DE1254441B - Staubgasfilter mit in Reihen angeordneten, mit koernigem Filtermaterial gefuellten Filterkaesten - Google Patents
Staubgasfilter mit in Reihen angeordneten, mit koernigem Filtermaterial gefuellten FilterkaestenInfo
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-
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Description
FM η ρ R ι» K'pyBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
BOId
Deutsche KI.:. 50 e - 4/01
Nummer: 1254441
Aktenzeichen: L 45473III/50 e
Anmeldetag: 27. Juli 1963
Auslegetag: 16. November 1967
Die Erfindung bezieht sich auf ein Staubgasfilter mit einer oder mehreren Gehäusekammern und darin
nebeneinander angeordneten schmalen, hochkant gestellten Filterkästen mit gasdurchlässigen Böden und
Füllungen aus körnigem Filtermaterial, die von oben nach unten vom Staubgas und periodisch zum Abreinigen
des Filtermaterials in umgekehrter Richtung von einem Spülstrom (Reingas oder Außenluft)
durchströmt werden, wobei nach der Hauptpatentanmeldung die gasdurchlässigen Böden aller Filterkästen
mittels je eines Gasleitungsschuhes an in der einen Kammerwand vorgesehene parallele Schlitze
angeschlossen und durch diese Schlitze mit einem außerhalb der Kammerwand horizontal angeordneten
Reingaskanal verbunden sind, in dem in bekannter Weise eine hin- und zurücklaufende Spülgasdüse die
Schlitze einzeln nacheinander überdeckt.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die maximale Staubgasdurchsatzmenge bei einem Staubgasfilter
nach der Hauptpatentanmeldung zu vergrößern, aber trotzdem die räumlichen Abmessungen,
insbesondere die Höhe der Filtergehäuse möglichst beizubehalten.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß bei dem eingangs erwähnten Staubgasfilter
in der Filterkammer in bekannter Weise mehrere Reihen von Filterkästen übereinander angeordnet
sind und dabei die jeweils vertikal fluchtenden Kästen der Reihen mittels ihrer Gasleitungsschuhe
an einen vertikalen Schacht angeschlossen sind, der seinerseits über einen zugehörigen Schlitz in der
Filterkammer mit dem Reingaskanal verbunden ist. Diese Anordnungsweise ermöglicht den Einbau einer
größeren Anzahl niedrigerer, hochkant stehender schmaler Filterkästen mit auf entsprechend geringere
Höhe begrenzter körniger Filtermaterialschicht, so daß der Staubgasstrom in eine entsprechend größere
Zahl von Zweigströmen unterteilt und damit die Durchsatzmenge erhöht wird, ohne daß größere Bauhöhen
für das Filterkammergehäuse erforderlich werden, da die Höhe der Filterkästen mit ihren Gasleitungsschuhen
verhältnismäßig klein gehalten werden kann.
Es ist zwar bekannt, in Luftfiltergehäusen übereinander und nebeneinander in Reihen Filterpatronen
anzuordnen, die durch verschließbare seitliche Gehäusewanddurchbrechungen in das Gehäuse einschiebbar
und herausziehbar sind und nach Sättigung mit Staub ausgewechselt werden müssen. Auch bei
Filtern der Taschenfilterbauart ist die Anordnung mehrerer Reihen übereinander von seitwärts durchströmten,
aus steifen Rahmen mit aufgespannten
Staubgasfilter mit in Reihen angeordneten,
mit körnigem Filtermaterial
gefüllten Filterkästen
mit körnigem Filtermaterial
gefüllten Filterkästen
Zusatz zur Anmeldung: L 43236III/50 e—
Auslegeschrift 1 241 243
Auslegeschrift 1 241 243
Anmelder:
Alice Lühr, geb. Gerken,
Stadthagen, Pastor-Walzberg-Str. 10
Als Erfinder benannt:
Heinrich Lühr, Stadthagen
Heinrich Lühr, Stadthagen
ao Filtertuchbeuteln bestehenden Taschen bekannt. Demgegenüber handelt es sich bei der Erfindung um
ein Staubgasfilter mit Filterkästen, deren lose eingefüllte Schüttschicht aus körnigem Filtermaterial
von oben nach unten mit Staubgas beaufschlagt wird, wobei dieses Filtermaterial periodisch in den übereinanderliegenden
Kästen im Gegenstrom von Spülgas durchströmt wird, so daß es aufgewirbelt und dabei von anhaftendem Staub befreit wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun an Hand der Zeichnung näher erläutert, und zwar zeigt
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun an Hand der Zeichnung näher erläutert, und zwar zeigt
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch eine Filtergehäusekammer
mit dem Reingaskanal und der Filterkastenanordnung nach der Erfindung,
Fig. 2 einen vertikalen Längsschlitz nach der
Linie H-II der F i g. 1.
