DE1248326B - Pankratisches Objektiv - Google Patents
Pankratisches ObjektivInfo
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- G02B15/14—Optical objectives with means for varying the magnification by axial movement of one or more lenses or groups of lenses relative to the image plane for continuously varying the equivalent focal length of the objective
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Description
AUSLEGESCHRIFT DeutscheKl.: 42 h-6/02
Nummer: 1 248 326
Aktenzeichen: N21827IXa/42h
1 248 326 Anmeldetag: 11.Juli 1962
Auslegetag: 24. August 1967
Die meisten bisher entwickelten pankratischen Objektive sind für die Verwendung in einer Laufbildoder
Fernsehkamera bestimmt, und es ist festzustellen, daß — abgesehen von einer nachstehend erwähnten
Ausnahme — keines dieser Objektive für die praktische Verwendung bei Stehbildkameras geeignet ist, bei
denen hohe Forderungen bezüglich der Größe und Schärfe des Bildes bestehen.
Bei der vorstehend erwähnten Ausnahme handelt es sich um ein optisch kompensiertes vierzehnlinsiges
Objektiv mit dem Brennweitenbereich von 36 bis 82 mm für 35-mm-Kameras. Der Bildwinkel liegt
hierbei in der Weitwinkelstellung bei 62°. Das relative Öffnungsverhältnis ist //2,8. Das bekannte Objektiv
ist aber auf Grund seines hohen Gewichtes recht unhandlich.
Es sind in der Regel zwei Wege für die Herstellung _ von pankratischen Objektiven denkbar, die die Forderung
nach hoher Leistung erfüllen:
1. Die Brennweiten der beweglichen Objektivglieder und die Abstände der Hauptebenen werden proportional,
also geometrisch, vergrößert, so daß die optische Belastung jedes Gliedes des optischen
Systems sich verringert.
2. Es werden asphärische Flächen verwendet.
Bei Betrachtung dieser Wege kommt man zu dem Ergebnis, daß das sich ergebende pankratische
Objektiv entweder wegen des Anstiegs der Größe und des Gewichts des in einer Stehbildkamera anzubringenden
optischen Systems schlecht tragbar ist oder daß die Massenherstellung asphärischer Linsen fraglieh
ist. Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß diese Wege für die Lösung des Problems nicht
geeignet sind.
Die Erfindung leitet sich von diesen Vorschlägen ab, ohne aber an diesen unmittelbar festzuhalten. Sie hat
die Entwicklung eines pankratischen Linsensystems für Stehbildkameras möglich gemacht, das bei geringstmöglicher
Größe und Gewicht sehr gut korrigiert ist und keine asphärischen Flächen benötigt.
Das erfindungsgemäße mechanisch kompensierte pankratische Objektiv ist gekennzeichnet durch drei
Wirkungsgruppen, nämlich durch eine sammelnde vordere Wirkungsgruppe, eine zerstreuende mittlere
Wirkungsgruppe und eine sammelnde hintere Wirkungsgruppe, von denen die vordere und hintere
Wirkungsgruppe mit verschiedenen Geschwindigkeiten mechanisch bewegbar sind und die mittlere
Pankratisches Objektiv
Anmelder:
Nippon Kogaku Κ. K., Tokio
Vertreter:
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Fecht, Patentanwalt,
Wiesbaden, Hohenlohestr. 21
Wiesbaden, Hohenlohestr. 21
Als Erfinder benannt:
Takashi Higuchi, Yokohama-shi (Japan)
Beanspruchte Priorität:
Japan vom 15. August 1961 (28 904)
Wirkungsgruppe feststeht (F i g. 1), sowie durch die Bedingungen
0,2 λ < I λ I < 0,5 λ,
0,9 I /21 < /3 < 1,8 [ /2 1,
worin Z11Z 2Und Za die Brennweitenderdiei Wirkungsgruppen bedeuten, ferner durch eine aus nur einem
Linsenelement bestehenden vorderen Wirkungsgruppe, einer aus N Linsenelementen aufgebauten mittleren
Wirkungsgruppe, wobei N nicht größer als 3 ist, und einer aus zwei oder drei sammelnden Linsenelementen,
einem zerstreuenden Linsenelement und einem hinteren Linsenelement in der angegebenen Reihenfolge
aufgebauten hinteren Wirkungsgruppe sowie durch die Bedingungen
0,5Zi</-i<UZi,
1,2 Jvr I λ I < I I < 00,
0,4 JVr I /, 1 <r t<l ,5N\ft\,
. 0,9 Z3 < I rn I < 1,8 U
0,5/8<ru<l,3/B,
0,5/8<ru<l,3/B,
worin T1 der Krümmungsradius der ersten Fläche des Vordergliedes, r3 und r4 die Krümmungsradien der
ersten und zweiten Fläche des vordersten Linsenelementes der aus AfLinsenelementen aufgebauten
mittleren Wirkungsgruppe und rlx und r12 die Krümmungsradien
der Vorder- bzw. Hinterfläche des zerstreuenden Linsenelementes in der hinteren Wirkungsgruppe sind.
