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DE1261453B - Verfahren zur elektrostatischen Aufbereitung von Mineralgemischen, insbesondere Salzmineralen oder Salzgemischen - Google Patents

Verfahren zur elektrostatischen Aufbereitung von Mineralgemischen, insbesondere Salzmineralen oder Salzgemischen

Info

Publication number
DE1261453B
DE1261453B DEW43285A DEW0043285A DE1261453B DE 1261453 B DE1261453 B DE 1261453B DE W43285 A DEW43285 A DE W43285A DE W0043285 A DEW0043285 A DE W0043285A DE 1261453 B DE1261453 B DE 1261453B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
kieserite
salt
separation
fatty acids
mixtures
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn - After Issue
Application number
DEW43285A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Arno Singewald
Dr Rer Nat Guenter F Dipl-Chem
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wintershall AG
Original Assignee
Wintershall AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wintershall AG filed Critical Wintershall AG
Priority to DEW43285A priority Critical patent/DE1261453B/de
Priority to OA52969A priority patent/OA02450A/xx
Priority to US651653A priority patent/US3480139A/en
Publication of DE1261453B publication Critical patent/DE1261453B/de
Withdrawn - After Issue legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F5/00Compounds of magnesium
    • C01F5/40Magnesium sulfates
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03CMAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03C7/00Separating solids from solids by electrostatic effect
    • B03C7/003Pretreatment of the solids prior to electrostatic separation
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B33/00Silicon; Compounds thereof
    • C01B33/20Silicates
    • C01B33/26Aluminium-containing silicates, i.e. silico-aluminates
    • C01B33/28Base exchange silicates, e.g. zeolites
    • C01B33/2807Zeolitic silicoaluminates with a tridimensional crystalline structure possessing molecular sieve properties; Isomorphous compounds wherein a part of the aluminium ore of the silicon present may be replaced by other elements such as gallium, germanium, phosphorus; Preparation of zeolitic molecular sieves from molecular sieves of another type or from preformed reacting mixtures

