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Rotationssymmetrischer Siebkörper in einer Rohrleitung Die Erfindung
betrifft einen rotationssymmetrischen Siebkörper in einer Rohrleitung für eine mit
Feststoffen beladene - Flüssigkeitsströmung, insbesondere für Abwässer, der koaxial
in der einen größeren Durchmesser aufweisenden Rohrleitung angeordnet und auf seiner
der Strömung zugewandten Seite offen ist, wobei in Strömungsrichtung hinter dem
Siebkörper eine verengte, dem Siebkörper gegenüberliegende Durchtrittsöffnung für
das Freispülen des Siebkörpers durch Strömungsumkehr vorgesehen ist.
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Aus der USA.-Patentschrift 2278 178 ist bereits eine derartige Siebkörpereinrichtung
bekannt. Der Siebkörper ist in einem in eine Abwasserleitung einbaubaren Rohrabschnitt
angeordnet und besteht aus einer Vielzahl von Stäben, die auf einem, eine verengte
Durchtrittsöffnung bildenden Innenflansch des Rohrabschnitts abgestützt sind. Die
vom Innenflansch ausgehenden Stäbe erstrecken sich mit Abstand von der Innenwand
des Rohrabschnitts und sind mit Neigung zur Achse des Rohrabschnitts symmetrisch
um diese verteilt, wobei die auf dem kleinsten Durchmesser um die Durchtrittsöffnung
abgestützten Stäbe am kürzesten und am stärksten geneigt sind, so daß sie einen
bis zur Mittelachse geschlossenen Siebkörperboden bilden, während die auf dem größten
Durchmesser um die Durchtrittsöffnung abgestützten Stangen mit ihren oberen Enden
eine der Abwasserströmung zugewandte offene Seite des Siebkörpers bilden. Die Anordnung
einer dem Siebkörperboden gegenüberliegenden verengten Durchtrittsöffnung soll bezwecken,
daß bei einer Umkehr der Strömungsrichtung, beispielsweise beim Leerpumpen einer
dem Siebkörper nachgeschalteten Sammelgrube, dieser von den aufgefangenen Feststoffen
wieder freigespült wird.
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Die bekannte Einrichtung besitzt jedoch den Nachteil, daß sie einen
Betrieb mit vergleichsweise häufiger Strömungsumkehr erfordert, weil sich der Siebkörper
bzw. der Strömungsweg zur Durchtrittsöffnung bereits nach kurzer Zeit zusetzt. Dies
ist darauf zurückzuführen, daß die in den Siebkörper eingeströmten Feststoffe von
der Strömung bis in den untersten Bereich des Siebkörpers mitgeführt werden und
dabei den von den inneren Stäben gebildeten Siebkörperboden bis zu dem die Durchtrittsöffnung
bildenden Iunenflansch zusetzen. Eine Verstopfung tritt daher bereits ein, bevor
der Siebkörperhohlraum gefüllt ist. Im übrigen besteht auch die Gefahr, daß, nachdem
der Siebkörperboden im wesentlichen in seinem mittleren Bereich verstopft ist, das
Abwasser an der Außenseite der Stäbe vorbei zur Durchtrittsöffnung strömt, so daß
sich alsbald der Siebbereich an den unteren Enden der Stäbe auch auf diese Weise
zusetzt, falls wegen
der Vielzahl der am Innenflansch abgestützten und unter spitzen
Winkeln zueinander verlaufenden Stäbe zunächst noch ein freier Durchtrittsquerschnitt
zwisehen den Stäben unmittelbar vor der Durchtrittsöffnung verblieben ist. Ein weiterer
Nachteil der bekannten Einrichtung besteht darin, daß die zwischen den inneren und
äußeren Stäben angeordneten mittleren Stäbe zu einem das Freispülen erschwerenden
Festsetzen der im Siebkörper aufgefangenen Feststoffe führen, die sich unter dem
Druck des zuströmenden Abwassers zwischen den sich in Strömungsrichtung des Abwassers
verengenden Stabzwischenräumen fest verankern.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Siebkörpereinrichtung
zu schaffen, die längere Zuströmperioden ohne Strömungsumkehr ermöglicht und im
Fall der Strömungsumkehr ein gutes Freispülen des Siebkörpers gewährleistet.
