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Hydraulischer Antrieb für endlose Förderer und schälende Gewinnungsgeräte
im untertägigen Grubenbetrieb Die Erfindung betrifft einen hydraulischen Antrieb
für endlose Förderer und schälende Gewinnungsgeräte im untertägigen Grubenbetrieb
mit seitlich neben dem Förderer in dessen Ebene angeordneten hydrostatischen Motoren,
welche aus einem Sammelbehälter mit Hilfe von durch Antriebsmotore angetriebenen
hydrostatischen Pumpen mit Druckflüssigkeit beäufschlagt werden.
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Die Erfindung geht hierbei von einem älteren, nicht zum Stand der
Technik gehörenden hydraulischen Antrieb für endlose Förderer aus, dessen Besonderheit
darin besteht, daß er räumlich und baulich unterteilt ist in einen allein am Förderer
befestigten hydrostatischen Motor und ein davon räumlich und baulich getrenntes,
aus einem Sammelbehälter, einem Elektromotor und einer hydrostatischen Pumpe bestehendes
Antriebsaggregat, welches mit dein am Förderer befestigten hydrostatischen Motor
durch Druckmittelschläuche sowie durch ein Zugmittel verbunden ist. Das aus Sammelbehälter,
Elektromotor und hydrostatischer Pumpe bestehende Antriebsaggregat ist hierbei in
einem größeren Abstand von dem am Förderer befestigten hydrostatischen Motor vorzugsweise
in der Abbaustrecke auf der Sohle angeordnet.
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Im Gegensatz zu diesem älteren Vorschlag kennzeichnet sich der erfindungsgemäß
vorgeschlagene hydraulische Antrieb dadurch, daß die beiderseits des in an sich
bekannter Weise in die Strecke hineinragenden Fördererendes angeordneten hydrostatischen
Motoren auf dem Sammelbehälter angeordnet und durch diesen als gemeinsamen Träger
verbunden sind und daß der Sammelbehälter, die hydrostatischen Pumpen und die Antriebsmotoren
an der Unterseite der hydrostatischen Motoren unterhalb des Strebliegenden in der
Strecke angeordnet und mit den hydrostatischen Motoren zu einem geschlossenen und
kompakten Antriebsaggregat baulich vereinigt sind.
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Während der Grundgedanke des eingangs erwähnten älteren Vorschlages
darin besteht, den hydraulischen Antrieb räumlich und baulich zu unterteilen in
den allein am Förderer befestigten hydrostatischen Motor und das davon räumlich
und baulich getrennte, aus Sammelbehälter, Elektromotor und hydrostatischer Pumpe
bestehende Antriebsaggregat, schlägt die Erfindung im diametralen Widerspruch hierzu
vor, die hydrostatischen Motoren mit dem Sammelbehälter den hydrostatischen Pumpen
und den Antriebsmotoren zu einem geschlossenen und kompakten Antriebsaggregat baulich
zu vereinigen, das als Ganzes an den Förderer angebaut ist, und zwar derart, daß
nur die hydrostatischen Motoren seitlich des Förderers angeordnet sind, während
der restliche Teil des Antriebsaggregates an ihrer Unterseite befestigt und unterhalb
des Strebliegenden angeordnet ist.
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Dadurch, daß bei dem Antrieb nach der Erfindung die hydrostatischen
Motoren beiderseits des in die Strecke hineinragenden Fördererendes angeordnet sind,
wird die räumliche Beengung im Bereich des Strebzugangs auf ein Mindestmaß verringert.