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
B03c
Deutsche Kl.: Ib-6
1261453
W43285VI a/lb
2. Februar 1967
22. Februar 1968
Unter den Bestandteilen der Kalisalze gewinnt Kieserit zunehmende Bedeutung als Form langsam wasserlöslicher Magnesia in Düngemitteln oder als Ausgangsprodukt für die Herstellung technisch und agrikulturchemisch wichtiger Magnesiumverbindungen.
Kieserit tritt in den Kalisalzlagerstätten mit Sylvin und Steinsalz vergesellschaftet als Begleit- oder Hauptmineral auf. Als Hauptmineral kommt Kieserit vorwiegend in Hartsalzen vor, die aus den Hauptkomponenten Sylvin, Kieserit und Steinsalz bestehen.
Bei der Kalisalzgewinnung gelangt Kieserit mit Steinsalz in den Rückstand, so daß die Kieseritgewinnung aus Rückständen der Fabrikation von Kalisalzen den im allgemeinen vorkommenden Fall darstellt.
Für die Abtrennung von Kieserit aus Kalirückständen sind verschiedene Verfahren bekannt. Rohkieserit wird beispielsweise dadurch gereinigt, daß Reinkieserit von den Begleitstoffen durch Schlämmungs- und Filtrierverfahren abgetrennt wird. ao
Da der Schlämmprozeß einen erheblichen technischen Aufwand bedeutet, wird die Kieseritgewinnung auch durch Flotation betrieben. Bei dieser Arbeitsweise wird Kieserit durch spezifisch wirkende Mittel hydrophobiert und als Schaumkonzentrat abgetrennt. Der gewonnene Kieserit und der Rückstand aus der Flotation muß mit erheblichem Aufwand von der anhaftenden Salzsole durch Filtrieren oder Zentrifugieren abgetrennt und danach durch Trocknen von der Restfeuchte befreit werden.
Nach dem deutschen Patent 1 078 961 ist es bekannt, Kieserit aus Rohsalzen oder Rückständen der Kalisalzfabrikation zu gewinnen, indem das Aufbereitungsgut mit der chemischen Verbindung 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure konditioniert und der elektrostatischen Scheidung unterworfen wird. Dazu sind 100 bis 600 g/t und nach den Beispielen 300 bis 600 g/t des Konditionierungsmittel erforderlich, welches praktisch in alkoholischer Lösung angewendet werden muß.
Nach Anspruch 3 dieses Patents soll die Trennung zwischen Raumtemperatur und 25O0C erfolgen. Aus den Beispielen geht jedoch nur die Trennung oberhalb 1200C hervor.
Dieses Verfahren erfordert also nicht nur den erheblichen Aufwand einer teuren chemischen Verbindung, sondern macht auch hohe Trenntemperaturen erforderlich.
Ein weiterer Nachteil liegt darin, daß »die Anwesenheit der 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure eine nachfolgende elektrostatische Abtrennung von Sylvin stört«, d. h. praktisch verhindert. Es müßte deshalb »vorgängig der Sylvinabtrennung« das chemische Verfahren zur elektrostatischen Aufbereitung
von Mineralgemischen, insbesondere
Salzmineralen oder Salzgemischen
Zusatz zur Anmeldung: W 41178 VI a/l b —
Auslegeschrift 1 249 783
Anmelder:
Wintershall Aktiengesellschaft, 3100 Celle;
3500 Kassel, August-Rosterg-Haus
Als Erfinder benannt:
Dr.-Ing. Arno Singewald,
3500 Kassel-Wilhelmshöhe;
Dipl.'Chem. Dr. rer. nat. Günter Fricke,
3161 Röddensen
Konditionierungsmittel entfernt werden, was »durch Erhitzen auf 3000C möglich wäre«. Bei dieser Temperatur beginnt aber bereits der Kieserit zu entwässern, und die Gegenwart selbst von nur wenigen Prozent entwässerten Kieserits stört die elektrostatische Scheidung des Sylvins ganz empfindlich. Das Verfahren dieses Patents setzt also voraus, daß zuerst der Sylvin elektrostatisch abgetrennt wird.
Die Nachteile dieses Verfahrens werden durch das Verfahren gemäß der Erfindung vermieden.
Noch nicht zum Stand der Technik gehört ein Verfahren zur elektrostatischen Aufbereitung von Mineralgemischen in bekannten Scheidern, insbesondere Freifallscheidern, mit chemischem Konditionierungsmittel, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß nach kombinierter und nacheinander erfolgender, kontinuierlicher oder diskontinuierlicher Behandlung des Mineralgemisches mit hochdispersen Wasseradsorptionsmitteln in pulveriger oder körniger oder granulierter Form, wie Kieselsäuren, Natronkalk, durch intensives Mischen in etwa 1 Minute bis etwa 1 Stunde, vorzugsweise in 1 bis 5 Minuten, und mit chemischen Konditionierungsmitteln, gegebenenfalls in umgekehrter Reihenfolge, die Trennung ein- oder mehrstufig durchgeführt wird.
In Fortentwicklung dieses Verfahrens nach der Patentanmeldung W 41178 VI a/l b wurde nun ein
809 509/35
Verfahren zur elektrostatischen Aufbereitung von Rohsalzen oder Rückständen der Kaliindustrie in bekannten Scheidern, insbesondere Freifallscheidern, gefunden, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß
a) zur Abtrennung des Kieserits aus Rohsalzen oder aus Rückständen der Rohsalz-Verlosung oder der Flotation hochdisperser Wasseradsorptionsmittel mit natürlichen und/oder synthetischen Fettsäuren, insbesondere aliphatischen, unverzweigten Fettsäuren der Kettenlängen C3 bis Q8, vorzugsweise C4 bis C10, kombiniert angewendet werden oder zur Abtrennung von Kieserit aus Rückständen der elektrostatischen Trennung von Hartsalzen keine Zugabe der unter a) genannten Mittel erfolgt und
c) bei der Trennung des Aufbereitungsgutes nach a) oder b) die relative Feuchte der zur Erwärmung des Aufbereitungsgutes dienenden Luft auf etwa 0,5 bis etwa 20%, vorzugsweise auf 3 bis 10%, eingestellt wird.
Das folgende Beispiel zeigt die Kieseritgewinnung aus einem Kalirohsalz mit 12,6 % K2O und 33,1% Kieserit bei 40 bis 80° C in einem Platten-Freifallscheider. Das Kalirohsalz wurde mit dem hochdispersen Wasseradsorptionsmittel etwa 1 Minute intensiv in einem Lödige-Mischer vermischt und danach mit synthetischen Fettsäuren der Kettenlänge C5 bis C9 (Handelsprodukt der Firma Aldag, Hamburg) besprüht. Nach einmaligem Durchgang wurden folgende Ergebnisse erzielt:
