-
Schaltuhr für HF-Strahlungsherde Die Erfindung bezieht sich auf eine
Schaltuhr für Elektrogeräte mit mehreren Zeitanzeigeeinrichtungen, die von Hand
verstellbar und durch ein Zeitlaufwerk in die Ausgangsstellung bewegbar sind, und
mit Lampen zur Anzeige des jeweiligen Betriebszustandes.
-
Bei einer bekannten Schaltuhr sind die Zeitanzeigeeinrichtungen als
einstellbare Zeitscheiben ausgebildet, die von einem Uhrwerk angetrieben werden.
Eine der einstellbaren Zeitscheiben dient zur Vorwahl eines Arbeitsintervalles,
in dem der oder die Verbraucher an Spannung gelegt werden, während mit einer anderen
Zeitscheibe ein Bereitschaftsintervall vorgewählt werden kann, nach dessen Beendigung
das Arbeitsintervall beginnt. Jeder der beiden Zeitscheiben ist eine Kontrollampe
zugeordnet, durch die angezeigt wird, ob das Arbeitsintervall oder das Bereitschaftsintervall
eingeschaltet ist. Durch Zuordnung der Kontrollampen zu den Zeitscheiben ist eine
Beleuchtung der Zeitscheiben gegeben.
-
Bei einer anderen bekannten Schaltuhr mit rücklaufendem Zeigerknebel
ist im Bereich des Zifferblattes eine Kontrollampe angeordnet, die als Einschaltkontrolle
aufleuchtet, sobald der von der Schaltuhr gesteuerte Stromkreis geschlossen ist.
-
Die bekannten Schaltuhren weisen den Mangel auf. daß die durch die
Zeitanzeigeeinrichtungen, insbesondere für die relative Zeit, vermittelte Anzeige
nur aus geringen Entfernungen einwandfrei erkannt werden kann und eine Erkennbarkeit
des noch bis zum Ende der relativen Zeit verbleibenden Intervalles aus größeren
Entfernungen nicht möglich ist. Ferner sind die bekannten Schaltuhren für den Betrieb
mit unterschiedlichen Zeitskalen unter gleichzeitiger Betriebsanzeige nicht geeignet.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen
und eine Schaltuhr zu schaffen, die für den Einsatz bei HF-Strahlungsherden geeignet
ist.
-
Entsprechend den bei HF-Strahlungsherden besonderen Steuerungsvorgängen
für unterschiedliche Garungsprozesse wird zur Lösung der gestellten Aufgabe jedem
Garungsprozeß eine entlang einer Zeitskala laufende Zeigermarke zugeordnet, die
mit dem Garungsprozeß entsprechender Geschwindigkeit bewegt wird und eine Signallampe
trägt, die nur bei Ablauf der ihr entsprechenden Funktion aufleuchtet.
-
Einer der besonderen Vorteile bei der Benutzung der bekannten HF-Strahlungsherde
besteht in der wesentlichen Verkürzung der Garungszeiten. Dies bedingt eine besonders
genaue Steuerung bzw. Einschaltung der Garzeiten. Diese Zeiten überspannen je nach
dem zu behandelnden, unterschiedlichen Gargut infolge der unterschiedlichen Garungsprozesse,
wie Wärmen, Auftauen, Backen, Braten u. dgl., einen Bereich von wenigen Sekunden
bis zu 100 Minuten und mehr. Aus diesem Grund sind erfindungsgemäß zur Steigerung
der Erkennbarkeit der Anzeige mehrere Zeitskalen (z. B. Langzelt, Kurzzelt) vorgesehen.
Entlang dieser Zeitskalen laufen Zeigermarken mit unterschiedlicher Geschwindigkeit.
Jede Zeigermarke trägt eine Signallampe, die nur bei Ablauf der ihr entsprechenden
Funktion aufleuchtet. Damit ist neben der Kontrollanzeige, welcher Garungsbereich
eingeschaltet ist, und einer einprägsamen Zeigermarkenbeleuchtuna der besondere
Vorteil erzielt, daß durch die jeweilige Stellung der wandernden Zeigermarke innerhalb
der Zeitskala die relative Zeit auch aus größeren Entfernungen erkannt werden kann.
