung steht, wird in die Oxydationsvorrichtung eingeführt. In derselben wird dieser Strom mit 13,28 kg Luft vermischt und das Gemisch in die Oxydationsvorrichtung bei einer Temperatur von 60° C eingeführt. Die Oxydationsvorrichtung wird unter einem Druck von 31,5 kg/cm2 sowie einer Temperatur von 70° C an ihrem unteren Ende und von 80° C an ihrem oberen Ende gehalten. Dieser Beschickung für die Oxydationsvorrichtung ist der von der Chlordestillation zurückgeführte Strom in etwa einer Menge von 7,23 kg beigemischt, der 2,04 kg Chlor, 3,81 kg Nitrosylchlorid und 1,36 kg Stickstoffdioxyd enthält. Die Beschickung für die Oxydationsvorrichtung in etwa einer Menge von 29,3 kg enthält somit 13,2 kg Chlor, 12,65 kg Nitrosylchlorid und 3,54 kg Stickstoffdioxyd. Aus der Oxydationsvorrichtung werden etwa 42,7 kg Reaktionsprodukt, bestehend aus 18,0 kg Chlor, 3,81 kg Nitrosylchlorid, 9,7 kg Stickstoffdioxyd, 0,905 kg Sauerstoff und 10,2 kg Stickstoff, entfernt. Chlor, Nitrosylchlorid und Stickstoffdioxyd werden kondensiert und somit von dem Sauerstoff und Stickstoff getrennt. Dieses Kondensat wird sodann der Chlordestillation zugeführt und fraktioniert. Es werden 15,9 kg Chlor als Obendestillat und 8,35 kg Stickstoffdioxyd als Bodenfraktion abgenommen. Weiterhin wird aus der Chlordestillation der oben beschriebene zurückzuführende Strom entnommen, der 2,04 kg Chlor, 3,81 kg Nitrosylchlorid und 1,36 kg Stickstoffdioxyd enthält.
  • In diesem Beispiel werden von dem Stickstoff in der Salpetersäurebeschickung 71,2 a/o als Kaliumnitrat und 28,5 % als Stickstoffdioxyd zurückgewonnen. Die Ausbeute an Chlor beträgt, bezogen auf die Kaliumchloridbeschickung, 99,617o.
  • Ein wesentliches erfindungsgemäßes Merkmal besteht darin, daß die Konzentration der Salpetersäure in der Bodenfraktion des Kaliumchloridreaktionsgefäßes wenigstens 45 % Salpetersäure auf einer salzfreien Grundlage, vorzugsweise 50 bis 55 % beträgt. Eine Salpetersäurekonzentration innerhalb dieses Bereichs in der Bodenfraktion des Reaktionsgefäßes wird leicht dadurch erzielt, daß man das Einengen der Bodenfraktion des Reaktionsgefäßes in der oben beschriebenen Weise durchführt und man den zurückgeführten Strom der Salpetersäure mit der weiter oben angegebenen Salpetersäurekonzentration durch das Kaliumchloridreaktionsgefäß hindurchleitet. Bei Arbeiten unter diesen Bedingungen und bei einem Kaliumchloridreaktionsgefäß mit der benötigten Anzahl, und zwar wenigstens fünf theoretischer Böden unter der Einführungsstelle für die Aufschlämmung ist die Chloridkonzentration in der Bodenfraktion des Reaktionsgefäßes so gering, daß es möglich wird, die gegebenenfalls vorliegende geringe Chloridmenge als Obendestillat aus dem Säurekonzentrator zu entfernen. Es wird praktisch das gesamte Chlorid in Nitrosylchlorid und Chlor in dem Kaliumchloridreaktionsgefäß umgewandelt, wobei das Nitrosylchlorid und das Chlor als Obendestillat aus dem Kaliumchloridreaktionsgefäß abgenommen werden und man das Nitrosylchlorid zu Stickstoffdioxyd und Chlor oxydiert. Das so erhaltene Chlor und das in dem Reaktionsgefäß gebildete Chlor werden zurückgewonnen und stellen ein wertvolles Verfahrensprodukt dar. Chlorid und Chlor gelangen nicht in merklichen Mengen in die Kristallisationsvorrichtung, und somit werden die Korrosionsprobleme in der Kristallisationsvorrichtung, der zugeordneten Zentrifugenabtrennausrüstung oder weiteren bei der Abtrennung des Kaliumnitrats von der Mutterlauge angewandten Ausrüstungen möglichst klein gehalten.
  • Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zur Umwand-i lang von Kaliumchlorid und weiteren Alkali- oder Erdalkalichloriden in die entsprechenden Nitrate in Vorschlag gebracht, wobei dieses Verfahren zu hohen Nitratausbeuten dadurch führt, daß praktisch die gesamte Menge des in das Verfahren eingeführten Alkali- oder Erdalkalimetalls ausgenutzt wird. Weiterhin sind die während des Verfahrens gebildeten Laugen dergestalt, daß die mit deren Handhabung verbundenen Korrosionsprobleme möglichst klein gehalten werden.
  • Da bei der Durchführung des oben beschriebenen Verfahrens zur Umwandlung von Alkali- oder Erdalkalichloriden in die entsprechenden Nitrate gewisse Änderungen durchgeführt werden können, ohne hierbei vom Schutzbereich der Erfindung abzuweichen, verstehen sich die oben gemachten Angaben im Zusammenhang mit den Zeichnungen lediglich als Erläuterungen der erfindungsgemäßen Verfahrensweise. Es wurde weiter oben im Zusammenhang mit den Arbeitsweisen des Kaliumchloridumsetzungsgefäßes und dem Säureeinenger unter Normaldruckbedingungen gearbeitet (Druck von etwa 1 kg/em2 an dem oberen Ende jeder Kolonne), jedoch können diese Kolonnen ebenfalls unter Drücken von 2 oder 3 kg/cm2 oder sogar darüber betrieben werden. Natürlich ändert sich hierbei die Temperatur entsprechend, wobei die Gemische in den Bodenfraktionen dieser Kolonnen unter den vorherrschenden Druckbedingungen im Sieden gehalten werden.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Alkali- oder Erdalkalinitraten durch Umsetzen der entsprechenden Chloride mit Salpetersäure in einer Kolonne, bei dem aufsteigende Dämpfe von Nitrosylchlorid, Stickstoffdioxyd, Chlor und Wasserdampf im Gegenstrom zu dem nach unten geführten Salpetersäure-Chlorid-Gemisch geführt werden, Abziehen der Dämpfe, Abtrennen des Wasserdampfes, Oxydation des Nitrosylchlorids zu Stickstoffdioxyd und Chlor, Abtrennen des Chlors, überführen des Stickstoffdioxyds in Salpetersäure für die erneute Umsetzung, Auskristallisieren des Nitrats aus dem aus dem unteren Ende der Kolonne abgezogenen Umsetzungsgemisch und Zurückführen der Mutterlauge in die Kolonne, dadurch gekennzeichnet, daß in die Kolonne Salpetersäure in 50- bis 70o/oiger Gewichtskonzentration und das Chlorid in Molverhältnissen von 1,4 bis 1,7 Mol Salpetersäure pro Mol Chlorid eingeführt werden, Mutterlauge mit einem Gehalt von wenigstens 50 0/0 Salpetersäure dem Umsetzungsgemisch in der Kolonne zugeführt, von dem oberen bei einer Temperatur von 0 bis -5° C gehaltenen Teil der Kolonne ein praktisch wasserdampffreies gasförmiges Gemisch aus Nitrosylchlorid und Chlor, das gegebenenfalls etwas Stickstoffdioxyd enthalten kann, abgezogen und kondensiert wird und davon 10 bis 30 Gewichtsprozent in Form eines Rückflusses wieder in das obere Teil der Kolonne zurückgeführt werden, wobei das Umsetzungsgemisch am unteren Ende der Kolonne zwecks Entfernen von Wasserdampf und praktisch der Gesamtmenge an Salzsäure destilliert, sowie aus dem Umsetzungsgemisch das Nitrat unter Ausbilden einer wenigstens 50 % Salpetersäure enthaltenden Mutterlauge auskristallisiert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die frische Salpetersäure in die Säule an einer Stelle eingeführt wird, wo sich die Temperatur derselben auf 0 bis 10° C beläuft. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2124 536, 2181559, 2148 429, 2 269 000, 2 215 450, 2 296 762, 2296763.
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