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Induktive Abstimmvorrichtung für Rundfunkempfänger Die Erfindung betrifft
eine induktive Abstimmvorrichtung für Rundfunkempfänger mit einem durch Drucktasten
über Steuerschieber oder zur kontinuierlichen Abstimmung von Hand über einen Drehknopf
und eine Kupplung verschwenkbaren Verstellglied für die Kerne der Abstimmspulen
und einer Abstimmvorrichtung mit einem von einer Feder betätigten Getriebe, welche
schubstangenartig arbeitend die Abstimmelemente über das abzusuchende Frequenzband
bewegt und schließlich bei Erreichen ihrer Endlage wieder in ihre Anfangslage zurückgeführt
wird, wobei die Feder nach Entspannung durch ein Solenoid gespannt wird, nach Patent
1080 635.
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Ziel der Erfindung ist es, die induktive Abstimmvorrichtung nach Patent
1080 635, bei der mehrere Einrichtungen verschiedene Arbeitsgänge verrichten, dahin
vorteilhaft weiterzubilden, daß die Antriebs-und Solenoideinrichtungen vereinfacht
werden und somit eine größere Betriebssicherheit bei verringertem Aufwand erzielt
wird.
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Hierzu sieht die Erfindung vor, daß die Abstimmmittel bei Erreichen
einer vorbestimmten Endstellung, vorzugsweise der niederfrequenten, einen Schalter
betätigen, welcher das Solenoid einschaltet, damit dieses einen ersten Hub ausführt,
bei dem die Antriebsfeder über einen ersten Hebel unabhängig von ihrem Spannungszustand
gespannt wird, und einen zweiten Hub, bei dem die Abstimmittel über einen zweiten
Hebel in ihre Ausgangsstellung zurückbefördert werden.
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Die erfindungsgemäße Ausbildung hat den Vorteil, daß nur ein Solenoid
für die Durchführung zweier Arbeitsgänge verwendet wird, für die bei der Vorrichtung
nach dem Hauptpatent zwei getrennte Solenoidantriebe vorgesehen sind.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im folgenden an Hand der
Zeichnung im einzelnen beschrieben und dargestellt.
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F i g. 1 ist eine Vorderansicht eines Rundfunkempfängers und veranschaulicht
die Skala und die darin eingebauten Abstimmittel; F i g. 2 ist eine Draufsicht auf
die kombinierten Abstimmittel; F i g. 3 ist eine von links in F i g. 2 gesehene
Seitenansicht; F i g. 4 ist eine Ansicht der Abstimmvorrichtung von unten; F i g.
5 ist eine von der rechten Seite in F i g.1 gesehene Seitenansicht in vergrößertem
Maßstab, wobei Teile weggebrochen und im Schnitt längs der Linie 5-5 in F i g. 6
dargestellt sind; F i g. 6 ist ein Schnitt von oben gesehen längs der Linie 6-6
in F i g. 5, wobei Teile weggebrochen und im Schnitt dargestellt sind; F i g. 6
a ist ein Teilschnitt durch die Antriebsteile der Kupplung längs der Linie 6 A in
F i g. 6; F i g. 6 b ist ein Teilschnitt durch das Reglergetriebe in vergrößertem
Maßstab; F i g. 7 ist ein Teilschnitt längs der Linie 7-7 in F i g. 8, welcher das
Solenoid beim Wiederspannen der Antriebsfeder darstellt; F i g. 8 'ist ein Teilschnitt
längs der Linie 8-8 in Fig.5; F i g. 9 ist ein Schaltschema des Steuerkreises für
das Solenoid.
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In F i g.1 ist die Frontplatte 2, welche die Tragplatte in
einem Fahrzeug sein kann, durch die die verschiedenen Abstimmittel hindurchtreten,
und durch die die Anzeigemittel sichtbar sind, veranschaulicht. Sie weist eine rechteckige
Öffnung 4
auf, durch die eine Reihe von Drucktasten 6 hervortreten. Ein Druck
auf irgendeine dieser Drucktasten schaltet die Abstimmvorrichtung schnell auf
eine
bestimmte Station. Auf der einen Seite tritt eine Welle durch die Platte, die einen
Drehknopf 8 trägt. Der Drehknopf 8 betätigt den »Ein«- und »Aus«-Schalter und die
Lautstärkeregelung. Auf der anderen Seite der Platte befindet sich ein Handabstimmknopf
10. Zwischen den beiden Knöpfen 8 und 10 ist eine zweite, längliche
Öffnung 12, hinter der eine Skala 14 montiert ist. Ein Zeiger 16,
der sich über die Skala hinwegbewegt, ist vorgesehen, um die Abstimmstellung anzuzeigen.
Über der Skala und aus einer Öffnung 18 in der Frontplatte 2 heraustretend
befindet sich eine hin- und herbewegliche Taste 20, die einen Schaltmechanismus
betätigt, der die selbsttätige Abstimmung steuert.
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Will man die Abstimmvorrichtung schnell auf eine voreingestellte Station
schalten, so wird durch einen Druck auf eine der Drucktasten 6 die entsprechende
Station gewählt. Will man dagegen mit der automatischen Abstimmung arbeiten, so
drückt man für einen Augenblick auf die Taste 20 und schließt damit den Steuerkreis
für die selbsttätigen Abstimmittel, welcher die Stationssuche einleitet, die beim
Empfang eines Signals automatisch beendet wird. Will man dagegen den Empfänger von
Hand abstimmen, so dreht man an dem Abstimmknopf 10.
