DE1246711B - Verfahren zur Herstellung oeliger Polymerisationsprodukte aus AEthylen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung oeliger Polymerisationsprodukte aus AEthylenInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C07c
Deutsche KL: 12 ο-19/01
Nummer: 1246 711
Aktenzeichen: E 18580 IV b/12 ο
Anmeldetag: 1. Dezember 1959
Auslegetag: 10. August 1967
Die Niederdruckpolymerisation und Mischpolymerisation von Λ-Olefinen und -Diolefinen mit Katalysatoren,
die aus einem teilweise reduzierten, schweren Ubergangsmetallhalogenid und einer reduzierenden
metallhaltigen Verbindung bestehen, zu oft isotaktischen, festen, verhältnismäßig linearen Produkten
mit hoher Dichte und hohem Molekulargewicht ist bekannt.
Es ist auch bekannt, Äthylen bei Temperaturen unter 500C in Gegenwart von halogenierten aliphatischen
Kohlenwasserstoffen als Verdünnungsmittel unter der Wirkung eines durch Mischen eines Übergangsmetallhalogenids
mit einem Aluminiumalkylhalogenid gebildeten Katalysators zu ungesättigten Kohlenwasserstoffölen mit niedrigem Molekulargewicht
zu polymerisieren. Hierbei werden flüssige Polymerisationsprodukte erhalten, jedoch ist der
Reaktionsverlauf ein verhältnismäßig langsamer. Es war daher nicht zu erwarten, daß man bei dem Verfahren
der vorliegenden Erfindung durch die Verwendung von Monochlorbenzol, Dichlorbenzol oder
eines Gemisches dieser beiden als Verdünnungsmittel und Einhalten bestimmter niedriger Temperaturen
zu erheblich größeren Reaktionsgeschwindigkeiten und hohen Ausbeuten an flüssigen Polymeiisationsprodukten
gelangen würde.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung öliger Polymerisationsprodukte aus Äthylen,
deren Viskositätsindex über 140 ist und deren Molekulargewicht im Bereich von 350 bis 800 liegt,
in Halogenkohlenwasserstoffen als Reaktionsmedium unter Verwendung von aus Titanhalogeniden und
Aluminiumalkylhalogeniden zusammengesetzten Katalysatoren, das dadurch gekennzeichnet ist, daß
man Äthylen in einem wenigstens zu 40 Volumprozent aus Monochlorbenzol bestehenden flüssigen Reaktionsmedium
in Anwesenheit eines Katalysators, bestehend aus Titanhalogenid und Aluminiumalkylhalogenid
entsprechend der Formel
in welcher R einen Alkylrest, X ein Halogenatom, η eine Zahl, die nicht kleiner als 1, aber kleiner als 2
ist, bedeutet, vorzugsweise eines aus Titantetrachlorid und Aluminiumäthyldichlorid bestehenden Katalysators,
bei Temperaturen zwischen —10 und +150C
polymerisiert. An Stelle von Monochlorbenzol kann auch die gleiche Menge Dichlorbenzol oder eines
Gemisches aus Monochlor- und Dichlorbenzol verwendet werden.
Das bevorzugte Titanhalogenid ist TiCl4. Es ist
Verfahren zur Herstellung öliger
Polymerisationsprodukte aus Äthylen
Polymerisationsprodukte aus Äthylen
Anmelder:
Esso Research and Engineering Company,
Elizabeth, N. J. (V. St. A.)
Elizabeth, N. J. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. W. Beil, A. Hoeppener, Rechtsanwälte,
Frankfurt/M.-Höchst, Adelonstr. 58
Frankfurt/M.-Höchst, Adelonstr. 58
Als Erfinder benannt:
Herschel T. White, Montclair, N. J.;
Anthony J. Passannante,
Metuchen, N. J. (V. St. A.)
Herschel T. White, Montclair, N. J.;
Anthony J. Passannante,
Metuchen, N. J. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 8. Dezember 1958
(778 614),
vom 17. Dezember 1958
(780 925)
außerdem möglich, die Reaktion mit einem reduzierten Titanhalogenid, wie TiCl3, einzuleiten.
In der Formel der halogenierten Aluminiumalkylverbindungen kann η Durchschnittswerte darstellen,
da Aluminiumsesquichlorid (ein Gemisch aus AIuminiumdiäthylchlorid
und Aluminiumäthyldichlorid) in vielen Fällen bevorzugt wird. Es ist wesentlich,
daß diese halogenierten Derivate im Gegensatz zu den Kohlenwasserstoff-Aluminium-Derivaten, wie z.B.
Aluminiumtriäthyl, Aluminiumtriisobutyl usw., verwendet werden. Die Menge des festen Polymeren
steigt, wenn der Wert von η von 1 auf 2 steigt. Eine besonders wirksame Verbindung ist Aluminiumäthyldichlorid.