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Gelöst wird diese Aufgabe nach der Erfindung dadurch, daß der der
Strömung zugewandte Rand des Siebkörpers etwa bis zur Innenwand der Rohrleitung
erweitert ist und die verengte Durchtrittsöffnung mit axialem Abstand hinter dem
Siebkörperboden liegt.
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Bei dieser Ausbildung lagern sich zwar gleichfalls die Feststoffe
zunächst am Siebkörperboden ab, so daß dieser sich zusetzt, dann ist jedoch eine
ungeilinderte Strömung auf der Außenseite des Siebkörpers möglich, da der Siebkörperboden
axialen Abstand von der Durchtrittsöffnung hat, so daß das Abwasser von der Außenseite
des Siebkörpers durch den freien Raum zwischen dem die Durchtrittsöffnung bildenden
Innenflansch und dem Siebkörperboden hindurch der Durchtrittsöffnung zuströmt. Ein
Zusetzen dieses Strömungsweges tritt nicht ein, da der Rand des Siebkörpers bis
zur Innenwand der Rohrleitung erweitert ist und somit die Feststoffe zurückhält.
Ein lediglich oberflächliches Absetzen der Feststoffe auf dem erweiterten Rand und
an den Wandbereichen des Siebkörpers ist deswegen nicht zu befürchten, weil infolge
der Strömungsrichtung des Abwassers die Feststoffe von dem sich erweiternden Wandbereich
des Siebkörpers in den Siebkörperhohlraum geschwemmt werden, so daß die Einrichtung
praktisch so lange ohne Strömungsumkehr betriebsfähig bleibt, bis der Siebkörper
im wesentlichen mit Feststoffen gefüllt ist. Da der Siebkörper gemäß der Erfindung
keine innerhalb des Siebkörpers gelegenen Stäbe od. dgl. aufweist, an denen sich
die Feststoffe in besonderem Maß verankern können, ist bei Strömungsumkehr ein gutes
Freispülen des Siebkörpers durch die infolge der Durchtrittsöffnung auf den Siebkörperboden
gerichtete Rückströmung gewährleistet.
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Sind die Wand und der Boden des Siebkörpers in bekannter Weise jeweils
aus einzelnen Stäben gebildet, die längs eines konzentrischen Kreises an der die
verengte Durchtrittsöffnung bildenden Schulter abgestützt sind, so kann der axiale
Abstand des Siebkörperbodens vom Innenflansch bzw. von der Abstützschulter auf einfache
Weise dadurch erreicht werden, daß die Stäbe des Siebkörperbodens längs eines Kreises
von größerem Durchmesser abgestützt sind und sich zwischen den Stäben der Siebkörperwand
hindurch erstrecken. In diesem Fall haben die Stabenden zwischen den Kreuzungspunkten
der Stäbe und der Schulter keine Siebfunktion mehr und halten lediglich den eigentlichen
Siebkörper in entsprechendem Abstand vom Innenflansch.
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Gemäß einer anderen zweckmäßigen Ausbildung eines in der vorgenannten
Weise aus Stäben gebildeten Siebkörpers kann der Abstand zwischen Siebkörperboden
und Innenflansch auch dadurch erzielt werden, daß ein sich in Richtung auf die Durchtrittsöffnung
verjüngender trichterförmiger Schild in den Siebkörper eingesetzt ist, der mit seinem
Innenumfang auf den Stäben des Siebkörperbodens aufsitzt und mit seinem Außenumfang
an den Stäben der Siebkörperwand anliegt. In diesem Fall haben die Stabenden zwischen
dem Schild und dem Innenflansch gleichfalls keine Siebfunktion mehr und dienen dazu,
den eigentlichen Siebkörper im Abstand vom Innenflansch zu halten.
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Die Erfindung wird im folgenden an Hand einer schematischen Zeichnung
an drei Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 eine Ausbildungsform
der Erfindung im Grundriß, Fig.2 einen Querschnitt längs der Linie 2-2 in Fig. 1,
Fig.3 einen Grundriß als weitere Ausbildungsform der Erfindung, Fig. 4 einen Schnitt
längs der Linie 4-4 in Fig. 3,
F i g. 5 eine teilweise als Längsschnitt gezeichnete
Ansicht einer weiteren Ausbildungsform der Erfindung und Fig.6 einen Querschnitt
Iängs der Linie 6-6 in Fig. 5.