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Nach F i g. 2 umfassen die Abstimmittel eine Grundplatte
22, welche sich von der in F i g. 3 dargestellten linken Seite nach rechts
bis zu einem Punkt über der letzten Drucktaste 6 erstreckt. Diese ebene Grundplatte
trägt eine Anzahl von Schiebern und auf ihrer Oberseite eine Anzahl von Vorrichtungen
zum Abstimmen des Empfängers. Die Grundplatte 22 hat außerdem zwei Seitenflanschteile
24 und 26, welche abwärts zeigen und unterhalb der Grundplatte ein Gehäuse für die
mechanischen Schieber bilden. Mit Stiftschrauben 28 ist ein Gehäuse
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oben auf der Grundplatte 22 montiert. Dieses Gehäuse enthält die Abstimmspulen
30, deren Induktivität verändert werden kann, um die Abstimmung der Antennen-, HF-
und Oszillatorkreise zu verändern. Um die Induktivität dieser Spulen zu ändern,
sind mehrere Spulenkerne 36 aus Eisenpulvermasse vorgesehen, die gemeinsam von einer
Traverse 38 getragen werden, die so montiert ist, daß sie die Kerne 36 der entsprechenden
Spulen hinein- und herausbewegt. Jeder der Kerne ist mit der Traverse 38 durch ein
mit Gewinde versehenes Teil 37 verbunden, so daß jeder der Kerne in bezug
auf die anderen justiert werden kann.
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An ihren beiden Enden ist die Traverse 38 mit Zapfen 40,42
verbunden. Diese Zapfen gehen durch Schlitze 44 in den Seiten des Gehäuses
27 und stehen mit dem einen Ende C-förmiger Verbindungsglieder
50 in gelenkiger Verbindung, deren anderes Ende bei 52 gelenkig mit drehbar
gelagerten Hebeln 46 bzw. 48 verbunden ist. Eine gebogene Feder 51 hält den Aufbau
in seiner Lage und nimmt etwaiges Spiel auf. Das Glied 50 auf der rechten
Seite ist in ähnlicher Weise mit dem gewinkelten Hebel 48 verbunden.
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Die beiden gewinkelten Hebel bilden zusammen mit zwei Querstangen
54 und 56 eine drehbare Einheit, die man auch als Einrückeinrichtung
bezeichnen kann. Die Stange 54 erstreckt sich über die Schieber quer zwischen den
beiden gewinkelten Hebeln, und die Stange 56 liegt in der gleichen Weise unter den
Schiebern. Die Einrückeinrichtung selbst ist um eine Achse drehbar, die etwa in
der Mitte zwischen den beiden Querstangen liegt. Das eine Ende dieser Achse wird
durch eine Öffnung 58 in der Seitenwand 24 und eine ähnlich gelegene öffnung
in dem Hebel 46 bestimmt. Zwischen diesen beiden Öffnungen ist ein kleines Kugellager
eingesetzt, das durch den Axialdruck gehalten wird, wenn die Einrückeinrichtung
in ihre Lage einschnappt. Wie aus F i g. 4 hervorgeht, ist an dem anderen Ende eine
kurze Welle 62 fest auf der Außenseite des gewinkelten Hebels 48 befestigt.
Die Achse dieser Welle 62 fällt mit der Achse des Kugellagers 60 zusammen. Die Welle
62 tritt durch eine Öffnung in dem Seitenrahmen 26 hindurch und liegt drehfrei in
einer Muffe 64.
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Wie ebenfalls aus F i g. 4 hervorgeht, ist ein Querglied 66, das vor
der Einrückeinrichtung liegt, an den Wänden 24 und 26 befestigt. Dieses
Querglied hat eine Anzahl von Öffnungen, in denen die verschiedenen Schieber gelagert
sind, so daß sie in dem Gehäuse hin- und herbewegt werden können.
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Ein ähnliches Querglied 68 ist hinten an der Grundplatte vorgesehen;
in ihm sind die hinteren Enden 70 aller Schieber gelagert. Jeder der Schieber
wird durch eine Schraubenfeder 72, die sich an einer Schulter des Schiebers einerseits
und an dem hinteren Querglied 68 andererseits abstützt, nach vorn gedrückt. Zu jedem
der Schieber gehört ein einstellbarer, drehbarer Nocken 74, der durch einen
Feststellhebel 76 in einer blockierten Stellung gehalten wird. Dieser Nocken 74
kann bei seiner Hin- und Herbewegung mit beiden Querstangen 54 und 56 zusammenwirken.
Der Nocken schlägt zuerst an der einen Querstange an. Bei weiterer Bewegung des
Schiebers nach innen dreht er die Einrückeinrichtung, bis dann die andere Seite
des Nockens 74 an der anderen Querstange anstößt und diese einrastet. Dadurch wird
die Abstimmvorrichtung in eine bestimmte Stellung gebracht, da die Abstimmittel
mechanisch mit dem oberen Ende der Einrückeinrichtung verbunden sind.
