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Vorrichtung zum Anhalten von Förderwagen eines Förderers mit einer
endlosen Antriebskette Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anhalten von
Förderwagen eines Förderers mit einer endlosen Antriebskette mit nach unten gerichteten,
in Abstand stehenden Antriebsklauen für den lösbaren Eingriff mit einem Antriebsanschlag
am Förderwagen, der an seiner in Transportrichtung hinteren Seite ein Distanzstück
und an seiner vorderen Seite ein Steuerelement aufweist, das beim Erreichen des
kleinsten Abstandes zwischen zwei Förderwagen mit dem Distanzstück des voraufgegangenen
Wagens zusammenwirkt und in seiner durch das Distanzstück bestimmten Lage das Lösen
der Verbindung zwischen Antriebsklaue und Antriebsanschlag bewirkt.
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Es ist bereits eine Vorrichtung dieser Art bekannt, bei welcher der
am Förderwagen angebrachte Antriebsanschlag verstellbar und die von der Kette getragene
Antriebsklaue fest angeordnet ist. Dies hat zur Folge, daß der Mechanismus für das
Lösen der Verbindung zwischen Antriebsklaue und Antriebsanschlag auf letzteren einwirken
muß. Dadurch sind beim Verstellen des Antriebsanschlages erhebliche Kräfte zu überwinden,
die die Handhabung und Ausgestaltung des Mechanismus komplizieren. Hierbei ist davon
auszugehen, daß Förderer der eingangs beschriebenen Art Lasten bis zu 200 kg pro
Wagen transportieren, wobei auch durchaus mit der Möglichkeit gerechnet werden muß,
daß diese Wagen über Steigungen bis zu 30° zu transportieren sind. Die sich daraus
ergebende Kraft, die zwischen der an der Kette befindlichen Antriebsklaue und dem
am Wagen befindlichen Antriebsanschlag wirksam ist, kann in solchen Fällen mehr
als 100 kg betragen, wobei das Gewicht des eigentlichen Wagens und der Reibungswiderstand
noch nicht einmal berücksichtigt sind. Jedenfalls ist dabei die zum Verschieben
des Antriebsanschlages erforderliche Kraft außerordentlich groß.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den das Anhalten der Förderwagen
bewirkenden Mechanismus möglichst einfach auszugestalten mit dem besonderen Ziel,
das Lösen der Verbindung zwischen Antriebskette und Förderwagen unter allen betrieblichen
Umständen mit Sicherheit zu gewährleisten. Insbesondere soll vermieden werden, daß
der Mechanismus für das Lösen der Verbindung zwischen Kette und Wagen von der Antriebskraft
beaufschlagt wird. Weiterhin wird angestrebt, daß der Steuermechanismus unter allen
Umständen, also auch dann, wenn insbesondere beladene Wagen zu einem plötzlichen
Stillstand gebracht werden, in seiner das Lösen des Antriebs bewirkenden Lage bleibt.
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Zur Lösung dieser Aufgabe ist nach der Erfindung vorgesehen, daß der
Antriebsanschlag fest am Wagen und die Antriebsklaue lotrecht in eine wirksame und
eine unwirksame Lage verstellbar an der Kette angeordnet sind und jeder Wagen einen
Hebel aufweist, der durch das mittels des Distanzstückes verschwenkbare Steuerelement
verstellbar ist und in seiner in Richtung auf die Kette verschwenkten Lage auf die
Antriebsklauen einwirkt und diese in eine unwirksame Stellung verschiebt. Dadurch
wird erreicht, daß bei gleicher Belastung der Wagen und gleichen Antriebsverhältnissen
die für das Lösen der Verbindung aufzuwendende Kraft wesentlich geringer ist als
bei der bekannten Vorrichtung, da die die Verbindung lösenden Teile, also der auf
die Antriebsklauen unmittelbar einwirkende Hebel und das Steuerelement, noch nicht
einmal während des eigentlichen Lösevorganges von der durch die Klaue auf den Antriebsanschlag
übertragenen Arbeitskraft beaufschlagt sind.
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Die Vorrichtung kann so ausgebildet sein, daß die Förderbahn für die
Wagen unterhalb der Förderkette angeordnet ist und die Antriebsklauen gegenüber
der Kette auf- und abbewegbar sind. In diesem Fall ist nach der Erfindung die Möglichkeit
vorgesehen, daß der Hebel zwischen einer unteren unwirksamen und einer oberen Lage,
in der er auf die Antriebsklauen einwirkt, hin- und herbewegbar ist, wobei in seiner
oberen Lage seine Oberseite in Förderrichtung schräg nach oben verläuft und das
in Förderrichtung vorn liegende Ende der Oberseite an den Antriebsklauen angreift.
