DE1254051B - Kunststoffpatrone - Google Patents
KunststoffpatroneInfo
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- DE1254051B DE1254051B DEJ26757A DEJ0026757A DE1254051B DE 1254051 B DE1254051 B DE 1254051B DE J26757 A DEJ26757 A DE J26757A DE J0026757 A DEJ0026757 A DE J0026757A DE 1254051 B DE1254051 B DE 1254051B
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- case
- predetermined breaking
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- Pending
Links
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B5/00—Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
- F42B5/02—Cartridges, i.e. cases with charge and missile
- F42B5/067—Mounting or locking missiles in cartridge cases
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Closures For Containers (AREA)
Description
- Kunststoffpatrone Die Erfindung bezieht sich auf eine Kunststoffpatrone, die zwischen Hülse und Geschoß eine Sollbruchstelle aufweist.
- Kunststoffpatronen der vorgenannten Art finden als Zielübungsmunition Verwendung, bei der Patronenhülse und Geschoß aus einem Stück gefertigt sind und zwischen Geschoß und Patronenhülse, etwa im Bereich des Geschoßbodens, eine Sollbruchstelle in Gestalt einer Ringnut am Ende des Hülsenhalses angeordnet ist. Beim Abfeuern der Patrone reißt das Geschoß infolge Beaufschlagung seines Bodens im Bereich der Sollbruchstelle vom Hülsenhals ab und soll nach dem Austritt aus dem Waffenlauf auf eine verkürzte Flugbahn gelangen. Unbefriedigend ist bei dieser Patronenausführung einerseits die Geschoßabdichtung im Waffenlauf, andererseits die Schwächung der Patrone im Bereich der Sollbruchstelle. Dies kann insbesondere bei automatischen Waffen wegen der bei der Patronenzuführung aufti7ete@iden Beanspruchungen zu einem unerwünschten Abreißen des Geschosses von der Patronenhülse führen. Störungen im Zuführmechanismus der Waffe sind die Folgen. Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, diese Nachteile der bekannten Patronenausführung zu beseitigen.
- Dies wird dadurch erreicht. daß die Sollbruchstelle in der konischen, eine Schulter bildenden übergangsstelle vom Außenmantel der Patronenhülse zur verdickten Nachbildung des Hülsenhalses bzw. zum Hinterteil der Geschoßhülle eines Zerfallgeschosses liegt, wobei die Geschoßhülle in bekannter Weise mit Metallpulver oder Metallpulverpreßlingen gefüllt und mit einem Vorderteil durch Kleben oder Reibschweißen verschlossen ist.
- Dadurch, daß nach dem Vorschlag der Erfindung die Sollbruchstelle in der eine konische Schulter bildenden Übergangsstelle vom Außenmantel der Patronenhülse zum Hülsenhals liegt, besitzt das Geschoß nach dem Abreißen von der Patronenhülse im Bereich der Sollbruchstelle eine über den Geschoßboden nach hinten vorstehende Dichtungsmanschette, die infolge Gasdruckbeaufschlagung gegen die Laufwandungen eines Waffenlaufes gepreßt ist und so eine einwandfreie Geschoßabdichtung gewährleistet. Darüber hinaus vermag die vorgeschlagene Patronenausführung wesentlich größere Beanspruchungen als bekannte Patronen dieser Art zu ertragen, da die Sollbruchstelle in einem gegenüber dem Geschoßkaliber vergrößerten Durchmesserbereich angeordnet ist.
- Als besonders zweckmäßig hat sich die vorgeschlagene Patronenausführung in Verbindung mit einem Zerfallgeschoß erwiesen, da gegenüber bisherigen Zerfallgeschoßausführungen wenigstens eine Klebestelle eingespart werden kann.
- Im folgenden soll die Erfindung an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher beschrieben werden.