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Ein Druck auf eine der Drucktasten 6 betätigt eine Kupplung, so daß
die Abstimmvorrichtung während der mechanischen Abstimmung im wesentlichen von anderer
mechanischer Belastung entlastet ist. Die die Kupplung betätigenden Mittel bestehen
aus einer drehbar montierten, mit Flanschen versehenen Querstange 78, die durch
das ganze Gehäuse geht und in einen Raum hineinragt. der sowohl die von Hand betätigten
als auch die automatischen Abstimmittel enthält. Diese mit Flanschen versehene Stange
78
kann sich um ihre Längsachse drehen und wird durch eine Feder 80, deren
eines Ende in dem Seitenrahmen 24 und deren anderes Ende in einer Zunge 82
der Querstange 78 verankert ist, in ihre obere Stellung gedrückt. Von der mit Flanschen
versehenen Querstange 78 erstrecken sich eine Reihe von gekrümmten Betätigungsfingern
84 nach unten, die in die Nähe von Betätigungszapfen 86 auf der Hinterseite
eines jeden der Drucktasten 6 reichen. Auf diese Weise wird, wenn man eine der Drucktasten
6 eindrückt, ihr zugehöriger Betätigungszapfen 86 gegen die gekrümmte Fläche des
entsprechenden Betätigungsfingers 84 gedrückt, wodurch die mit Flanschen versehene
Querstange 78 sich um ihre Achse dreht. Diese Bewegung betätigt die Kupplung, die
weiter unten in ihren Einzelheiten beschrieben ist.
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Soweit ist die beschriebene Vorrichtung in der Lage, die Abstimmvorrichtung
durch das Eindrücken der Drucktasten schnell in bestimmte Stellungen zu
bringen.
Die einstellbaren Nocken 74 auf jedem der Schieber können durch Herausziehen
der zugehörigen Drucktaste 6, wodurch die Nocken gelöst werden, neu eingestellt
werden. Durch darauffolgende Handabstimmung auf eine gewünschte Station wird die
Einrückeinrichtung entsprechend verdreht. Wird darauf die Drucktaste vollständig
hineingedrückt, so wird zunächst der Nocken auf die neue Einstellung justiert und
dann in der neuen Stellung arretiert. Wird daraufhin auf die Drucktaste gedrückt,
so wird auf die gleiche Station abgestimmt.
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Es wurde schon erwähnt, daß beim Eindrücken der Drucktasten 6 zunächst
eine Drehung der Querstange 78 erfolgt, die als Kupplungsbetätigungsmittel bezeichnet
wurde. Die Muffe 64 auf der Welle 62 kann sich auf dieser Welle in axialer Richtung
bewegen. Die Muffe wird, wie aus F i g. 4 hervorgeht, durch eine Schraubenfeder
90 nach rechts geschoben. Auf dem inneren Ende der Buchse 64 sitzt ein im
Durchmesser größerer Ring 96, der aus einem Stück mit der Muffe gebildet ist und
der als Anlageschulter für die Kupplungsbetätigungsmittel dient, die die Muffe gegen
die Wirkung der Feder 90 nach links drücken. In eine Öffnung einer mit einem
Flansch versehenen Konsole 100, die aus der Wand 26 herausragt, ist
ein Kupplungsbetätigungshebel 98 mit seinem einen Ende eingehängt. Dieser Hebel
98 hat in der Mitte eine Öffnung, durch die die Muffe hindurchgeht. Die zu beiden
Seiten der Muffe liegenden Teile des Hebels weisen Vorsprünge 102 auf, die
mit der Seite des Ringes 96 zusammenwirken. Wenn daher, wie in F i g. 4 dargestellt,
das innere Ende des Hebels 98 nach links gedrückt wird, drücken die Vorsprünge
102 gegen die Seite des Ringes 96 und schieben die Buchse
64 nach links, wobei sie die Feder 90 zusammendrücken. Dieser Vorgang
löst die noch zu beschreibende Kupplung.
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Durch den Angriff eines gekrümmten, mit Flanschen versehenen Armes
104 an der drehbaren Querstange 78, der an einer Rolle 106 am innersten Ende des
drehbaren Armes 98 angreift, wird der Hebel 98 um seinen Drehpunkt in der Konsole
100 geschwenkt. Wenn die Querstange 78 sich gegen die Wirkung der
Feder 80 um ihre Achse dreht. drückt, wie aus F i g. 4 hervorgeht, dieser
gekrümmte Flansch 104 das Ende des Hebels 98 nach links. Auf der Außenseite
der Muffe 64 ist ein Zahnrad 108 fest mit ihr verbunden. Neben dem
Zahnrad 108 und lose auf der Muffe 64 befindet sich ein zweites Zahnrad
110.
das mit dem ersteren durch eine Feder 112 verbunden ist, um das Flankenspiel
aufzunehmen. Eine Drehung der Zahnräder 108,110 treibt die Muffe 64 an. Auf dem
rechten Ende der Muffe 64 ist eine erste Kupplungsscheibe 114 montiert. Diese
Kupplungsscheibe kann mit einer zweiten Kupplungsscheibe 116 zum Eingriff
kommen, die fest mit dem Ende der Welle 62 verbunden ist. Die Kupplungsscheibe
116 ist drehbar auf einem Kugellager 118 gelagert, das in dem napfartigen
Ende eines Wellenstummels 120 sitzt, der mit Gewinde in der Wandung des Rahmens
eingeschraubt ist. Zwischen den Kupplungsscheiben ist ein Reibbelag 122 vorgesehen.
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Der Handantrieb und der Antrieb für die automatische Stationssuche
für die Abstimmvorrichtung gehen beide über das Zahnrad 108, welches die
Muffe 64, die Kupplungsscheibe 114, die Kupplungsscheibe 116 und die Welle
62 antreibt. Auf dem Ende einer drehbaren Welle 126, die vorn aus
der Abstimmvorrichtung herausragt, ist ein Knopf 124 befestigt.