709 638/231
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der Zeichnung beschrieben; es zeigt
F i g. 1 die Darstellung des Grundaufbaues des Objektivs nach der Erfindung mit einer mittleren
feststehenden, zerstreuenden Wirkungsgruppe und je einer mechanisch mit verschiedenen Geschwindigkeiten
beweglichen, sammelnden vorderen und hinteren Wirkungsgruppe,
F i g. 2 die Darstellung der Normal-(Weitwinkel-)-Stellung der Wirkungsgruppen des erfindungsgemäßen
Objektives, in der die Objektivbrennweite ein Minimum ist,
F i g. 3 die Darstellung der Stellung der Wirkungsgruppen des erfindungsgemäßen Objektivs, nachdem
die vordere und die hintere Wirkungsgruppe um die Längen m bzw. 1 aus der Normalstellung herausbewegt
worden sind, wobei das Mittelglied seine Lage beibehalten hat, und
F i g. 4 die Darstellung einer Ausführungsform der Erfindung,
F i g. 5 das Bewegungsdiagramm der Wirkungsgruppen.
Gemäß der Erfindung besitzt das erfindungsgemäße Linsensystem drei Wirkungsgruppen, nämlich ein
sammelndes Vorderglied L1, eine zerstreuende mittlere WirkungsgruppeL2 und eine sammelnde hintere
Wirkungsgruppe L3. Das VordergliedL1 und die
hintere Wirkungsgruppe L3 sind mechanisch gekoppelt S bewegbar, während die mittlere WirkungsgruppeLa
unbeweglich bleibt. Hierdurch wird eine kontinuierlich veränderbare Vergrößerung bei feststehender Bildebene
erzeugt.
Es wird nun angenommen, daß die Brennweiten des ίο (beweglichen) sammelnden Vordergliedes L1, der (feststehenden)
zerstreuenden mittleren WirkungsgruppeL,, und der (beweglichen) sammelnden hinteren Wirkungsgruppe L3, /lt /2 bzw. /3 sind und daß die Abstände
zwischen den Hauptebenen der Wirkungsgruppenif1 und d2 sind. Des weiteren wird angenommen, daß diese
Abstände im Fall der Normalstellung, bei der die gesamte Brennweite des Systems die kürzeste ist,
(I1S bzw. d2s sind und daß diese Abstände J1^ und
d2 L werden, wenn L1 und L3 um die Wege m bzw. / aus
ao ihrer Normalstellung verschoben werden. Zur Bestimmung des notwendigen Verschiebungsweges m des
Vordergliedes L1 in Abhängigkeit vom Verschiebungsweg / der hinteren Wirkungsgruppe L3 derart, daß der
Bildort konstant bleibt, gelten die folgenden Formeln:
/ = d2s — d2L, m = dlL — dlS, m = Z1-^d1S -f
fz - D {b3s + l-f3 )-f2-f3 (b3s + D (d2S - 1) (b3s + / - /3) - Λ (bsS + /) - f2 (b3s + I - /3)
worin b3 s der Abstand zwischen dem Bildort und der hinteren Wirkungsgruppe L3 ist. Der BiIdort ist durch
die Abbildung eines unendlich fernen Objektivs definiert, wenn sich die Wirkungsgruppen des Objektivs
in der normalen Stellung befinden.