Das Molverhältnis der Aluminiumverbindung zur Übergangsmetallhalogenidverbindung kann
zwischen 0,1 und 20, vorzugsweise bei 2 bis 4 liegen. Die Verwendung der halogenierten Aluminiumderivate
ist auch aus einem anderen Grund wichtig. Diese Verbindungen steuern offensichtlich den Umfang
der in das Polymerenprodukt eingeführten Verzweigungen, so daß man Produkte erhält, deren Verzweigungskonfigurationen
mit dem erforderlichen Viskositätsindex übereinstimmen. Die nichthaloge-
709 620/560
nierten Aluminiumderivate führen zu linearen festen Stoffen. Umgekehrt führt eine übermäßige Lewis-Azidität
zu übermäßiger Kettenverzweigung und Isomerisierung, so daß die gewünschten Produkte nicht
entstehen.
Die nicht beanspruchte Herstellung des Katalysators wird in an sich bekannter Weise so durchgeführt,
daß man Lösungen der beiden Katalysatorkomponenten in Monochlorbenzol, Dichlorbenzol oder in
einem Gemisch der beiden ,vorzugsweise Monochlorbenzol, bei <25°C in Abwesenheit von Feuchtigkeit,
Sauerstoff und Schwefelverunreinigungen in den richtigen Mengenverhältnissen mischt. Der entstehende
Ti - Halogenid—Al - Alkylhalogenid—Kohlenwasserstoff-Koordinationskomplex
stellt wahrscheinlich den aktiven Polymerisationskatalysator dar.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird bei einem Druck zwischen 0,49 und 2,1 atü durchgeführt. Die
Selektivität nach dem flüssigen Produkt zu fällt oberhalb der Höchsttemperatur ab.
Die Polymerisation wird mit Monochlorbenzol oder/und Dichlorbenzol als Verdünnungsmittel durchgeführt.
Die Verwendung von aliphatischen chlorierten Lösungsmitteln führt zu niedrigeren Leistungen
und übermäßiger Verzweigung. Monochlorbenzol oder/und Dichlorbenzol können allein oder in Verbindung
mit anderen Verdünnungsmitteln, wie Heptan, Benzol, Xylol usw., verwendet werden, vorausgesetzt,
daß die vorstehend genannten Chlorbenzale mindestens 40 Volumprozent des gesamten Verdünnungsmittelgemisches
ausmachen.
Die nach dem Verfahren der Erfindung hergestellten
Öle sieden zwischen 400 bis 65O0C. Sie besitzen einen
Viskositätsindex von über 140 (ASTM D-567-53) und ein Molekulargewicht zwischen 350 und 800.
Äthylen wurde mit einem TiCl4-halogenierten
Aluminiumalkyl-Katalysator bei einer Temperatur von 15°C unter Verwendung von Monochlorbenzol
polymerisiert. Die Ergebnisse waren:
Chlorbenzol als Verdünnungsmittel 0,010 Mol Ti/Liter; 15° C
| Art Al 20 |
Ti | Ausbeute an flüssigem Produkt in Gewichtsprozent, bezogen auf umgesetztes CjH4 |
| AlAtIiCl2 AIAtIi2Cl AlÄth1>5Clli5 .... |
TiCl4 TiCl4 TiCl4 |
98 <26 95 |
Die Tabelle zeigt, wie die Ausbeute an flüssigem Produkt mit der Verwendung von Monoäthyl zu
Diäthylderivaten sinkt.
Beispiel 2
Es wurde ein Versuch durchgeführt, um den Einfluß der Temperatur zu zeigen. Die Ergebnisse waren:
Es wurde ein Versuch durchgeführt, um den Einfluß der Temperatur zu zeigen. Die Ergebnisse waren:
| Katalysator | Verdünnungsmittel | Temperatur 0C |
Ausbeute an flüssigem Produkt in Gewichts* Prozent, bezogen auf umgesetztes CgH* |
| AlAtIi14Cl1 JTiCl4 AlAtIiZ4Cl1VTiCl4 AlÄüiitCli JTiCIt |
C6H5Cl C6H5Cl C6H5Cl |
0 15 25 |
100 78 0 |
Diese Ergebnisse zeigen die ungünstigen Wirkungen des Überschreitens von 15°C.
Die folgenden Daten zeigen die Notwendigkeit der Verwendung von halogenierten Verdünnungsmitteln
im allgemeinen und halogenierter aromatischer Verbindungen im besonderen.
| Ausbeute an | Nichtflüssiges Produkt |
Reak- tions- geschwin- digkeit Verh. |
|
| Verdünnungs mittel |
flüssigem Produkt in Gewichts prozent, bezogen auf |
||
| umgesetztes | |||
| QH1 | 1,00 | ||
| C6H5Cl ... | 100 | 700/2000 Mol | 0,1 |
| Octen-1 ... | 0 | gewicht Wachs | |
| > 20 000 Mol | 0,01 | ||
| n-Heptan.. | gewicht Feststoff | ||
| — | 0,2 | ||
| CHCl3 .... | 100 | ||
Die Olefintypenverteilung dient außerdem zur Kennzeichnung der Polyäthylenöle und zeigt, daß
sich die in halogenierten aromatischen Kohlenwasserstoffen, wie Chlorbenzol, hergestellten Polymeren
hinsichtlich ihrer Struktur von Ölen unterscheiden, die in Alkylhalogeniden, wie z. B. Chloroform, hergestellt
worden sind.