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Wie insbesondere aus F i g. 5 hervorgeht, sind auf der Welle 126 zwei
mit Außengewinde versehene Teile 128 und 130 montiert, die miteinander
fest verbunden sind und sich mit der Welle drehen, aber sich als eine Einheit längs
der Welle bewegen können. Das Teil 130 besitzt ebenso wie das Teil
128 ein Schneckengewinde 129, das mit dem auf der Muffe 64 montierten
Zahnrad 108,110 im Eingriff ist. Eine Drehung an dem Knopf 124 treibt
daher die Muffe 64, die bei angezogener Kupplung die Welle 62 dreht.
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Das Gewindeteil 130 hat kreisrundes Gewinde ohne Steigung und dient
bei einer Längsbewegung der Einheit 128,130 als Zahnstange, verhindert aber
in keinem Fall eine Drehung der Einheit und der Welle.
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Wie insbesondere aus F i g. 6 hervorgeht, geht die Welle
126 durch eine zentrale Bohrung 132 in dem Stück 128 und durch eine
ähnliche Bohrung 133 in dem Stück 130 hindurch. Diese letztere Bohrung ist
mit einander gegenüberliegenden Längsschlitzen versehen, die als Keilführungen dienen.
Ein Paar abgeschrägte Ringe 138 und 140 sind auf der Welle 126 aufgepreßt und dienen
als Widerlager für Kugellager 142, die sich in jedem der Schlitze 136 befinden.
Der eine der Ringe 138 weist Zähne 144 auf, die verhindern, daß die
Kugellager um die Ringe herumlaufen und bewirken, daß sie sich mit der Welle drehen.
Auf diese Weise drehen sich die Teile 128 und 130 mit der Welle
126, können sich aber zu einem noch zu beschreibenden Zweck auf den Kugellagern
in den Schlitzen 136 in Längsrichtung bewegen. Ein eingepreßter Pfropfen
146 schließt das offene Ende des Teiles 130, wodurch verhindert wird,
daß Schmutz sich in den Kugellagern sammelt.
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Eine Längsbewegung der Einheit 128-130 wird durch eine Antriebsfeder
eingeleitet, die die Abstimmvorrichtung bei der automatischen Abstimmung antreibt.
Diese Längsbewegung bildet einen Teil der Belastung der Feder, und durch sie wird
der Federantrieb mit einem Zahnradgetriebe und einem mechanisch gerasteten Rad gekuppelt.
Der Aufbau dieses Zahnradgetriebes geht am besten aus F i g. 6 hervor. Es weist
ein Gehäuse 148 auf, das an der Wandung 150 des Rahmens befestigt ist. In
dem Gehäuse ist eine erste Welle 152 drehbar gelagert. Auf dieser Welle ist ein
längliches Zahnrad 154 befestigt, das ein verdicktes napfartiges Ende 156 mit Innenverzahnung
158 hat. Außerdem sitzt lose auf der Welle 152 ein Kammrad
160, an dessen einer Seite eine federnde Sperrklinke 162 befestigt
ist, die nachgiebige Arme aufweist, welche mit den Zähnen 158 in Eingriff kommen
können, und die dadurch eine Einwegantriebsverbindung zwischen dem Zahnrad
154 und dem Zahnrad 160 bilden. In ähnlicher Weise ist eine zweite
Welle 164 drehbar in dem Rahmen gelagert und trägt ein Übertragungsrad 166
und ein Zahnrad 168, die fest miteinander verbunden sind und sich als eine Einheit
drehen. Parallel zu den beiden anderen Wellen ist eine letzte Welle 170 in dem Gehäuse
gelagert, die durch eine Öffnung 172 in einem nach innen gerichteten Steg
174 in dem Gehäuse hindurchgeht. Das eine Ende der Welle 170
ist bei
176 mit Zähnen versehen und bildet so ein längliches Zahnrad, das mit dem Zahnrad
168 im Eingriff ist, und das andere Ende der Welle 170 weist ein zylindrisches Reglerglied
178 auf, welches auf die
Welle aufgepreßt ist, so daß es
mit der Welle rotiert. Die Außenseite des Reglergliedes ist bei 180, wie weiter
unten beschrieben wird, zum Einrasten in die Abstimmstellung mit Zähnen versehen.
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Der Regler weist eine auf der Welle 170 axial bewegliche Scheibe
182 auf, die durch eine Schraubenfeder 184 an das Reglerteil 178 gedrückt
wird, wobei die Feder sich einerseits gegen die Scheibe 182 und andererseits gegen
eine feste Scheibe 186 abstützt. Die Scheibe 182 wird von Kugellagern 188 gegen
die Feder 184 gedrückt, wobei die Kugellager in konischen Rillen 190 in der Seite
des Reglergliedes 178 laufen und durch die Zentrifugalkraft nach außen geschleudert
werden. Wenn die Scheibe 182 gegen die Feder 184 gedrückt wird, greift
sie an einem Reibbelag 192 an, der an der Seite des Steges 174
neben
der Öffnung 172 sitzt, und bremst den Antrieb durch die übliche Reglerwirkung.
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Wenn die Einheit durch Mittel, die noch beschrieben werden, axial
in dem Rahmen nach vorn verschoben wird, so wird das Zahnrad 154 durch die
Zahnstange 129 des Stückes 130 angetrieben. Das Zahnrad
154 seinerseits treibt das Kammrad 160
durch die Sperrklinke 162 und
weiter über das übertragungsrad 166 das Zahnrad 168 und das Zahnrad
176 das Reglerglied 178, welches die Geschwindigkeit regelt.
