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DE1116427B - Objektiv mit veraenderlicher Brennweite - Google Patents

Objektiv mit veraenderlicher Brennweite

Info

Publication number
DE1116427B
DE1116427B DEB51085A DEB0051085A DE1116427B DE 1116427 B DE1116427 B DE 1116427B DE B51085 A DEB51085 A DE B51085A DE B0051085 A DEB0051085 A DE B0051085A DE 1116427 B DE1116427 B DE 1116427B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lens
focal length
lens group
dbc
air gaps
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB51085A
Other languages
English (en)
Inventor
Frank Gerhardt Back
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FRANK GERHARDT BACK
Original Assignee
FRANK GERHARDT BACK
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FRANK GERHARDT BACK filed Critical FRANK GERHARDT BACK
Publication of DE1116427B publication Critical patent/DE1116427B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B15/00Optical objectives with means for varying the magnification
    • G02B15/14Optical objectives with means for varying the magnification by axial movement of one or more lenses or groups of lenses relative to the image plane for continuously varying the equivalent focal length of the objective
    • G02B15/143Optical objectives with means for varying the magnification by axial movement of one or more lenses or groups of lenses relative to the image plane for continuously varying the equivalent focal length of the objective having three groups only
    • G02B15/1435Optical objectives with means for varying the magnification by axial movement of one or more lenses or groups of lenses relative to the image plane for continuously varying the equivalent focal length of the objective having three groups only the first group being negative

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Lenses (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf fotografische Objektive mit veränderlicher Brennweite und insbesondere auf Objektive, die in Kameras für Einzelaufnahmen von Stehbildern, und zwar insbesondere in einäugigen Spiegelreflexkameras, verwendbar sind.
Brennweitenveränderliche Objektive mit Kompensation der Bildverschiebung sind im Bereich der Kinematographie, der Fotografie und des Fernsehens bekannt. Der Gebrauch solcher Objektive für die Standfotografie ist jedoch nicht möglich, weil ein solches brennweitenveränderliches Objektiv den für unbewegte Kameras normalerweise üblichen Bereich umfassen müßte, der einen erheblich größeren Bildwinkel zur Voraussetzung hat als die Objektive für die Kinematographie und das Fernsehen. Darüber hinaus muß die Bildgüte über das ganze Bildfeld hinweg in der Standfotografie sehr viel größer sein als bei der Kinematographie. In der Standfotografie muß die Baugröße im Vergleich zu den zulässigen Abmessungen von Kino- und Fernsehobjektiven klein sein. Eine wesentliche Schwierigkeit bei der Konstruktion von Linsensystemen mit veränderlicher Brennweite ist der Ausgleich der sphärischen und chromatischen Aberration. Achsensymmetrische Lichtbüschel großer Öffnung werden nicht zu einem Bildpunkt vereinigt, sie bilden in jeder Auffangebene einen Lichtfleck. Die achsennahen Strahlen schneiden die Achse in größerer oder geringerer Entfernung vom Linsenscheitel als die Randstrahlen. Im ersten Fall spricht man von positiver sphärischer Aberration oder auch »sphärischer Unterkorrektur«, im zweiten Fall von negativer sphärischer Aberration oder »sphärischer Überkorrektur«.