Der Zugang zum Streb wird hierdurch erheblich erleichtert, was sowohl für die Personenfahrung
als auch für die Materialförderung von Bedeutung ist. Man muß sich hierbei vergegenwärtigen,
daß die Strebenden gewissermaßen Verkehrsknotenpunkte darstellen, die ständig von
Leuten und Material passiert werden müssen und auf deren Unfallsicherheit besonderer
Wert gelegt werden muß. Die Anordnung der hydrostatischen Motoren beiderseits des
in die Strecke überkragenden Fördererendes hat ferner den Vorteil, daß der sogenannte
Maschinenstall, der nicht durch das Strebgewinnungsmittel hereingewonnen werden
kann, sondern meist in sehr umständlicher Weise von Hand ausgekohlt werden muß,
nur sehr geringe Abmessungen erhalten sowie unter Umständen ganz in Fortfall kommen
kann. Bei einer derartigen Anordnung der hydrostatischen Motoren kann das Gewinnungsgerät
nahezu bis unmittelbar an das Ende des Abbaustoßes bewegt werden, so daß dieser
praktisch auf ganzer Länge maschinell hereingewonnen werden kann.
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Die Anordnung des Sammelbehälters, der hydrostatischen Pumpen und
der Antriebsmotoren an der Unterseite der hydrostatischen Motoren unterhalb des
Strebliegenden in der Strecke hat den Vorteil, daß ein bei überkragender Anordnung
des Fördererendes ohnehin zur Verfügung stehender Raum zwischen der Unterseite des
Förderers und der Streckensohle für die Unterbringung des Sammelbehälters, der hydrostatischen
Pumpen und der Pumpenmotoren ausgenutzt
wird. Diese Teile werden
hierbei so angeordnet, daß sie den Arbeitsablauf weder in der Strecke noch im Streb
behindern.
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Dadurch, daß die beiderseits des überkragenden Fördererendes angeordneten
hydrostatischen Motoren mit den darunter angeordneten, die Motoren als gemeinsamen
Träger verbindenden Sammelbehälter, den hydrostatischen Pumpen und den Antriebsmotoren
zu einem geschlossenen und kompakten Antriebsaggregat baulich vereinigt sind, ergibt
sich eine sehr robuste, den Beanspruchungen des muhen Grubenbetriebes in besonderem
Maße angepaßte Bauweise, die sich außerdem durch eine große Einfachheit und eine
relativ geringe Raumbeanspruchung auszeichnet. Vor allem werden jedoch bei dem erfindungsgemäZ
vorgeschlagenen Antrieb lange Rohr- oder Schlauchleitungen zwischen den hydrostatischen
Motoren und den diese mit Druckflüssigkeit beaufschlagenden hydrostatischen Pumpen
vermieden, die erhebliche Energieverluste zur Folge haben können und vor allem unter
den rauhen Arbeitsbedingungen des Untertagebetriebes ständig der Gefahr eines Bruches
oder Platzens ausgesetzt sind.
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Die Vermeidung von längeren Rohr- oder Schlauchleitungen zwischen
den hydrostatischen Motoren und den hydrostatischen Pumpen hat ferner den Vorteil,
daß mit wesentlich höheren Druckmitteldrücken gearbeitet werden kann als dies bei
den bei dem eingangs erwähnten älteren Vorschlag vorgesehenen Schlauchleitungen
möglich ist, die nach den bergbehördlichen Vorschriften eine gegenüber dem Betriebsdruck
um das Vierfache höhere Platzdruckfestigkeit besitzen müssen. Die beim Gegenstand
der Erfindung vorhandene Möglichkeit, mit besonders hohen Druckmitteldrücken zu
arbeiten, führt zu einer gerade bei den beengten Raumverhältnissen des Untertagebetriebes
besonders wichtigen Verringerung der Baugröße der hydrostatischen Motoren und Pumpen,
da diese bei gleicher Leistung um so kleiner bauen, je höher die verwendeten Druckflüssigkeitsdrücke
sind.