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In F i g. 1 und 2 bezeichnet die Bezugsziffer 2 einen Rohrleitungsabschnitt,
der an seiner Oberkante einen nach außen ragenden ringförmigen Flansch 3 und an
seiner Unterkante einen weiteren ringförmigen Flansch 4 trägt, so daß er leicht
mit anderen Rohrleitungsabschnitten verbunden werden kann. Ein Flansch 5, der mit
dem unteren Flansch 4 aus einem Stück bestehen kann, erstreckt sich von der Unterkante
des Rohrleitungsabschnitts 2 aus nach innen, so daß eine Öffnung 6 mit einer innenliegenden
ringförmigen Schulter 7 vorhanden ist, welch letztere als Unterstützung für ein
Sieb 8 dient. Der Leitungsabschnitt 2 bildet einen Teil eines Abwässerleitungssystems
und kann in dieses System in einer solchen Stellung eingeschaltet werden, daß er
sowohl zum Zuführen als auch zum Abführen von Abwässern dienen kann, wobei sich
die Strömungsrichtung jeweils umkehrt.
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Das Sieb 8 umfaßt eine aus einer ersten Gruppe von Stäben 10 bestehende
zylindrische Konstruktion 9. Der Durchmesser der Konstruktion 9 ist größer als derjenige
der Öffnung 6. Die Stäbe 10 sind konzentrisch mit dem Leitungsabschnitt 2 in gleichmäßigen
Abständen von der Innenwand des Leitungsabschnitts angeordnet. Die unteren Enden
der Stäbe sind vorzugsweise in den Flansch 5 eingebettet, doch können sie auch auf
beliebige andere geeignete Weise in ihrer Lage gehalten werden. Die Umfangsabstände
zwischen den Stäben sind gleichmäßig und so klein gewählt, daß feste Stoffe bzw.
Körper, die eine vorbestimmte Größe überschreiten, nicht zwischen den Stäben hindurchtreten
können.
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Das Sieb 8 umfaßt ferner einen kegelförmigen Abschnittll, der sich
aus einer weiteren Gruppe von Stangen 12 zusammensetzt, deren untere Enden vorzugsweise
in den Flansch 5 eingebettet sind. Die Basis des Kegels 11 besitzt einen längeren
Umfang als die Basis der Stangenkonstruktion 9, und die nach oben konvergierenden,
den Kegel 11 bildenden Stäbe 12 erstrecken sich durch die Zwischenräume der Stäbe
10 zu dem innerhalb der Konstruktion 9 liegenden Scheitel des Kegels. Der oberhalb
der Schnittebene zwischen den Stäben 10 und den Stäben 12 liegende Teil der Konstruktion
9 bildet die Umfassungswand eines Behälters oder Käfigs zum Zurückhalten der festen
Stoffe, die von der den Leitungsabschnitt 2 durchströmenden Flüssigkeit mitgeführt
werden. Der obere Teil des Kegels 11 oberhalb der Schnittebene zwischen den Stangen
10 und 12 bildet den Boden des Behälters oder Käfigs. Dieser Käfigboden wird durch
die unteren Teile der Stäbe 12 unterstützt, welche sich von der Schulter 7 aus schräg
nach oben zu der erwähnten Schnittebene erstrecken.
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Die oberen Enden der Stäbe 10 erstrecken sich gemaß F i g. 2 bei
13 nach oben und stützen sich an der Innenwand des Leitungsabschnitts 2 ab, so daß
die gesamte, den Leitungsabschnitt durchströmende Flüssigkeit das Sieb passieren
muß. Die oberen Enden 13 der Stäbe 10 wirken somit als Siebteile, die verhindern,
daß irgendwelche Fremdkörper, deren Größe ein vorbestimmtes Minimum überschreitet,
zusammen mit den Abwässern in den Raum zwischen dem Käfig und der Innenwand des
Leitungsabschnitts gelangen.
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Während der Einströmperiode treten die die verschiedenen festen Stoffe
mitführenden Abwässer gemäß Fig. 2 in das obere Ende des Leitungsabschnitts 2 ein.
