DE1258769B - Verfahren und Vorrichtung zum elektrischen UEberziehen von Gegenstaenden mit einem organischen Filmbildner - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum elektrischen UEberziehen von Gegenstaenden mit einem organischen FilmbildnerInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
Int. CL:
B44d
Deutsche Kl.: 75 c - 5/04
Nummer: 1258 769
Aktenzeichen: F 43035 VI b/75 c
Anmeldetag: 1. Juni 1964
Auslegetag: 11. Januar 1968
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum elektrischen Überziehen von Gegenständen mit einem
organischen Filmbildner, der als wäßrige Dispersion vorliegt, wobei diese und die zu überziehenden
Gegenstände mit den beiden Polen einer Gleichstromquelle in Verbindung stehen.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Gleichmäßigkeit des Überzuges bei einem solchen Verfahren zu verbessern.
Insbesondere bei dem Überziehen von größeren Gegenständen, die durch das Bad der wäßrigen
Dispersion geleitet werden, kommt es leicht vor, daß die Gegenstände, die in das Bad eintreten
oder die es verlassen, zum Stehen kommen. Dabei taucht der untere Teil des Gegenstandes in das wäßrige
Bad ein, während der obere Teil der Atmo-Sphäre ausgesetzt ist. Durch derartige Stoppvorgänge
treten Unregelmäßigkeiten im Überzug in der Form von Wasserlinien auf, sofern nicht dafür Sorge getragen
wird, daß deren Bildung vermieden wird oder die Gegenstände sofort ausgehoben werden. zo
Diese Nachteile werden erfindungsgemäß dadurch beseitigt, daß der die Gegenelektrode bildende Gegenstand
beim Ausheben aus dem Bad mit Badflüssigkeit so lange bebraust wird, bis er keine Berührung
mit dem Bad mehr hat. Durch diese Maßnähme wird die Bildung von Wasserlinienmarkierungen
oder deren Wirkung beseitigt. Außerdem wurde festgestellt, daß durch dieses Verfahren wirksam
Poren, Löcher und andere Oberflächenunregelmäßigkeiten abgedeckt werden können, die nach der normalen
Zeitspanne des Uberziehens zufällig auch unabhängig von einem Anhalten der Fördereinrichtung,
an der die Gegenstände hängen, auftreten.
Bei diesem Verfahren bildet erfindungsgemäß die zumBebrausen des positiv geladenen Gegenstandes dienende
Brause eine weitere negativ geladene Elektrode.
Eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens besteht bekanntermaßen aus einem Behälter für die
wäßrige Dispersion des organischen Filmbildners, einer Fördereinrichtung für die Gegenstände und
einer Gleichstromquelle, die mit dem Bad und dem zu überziehenden Gegenstand in Kontakt steht. Erfindungsgemäß
ist bei dieser Vorrichtung eine Einrichtung zum Bebrausen der aus dem Bad heraustretenden
Gegenstände vorgesehen, die Badflüssigkeit aus dem Behälter abzieht und zum Bebrausen über
den Behälter fördert. Es sind erfindungsgemäß sehr feine Sprühstrahlen bildende Brausen vorgesehen,
deren Durchflußmenge einstellbar ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erläutert,
auf denen zeigt
Verfahren und Vorrichtung zum
elektrischen Überziehen von Gegenständen
mit einem organischen Filmbildner
elektrischen Überziehen von Gegenständen
mit einem organischen Filmbildner
Anmelder:
Ford-Werke Aktiengesellschaft,
5000 Köln, Ottoplatz 2
5000 Köln, Ottoplatz 2
Als Erfinder benannt:
Gilbert L. Burnside,
Leopold A. Madejczyk,
Gordon G. Strosberg,
Oak Park, County of Oakland, Mich. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. ν. Amerika vom 1. Juli 1963 (291 625) -
F i g. 1 schematisch eine Ausführungsform einer Vorrichtung zum elektrischen Überziehen, die zur
Ausführung des Verfahrens geeignet ist,
F i g. 2 schematisch teilweise im Querschnitt eine Ansicht der Vorrichtung nach F i g. 1, durch welche
die Brauseausrüstung im Betrieb veranschaulicht wird.