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Die Vermeidung von Rohr- oder Schlauchleitungen größerer Länge zwischen
denhydrostatischen Motoren und den hydrostatischen Pumpen hat ferner den Vorteil,
daß beiderseits des Förderers ein völlig freier Fahrweg- verbleibt, der durch keinerlei
Druckflüssigkeitsleitungen versperrt wird, so daß bei gefährlichen Situationen ein
durch keinerlei Hindernisse versperrter Fluchtweg zur Verfügung steht. Außerdem
kann bei dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen hydraulischen Antrieb infolge der festen
Verbindung sämtlicher Teile des hydraulischen Antriebsaggregates mit dem in die
Strecke hineinragenden Fördererende -auf die Anordnung von Schienen od. dgl. für
die Bewegung des auf der Streckensohle angeordneten, vom Förderer räumlich und baulich
getrennt ausgebildeten Pumpenaggregates gemäß dem eingangs erwähnten älteren Vorschlag
verzichtet werden.
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Es ist ferner ein hydraulischer Antrieb für endlose Förderbänder im
untertägigen Grubenbetrieb bekannt, bei welchem die hydrostatischen Motoren im Innern
der Bandantriebstrommeln angeordnet sind, während eine hydrostatische Pumpe, ein.
Sammelbehälter und ein Pumpenmotor seitlich des Förderers angeordnet sind. Abgesehen
davon, daß die Anordnung der verschiedenen Teile des hydraulischen Antriebsaggregates
bei dieser bekannten. Bauart grundlegend anders ist als: bei dem erfindungsgemäß
vorgeschlagenen Antrieb, besitzt sie diesem gegenüber zunächst den Nachteil, daß
sie sich lediglich bei Förderbändern verwenden läßt, wie sie heute zumindest für
die Strebförderung nur noch in geringem Umfang verwendet werden. Die Anordnung der
hydrostatischen Motoren innerhalb der Bandantriebstrommeln setzt einen verhältnismäßig
großen Durchmesser dieser Trommeln voraus, so- daß derart ausgebildete Förderer
nur -in Flözen relativ großer Mächtigkeit, nicht jedoch in relativ dünnen Flözen
verwendet werden können. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die innerhalb
der Bandantriebstrommeln angeordneten hydrostatischen Motoren für überwachungs-
und Wartungszwecke schlecht zugänglich und außerdem der Gefahr einer starken Verschmutzung
durch das Fördergut ausgesetzt sind. Die seitlich neben dem Förderer angeordneten
übrigen Teile des Antriebsaggregates, die hydrostatische Pumpe, der Sammelbehälter
und der Pumpenmotor befinden sich im unmittelbaren Bereich des Strebzuganges und
versperren daher diesen in erheblichem Maße, so daß die Mannschaftsfahrung und der
Materialtransport zum sowie aus dem Streb erheblich behindert wird. Nachteilig ist
ferner, daß die hydrostatischen Motoren und die hydrostatische Pumpe durch Druckmittelleitungen
verbunden sind, die vor allem unter den rauhen Arbeitsbedingungen des untertägigen
Grubenbetriebes in erheblichem Maße der Gefahr eines Bruches oder Platzens ausgesetzt
sind. Ein weiterer Nachteil dieser Druckmittelleitungen besteht darin, daß infolge
der bergbehördlichen Vorschriften der Betriebsdruck dieses vorbekannten hydraulischen
Antriebes nur ein Viertel der Platzdruckfestigkeit der Druckmittelleitungen betragen
darf.
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Des weiteren ist eine in konventioneller Weise als Elektro- oder Druckluftantrieb
ausgebildete Antriebsstation- für-Strebförderer im. untertägigen Grubenbetrieb bekannt,
die als Ganzes neben dem in die Abbaustrecke hineinragenden Fördererende angeordnet
ist. Obwohl infolge der überkragenden Anordnung des Fördererendes unterhalb desselben
in der Strecke ausreichend Platz für die Anordnung von irgendwelchen Teilen des
Antriebsaggregates zur Verfügung steht, hat man diesen Raum dazu nicht ausgenutzt.
