DE1248522B - Einrichtung zum Bewegen von bewegbar angeordneten Teilen einer Puppe, Spielzeugfiguroder eines desgleichen Gegenstandes - Google Patents
Einrichtung zum Bewegen von bewegbar angeordneten Teilen einer Puppe, Spielzeugfiguroder eines desgleichen GegenstandesInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
A 63 h
Deutsche KL: 77 f-3/20
Nummer: 1 248 522
Aktenzeichen: B 613 891 c/77 f
Anmeldetag: 22. Februar 1961
Auslegetag: 24. August 1967
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Bewegen von bewegbar angeordneten Teilen
einer Puppe, Spielzeugfigur oder eines desgleichen Gegenstandes aus biegsamem Werkstoff, der balgenartige
Taschen aufweist, die nicht oder nur geringfügig elastisch sind und in dem Körper des Gegenstandes
angeordnet sind, wobei die balgenartigen Taschen mit einer einstellbaren, unter Druck stehenden
Flüssigkeits- oder Gasquelle verbunden sind und mit Rückstelleinrichtungen zusammenwirken, welche
die balgenartigen Taschen in entleertem Zustand halten und Verformungen bzw. Bewegungen von
Teilen des Gegenstandes, gegebenenfalls mit Hilfe von entsprechenden Übertragungsteilen, bewirken.
Es sind Einrichtungen zum Bewegen von Spielzeugfiguren bekannt, bei denen verformbare, mit
einer einstellbaren Druckmittelquelle verbundene und von einer Bedienungsperson gesteuerte Taschen
vorgesehen sind. Bei einigen solcher Einrichtungen dienen die Taschen nur dazu, aus der Entfernung
eine mechanische, die Bewegung gelenkiger Organe, z.B. eines Beines, Auges oder Mundes, steuernde
Anordnung zu betätigen. Bei anderen bekannten Einrichtungen stellen solche Taschen diejenigen
Bereiche des zu bewegenden Körpers dar, die in Bewegung gesetzt werden sollen. Derartige Anordnungen
gestatten, wenn sie mit einem Druckmittel beaufschlagt werden, lediglich das Aufrichten oder
Ausdehnen der die Taschen enthaltenden Bereiche.
Alle die bekannten Anordnungen gestatten es nicht, die Bewegungen des menschlichen Körpers
annähernd naturgetreu nachzuahmen. Das Zusammenwirken verschiedener Gesichtsmuskeln z.B. ist
außerordentlich kompliziert und kann nicht durch einfaches Verformen des Gesichtes der Puppe befriedigend
nachgeahmt werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung zu schaffen, welche einer ein Lebewesen darstellenden
Puppe ein lebendiges Aussehen verleiht, und zwar durch möglichst naturgetreue Nachahmungen der
wirklichen Bewegungen und Ausdrücke natürlicher Lebewesen.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die balgenartigen Taschen in starren oder halbstarren,
stellenweise durchbrochenen Umhüllungen angeordnet sind, welche Leitflächen für die Verformungen
der balgenartigen Taschen bilden.
Erfindungsgemäß befindet sich die balgenartige Tasche bzw. das mit ihr verbundene Übertragungsmittel
selbst in der äußeren Hülle der Puppe, so daß sich zusammenhängende Bewegungen eines
Teiles der Puppe, gegebenenfalls unter Betätigung Einrichtung zum Bewegen von bewegbar
angeordneten Teilen einer Puppe, Spielzeugfigur oder eines desgleichen Gegenstandes
angeordneten Teilen einer Puppe, Spielzeugfigur oder eines desgleichen Gegenstandes
Anmelder:
Raymond Gerard Baulard dit Cogan, Paris
Vertreter:
Dipl.-Ing. K. Siebert, Patentanwalt,
Starnberg bei München, Almeidaweg 12
Starnberg bei München, Almeidaweg 12
1S Als Erfinder benannt:
Raymond Gerard Baulard dit Cogan, Paris
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 9. November 1960 (843 730)
Frankreich vom 9. November 1960 (843 730)
mehrerer balgenartiger Taschen ergeben. Die zur Führung der Verformungen der balgenartigen
Taschen dienenden starren oder halbstarren Umhüllungen oder Stützkörper sind vorzugsweise im
Inneren der Puppe fest mit dieser verbunden.