-
An Hand der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung
in vereinfachter Darstellung erläutert.
-
In F i g. 1 ist der Einstellknopf 1 mit einem Zeitwerk 2, z. B. einem
Federwerk, durch einen Seilzug 3 so verbunden, daß die am Seilzug 3 angebrachte
Zeigermarke 4 nach ihrer Verstellung durch den Bedienungsgriff 1 selbsttätig in
die Ausgangsstellung zurückbewegt wird. Auf der Zeigermarke 4, die längs einer linearen
Zeitskala läuft, ist eine dreieckige Marke 5 vorgesehen, deren untere Spitze sich
im dargestellten Fall über eine Skala mit einem Bereich zwischen 0 und 70 Sekunden
bewegt. Die Zeigermarke 4 trägt eine Signallampe, die nur dann aufleuchtet, wenn
die durch die Zeituhr zu steuernde Funktion abläuft, d. h. wenn der entsprechend
eingestellte und zur Anzeige gebrachte Garungsprozeß andauert. Die dreieckige Marke
5 kann z. B. aus lichtdurchlässigem, gegebenenfalls gefärbtem Material bestehen,
so daß der Betriebszustand der zu steuernden Funktion gut bemerkbar ist. Darüber
hinaus ist die
Ablesbarkeit der relativen Zeit auch aus größeren
Entfernungen möglich. An Stelle der linearen Zeitskala kann auch eine verzerrte
bzw. teilweise zusammengedrückte Skala verwendet werden. Dabei ist es dann notwendig,
daß das Zeitwerk, z. B. über entsprechende Getriebe, dieser verzerrten Skala angepaßt
ist.
-
In F i g. 2 ist eine Schaltuhr gemäß der Erfindung mit einer Bedienungsplatte
10 eines HF-Strahlungsherdes dargestellt, auf welcher drei konzentrische Zeitskalen
11,12,13 vorgesehen sind. Zu jeder dieser Zeitskalen 11,12,13 gehört eine Zeigermarke
14, 15,16, von denen jede durch einen der Bedienungsgriffe 17,18,19 verstellbar
ist. Nach Einstellen einer der Zeigermarken 14,15,16 mittels eines der Bedienungsgriffe
17,18,19 auf einen Punkt der zugehörigen Zeitskala 11, 1-7,13 werden die
Zeigermarken durch ein nicht weiter dargestelltes Zeitlaufwerk (z. B. ein Federwerk)
in die Ausgangsstellung zurückbewegt. Dabei können die Zeigermarken 14,15 z. B.
für die Einstellung der normalen Garungszeit für das HF-Strahlungsfeld vorgesehen
sein, wobei die beiden Zeigermarken 14,15 mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten
zurückgedreht werden. Dies läßt sich so ausbilden, daß die Zeigermarke 14 für die
Benutzung verhältnismäßig kleiner Garungszeiten, beispielsweise bis 3 Minuten, und
die Zeigermarke 15 für die Einstellung etwas größerer Garungszeiten, beispielsweise
für 20 Minuten, anwendbar ist. Die dritte Zeigermarke 16 kann zur Einstellung der
Einschaltzeiten eines zusätzlich im HF-Herd vorgesehenen Grills herangezogen werden.
-
Auch in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel weisen die Zeigermarken
14,15,16 je eine Signallampe auf, die erst dann aufleuchtet, wenn die ihr entsprechenden
Funktionen ablaufen. Die auf den Zeigermarken 14,15,16 aufgebrachten Dreiecksmarken
können aus lichtdurchlässigem, eventuell gefärbtem Material bestehen, so daß das
Aufleuchten der Signallampe und deren Stellung innerhalb der Zeitskala gut wahrnehmbar
ist. Das nicht weiter dargestellte Zeitlaufwerk zum Zurückbewegen der Zeigermarken
kann z. B. aus drei einzelnen Uhrwerken bestehen. Es ist selbstverständlich möglich,
durch Verwendung entsprechender Getriebe mit einem einzigen Zeitlaufwerk auszukommen.
Außer Federwerken können auch andere Zeitlaufwerke verwendet werden, beispielsweise
elektrische Synchronmotoren.
-
Schutz wird nur begehrt für die Kombination der Merkmale des Patentanspruches.