Viehmehr ist unterhalb des Fördererendes lediglich ein motorisch angetriebener,
in Längsrichtung des Förderers wirksamer Abdrückstempel vorgesehen. Diese bekannte
Bauart zeigt somit, daß selbst in den Fällen, in denen unterhalb des in die Abbaustrecke
hineinragenden Fördererendes ausreichend Platz für die Unterbringung irgendwelcher
Teile des Antriebsaggregates zur Verfügung gestanden hat, man diesen Raum nicht
ausgenutzt, sondern das Antriebsaggregat in der bislang bei endlosen Förderern ausschließlich
üblichen Weise als Ganzes seitlich neben dem Förderer angeordnet hat. Eine solche
Anordnung sämtlicher Teile des Antriebsaggregates neben dem Fördererende führt zu
einer großen Flächenbeanspruchung, die den Strebzugang in erheblichem Maße versperrt
und die Materialförderung und die Mannschaftsfahrung in diesem Bereich erheblich
erschwert. Dies ergibt sich daraus, daß in der herkömmlichen Weise mit Elektro-
oder Druckluftmotoren ausgerüstete Antriebsstationen für endlose Förderer, die -
wie heute sehr häufig der Fall -mit der Antriebsstation eines Kohlenhobels kombiniert
sind, einschließlich der mechanischen Unter-,setzungsgetriebe und Strömungskupplungen
sowie der
Fördereranschlußrinnen eine Flächenausdehnung von etwa
4,5 bis 5 m quer und mindestens 3 bis 3,5 m in Richtung des Förderers und ein Gewicht
von etwa 8 bis 10 t besitzen. Infolgedessen müssen bei diesen bekannten Antriebsstationen
die meist in sehr umständlicher Weise von Hand ausgekohlten Maschinenställe erhebliche
Abmessungen erhalten. Außerdem ist das Stellen des normalen Ausbaus durch die große
Flächenbeanspruchung der Antriebsstation sowie der mit ihr verbundenen, für das
Vorrücken notwendigen Abspannstation, die bis zu 7 m lang sein kann, erheblich erschwert.
Zusätzliche Ausbauteile, wie Unterzüge, sind daher häufig erforderlich.
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Bei dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Antrieb ist demgegenüber die
Flächenbeanspruchung wesentlich geringer, da der unterhalb des in die Strecke überkragenden
Fördererendes vorhandene Raum in vorteilhafter Weise für die Unterbringung des Sammelbehälters,
der hydrostatischen Pumpen und der Pumpenmotoren ausgenutzt wird. Die nur einen
sehr geringem Raum seitlich des Förderers beanspruchenden hydrostatischen Mötoren
lassen ausreichend Platz für den normalen Ausbau zur Abstützung des Hangenden, so
daß dieser einfacher und unfallsicherer gestaltet werden kann. Auch ist die Bewegungsmöglichkeit
der Leute beim Betreten und Verlassen des Strebs wesentlich besser als bei der bekannten
Anordnung des gesamten Antriebsaggregates seitlich neben dem Förderer. Die Bewegung
des vorhandenen Gewinnungsgerätes wird durch die hydrostatischen Motoren des erfindungsgemäß
vorgeschlagenen Antriebes wesentlich weniger als durch die in Längsrichtung des
Förderers eine wesentlich größere Ausdehnung besitzenden, herkömmlichen Antriebe
behindert, so daß das Gewinnungsgerät um ein wesentliches Maß näher an das Fördererende
herangefahren werden kann. Damit wird der sogenannte Maschinen- oder Hobelstall,
in dem die Kohlengewinnung durch andere Mittel als durch das Gewinnungsgerät selbst
erfolgen muß, vorteilhaft verkürzt.
