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DE1249852B - Verfahren zur Herstellung von Carbamm saureestern von a Glycermathern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Carbamm saureestern von a Glycermathern

Info

Publication number
DE1249852B
DE1249852B DENDAT1249852D DE1249852DA DE1249852B DE 1249852 B DE1249852 B DE 1249852B DE NDAT1249852 D DENDAT1249852 D DE NDAT1249852D DE 1249852D A DE1249852D A DE 1249852DA DE 1249852 B DE1249852 B DE 1249852B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
aqueous ammonia
xylene
distilled
carbamic acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1249852D
Other languages
English (en)
Original Assignee
Dr Christian Brunnengraber Che mische Fabrik &. Co mbH Lübeck
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Publication date
Publication of DE1249852B publication Critical patent/DE1249852B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C271/00Derivatives of carbamic acids, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atom not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C271/06Esters of carbamic acids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C 07 c
Deutsche Kl.: 12 ο-17/01
Nummer: 1 249 852
Aktenzeichen: B 78827 IV b/12 ο
Anmeldetag: 7. Oktober 1964
Auslegetag: 14. September 1967
Carbaminsäureester von (X-Guajacolglycerinäthern der allgemeinen Formel
R __ O — CH2 — CHOH — CH2 — O — CO — NH2
haben als Muskelrelaxantien und Sedativa Bedeutung erlangt (vgl. USA.-Patentschriften 2 609 386 und 2 770 649). Derartige Carbaminsäureester wurden bisher hergestellt durch Umsetzung der Arylglycerinäther mit Phosgen zum Chlorameisensäureester der allgemeinen Formel
R — O — CH2 — CHOH — CH2 — O — CO — Cl
der mit Ammoniak den entsprechenden Carbaminsäureester liefert. Doch erreichen einerseits die Ausbeuten kaum 6O°/o der Theorie, und zum anderen ist das Arbeiten mit Phosgen wegen dessen starker Giftigkeit und der korrodierenden Eigenschaften sehr gefährlich.
Eine andere Herstellungsweise geht aus vom cyclischen Carbonat
R — O — CH2 — CH — CH2
Verfahren zur Herstellung von
Carbaminsäureestem von a-Glycerinäthern
Anmelder:
Dr. Christian Brunnengräber
Chemische Fabrik & Co. m. b. H.,
Lübeck, Ratzeburger Allee 106
das mit Phosgen oder leicht nach Meyer — Jacobsen: »Lehrbuch der organischen Chemie«, Bd. I, Teil 2, 1923, S. 1353, mit Kohlensäurediäthylester durch Umesterung gewonnen werden kann.
Solche Glycolcarbonate können (vgl. Liebigs Annalen der Chemie, Bd. 562,1949, S. 219/220) mit Ammoniak oder Aminen leicht zu Carbaminsäureestem aufgespalten werden. Es muß jedoch damit gerechnet werden, daß die beiden Isomeren
R — O — CH2 — CHOH — CH2 — O — CO — NH2
. CH2OH
R —O —CH,-CH:
O — CO-NH,
nebeneinander entstehen, deren Trennung schwierig und verlustreich ist (vgl. The Journal of Organic Chemistry, Bd. 24, 1959, S. 1088).
So sollen die Carbaminsäureester des Guajacolglycerinäthers und des 3-o-Toloxy-l,2-propandiols nach der kanadischen Patentschrift 589 331 mit Hilfe von Diäthylcarbonat auf zwei Wegen gewonnen werden können.
Einmal wird die Umesterung so frühzeitig unterbrochen, daß sich neben nur wenig cyclischem Carbonat vorwiegend der gemischte Ester
R-O-CH2-CHOH-CH2-O-CO-O-C2H5
ao gebildet hat, der dann mit Ammoniak den gewünschten primären Carbaminsäureester liefert, jedoch nur in einer Ausbeute von etwa 25 0J0, so daß sich die Hauptmenge der Ausgangsstoffe der Umsetzung entzogen hat und aufgearbeitet werden muß.
Zum anderen wird die Umesterung weitergeführt bis zur mehr oder weniger vollständigen Bildung des cyclischen Carbonats, das dann mit wäßrigem Ammoniak allein oder vorzugsweise mit wasserfreiem Ammoniak, gelöst in einem organischen Lösungsmittel, wie Äthanol, Isopropanol, Benzol, Toluol, oder in einem mischbaren organischen Lösungsmittelpaar, wie Toluol—Isopropanol, zum Carbaminsäureester umgesetzt wird. Doch wird in keinem Fall die Bildung erheblicher Mengen des störenden sekundären Carbaminsäureesters vermieden (vgl. die deutsche Auslegeschrift 1176 123), so daß auch nur Ausbeuten von 48,7 bis 63,2 % der Theorie erhalten werden.
Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung von Carbaminsäureestem von a-Glycerinäthern der allgemeinen Formel
R — O — CH2 — CHOH — CH2 — O — CO — NH2
in der R eine gegebenenfalls einfach substituierte Phenylgruppe, eine gegebenenfalls substituierte Cycloalkylgruppe oder eine heterocyclische Gruppe bedeutet, gefunden durch Umsetzen eines Glycerinäthers der allgemeinen Formel
R _ o — CH2 — CHOH — CH2OH
worin R die vorstehend angegebene Bedeutung besitzt, mit Diäthylcarbonat in Anwesenheit eines Umesterungskatalysators, weiteres Umsetzen des erhal-
■ . :■ . ■■- ■ 709 647/570