Tabelle
Versuch
Wasseradsorptionsmittel g/t
Kieseritgehalt
Rückstand
Konzentrat
Kieseritanteile
Konzentrat
Rückstand
Ohne
Aerosil R 972/u (Fa. Degussa)
Füllstoff VN 3 (Fa. Chemag)
Molekularsiebpulver (Fa. Union Carbide) Ketjenwhite Si 200 (Fa. Brenntag)
Kieselsäure KS 404 (Fa. Hoesch)
Molekularsiebpulver
Kieselsäure KS 300 (Fa. Hoesch)
Kieserit, entwässert
200
200
200
200
100
100
100
500
32,7
60,7
79,2
80,9
79,8
64,8
60,7
73,2
38,8 7,5 7,5 6,9 7,5
7,6
8,0 8,9
28 72 71 64 64
57
57 61
20 4 5 6
In Spalte a ist das jeweils verwendete Wasseradsorptionsmittel, in Spalte b der Kieseritgehalt und in Spalte c der Kieseritanteil im Konzentrat und Rückstand angegeben. Unter »Anteile« wird die Kieseritmenge bei einem Durchgang durch den elektrostatischen Scheider verstanden, die somit nicht mit der endgültigen Ausbeute einer kontinuierlichen Arbeitsweise identisch ist.
Die im Mittelgut verbleibenden Kieseritanteile ,welche die Differenz der Mengen zu 100 °/o darstellen, sind nicht aufgeführt, da diese in dem kontinuierlich ablaufenden Verfahren in die Ausgangsstufe zurückgeführt werden.
Die Versuche Nr. 2 bis 8 nach dem Verfahren gemäß der Erfindung ergeben ein um 30 bis 50°/0 höheres Vorkonzentrat als der Vergleichsversuch Nr. 1. Das Kieseritausbringen liegt um 30 bis 45% höher als beim Versuch Nr. 1. Die überraschende Wirkung der beanspruchten, kombinierten Zusatzmittel bei nacheinander erfolgender Zugabe des Wasseradsorptionsmittels und des Gemisches der Fettsäuren ergibt sich aus diesen Versuchsergebnissen. Dabei wurde das hochdisperse Wasseradsorptionsmittel in pulverisierter, oder in gekörnter oder auch als Granulat durch intensives Mischen zugegeben.
Die Trennung kann je nach den Feuchtebedingungen des Aufbereitungsgutes und der Feuchte der zur Erwärmung dienenden Luft in einem Temperaturbereich erfolgen, der zwischen Raumtemperatur und der Zersetzungs- bzw. Verdampfungstemperatur der Fettsäuren liegt.
Das folgende Beispiel zeigt in Tabelle 2 die Kieseritgewinnung durch Aufbereitung eines Rohsalzes mit 11,2 bis 12,2% K2O und 33,2 bis 34,7% Kieserit bei 6O0C Trenntemperatur in einem Freifallscheider. Das Rohsalz wurde mit 200 g/t Wasseradsorptionsmittel und mit 180 g/t des Fettsäuregemisches nach Beispiel 1 behandelt, wobei die Zugabe in der Reihenfolge des Beispiels 1 erfolgte.
Tabelle
Versuch
Nr.
a
Wasseradsorptionsmittel
b
Vorkonzentrat
Kieserit
°/o
C
Nachkonzentrat
Kieserit
%
d
Kieserit-
ausbeute
%
9
10
11
12
Ohne 32,7
59,6
77,9
64,8
72,9
96,5
94,4
93,6
28,9
85,0
87,6
81,3
Aerosil R 972/u (Fa. Degussa)
Molekularsiebpulver (Fa. Union Carbide)
Kieselsäure KS 300 (Fa. Hoesch)
+ Molekularsiebpulver
Das Nachkonzentrat der Versuche Nr. 10 bis 12 nach dem Verfahren gemäß der Erfindung zeigt einen um 20 bis 25% höheren Kieseritgehalt als das Nachkonzentrat nach Vergleichsversuch Nr. 9. Die Kieseritausbeute liegt um 50 bis 60% höher als die des Versuches Nr. 1.
Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung ist es für die Nachtrennung eines Kieseritvorkonzentrats der elektrostatischen Aufbereitung nicht erforderlich, das Vorkonzentrat nachzukonditionieren.
Das folgende Beispiel betrifft die Kieseritgewinnung aus Hartsalzrückstand, der aus einer elektrostatischen Rohsalztrennung stammt. Für die Abtrennung des Kieserits war keine Zugabe von Wasseradsorptionsmittel und chemisches Konditionierungsmittel mehr erforderlich. Die Trennung erfolgte bei 70° C in einem Platten-Freifallscheider.
Tabelle
Versuch
Nr.
Wasseradsorptionsmittel Ausgangsgut
Kieserit
%
Konzentrat
Kieserit
%
Kieserit
ausbeute
%
13
14
15
Aerosil R 972/u (Fa. Degussa)
Füllstoff VN 3
52,3
57,6
64,8
51,8
97,6
94,7
93,6
91,9
89,6
90,3
93,3
92,0
16 Molekularsiebpulver + Kieselsäure KS 300
(Fa. Hoesch)
Kieselsäure KS 404 (Fa. Hoesch)
Das Ergebnis dieses Versuches geht aus Tabelle 3 hervor, welches bereits in einer Trennstufe ein hohes Kieseritkonzentrat bei einer Kieseritausbeute von praktisch über 90% zeigt.
Der technische Fortschritt des Verfahrens gemäß der Erfindung liegt also in der Vermeidung des aufwendigen Schlämm- und Filterprozesses der "naßmechanischen Arbeitsweise. Durch das Verfahren gemäß der Erfindung wird eine wesentlich geringere spezifische Menge an Fettsäuren benötigt, die preislich niedriger liegt als das bekannte chemische Konditionierungsmittel nach dem deutschen Patent 1 078 961. Dazu kommt der erhebliche Vorteil der wesentlich geringeren Trenntemperatur, wodurch Einsparung an Energiekosten erreicht werden. Ein Lösungsmittel ist für die Verwendung von Fettsäuren zur Kieseritabtrennung nicht erforderlich. Ein weiterer erheblicher Vorteil bei der Verarbeitung von Hartsalzen liegt für das Verfahren gemäß der Erfindung jedoch darin, daß nach der Kieseritabtrennung ohne weiteres Sylvin mit bekanntem Konditionierungsmittel gewonnen werden kann.
Sofern Kieserit aus Rückständen der elektrostatischen Trennung von Hartsalzen erzeugt werden soll, benötigt das Verfahren gemäß der Erfindung keine Zugabe weiterer Wasseradsorptions- und chemischer Konditionierungsmittel.
Das Verfahren gemäß der Erfindung erfordert für die Durchführung nach den Beispielen 1 bis 3 eine relative Feuchte der zur Erwärmung des Aufbereitungsgutes dienenden Luft von etwa 0,5 bis etwa 20 %> vorzugsweise von etwa 3 bis 10%· Die Einstellung dieser Luftfeuchte erfolgt in bekannter Weise. Die Einhaltung dieser Luftfeuchte ist jedoch von wesentlicher Bedeutung für die Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung.
Für die Beispiele 1 bis 3 wurden folgende relative Feuchten in der zur Erwärmung dienenden Luft eingestellt:
Beispiel 1 4 bis 8%
Beispiel 2 6% 6g
Beispiel 3 4,5%