Die Funktion m(l), Gleichung 2, kann z. B. mit Hilfe eines Nocken-Kurvenschlitz-Triebes der üblichen
Bauart realisiert werden, wozu die vordere und die hintere Wirkungsgruppe in bekannter Weise
drehsteif miteinander gekoppelt, aber axial verschiebbar im Objektivtubus gelagert und gemeinsam bewegt
werden. Für die Form der Schlitze ergibt sich dabei gemäß F i g. 5 folgendes qualitative Bild: Der Nocken
der hinteren Wirkungsgruppe ist in einem im Tubus eingearbeiteten Schlitz konstanter Steigung geführt,
während der Nocken des Vordergliedes in einem gekrümmt verlaufenden Schlitz gefühlt wird, dessen
Steigung in der Stellung kürzester Gesamtbrennweite am kleinsten ist, mit zunehmender Gesamtbrennweite
größer wird und sich schließlich der Steigung des Führungsschlitzes der hinteren Wirkungsgruppe annähert.
Die Bewegung der ganzen hinteren Wirkungsgruppe L3, die vorzugsweise die Aperturblende enthält,
ermöglicht die Kleinhaltung des gesamten Linsensystems und die Fehlerkorrektion. Die Verwendung
eines sammelnden Vordergliedes L1 bewirkt die Strahlenbündelung. Das Strahlenbündel wird dadurch
günstig für die mittlere WirkungsgruppeL2 und die nachfolgende hintere Wirkungsgruppe im Hinblick
auf die vollständige Behebung der Überkorrektion, insbesondere der sphärischen Überkorrektion, ohne
daß größere Abmessungen für das gesamte System erforderlich werden.
Die im Hinblick auf eine gute Auskorrigiermöglichkeit angestrebte gleichmäßige Verteilung der Vergrößerungswirkung
auf die vordere und hintere Wirkungsgruppe und im Hinblick auf eine möglichst große
Vergrößerungswirkung sowie auf eine möglichst gedrängte Bauweise, wirkungsvollste Kombination
der Brennweiten Z1, /2 und f3 ergibt sich aus den
folgenden Relationen:
0,2 Λ < I/,-1 < 0,5 Λ, (3)
0,9 I/21 </3<l,8|/2|. (4)
Ist entgegen der Bedingung (3) ] J2 \ < 0,2 Z1, so
wird die Entfernungm [vgl. Gleichung (2)] mehr als dreimal größer als die Entfernung / [vgl. Gleichung (1)]
der dritten Gruppe. Dies widerspricht aber dem Ziel der Erfindung, eine gute Aberrationskorrektion durch
gleichmäßige Verteilung der Vergrößerungswirkung auf die erste und dritte Wirkungsgruppe zu erhalten.
Denn wenn die Entfernung m zunimmt, muß der Durchmesser der ersten Wirkungsgruppe in der
Stellung größter Brennweite stark vergrößert werden. Dies kann nur verhindert werden, wenn | f2 1
> 0,2 Z1, also insoweit die Bedingung (3) erfüllt ist.
Ist andererseits | f2 \ > 0,5 Zi, dann wird die Entfernung/«,
die aus der Gleichung (2) erhalten wird, gegenüber der Entfernung/ negativ. Dies bedeutet,
daß die erste Wirkungsgruppe in entgegengesetzter Richtung wie die dritte Gruppe bewegt werden müßte,
wodurch die Vergrößerungswirkung abnehmen würde. Folglich muß auch | f2 1
< 0,5 Zi gelten.