Wie bei der Ausführungsform nach der Hauptpatentanmeldung besteht die Filteranlage aus einer
oder mehreren, zweckmäßigerweise nebeneinander angeordneten Filterkammern. Das Staubgas wird der
Kammer 1 in üblicher Weise über einen Einlaßrauro 2 mit Stutzen 3 von oben her zugeführt; jedoch
ist auch eine seitliche Zufuhr möglich. Die eine vertikale Kammerwand la ist mit einer waagerechten
Reihe von vertikalen Schlitzen 4 versehen, die mit einem außenliegenden Reingaskanal 5 in Verbindung
stehen, an den ein Staubgassauglüfter am Stutzen 6 angeschlossen wird. In dem Reingaskanal 5 wandert
eine Spülgasschlitzdüse 7 waagerecht hin und zurück und überdeckt dabei nacheinander die Schlitze 4.
Diese Spülgasdüse 7 ist mit einem Spülgasgebläse 8 verbunden, von dem Spülgas bzw. Spülluft zum Ab-
709 688/92
reinigen des Filtermaterials über die Düse 7 und die Schlitze 4 im Gegenstrom zur Staubgasströmung
(s. die gestrichelten Stromrichtungspfeile in Fig. 1) durch die Filterkästen 9 geblasen wird. Diese starren
Filterkästen 9 sind oben offen; sie haben einen schmalen, hochkant gestellten Kastenrahmen mit
einem gasdurchlässigen Zwischenboden 16 und eine Füllung 17 aus körnigem Filtermaterial. Unterhalb
des gasdurchlässigen Bodens 16 bildet der Kastenrahmen einen Gasleitungsschuh 11 mit gasdichter,
zur Reingasausströmseite hin abwärts geneigter Sohle 12. Auf den oberen Kastenrand kann ein siebartiger
Deckel 15 aufgesetzt sein. Das auf den Zwischenboden 16 aufgeschüttete Filtermaterial 17, z.B. Sand,
Kieselgur od. dgl., füllt den Kasten nicht ganz bis zum oberen Rand.
Niedrige Filterkästen 9 der beschriebenen Art sind nun gemäß der Erfindung zu mehreren fluchtend
übereinander und in horizontalen Reihen mit Abständen nebeneinander in der Kammer 1 angeordnet,
und die jeweils übereinanderliegenden Filterkästen sind reingasseitig mittels ihrer Gasleitungsschuhe
11 über öffnungen 14 an je einen vertikalen Schacht 25 angeschlossen, der seinerseits durch einen
der Schlitze 4 der Kammerwand la mit dem Reingaskanal 5 in offener Verbindung steht.
Das Staubgas strömt von oben nach unten durch das Filtermaterial 17 aller Filterkästen 9 und gelangt
gereinigt über die Gasleitungsschuhe 11 und die parallelen vertikalen Schächte 25 in den Reingaskanal 5,
aus dem es durch den angeschlossenen Lüfter abgesaugt wird.