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Auch bei einem weiteren, zum Stand der Technik gehörenden Fördererantrieb
ist das gesamte, aus Antriebsmotor, Strömungskupplung und mechanischem Untersetzungsgetriebe
bestehende Antriebsaggregat seitlich neben dem in die Abbaustrecke hineinragenden
Fördererende angeordnet, wie dies bei Elektro-und Druckluftantrieben für endlose
Förderer sowie auch für schälende Gewinnungsgeräte im untertägigen Grubenbetrieb
bei einer überkragenden Anordnung des Fördererendes ausnahmslos üblich war. Auch
in diesem Fall hat man den unterhalb des in die Strecke hineinragenden Fördererendes
verbleibenden Raum nicht für die Unterbringung irgendwelcher Teile des Antriebsaggregates
ausgenutzt, sondern dort lediglich einen Tragbock vorgesehen, der das in die Strecke
hineinragende Fördererende abstützt.
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Es sind ferner seit mehreren Jahrzehnten für den untertägigen Grubenbetrieb
bestimmte Bandförderer bekannt, bei denen der Antriebsmotor unterhalb des Austragsendes
des Förderers angeordnet ist und die Antriebsrolle des Förderbandes durch einen
Riementrieb od. dgl. antreibt. Ein solcher Riementrieb kann jedoch mit einem hydrostatischen
Getriebe nicht im entferntesten verglichen werden, da diese beiden Getriebearten
nicht nur in ihrer konstruktiven Ausbildung, sondern auch in ihrer Zweckbestimmung
und Wirkungsweise sowie in ihrem Betriebsverhalten sich grundlegend voneinander
unterscheiden. Schon allein aus diesem Gründe vermochten diese mehrere Jahrzente
alten Vorschläge dem Fachmann des Anmeldetages keinerlei Hinweise oder Anregungen
zu geben, wie er die einzelnen Teile eines hydrostatischen Getriebes ausbilden und
anordnen soll.
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Zwar ist bei diesen Vorschlägen der Antriebsmotor jeweils unterhalb
des Fördereraustragsendes, jedoch nicht unterhalb des Strebliegenden sowie ferner
nicht in der Strecke angeordnet, sondern auf dem Strebliegenden außerhalb der Strecke,
so daß das Fördereraustragsende -in einem entsprechend großen Abstand oberhalb des
Strebliegenden angeordnet werden muß. Hierdurch ergibt sich eine derartige Vergrößerung
der Bauhöhe im Bereich des Fördereraustragsendes, daß schon allein aus diesem Grunde
derart ausgebildete Fördererantriebsstationen für die Verwendung in modernen Abbaubetriebspunkten
nicht in Frage kommen. Außerdem sind die Antriebsmotoren, die offensichtlich ebenfalls
vorhandenen Zahnraduntersetzungsgetriebe und der Riementrieb mit der Bandantriebstrommel
nicht zu einem geschlossenen und kompakten Antriebsaggregat baulich vereinigt, so
daß auch insoweit ein wesentlicher Unterschied zu dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen
Antrieb besteht.
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Schließlich ist noch ein Kettenantrieb für Kettenförderer bekannt,
der offenbar für stationär angeordnete Förderer des Übertagebetriebes bestimmt ist.
Der Antriebsmotor ..ist hierbei unterhalb des Austragsendes des Förderers in einer
Vertiefung des ortsfest angeordneten Fundamentes dieser bekannten Antriebsstation
angeordnet. Das Antriebskettenrad des Förderermotors ist seinerseits mit dem Antriebskettenrad
des Förderers durch eine Antriebskette gekuppelt, während zwischen der Antriebswelle
des Förderers und dem Antriebskettenrad noch ein mechanisches Untersetzungsgetriebe
angeordnet ist.
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Dieser bereits seit langem zum Stand der Technik gehörende Kettenantrieb
für stationär angeordnete Förderer des übertagebetriebes unterscheidet sich von
einem hydraulischen Antrieb für endlose Förderer und schälende Gewinnungsgeräte
im untertägigen Grubenbetrieb nicht nur hinsichtlich seiner konstruktiven Ausbildung,
sondern auch in bezug auf seine gesamte Funkäons- und Arbeitsweise, seine Zweckbestimmung
und sein Betriebsverhalten derart grundlegend, daß ein unmittelbarer Vergleich nicht
möglich ist.