Die sich schräg nach außen erstreckt kenden oberen Enden 13 der Stäbe 10 halten
die festen Stoffe zurück und führen sie nach innen in den Käfig. Diese festen Stoffe
bewegen sich zusammen mit den unmittelbar in den Käfig eintretenden festen Stoffen
sowie zusammen mit der sich innerhalb des Käfigs bewegenden Flüssigkeit an den Stäben
12 entlang. Die übrige Flüssigkeit innerhalb des Leitungsabschnitts strömt außerhalb
des Käfigs zwischen den oberen Enden 13 der Stäbe 10 hindurch in den Raum 14 zwischen
dem Käfig und der Innenfläche des Leitungsabschnitts 2. Die durch die Stäbe 12 zurückgehaltenen
festen Stoffe sammeln sich von der Schnittebene zwischen den Stäben 1G und 12 ab
fortlaufend an, binder Käfig vollständig gefüllt ist, wobei sich die obere Begrenzung
der festen Stoffe oberhalb des Scheitels des Kegels 11 befindet. Sobald der Kegel
11 vollständig von den festen Stoffen bedeckt ist, wird das Hindurchströmen von
Flüssigkeit durch den Käfig unterbrochen, und die Flüssigkeit, die in das offene
obere Ende des Käfigs eintritt, strömt durch die Zwischenräume der Stäbe 10 nach
außen in den Raum 14.
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Somit strömt die Flüssigkeit an den zurückgehaltenen festen Stoffen
vorbei durch den Raum 14 und dann durch die Zwischenräume der Stäbe 10 und 12 unterhalb
des Bodens des Käfigs, in dem sich die zurückgehaltenen festen Stoffe befinden,
um schließlich zu der Öffnung 6 zu gelangen.
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Die Einströmperiode wird so geregelt, daß sie endet, bevor die festen
Stoffe eine Standhöhe oberhalb derjenigen Ebene erreichen, die durch die Basis der
oberen Enden 13 der Stäbe 10 bestimmt ist. Sofort nach Beendigung der Einströmperiode
kehrt eine Pumpe die Strömungsrichtung der Flüssigkeit um und pumpt die Flüssigkeit
in der entgegengesetzten Richtung durch den Leitungsabschnitt 2 zu dem Abgabeauslaß.
Während dieser Strömung in umgekehrter Richtung führt die Flüssigkeit die festen
Stoffe aus dem Sieb mit und fördert sie zu dem Abgabeauslaß, so daß der Leitungsabschnitt
2 gereinigt wird, um für die nächste Einströmperiode verwendbar zu sein.
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F i g. 3 und 4 zeigen eine weitere Ausbildungsform, bei der das Sieb
15 innerhalb eines Leitungsabschnitts 16 in einem Abstand von der Innenwand des
Leitungsabschnitts angebracht ist. Der Leitungsabschnitt trägt an seinem oberen
Ende einen nach außen ragenden ringförmigen Flansch 17 sowie einen ähnlichen Flansch
18 am unteren Ende. Die Flansche 17 und 18 erleichtern das Einschalten des Leitungsabschnitts
in eine Rohrleitung. Ein Flansch 19, der mit dem unteren Flansch 18 aus einem Stück
bestehen kann, erstreckt sich von der Unterkante des Leitungsabschnitts 16 aus nach
innen, so daß eine innenliegende ringförmige Schulter 20 vorhanden ist, die eine
Öffnung 21 abgrenzt und außerdem das Sieb 15 trägt.
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Das Sieb 15 umfaßt einen zylindrischen Behälter 22, der in dem Leitungsabschnitt
16 angeordnet ist, sowie eine Anzahl von sich von der Oberkante des Behälters zur
Oberkante des Leitungsabschnitts erstreckenden Stäben 23. Der eigentliche Behälter
22 umfaßt eine zylindrische Umfassungswand 24, die in einem gleichmäßigen Abstand
von der Innenfläche des Leitungsabschnitts 16 angeordnet ist, so daß ein ringförmiger
Raum 25 vorhanden ist, sowie einen Boden 26. Letzterer ist in einem Abstand oberhalb
der
Öffnung 21L angeordnet und wird durch mehrere senkrechte Säulenteile 27 abgestützt,
die auch seitliche Verschiebungen des Behälters innerhalb des Leitungsabschnitts
verhindern. Die Säulenteile 27 können auf beliebig geeignete Weise befestigt sein,
doch sind ihre unteren Enden vorzugsweise in den Flansch 19 eingebettet.
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Die Stäbe 23 sind vorzugsweise mit der Oberkante der zylindrischen
Behälterwand 24 verschweißt und wirken als Siebteile, die von der in das obere Ende
des Leitungsabschnitts einströmenden Flüssigkeit mitgeführte feste Stoffe zurückhalten.