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Wie am besten aus den F i g. 5 und 6 hervorgeht, ist neben dem Reglergehäuse
148 ein Einstellsteuerrelais 194, das durch geeignete Steuerkreise
während der Abstimmperioden Strom erhalten kann und während der Abhörperioden stromlos
wird. Dieses Steuerrelais betätigt einen schwenkbaren Anker 196, dessen Ende 198
über dem Reglergehäuse 148 liegt, und durch eine Öffnung 200 in das Gehäuse
hineinreicht, um in die Zähne 180 an dem Reglerteil 178
einzugreifen
(s. F i g. 5). Erhält das Relais 194 Strom, so wird das Ende 198 aus dem
Eingriff mit den Zähnen 180 herausgenommen und das Getriebe kann sich drehen.
wenn aber ein Signal empfangen wird, wird das Relais stromlos und die Sperre fällt
ein und hält das Getriebe an und verriegelt es.
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Es werden nun die Mittel beschrieben, die die Abstimmvorrichtung antreiben
und die Einheit 128-130 axial verschieben, um das Frequenzband des Empfängers abzusuchen.
Diese bestehen aus einer Antriebsfeder 202, deren eines Ende bei 204 an dem Rahmen
befestigt ist und deren anderes Ende, wie aus den F i g. 5 und 7 hervorgeht, an
einer vorspringenden Zunge 206 an dem Arm 208 befestigt ist. Der Arm
208 ist drehbar auf einer Welle 21.0 montiert, deren eines Ende in
einer Konsole 212 und deren anderes Ende in einem Seitenrahmenteil215 sitzt.
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Wie in F i g. 7 veranschaulicht, versucht die Feder 202 den
Arm 208 im Uhrzeigersinn um die Welle 210 zu drehen. In der Nähe seines einen
Endes hat der Arm 208 einen Zapfen 214, der sich in axialer Richtung
erstreckt. Außerdem ist zu einem noch zu beschreibenden Zweck ein winkliger Betätigungshebel
216 über das Ende des Armes montiert. Der Zapfen 214 ist so ausgebildet,
daß er in eine kreisförmige Nut 218 in dem Schneckenteil 128 eingreift,
was am besten in F i g. 6 zu sehen ist. Auf diese Weise kann der Schneckenteil
128 sich frei um seine eigene Achse drehen, wobei der Zapfen 214 einfach
in der Nut gleitet. Wenn aber der Arm 208 entweder durch die Feder202 oder von dem
noch zu beschreibenden Solenoid 220 um seinen Drehpunkt auf der Welle 210
gedreht wird, wird die Einheit 128-130 axial verschoben.
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Die Mittel, durch die die Feder 202 gespannt wird, bestehen
aus einer Solenoidspule 220 und dem dazugehörigen Kern 222, die am
besten in F i g. 7 dargestellt sind. An dem Kern 222 ist ein unregelmäßig geformtes
Verbindungsglied 224 drehbar angelenkt. Von seinem Drehpunkt an dem Kern erstreckt
sich das Verbindungsglied 224 abwärts unter die Muffe 64 und von dort nach
der Vorderseite der Abstimmvorrichtung. In seinem vorderen Ende befindet sich ein
Schlitz 226, durch den ein Stift 227 hindurchreicht, der in dem Ende eines zweiten,
kürzeren Armes 228 sitzt, welcher drehbar auf der Welle 210
montiert
ist. Dadurch entsteht eine Verbindung zwischen dem Verbindungsglied 224 und
dem Arm 228, die Spiel hat. Der Arm 228 stellt einen Schalt- und Betätigungsarm
dar und betätigt noch zu beschreibende Schaltmittel.
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Der Arm 228 besteht aus einem Stück mit einem längeren Hebelarm
230, der in einem Abstand ebenfalls drehbar auf der Welle 210 montiert ist.
Die beiden Arme sind durch eine querlaufende Platte 213
miteinander verbunden
(s. F i g. 4) und lassen zwischen sich eine Höhlung, in der der Arm 208 montiert
ist und sich bettet, aus der er sich aber in der Darstellung in F i g. 7 nach links
herausbewegen kann. Eine zweite Querplatte 225 (s. F i g. 7) erstreckt sich zwischen
den beiden Armen 228 und 230 über der Welle 210. Eine Zugfeder 232 ist mit
ihrem einen Ende bei 234 am Rahmen befestigt, und ihr anderes Ende ist an
einem nach oben stehenden Zacken 236 an dem Glied 224 befestigt und
zieht dieses Glied in F i g. 7 nach rechts.
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Zwei Aufgaben werden von dem Solenoid 220 erfüllt: die erste
besteht darin, die Antriebsfeder 202
wieder zu spannen. Die Mittel, durch
die das geschieht, sind gerade beschrieben worden. Die zweite Aufgabe besteht darin,
die Abstimmittel in die eine Endlage zurückzubewegen, sobald sie die entgegengesetzte
Endlage erreicht haben.
