DE810144C - Verfahren und Vorrichtung zur elektrostatischen Aufbereitung - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur elektrostatischen AufbereitungInfo
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- DE810144C DE810144C DEP348A DEP0000348A DE810144C DE 810144 C DE810144 C DE 810144C DE P348 A DEP348 A DE P348A DE P0000348 A DEP0000348 A DE P0000348A DE 810144 C DE810144 C DE 810144C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B03—SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03C—MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03C7/00—Separating solids from solids by electrostatic effect
- B03C7/02—Separators
- B03C7/06—Separators with cylindrical material carriers
Landscapes
- Electrostatic Separation (AREA)
Description
- Verfahren und Vorrichtung zur elektrostatischen Aufbereitung Bei der elektrostatischen Trennung von Zwei- oder Mehrstoffgemengen nach Maßgabe der unterschiedlichen Oberflächenleitfähigkeit der Gemengebestandteile machen häufig manche, insbesondere die schlecht leitenden Anteile, die für gewöhnlich am längsten an der Behandlungsfläche des Scheiders haftenbleiben, Schwierigkeiten. Insbesondere hat es sich gezeigt, daß diese Anteile, trotzdem sie je nach ihrer Leitfähigkeit sehr unterschiedliche Ladungen aufweisen können, auch nach Verlassen der Behandlungsfläche des Scheiders ungetrennt geblieben sind. Die Ursache dieses Verhaltens ist darin zu suchen, daß diese Gemengeanteile mit ihren Kornübergangswiderständen, d. h. mit den Übergangswiderständen zwischen den einzelnen Gemengekömern, und der von dem Gemenge berührten Leit- oder Elektrodenfläche auf der gleichen Seite, z. B. oberhalb eines in seiner Größenordnung bestimmten kritischen Gebietes liegen. Nach einer älteren Erkenntnis ergibt sich nämlich eine befriedigende elektrostatische Trennung nur dann, wenn die Unterschiede im Kornübergangswiderstand der Komponenten nicht in Bereichen ausschließlich nur unterhalb oder nur oberhalb des erwähnten kritischen Gebietes eingeordnet sind. Diese kritische Gebietsspanne kann z. B. von etwa ioll bis j014 Ohm reichen, aber in Abhängigkeit von den jeweiligen Verhältnissen und Eigenschaften auch eine andere Größenordnung aufweisen.
- Die Erfindung erzielt eine Beseitigung der eingangs genannten Schwierigkeiten, und zwar dadurch, daß der Teil des Scheidegutes, der auch nach Verlassen der zur elektrostatischen Behandlung dienenden Leit-oder Elektrodenfläche des Scheiders ungetrennt gebliebene, verschiedenartige oder verschiedenwertige Komponenten aufweist, unter die Einwirkung eines Potentials, z. B. einer an Hochspannung liegenden Elektrode, gebracht wird. Das Potential dieser Elektrode, auf der sich unter Umständen eine gewisse Materialmenge ansammeln oder aufhäufen kann, bewirkt durch sein gegebenenfalls durch die Materialschicht ergänzend beeinflußtes elektrisches Feld je nach der unterschiedlichen elektrischen Ladung der schwierigen Komponenten, deren Ablenkung in verschiedenen Bahnen und damit ihre Trennung. Man braucht nur diesen Bahnen zu folgen, um ein gesondertes Auffangen oder Sammeln der separierten Anteile zu erzielen. Dies kann z. B. in der Weise geschehen, daß der übliche Sammelraum des Scheiders, der für die Aufnahme des Reingutes oder Konzentrates bestimmt ist, mit der Elektroden- oder Potentialfläche gemäß der Erfindung ausgerüstet und von einem weiteren Sammelmum umgeben wird. Dieser äußere Sammelraum nimmt dann die Gemengekömer mit höherer Ladung auf, die im Verlauf der Feldlinien nach außen abgelenkt werden oder von der Hochspannungselektrode oder der darauf abgelagerten Materialschicht abspringen, während der innere Raum die Gemengekörner mit geringerer Ladung auffängt, die von dem elektrischen Feld nicht oder nur wenig abgelenkt werdeft.
- Das auf der Zeichnung dargestellte Schema zeigt in einem Beispiel, wie die Erfindung ausgeführt sein kann.
- Das Scheidegut wird in ähnlicher Weise durch die Aufgabevorrichtung i der in der Pfeilrichtung umlaufenden Walze 2 mit leitender oder halbleitender Oberfläche zugeführt. Der Walze ist, wie bekannt, ein an Hochspannung liegendes Sprühorgan 3, z. B. ein parallel zur Walzenlängsachse verlaufender Draht, vorgelagert. Dem Sprühelement 3 kann im weiteren Verlauf der Walzendrehung eine an sich bekannte Ablenkelektrode 4 folgen. Ein Abstreifer 5 an der Walzenumfläche entfernt die -Gemengekörner, auf deren Resttrennung es bei der Erfindung ankommt.