Lösungsmittel
„ C6H5Cl
CHCL..
CHCL..
Volumprozent des flüssigen Produkts
Typ I
R-CH=CH2
R-CH=CH2
Typ II H ,R
R'
20
20
20 60
Typm >C = CH,
60 20
In einem 2-1-Reaktionsgefäß mit Rührwerk wurde eine Lösung von 0,018 Mol AlAtIi133Cl1 e7 in 100 cms
C6H5Cl, 0,006 Mol TiCl4 in 400 cm8 C6H6Cl bei -10
bis 00C zugesetzt. Die Temperatur des Reaktionsgemisches wurde bei O0C gehalten und 9,6 Stunden
lang Äthylen eingeblasen. Die erhaltenen 353 g PoIyäthylen
brachten die Endkonzentration des Polymeren im Reaktionsgemisch auf 46,8 Volumprozent
Der Umfang der C2H4-Absorption nahm von einem
Maximum von 0,000659 m3/Min. bei Absorption von
I 246
64 g auf 0,000416 m3/Min. am Ende des Arbeitsganges
ab. Zur Zerstörung des Katalysators und zur Ausfällung von Polymeren mit hohem Molekulargewicht
wurden dem Reaktionsgemisch 200 cm3 Methanol zugesetzt. Nach Entfernung der Feststoffe durch FiI-trieren
wurde das Methanol abgestreift. Die übrige Lösung des Polymeren in Chlorbenzol wurde durch
Ton filtriert, um die vollständige Entfernung des Katalysators zu erreichen. Nach Waschen des Tons
mit n-Heptan wurde das ausströmende Produkt (einschließlich der n-C7-Wäsche) in einem kurzen Destillationskolben
fraktioniert. Die Produktverteilung entsprechend dem Molekulargewicht ist unten angegeben.
| Siedebereich 0C |
Anzahl der Kohlenstoffatome |
Gewichtsprozent des gesamten Polymeren |
| Wachs 398+ 260/398 260- |
C26+ C16/C26 C18 |
6,0 28,6 32,0 33,4 |
dukte lassen sich auch ohne jegliche Verminderung des Viskositätskoeffizienten hydrieren.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung öliger Polymerisationsprodukte aus Äthylen, deren Viskositätsindex über 140 ist und deren Molekulargewicht
im Bereich von 350 bis 800 liegt, in Halogenkohlenwasserstoffen als Reaktionsmedium unter
Verwendung von aus Titanhalogeniden und AIuminiumalkylhalogeniden zusammengesetzten Katalysatoren,
dadurch gekennzeichnet, daß man Äthylen in einem wenigstens zu 40 Volumprozent
aus Monochlorbenzol bestehenden flüssigen Reaktionsmedium in Anwesenheit eines Katalysators, bestehend aus Titanhalogenid und
Aluminiumalkylhalogenid entsprechend der Formel
Die Olefintypenverteilung der 260/398-Fraktion ist folgende:
I 20%
II-t 41%
III 39%
30
Die typische Olefintypenverteilung für gewonnene C8/C16-Fraktionen ist folgende:
I 40%
n-t 45% „
III 15%
Die auf diese Weise hergestellten Produkte eignen sich unter anderem als Motorenschmieröl-Grundstoffe,
Flüssigkeiten für hydraulische Getriebe, synthetische Düsenmotorenöle und helle Öle. Die Proin
welcher R einen Alkylrest, X ein Halogenatom, η eine Zahl, die nicht kleiner als 1, aber
kleiner als 2 ist, bedeutet, vorzugsweise eines aus Titantetrachlorid und Äluminiumäthyldichlorid
bestehenden Katalysators, bei Temperaturen zwischen —10 und +150C polymerisiert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Polymerisation in einem
Reaktionsmedium durchführt, welches an Stelle der Menge Monochlorbenzol die gleiche Menge
eines Gemisches aus Monochlor- und Dichlorbenzol enthält.
3. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Polymerisation
in einem Reaktionsmedium durchführt, das an Stelle von Monochlorbenzol wenigstens
40 Volumprozent Dichlorbenzol enthält.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Belgische Patentschrift Nr. 550 429.
Belgische Patentschrift Nr. 550 429.
709 620/560 7.67 © Bundesdruckerei Berlin
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