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Einrichtung zum Abdrucken binär codiert empfangener Information Die
Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Abdrucken binär codiert empfangener
Informationszeichen. mit einem Typenträger, auf dem die abzudruckenden Zeichen in
einer oder in zwei Koordinatenrichtungen angeordnet sind und der direkt oder über
einen bzw. zwei übersetzungshebel in den Koordinatenrichtungen der auf ihm angeordneten
Zeichen, insbesondere in Drehrichtung als scheiben-, walzenförmiger oder kugelförmiger
Typenträger einstellbar ist, wobei die für die Decodierung und den Abdruck eines
Zeichens benötigte Energie über Kolben mittels unter Druck stehender strömender
Mittel übertragen wird.
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Sowh1 in der Fernschreibtechnik als auch in der Schreibmaschinentechnik
sind vereinzelt Einrichtungen bekanntgeworden, in denen zur übertragung der Abdruckenergie
einem Druckgefälle ausgesetzte strömende Mittel verwendet sind. Diese Einrichtungen,
bei denen durchwegs Typenhebel zum Abdruck eines Zeichens verwendet sind, realisieren
zwar eine Kraftübertragung mittels strömender Mittel, vermögen jedoch die Technik
nicht durch eine kompakt gestaltete, wartungsfreie, störungsunanfällige und geräuscharme
Baueinheit hoher Geschwindigkeit zu bereichern.
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Es ist darüber hinaus eine Einrichtung zum Steuern der abzudruckenden
Zeichenelementstifte eines Mosaikdruckers bekanntgeworden, durch die codiert empfangene
Zeichen in eine bestimmte Stellung eines Steuerschiebers, über den die abzudruckenden
Zeichenelementstifte betätigbar sind, decodierbar sind. Nachteilig bei dieser bekannten
Einrichtung ist, daß dieser Steuerschieber lediglich durch gegeneinander wirkende
hydraulische Drücke, die abhängig von der Dichtigkeit der entsprechenden Steuerventile
schwanken können, in der jeweiligen Einstellage gehalten wird.
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Außerdem ist eine Einrichtung bekanntgeworden, durch die ein Typenträger
mit auf ihm in zwei Koordinatenrichtungen angeordneten Typen in die Ab-
druckstellung
einstellbar ist. Bei dieser Einrichtung wird die Verstellung des Typenträgers jeweils
in einer Koordinate dadurch vorgenommen, daß ein in einem Zylinder laufender Kolben
von beiden Seiten von Druckluft beeinflußt wird, wobei der Druckunterschied die
Bewegung des Kolbens bewirkt. Der Druckunterschied wird dadurch erzielt, daß auf
der einen Seite des Kolbens, auf die der Kolben zubewegt werden soll, ein Abflußkanal
für die unter Druck stehenden strömenden Mittel geöffnet wird. Der Kolben bewegt
sich auf diesen Kanal zu und bleibt über diesem stehen. Nachteilig bei dieser Einrichtung
ist, daß der Kolben nach Erreichen der Sollstellung erst einmal über diese Sollstellung
hinausschwingt und erst durch den nun entstehenden Gegendruck wieder in die Sollstellung,
möglicherweise auch da wieder darüber hinaus, zurückgestellt wird. Außerdem ist
bei dieser Einrichtung nachteilig, daß vor den Einlaßkanälen für die strömenden
Mittel in dem Arbeitszylinder Drosselventile mit hoher Wirksamkeit angeordnet sein
müssen, damit auch tatsächlich ein Druckabfall in den beiden, durch den Kolben getrennten
Arbeitskammern des Zylinders entstehen kann. Durch die Anordnung solcher Drosseln
für die den Arbeitskolben verschiebende Druckluft wird die Arbeitsgeschwindigkeit
stark herabgesetzt, es sei denn, es wird sehr hoher Aufwand für die Druckerzeugung
betrieben.
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Aufgabe der Erfindung ist es, einen Typenträger mit einer Vielzahl
auf ihm angeordneter Typen durch unter Druck stehende strömende Mittel in die
Ab-
druckstellung einzustellen, wobei sich Druckunterschiede nicht nachteilig
auf die Abdruckstellung auswirken.
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Erfindungsgemäß ist eine derartige Einrichtung dadurch gekennzeichnet,
daß die über eine Rutschkupplung angetriebene Welle der Typenwalze einen Ansatz
aufweist und über Decodierelemente wahlweise einzeln durch unter Druck stehende
strömende Mittel mit an ihnen angeordneten Stiften in den Schwenkbereich.des fest
auf der Typenwalzenwelle angeordneten Ansatzes verschiebbare Kolben koaxial um die
Welle angeordnet sind.
