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Entnahmegerät für durchstoßbare Flüssigkeitsbehälter . .
Die
Erfindung betrifft ein Entnahmegerät für durchstoßbare Flüssigkeitsbehälter mit
einem Anstechdom zum Durchbohren des Behälters, einem Gewinde von sich vergrößerndem
Radius, einer Einrichtung zum Abdichten des Entnahmegerätes mit der Außenfläche
des Behälters und einem Flüssigkeitsförderdurchgang, der sich von der Spitze zu
einem Auslaß an dem Entnahmegerät erstreckt.
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Solche Entnahmegeräte sind bereits bekannt, aber mit gewissen Nachteilen
behaftet. Insbesondere ist es nachteilig, daß durch das Anstechen des Behälters
das Behältermaterial radial unter der Dichtung zerspalten bzw. züm Aufplatzen gebracht
wird, wodurch die Dichtung unwirksam wird. Die Dichtungseinrichtung besteht normalerweise
aus einer flachen federnden Scheibe, die auf die Außenfläche des Behälters von einer
starren Andrückscheibe gepreßt wird. Wenn das bekannte Entnahmegerät etwas schief
an-01 gesetzt wird oder wenn der Behälter etwas uneben ist, so wird die Scheibe
nicht gleichmäßig nach unten gepreßt, und die Dichtung wird dadurch unwirksam.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Entnahniegerät der obengenannten
Art verfügbar zu machen, bei dem die beschriebenen Schwierigkeiten cl nicht auftreten.
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Die Erfindung geht von einem Entnahmegerät für durchstoßbare Flüssigkeitsbehälter
aus, bestehend aus einem zylinderförmigen Körper, der mit einem kegelförmigen Anstechdorn,
einem nachfolgenden Gewinde, dessen Durchmesser sich vergrößert, einer Einrichtung
zum Abdichten mit der Außenfläche des Flüssigkeitsbehälters und einem Flüssigkeitskanal,
der sich durch den Anstechdorn zu einem Auslaß in dem Körper erstreckt, versehen
ist.
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Die Erfindung besteht darin, daß der Anstechdorn mehrere gleichmäßig
konkave Seitenflächen aufweist und daß das Gewinde dreieckförmigen Querschnitt hat,
wobei eine Seite jedes Gewindeganges rechtwinklig zur Körperachse verläuft.
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Bei einem solchen Entnahmegerät wird in vorteilhafter Weise eine einwandfreie
Abdichtung dadurch erreicht, daß hinter dem Gewinde eine federnde Dichtungsscheibe
angeordnet ist, der eine auf dem Körper kippbar montierte Andrückscheibe zugeordnet
ist, und daß ein teilweise, gewölbter Ansatz der Andrückscheibe mit einer Aussparung
eines Anschlußkörpers in Eingriff kommt, der über ein Gewinde auf dem'Körper befestigt
ist. Dadurch kann sich die Dichtungseinrichtung - einer schiefen Lage des
Entnahmegerätes oder einer unebenen Behälterfläche einwandfrei anpassen.
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Zweckmäßig weist die federnde Dichtungsscheibe dazu eine größere Umfangsrippe
auf der Seite auf, die dem Anstechdorn zugekehrt ist und besitzt eine Nabe auf der
dem Anstechdorn abgekehrten Seite.
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Um die Dichtungsscheibe zu schützen, ist unter der federnden Dichtungsscheibe
eine dümie Metallscheibe vorgesehen, die einen geringeren Durchmesser als die Umfangsrippe
der Dichtungsscheibe aufweist.
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Die Erfindung soll an Hand eines Ausfühlungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen erläutert werden. In diesen zeigt F i g. 1 eine Seitenansicht
des Entnahmegeräts mit einem Abzapfhahn, F j g. 2 eine Schnittansicht von
F i g. 1 in größerem Maßstab, und F i g. 3 eine Schnittansicht nach
der Linie 3-3 in F i g. 2.
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Die Vorrichtung umfaßt allgemein einen Anstechdorn10 an dem Ende eines
hohlen Röhrenkörpers 11, eine Querbohrung 127, die mit der Bohrung
13 des Körpers 11 in Verbindung steht. Auf dem Körper 11
ist
zwischen dem Dorn 10 und einem Teil 15 des Körpers 11- von
verringertem Durchmesser ein äußeres Gewinde14 ausgebildet, das einen sich vergrößernden
Durchmesser hat. Der Körper 11 ist mit einem zweiten Gewinde 16 in
einen röhrenförmigen Anschlußkörper 17 eingeschraubt, der zu einem Zapfhahn
18 führt.
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Der Anschlußkörper17 endet mit einer Aussparung 19. Eine feste
Gegenplatte 20 ist lose auf dem runden Körper 11 montiert, so daß sie eine
begrenzte Kippbewegung in Bezug auf den Körper 11 ausführen
kann.
