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DE1256212B - Verfahren zur Herstellung von Olefinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Olefinen

Info

Publication number
DE1256212B
DE1256212B DEE24260A DEE0024260A DE1256212B DE 1256212 B DE1256212 B DE 1256212B DE E24260 A DEE24260 A DE E24260A DE E0024260 A DEE0024260 A DE E0024260A DE 1256212 B DE1256212 B DE 1256212B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reaction
general formula
olefins
sulfonic acid
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE24260A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Dieter Paul Max Kl Dipl-Ing
Dr Rer Nat Karl Erns Dipl-Chem
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Esso AG
Original Assignee
Esso AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Esso AG filed Critical Esso AG
Priority to DEE24260A priority Critical patent/DE1256212B/de
Publication of DE1256212B publication Critical patent/DE1256212B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C11/00Aliphatic unsaturated hydrocarbons
    • C07C11/02Alkenes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C1/00Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon
    • C07C1/32Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon starting from compounds containing hetero-atoms other than or in addition to oxygen or halogen
    • C07C1/34Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon starting from compounds containing hetero-atoms other than or in addition to oxygen or halogen reacting phosphines with aldehydes or ketones, e.g. Wittig reaction

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Olefinen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Olefinen definierter Struktur, die durch Umsetzung von hydroxylgruppenfreien quaternären Phosphoniumsulfonaten mit Carbonylverbindungen nach der Wittig-Reaktion erhalten werden.
  • Es ist bereits bekannt, Trioxymethylphosphin unter Luftausschluß zu quaternären Phosphorverbindungen umzusetzen, die als Pflanzenschutzmittel und Schädlingsbekämpfungsmittel Verwendung finden. Bei diesem Verfahren wird aus dem wasserlöslichen und in wäßriger Lösung sauer reagierenden Trioxymethylphosphin und p-Toluolsulfonsäuremethylester ein in Wasser und Methanol leicht lösliches Trioxymethyl-phosphoniumtosylat erhalten.
  • Es ist ferner bekannt, tertiäre Phosphine durch Erhitzen mit Alkylhalogeniden in geeigneten Lösungsmitteln, gegebenenfalls auch im Druckgefäß, zu tetrasubstituierten Phosphiniumhalogeniden zu alkylieren. Die Ausbeute dieser Umsetzung ist dabei je nach Konstitution der verwendeten Alkylhalogenide schwankend. Die nach dieser Reaktion zugänglichen Alkyltriphenyl - phosphoniumhalogenide sind unter anderem wertvolle Ausgangsmaterialien zur Erzeugung von definierten Olefinen durch Umsetzung mit Carbonylverbindungen nach der »Wittig-Reaktion«.
  • Es wurde nun überraschend gefunden, daß bei der Einwirkung von Sulfonsäureestern auf tertiäre Phosphine Vertreter einer bisher unbekannten Klasse von Verbindungen, nämlich die entsprechenden tetrasubstituierten Phosphoniumsulfonate, erhalten werden, die bei der Reaktion mit Carbonylverbindungen die entsprechenden definierten Olefine ergeben.
  • Gegenstand der Erfindung ist demgemäß ein Verfahren zur Herstellung von Olefinen mit definierter Struktur nach W i t t i g, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man einen Sulfonsäureester der allgemeinen Formel R-SO2-O-R1 in der R einen Methyl- oder p-Tolylrest und - OR einen primären oder sekundären aliphatischen oder cycloaliphatischen Alkoholrest bedeutet, bei Temperaturen zwischen 25 und 2000 C mit einer 0,1-bis 10fachen molaren Menge eines tertiären Phosphins der allgemeinen Formel in der R2, R3 und R4 gleich oder verschieden sind und Phenyl- oder Butylreste darstellen, zu einem quaternären Phosphoniumsulfonat der allgemeinen Formel reagieren läßt und dieses nachfolgend in an sich bekannter Weise mit Carbonylverbindungen nach der Wittig-Reaktion umsetzt.
  • Zur Herstellung der tetrasubstituierten Phosphoniumsulfonate sind alle Sulfonsäureester primärer oder sekundärer Alkohole geeignet, während Sulfonsäureester von Phenolen nicht reagieren. Die erfindungsgemäß hergestellten tetrasubstituierten Phosphoniumsulfonate enthalten daher neben drei Phenyl-oder Butylresten stets mindestens einen Alkylrest mit mindestens einem Wasserstoffatom in a-Stellung zum Phosphoratom. Die Reaktionsgeschwindigkeit der Umsetzung wird von der Art des Sulfonsäurerestes beeinflußt. Als besonders günstig haben sich die Ester der p-Toluolsulfonsäure erwiesen.
  • Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das tertiäre Phosphin mit dem Sulfonsäureester zweckmäßig in einem Molverhältnis von 1 : 0,1 bis 10, vorzugsweise etwa 1 : 1, gegebenenfalls in einem Lösungsmittel, bei Temperaturen von etwa 25 bis 200"C, vorzugsweise 80 bis 1300C, zur Umsetzung gebracht. Es können sowohl polare Lösungsmittel, wie z. B. Dimethylformamid, wie auch unpolare Lösungsmittel, wie z. B. Ligroin, Verwendung finden. Aus unpolaren Lösungsmitteln kristallisiert das gebildete tetrasubstituierte Phosphoniumsulfonat beim Abkühlen vollständig in reiner Form aus. Bei Verwendung eines polaren Lösungsmittels muß dieses nach Beendigung der Reaktion, beispielsweise durch Destillation, weitgehend entfernt werden, wobei das Reaktionsprodukt als kristalliner Rückstand zurückbleibt. Die notwendige Reaktionszeit liegt gewöhnlich zwischen 2 und 10 Stunden.
