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DE1259803B - Verfahren zur elektrostatischen Aufbereitung von Feinstanteile enthaltenden Kalirohsalzen - Google Patents

Verfahren zur elektrostatischen Aufbereitung von Feinstanteile enthaltenden Kalirohsalzen

Info

Publication number
DE1259803B
DE1259803B DE1965W0040257 DEW0040257A DE1259803B DE 1259803 B DE1259803 B DE 1259803B DE 1965W0040257 DE1965W0040257 DE 1965W0040257 DE W0040257 A DEW0040257 A DE W0040257A DE 1259803 B DE1259803 B DE 1259803B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
concentrate
separation stage
crude
free
separation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1965W0040257
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Arno Singewald
Dr Rer Nat Guenter F Dipl-Chem
Heinz Erbe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wintershall AG
Original Assignee
Wintershall AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wintershall AG filed Critical Wintershall AG
Priority to DE1965W0040257 priority Critical patent/DE1259803B/de
Publication of DE1259803B publication Critical patent/DE1259803B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03CMAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03C7/00Separating solids from solids by electrostatic effect
    • B03C7/02Separators
    • B03C7/12Separators with material falling free

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CI.:
B 03 c
Deutsche KL: 1 b - 6
Nummer: 1 259 803
Aktenzeichen: W 40257 VI a/l b
Anmeldetag: 9. November 1965
Auslegetag: 1. Februar 1968
Bei der Aufbereitung von Kalirohsalzen ist es bekannt, daß die Feinstanteile unter etwa 0,1 mm die elektrostatische Trennung erheblich stören. Dies ist besonders dann der Fall, wenn das Aufbereitungsgut einen Gehalt an Feinstanteilen von etwa 25% und mehr aufweist. Die selektiv aufgeladenen Feinstanteile agglomerieren besonders leicht, wodurch der selektive Ladungsaustausch aufgehoben und somit die K2O-Höhe der Konzentrate und Rückstände ungünstig beeinflußt wird.
Wenn ein Kalirohsalz nach der bekannten Arbeitsweise ohne Vorabtrennung der Feinstanteile elektrostatisch aufbereitet wird, gelangt eine große Menge an Eeinstanteilen mit dem Vorkonzentrat in die Nachtrennstufe und von dieser über das Rückführgut wieder zur Vortrennstufe zurück. Diese im Mittelgut kreisenden Feinstanteile bewirken dann ein Überschreiten des maximal noch zulässigen Wertes bis 25 °/0 Feinstanteile und behindern dadurch den selektiven Ladungsaustausch in den Vortrennstufen und auch in der Nachtrennstufe.
Bei dieser bekannten Arbeitsweise wird die Trennklappe nach K2O-Gehalten gefahren, so daß neben dem Mittelgut und dem Rückstand ein Produkt als Vorkonzentrat erhalten wird, welches Feinst- und Grobanteile enthält.
Es gelingt dann nicht mehr, daraus in der Nachtrennung ein Höchstkonzentrat mit etwa 58 bis 600I0 K2O zu erzielen. Es wird bestenfalls ein Produkt mit 48 bis 50% K2O bei einer K2O-Ausbeute von nur 80 bis 85% erhalten.
Nach dieser bekannten Arbeitsweise wird das Mittelgut der zweiten Trennstufe aufgegeben, in welcher ein Vorkonzentrat erzeugt wird, das dem Produkt aus Feinst- und Grobanteilen aus der ersten Trennstufe zugegeben wird. Außerdem entstehen in der zweiten Trennstufe ein Mittelgut, welches nach Aufmahlung in die erste Trennstufe zurückgeführt wird, sowie ein Rückstand, der ausgeführt wird.