Daraus ergibt sich ein weiterer Vorteil der
Erfindung. Der auf die
Antriebsklaue einwirkende Hebel wird im allgemeinen um einen gewissen Abstand unterhalb
der Kette angeordnet sein, so daß et also, wenn er in seine obere, wirksame Lage
verschoben wird, einen Schlag auf die Klaue ausübt; d. h. also, daß auch die dem
System innewohnende kinetische Energie nutzbar gemacht werden kann, um Klaue und
Antriebsanschlag zu entkuppeln.
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Das Steuerelement kann als zweiarmiger - Hebel ausgebildet sein, -
der am - zugehörigen Förderwagen um eine im wesentlichen horizontale und quer zur
Förderrichtung verlaufende Achse drehbar angebracht ist, wobei der äußere Arm einen
Anschlag für das - Distanzstück bildet. Gemäß einem weiteren Vorschlag nach der
Erfindung ist es vorteilhaft, die Anordnung dann so zu treffen, daß der rückwärtige
Arm mit dem auf die Antriebsklauen einwirkenden Hebel in Verbindung steht; derart,
daß letzterer in seine obere wirksame Lage verschwenkt ist, wenn der Arm des Steuerelementes
durch das Distanzstück entgegen der Förderrichtung verschoben ist.
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Weiterhin können der Rahmen jedes Wagens im wesentlichen aus einer
vertikalen, parallel zur Förderrichtung sich erstreckenden Platte und der auf die
Antriebsklauen einwirkende. Hebel aus einem im Querschnitt etwa U-förmigen Profilstück
bestehen, dessen beide Flansche zu beiden Seiten der Rahmenplatte angeordnet sind
und dessen Steg in der unteren Lage des Hebels an der Oberseite der Rahmenplatte
anliegt. Die beiden Flansche des Hebels sind zweckmäßig mit Armen versehen, die
sich in Förderrichtung erstrecken und an ihren freien Enden jeweils eine Ausnehmung
aufweisen, in welcher jeweils eine Nase des Armes des ebenfalls die Rahmenplatte
übergreifenden Steuerelementes gelenkig eingreift. Schließlich ist es vorteilhaft,
die Distanzstücke an ihren Enden mit Führungsrollen zu versehen.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Es zeigt F i g. 1 die perspektivische Ansicht eines Förderers mit endloser Antriebskette,
F i g. 2 eine Teilansicht von Förderbahn und Förderkette mit daran befindlichen
Wagen, F i g. 3 eine der F i g. 2 entsprechende Ansicht, bei der jedoch beide Wagen
außer Eingriff mit den Antriebsklauen sind, F i g. 4 eine Seitenansicht eines Förderwagens
in größerem Maßstab, F i g. 5 die dazugehörige Draufsicht, F i g. 6 einen Schnitt
nach der Linie 6-6 der Fig.4, F i g. 7 eine Draufsicht auf eine Einzelheit des Förderwagens
in größerem Maßstab, F i g. 8 einen Schnitt nach der Linie 8-8 der F i g. 2 in größerem
Maßstab.
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Der Förderer ist mit einer Förderbahn 10 versehen, auf der eine Anzahl
Förderwagen 11 vorbewegt werden kann. Ein als endlose Kette 12 ausgebildetes Förderelement
wird von einer Führung 13 getragen, die seitlich oberhalb der Förderbahn 10 angeordnet
ist. Dabei sind von den Bedienungspersonen zu betätigende Entkupplungselemente 14
an den Stellen vorgesehen, an denen die Wagen 11 anzuhalten sind.
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Die Förderkette 12 ist mit herabhängenden Klauen 15, 16 versehen,
die paarweise in Abständen über die Länge der Kette 12 verteilt angeordnet sind.