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Bei einer vorteilhaften Ausführungsform des hydraulischen Antriebes
nach der Erfindung sind die hydrostatischen Pumpen in an sich bekannter Weise innerhalb
des Sammelbehälters angeordnet, an dessen Stirnseiten die die Pumpen antreibenden
Antriebsmotoren befestigt sind. Hierdurch ergibt sich eine besonders kompakte und
raumsparende Bauweise, da der Innenraum des Sammelbehälters für die Unterbringung
der hydrostatischen Pumpen ausgenutzt wird. Die Anordnung der hydrostatischen Pumpen
im Innern des Sammelbehälters hat ferner den Vorteil eines wirksamen Schutzes der
Pumpen gegen mechanische Beanspruchungen und eines Fortfalls der Ansaugeleitungen,
da die Pumpen unmittelbar aus dem Sammelbehälter ansaugen können. Dadurch, daß außerdem
die die Pumpen antreibenden Antriebsmotoren an den Stirnseiten des Sammelbehälters
befestigt sind, können die Abmessungen des Antriebsaggregates in Längsrichtung des
Förderers sehr gering gehalten werden, so daß sich die unterhalb des
Fördererendes
befindlichen Teile des Antriebsaggregates gut in den vorhandenen Raum zwischen Streckensohle,
Streckenstoß und Unterseite des FÖI-derers einpassen.
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Bei hydraulischen Anlagen ist es an sich bekannt, die hydrostatischen
Pumpen innerhalb eines Sammelbehälters anzuordnen. Hierbei handelt es sich jedoch
nicht um hydraulische Antriebe für endlose Förderer und schälende Gewinnungsgeräte
im untertägigen Grubenbetrieb oder ähnliche Einrichtungen.
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Es hat sich ferner als zweckmäßig erwiesen, den Sammelbehälter mit
an sich bekannten, sich gegen den Streckenstoß abstützenden Kufen zu versehen. Sich
gegen den Streckenstoß abstützende Kufen sind bei Fördererantrieben für den Untertagebetrieb
an sich bekannt. Diese Kufen sind jedoch nicht an einem Sammelbehälter, geschweige
denn an einem unterhalb des Fördereraustragsendes befestigten Sammelbehälter, der
in der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Weise mit den hydrostatischen Motoren, den
hydrostatischen Pumpen und den Antriebsmotoren verbunden ist, vorgesehen, sondern
befinden sich an einem unterhalb des Fördereraustragsendes befindlichen, gegegen
den Streckenstoß verspannbaren Abdrückstempel.
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Ein weiteres Merkmai der Erfindung besteht darin, daß die hydrostatischen
Motoren sowohl auf der Oberseite wie auch auf der Unterseite mit Leitungsanschlüssen
versehen sind, durch die sie auf den gemeinsamen Sammelbehälter aufgeflanscht werden
können. Infolgedessen können die hydrostatischen Motoren in zwei verschiedenen,
um 180° gewendeten Stellungen eingebaut werden. Dies hat den Vorteil, daß beispielsweise
der zum Antrieb des Förderers und der zum Antrieb eines am Förderer bewegten schälenden
Gewinnungsgerätes dienende Motor beliebig gegeneinander ausgetauscht werden können,
was dann erforderlich ist, wenn bei einem Einsatz des erfindungsgemäß vorgeschlagenen
hydraulischen Antriebes das schälende Gewinnungsgerät nicht auf derselben, sondern
auf der entgegengesetzten Seite des Förderers angeordnet wird, auf der es bei dem
voraufgegangenen Einsatz angeordnet war.
