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Prellbock für Schlagstöcke in Webmaschinen Die Erfindung betrifft
einen Prellbock für Schlagstöcke in Webmaschinen aus ineinandergesetzten U-förmigen
Körpern, die an einem ihrer beiden Schenkel fest miteinander verbunden sind und
deren anderer freier Schenkel in Richtung der Bewegung des Schlagstockes unter Einschluß
eines freien Raumes hintereinander liegen.
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Zur Abbremsung der Schlagbewegung des Schlagstockes in Webmaschinen
sind aus Lederpuffer bestehende Prellböcke bekannt, die den Nachteil haben, daß
sie einem außerordentlich schnellen Verschleiß unterliegen und keine elastische
und nachgiebige Dämpfung der Endbewegung des Schlag-CD stockes bewirken.
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Aus elastischem Material bestehende Prellböcke sind, um eine Elastizität
zu erzielen, in den meisten Fällen U- oder 0-förmig ausgebildet, haben aber
den Nachteil, daß sie nach einer gewissen Gebrauchszeit brechen, da, wenn der Körper
0-förmig ausgebildet ist, ein Nachgeben des Körpers nicht erfolgen kann, sondern
die vom Schlagstock an den Prellbock abgegebene Energie muß von dem Körper absorbiert
werden. Werden U-förmige Einrichtungen verwendet, so ist der den Prellbock abbremsende
eine Schenkel des U nicht ausreichend starr, so daß keine wirksame Bremsung
erzielt wird.
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Schließlich ist es bekanntgeworden, Prellböcke aus Kunststoff anzufertigen
(deutsches Gebrauchsmuster 1759 396), wobei diese Prellböcke aus ineinander
eingesetzten U-fönnigen Körpern bestehen, die an einem ihrer beiden Schenkel fest
miteinander verbunden sind und deren andere freie Schenkel in Richtung der Bewegung
des Schlagstockes unter Einschluß eines freien Raumes hintereinander liegen. Bei
diesen bekannten Einrichtungen werden bei Auftreffen des Schlagstockes die einzelnen
U-förmigen Körper so ineinandergedrückt, daß sie an ihren Bögen miteinander in Berührung
kommen, so daß hier Reibungen auftreten und, da der Werkstoff sich nicht frei verformen
kann, hier Risse im Prellbockmaterial hervorgehoben werden. Außerdem haben diese
bekannten Einrichtungen den Nachteil, daß im Inneren der Bögen Wärmestauungen auftreten,
die schnell zur restlosen Zerstörung des Werkstoffes führen, da die auftretende
Wärme, insbesondere, wenn nach außen hin das elastische Material mit einem Schutzmantel
umgeben ist, weder nach außen noch nach innen abgeführt werden kann.
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Bei derartigen Prellböcken für die Schlagstöcke in Webmaschinen treten
aber erhebliche Temperaturen auf, die einerseits die Auswahl des elastischen Werkstoffes
erheblich einschränken und andererseits dazu zwingen, daß der Prellbock so gelagert
und ausgebildet ist, daß die Abführung der Wärme ohne Schwierigkeit erfolgen kann.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Prellbock zu schaffen,
der einerseits die erforderliche Elastizität zur Absorption der im Schlagstock vorhandenen
Energie aufweist, wobei die Verformung so erfolgen kann, daß ein Beschädigen des
Werkstoffes nicht eintritt, und der dabei gleichzeitig so gelagert ist, daß die
auftretenden Wärmebeanspruchungen möglichst frei abgeführt werden können.
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Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird bei einem Prellbock
der eingangs genannten und zuletzt beschriebenen Art dadurch Glelöst, daß die U-förmigen
Körper mit ihren offenen Seiten aufeinander zu gerichtet sind. Durch diese Maßnahme
kann einerseits der Prellbock die erforderlichen Bewegungen ausführen, andererseits
kann die auftretende Wärme von den Bögen der U-förmigen Körper ohne Schwierigkeit
abgeführt werden, da diese U-förinigen Körper vollkommen frei liegen.
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In vorteilhafter Weiterbildung des Gegenstandes gemäß cr der Erfindung
ist vorgesehen, daß der mit dem Schlagstock in Berührung kommende freie Schenkel
des einen Körpers in an sich bekannter Weise mit einer Schutzhülle überzogen ist.