Zum Beispiel kann das Auge einer Puppe od. dgl. eine halbstarre Umhüllung aufweisen, die vorzugsweise
kugelförmig ausgebildet ist und nach vorn eine Öffnung aufweist, in der ein kleinerer Augapfel liegt.
Hierbei können zwischen dem Augapfel und der Umhüllung zwei oder mehrere Taschen angeordnet
sein. Mit Hilfe einer Einstellschraube kann der Augapfel justierbar in seiner Lage in der Umhüllung
gehalten werden. Vorzugsweise kann die Umhüllung vier voneinander unabhängige Taschen aufweisen,
von denen sich jeweils zwei diametral gegenüberliegen.
Die Lippen des Mundes einer Puppe können z. B. kraftschlüssig mit den Enden zweier Hebel verbunden
sein, die um eine gemeinsame freie Achse beweglich sind. Die entgegengesetzten Enden dieser
Hebel können eine Tasche in Form eines Blasebalges umschließen, wobei eine elastische Rückholvorrichtung
den Blasebalg zusammengedrückt hält und das freie Ende eines der Hebelarme auf einer im wesentliehen
senkrechten Achse gelagert ist, welche durch eine unabhängige Tasche bewegbar ist. Hierbei kann
die Achse einen halbstarren Teil im Bereich des HaI-
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ses der Puppe umfassen, der die Drehung bzw. das zu ermöglichen, dehnt sich die Wand infolge des
Beugen des Halses ermöglicht, ohne die Bewegung Druckes aus, wodurch eine sichtbare Bewegung des
anderer Teile zu beeinflussen. Augenöffnens hervorgerufen wird, was sich als Blin-
Die Öffnung des Mundes einer Puppe kann durch zein der Augen zeigt.
eine starre oder halbstarre glockenförmige Umhül- 5 Das Öffnen der Augenlider geschieht durch den
lung gebildet sein, auf deren Grund eine Tasche vor- in den Taschen 9,11 gleichzeitig entstehenden Druck,
gesehen ist, auf der die Basis der Zunge befestigt ist, wobei die Taschen oberhalb und unterhalb des Auges
während eine elastische Rückholvorrichtung einer- liegen.
seits an der Basis der Zunge und andererseits am Das Rollen des Auges nach oben und unten geGrund
der Umhüllung befestigt ist. io schieht natürlich und auf Grund des mehr oder
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der weniger geregelten stärkeren oder schwächeren
Zeichnung dargestellt. Hierbei zeigt Druckes in der einen oder anderen Tasche 9,11.
Fig. 1 den Oberkörper einer Puppe im Quer- Ebenso wird der Blick nach links oder rechts
schnitt, durch den gleichzeitig oder getrennt in der einen
F i g. 2 den Kopf im Schnitt in vergrößertem Maß- 15 oder anderen Tasche 10,12 auftretenden Druck er-
stab, möglicht, wobei hier die Taschen rechts oder links
F i g. 3 einen Arm in Längsschnitt. vom Auge liegen.
Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist Die beiden Augen können unabhängig voneinander
eine Puppe aus einem hohlen Körper 1 aus bieg- bewegt werden, was einen zusammenlaufenden, aussamem,
z. B. synthetischem Material hergestellt. Im 20 einanderlaufenden oder geraden Blick ermöglicht.