  • Die tetrasubstituierten Phosphoniumsulfonate sind für die Darstellung von definierten Olefinen über die Phosphor-Ylene nach der »Wittig-Reaktion« gemäß folgender Gleichung wesentlich besser geeignet als die bisher verwendeten Alkylhalogenide. Die erfindungsgemäßen tetrasubstituierten Phosphoniumsulfonate sind nicht nur leichter zugänglich und reaktionsfähiger, sondern führen auch vielfach gegenüber den bisher bekannten Verfahren zu einer deutlich gesteigerten Olefin-Ausbeute.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht somit die Alkylierung von tertiären Phosphinen mit billigen und leicht zugänglichen Sulfonsäureestern unter Erzeugung von Vertretern eines bisher unbekannten neuen Klasse von Verbindungen, den tetrasubstituierten Phosphoniumsulfonaten, die vorteilhaft als Ausgangsmaterialien für die zur Herstellung definierter Olefine wichtige »Wittig-Reaktion« verwendet werden können.
  • Die als Ausgangsprodukt verwendeten Sulfonsäureester sind häufig leichter zugänglich als die entsprechenden Halogenide. So werden insbesondere die zur Umsetzung mit tertiären Phosphinen am besten geeigneten Jodide in vielen Fällen erst aus den p-Toluolsulfonaten dargestellt. Da diese p-Toluolsulfonate erfindungsgemäß selbst als Ausgangsprodukt verwendet werden können, wird eine ganze Verfahrensstufe eingespart. Von besonderer Bedeutung ist jedoch die Tatsache, daß die Sulfonsäureester und insbesondere die Ester der p-Toluolsulfonsäure, zumal bei längerkettigen Alkylresten, wesentlich schneller reagieren als die entsprechenden Chloride. Dies ermöglicht es, die Reaktion auch ohne Anwendung höherer Temperaturen und erhöhten Druckes innerhalb einer technisch brauchbaren Reaktionszeit zu Ende zu führen.
  • Die folgenden Beispiele sollen zur Erläuterung der Erfindung dienen.
  • Beispiel 1 Zu einer Suspension von 49,1 g (0,1 Mol) Butyltriphenyl-phosphonium-p-toluolsulfonat in 100 ml Ather wurde unter Rühren bei -5"C 0,1 Mol einer ätherischen Butyl-lithium-Lösung getropft.
  • Zu dieser Lösung wurde eine Lösung von 5,2 g (0,1 Mol) Aceton in 20 ml Äther gegeben und bei 100 C noch 2 Stunden lang nachgerührt. Nach üblicher Aufarbeitung wurden 6,6 g (680/0 der Theorie) 2-Methylhexen-(2) vom Sdp.isa 95"C und Brechungsindex n 1,4110 erhalten.
  • Beispiel 2 Zu einer Lösung von 46,2 g (0,1 Mol) Athyltriphenyl - phosphonium - p - toluolsulfonat und 10,6 g (0,1 Mol) Benzaldehyd in 200 ml absolutem Äthanol wurde unter Rühren 0,1 Mol Natriumäthylatlösung zugetropft und 5 Stunden lang auf 400 erwärmt.
  • Nach üblicher Aufarbeitung wurde im Vakuum destilliert, wobei bei 68 bis 69°C/11 Torr 7,3 g (62°/o der Theorie) A-Methylstyrol vom Brechungsindex n200 = 1,5482 übergingen.
  • Beispiel 3 Zu einer Lösung von 52,4g (0,1 Mol) Benzyltriphenylphosphonium - p - toluolsulfonat und 9,8 g (0,1 Mol) Cyclohexanon in 200 ml absolutem Äthanol wurde unter Rühren 0,1 Mol Nåtriumäthylatlösung zugetropft und 8 Stunden lang auf 70"C erwärmt. Nach üblicher Aufarbeitung wurde im Vakuum destilliert, wobei bei 81 bis 83°C/2 Torr 11,2 g (650/0 der Theorie) Benzylidencyclohexan vom Brechungsindex n2D0 = 1,5618 übergingen, das weniger als 0,30in Verunreinigungen enthielt.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Olefinen mit definierter Struktur nach W i t t i g, d a -durch gekennzeichnet, daß man einen Sulfonsäureester der allgemeinen Formel R-SO2-O-R1 in der R einen Methyl- oder p-Tolylrest und - OR1 einen primären oder sekundären aliphatischen oder cycloaliphatischen Alkoholrest bedeutet, bei Temperaturen zwischen 25 und 200"C mit einer 0,1- bis 10flachen molaren Menge eines tertiären Phosphins der allgemeinen Formel in der R2, R3 und R, gleich oder verschieden sind und Phenyl- oder Butylreste daritellen, zu einem quaternären Phosphoniumsulfonat der allgemeinen Formel reagieren läßt und dieses nachfolgend in an sich bekannter Weise mit Carbonylverbindungen nach der Wittig-Reaktion umsetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in einem inerten, polaren oder vorzugsweise unpolaren Lösungsmittel durchführt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 067 811.
DEE24260A 1963-01-30 1963-01-30 Verfahren zur Herstellung von Olefinen Pending DE1256212B (de)

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DEE24260A DE1256212B (de) 1963-01-30 1963-01-30 Verfahren zur Herstellung von Olefinen

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1067811B (de) * 1957-01-30 1959-10-29 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von quaternaeren organischen Phosphorverbindungen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1067811B (de) * 1957-01-30 1959-10-29 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von quaternaeren organischen Phosphorverbindungen

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