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Die Abstimmvorrichtung wird zur Stationssuche mit geeigneter Geschwindigkeit
in einer Richtung über das Frequenzband bewegt. Wird während dieses Vorgangs auf
eine Station abgestimmt, die ein Signal genügender Stärke sendet, so wird das Steuerrelais
194 stromlos und der Mechanismus auf dieser Station blockiert. Erreicht die Abstimmvorrichtung
das eine Ende ihrer Bahn, so muß sie schnell wieder in ihre andere Endlage gebracht
werden, damit die automatische Suche von neuem beginnen kann. Damit die Abstimmvorrichtung
schnell nach dem niederfrequenten Ende des Frequenzbandes bewegt werden kann, wirkt
mit dem Solenoid 220, wie am besten aus F i g. 5 hervorgeht, ein dritter
Arm 238
zusammen, der auf der Welle 210 montiert und mit der Kupplungsscheibe
116 durch ein Kupplungsglied 134 verbunden ist. Wird der Arm 238 geschwenkt,
so dreht sich in gleicher Weise die Kupplungsscheibe 116, und die Welle
62, die direkt mit ihr verbunden ist, sowie die Einrückeinrichtung werden
gedreht und bewegen die Abstimmittel.
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Um das Solenoid nicht zu überlasten oder nicht ein übergroßes Solenoid
verwenden zu müssen, ist die Anordnung so ausgelegt, daß zu einer Seite nur eine
der beiden von dem Solenoid 220 betätigten Einrichtungen bewegt wird, d. h., beide
Einrichtungen
(zur Federspannung bzw. zur Rückstellung der Abstimmittel)
werden nacheinander bewegt. Hat sich die Vorrichtung bis zu einem Punkt bewegt,
wo die Antriebsfeder 202 entspannt ist und neu gespannt werden muß, so werden geeignete
Schalter geschlossen, um das Solenoid 220 mit Strom zu versorgen, so daß es seinen
Kern 222 anzieht, den Arm 208
schwenkt und die Feder 202 wieder spannt.
Durch diese Bewegung wird jedoch der Arm 238 nicht bewegt, der die Abstimmvorrichtung
nach dem niederfrequenten Ende des Frequenzbandes bewegen würde. Das Solenoid wird
stromlos, und die Feder 232 bringt das Verbindungsglied 224 in die herausgezogene
Stellung. Wenn nun die Abstimmvorrichtung nach dem anderen Ende bewegt werden muß,
wird das Solenoid wieder mit Strom versorgt, so daß es seinen Kern 222 anzieht.
Nun ist der Arm 238 mit dem Verbindungsglied 224 gekuppelt, und die Abstimmvorrichtung
wird bewegt. Da die Antriebsfeder schon wieder gespannt ist, belastet die Feder
den Vorgang jetzt nicht, so daß nur die Kraft zur Bewegung der Abstimmittel aufzubringen
ist.
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Das Solenoid macht also zwei Hübe, den einen zum Spannen der Feder
202 und den zweiten, falls erforderlich, zum Bewegen der Abstimmittel. Befinden
sich die Abstimmittel in einer anderen Lage als am hochfrequenten Ende des Frequenzbandes,
so tritt die Kupplung nicht ein, und das Solenoid erhält keinen Strom.
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Zu Anfang der Bewegung des Verbindungsgliedes 224 aus seiner
Ruhestellung wird die Kupplungsbetätigungsstange 78 durch den Eingriff eines Betätigungsflansches
133, der seitlich von dem Verbindungsglied 224 ausgeht und an einem gekrümmten Fuß
der drehbaren Stange 78 angreift, betätigt. Dadurch ist die Kupplung gelöst,
wenn sich das Verbindungsglied 224 bewegt.
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Die elektrische Schaltung des Solenoides 220 ist im wesentlichen
in F i g. 9 dargestellt. Eine Stromquelle 240 ist hier mit der Solenoidwicklung
220
einerseits und andererseits mit Masse verbunden. Die Solenoidwicklung
ihrerseits ist durch einen Schalter 242 und weiter über zwei parallelliegende
Schalter 244 und 246 mit Masse verbunden. Die Schalter 242, 244 und
246 sind, wie aus F i g. 6 zu sehen ist, am Rahmen neben den verschiedenen
Hebelarmen 208,
228, 230 und 238 montiert und können durch die
Bewegung des Verbindungsgliedes 224 und die Hebel 238 und
208 betätigt werden. Der Schalter 242 ist normalerweise geschlossen
und wird nur geöffnet, wenn das Solenoid seinen Kern vollständig anzieht, um die
Vorrichtung mit Energie zu versorgen, die gerade mit ihm wirkungsmäßig verbunden
ist. Die Schalter 244 und 246 sind normalerweise geöffnet und werden
nur geschlossen, wenn entweder die Antriebsfeder 202 entspannt ist und neu
gespannt werden muß oder die Abstimmvorrichtung das hochfrequente Ende des Frequenzbandes
erreicht hat und nach dem Ende niederer Frequenzen zurückgefahren werden muß.
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Wenn die Feder 202 entspannt und die Einheit 128-130 so weit
verschoben wird, wie es der Antrieb der Abstimmvorrichtung gestattet, kommt die
einstellbare Begrenzungsschraube 248 zum Eingriff mit dem Schalterbetätigungsarm
250 für den Schalter 244, der auf einer Isolierplatte 253 an der Rahmenwand
montiert ist, und schließt ihn. Da der Schalter 242 schon geschlossen ist, wird
durch die Schalter 242 und 244, die hintereinander liegen, ein Stromkreis
geschlossen, durch den die Spule 220 mit Strom versorgt wird. Sie zieht ihren
Kern 222 ein und dadurch, wie aus F i g. 7 hervorgeht, den Arm
228 an sich. Der Arm 228 besteht aus einem Stück mit dem Arm 230.