Inneren des Körpers 1 liegen die verschiedenen Der Mund 4 umfaßt die Lippen 15,16, die durch Mechanismen, die die Bewegung der verschiedenen zwei Hebel 17,18, die auf einer gemeinsamen, freien Teile der Puppe ermöglichen. Achse 19 liegen, bewegt werden können. Die Enden
Inneren des Körpers 1 liegen die verschiedenen Der Mund 4 umfaßt die Lippen 15,16, die durch Mechanismen, die die Bewegung der verschiedenen zwei Hebel 17,18, die auf einer gemeinsamen, freien Teile der Puppe ermöglichen. Achse 19 liegen, bewegt werden können. Die Enden
In Fig.2 ist beispielsweise der Kopf 2 und in 20, 21 der Hebel liegen entsprechend in der Masse
F i g. 3 ein Arm der Puppe dargestellt. 25 der Unterlippe 15 und Oberlippe 16 oder sind auf
Der Kopf 2 umfaßt verschiedene unabhängige irgendeine andere Art an diesen Lippen befestigt,
Teile, wie z. B. die Augen 3 (3'), den Mund 4 und die wobei die den erstgenannten Hebeln zugeordneten
Wangen 5 (5'). Hebel 22,23, die eine vorzugsweise blasebalgförmige,
Es können selbstverständlich auch andere Teile zylindrische Tasche 24 umfassen, frei beweglich in
des Gesichtes beweglich gemacht werden. Die Be- 30 einem, im Kopf der Puppe vorgesehenen Hohlraum
Schreibung wurde jedoch der Klarheit wegen auf liegen,
diese Teile beschränkt. Nach dem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel
Das linke, in F i g. 2 dargestellte Auge 3 umfaßt liegen die beiden äußeren Enden der Tasche 24 zwi-
eine kugelförmige, vorzugsweise aus halbstarrem sehen den Backen 25,26, auf welchen die Hebel
Material hergestellte Umhüllung 6, die die Augen- 35 22,23 befestigt sind. Die Backe 26 ist von einer öff-
höhle darstellt. Diese Umhüllung zeigt eine z. B. läng- nung27 durchbrochen, in welche ein Schlauch 28
liehe, kreisförmige od. dgl. Öffnung 7, deren Ränder mündet, der die Flüssigkeit in die Tasche 24 führt,
durch Verleimen oder Verschweißen beispielsweise Ein elastisches Band 29 ist an den Backen 25 und
mit den Innenrändern einer entsprechenden, im Ge- 26 befestigt und führt die Tasche wieder in zusam-
sicht der Puppe vorgesehenen öffnung verbunden 40 mengefalteten Zustand zurück. Dieses Band kann,
sind. In der Umhüllung 6 liegt der von einer starren wie dargestellt, an seinen Rändern in den Rillen 30,
Kugel gebildete Augapfel 8 von geringerem Durch- 31, die auf den Backen 25,26 vorgesehen sind, be-
messer als der innere Durchmesser der Umhüllung 6, festigt sein.
wobei kleine verformbare Taschen 9,10,11 und eine Außerdem ist eine Achse 32 auf der Backe 26 z. B.
der Tasche 10 gegenüberliegende Tasche 12 zwischen 45 durch Verschrauben oder Verschweißen befestigt,
dem Augapfel 8 und der inneren Umhüllungswand die das Verstellen der Hebel 17,18 im Inneren des
vorgesehen sind. im Kopf vorgesehenen Hohlraumes bewirkt.
Diese Taschen 9,10,11,12 sind vorzugsweise Diese Achse 32 umfaßt einen halbstarren Endteil
kugelförmig. Da sie zwischen Augapfel 8 und der 33, der das Drehen oder Beugen des Puppenhalses
Innenwand der Umhüllung 6 eingeschlossen sind, 50 ermöglicht, ohne seine Funktion zu unterbrechen,
sind sie in normalem Zustand halbkugelförmig, wie Er ist mit seinem anderen Ende 34 (s. Fig. 1)
dargestellt. an der Wand einer verformbaren, vorzugsweise kugel-
Die mit den entsprechenden Taschen verbundenen förmigen Tasche 35 befestigt, die in einer halbkugel-
Schläuche 9 a, 10 a, 11 a, 12 α durchlaufen die Um- förmigen Umhüllung 36 liegt, welche mit dem Kör-
hüllungswand durch entsprechende öffnungen und 55 per 1 der Puppe kraftschlüssig verbunden ist.