Der Behälter 22 ist am oberen Ende offen, und dieses offene Ende ist in einem Abstand
unterhalb der Oberkante des Leitungsabschnitts 16 angeordnet. Die Stäbe 23 sind
von der Oberkante des Leitungsabschnitts aus nach unten und innen zur Oberkante
des Behälters 22 geneigt und leiten die durch die Stäbe zurückgehaltenen festen
Stoffe zum offenen oberen Ende des Behälters. Die Stäbe arbeiten mit dem Behälter
zusammen, so daß keine Flüssigkeit durch den Leitungsabschnitt strömen kann, ohne
das Sieb 15 zu passieren.
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Die festen Stoffe, welche von den unmittelbar in den Behälter 22
einströmenden Abwässern mitgeführt werden, werden durch die Wände des Behälters
zurückgehalten. Die Behälterwände sind mit Öffnungen 28 bzw. 29 versehen, so daß
aus dem Behälter nur Flüssigkeit entweichen kann.
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Die zwischen den Stäben 23 hindurchströmende Flüssigkeit gelangt.
unmittelbar in den Raum 25 und von dort aus unter den Boden 26 des Behälters 22,
um von dort aus weiter zu der Öffnung 21 zu strömen, die zu einem Sammelbehälter
führt oderzu einem seinerseits zu einem Sammelbehälter führenden weiteren Leitungsabschnitt.
Die in das offene obere Ende des Behälters 22 einströmende Flüssigkeit fließt durch
die Öffnungen 28 in der Seitenwand 24 und die Öffnungen 29 im Boden 26 des Behälters
ab und gelangt entweder zu dem Raum 25 oder unmittelbar zu der Öffnung 21. Wenn
die durch die Stäbe 23 oder den Behälter 22 zurückgehaltenen festen Stoffe den Boden
26 vollständig bedecken, sind die Öffnungen 29 verstopft, doch kann immer noch Flüssigkeit
durch die oberhalb der zurückgehaltenen festen Stoffe liegenden Öffnungen 28 in
den Raum 25 hinein ablaufen.
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Im übrigen ist die Arbeitsweise des Ausführungsbeispiels nach F i
g. 3 und 4 die gleiche wie diejenige des Ausführungsbeispiels nach F i g. 1 und
2, so daß sich eine weitere Erläuterung erübrigen dürfte. Wie bei dem Ausführungsbeispiel
nach F i g. 1 und 2 wird die Einströmperiode so geregelt, daß die Pumpe jeweils
in Betrieb gesetzt wird, um die Strömungsrichtung der Flüssigkeit in dem Leitungsabschnitt
16 umzukehren, bevor der Behälter 22 vollständig mit zurückgehaltenen festen Stoffen
gefüllt ist Die Öffnungen 29 sind genügend groß, so daß die während der Ausströmperiode
in den Leitungsabschnitt über die Öffnung 21 hineingepumpte Flüssigkeit in den Behälter
22 einströmen kann, um die angesammelten festen Stoffe aus dem Behälter herauszuspülen
und sie zu dem Abgabeauslaß zu fördern.
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In Fig. 5 und 6 bezeichnet die Bezugsziffer 32 einen ringförmigen
Basisabschnitt, der auf beliebig geeignete Weise starr mit einem Rohrleitungsabschnitt
33 verbunden ist. Die beiden Abschnitte32und33 tragen seitlich nach außen vorspringende
Flansche 34 bzw. 35, die aufeinanderliegen und unter Verwendung
eines
geeigneten Dichtungsmaterials zwischen den Flanschen miteinander verschraubt sind,
so daß eine flüssigkeitsdichte Verbindung vorhanden ist. Auf den oberen Flansch
34 ist ein weiterer Leitungsabschnitt 36 aufgesetzt, und zwischen der Außenfläche
des Basisabschnitts 32 und der Innenwand des Leitungsabschnitts 36 ist ein zusammendrückbarer
Ring 37 angeordnet, um eine Abdichtung gegen Flüssigkeitsdurchtritt zu bewirken.
Der Dichtungsring37 liegt vorzugsweise in einer Ringnut 38 des Basisabschnitts 32,
damit er sich nicht verlagern kann.