Es ist die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, eine Korrektur der im Linsensystem unvermeidbar auftretenden Aberrationen dadurch zu erreichen, daß diese Aberrationen bei der Veränderung über den gesamten Brennweitenbereich im wesentlichen konstant gehalten werden und daher durch eine folgende entsprechende Korrektur im gegenteiligen Sinne für alle Brennweiten einfach ausgeglichen werden können. Die bekannten Systeme versuchen den durch die Aberration hervorgerufenen Bildfehler dadurch gering zu halten, daß die Linsensysteme so aufeinander abgestimmt werden, daß in jedem Falle der Gesamtfehler sich zwar mit der Brennweite ändert, über den ganzen Bereich jedoch relativ gering ist. Diese Lösung ist bei Kino- oder Fernsehobjektiven möglich, da, wie oben ausgeführt, diese Objektive wesentlich größere Dimensionen aufweisen können als Objektive z. B. für Kleinbildkameras und dadurch auch die Randstreifen bei
Objektiv mit veränderlicher Brennweite
Anmelder:
Frank Gerhardt Back,
Lattingtown, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. Dr.-Ing. R. Poschenrieder,
Patentanwalt, München 8, Lucile-Grahn-Str. 38
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 27. Juni 1958
Frank Gerhardt Back, Lattingtown, N. Y. (V. St. A.), ist als Erfinder genannt worden
gleichbleibender Lichtstärke in weit stärkerem Umfang ausgeblendet werden können, und außerdem sind die Anforderungen an die Bildschärfe bei Kino- und Fernsehobjektiven geringer als bei Kleinbildkameras.
Die Korrektur gemäß der Erfindung erfolgt dadurch, daß die Frontlinsengruppe so korrigiert wird, daß der aus der sphärischen Aberration resultierende Restfehlerbetrag über den gesamten einstellbaren Brennweitenbereich hinweg für jede beliebige Brennweiteneinstellung konstant oder nahezu konstant ist, und die hintere Linsengruppe so errechnet und aufgebaut ist, daß sie diesen konstanten Restfehlerbetrag ausgleicht. Dabei können in diesem Falle alle durch einen Luftabstand voneinander getrennten Linsenelemente der Frontlinsengruppe derart angeordnet sein, daß ihre Fläche mit der stärkeren Brechkraft jeweils einem unveränderlichen Luftabstand zugekehrt ist, wogegen ihre Fläche mit der geringeren Brechkraft jeweils gegen einen veränderlichen Luftabstand zu liegt.
Vorzugsweise weist die brennweitenveränderliche Frontlinsengruppe in an sich bekannter Weise als »Variator« ein axial verschiebbares Linsensystem, als »Kompensator« ein mit dem Variator gemeinsam und gleichförmig axial verschiebbares Linsensystem sowie zwischen beiden, durch Luftabstände von ihnen getrennt, ein als »Erector« wirkendes feststehendes Bildumkehrsystem auf.
Der Variator besteht vorzugsweise aus einer Anzahl von durch Luft getrennten Elementen, deren
109 737/210
an die unveränderlichen Luftabstände zwischen diesen Elementen angrenzende Oberflächen' Brechkräfte besitzen, deren Summe mindestens viermal so groß ist wie die Summe der Brechkräfte jener Linsenoberflächen, welche an die dem Objekt einerseits und dem Bild andererseits zugekehrten veränderlichen Luftabstände angrenzen.
Der Erector besteht vorzugsweise aus einer Anzahl von durch unveränderliche Luftabstände getrennten Elementen, deren an die unveränderlichen Luftabstände zwischen diesen Elementen angrenzende Oberflächen Brechkräfte besitzen, deren Summe mindestens doppelt so groß ist wie die Summe jener Linsenoberflächen, welche an die dem Objekt einerseits und dem Bild andererseits zugekehrten veränderlichen Luftabstände angrenzen.
Die mit Bezug auf den Lichtdurchtritt hintere Linsengruppe ist vorzugsweise aus einem der Korrektur des Astigmatismus dienenden negativen Element und einer Korrektur der sphärischen Aberration und der Koma dienenden Linsengruppe aufgebaut, wobei sich an letzteres in Lichtrichtung ein Negativglied anschließt, das den absoluten Wert der restlichen Verzeichnung mindert. Die der Korrektur oder sphärischen Aberration und der Koma dienende positive Linsengruppe kann aus einer Anzahl von Linsenelementen bestehen.