Claims (1)

  1. tenen cyclischen Carbonates der allgemeinen Formel R — O — CH2 — CH — CH2
    worin R die vorstehend angegebene Bedeutung hat, mit wäßrigem Ammoniak, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man das den Katalysator noch enthaltende cyclische Carbonat in noch heißem Zustand mit einem gegenüber sämtlichen Reaktionspartnern indifferenten Lösungsmittel, besonders Toluol oder Xylol, vermischt und durch nachfolgendes Abkühlen kristallin in dem Lösungsmittel suspendiert und anschließend unterhalb etwa 20 bis 25° C mit mehr als etwa 3 Mol wäßrigem Ammoniak zum Carbaminsäureester umsetzt.
    Das Verfahren der Erfindung vermeidet die Nachteile der bekannten Verfahren und hat den Vorteil, daß sich weit überwiegend der gewünschte primäre Carbaminsäureester bildet, der nach einmaliger Umkristallisation in einer Ausbeute von etwa 90% rein erhalten wird.
    Vorzugsweise wird die Umsetzung mit 4 Mol Ammoniak durchgeführt, wobei in Xylol gearbeitet wird.
    Nach dem Verfahren der Erfindung kann vor allem das 3-(o-Methoxy-phenoxy)-2-oxy-propylcarbamat erhalten werden.
    Die folgenden Beispiele erläutern das Verfahren der Erfindung.
    B e i s ρ i e 1 1
    198 Teile 3-(o-Methoxy-phenoxy)-l,2-propandiol (Guajacolglycerinäther), 236 Teile Kohlensäurediäthylester und 2,2 Teile 30%ige Natriummethylatlösungen werden unter mechanischem Rühren zum Sieden erhitzt. Der sich bildende Alkohol wird über eine Fraktionierkolonne abdestilliert. Wenn die Innentemperatur 130°C erreicht hat, wird der überschüssige Kohlensäurediäthylester unter vermindertem Druck abdestilliert und der zurückbleibende katalysatorhaltige Kohlensäureester des Guajacolglycerinäthers noch heiß mit 500 Teilen Toluol versetzt und auf 20°C abgekühlt, wobei der größte Teil auskristallisiert. In diese Suspension werden 280 Teile konzentriertes wäßriges Ammoniak eingerührt. Nach 12 Stunden wird das 3-(o-Methoxy-phenoxy)-2-oxy-propylcarbamat abfiltriert, unterhalb 50°C getrocknet und aus Essigester umkristallisiert. Es werden 203 Teile vom F. = 96° C erhalten.
    Beispiel 2
    198 Teile 3-(o-Methoxy-phenoxy)-l,2-propandiol (Guajacolglycerinäther), 236 Teile Kohlensäurediäthylester und 0,4 Teile Natrium werden unter mechanischem Rühren zum Sieden erhitzt. Der sich bildende Alkohol wird über eine Fraktionierkolonne abdestilliert. Wenn die Innentemperatur 13O0C erreicht hat, wird der überschüssige Kohlensäurediäthylester unter vermindertem Druck abdestilliert und der zurückbleibende katalysatorhaltige Kohlensäureester des Guajacolglycerinäthers noch heiß mit 500 Teilen Xylol versetzt und auf 2O0C abgekühlt, wobei der größte