Eine Bewegung des Armes 228 dreht jedoch nicht nur den aus dem gleichen Stück bestehenden
Arm 230 in der Darstellung in F i g. 7 gegen den Uhrzeigersinn um die Welle
210, sondern nimmt auch gleichzeitig den Arm 208 mit, da dieser zwischen
den beiden Teilen eingebettet, wenn auch nicht körperlich mit ihnen verbunden ist.
Sobald der Kern 222 ganz in das Solenoid hineingezogen ist, öffnet die Stellung
des Verbindungsgliedes 224 den Schalter 242 durch die Bewegung des Anschlages
255 und macht das Solenoid stromlos. Das Verbindungsglied 224 kann
dann durch die Feder 232 in der Darstellung in F i g. 7 wieder nach rechts
gezogen werden. Der Arm 208 wird in seiner äußersten Stellung links festgehalten,
da der Zapfen 214 in der runden Nut 218 der Einheit 128-130
liegt, die in die ganz gespannte Stellung bewegt ist. Die Einwegsperrklinkenverbindung
162-158 läßt diese Bewegung zu, aber das Getriebe bleibt durch die Sperre 198 gegen
Rücklauf blockiert. Die Hebeleinheit 228 und 230
jedoch wird im Uhrzeigersinn
um die Welle 210 zurückgezogen.
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Wenn zu der Zeit, da die Arme 228 und 230 zurückgezogen
werden, der Schalter 246 geschlossen ist, wird hierdurch die Notwendigkeit
angezeigt, die Abstimmittel nach dem niederfrequenten Ende des Frequenzbandes zurückzubringen.
Sobald dann der Schalter 242 seine normale geschlossene Stellung einnimmt,
wird ein zweiter Stromkreis geschlossen und die Solenoidspule 220 erhält
wieder Strom. Bei dem zweiten Hub wird jedoch keine Bewegung auf den Arm 208 übertragen,
da er schon die vollkommen gespannte Stellung eingenommen hat. Doch wird auf diesem
Hub die Platte 238 mitgenommen und in der Darstellung in F i g. 7 gegen den Uhrzeigersinn
um die Welle 210 bewegt. Diese Bewegung dreht die Kupplungsscheibe 116 durch
das Glied 134, bewegt die Abstimmvorrichtung nach dem niederfrequenten Ende des
Frequenzbandes und stellt auf diese Weise die Abstimmvorrichtung wieder zurück.
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Die Mittel, die diesen zweiten Hub bewirken und die Abstimmvorrichtung
in ihre Ausgangsstellung bringen, gehen am besten aus F i g. 7 hervor und bestehen
aus einer gezahnten Sperrklinke 252, die an der oberen Ecke des Armes
230 montiert ist. Diese Sperrklinke wird durch eine Feder 254 nach
unten gedrückt. Dieses Ende des Armes 230 geht unter einem Flansch
256 an der oberen Kante des drehbaren Armes 238 hin und her. Im ganzen
ist der Flansch voll, hat aber eine Öffnung 258, die am besten in F i g. 6 zu sehen
ist. In diese kann der Zahn 260 am oberen Ende der gezahnten Sperrklinke
252
hineingreifen,um die beiden Hebelarme 230 und 238 unter gewissen Umständen
zu gemeinsamer Bewegung miteinander zu verbinden. In F i g. 7 ist die Verriegelungsstellung
des Zahnes 260 in gestrichelten Umrissen dargestellt.
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Angenommen, das Solenoid hat seinen ersten Hub vollführt und den Arm
208 in seine vollständig gespannte Stellung gebracht, die in strichpunktierten
Linien in F i g. 7 angedeutet ist. Bei einer Rückkehr des Verbindungsgliedes
224 in seine äußerste rechte Stellung unter dem Einfluß der Feder 232 wird
dann
der Arm 230 in seine ursprüngliche Stellung zurückgebracht.
Während er sich bewegt, gleitet ein zweiter Zahn 262 unten an der Sperrklinke über
die Nockenfeder 216 und dreht die Sperrklinke 252 im Uhrzeigersinn um ihren Drehpunkt.
Erreicht die Sperrklinke einen Punkt in der Nähe der Öffnung 258 in dem Flansch
256, so gleitet die Sperrklinke durch diese Öffnung hindurch und wird in - ihr von
dem Ende der Nockenfeder 216 gehalten. Nach Schließen des zweiten Stromkreises
über den Schalter 246 erhält das Solenoid 220 wieder Strom, und das Verbindungsglied
224 wird nach links gezogen (F i g. 7). Diese Bewegung der beiden Arme
228-230 greift nun den Arm 238 an und bewegt über das Gestänge 134 die Abstimmittel
nach dem niederfrequenten Ende des Frequenzbandes. Wieder öffnet sich der Schalter
242, sobald der Anker 222 in das Solenoid hineingezogen worden ist,
und das Solenoid wird stromlos. Bei dem zweiten Rückhub aber sind beide Schalter
244 und 246 offen, und das Solenoid bleibt in Ruhe, bis entweder der Schalter
244 durch die Stellung des Armes 208 oder der Schalter 246
durch die Stellung des Armes 238 geschlossen wird.
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Die Schalter 244 und 246 sind beide auf der Isolierplatte
253 auf der Innenseite des Rahmens montiert und werden durch einstellbare Begrenzungsschrauben
248 und 251, die in F i g. 5 zu sehen sind, betätigt.