In der hinteren Linsengruppe kann zwischen zwei meniskenförmigen Negativgliedern ein positives Glied und ein negativer Meniskus dicht neben der Blende liegen, der gegen das Objektiv hin eine konkave Wölbung besitzt, während das andere meniskenförmige Negativglied auf die Bildebene zu liegt und seine dieser Ebene zugekehrte Fläche konkav gewölbt ist.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Fig. 1 stellt einen Längsschnitt des vollständigen optisch kompensierten Objektivs gemäß der vorliegenden Erfindung dar und zeigt dessen bewegliche Teile in der Telestellung (lange Brennweite);
Fig. 2 ist eine Fig. 1 ähnliche Darstellung, welche die beweglichen Elemente in ihrer Weitwinkelstellung (kurze Brennweite) zeigt.
In den Zeichnungen stellt 5 die Frontlinse des brennweitenveränderlichen Linsensystems dar, hinter dem ein in der optischen Achse verschiebbares Linsensystem 6 angeordnet ist, welches als »Variator« bezeichnet wird. Eine Linse oder ein Linsensystem 7 ist als sogenannter »Kompensator« durch die Fassung 9 mit dem Variator verschiebbar gekuppelt. Zwischen den verschiebbaren Linsen 6 und 7 ist eine ortsfeste Linsengruppe 8 als sogenannter »Erector« angeordnet, welcher dazu dient, das vom Variator 6 entworfene Bild umzukehren.
Eine Blende 10 ist so nahe wie möglich hinter der letzten Linse des Kompensators 7 des brennweitenveränderlichen Systems angeordnet. Eine Linsengruppe 11 steht in Lichtrichtung hinter der Blende 10 und dient dazu, das Bild in seiner richtigen Lage in die Filmebene zu projezieren. Diese Linsengruppe 11 bestimmt teilweise den absoluten Wert der Brennweite des gesamten Systems.
Die bisher in der Literatur bekannten hinteren
ίο Linsensysteme bestehen aus einer starken negativen Komponente, die von zwei positiven Komponenten eingeschlossen wird. Gemäß der Erfindung jedoch wird die hintere Linsengruppe so aufgebaut, daß positive Komponenten eingeschlossen werden. Ein solcher Aufbau wurde deshalb gewählt, weil ein negativer Meniskus, der nahe bei der Blende steht und gegen diese konkav gewölbt ist, eine astigmatische Korrektur des Frontsystems des Objektivs bewirkt. Die Zerstreuungskraft des negativen Meniskus läßt die konvergierenden Strahlen des Frontgliedes divergieren, und dadurch erreicht man eine für Reflexkameras ausreichende Schnittweite. In der vorhegenden Erfindung ist der negative Meniskus aus Lanthan-Kron mit hoher Brechzahl und geringer Zerstreuung angefertigt, um eine Überkorrektion der Petzvalsumme zu vermeiden. Wie ersichtlich, folgen dem negativen Meniskus 12 in Fig. 1 und 2 drei positive Linsen 13, 14 und 15, die dazu dienen, die sphärische Aberration und die Koma zu korrigieren.
Das an letzter Stelle stehende Element 16 dieses Systems ist wieder ein negativer Meniskus, der konkav gegen die Bildebene hin gewölbt ist. Die hauptsächliche Funktion des letzteren Elementes besteht darin, die Verzeichnung, welche nicht durch das Frontsystem stabilisiert werden kann, auf eine solche Weise zu korrigieren, daß es eine gleichmäßige Verteilung der Überkorrektur in der einen Endstellung und einer Unterkorrektur in der anderen Endstellung ergibt.
Eine bevorzugte Ausführungsform dieses Relais in Verbindung mit dem vorliegenden brennweitenveränderlichen Linsensystem besteht darin, daß die genannte erste negative Linse 12 mindestens den halben und nicht mehr als den dreifachen absoluten Wert der gesamten Brechkraft dieses Teilsystems ausmacht. Die positiven Komponenten 13, 14 und 15 sollen mindestens den doppelten, aber nicht mehr als den vierfachen Wert der Gesamtbrechkraft dieses Systems betragen. Das hintere negative Glied 16 weist vorzugsweise mindestens den halben, aber nicht mehr als den anderhalben absoluten Wert der Gesamtbrechkraft dieses Systems auf.