    ίο Teil auskristallisiert. Tn diese Suspension werden Teile konzentriertes wäßriges Ammoniak eingerührt. Nach 12 Stunden werden unter vermindertem Druck unterhalb 500C Ammoniak und Wasser mittels eines Wasserabscheiders aceotrop abdestilliert. Anschließend wird das Xylol unter vermindertem Druck entfernt, der Rückstand aus Isopropanol umkristallisiert. Es werden 200 Teile reines 3-(o-Methoxy-phenoxy)-2-oxy-propylcarbamat vom F. = 960C erhalten.
    ao Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Carbaminsäureestern von a-Glycerinäthern der allgemeinen Formel
    R-O-Ch2-CHOH-CH2-O-CO-NH2
    in der R eine gegebenenfalls einfach substituierte Phenylgruppe, eine gegebenenfalls substituierte Cycloalkylgruppe oder eine heterocyclische Gruppe bedeutet, durch Umsetzen eines Glycerinäthers der allgemeinen Formel
    R-O-CH2-CHOH-CH2OH
    worin R die vorstehend angegebene Bedeutung besitzt, mit Diäthylcarbonat in Anwesenheit eines Umesterungskatalysators, weiteres Umsetzen des erhaltenen cyclischen Carbonates der allgemeinen Formel
    R — O — CH2 — CH — CH2
    worin R die vorstehend angegebene Bedeutung hat, mit wäßrigem Ammoniak, dadurch gekennzeichnet, daß man das den Katalysator noch enthaltende cyclische Carbonat in noch heißem Zustand mit einem gegenüber sämtlichen Reaktionspartnern indifferenten Lösungsmittel, besonders Toluol oder Xylol, vermischt und durch nachfolgendes Abkühlen kristallin in dem Lösungsmittel suspendiert und anschließend unterhalb etwa 20 bis 250C mit mehr als etwa 3 Mol wäßrigem Ammoniak zum Carbaminsäureester umsetzt.
    709 647/570 9.67 © Bundesdruckerei Berlin
DENDAT1249852D 1964-10-07 Verfahren zur Herstellung von Carbamm saureestern von a Glycermathern Pending DE1249852B (de)

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DE (1) DE1249852B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4550164A (en) * 1978-05-18 1985-10-29 Pfizer Inc. Process for preparing 2-methyl-2-hydroxypropyl piperazine-1-carboxylate compounds
DE3807522C1 (de) * 1988-03-08 1989-03-30 Boehringer Ingelheim Kg, 6507 Ingelheim, De

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4550164A (en) * 1978-05-18 1985-10-29 Pfizer Inc. Process for preparing 2-methyl-2-hydroxypropyl piperazine-1-carboxylate compounds
DE3807522C1 (de) * 1988-03-08 1989-03-30 Boehringer Ingelheim Kg, 6507 Ingelheim, De

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