Die jeweils vordere Klaue 15 dient dabei als Bremsklaue, die jeweilige hintere Klaue
16 als Antriebsklaue. Die Antriebsklauen 16 nehmen in ihrer Betriebslage die in
F i g. 2 links dargestellte untere Stellung ein, in der der jeweils zugeordnete
Förderwagen 11 mitgenommen, also angetrieben, wird. Die Antriebsklaue 16 ist an
ihrer in Transportrichtung vorn liegenden Seite an ihrem unteren Ende mit einer
im wesentlichen senkrecht verlaufenden Antriebsfläche 16 a versehen, die am Antriebsanschlag
17 des Förderwagens 11 angreift. Dieser Antriebsanschlag 17 besteht aus einer nach
rückwärts gerichteten Fläche einer etwa in der Mitte des Rahmens 19 des Förderwagens
11 starr befestigten, im wesentlichen T-förmigen Anschlagstange 18. Der Rahmen 19
des Förderwagens 11 ist als eine in senkrechter Ebene angeordnete Platte ausgebildet,
die sich in Förderrichtung erstreckt.
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Jede Antriebsklaue 16 kann aus der in F i g. 2 links dargestellten
Lage, in der sich der Antriebsanschlag 17 des Förderwagens 11 mit der Antriebsklaue
16 im Eingriff befindet, in die in F i g. 3 dargestellte Lage angehoben werden.
Dabei befinden sich Antriebsklaue 16 und Antriebsanschlag 17 außer Eingriff.
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Wie die F i g. 4 und 5 erkennen lassen, ist jeder Förderwagen 11 mit
einem Steuerelement 20 versehen, das im wesentlichen die Form eines Winkelhebels
aufweist und um eine horizontale Querachse 21 schwenkbar in der Nähe der oberen
Kante des vorderen Endes 11 a der Rahmenplatte 19 des Förderwagens 11 angelenkt
ist. Das eine der beiden Teile dieses als Hebel ausgebildeten Steuerelementes 20
häng von der Querachse 21 herab und bildet einen im Querschnitt hohlprofilförmigen
Anschlagarm 22, dessen offene Seite nach unten und rückwärts gerichtet ist.
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Das andere Teil des Steuerelementes 20 besteht aus zwei Armen 23,
die von den nach rückwärts gerichteten Verlängerungen der Seitenteile des Anschlagarmes
22 gebildet werden. Jeder dieser Arme 23 ist an seinem hinteren Ende mit einer Nase
24 versehen, die in eine Ausnehmung 25 des Hebels 26 eingreift. Die Ausnehmung 25
ist in Transportrichtung vor der Anschlagstange 18 angeordnet.
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Die F i g. 4 und 5 zeigen, daß der Hebel 26 im Querschnitt die Form
eines nach unten offenen Hohlprofils aufweist, dessen Seitenteile 27 sich zu beiden
Seiten des plattenförmigen Rahmens 19 des Förderwagens 11 erstrecken. Jedes der
Seitenteile 27 des Hebels 26 weist einen nach vorn gerichteten Arm 27 a auf, der
an seinem vorderen Ende mit zwei in vertikaler Richtung im Abstand voneinander angeordneten,
sich in Querrichtung nach außen erstreckenden Flanschen 27 b versehen ist, die die
zuvor erwähnte Ausnehmung 25 bilden, in die die Nase 24 des Armes 23 eingreift.
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Der Hebel 26 ist an seinem hinteren Ende, also am hinteren
Ende 11 b der Rahmenplatte 19 des Förderwagens 11, um eine horizontale Querachse
28 schwenkbar und weist in seinem von der Anschlagstange 18 nach rückwärts gelegenen
Teil eine nach oben gerichtete, an der Antriebsklaue 16 angreifende Fläche 29 auf,
die zweckmäßig von dem Verbindungssteg 30 des hohlprofilförmigen Hebels 26 gebildet
wird.
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Die Anordnung ist so getroffen, daß der Hebel 26 normalerweise unter
der Wirkung seines eigenen Gewichtes die in F i g. 4 dargestellte untere Stellung
einnimmt, in der sein Verbindungssteg gegen die obere Kante der Rahmenplatte 19
des Förderwagens 11
stößt und der Anschlagarm 22 von der Querachse
21 nach unten vorsteht. Wenn der Anschlagarm 22 gegen ein Hindernis anstößt, wird
er gegenüber dem Förderwagen 11 nach hinten geschwenkt und hebt dadurch den Hebel
26 an, so daß dessen oberseitige Fläche 29, die an der Antriebsklaue 16 angreift,
über die obere Kante der benachbarten T-förmigen Anschlagstange 1.8 hinausgehoben
wird und dadurch die Antriebsklaue 16, die zuvor mit dieser Stange im Eingriff stand,
von derselben abgehoben und der Antrieb des Förderwagens 11 unterbrochen wird, so
daß dieser zum Stillstand kommt.
