DE1255751B - Schutzdeckel in Akkumulatoren zum Sammeln der entstehenden Gase - Google Patents
Schutzdeckel in Akkumulatoren zum Sammeln der entstehenden GaseInfo
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Description
- Schutzdeckel in Akkumulatoren zum Sammeln der entstehenden Gase Die Erfindung betrifft einen Schutzdeckel in Akkumulatoren zum Sammeln der entstehenden Gase, der im Gehäuse oberhalb des Plattenblocks angeordnet und dessen unterer, als Platte ausgebildeter Teil vollständig vom Elektrolyten bedeckt ist, wobei die Größe der Platte so gehalten ist, daß sich ihre Ränder eng an die Wände des Gehäuses anlegen. Diese bekannte Vorrichtung hat den Nachteil, daß Elektrolyttröpfchen bzw. Flüssigkeitsteilchen während des Abzuges der Gase von den Gasbläschen durch die Entlüfteröffnung im Gefäßdeckel mitgerissen werden, so daß jeweils eine gewisse Menge von Elektrolyt durch -diese Öffnung herausspritzt und verlorengeht.
- Ein weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtung besteht darin, daß die Polköpfe bzw. Klemmen mit einem bestimmten Spielraum durch den Schutzdeckel geführt sind, so daß durch diesen ringförmigen Durchlaß, der den unter dem Schutzdeckel gelegenen Raum mit dem über .dem Schutzdeckel gelegenen Raum unmittelbar verbindet, die Gasbläschen unmittelbar an die Oberfläche des Elektrolyten aufsteigen und ein Brodeln an der Oberfläche verursachen können. Dieses Brodeln kann ebenfalls zur Folge haben, daß Flüssigkeitströpfchen von den Gasen durch die Entlüfteröffnung im Deckel mitgerissen werden.
- Die Erfindung hat zur Aufgabe, den Flüssigkeitsverlust durch Mitreißen der Tröpfchen durch die Gasbläschen und deren Herausspritzen aus dem Entlüfterloch zu vermeiden. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die in die Flüssigkeit eintauchende Platte zumindest einen nach unten vorspringenden Teil aufweist, der sich bis in den zwischen den Elektroden verschiedener Polarität liegenden Raum erstreckt, daß zwei fest mit der Platte verbundene, nach oben gerichtete Stutzen vorgesehen sind, die oberhalb des Elektrolytspiegels münden und über abseits der vertikalen Achse des Entlüftungsstopfens liegende enge Öffnungen mit dem freien Raum oberhalb des Elektrolyten in Verbindung stehen, und daß die Platte in bekannter Weise Schrägflächen aufweist, die die natürliche Führung der Gase in Richtung auf die Stutzen unterstützen.
- Auf diese Weise wird der unmittelbare Gasaufstieg bzw. die unmittelbare Gasführung zur Entlüfteröffnung verhindert, wobei den Gasen ein Umweg aufgezwungen wird, bevor sie durch die Entlüfteröffnung in die Außenluft entweichen können.
- Zweckmäßigerweise weist der nach unten vorspringende Teil einen im wesentlichen V- oder U-förmigen Querschnitt auf. Die Stutzen sind so ausgebildet, daß sie die Polköpfe umgeben und an ihrem oberen Ende am Gehäusedeckel anliegen, wobei zweckmäßigerweise die Oberkanten der Stutzen über eine Abdichtung mit den an sich bekannten, für die Durchführung der Polköpfe durch den Gehäusedeckel verwendeten Abdichtungen verbunden sind, oder einen Teil dieser Abdichtungen bilden.
- Am untersten Teil der Platte können Öffnungen mit kleinem Durchmesser für den Durchtritt des Elektrolyten beim Füllen des Gehäuses vorgesehen sein.