Die nachfolgende Tafel gibt die optischen Daten eines derartigen Objektivs gemäß der dargestellten und beschriebenen Bauform an. Die Linsengruppe 11 kann sich wie folgt zusammensetzen:
Linsen-Nr.
Radius
(mm)
Dicke
und Abstand (mm)
Glas
Brechungsindex
für die D-Linie
Abbesche
Dispersionszahl
12
13
R17 =
-22,40
-327,40
-68,40
-28,00
= 1,50
= 8,75
= 3,70
= 0,50
LaC NDl2 = 1,720 F12 = 50,3
DBC AT013 = 1,620 F13 = 60,3
Fortsetzung
Linsen-Nr.
Radius
(mm)
Dicke
und Abstand (mm)
Brechungsindex
für die D-Linie
Abbesche
Dispersionszahl
14 ^20 — OO
-63,10
da = 3,00
0,50
DBC NDli = 1,620 Vu = 60,0
15 %:= + 54,10
-231,50
3,40
13,50
DBC Nd» = 1,620 V15 = 60,0
16 ^24 ^ + 38,20
-167,80
+ 24,30
5,00
1,50
DBC Nd18
Nd16
= 1,620
= 1,721
V
V IfS
= 60,0
= 29,3
Die Brennweite eines mit dieser Linsengruppe aufgebauten Objektivs kann 40 bis 80 mm, die Schnittweite 41,10 betragen.
Der Variator 6 gemäß Fig. 1 und 2 besteht aus durch Luftabstände getrennten Komponenten 17 und 18. Wie aus der nachfolgenden Zahlentafel erkennbar ist, beträgt die Summe der Flächenbrechkräfte jener Oberflächen der Linsen 17 und 18, welche an den unveränderlichen Luftabstand zwischen diesen Linsen angrenzen, mindestens das Vierfache der Flächenbrechkräfte der Linsenoberflächen dieser Linsen 17 und 18, welche an den veränderlichen Luftabständen auf der Objekt- und der Bildseite dieses Variators liegen. Der Erector 8 gemäß Fig. 1 und 2 besteht ebenfalls aus einer Anzahl von durch Luftabstände getrennten Komponenten 19, 20, von denen das Element 20 als verkittetes Duplet ausgebildet ist, welches in Verbindung mit dem Kompensatorduplet7 den Farborts- und Farbquerfehler des vor der Blende gelegenen Systems im wesentlichen konstant erhält.
Die charakteristischen optischen Daten einer Frontlinsengruppe sind folgende:
Linsen-Nr. k Radius
(mm)
unc Glas Brechungsindex (ND) Abbesche
Dispersionszahl
Frontlinse 5 rI = +817,00
= +82,00
dt
S1
EDF NDl = 1,689 F1 = 30,9
Variator
Linse 17
R7
R,
= +372,20
= -114,00
s~2 DBC N02 = 1,620 F2 = 60,0
Variator
Linse 18
Rio = +56,70
= +372,20
ds DBC ND 3 = 1,620 F3 = 60,0
Erector
Linse 19
R13 = OO
= +66,60
It LaC JV04 = 1,720 F4 = 50,3
Erector
Linse 20
= -93,50
= +25,00
= +140,20
X- LaC
EDF
ND5 = 1,720
N00 = 1,721
F5 = 50,3
F8 = 29,3
Kompensator
Linse 7
= +107,60
= +25,00
= -58,85
DBC
DF
ND7 = 1,620
AT08 = 1,621
F7 = 60,0
F8 = 36,2
Dicke d
I Abstand s
(mm)
= 2,50
= 6,00 bis
26,00
= 6,00
= 0,30
= 8,00
= 22,00 bis
2,00
= 2,00
= 4,25
= 1,80
= 3,70
= 1,80 bis
21,80
= 2,00
= 5,00
S6 = 21,00 bis
1,00
Blende
J7 = 4,50
Brennweite / = 35 mm bis 80 mm
In den obigen Zahlentafeln bezeichnen die verwendeten Symbole folgendes:
ND = Brechungsindex für die D-Linie.