Zum Abreinigen des mit Staub beladenen Filtermaterials 17 wird mittels des Gebläses 8 und der hin-
und zurückwandernden Spülgasdüse 7 Spülgas bzw. Spülluft nacheinander den einzelnen vertikalen
Schächten 25 zugeführt, das bzw, die dann durch die Gasleitungsschuhe Il von unten nach oben durch
das körnige Filtermaterial 17 strömt, dieses Filtermaterial aufwirbelt und dabei den Staub von den
Körnern löst. Die mit Staub beladene Spülluft tritt oben aus den Filterkästen 9 aus und läßt dann den
Staub neben den Kästen nach unten in einen Sammeltrichter 18 unterhalb der Filterkammer 1 absinken,
aus dem er in bekannter Weise entnommen wird.
Um das Absinken des Stäubes bei der Abreinigung des Filtermaterials zu begünstigen und auch
schon eine teilweise Grobstaubabscheidung aus dem Staubgas zu erreichen, können die obersten Filterkästen
von Leithauben 26 überdeckt sein, die sämtlich einseitig auf der gleichen Rahmenseite aller
oberen Filterkästen aufsitzen, die offene Kastenfläche bogenförmig überwölben und dann zwischen je zwei
benachbarten Filterkästen frei nach unten gerichtet sind. Infolgedessen muß das Staubgas zu den obersten
Filterkästen um die frei abwärts gerichteten Kanten der Leithauben 26 in scharfer Krümmung herumströmen.
In dieser Strömungsumlenkung wird der Grobstaub ausgeschieden und sinkt nach unten.
Durch die Leithauben 26 wird auch beim Spülen bzw. Abreinigen des Filtermaterials die mit Staub
beladene Spülluft nach unten abgelenkt, so daß sich der Staub aus dieser ebenfalls nach unten absetzen
kann. Bei den Filterkästen unterhalb der oberen Reihe können auf nur einer Seite Leitflächen 27 vorgesehen
werden, die ebenfalls die Abscheidung von Grobstaub aus dem Staubgas und die Ablenkung der
mit Staub beladenen Spülluft nach unten begünstigen. Die Anordnung dieser Leithauben 26 und
Leitflächen 27 gehört nicht zur geschützten Erfindung.
Claims (1)
- Patentanspruch:Staubgasfilter mit einer oder mehreren Gehäusekammern und darin nebeneinander angeordneten schmalen, hochkant gestellten Filterkästen mit gasdurchlässigen Böden und Füllungen aus körnigem Filtermaterial, die von oben nach unten vom Stäubgas und periodisch zum Abreinigen des Filtermaterials in umgekehrter Richtung von einem Spülstrom (Reingas oder Außenluft) durchströmt werden, wobei nach Patentanmeldung L 43236 III/5Oe (deutsche Auslegeschrift 1241243) die gasdurchlässigen Böden aller Filterkästen mittels je eines Gasleitungsschuhes an in der einen Kammerwand vorgesehene parallele Schlitze angeschlossen und durch diese Schlitze mit einem außerhalb der Kammerwand horizontal angeordneten Reingaskanal verbunden sind, in dem in bekannter Weise eine hin- und zurücklaufende Spülgasdüse die Schlitze einzeln nacheinander überdeckt, dadurch gekennzeichnet, daß in der Filterkammer (1) in bekannter Weise mehrere Reihen von Filterkästen (9) übereinander angeordnet sind und dabei die jeweils vertikal fluchtenden Kästen der Reihen mittels ihrer Gasleitungsschuhe (11) an einen vertikalen Schacht (25) angeschlossen sind, der seinerseits über einen zugehörigen Schlitz (4) in der Filterkammerwand (Iß) mit dem Reingaskanal (5) verbunden ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 849 115;
französische Patentschrift Nr. 796 074.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen709 688/92 11.67 © Bundesdruckerei Berlin
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| DE1849115U (de) * | 1961-11-10 | 1962-03-29 | Concordia Elek Zitaets Ag | Luftfiltergehaeuse, insbesondere fuer kerntechnische zwecke. |
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