- Die Übungspatrone besteht aus einer Patronenhülse 1 und - damit verbunden - aus dem Hinterteil 2 einer Zerfallgeschoßhülle. Das Vorderteil 3 der Zerfallgeschoßhülle wird an der Verbindungsstelle 4 durch Kleben oder Reibschweißen mit dem Hinterteil 2 verbunden. Die zweiteilige Geschoßhülle kann z. B. mit Metall- bzw. Eisenpulverpreßlingen 5 gefüllt sein. Als Boden der Patronenhülse ist ein Metallkörper 6 eingesetzt. In der Schulter 7 der Patronenhülse 1 ist eine Sollbruchstelle 8 eingearbeitet, an der sich nach Einleitung des Verbrennungsvorganges das Geschoß von der Hülse trennt. Hülse und Geschoßhülle bestehen aus einem geeigneten Kunststoff, z. B. Polyäthylen, der die nötige Zähigkeit besitzt, so daß beim Laden das entstehende Biegungsmoment an der Sollbruchstelle nicht wirksam wird, d. h. das Geschoß von der Patronenhülse nicht abbricht, im Lauf die entsprechende Festigkeit besitzt, so daß der Kunststoff beim Durchgang durch den Lauf nicht zerreibt, aber beim Verlassen des Laufes zerfällt.
- Oberhalb der Sollbruchstelle 8 hat die Geschoßhülle eine ringförmige Verdickung 9, die als Führungsring dient; darunter sitzt der Geschoßboden 10, der als Versteifung für den Führungsring mit dient und eine genügende Stärke hat.
- In der zweiteiligen Geschoßhülle sind beispielsweise Pulverpreßlinge eingebracht. Zwischen dem Geschoßboden und der Sollbruchstelte ist ein geringer Zwischenraum, in den beispielsweise Filz-, Schaumstoffe od. dgl. eingelegt werden können.
- Bei der Bewegung des Geschosses durch den Lauf legt sich der Schulterkragenrest oberhalb der Sollbruchstelle eng an die Züge bzw. Felder an, so daß eine Abdichtung gegeben ist. Nach dem Verlassen des Laufes zerfällt das Geschoß in der üblichen Weise. Der Geschoßboden kann auch leicht in bekannter Weise nach unten gewölbt sein; er würde in diesem Fall zu Beginn der verdickten Stelle an der Geschoßhülle liegen.
Claims (1)
- Patentanspruch: Kunststoffpatrone, die zwischen Hülse und Geschoß eine Sollbruchstelle aufweist, d a -durch gekennzeichnet, daß die Sollbruchstelle (8) in der konischen eine Schulter bildenden übergangsstelle (7) vom Außenmantel der Hülse zur verdickten Nachbildung des Hülsenhalses (9) bzw. zum Hinterteil (2) der Geschoßhülle eines Zerfallgeschosses liegt, wobei die Geschoßhülle in bekannter Weise mit Metallpulverpreßlingen (5) gefüllt und mit einem Vorderteil (3) durch Kleben oder Reibschweißen verschlossen ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 1146 785, 1 189 890.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEJ26757A DE1254051B (de) | 1964-10-24 | 1964-10-24 | Kunststoffpatrone |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEJ26757A DE1254051B (de) | 1964-10-24 | 1964-10-24 | Kunststoffpatrone |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1254051B true DE1254051B (de) | 1967-11-09 |
Family
ID=7202743
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEJ26757A Pending DE1254051B (de) | 1964-10-24 | 1964-10-24 | Kunststoffpatrone |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1254051B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP4522935A4 (de) * | 2022-05-11 | 2025-08-20 | Imi Systems Ltd | Integrierte munitionskartusche |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1146785B (de) | 1960-04-16 | 1963-04-04 | Dynamit Nobel Ag | Zieluebungsmunition aus thermoplastischem Kunststoff |
| DE1189890B (de) | 1962-03-17 | 1965-03-25 | Karlsruhe Augsburg Iweka | Manoeverpatronen-Zerfallgeschoss |
-
1964
- 1964-10-24 DE DEJ26757A patent/DE1254051B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1146785B (de) | 1960-04-16 | 1963-04-04 | Dynamit Nobel Ag | Zieluebungsmunition aus thermoplastischem Kunststoff |
| DE1189890B (de) | 1962-03-17 | 1965-03-25 | Karlsruhe Augsburg Iweka | Manoeverpatronen-Zerfallgeschoss |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP4522935A4 (de) * | 2022-05-11 | 2025-08-20 | Imi Systems Ltd | Integrierte munitionskartusche |
| US12442624B2 (en) | 2022-05-11 | 2025-10-14 | Imi Systems Ltd. | Integrated ammunition cartridge |
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