leiten die Flüssigkeit unter Druck in die verschie- Am Befestigungspunkt der Achse 32 ist das Ende
denen Taschen. einer elastischen Rückholvorrichtung 37 befestigt,
Um die Stellung der Augen und ihre Befestigung das die Tasche 35 durchläuft und am Grund der
in der Augenhöhle einstellen zu können, ist in der Umhüllung 36 angeordnet ist und normalerweise
Verstärkung 14 der Umhüllung eine Einstellschraube 60 dazu dient, die Hebel 22,23 und damit die Hebel 17,
13 vorgesehen. Diese Schraube liegt der Öffnung 7 18 mit Hilfe der Achse 32 nach unten zu bewegen,
vorzugsweise diametral gegenüber. Wenn man den Druck im Inneren der Tasche 24
Die Wirkung ist folgende: verändert, kann man dem Mund alle möglichen öff-
Wenn man Flüssigkeit unter Druck gleichzeitig nungsstellungen geben und andererseits durch gleichallen Taschen zuführt, stützen sich diese gemeinsam 65 zeitige Betätigung der durch die Tasche 35 betätigten
auf dem starren Augapfel 8 ab und zwingen die Um- Achse 32 dem Gesicht infolge von Verstellen und
hüllung 6 sich auszudehnen. Da diese Umhüllung Verformen des Mundes jeden Ausdruck von der
durchbrochen ist, um die Bewegung der Augenlider Traurigkeit bis zum Lächeln und Lachen geben.
Wenn die Tasche 35 entleert ist, so befindet sich der Punkt 0 in unterer Stellung und der Ausdruck
des Gesichtes spiegelt äußerste Traurigkeit wider.
Unter dem Einfluß des Druckes in der Tasche 35 steigt der Punkt 0 an und gibt dem Gesicht einen
neutralen Ausdruck.
Wenn sich der Druck verstärkt, steigt der Punkt 0 weiter und gibt dem Gesicht einen idealen Ausdruck
des Lächelns.
Die Umhüllung 36 berührt die Oberfläche der Tasche 35 lose, was der Achse 32 ermöglicht, sich in
einem Drehkegel zu verschieben, wobei der Kopf eine entsprechende Stellung einnimmt.
Im Inneren des Mundes 4 ist auch eine starre oder halbstarre, z. B. glockenförmige Umhüllung 38 vorgesehen,
die dazu dient, eine starre Zunge 39 aufzunehmen. Am Boden dieser Umhüllung ist eine
kleine, vorzugsweise halbkugelförmige Tasche 40 vorgesehen, die durch einen durch das Gehäuse verlaufenden
und an die unter Druck stehende Flüssigkeitsquelle angeschlossenen Schlauch 41 versorgt
wird. Der Grund der Zunge ist an der Wand der Tasche 40 und an einem elastischen Rückholteil 42
befestigt, das die Tasche durchläuft und mit seinem anderen Ende am Grund der glockenförmigen Umhüllung
38 befestigt ist und so die Zunge in der Tasche hält. Bei Verstärkung des Druckes der Flüssigkeit
in der Tasche 40 dehnt sich diese aus und zieht die Zunge nach außen und gibt ihr gleichzeitig
die Bewegung von unten nach oben.
Die Tasche 43 ist zwischen der nach außen dünner werdenden Umhüllung, die die sichtbare Oberfläche
der Wange bildet, und einer starren oder halbstarren Wand eingeschlossen, die auf der Innenfläche
der Umhüllung, z. B. durch Verleimen, befestigt ist.
Ein Schlauch 44 verbindet die Tasche 43 mit der unter Druck stehenden Flüssigkeitsquelle. Bei Veränderung
des Druckes in der Tasche 43 verformt sich die äußere Umhüllung und dehnt sich nach und
nach aus. Die Starrheit der vorerwähnten Wand vermindert sich vorzugsweise von den Rändern zur
Mitte, um eine allmähliche Verformung der Wange zu erreichen.
In F i g. 1 erkennt man, daß die Bewegungen der Brust und des Bauches den Eindruck des Atmens
erwecken, welche Bewegungen auf ähnliche Weise erreicht werden. Eine Tasche 45 ist zwischen der
dünner werdenden, elastischen Oberfläche und einer starren oder halbstarren Umhüllung 46 eingeschlossen.