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Bei mechanischen Untersetzungsgetrieben ist es an sich bekannt, diese
so auszubilden, daß sie rechts-oder linksseitig an dem Maschinenrahmen- angebracht
werden können bzw. sie mit ober- und unterseitigen Öleinfüllöffnungen bzw. Ölablaßschrauben
zu versehen. Derartige mechanische Untersetzungsgetriebe können jedoch mit dem hydrostatischen
Motor eines hydrostatischen Antriebes nicht verglichen werden.
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In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles
veranschaulicht. Es zeigt A b b. 1 einen hydraulischen Antrieb nach der Erfindung
im Grundriß, A b b. 2 eine Seitenansicht zu A b b.1.
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Die A b b.1 und 2 zeigen einen kombinierten Förderer- und Hobelantrieb
für die Kohlengewinnung. Der Strebförderer 24 wird durch einen hydrostatischen Förderermotor
27 angetrieben, während die in der Zeichnung nicht dargestellte Kohlenhobel über
die Hobelkette 21 vom hydrostatischen Hobelmotor 28 am Stoß hin- und herbewegt wird,
wobei die vom Kohlenhobel aus dem Stoß herausgelöste Kohle in den Förderer 24 geladen
wird. Die hydrostatischen Motoren 27 und 28 sind beiderseits des in die Abbaustrecke
29 hineinragenden Fördererendes angeordnet. Bei der in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsform sind sie parallel zum Förderer angeordnet, wobei sie mit ihrem strebseitigen
Ende auf dem Liegenden 30 des Flözes aufliegen. Das Fördererende ragt, wie insbesondere
A b b. 2 erkennen läßt, um ein solches Maß in die Abbaustrecke 29 freitragend vor,
daß die abgeworfene Kohle in den Streckenförderer fallen kann. Beide hydrostatischen
Motoren 27 und 28 sind auf dem Sammelbehälter 26 angeordnet und durch diesen als
gemeinsamen Träger verbunden, wobei der Sammelbehälter 26 und die hydrostatischen
Pumpen sowie die diese antreibenden Antriebsmotoren 25 an der Unterseite der hydrostatischen
Motoren 27,28 unterhalb des Strebliegenden 30 in der Strecke
29 angeordnet und mit den hydrostatischen Motoren 27, 28 zu einem geschlossenen
und kompakten Antriebsaggregat baulich vereinigt sind. Die in der Zeichnung nicht
erkennbaren hydrostatischen Pumpen sind innerhalb des Sammelbehälters angeordnet,
während die die Pumpen antreibenden Antriebsmotoren 25 an den Stirnseiten des Sammelbehälters
26 befestigt sind.
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Da die Hobelkette 21 und das Fördertrum des Förderers 24 die ganze
Antriebsstation in A b b.1 und 2 nach links zu ziehen bestrebt sind, ist weiterhin
- wie A b b. 2 erkennen läßt - am Sammelbehälter 26 eine Kufe 31 angebracht, weiche
sich gegen den Streckenstoß abstützt.
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In der in A b b. 1 dargestellten Anordnung erfolgt der Abbau der Kohle
auf der unteren Seite des Strebförderers 24, auf der sich die Hobelkette 21 befindet.
Wenn nun der Abbaustoß auf der anderen Seite des Förderers 24 liegt und der Abbau
entgegengesetzt zu Felde gehen soll, ist es erforderlich, den Hobelmotor 28 auf
den Kopf zu stellen und auf der in A b b.1 oberen Seite des Förderers 24 anzuordnen,
während der Förderermotor 27 gleichfalls auf den Kopf gestellt und im Bild unten
angeordnet werden muß. Um dies zu ermöglichen, sind die hydrostatischen Motoren
27 und 28 sowohl auf der Oberwie auf der Unterseite mit Leitungsanschlüssen versehen,
um sie auch nach einer Wendung um 180° auf den gemeinsamen Sammelbehälter 26 aufflanschen
zu können.