Nach F i g. 1 enthält ein chemisch widerstandsfähiger Behälter 11 ein wäßriges Überzugsbad 13
und dient als negative Elektrode oder Kathode in dem Überzugsverfahren. Der Behälter 11 ist elektrisch
mit einer Gleichstromquelle 17 über eine Leitung 15 verbunden. Ein zu überziehender Gegenstand
19, z. B. eine Kraftfahrzeugkarosserie, hängt an einer endlosen Fördervorrichtung 23 mittels eines
Aufhängers 21. Die Fördervorrichtung 23 ist elektrisch über eine Kette angetrieben. Der Aufhänger 21
enthält einen Isolator 25, der den Gegenstand 19 von der geerdeten Fördervorrichtung isoliert. An dem
Hänger 21 sitzt eine Kontaktplatte oder -bürste 27 und steht in elektrischer Verbindung mit ihm. Der
Gegenstand 19 nähert sich dem Bad 13 und steht in elektrischer Verbindung mit der Sammelschiene
29, die ihrerseits elektrisch mit der Gleichstromquelle 17 über den Leiter 31 verbunden ist. Der
Behältern ist außerdem mit einer Umlauf-Brausevorrichtung
augerüstet, bestehend aus dem Pumpen-
709 718/357
halter 35, der Pumpe 37, dem Gehäuse 39, dem Gehäusehalter 41, der senkrechten Leitung 43, dem
unteren Brausekopf 47 und dem oberen Brausekopf Sl.
Nach Fig. 2 bringt eine Einlaßleitung 33 die Pumpe 37 mit dem Bad in dem Behälter 11 in Verbindung.
Die Auslaßleitungen 45 und 49 setzen die Brauseköpfe 47 und 51 mit der Leitung 43 in Verbindung.
Eine zweite Brauseeinheit mit einer Einlaßleitung 63, einer Pumpenstütze 65, einer Pumpe
67, einem Gehäuse 69, einem Gehäuseträger 71, einer senkrechten Leitung 73, einer Auslaßleitung 75,
einem unteren Brausekopf 77, einer Auslaßleitung 79 und einem oberen Brausekopf 81 sitzt der beschriebenen
Brausevorrichtung gegenüber, und zwar an dem Ende des Behälters 11, an dem die überzogenen
Gegenstände aus dem Bad herausgeführt werden. Die Pumpen 37 und 67 sind übliche Pumpen mit konstantem
Druck und sind an eine nicht dargestellte Kraftquelle angeschlossen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsfonn ist jeder der Brauseköpfe elektrisch mit dem Behälter 11 verbunden
und bildet einen Teil des negativen Elektrodensystems. Die Brausevorrichtungen, wie sie dargestellt
sind, können nach Wunsch, je nach dem Überziehverfahren, mit dem sie benutzt werden, angeordnet
und vervielfacht werden.
Das Werkstück 19 ist während der Aushebung aus dem Bad unter konstanter Bebrausung mit Badmaterial dargestellt, welches dem Bad durch die
Brausevorrichtung entnommen wird.
Die positive Ladung für das Werkstück, während es in das Überzugsbad eingetaucht ist, wird aufrechterhalten,
während das Werkstück durch die Brause hindurchgeht, di& vorzugsweise kleine oder unscheinbare
Tröpfchen liefert. Es liegt auch im Rahmen der Erfindung, die Bebrausung zu beenden,
wenn die Fördervorrichtung anhält oder die Bebrausung kann auch unabhängig von der Bewegung der
Fördervorrichtung aufrechterhalten werden.
Das Überziehen der eingetauchten Gegenstände im Bad erfolgt gewöhnlich mit einem Potential im Bereich
von etwa 50 bis 1000, vorzugsweise 100 bis V.
Die Größe der Tröpfchen oder der Partikel und die Intensität der Bebrausung während des Aushebens
eines Gegenstandes kann für jedes System geändert werden, wobei das einzelne Überzugsbad,
seine Eigenschaften und Zusammensetzungen in Betracht gezogen wird. Durch Routinetest und Einstellung
kann das Ausmaß der Bebrausung stets sachgemäß festgelegt werden.
Claims (4)
1. Verfahren zum elektrischen Überziehen von Gegenständen mit einem organischen Filmbildner,
der als wäßrige Dispersion vorliegt, wobei diese und die zu überziehenden Gegenstände mit
den beiden Polen einer Gleichstromquelle in Verbindung stehen, dadurch gekennzeichnet,
daß der die Gegenelektrode bildende Gegenstand beim Ausheben aus dem Bad mit Badflüssigkeit
so lange bebraust wird, bis er keine Berührung mit dem Bad mehr hat.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Bebrausen des positiv
geladenen Gegenstandes dienende Brause eine weitere negativ geladene Elektrode bildet.
3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, bestehend aus einem
Behälter für die wäßrige Dispersion des organischen Filmbildners, einer Fördereinrichtung für
die Gegenstände und einer Gleichstromquelle, die mit dem Bad und dem zu überziehenden Gegenstand
in Kontakt steht, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung zum Bebrausen der aus
dem Bad (13) heraustretenden Gegenstände (19) vorgesehen ist, die Badflüssigkeit aus dem Behälter
abzieht und zum Bebrausen über den Behälter (13) fördert.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sehr feine Sprühstrahlen bildende
Brausen (47, 51,77, 81) vorgesehen sind, deren Durchflußmenge einstellbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 718/357 12.67 © Bundesdruckerei Berlin
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