- In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt F i g. 1 einen erfindungsgemäß verbesserten Akkumulator im Längsschnitt, F i g. 2 einen in größerem Maßstab gehaltenen Schnitt durch einen in der Montage nach F i g. 1 benutzten Schutzdeckel, F i g. 3 einen Schnitt entsprechend der Linie 111-11I der F i g. 2 und F i g. 4 die teilweise Schnittansicht eines gemäß einer Abwandlung.aufgebauten Akkumulators.
- Im Ausführungsbeispiel gemäß den F i g. 1 bis 3 ist der Akkumulator in einem Gehäuse 1 eingeschlossen und hat eine positive und eine negative Platte 2, 3. Jede Platte besitzt einen Polkopf 4 bzw. 5, der das Akkumulatorgehäuse durchsetzt und in einer Klemmschraube 6 bzw. 7 ausläuft. Im Gehäusedeckel 8 ist ein Lüftungsstopfen 9 mit einem Ventil für das Entweichen der Gase vorgesehen.
- über den Platten 2, 3 ist ein Teil 10 eingebaut, der den Schutzdeckel bildet.
- Dieser Schutzdeckel besitzt zwei Stutzen 11, 12, die zweckmäßigerweise mehr oder weniger kegelförmig sind und welche die Polköpfe 4, 5 überstülpen und mit ihrem oberen Ende am Gehäusedeckel 8 anliegen. In der Platte 13 ist ein heruntergezogener vorspringender Teil 14 vorgesehen, der im Querschnitt die Gestalt eines V, eines U od. dgl. hat und in den zwischen den Polköpfen 4, 5 liegenden Raum, gegebenenfalls selbst in den Zwischenraum 15 zwischen den Platten 2, 3 herunterreichen kann.
- In den Stutzen 11, 12 sind beispielsweise Lochungen oder Öffnungen 16 bzw. 17 vorgesehen.
- Die Platte 13 hat zweckmäßigerweise eine Breite und eine Länge, die im wesentlichen der Breite und Länge der Zelle entspricht, in welche diese Platte eingebaut ist. Auf diese Weise können ihre Außenränder an der Innenfläche des Akkumulatorgehäuses anliegen.
- Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist einfach.
- Wenn der Akkumulator an eine selbst sehr starke Ladestromquelle angeschlossen wird, kommt es zu einer sehr lebhaften Gasentwicklung, die aber nur auf die Räume 15 und 18 beschränkt bleibt, da die Platte 13 das direkte Aufsteigen der Gasblasen zum Lüftungsstopfen 9 und die damit verbundene Turbulenz verhindert. Wenn die Ränder a, b der Platte 13 an der Innenwand des Akkumulatorgehäuses 1 dicht anliegen, kann der Abzug der Gase nur durch die Öffnungen 16, 17 erfolgen, geschieht also sehr ruhig, ohne Flüssigkeitströpfchen mitzureißen.
- Der im Raum 15 vorhandene Elektrolyt bleibt ruhig.
- In der F i a. 4 ist der Fall eines Schutzdeckels veranschaulicht, dessen Schachtteil auf der rechten Seite der Figur aufgeschnitten gedacht ist. Jeder der Stutzen 11, 12 hat je eine kreisförmige Oberkante 24, auf der eine Unterlegscheibe bzw. eine ringförmige Schale 25 unter Zwischenlegung einer Dichtung 26 aufliegt.
- Die Platte 13 kann gewölbt sein und mehrere heruntergezogene vorspringende Teile 14 aufweisen.
- Im unteren Teil des Schutzdeckels 10 können Öffnungen vorgesehen sein, um dem Elektrolyten bei der Füllung des Akkumulators den Durchtritt zu den Akkumulatorplatten zu gestatten. Diese Öffnungen müssen jedoch sehr klein gehalten sein, damit die Gasblasen nicht durchtreten können.