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Die Umfangsabmessungen der Leitungsabschnitte 33 und 36 sind in ihrem
gegenseitigen Verhältnis nicht kritisch; jedoch erstreckt sich der Basisabschnitt
32 vorzugsweise genügend weit in den Leitungsabschnitt 36 hinein, so daß ein Ende
einer insgesamt mit 39 bezeichneten Konstruktion in einem Abstand von der Innenfläche
des Leitungsabschnitts 36 an dem Basisabschnitt32 befestigt werden kann. Allgemein
gesprochen besitzt die Öffnung 40 des Basisabschnitts 32 einen kleineren Durchmesser
als das Innere des Leitungsabschnitts 36. Der Abschnitt 32 kann fortgelassen werden,
wenn der Leitungsabschnitt 36 mit einem den Flansch 34 ersetzenden Flansch versehen
ist. Eine innenliegende ringförmige Schulter kann mit dem Leitungsabschnitt 33 oder
dem Leitungsabschnitt 36 aus einem Stück bestehen oder an einem gesonderten Bauteil
ausgebildet sein. Das Sieb wird vorzugsweise durch diese Schulter unterstützt.
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Die Konstruktion 39 umfaßt einen Satz von in gleichmäßigen Abständen
von der Innenfläche des Leitungsabschnitts 36 angeordneten Stäben 41, die in so
kleinen Umfangsabständen verteilt sind, daß feste Körper, deren Abmessungen einen
vorbestimmten Mindestwert überschreiten, nicht zwischen den Stäben hindurchtreten
können.
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Die unteren Enden der Stäbe 41 sind in der bei 42 angedeuteten Weise
in den Basisabschnitt 32 eingebettet, während die oberen Enden bei 43 nach außen
umgebogen sind und sich an der Innenfläche des Leitungsabschnitts 36 abstützen.
Dadurch, daß die oberen Enden der Stäbe 41 an der Innenfläche des Leitungsabschnitts
angreifen, wird verhindert, daß irgendwelche Fremdkörper, die zu groß sind, um zwlschen
den Stäben hindurchzutreten, in den Raum zwischen der Außenseite der Konstruktion
39 und der Innenfläche des Leitungsabschnitts gelangen. Wenn sich in diesem Raum
Fremdkörper ansammeln würden, so würde das Hindurchströmen der Flüssigkeit durch
den Leitungsabschnitt behindert und schließlich unmöglich gemacht.
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Das Sieb umfaßt ferner einen Kegel 44, der sich aus einem Satz von
kegelförmig zusammengestellten Stäben 45 zusammensetzt. Die unteren Enden der Stäbe
45 umgeben die Öffnung 40 und sind vorzugsweise in das Basisteil 32 eingelassen,
doch können sie auch auf geeignete Weise an der Schulter des Basisteils 32 befestigt
sein. Die Umfangsabstände zwischen den Stäben 45 sind in der Nähe des Basisteils
annähernd ebenso groß wie die Abstände zwischen den Stäben 41. Der Scheitel des
Kegels 44 liegt innerhalb der Konstruktion 39.
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Das Sieb umfaßt Mittel, die ein Ineinandergreifen der Stäbe 41 und
45 bewirken, um zu verhindern, daß durch die Flüssigkeit in das Innere der Konstruktion
39 übergeführte feste Stoffe die Öffnung 40 passieren.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 5 und 6 umfassen diese Mittel
einen ringförmigen Schild 46, des-
sen Unterkante an der Außenseite des Kegels 44
bei 47 angreift, während seine Oberkante an der Innenseite der Konstruktion 39 bei
48 anliegt. Der Schild 46 kann ungelocht sein oder aber mehrere Öffnungen aufweisen,
durch welche die Flüssigkeit ablaufen kann. Wenn in dem Schild Öffnungen vorgesehen
sind, müssen sie genügend klein sein, um das Hindurchtreten zu großer Fremkörper
zu verhindern. Es sei bemerkt, daß der Schild 46 nur eine Ausbildungsform von Mitteln
darstellt, die mit den Kegel 44 zusammenarbeiten, um feste Stoffe abzufangen und
sie innerhalb eines Teils der Konstruktion 39 zwischen den Enden des Käfigs zurückzuhalten.
Das gleiche Ergebnis könnte durch andere Mittel erzielt werden.
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Der erwähnte Abschnitt der Konstruktion 39 kann als Behälter oder
Käfig zum Aufnehmen der zurückgehaltenen festen Stoffe betrachtet werden.
