DE1251971B - - Google Patents
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Classifications
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- G—PHYSICS
- G02—OPTICS
- G02B—OPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
- G02B13/00—Optical objectives specially designed for the purposes specified below
- G02B13/02—Telephoto objectives, i.e. systems of the type + - in which the distance from the front vertex to the image plane is less than the equivalent focal length
Landscapes
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Description
DeutscheKl.: 42 h-4/10
AUSLEGESCHRIFT
Nummer: 1 251 971
Aktenzeichen: V 21132IX a/42h
1251 9 T 1 Anmeldetag: 7. August 1961;
Auslegetag: 12. Oktober 1967
Die Erfindung erstreckt sich auf ein 51insiges, 4gliedriges Tele-Objektiv mit einem Öffnungsverhältnis
von mindestens 1: 4 und einer Brennweite, deren Wert mindestens das 4fache der auszuzeichnenden
Formatdiagonale beträgt. Das Objektiv setzt sich aus einem auf Seite der längeren Strahlungsweite stehenden
positiven und einem auf Seite der kürzeren Strahlungsweite stehenden negativen Systemhauptteil
zusammen und besitzt eine Endschnittweite, die kleiner ist als 27% der Gesamtbrennweite, wobei
die beiden Systemhauptteile durch einen großen Luftabstand voneinander getrennt sind. Der positive
Systemhauptteil besteht aus zwei positiven Menisken, die beide ihre Wölbung dem Objekt zukehren, wobei
der als Frontlinse stehende Meniskus eine Einzellinse darstellt, während der zweite als Kittglied ausgebildete
Meniskus sich aus einer bikonvexen Sammellinse und einer bikonkaven Zerstreuungslinse
zusammensetzt. Der nach großem Luftabstand folgende negative Systemhauptteil besteht aus zwei
Einzellinsen und ist so aufgebaut, daß ein negativer Meniskus seine Wölbung einer bikonvexen Sammellinse
zuwendet, die als letztes Glied das System auf Seite der kürzeren Strahlungsweite abschließt.
Langbrennweitige Tele-Objektive, bei denen sich wie üblich die Aperturblende zwischen den beiden
Systemhauptteilen befindet, sind hinsichtlich der Anpassung an die Kamera der Kleinbildphotographie in
ihren baulichen Ausmaßen besonders stark eingeengt. So müssen z. B. Tele-Objektive, deren Brennweite
das 4fache der Formatdiagonale übertrifft, im Verhältnis zu ihrer Brennweite eine besonders kurze
Schnittweite aufweisen, um störende Vignettierungen an der Kamera zu vermeiden.
Man fordert allgemein gerade von langbrennweitigen Tele-Objektiven, daß sie aus wirtschaftlichen
Gründen und der Handlichkeit wegen einen möglichst einfachen Aufbau besitzen. Bekannte 41insige
Tele-Objektive mit der erwähnten langen Brennweite bestehen meist aus einem zweiünsigen positiven
Vorderglied und einem zweilinsigen negativen Hinterglied, die durch einen großen Luftabstand voneinander
getrennt sind, wobei jedes Glied eine Sammellinse und eine Zerstreuungslinse enthält. Derartigen
Systemen müssen aber bei einem Öffnungsverhältnis 1: 4 irgendwelche Zugeständnisse hinsichtlich
ihrer Leistung zugebilligt werden, so daß vor allem die sphärische Aberration und die Koma nicht befriedigende
Restfehler aufweisen. Wie die Bildfehleranalysen nach Seidel ergeben, liegt der Grund für
die ungenügende Korrektur der besagten Abbildungsfehler hauptsächlich an den einzelnen Krümmungs-
Photographisches Tele-Objektiv
Anmelder:
Anmelder:
VEB Feinoptisches Werk Görlitz,
Görlitz, Fichtestr. 2
Görlitz, Fichtestr. 2
Als Erfinder benannt:
Hubert Ulbrich, Görlitz
Hubert Ulbrich, Görlitz
flächen des Vordergliedes. Durch Aufspalten und Brechkraftverteilung der Sammellinse des positiven
Vordergliedes lassen sich die sphärischen und komatischen Abbildungsfehler erheblich verbessern, wobei
die Aufteilung sinnvoll so erfolgt, daß ein als Frontlinse stehender positiver Meniskus seine Hohlseite
der Wölbung eines zweiten Meniskus zukehrt, der sich aus einer bikonvexen Sammellinse und einer
bikonkaven Zerstreuungslinse zusammensetzt. Der astigmatischen Korrektur wegen besteht das negative
Hinterglied zweckmäßig aus zwei Einzellinsen, und zwar aus einem negativen Meniskus, der seine Hohlseite
der Blende zuwendet, und aus einer bikonvexen Sammellinse, die das System auf Seite der kürzeren
Strahlungsweite abschließt.