V = die Abbesche Dispersionszahl.
EDF = Schwer-Flint.
DBC = Schwer-Kron.
LAC = Lanthan-Kron.
DF = Flint.
Es hat sich ergeben, daß die bekannten Korrektionsmethoden nicht die Bedingungen erfüllten, die für die Herstellung von brennweitenveränderlichen Objektiven für Standbildkameras notwendig sind. Wenn man Schritt für Schritt jede Komponente eines bekannten brennweitenveränderlichen Objektivs in sich selbst auskorrigiert, so ist eine sehr große Zahl von Linsen notwendig. Der Lichtdurchgang würde dabei erheblich verringert werden, und es entstünde ein unhandliches und sperriges Objektiv, das wegen seines geringen Lichtdurchganges für den praktischen Gebrauch ungeeignet wäre. Wenn die einzelnen Komponenten nicht in sich selbst korrigiert werden, werden die Bildfehler in den einzelnen Brennweitenstellungen stark voneinander abweichen, und die Bildqualität des Objektivs würde nur in einigen Brennweitenstellungen brauchbar sein, nicht aber über den ganzen Brennweitenbereich.
Wenn die Korrektur der Elemente jedoch auf einem solchen Wege durchgeführt wird, daß die Bildfehler der Linsengruppen vor der Blende über den ganzen Brennweitenbereich des Objektivs ohne Rücksicht auf ihren zahlenmäßigen Wert konstant gehalten werden, so kann ein hinteres Linsensystem entwickelt werden, das diese Fehler kompensiert. Es wird dadurch möglich, ein Objektiv mit guter Korrektur und für den notwendigen großen Bildwinkelbereich bei guter Lichtstärke mit kleinen Abmessungen herzustellen.
Die Linsengruppen des vor der Blende stehenden Systems weisen dabei an den an die veränderlichen Luftabstände grenzenden Glasflächen eine kleinere Brechkraft als an den an die unveränderlichen Luftabstände angrenzenden Flächen auf. Bei diesen Anordnungen ist es möglich, die Restfehler insbesondere durch chromatische und sphärische Aberration im wesentlichen über den gesamten Brennweitenbereich in der Frontlinsengruppe konstant zu halten, obwohl diese Restfehler immer noch merkbare zahlenmäßige Werte aufweisen. Durch ein solches Konstanthalten der Restfehler aber ist es möglich, sie durch Korrektur des hinteren Linsensystems auszugleichen, wie vorstehend beschrieben.
Die Beschreibung und die Zeichnungen sind auf ein optisch kompensiertes brennweitenveränderliches Linsensystem abgestellt. Es läßt sich im Rahmen der Erfindung statt dessen auch ein brennweitenveränderliches System mit mechanischer Kompensation konstruieren, wenn man die dargelegten Prinzipien beachtet.

Claims (12)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Objektiv mit veränderlicher Brennweite für die Standfotografie mit einer auf der Seite der längeren Strahlungsweite stehenden Frontlinsengruppe, die eine Veränderung der Brennweite gestattet, und einer auf der Seite der kürzeren Strahlungsweite angeordneten hinteren Linsengruppe mit unveränderbarer Brennweite, wobei sich zwischen diesen beiden Gruppen eine Objektivblende befindet, dadurch gekennzeichnet, daß die Frontlinsengruppe (5, 6, 7, 8) so korrigiert wird, daß der aus der Aberration resultierende Restfehlerbetrag über den gesamten einstellbaren Brennweitenbereich hinweg für jede beliebige Brennweiteneinstellung konstant oder nahezu konstant ist, und die hintere Linsengruppe so errechnet und aufgebaut ist, daß sie diesen konstanten Restfehlerbetrag ausgleicht.