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In der in F i g. 3 dargestellten angehobenen Stellung erstreckt sich
die Oberseite 29 des Hebels 26 in Vorwärtsrichtung nach oben, so daß die nacheinander
in Pfeilrichtung laufenden Antriebsklauen 16 bei stillstehendem Förderwagen beim
Auftreffen auf die geneigte Fläche 29 angehoben werden. Somit laufen die Antriebsklauen
16 über die Anschlagstange 18 des stillstehenden Förderwagens 11 hinweg, ohne diesen
anzutreiben, während der Hebel 26 sofort, nachdem der Anschlagarm 22 freigegeben
wird, unter der Wirkung seines eigenen Gewichtes in seine untere oder Ruhestellung
zurückkehrt, in der die ankommenden Antriebsklauen 16 nicht mehr angehoben werden.
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Am hinteren Ende 11 b jedes Förderwagens 11 ist an dessen Rahmen 19
ein um einen vertikalen Zapfen 31 schwenkbares Distanzstück 32 (F i g. 4) angelenkt.
Es ist als starre Metallstange oder Rohr ausgebildet und erstreckt sich von dem
jeweils zugeordneten Förderwagen 11 nach rückwärts. F i g. 7 zeigt, daß das hintere
Ende jedes Distanzstückes mit einer zweckmäßig kreisrunden Halterung 38 versehen
ist, die ihrerseits eine horizontale Achse 34 trägt, die zur Lagerung von zwei Rollen
35 dient. Eine um eine vertikale Achse drehbare Rolle 36 ist außerdem an der Halterung
33 hängend angebracht.
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Wie aus F i g. 3 erkennbar ist, führen sich die Rollen 35 und 36 in
entsprechenden Teilen der Förderbahn 10. Letztere ist im Querschnitt kreuzförmig
ausgebildet (F i g. 8), so daß das hintere Ende des Distanzstückes 32 sicher in
einer vorbestimmten Höhe und Querlage gegenüber der Förderbahn 10 gehalten und geführt
wird.
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Jedes Distanzstück 32 wird in seiner Länge so gewählt, daß zum Stillstand
gekommene, aufeinanderfolgende Förderwagen 11 einen geringstmöglichen, jedoch ausreichenden
Abstand voneinander aufweisen, um eine Berührung zwischen den von den Förderwagen
11 transportierten Gegenständen auszuschließen, die beispielsweise an Haken aufgehängt
sein und hin- und herschwingen können, wenn der Förderwagen zum Stillstand gekommen
ist.
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In der Halterung 33 am hinteren Ende jedes Distanzstückes 32 ist ein
federbelastetes Schlagstück 37 in Längsrichtung verschiebbar geführt. Es besteht
aus einem Bolzen 38, der in Richtung der Vorwärtsbewegung der Förderwagen 11 sowohl
in der Halterung 33 als auch in einer im hinteren Ende des Distanzstückes 32 vorgesehenen
Bohrung 39 verschiebbar geführt ist, so daß sich das Schlagstück 37 im wesentlichen
in Richtung der Vorwärtsbewegung der Förderwagen 11 verschieben kann (F i g. 7).
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Das hintere Ende des Bolzens 38 des Schlagstückes 37 ist mit einem
Puffer 40 versehen, der rückseitig eine Anschlagfläche 40 a aufweist, die sich an
das vordere Ende des Steuerelementes 20 am nachfolgenden Förderwagen 11 anlegen
kann. Die Federbelastung des Schlagstückes 37 wird durch eine Schraubenfeder 41
erzielt, die auf den Bolzen 38 zwischen dem benachbarten Ende des Puffers 40 und
der angrenzenden Fläche der Halterung 33 eingespannt ist.
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Wie aus den F i g. 2 und 3 ersichtlich, stößt beim Anhalten des vorderen
von zwei sich hintereinander in Pfeilrichtung bewegenden Förderwagen 11 der Puffer
40 des Schlagstückes 37 am hinteren Ende des Distanzstückes 32 des angehaltenen
Förderwagens gegen das Steuerelement 20 des nächstfolgenden Förderwagens 11 und
verschiebt dadurch dieses Steuerelement 20 gegenüber dem ihm zugeordneten Förderwagen
11 nach hinten bzw. oben aus der in F i g. 2 dargestellten Ruhelage in die in F
i g. 3 gezeigte Arbeitslage, wodurch der zugeordnete Hebel 26 angehoben und
die Antriebsklaue 16, die zuvor mit der Anschlagstange 18 im Eingriff stand, von
dieser Stange abgehoben wird. Auf diese Weise wird der Antrieb des zweiten bzw.
nächstfolgenden Förderwagens 11 unterbrochen.