Ein Schlauch 47 führt die Flüssigkeit unter Druck in die Tasche 45. Wenn man die Tasche 45
auffüllt, verformt sie sich und hebt die äußere Umhüllung so, daß der Eindruck des Atmens entsteht.
In F i g. 3 sind die Einrichtungen zur Bedienung des Ellenbogens und der Hand gezeigt.
Im Ellenbogen liegt eine z.B. zylindrische oder eiförmige, auf der Innenseite mit Kanälen versehene,
kraftschlüssig mit der Wand des Ellenbogens verbundene Tasche 48. Eine elastische Rückholvorrichtung
49, die an den Enden 50,51 der Tasche befestigt ist, hält diese in zusammengezogener Stellung.
Wenn man durch den Schlauch 52 Flüssigkeit unter Druck in die Tasche 48 zuführt, dehnt sich
diese wieder aus und ruft so das Beugen des Ellenbogens hervor, wobei die inneren Kanäle die Trennung
in zwei Kammern der zusammengezogenen Tasche vermeiden und das schrittweise Wiederauffüllen
der Tasche fördern.
Die Bewegungen der Finger werden bei. dem dargestellten Ausführungsbeispiel durch eine einzelne,
biegsame, vorzugsweise kugelförmige, mit der unter Druck stehenden Flüssigkeitsquelle durch einen
Schlauch 54 verbundene Tasche 53 ermöglicht, deren Grund in einer starren, vorzugsweise halbkugelförmigen,
kraftschlüssig mit dem Körper des Arms verbundenen Umhüllung 55 liegt.
Die Kabel 56,56', 56", 56'", die in den einzelnen Fingern enden, sind mit ihren anderen Enden am
Punkt 57 an der Wand der Tasche 53 befestigt. Ein elastisches, in der Tasche 53 vorgesehenes, einerseits
mit dem Punkt 57 der Kabel und andererseits bei 59 am Grunde der Umhüllung 55 verbundenes Rückholteil
58 ist dazu bestimmt, die Tasche wieder zu entleeren, wobei die gespannten Kabel das Abbiegen
der Finger hervorrufen.
Die verschiedenen Schläuche, die die Flüssigkeit den verformbaren Taschen zuführen, und die mit
verschiedenen Teilen des Puppen- od. dgl. Körpers verbunden sind, sind an eine unter Druck stehende
Flüssigkeitsquelle angeschlossen mit in jedem Schlauch oder jeder Schlauchgruppe vorgesehener
zwischengeschalteter Einrichtung zum Regeln und Verschließen.
Die unter Druck stehende Flüssigkeitsquelle und die verschiedenen Regeleinrichtungen können im
Puppenkörper selbst vorgesehen sein, wobei diese Einrichtungen auch indirekt gesteuert werden können.
In dem Fall, in dem die unter Druck stehende Flüssigkeitsquelle und die Bedienungsmittel außerhalb
des Puppen- od. dgl. Körpers vorgesehen sind, kann man, wie in F i g. 1 dargestellt, alle Schläuche
an eine Sammelkammer 60 anschließen, die beispielsweise auf dem Rücken der Puppe vorgesehen ist,
an welcher ein entsprechender Sammelstutzen 61 vorgesehen ist, der durch Schläuche, die in einem
Bündel z.B. an einem nicht dargestellten Bedienungsapparat angeschlossen werden können, verbunden
ist.