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Erreicht die Abstimmvorrichtung bei ihrer Bewegung das hochfrequente
Ende des Frequenzbandes und hat die Antriebsfeder 202 den Stromkreis über
den Schalter 244 zur Stromversorgung des Solenoids nicht geschlossen, so bewirkt
die Schließung des Schalters 246 selbst die Schließung eines Stromkreises zur Stromversorgung
des Solenoids 220. Die Stromversorgung des Solenoids hat zur Folge. daß zunächst
der drehbare Hebel 208 die Antriebsfeder 202 ohne Rücksicht auf ihre Zwischenstellung
spannt, so daß sie in die vollständig gespannte Stellung gelangt. Dann wird das
Solenoid durch Öffnen des mechanisch betätigten Schalters 242 stromlos, und das
Verbindungsglied 224 geht in seine rechte Stellung zurück und schließt dadurch den
Schalter wieder. Die Bewegung des Armes 208 hat jedoch den Schalter
246 nicht geöffnet, der noch geschlossen bleibt, und der Vorgang wird, damit
nun der Arm 238 und die Abstimmittel selbst bewegt werden, wiederholt. Wenn daher
die Antriebsfeder entspannt wird und dabei nur ihren Schalter 244 schließt, so genügt
ein Hub des Solenoids; wenn aber beide Schalter oder nur der Schalter 246 geschlossen
sind, so macht das Solenoid zwei Hübe, den ersten zum Spannen der Feder 202 und
den zweiten zum Bewegen der Abstimmittel an das niederfrequente Ende des Frequenzbandes.
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Nach F i g. 3 ist ein durch Federkraft normalerweise offengehaltener
Schalter 270 oben auf dem Rahmen montiert und kann durch eine Betätigungstaste 20
bedient werden. Dieser Schalter liegt elektrisch in Reihe mit dem Steuerrelais 194,
so daß das Relais Strom erhält, wenn der Schalter geschlossen wird, um die automatische
Abstimmung einzuleiten. Drückt man auf die Taste 20 und erhält das Relais
194 Strom, so hebt es die Sperre 198 (F i g. 5) aus den Zähnen 180
des Getriebes und Reglers. Die Feder 202 dreht dann den Hebel 208 um die Welle 210.
Dabei bewegt der Zapfen 214 an diesem Hebel die mit Gewinde versehene Einheit 128-130
in der Abstimmvorrichtung nach vorn. Durch die Zahnstange 130 treibt diese Bewegung
das Getriebe mit dem Regler mit einer gesteuerten Geschwindigkeit. Gleichzeitig
treibt der vordere, mit Gewinde versehene Teil 128 wie eine Zahnstange das
Zahnrad 108-110 an: Die Drehung des Zahnrades 108-110 treibt die Kupplungsscheibe
114 und durch die Kupplung die Abstimmittel. Ist auf eine Station abgestimmt, wird
das Steuerrelais 194 stromlos und läßt die Sperre 198 fallen, die in die Zähne
180 des Reglers eingreift, die Gewindeeinheit 128-130 gegen weitere
Bewegung blockiert und so die Abstimmvorrichtung auf die Station einrastet. Wird
die Gewindeeinheit 128-130 schnell in der entgegengesetzten Richtung bewegt, um
die Feder 202 zu spannen, so gestattet die Einwegkupplung in dem Getriebe 162,158,
daß der Hauptteil des Getriebes stehenbleibt, während die Gewindeeinheit in die
gespannte Stellung bewegt wird.
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Will man die Vorwahldrucktasten 6 benutzen, so braucht man nur den
entsprechenden Knopf einzudrücken. Die Einwärtsbewegung der Drucktaste verursacht
zunächst eine Drehung der Kupplungsbetätigungsstange 78. Diese Drehung schwenkt
den Betätigungshebel 98, wodurch die Feder 90 zusammengedrückt, die Kupplung gelöst
und sofort sowohl die Handabstimmung als auch die automatische Abstimmung von den
Abstimmitteln abgeschaltet wird. Die weitere Betätigung des Schiebers bringt den
eingestellten Nocken 74 zum Eingriff mit den einander gegenüberliegenden Stangen
54 und 56 der Einrückeinrichtung, so daß die Abstimmvorrichtung einrastet.
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Wenn man schließlich die Abstimmvorrichtung von Hand in irgendeine
Stellung bringen will, so erreicht man dies einfach durch Drehen an dem Knopf
124.
Dieser Knopf treibt die Welle 126, auf der die Gewindeeinheit 128-130
montiert ist und dreht diese Einheit. Da jedoch der hintere Gewindeteil
130 keine Steigung hat, kann sich die Gewindeeinheit drehen, ohne daß sie
das Zahnrad 154 des Getriebes bewegt, welches durch die Sperre 198 blockiert ist.
Gleichzeitig bewirkt die Drehung, daß der Schneckenteil 128 das Zahnrad 108-110
antreibt und über die Kupplung die Abstimmittel in jede gewünschte Stellung bringt.
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Man kann diese Abstimmvorrichtung also entweder von Hand oder durch
Drucktasten auf bestimmte Stationen oder automatisch einstellen. Die Vorrichtung
ist so vereinfacht, daß nur ein einziges kleines Solenoid verwendet wird, das entweder
die Antriebsmittel für den automatischen Stationssucher neu spannt oder die Abstimmittel
in die Endstellung bringt.