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Wenn das Steuerelement 20 des nachfolgenden Förderwagens 11, dessen
Antrieb unterbrochen ist, auf den Puffer 40 des federbelasteten Schlagstückes 37
auftrifft, wird es naturgemäß mit einer Kraft beaufschlagt, die der Vorwärtsbewegung
dieses Förderwagens entgegenwirkt; d. h. also, daß dieser Förderwagen einem Aufprall
ausgesetzt wird, der seine weitere Vorwärtsbewegung verhindert und ihn zurückprallen
läßt.
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Mit dieser Prallwirkung ist insbesondere dann zu rechnen, wenn, wie
es häufig der Fall ist, die Ladung an Aufhängehaken befördert wird, die vom Rahmen
19 des Förderwagens 11 herabhängen, so daß die Ladung gegenüber dem Förderwagen
parallel zur Bewegungsrichtung desselben vor- und zurückschwingen kann.
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Wenn der Puffer 40 starr am vorhergehenden Förderwagen 11 befestigt
wäre, würde ein derartiges Zurückprallen des angehaltenen folgenden Förderwagens
11 dazu führen, daß das Steuerelement 20 dieses folgenden Förderwagens nach hinten
in seine Ruhestellung zurückschwingt, so daß der Hebel 26
dieses Förderwagens
unter der Wirkung der Schwerkraft in seine Ruhestellung zurückkehren kann.
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Dadurch würde die nächstfolgende Antriebsklaue 16 der Förderkette
12 an der Anschlagstange 18 des zweiten Förderwagens angreifen können, oder der
Hebel 26 würde vielleicht sogar in seine Ruhestellung zurückkehren, ehe er genügend
angehoben war, um sich von der Antriebsklaue 16 zu lösen, die zuvor mit dem zweiten
Förderwagen bzw. dem Antriebsanschlag desselben im Eingriff stand. Unter diesen
Umständen würde der zweite Förderwagen gegen den vorhergehenden, stillgesetzten
Förderwagen gedrückt werden. Eine Beschädigung der Fördereinrichtung wäre die Folge.
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Dies wird dadurch vermieden, daß das Schlagstück 37 gegenüber dem
ihm zugeordneten Distanzstück 32, d. h. gegenüber dem das Schlagstück 37 tragenden
Förderwagen, vor- und zurückbewegbar gelagert und diese Bewegung durch die Feder
41 gesteuert wird.
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Letztere weist eine ausreichende Stärke auf, um zu gewährleisten,
daß der Puffer 40 des vorderen Förderwagens beim Auftreffen des Steuerelementes
20
des nachfolgenden Förderwagens auf diesen Puffer nur leicht nach vorn und
das Steuerelement 20 des
nachfolgenden Förderwagens derart nach
hinten verschoben wird, daß der an dem nachfolgenden Förderwagen vorgesehene Hebel
26 angehoben und dadurch der Antrieb zu diesem Förderwagen in der bereits beschriebenen
Weise sofort unterbrochen wird. Die Stärke der Feder 41 wird also so gewählt, daß
der Hebel 26 des nachfolgenden Förderwagens lediglich in seine Arbeitsstellung
gehoben und in dieser gehalten wird, d. h. also, daß die Schraubendruckfeder 41
lediglich den Teil des Gewichtes des Steuerelementes 20 und des Hebels 26
aufwiegt, der auf den Puffer 40
einwirkt.
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Während des Betriebes läuft der zweite Förderwagen unter der Wirkung
der ihm innewohnenden kinetischen Energie so lange weiter, bis sich sein Steuerelement
20 soweit wie möglich nach rückwärts und oben bewegt hat, worauf die Schraubenfeder
41
am Distanzstück 32 des vorderen Förderwagens durch die Vorwärtsbewegung
des nachfolgenden Förderwagens zusammengedrückt und die Schwungkraft des nachfolgenden
Förderwagens durch die Schraubendruckfeder verbraucht wird.