Weiterhin ist vorgesehen, daß ein an sich bekannter zusätzlicher Puffer in den freien
Raum zwischen den beiden Schenkeln der Körper eingesetzt werden kann. Die Verbindung
der,beiden fest miteinander verbundenen Schenkel der U-förmigen Körper erfolgt vorzugsweise
durch die der Festlegung des eigentlichen Prellbockes dienenden Schraube od. dgl.,
wobei auch für diese Maßnahme kein selbständiger Schutz beansprucht wird.
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In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels
erläutert.
Mit 1 und 2 sind die beiden U-förmigen, den Prellbock
bildenden Körper bezeichnet. Der Körper 1 besteht aus den beiden Schenkeln
3 und 4 sowie dem halbkreisförmigen Steg 5. Der Körper 2 weist entsprechend
dieser Ausbildung zwei Schenkel 6 und 7
und einen halbkreisförinigen
Steo, 8 auf. Die beiden Körper 1 und 2 liegen mit ihren Schenkeln
4 und 7
aneinander an, wobei in diesen beiden Schenkeln eine Bohrung
9 vorgesehen ist, die zur Aufnahme einer Schraube dient, durch die einmal
die beiden Schenkel 4 und 7 fest miteinander verbunden und zum andern die
durch die Körper 1 und 2 gebildete Gesamtheit an dem entsprechenden Halter
der Webmaschine festgelegt wird.
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Während die beiden Schenkel 4 und 7 fest miteinander verbunden
sind, sind die beiden Schenkel 3
und 6 frei und liegen in einem gewissen
Abstand voneinander hintereinander in Bewegungsrichtung des Schlagstockes, die in
der Zeichnung mit dem Pfeil F angegeben ist. Auf diese Weise wird zwischen den beiden
Schenkeln 3 und 6 ein freier Raum A erzielt. Der freie Schenkel
3, der unmittelbar mit dem Schlagstock in Berührung kommt, kann mit einer
Schutzmanschette versehen sein, die in der Zeichnung strichliniert bei
10 dargestellt ist. Weiterhin ist es möglich, in den freien Raum zusätzliche
Puffereinrichtungen einzusetzen, so daß die erforderliche Bewegung, die der Schenkel
3 ausführen muß, bis er zur Anlage an den Schenkel 6 gelangt, herabgesetzt
wird. In gleicher Weise ist es möglich, die beiden Schenkel 3 und
6 näher aneinander oder weiter entfernt voneinander anzuordnen, um hierdurch
die eigentliche Dämpfung des Schlagstockes zu variieren. Werden in dem freien Raum
A an einem - der Schenkel 3 oder 6 fest angeordnete
zusätzliche Puffereinrichtungen vorgesehen, so kann durch die entsprechende Wahl
des Werkstoffes und des damit bedingten Dämpfungskoeffizienten dieses Werkstoffes
ebenfalls die Abbremsung des Schlagstockes variiert werden.
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Die Anordnung des Prellbockes gemäß der Erfindung kann entsprechend
den innerhalb der Webmaschine gegebenen Platzverhältnissen so erfolgen, daß die
beiden U-förmigen Körper mit ihrer Längsachse senkrecht stehen, aber auch in gleicher
Weise so, daß die Längsachse der beiden U-förmigen Körper waagerecht liegt.
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Die U-förmigen Körper 1 und 2 werden vorzugsweise aus einem
an sich bekannten sogenannten Gewebegummi hergestellt, d. h. einem gummierten
Gewebe, welches in einer Vielzahl von Schichten aufeinander liegend vulkanisiert
wird und dadurch eine feste Einheit bildet, die außerordentlich hochelastisch ist
und gleichzeitig einen erheblichen Verschleißwiderstand aufweist und zusätzlich
o, enüber tIeg den bisher bekannten Einrichtungen aus Gummi oder Kunststoff
den Vorteil aufweist, daß es auch gegen höhere Temperaturen, die durch die große
Schlagzahl des Schlagstockes in der eigentlichen Prellbockgamitur auftreten, gewachsen
ist.