Claims (9)
1. Einrichtung zum Bewegen von bewegbar angeordneten Teilen einer Puppe, Spielzeugfigur
oder eines desgleichen Gegenstandes aus biegsamem Werkstoff, der balgenartige Taschen aufweist,
die nicht oder nur geringfügig elastisch sind und in dem Körper des Gegenstandes angeordnet
sind, wobei die balgenartigen Taschen mit einer einstellbaren, unter Druck stehenden Flüssigkeits-
oder Gasquelle verbunden sind und mit Rückstelleinrichtungen zusammenwirken, welche
die balgenartigen Taschen in entleertem Zustand halten und Verformungen bzw. Bewegungen von
Teilen des Gegenstandes, gegebenenfalls mit Hilfe von entsprechenden Ubertragungsteilen,
bewirken, dadurch gekennzeichnet, daß die balgenartigen Taschen (9, 10, 11, 12, 24, 35,
40, 43, 45, 48, 53) in starren oder halbstarren, stellenweise durchbrochenen Umhüllungen (6,
36, 38, 46, 55) angeordnet sind, welche Leitflächen für die Verformungen der balgenartigen
Taschen bilden.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere unabhängige Taschen
(9, 10, 11, 12, 24) mit je einem einzelnen Teil des Gegenstandes, z. B. bei einer Puppe mit dem
Auge (3, 3'), dem Mund (4) od. dgl. derart verbunden sind, daß sich zusammenhängende Bewegungen
der Teile ergeben.
3. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Auge
(3, 3') einer Puppe od. dgl. eine halbstarre Umhüllung (6) besitzt, die vorzugsweise kugelförmig
ausgebildet ist und nach vorn eine Öffnung (7) aufweist, in der ein kleinerer Augapfel (8) liegt,
wobei zwischen dem Augapfel und der Umhüllung zwei oder mehrere Taschen (9, 12) angeordnet
sind.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ränder der Öffnung (7)
kraftschlüssig mit den Rändern einer entsprechenden öffnung verbunden sind, die im Gesicht der
Puppe od. dgl. vorgesehen ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einstellschraube
(13) in der Umhüllung (6) vorgesehen ist, um den Augapfel (8) in seiner Lage zu halten.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung
(6) vier unabhängige Taschen (9,10,11,12)
aufweist, von denen sich jeweils zwei diametral gegenüberliegen.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Lippen (15,
16) des Mundes (4) einer Puppe kraftschlüssig mit den Enden zweier Hebel (17, 18) verbunden
sind, die um eine gemeinsame freie Achse (19) beweglich sind, während die den Hebeln (17, 18)
zugeordneten Hebel (22, 23) eine Tasche (24) in Form eines Blasebalges umschließen, wobei eine
elastische Rückholvorrichtung den Blasebalg zusammengedrückt hält und das freie Ende eines
der Hebel (22, 23) auf einer im wesentlichen senkrechten Achse (32) gelagert ist, die durch eine
unabhängige Tasche (35) bewegbar ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (32) einen halbstarren Endteil (33) in der Gegend des Halses der
Puppe od. dgl. umfaßt, der die Drehung oder das Beugen des Halses ermöglicht, ohne die Bewegung
anderer Teile zu unterbrechen.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die öffnung
des Mundes (4) der Puppe durch eine starre oder halbstarre, glockenförmige Umhüllung (38) gebildet
wird, auf deren Grund eine Tasche (40) vorgesehen ist, auf der die Basis der Zunge (39)
befestigt ist, während ein elastischer Rückholteil (42) einesteils an der Basis der Zunge und andernteils
auf dem Grund der Umhüllung befestigt ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 475 403;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 731 933;
französische Patentschriften Nr. 328 889,
1022397, 1032217, 1113 440;
britische Patentschrift Nr. 21 887, 1 891;
USA.-Patentschrift Nr. 712 601.
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 731 933;
französische Patentschriften Nr. 328 889,
1022397, 1032217, 1113 440;
britische Patentschrift Nr. 21 887, 1 891;
USA.-Patentschrift Nr. 712 601.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 638/13 8.67 ® Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR843730A FR1288052A (fr) | 1960-11-09 | 1960-11-09 | Procédé d'animation d'objets en matière souple, tels que poupées, personnages figurés ou de création, animaux, jouets et analogues, et objets obtenus par ledit procédé |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1248522B true DE1248522B (de) | 1967-08-24 |
Family
ID=8742551
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB61389A Pending DE1248522B (de) | 1960-11-09 | 1961-02-22 | Einrichtung zum Bewegen von bewegbar angeordneten Teilen einer Puppe, Spielzeugfiguroder eines desgleichen Gegenstandes |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3153881A (de) |
| DE (1) | DE1248522B (de) |
| FR (1) | FR1288052A (de) |
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