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Wenn die Schraubenfeder 21 vollständig zusammengedrückt ist, d. h.
der Puffer 40 des vorderen Förderwagens sich soweit wie möglich nach vorn bewegt
hat, beginnt der zweite Förderwagen, wie oben beschrieben, zurückzuprallen. Da er
sich dabei gegenüber dem ersten Förderwagen nach rückwärts bewegt, dehnt sich die
Schraubenfeder 41 aus und hält durch den ihr zugeordneten Puffer 40 den Druck auf
das Steuerelement 20 des nachfolgenden Förderwagens aufrecht. Dadurch bleibt dieses
Steuerelement 20 in der in Fig. 3 dargestellten Arbeitslage, in der der zugeordnete
Hebel 26 angehoben und die übertragung des Antriebs auf den zweiten Förderwagen
unterbrochen ist.
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Die zulässige Vor- und Rückwärtsbewegung des Schlagstückes 37 jedes
Distanzstückes 32 und der Weg jeder Schraubenfeder 41 werden groß genug gewählt,
um das oben beschriebene Zurückprallen eines angehaltenen Förderwagens zu bewirken,
während die Kraft der Schraubenfeder 41 gering genug bemessen wird, um ihr vollständiges
Zusammendrücken zu gestatten. Jedoch ist die Kraft nicht so gering, daß der erforderliche
Druck auf das Steuerelement 20 nicht ausgeübt werden könnte, um letzteres in seiner
Arbeitsstellung zu halten.
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Das rückwärtige Schlagstück 37 der Förderwagen kann sich somit gegen
das Steuerelement 20 des nachfolgenden Förderwagens in der Weise anlegen, daß ;
dieses Steuerelement in seiner Arbeitsstellung, in der der Antrieb unterbrochen
ist, bewegt wird und der Antrieb zu dem nachfolgenden Förderwagen trotz der beim
Anhalten dieses Förderwagens eintretenden Vor- und Rückwärtsbewegung unterbrochen
bleibt.
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Der verschiebbare Bolzen 38 jedes Schlagstückes 37 ist, wie aus F
i g. 7 ersichtlich, mit einem Sperrstift 42 versehen, der zur Begrenzung der Rückwärtsbewegung
des Schlagstückes 37 gegenüber dem ihm zugeordneten Distanzstück 32 dient und eine
Trennung des Schlagstückes 37 vom zugeordneten Distanzstück 32 verhindert. Somit
kann jedes Schlagstück 37 gegenüber dem Förderwagen, an dem es befestigt ist, in
begrenztem Maße vor- und zurückbewegt werden.
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Die Arbeitsweise des vorbeschriebenen Förderers läßt sich wie folgt
zusammenfassen: Das Steuerelement 20 des ersten einer Reihe von hintereinander umlaufenden
Förderwagen 11 kann während des Betriebes durch Berührung mit dem als Anschlag ausgebildeten
Entkupplungselement 14, das durch eine Bedienungsperson in die Bewegungsbahn des
Steuerelementes 20 geschoben wird, in seine Arbeitsstellung gebracht werden, so
daß die Antriebsklaue 16 des Förderwagens 11 in der bereits beschriebenen Weise
gegenüber der Förderkette 12 angehoben und damit der hintereinander umlaufende Förderwagen
an der in F i g. 2 und 3 mit A bezeichneten Stelle zum Halten gebracht wird. Der
nächstfolgende Förderwagen, der sich in Richtung des Pfeiles in F i g. 2 auf den
bereits bei A haltenden Förderwagen zu bewegt, wird angehalten, sobald sein Steuerelement
20 auf das hintere Ende des Distanzstückes 32 des vordezen Wagens auftrifft, wodurch
das Steuerelement 20 und der damit verbundene Hebel 26 in die in F i g. 3 dargestellte
Arbeitslage gebracht werden, in der die Antriebsklaue 16 des zweiten Förderwagens
von der Anschlagstange 18 des Förderwagens abgehoben ist und der zweite Förderwagen
an der in F i g. 3 mit B bezeichneten Stelle zum Halten gebracht wird.
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Dieser zweite angehaltene Förderwagen kann durch das ihm zugeordnete,
sich nach rückwärts erstreckende Distanzstück 32 in ähnlicher Weise zum Anhalten
des nächstfolgenden, also dritten Förderwagens dienen, so daß die Anzahl der Förderwagen,
die mit der oben beschriebenen Anordnung nacheinander an einer vorbestimmten -Stelle
angehalten werden können, praktisch unbegrenzt ist. Die Anordnung kann somit leicht
den besonderen Anforderungen des jeweiligen Betriebes angepaßt werden.