Es wurde nun überraschend festgestellt, daß die Feinstanteile unter etwa 0,15 mm die an den Elektroden haften, in bekannter Weise mittels Bürste abgetrennt und das Aufbereitungsgut über etwa 0,15 mm, welches an den Elektroden herabrieselt, durch die auf Korngrößentrennung gefahrene Trennklappe gewonnen wird.
Erst nachdem diese neue Lehre erkannt war, wurde es möglich, ein Verfahren zur Aufbereitung von Feinstanteile enthaltenden Kalirohsalzen in elektrostatischen Scheidern, insbesondere in Freifallscheidern zu entwickeln, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß in der ersten Trennstufe neben einer Trennung in die Verfahren zur elektrostatischen Aufbereitung von Feinstanteile enthaltenden Kalirohsalzen
Anmelder:
Wintershall Aktiengesellschaft, 3100 Celle;
3500 Kassel, August-Rosterg-Haus
Als Erfinder benannt:
Dr.-Ing. Arno Singewald,
3500 Kassel-Wilhelmshöhe;
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. Günter Fricke,
3161 Röddensen;
Heinz Erbe, 3201 Diekholzen
Rückstandssorte 5 und das Vorkonzentrat 2 eine aus Feinstanteilen unter etwa 0,15 mm bestehende Staubfraktion 1 mit der stofflichen Zusammensetzung des Vorkonzentrats 2 abklassiert wird, welch letzteres ein im K2O-Gehalt angereichertes Kalirohsalz darstellt und aus welchem in der zweiten Trennstufe ein praktisch staubfreies Vorkonzentrat 3, ein Mittelgut 4 und ein Rückstand 6 erzeugt wird, der mit dem Rückstand 5 gemeinsam ausgetragen und das Mittelgut 4, das stofflich dem eingeführten Kalirohsalz entspricht, nach Aufmahlung der ersten Trennstufe wieder zugeführt wird.
Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung ist es möglich, in einer oder mehreren Stufen das praktisch staubfreie Vorkonzentrat 3 der zweiten Trennstufe nachzukonzentrieren und daraus ein grobes Konzentrat mit etwa 58 bis 60% K2O als Handelsmarke zu erzeugen.
Das Verfahren gemäß der Erfindung bietet gegenüber der bekannten Aufbereitung von Feinstanteile enthaltenden Kalirohsalzen den technischen Vorteil, daß keine Feinstanteile mehr in der Betriebsanlage kreisen. Es wird dadurch erstmalig möglich, bei einer Gesamtausbeute von 90% und mehr K2O zwei Handelsprodukte zu erzeugen, und zwar ein Produkt mit einem K2O-Gehalt von 58 bis 60% neben einem Handelsprodukt mit 40% K2O, welches die Feinstanteile unter etwa 0,15 mm enthält und das granuliert wird.
Wenn ein Hartsalz als Kalirohsalz verarbeitet wird, so kann daraus ein Handelsprodukt mit etwa 40%
709 747/63
y 4
K2O und mit etwa 5°/0 MgO erzeugt werden, das die Feinstanteile unter etwa 0,15 mm enthält und das ebenfalls granuliert wird.
Das Verfahren gemäß der Erfindung bietet also den Vorteil einer sicheren Aufbereitung von Feinstanteile enthaltenden Kalirohsalzen mit höherer Gesamtausbeute an K2O unter Gewinnung eines Höchstkonzentrates mit 58 bis 60 % K2O. Das in zwei Trennstufen arbeitende Verfahren gemäß der Erfindung ist schematisch in der Figur dargestellt und wird beispielsweise nachstehend erläutert, wobei die Trenntemperatur 800C beträgt, entsprechend einer relativen Luftfeuchte von etwa 40%.
Das Aufgabegut hat folgende Siebanalyse:
Über 1 mm 0,8°/0
0,75 bis 1 mm 9,2°/0
0,5 bis 0,75 mm 20,4%