Als nächstes sei angenommen, daß Z3 < 0,9 | Za |, also insoweit die Bedingung (4) nicht erfüllt ist. In
diesem Fall würde in der Stellung längster Brennweite die Entfernung m gegenüber der Entfernung/ stark
negativ mit dem Ergebnis werden, daß die Entfernungi1 der Hauptebenen der ersten und zweiten Wirkungsgruppen negativ wird; hieraus geht hervor, daß mit
Claims (1)
- einer solchen Bedingung das System nicht konstruiert werden könnte. Folglich muß entsprechend der Bedingung (4) f3 > 0,9 | /2 1 sein. In ähnlicher Weise ist, wenn im Gegensatz zur Bedingung (4)f» > 1.8 I fs Iist, in der Stellung längster Brennweite der Wert von m im Vergleich zu dem von / wesentlich größer. Folglich ist auch d1 stark vergrößert. Dies aber wiederum würde zur Folge haben, daß der Durchmesser der ersten Wirkungsgruppe stark vergrößert werden müßte, was aber wiederum im Widerspruch zum angestrebten kompakten Aufbau und geringen Gewicht des ganzen Systems steht. Demgemäß muß auch f3 < 1,8 | /2 | sein.Außerdem sind folgende Bedingungen einzuhalten (Fig. 4):I. Zur Korrektion des Astigmatismus, der negativen Verzeichnung im Weitwinkelbereich und zur Verbesserung der Sinusbedingung, hat die vorderste Fläche des VordergliedesL1 einen Krümmungsradius t1 innerhalb folgender Grenzen:0,5 Λ < t1 < 1,1 Λ. (5)II. Die mittlere Wirkungsgruppe L2 wird aus N Linsenelementen aufgebaut (mit N < 3), so daß eine Überkorrektion der sphärischen Aberration bei großen Brennweiten verhindert wird. Um den Verzeichnungsfehler im Weitwinkelbereich zu beseitigen, hat die Vorderfläche des vordersten Linsenelementes der mittleren Wirkungsgruppe L2 einen bestimmten Krümmungsradius r3 und die Hinterfläche desselben einen bestimmten Krüm-III.mungsradius r4, die innerhalb folgender Grenzen liegen:1,2 JVI /21 < I r3 1 < oo, (6)
0,4ΛΓ|/,|<γ 4<1,5|Λ|. (7)Die hintere WirkungsgruppeL3 besteht aus zwei oder drei sammelnden Linsenelementen, einem zerstreuenden und einem hinteren sammelnden Linsenelement, in der angegebenen Reihenfolge, wobei das zerstreuende Linsenelement den folgenden Bedingungen genügt:0,9 f3<\ru\< 1,8 /»
0,5 /3 < r12 < 1,3 /3,wobei rn und r12 die Krümmungsradien der Vorder- und Hinterfläche des zerstreuenden Linsenelementes sind. Diese Bedingungen führen dazu, daß die bei Änderungen der Brennweite auftretenden Abgleichfehler, die durch das Vorderglied L1 und das Mittelglied der mittleren Wirkungsgruppe L2 erzeugt werden, wirksam ausgeschaltet werden. Vor allem dient die Bedingung (8) zur Korrektion der sphärischen Aberration und der Bildfeldkrümmung und die Bedingung (9) zur Verbesserung der Sinusbedingung, der Koma und des Astigmatismus.Das pankratische Objektiv der Erfindung ist für die Verwendung in einer Stehbildkamera geeignet, ist jedoch auch für die Verwendung in einer Laufbildoder Fernsehkamera brauchbar.Werte eines durchgerechneten Ausführungsbeispiels sind nachfolgend angegeben:Beispiel/ = 100 bis 188; relative Öffnung 1: 4, Büdwinkel 52°8' bis 29°10'/1 = 197,97/2 = -60,45/3 = 75,45= +169,917 di = 12,82 "1 = 1,61948 = 53,9 = -428,034 d2 = 7,13 ~ 36,24 r3 = -189,759 d3 = 1,91 "2 = 1,67005 = 47,0 = +120,781 d, = 8,75 »3 = 1,67005 V3 = 47,0 1
's= -120,781 d5 = 1,91 rs = +515,788 de = 42,25 ~ 10,11 r7 = +196,877 d7 = 7,94 «4 = 1,69227 Vi = 53,3 r8 = -123,387 d& = 0,32 r9 = + 61,130 d9 = 8,26 «5 = 1,69227 = 53,3 rio = +276,117 d10 = 13,50 rn = -119,362 dn = 17,79 «6 = 1,73954 ve = 27,7 riz = + 66,393 di« = 6,35 rn = +241,990 d13 = 11,12 It1 — 1,70063 = 40,7 rn = - 75,107 worin r1; r« ... ru die Krümmungsradien, dlf d2... diz die Größe der axialen Dicken und der Luftabstände, K1, n2 ... «7 die Brechungsindizes bei der ZJ-Linie des Spektrums und V1, v2 ... u7 die Abbeschen Zahlen der Linsenelemente, sämtlich von der Objektivseite her gezählt, sind.Patentanspruch:Pankratisches Objektiv, aus drei Wirkungsgruppen, nämlich durch eine sammelnde vordere Wirkungsgruppe, eine zerstreuende mittlere Wirkungsgruppe und eine sammelnde hintere Wirkungs-
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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