2. Objektiv nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß alle durch die Luftabstände voneinander getrennten Linsenelemente der Frontlinsengruppe derart angeordnet sind, daß ihre Fläche mit der stärkeren Brechkraft jeweils einem unveränderlichen Luftabstand zugekehrt ist, wogegen ihre Fläche mit der geringeren Brechkraft jeweils gegen einen veränderlichen Luftabstand zu liegt.
3. Objektiv nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die brennweitenveränderliche Frontlinsengruppe als »Variator« ein axial verschiebbares Linsensystem (6), als »Kompensator« ein mit dem Variator gemeinsam und gleichförmig axial verschiebliches Linsensystem (7) sowie zwischen beiden, durch Luftabstände von innen getrennt, ein als »Erector« wirkendes feststehendes Bildumkehrsystem (8) aufweist.
4. Objektiv nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Variator (6) aus einer Anzahl von durch Luft getrennten Elementen (17, 18) besteht, deren Oberflächen, welche an die unveränderlichen Luftabstände zwischen diesen Elementen angrenzen, Brechkräfte besitzen, deren Summe mindestens viermal so groß ist wie die Summe der Brechkräfte jener Linsenoberflächen, welche an die dem Objekt einerseits und dem Bild andererseits zugekehrten veränderlichen Luftabstände angrenzen.
5. Objektiv nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Erector (8) aus einer Mehrzahl von durch unveränderliche Luftabstände getrennten Elementen (19, 20) besteht, deren Oberflächen, welche an die unveränderlichen Luftabstände zwischen diesen Elementen angrenzen, Brechkräfte besitzen, deren Summe mindestens doppelt so groß ist wie die Summe jener Linsenoberflächen, welche an die dem Objekt einerseits und dem Bild andererseits zugekehrten veränderlichen Luftabstände angrenzen.
6. Objektiv nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die hintere Linsengruppe mit Bezug auf den Lichtdurchtritt aus einem der Korrektur des Astigmatismus dienenden negativen Element (12) und einer positiven Linsengruppe (13, 14, 15), welches der Korrektur der sphärischen Aberration und der Koma dient, aufgebaut ist, wobei sich an letzteres ein der Bildebene benachbartes Negativglied (16) anschließt, das den absoluten Wert der restlichen Verzeichnung mindert.
7. Objektiv nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die positive Linsengruppe, welche der Korrektur der sphärischen Aberration und der Koma dient, aus einer Anzahl von Linsenelementen besteht.
8. Objektiv nach Anspruch 1 bis 3 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der hinteren Linsengruppe (11) zwischen zwei meniskenförmigen Negativgliedern (12, 16) ein positives Glied (13, 14, 15) liegt und ein negativer Meniskus (12) dicht neben der Blende steht und gegen das Objekt hin eine konkave Wölbung besitzt, während das andere meniskenförmige Negativglied (16) der Bildebene benachbart und seine
dieser Ebene zugekehrte Fläche konkav gewölbt ist.
9. Objektiv nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der hinteren Linsengruppe das auf der Objektseite stehende negative Glied (12) eine Brechkraft wenigstens in der Höhe des halben absoluten Wertes, höchstens aber des dreieinhalbfachen absoluten Wertes der Brechkraft des Gesamtrelais besitzt, während gleichzeitig das nachfolgende Positivglied (13, 14, 15) eine Brechkraft aufweist, die wenigstens das Zweifache, höchstens aber das Vierfache der Brechkraft des Gesamtrelais beträgt, und das nach der Bildseite hin das System abschließende Negativglied eine Brechkraft aufweist, die im Bereich zwischen der halben und der anderhalb-
10
fachen absoluten Brechkraft des Gesamtobjektivs Hegt.