Tele-Objektive, die diesen Slinsigen Aufbau aufweisen, sind mit einer Brennweite bekannt, die ungefähr
das 2- bis Sfache der Formatdiagonale beträgt, wobei die Schnittweite allgemein größer ist als 30%
der Objektivbrennweite. Es sind auch Tele-Objektive bekannt, die neben der kurzen Schnittweite eine
äußerst kleine Austrittspupille aufweisen müssen, um an Kleinbildkameras mit Hinterlinsenzentralver-Schluß
verwendet werden zu können. Einige dieser Tele-Objektive besitzen Brennweiten, deren Wert das
4fache der Formatdiagonale erreicht oder übertrifft, aber das Öffnungsverhältnis kann nicht über 1:4,5
gesteigert werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für Kleinbildkameras ein Tele-Objektiv mit einem Öffnungsverhältnis
von wenigstens 1: 4 und einer Brennweite j, die mindestens das 4fache der Formatdiagonale beträgt, zu schaffen. Hierbei wird für das
System eine Schnittweite s' gefordert, die zwischen 24 und 27% der Brennweite liegt, um auch bei
näheren Entfernungseinstellungen keine störenden Vignettierungen durch die Kamera auftreten zu
lassen.
Diese in der Aufgabenstellung enthaltenen Forderungen werden durch das gemäß der Erfindung
aufgebaute System erfüllt.
709 677/169
3 4
F i g. 1 und die Quotentabelle charakterisieren das gemessenen Luftabstände zwischen den Linsen,
erfindungsgemäße Objektiv für eine Brennweite von η die auf die rf-Linie des Heliumspektrums (λ =
100 mm. Hierbei bedeutet L die Glaslinsen, r die 587,6 nm) bezogenen Brechzahlen der Glasarten
Radien der Linsenkrümmungsflächen, d die Mitten- und ν die für die Farbzerstreuung maßgebenden
dicken der Glaslinsen, / die auf der optischen Achse 5 Abbeschen Zahlen:
Öffnungsverhältnis 1:4 / = 100 s' = 25,28
dt = 2,48 η = 1,61484 ν = 51,1
Z1 = 0,25
Z1 = 0,25
d2 = 5,47 η = 1,61375 ν = 56,3
ds = 1,99 η = 1,71736 ν = 29,5
= 42,50
= 42,50
di = 1,59 η = 1,63854 ν = 55,5
Ia= 0,55
Ia= 0,55
d5 = 1,83 η = 1,69895 ν = 30,1
d =56,66
d =56,66
| rI = | + 62,25 |
| ΙΌ_ = | + 152,25 |
| r* = | + 28,82 |
| Γ4 = | -167,35 |
| h = | + 50,14 |
| rH = | -16,67 |
| rI = | -81,91 |
| 'β = | + 60,55 |
| r9 = | -141,60 |
Um einerseits die optische Baulänge klein zu halten, andererseits um aus Korrekturgründen die
Brechkräfte der beiden Systemhauptteile nicht allzusehr anzuspannen, sind diese Brechkräfte der beiden
Systemhauptteile in ihren absoluten Werten einander angepaßt, wobei keiner dieser Werte sich über das
Doppelte der Gesamtsystembrechkraft erhebt.
Unter Berücksichtigung der geforderten Schnittweite resultiert hieraus ein axialer Luftabstand I2
zwischen den beiden Systemhauptteilen, der zwischen einem Drittel und der Hälfte der Objektivbrennweite/
liegt. Zur besseren Korrektur der Bildfeldwölbung und des Astigmatismus ist die auf Seite der
kürzeren Strahlungsweite an letzter Stelle stehende bikonvexe Sammellinse so ausgebildet, daß der
Radius r9 der der Bildebene zugekehrten Krümmungsfläche mindestens doppelt so groß ist wie der
Radius r8 der dem Systeminneren zugewandten Krümmungsfläche, der wiederum zwei Drittel der
Objektivbrennweite nicht überschreitet.
Untersuchungen haben gezeigt, daß es bei diesem Optikaufbau zweckmäßig ist, nur Glasarten zu verwenden,
deren Brechzahlen jeweils größer sind als 1,6. Die Restfehler der sphärischen Abberation und
der Koma können vor allem dann in engen Grenzen gehalten werden, wenn im vorderen Systemhauptteil
der Radius T1 der dem Objekt zugewölbten Krümmungsfläche
des als Frontlinse stehenden ersten Meniskus größer ist als 0,6 / und mindestens doppelt
so groß wie der Radius r3 der dem Objekt zugewölbten Krümmungsfläche des als Kittglied ausgebildeten
zweiten Meniskus, während der Radius r5 der dem Blendenraum mit seiner Hohlseite zugekehrten
Krümmungsfläche eben dieses als Kittglied ausgebildeten Meniskus einen Wert zwischen 0,45 /
und 0,55 / aufweist.
Das entsprechend der Erfindung aufgebaute Objektiv mit einer Brennweite von 100 mm und einem
Bildwinkel von 12° weist bei der trigonometrischen Durchrechnung nur noch Abbildungsfehler in folgenden
Größen auf: Die Restfehler der Bildfeldwölbung und des Astigmatismus sind kleiner als
0,05, der Farbquerfehler ist geringer als 0,01, und die Verzeichnung liegt unter 1 % 0. F i g. 2 zeigt
die sphärische Abberation für die J-Linie des Heliumspektrums bei einer Öffnung 1: 4, und F i g. 3
sowie 4 veranschaulichen die in der Bildebene ermittelten Restfehler der Querkoma.