- Es sind erfolgreiche Versuche mit Akkumulatoren von einer Nennkapazität von 35 Ah durchgeführt worden, die mit erfindungsgemäßen Schutzdeckeln versehen waren. Der Spiegel des Elektrolyten war am Ende des Ladevorganges auf 15 mm unter dem Verschlußstopfen 9 eingestellt worden. Bei Überladung auf 40 Ampere und selbst darüber hinaus ist kein Herausschleudern der Akkumulatorflüssigkeit zu beobachten gewesen.
Claims (5)
- Patentansprüche: 1. Schutzdeckel in Akkumulatoren zum Sammeln der entstehenden Gase, der im Gehäuse oberhalb des Plattenblocks angeordnet und dessen unterer, als Platte ausgebildeter Teil vollständig vom Elektrolyten bedeckt ist, wobei die Größe der Platte so gehalten ist, daß sich ihre Ränder eng an die Wände des Gehäuses anlegen, dadurch gekennzeichnet, daß die in die Flüssigkeit eintauchende Platte (13) zumindest einen nach unten vorspringenden Teil (14) aufweist, der sich bis in den zwischen den Elektroden verschiedener Polarität (2, 3) liegenden Raum (15) erstreckt, daß zwei fest mit der Platte (13) verbundene, nach oben gerichtete Stutzen (11, 12) vorgesehen sind, die oberhalb des Elektrolytspiegels münden und über abseits der vertikalen Achse des Entlüftungsstopfens (9) liegende enge Öffnungen (16, 17) mit dem freien Raum oberhalb des Elektrolyten in Verbindung stehen, und daß die Platte (13) in bekannter Weise Schrägflächen aufweist, die die natürliche Führung der Gase in Richtung auf die Stutzen (11, 12) unterstützen.
- 2. Schutzdeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der nach unten vorspringende Teil (14) einen im wesentlichen V- oder U-förmigen Querschnitt aufweist.
- 3. Schutzdeckel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stutzen (11, 12) so ausgebildet sind, daß sie die Polköpfe (4, 5) umgeben und an ihrem oberen Ende am Gehäusedeckel (8) anliegen.
- 4. Schutzdeckel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberkanten (24) der Stutzen (11, 12) über eine Abdichtung (25, 26) mit den an sich bekannten, für die Durchführung der Polköpfe (4, 5) durch den Gehäusedeckel (8) verwendeten Abdichtungen verbunden sind, oder einen Teil dieser Abdichtungen bilden.
- 5. Schutzdeckel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am untersten Teil (14) der Platte (13) Öffnungen mit kleinem Durchmesser für den Durchtritt des Elektrolyten beim Füllen -des Gehäuses (1) vorgesehen sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 206 182, 453 761, 647198, 685 789, 746 895; USA.-Patentschrift Nr. 2 027 310; Fusban, »Akkumulatoren im Fernmeldewesen«, 1955,S.34.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR1255751X | 1958-07-12 |
Publications (1)
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| DES63819A Pending DE1255751B (de) | 1958-07-12 | 1959-07-08 | Schutzdeckel in Akkumulatoren zum Sammeln der entstehenden Gase |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1255751B (de) |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE647198C (de) * | 1935-01-09 | |||
| DE206182C (de) * | ||||
| DE453761C (de) * | 1924-05-22 | 1927-12-16 | William Rowland Edwards | Behaelter fuer elektrische Akkumulatoren |
| US2027310A (en) * | 1935-08-23 | 1936-01-07 | Electric Storage Battery Co | Secondary or storage battery |
| DE685789C (de) * | 1937-12-12 | 1939-12-23 | Accumulatoren Fabrik Akt Ges | Vorrichtung zum Anzeigen des Elektrolytstandes in einem elektrischen Sammler |
| DE746895C (de) * | 1940-12-12 | 1944-08-28 | Ewald Zdansky | Kleinakkumulator, z.B. fuer Taschenlampen, mit ueber dem Elektrolytraum angeordnetemSchutzraum |
-
1959
- 1959-07-08 DE DES63819A patent/DE1255751B/de active Pending
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