0,3 bis 0,5 mm : 19,8%
0,2 bis 0,3 mm 10,6%
0,1 bis 0,2 mm 15,6%
0,06 bis 0,1 mm 9,8%
Unter 0,06 mm 13,8%
Die Siebanalysen der erzeugten Produkte sind folgende:
Feinst Staub Höchst
anteile freies konzen
ent Vor trat
haltende konzen
Fraktion 1 trat 3 0,1
Über 1,0 mm 0,4 1,2
0,75 bis 1,0 mm —. 3,5 16,0
0,5 bis 0,75 mm 18,3 43,0
0,3 bis 0,5 mm 1,3 31,7 20,3
0,2 bis 0,3 mm 3,3 20,2 16,9
0,1 bis 0,2 mm 21,0 20,6 2,3
0,06 bis 0,1 mm .. 27,0 4,1 0,2
unter 0,06 mm 47,4 1,2
Die Siebanalysen der abgetrennten Fraktionen aus dem beispielsweise verarbeiteten Hartsalz als KaIirohsalz mit 13,8% K2O und 33,7 % Kieserit ergeben nach der Korngrößentrennung in der ersten Trennstufe eine aus Feinstanteilen unter etwa 0,15 mm bestehende Fraktion 1 mit 41,0% K3O1 und 5,0% MgO mit 90% unter 0,15 mm sowie ein praktisch staubfreies Vorkonzentrat 3 der zweiten Trennstufe, dessen Kornanteile zu 74% über 0,2 mm liegen. Aus diesem Vorkonzentrat 3 wird durch Nachtrennung in einer weiteren Trennstufe ein Höchstkonzentrat mit 58,5 % K2O als grobes Handelsprodukt erzeugt. Außerdem entsteht nach dem Beispiel ein zusammengefaßter Rückstand 5 und 6 ίο mit 2% K2O.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Aufbereitung von Feinstanteile enthaltenden Kalirohsalzen in Freifallscheidern, dadurch gekenn_zeichηet, daß in der ersten elektrostatischen Trennstufe neben einer Trennung in die Rückstandsorte (S) und das Vorkonzentrat (2) eine aus Feinstanteilen unter etwa 0,15 mm bestehende Staubfraktion (1) mit der stofflichen Zusammensetzung des Vorkonzentrates (2) abklassiert wird, welch letzteres ein im K2O-Gehalt angereichertes Kalirohsalz darstellt und aus welchem in der zweiten Trennstufe ein ' praktisch staubfreies Vorkonzentrat (3), ein Mittelgut (4) und ein Rückstand (6) erzeugt wird, der mit dem Rückstand (S) gemeinsam ausgeführt und das Mittelgut (4) nach Aufmahlung der ersten Trennstufe wieder zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das praktisch staubfreie Konzentrat(3) derzweitenTrennstufeineinerodermehreren Stufen nachkonzentriert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß aus einem Hartsalz als Kalirohsalz in der ersten Trennstufe ein aus Feinstanteilen (1) bestehendes Produkt mit etwa 40% K2O erzeugt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 263115, 283 021, 810144;
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 077 611;
Schennen — Jüngst, »Lehrbuch der Erz- und Steinkohlenaufbereitung«, 1913, S. 354.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 747/63 1.68 © Bundesdruckerei Berlin
DE1965W0040257 1965-11-09 1965-11-09 Verfahren zur elektrostatischen Aufbereitung von Feinstanteile enthaltenden Kalirohsalzen Pending DE1259803B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JP2011161311A (ja) * 2010-02-05 2011-08-25 Mitsubishi Electric Corp 静電選別装置および静電選別方法

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE283021C (de) *
DE263115C (de) *
DE810144C (de) * 1948-10-02 1951-08-06 Metallgesellschaft Ag Verfahren und Vorrichtung zur elektrostatischen Aufbereitung
DE1077611B (de) * 1959-01-15 1960-03-17 Kali Forschungsanstalt Gmbh Verfahren zur elektrostatischen Aufbereitung von Kainit enthaltenden Mineralgemischen

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