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Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispielen, die im folgenden beschrieben sind. Es zeigt F i
g. 1 eine Anordnung zum Einstellen der Drehbewegung einer Typenwalze unter
Verwendung einer Reibkupplung,
F i g. 2 ein Hydraulik-Schema
für die in F i g. 1
dargestellte Einrichtung.
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F i g. 1 und 2 zeigen ein Ausführungsbeispiel, bei dem die
Dreheinstellung der Typenwalze durch Anschlagen eines auf einer durch eine Reibkupplung
bzw. ölmotor angetriebene Typenwalzenwelle angeordneten Ansatzes an einem wahlweise
hydraulisch betätigten Anschlag erfolgt.
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Aus einem Behälter 61 wird über ein Filter 62 von einer
Zahnradpumpe 63 Öl gefördert. Das Öl läuft über ein überdruckventil
64 zu einem nockengesteuerten Steuerschieber 65, der es in der ersten Öldruckpliase
durch die vorher von einem Signalempfänger eingestellten Steuerschieber
66 ... 71 leitet und gelangt zu den Kolben 72 ... 77, die Wählringe
78 ...
83 - je nach »Plus« bzw. »Minus« - Einspeicherung des
Empfängers - inbzw. entgegen demUhrzeigersinn verdrehen. Parallel dazu gelangt
das Drucköl auch über die Steuerschieber 66 ... 71 zu Kolben 84
... 89,
die Einstellglieder 90 ... 95 für einen zusätzlichen Locher
verstellen. Das Rücköl der Kolben 72 ... 77
und 84 ... 89 kann dabei
über die Steuerschieber 66 ... 71 zum Behälter61 zurückfließen. Nun
wird über den nockencesteuerten Steuerschieber65 der Weg für die erste Öldruckphase
versperrt und für die zweite Öldruckphase freigegeben. Dadurch gelangt das Drucköl
zu einer U-förmigen Dichtung 96, wodurch die Wählringe 78 ... 83 sowie
Abstandsringe 97 mit hoher Kraft zusammengedrückt werden. Die Wählringe
78 ... 83 besitzen eine Anzahl Löcher, die bei einer bestimmten Wählringverstellung
eine durchgehende öffnung bilden. Durch das Drucköl wird einer von einer Anzahl
Sperrstifte 98 ... 113
herausgedrückt. Die Typenwalze 122 wird über eine Reibkupplung
(bzw. öhnotor) 123 angetrieben und an einem auf der Typenwalze angeordneten,
hydraulisch stoßgedämpften Hebel 124 von dem herausgedrückten Sperrstift angehalten.
Zur axialen Verstellung der Typenwalze 122 wird in den Wählringen eine zweite durchgehende
Öffnung gebildet, so daß durch das Drticköl einer von vier Kolben 118 ...
121 betätigbar ist. Das Rücköl der »Gegenkolben« kann über zugehörige Umsteuerventile
114 ... 117 entweichen. Mittels der in F i g. 1 und 2 dargestellten
Einrichtung sind sechzehn radiale und vier axiale Typeneinstellungen möglich.
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Ein weiterer nockengesteuerter Steuerschieber 125
schaltet auf
die dritte Öldruckphase, während die zweite öldruckphase andauert. Dadurch gelangt
Drucköl zu zwei weiteren Kolben 126 für die Betätigung der Lochernadeln und
127 für das Spannen einer Druckfeder für den Druckvorgang. Danach wird der
Steuerschieber 125 auf die vierte Öldruckphase umgeschaltet und führt die
Kolben 126 und 127 zurück, wobei der Kolben 127 am Schluß sämtlicher
Bewegungen die gespannte Druckfeder 128 entklinkt. Dadurch erfolgt bei stehender
Typenwalze 122 der Abdruck. Zum nächsten Zeichen werden beim Umschalten des Steuerschiebers
65 zur neuen Wählringverstellung der vom letzten Zeichen betätigte Sperrstift
und das Steuerventil durch Federkraft zurückgestellt, wobei das Rücköl über die
durchgehenden Wählringöffnungen und den Steuerschieber 65 entweichen kann.
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Eine Erweiterung der Einrichtung auf eine Anordnung zum Abdrucken
von 128 Typen ist äußerst einfach. Die Zahl der Wählringe erhöht sich auf
sieben und, da die Typenwalze in diesem Fall achtmal axial verschoben wird, erhöht
sich die Anzahl der Steuerventile 114 ... 117 und der Kolben 118 ...
121 auf je neun. Bei Buchstaben-Ziffern-Umschaltung steuern z. B. die Ventile
114 und 115 einen Steuerschieber vor, während beim nachfolgenden Zeichen
durch die Ventile 86 und 87 die zweite Wahl der Reihe geschieht.
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