- Die verschiedenen Komponenten werden wie gewöhnlich in besonderen Räumen oder Bunkern neben und unterhalb der Walze 2 gesammelt. Beispielsweise gelangen Bergmineralien, die zuerst von der Walze abspringen, in den Raum 6, während später folgendes Mittelgut in den Bunker7 fällt. Das Restgut, das anschließend die Walzenfläche verläßt oder von ihr abgestreift wird, fällt in einen Bunker mit zwei Räumen 8 und g. Der inhere Bunkerraum 8 enthält die den Gegenstand der Erfindung bildende, an Hochspannung liegende, gegen die Bunkerwände isolierte Elektrodenfläche io, auf der sich eine Materialschicht ir aufbaut. Die je nach ihrer Ladung verschiedenen, den Räumen 8 und 9 zustrebenden Fallbahnen der restlichen Komponenten sind mit 12 und 13 bezeichnet.
- Mit der dargestellten Einrichtung gelingt es, vier verschiedene Produkte aus dem Ausgangsgemenge zu gewinnen. Bei der elektrostatischen Aufbereitung z. B. von Steinsalzen werden im Raum 8 Reinsalz und im Raum 9 Reinstsalz abgeschieden. In diesem Falle und auch auf anderen Anwendungsgebieten kann man, da es sich in der Hauptsache um die Trennung und Erfassung des Restgutes handelt, die Produkte, die gesondert in den Bunkern 6 und 7 aufgefangen werden, auch als Berge zusammenkommen lassen, für sie also einen gemeinsamen Sammelraum vorsehen.
- Die Erfindung ist natürlich nicht auf Walzenscheider der angegebenen Art beschränkt, sondern kann auch in Verbindung mit anderen bekannten Ausführungen von Elektroscheidern, z. B. Bandscheidern, angewendet werden. Die Elektrode io kann verschiedenartig gestaltet und angeordnet sein, wobei im allgemeinen wesentlich ist, daß ihre Gestalt und ihre Anordnung eine getrennte Sammlung der Komponenten im Sinne der Fallbahnen 12, 13 gestatten.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Trennung von Anteilen, die nach elektrostatischer Scheiderbehandlung von Zwei- oder Mehrstoffgemengen ungetrennt geblieben sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil nach Verlassen der Scheidereinrichtung der Einwirkung eines Potentials, z. B. einer an Hochspannung liegenden Elektrode (io), ausgesetzt und durch das von dort ausgehende elektrische Feld nach Maßgabe der unterschiedlichen elektrischen Ladung der Komponenten in verschiedenen Bahnen 12, 13 abgelenkt wird.
- 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochspannungselektrode (io) als Fläche ausgebildet ist, die ein Anhäufen (ii) des den Scheider verlassenden Gutes und dadurch eine Potentialverstärkung gestattet. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrode (io) in einem Sammelraum (8) angeordnet und dieser von einem äußeren Sammelraum (9) umgeben ist, derart, daß die in Richtung der Feldlinien nach außen abgelenkten Gemengekomponenten von dem äußeren Sammelraum (9), die nicht oder nur wenig abgelenkten Komponenten von dem inneren Sammelraum (8) aufgefangen werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP348A DE810144C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Verfahren und Vorrichtung zur elektrostatischen Aufbereitung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP348A DE810144C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Verfahren und Vorrichtung zur elektrostatischen Aufbereitung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE810144C true DE810144C (de) | 1951-08-06 |
Family
ID=7356567
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP348A Expired DE810144C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Verfahren und Vorrichtung zur elektrostatischen Aufbereitung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE810144C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1259803B (de) * | 1965-11-09 | 1968-02-01 | Wintershall Ag | Verfahren zur elektrostatischen Aufbereitung von Feinstanteile enthaltenden Kalirohsalzen |
| DE1272851B (de) * | 1963-12-10 | 1968-07-18 | Roger Eugene Barthelemy | Verfahren und elektrischer Walzenscheider zum elektrostatischen Trennen koerniger Stoffe, insbesondere vorgebrochener Eisenerze |
| DE1279572B (de) * | 1965-11-09 | 1968-10-10 | Wintershall Ag | Verfahren zur elektrostatischen Aufbereitung von Feinstanteile enthaltenden Kalirohsalzen |
-
1948
- 1948-10-02 DE DEP348A patent/DE810144C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1272851B (de) * | 1963-12-10 | 1968-07-18 | Roger Eugene Barthelemy | Verfahren und elektrischer Walzenscheider zum elektrostatischen Trennen koerniger Stoffe, insbesondere vorgebrochener Eisenerze |
| DE1259803B (de) * | 1965-11-09 | 1968-02-01 | Wintershall Ag | Verfahren zur elektrostatischen Aufbereitung von Feinstanteile enthaltenden Kalirohsalzen |
| DE1279572B (de) * | 1965-11-09 | 1968-10-10 | Wintershall Ag | Verfahren zur elektrostatischen Aufbereitung von Feinstanteile enthaltenden Kalirohsalzen |
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