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Nachstehend ist die Arbeitsweise des Siebes beschrieben. Die von
festen Stoffen zu befreiende Flüssigkeit strömt über den Leitungsabschnitt 36 und
die Öffnung 40 zu dem Leitungsabschnitt 33. Wenn die Flüssigkeit keine festen Stoffe
mitführt, kann sie ungehindert zwischen den Stäben 41 und 45 hindurchströmen. Wenn
der Schild 46 nicht gelocht ist, wird die auf ihn auftreffende Flüssigkeit nach
unten zur Unterkante des Schildes strömen und dann zwischen den Stäben 45 hindurch
ablaufen. Fremdkörper einer ein vorbestimmtes Maß überschreitenden Größe können
nicht zwischen den Stäben 41 bzw. 45 hindurchtreten und werden daher in dem Behälter
oder Käfig zurückgehalten. Die Fremdkörper bewegen sich nach unten, bis sie den
Schild 46 erreichen, und sie gelangen unter dem Einfluß der Schwerkraft zur Unterkante
des Schildes, die in einem Abstand oberhalb des unteren Endes der Konstruktion 39
angeordnet ist.
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Solange die Flüssigkeit in der gleichen Richtung strömt, sammeln
sich die festen Stoffe allmählich in dem Käfig zwischen der Außenseite des Kegels
44 und der Oberseite des Schildes 46 an. Wenn die zurückgehaltenen festen Stoffe
den Käfig bis zu der in F i g. 5 bei 49 angedeuteten Höhe, d. h. bis oberhalb des
oberen Endes des Kegels 44 füllen, bilden sie eine Sperre, die ein Hindurchströmen
von Flüssigkeit durch das Innere der Konstruktion 39 verhindert. Die den Leitungsabschnitt
durchströmende Flüssigkeit bewegt sich an den festen Stoffen vorbei und um sie herum
durch den Raum zwischen der Innenwand des Leitungsabschnitts und der Außenfläche
der Konstruktion 39, wie es in F i g. 5 durch Pfeile angedeutet ist. Dieses Umströmen
der angesammelten Feststoffe durch die Flüssigkeit wird dadurch ermöglicht, daß
der Boden des die zurückgehaltenen Stoffe enthaltenden Raumes in einem Abstand oberhalb
des unteren Endes der Konstruktion 39 angeordnet ist.
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Die Länge der Stäbe 41 reicht aus, um zu verhindern, daß sich die
festen Stoffe bis zum Erreichen der Oberkante der Konstruktion 39 ansammeln, bevor
die dem Leitungsabschnitt zugeordnete Pumpe in Tätigkeit tritt und sich die Strömungsrichtung
der Flüssigkeit umkehrt. Wenn man zuläßt, daß sich die festen Stoffe so lange ansammeln,
daß sie das obere Ende der Konstruktion 39 erreichen, wird der gesamte Innenraum
des Leitungsabschnitts 36 verstopft, so daß keine Flüssigkeit mehr hindurchströmen
kann.
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Sobald die Strömungsrichtung der Flüssigkeit umgekehrt wird, spült
die durch die Pumpe geförderte Flüssigkeit die festen Stoffe aus dem Käfig heraus
und fördert sie zu dem Abgabeauslaß. Die Spülwirkung
der den Leitungsabschnitt
in der umgekehrten Richtung durchströmenden Flüssigkeit, mittels deren eine Säuberung
des Siebes bewirkt wird, wird durch die Anordnung des Käfigs gegenüber der Mittelachse
des Leitungsabschnitts verstärkt. Der Käfig ist in einem Abstand von der Innenfläche
des Leitungsabschnitts angeordnet, so daß die durch das Sieb zurückgehaltenen festen
Stoffe nicht mit der Leitungswand in Berührung kommen. Die Strömungsgeschwindigkeit
der Flüssigkeit in einer Leitung variiert über den Querschnitt der Leitung, und
sie ist nahe der Leitungswand bemerkbar niedriger als in der Mitte der Leitung.
Dadurch, daß der Käfig so angeordnet ist, daß er die festen Stoffe dort zurückhält,
wo die Strömungsgeschwindigkeit der Flüssigkeit am größten ist, wird eine kräftigere
Spülwirkung erzielt, wodurch ein Herausspülen sämtlicher Fremdkörper aus dem Sieb
während jeder Pumperiode gewährleistet wird. Sobald die Pumpe stillgesetzt wird,
kehrt sich die Richtung der Flüssigkeitsströmung erneut um, und das beschriebene
Arbeitsspiel wiederholt sich.