10. Objektiv nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der verschiebbare Kompensator (T) als auch der festliegende Erector (8) wenigstens ein verkittetes Duplet (7, 20) aufweisen, die beide so ausgebildet und bemessen sind, daß sie in gegenseitiger Wechselwirkung den Restbetrag der Farblängsabweichungen wie auch der Farbquerabweichungen des Systems im wesentlichen und über den ganzen Bereich der Veränderbarkeit der Brennweiten konstant halten.
11. Objektiv nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine hintere Linsengruppe mit folgenden optischen Daten:
Linsen-
Radius
(mm)
Dicke
und Abstand (mm) Glas
Brechungsindex
für die D-Linie
Abbesche Dispersionszahl
Rix =
#17 =
#18 =
#20 —
#21 =
#23 =
#24 =
#25 =
-22,40
-327,40
-68,40
-28,00
oo
-63,10
+54,10
-231,50
+38,20
-167,80
+24,30
= 1,50
— O, /J
LaC iVDl2 = 1,720 V12 = 50,3
= 3,70
= 0,50
DBC NDlt = 1,620 = 60,3
= 3,00
= 0,50
DBC NDu = 1,620 V11 = 60,0
= 3,40
= 13,50
DBC 2VDl5 = 1,620 V15 = 60,0
= 5,00
= 1,50
DBC W016 = 1,620
AT016 = 1,721
F16 = 60,0
= 29,3
wobei die Brennweite eines mit dieser Linsengruppe aufgebauten Objektivs 40 bis 80 mm und die Schnittweite 41,10 betragen kann.
12. Objektiv nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Frontlinsengruppe mit folgenden optischen Daten:
Linsen-Nr.
Radius
(mm)
Dicke rf
und Abstand s
(mm) Glas
Brechungsindex (ND)
Abbesche Dispersionszahl
Frontlinse 5 #2 = +817,00
= +82,00
ss = 2,50
= 6,00 bis
26,00
EDF D1 1,689
Variator
Linse 17
#3
#4
= +372,20
= -114,00
= 6,00
= 0,30
DBC Nd2 = 1,620
Variator
Linse 18
#5
#6
= +56,70
= +372,20
= 8,00
= 22,00 bis
2,00
DBC NDS = 1,620
Erector
Linse 19
R8 = OO
= +66,60
= 2,00
= 4,25
LaC NDi = 1,720
Erector
Linse 20
Ru = -93,50
= +25,00
= +140,20
= 1,80
= 3,70
= 1,80 bis
21,80
LaC
EDF
Nd5 =
Nd,=
1,720
1,721
V1 = 30,9
F2 = 60,0 V3 = 60,0
F4 = 50,3
F5 = 50,3 F6 = 29,3
109 737/210
11
Fortsetzung
Linsen Nr.
Radius (mm)
Dicke d
und Abstand s
(mm)
Glas
Brechungsindex (ND)
Abbesche Dispersionszahl
Kompensator A12 + 107,60 d7 = 2,00 bis DBC ND7 = 1,620 = 60,0 Linse 7 +25,00 ds = 5,00 DF Nd8 = 1,621 #14 = -58,85 = 36,2 J6 = 21,00 1,00 / = Blende S7 = 4,50 Brennweite • 35 mm bis 80 mm
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEB51085A 1958-06-27 1958-11-14 Objektiv mit veraenderlicher Brennweite Pending DE1116427B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US745009A US2913957A (en) 1958-06-27 1958-06-27 Varifocal lens assembly

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1116427B true DE1116427B (de) 1961-11-02

Family

ID=24994846

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB51085A Pending DE1116427B (de) 1958-06-27 1958-11-14 Objektiv mit veraenderlicher Brennweite

Country Status (4)

Country Link
US (1) US2913957A (de)
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FR (1) FR1210463A (de)
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