In der nachstehenden Tabelle sind die einzelnen Flächenteilkoeffizienten sowie ihre Summe nach den
Seideischen Bildfehleranalysen angegeben, und zwar betreffen die Zahlen in der Spalte H den Öffnungsfehler,
in der Spalte C die Koma, in der Spalte A den Astigmatismus, in der Spalte P die Petzval-Wölbung,
in der Spalte S die sagittale Bildfeldwölbung, in der Spalte M die meridionale Bildfeldwölbung,
in der Spalte W die mittlere Bildfeldwölbung und in der Spalte D die Verzeichnung.
| Fläche | H | C | A | P | S | M | W | D |
| 1 | + 0,977 | + 0,237 | + 0,058 | + 0,612 | + 0,669 | + 0,784 | +0,727 | + 0,162 |
| 2 | + 0,001 | + 0,012 | + 0,206 | -0,250 | -0,044 | + 0,367 | + 0,162 | -0,775 |
| 3 | + 3,450 | -0,004 | + 0,000 | + 1,320 | + 1,320 | + 1,320 | + 1,320 | -0,002 |
| 4 | -1,562 | + 0,999 | -0,638 | -0,022 | -0,661 | -1,937 | -1,299 | + 0,422 |
| 5 | + 0,045 | + 0,149 | + 0,489 ' | -0,833 | -0,344 | + 0,634 | + 0,145 | -1,128 |
| 6 | -3,063 | -0,887 | -0,257 | -2,338 | -2,595 | -3,109 | -2,852 | -0,752 |
| 7 | + 0,093 | -0,237 | + 0,601 | + 0,476 | + 1,077 | + 2,280 | + 1,679 | -2,738 |
| 8 | -0,001 | + 0,035 | -0,901 | + 0,679 | -0,222 | -2,024 | -1,123 | + 5,660 |
| 9 | + 0,245 | -0,356 | + 0,517 | +0,291 , | + 0,808 | + 1,842 | + 1,325 | -1,174 |
| Σ | + 0,185 | -0,052 | + 0,075 | -0,065 | + 0,008 | + 0,157 | + 0,084 | -0,325 |
Claims (1)
- Patentanspruch:51insiges, 4gliedriges Tele-Objektiv mit einer relativen Öffnung von mindestens 1: 4, mit einer Brennweite, deren Wert mehr als das 4fache der auszuzeichnenden Bildformatdiagonale beträgt, und mit einer Objektivschnittweite, die kleiner ist als 27°/o der Systembrennweite, das nur Glasarten mit jeweiligen Brechzahlen größer als 1,6 enthält und das sich aus einem auf Seite der längeren Strahlungsweite stehenden positiven und einem nach großem Luftabstand folgenden, auf Seite der kürzeren Strahlungsweite stehenden negativen Systemhauptteil zusammensetzt, von denen der positive Systemhauptteil aus zwei positiven Menisken gebildet wird, die ihre Wölbung dem Objekt zukehren, wobei der als Front-15 linse stehende Meniskus aus einer Einzellinse besteht und der zweite Meniskus ein Kittglied aus einer bikonvexen Sammellinse und einer bikonkaven Zerstreuungslinse darstellt, während der negative Systemhauptteil sich aus zwei Einzellinsen zusammensetzt, wobei ein negativer Meniskus seine Wölbung einer bikonvexen Sammellinse zukehrt, die als letztes Glied das System auf Seite der kürzeren Strahlungsweite abschließt, gekennzeichnet durch folgende, auf eine Brennweite von 100 mm bezogene Konstruktionsmerkmale, wobei die einzelnen Flächenbrechkräfte (Δ n/r) um einen Betrag bis zu + 0,3// und die Mittendicken (d) der Linsen sowie die Luftabstände (Z) der Linsenscheitel um einen Betrag bis zu + 0,03 ■ / von den angegebenen Zahlen abweichen können:Öffnungsverhältnis 1:4 / = 100 s' = 25,28T1= +62,25 r2 = +152,25 rt— +28,82 r4 - -167,35 rs= +50,14 r6 = -16,67 r7= -81,91 r8= +60,55 r9 = -141,60h =2,48 0,25 5,47 1,99 42,50 1,59 0,55 1,83η :1,61484 ν = 51,11,61375
1,717361,638541,69895ν = 56,3
ν = 29,5ν = 55,5ν = 30,12 d = 56,66In Betracht gezogene Druckschriften:Britische Patentschrift Nr. 697 366;französische Patentschrift Nr. 1180 843, 1162 811, 1268 507 (Fig. 3);Michel, Die wissenschaftliche und angewandte Photographie, Bd. 1, 1955; Flügge, Das fotografische Objektiv, S. 187 bis 190.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen709 677/169 10. 67 © Bundesdruckerei Berlin
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1251971B true DE1251971B (de) | 1967-10-12 |
Family
ID=605112
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1251971D Pending DE1251971B (de) |
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|---|---|
| DE (1) | DE1251971B (de) |
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