Die Scheibe 20 besitzt einen teilweise ge-v#"ölbten Ansatz 21, der sich in die Aussparung
19 erstreckt und dessen gegenüberliegende Seiten 22 gegen eine federnde Abdichtscheibe
23 zu liegen kommen. Eine Nut der Gegenscheibe 20 dient als Lager für die
Scheibe 23. Die Scheibe 23 besitzt eine Umfangsrippe 24, die sich
in Richtung auf den Dorn 10
erstreckt und eine ringförmige Nabe
25, die unmittelbar den Teil 15 des Körpers 11 umgibt und sich
von dem Dorn 10 weg erstreckt. Zusätzlich besitzt die Scheibe 23 eine
Reihe von ringförmigen Nuten 34.
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Eine dünne Scheibe 36, vorzugsweise aus nichtrostendem Stahl-
von einem Durchmesser, der geringer als der der Scheibe 23 ist, ist zwischen
dies.er und dem Gewinde 14 angeordnet. Die Scheibe 36 verhindert eine Beschädigung
der Scheibe 23 durch den Behälter oder das Gewinde 14 während der Betätigung
der Vorrichtung. -
Der Abziehdorn 10 ist mit sechs gleich-förmigen
Flächen 26 versehen, die jede eine konkave Gestalt aufweisen. Diese Flächen
enden in einem kurzen zylindrischen Teil 27, durch das sich die Querbohrung
12 erstreckt. Damit wird die Stetigkeit der Flächen 26 nicht unterbrochen.
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Das Gewinde 14 besitzt Gewindegänge von dreieckförmigem Querschnitt,
wobei die Seiten 28 jedes Gewindeganges rechtwinklig zur Körperachse verläuft
und die übricen Flächen 29 abgeschrägt sind. Das Gewinde 14 endigt in einem
kurzen zylindrischen Teil 30, das über den Absatz 31 zu dem Teil mit
einem verringerten Durchmesser des Körpers 11
fährt.
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Beira Betrieb wird der Anschlußkörper 17 von dem Dom
10 am Gewinde 16 abgeschraubt und der Dorn 10 durch den Behälter
gedrückt, bis der Behälter das zylindrische Teil 30 erreicht. Aus F i
g. 3 ist zu entnehmen, daß die konkaven Flächen 26 des Doms
10 zwischen sich stumpfe Winkel bilden lind an ihren Verbindungsstellen eine
Reihe scharfer Kanten 40 entstehen. Dadurch kann der Behälter leicht angebohrt #verden,
und es ergibt sich, daß das Behälterinaterial gleichmäßig an - den Kanten
40 Getrennt wird, soweit sich die Bohrung erstreckt und sauber an jeder Fläche
26 umgerollt wird.. Es entsteht nur ein geringes oder überhaupt kein Aufreißen
des Behälters über den Kanten 40. Die Behälterbohrung Creht jetzt über das Teil
30 und kommt in Berührung mit dem Gewinde 14, und der Anschlußkörper
17
wird aufgeschraubt. Die Gewindeflächen 28 tragen die urnaerollten
Unterseiten des Behälters, und die Bohrung wird vergrößert, bis sie um das zylindrische
Teil 30 über deid letzten Gewinde liegt. Der Anschlußkörper 17 wird
dann ganz eingeschraubt, um die Gegenscheibe 20 auf die Scheibe 23 zu drücken.
Die Rippe 24 der Scheibe 23 kommt in Berührung mit der Außenfläche des Behälters
und wird auf diesen gedrückt, um eine gute Umfangsdichtung zu bil-
den. Die
Nabe 25 wird ebenfalls zusamrnengedrückt und bildet eine radiale Dichtung
um den Körper 11.
Die ringförmigen Nuten 34 kommen in Berührung mit der Scheibe
36 und drücken sie fest gegen die Behälteroberfläche und erlauben eine Dichtung
der gesamten Scheibe 23.
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Die Scheibe 26 schützt den inneren Teil der Scheibe
23 vor einer direkten Berührung mit dem Behälter, so daß kleine Schlitze
oder Unebenheiten des Behälters rund um die Bohrung nicht die Scheibe i3 einklemmen
oder einreißen können.
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Durch das Ineingriffkommen des Ansatzes 21 mit der Aussparung
19 kann die, Scheibe 20 eine gekippte Lage in Bezug auf den Körper
11 einnehmen und somit ihre Lage einem gegebenen gleichen Umfangsdruck der
Rippe 24 auf den Behälter anpassen, Der Anzapfhahn 18 und der Anschlußkörper
17
können mehrere Male auf dem Gewinde 16 gedreht werden, nachdem die
Dichtung wirksam ist, so daß der Anzapfhahn 18 für ein Anzapfen von Flüssigkeit
aus dem Behälter passend angeordnet ist.