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur elektrostatischen Aufbereitung von Mineralgemischen, insbesondere Salzmineralen oder Salzgemischen in bekannten Scheidern, insbesondere Freifallscheidern, nach kombinierter und nacheinander erfolgender kontinuierlicher oder diskontinuierlicher Behandlung des Aufbereitungsgutes mit hochdispersen Wasseradsorptionsmitteln in pulveriger oder körniger oder granulierter Form, wie Kieselsäuren, Natronkalk, durch intensives Mischen und mit chemischen Konditionierungsmitteln, gegebenenfalls in umgekehrter Reihenfolge, bei ein- oder mehrstufiger Trennung in Fortentwicklung des Verfahrens nach der Patentanmeldung W41178 VIa/lb, dadurch gekennzeichnet, daß
a) zur Abtrennung des Kieserits aus Rohsalzen oder aus Rückständen der Rohsalz-Verlosung oder der Flotation hochdisperser Wasseradsorptionsmittel mit natürlichen und/oder synthetischen Fettsäuren, insbesondere aliphatischen, unverzweigten Fettsäuren der Kettenlängen C3 bis C18, vorzugsweise C4 bis C10, kombiniert angewendet werden
b) oder zur Abtrennung von Kieserit aus Rückständen der elektrostatischen Trennung von Hartsalzen keine Zugabe der unter a) genannten Mittel erfolgt und
c) bei der Trennung des Aufbereitungsgutes nach a) oder b) die relative Feuchte der zur Erwärmung des Aufbereitungsgutes dienenden Luft auf etwa 0,5 bis etwa 20 %> vorzugsweise auf 3 bis 10 °/0, eingestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Fettsäuren in Mengen von etwa 100 bis 300 g/t, vorzugsweise von 100 bis 200 g/t, verwendet werden.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennung zwischen Raumtemperatur und der Zersetzungs- bzw. Verdampfungstemperatur der Fettsäuren erfolgt.
809 509/35 2.68 © Bundesdruckerei Berlin
DEW43285A 1967-02-02 1967-02-02 Verfahren zur elektrostatischen Aufbereitung von Mineralgemischen, insbesondere Salzmineralen oder Salzgemischen Withdrawn - After Issue DE1261453B (de)

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Legal Events

Date Code Title Description
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
8330 Complete disclaimer