DE1242809B - Vorrichtung zur Steuerung der Ausgiessmenge bei Giesspfannen - Google Patents
Vorrichtung zur Steuerung der Ausgiessmenge bei GiesspfannenInfo
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Description
DEUTSCHES PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
DeutscheKl.: 31 b2-37/00
Nummer: 1242 809
Aktenzeichen: C33877VIa/31b2
1242809 Anmeldetag: 14. September 1964
Auslegetag: 22. Juni 1967
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur automatischen Steuerung einer mit einem Mechanismus
zum Ausgießen des geschmolzenen Metalls in mit Gießtrichtern versehene Formen ausgerüsteten Gießpfanne.
Bei derartigen Gießpfannen muß dafür gesorgt werden, daß, sobald das in den Gießtrichter eingegossene
geschmolzene Metall dessen oberen Teil erreicht, weiteres Ausfließen des geschmolzenen Metalls
aus der Gießpfanne unterbrochen wird.
Die Erfindung hat sich die technische Aufgabe gestellt, hierfür eine automatische Steuerung anzugeben.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß dadurch, daß jede Form auf der Oberfläche einen
mit dem Gießtrichter durch eine kurze Überlaufrinne verbundenen Überlauftümpel aufweist und auf der
Aufhängevorrichtung der Gießpfanne eine durch eine auf den Überlauftümpel gerichtete, fotoelektrische
Zelle gesteuerte Stillsetzvorrichtung für das Ausgießen angeordnet ist.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß, sobald sich das geschmolzene Metall durch die Überlaufrinne
in den Uberlauftümpel ergießt, die fotoelektrische Zelle anspricht und weiteres Zugießen verhindert.
Eine zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung sieht vor, daß der Gießtrichter, der Uberlauftümpel
und die diese miteinander verbindende Rinne im Inneren eines auf die Form aufgesetzten Napfkörpers
untergebracht werden.
Die Erfindung läßt sich insbesondere auf Gießpfannen anwenden, die mit einem ihre Ausgießbewegung,
ihre Rückführbewegung und ihr Stillsetzen betätigenden, hydraulisch arbeitenden Zylinder ausgerüstet
sind. Dies erfolgt dann gemäß einem anderen Merkmal der Erfindung so, daß der hydraulisch arbeitende
Zylinder von einem Ventil aus beaufschlagt wird, das von der fotoelektrischen Zelle gesteuert
wird.
Bei einer automatisch gesteuerten Gießeinrichtung, wie sie oben erläutert wurde, läßt sich auch eine besondere
Gießpfanne verwenden, die erfindungsgemäß durch die Verwendung einer Kipp-Pfanne gekennzeichnet
ist. Eine andere Möglichkeit besteht darin, eine ortsfeste Stopfengießpfanne zu verwenden.
Gegenstand der Erfindung ist schließlich eine Anlage zum Abgießen von Formen auf einer automatischen
Gießkette, die mit der eingangs beschriebenen Vorrichtung versehen wird. Dies erfolgt so, daß der
Kettenförderer mit einem Hebel oder einer gleichwirkenden Vorrichtung ausgerüstet ist, welche die
Vorwärtsbewegung des Förderers zum Stillstand
Vorrichtung zur Steuerung
der Ausgießmenge bei Gießpfannen
Anmelder:
Centre de Recherches de Pont-ä-Mousson,
Pont-ä-Mousson, Meurthe-et-Moselle
(Frankreich)
Pont-ä-Mousson, Meurthe-et-Moselle
(Frankreich)
Vertreter:
Dipl.-Ing. R. H. Bahr und Dipl.-Phys. E. Betzier, Patentanwälte, Herne, Freiligrathstr. 19
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 28. November 1963 (955 316)--
bringt, sobald sich eine Form an der Gießstation befindet und gleichzeitig die Steuervorrichtung einoder
ausschaltet.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand mehrerer Ausführungsformen erläutert, es zeigt
Fig. 1 eine schematische Gesamtansicht der Gesamtanordnung einer automatischen Gießkette mit Merkmalen der Erfindung,
Fig. 1 eine schematische Gesamtansicht der Gesamtanordnung einer automatischen Gießkette mit Merkmalen der Erfindung,
F i g. 2 und 3 die Steuerung des Kippens der Gießpfanne in ihren beiden wirksamen Stellungen,
F i g. 4 ein elektrisches Schaltschema der Vorrichtung gemäß der Erfindung,
F i g. 4 ein elektrisches Schaltschema der Vorrichtung gemäß der Erfindung,
F i g. 5 einen schematischen Schnitt durch eine Gießform,
F i g. 6 eine Aufsicht auf den Gegenstand nach F i g. 5,
F i g. 7 in schematischer Darstellung eine Vorrichtung gemäß der Erfindung bei einer Stopfengießpfanne.
Gemäß der in den F i g. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsform besteht eine automatische Gießkette
aus einem Kettenförderer C mit absatzweisem Vorschub über gleiche Wege, die durch Stillstände an den
Arbeitsstationen, der Formmaschine, der Gießstation, der Entformungsstation usw. unterbrochen werden.
Die Formen M mit gegebenenfalls voneinander abweichenden Formräumen 1 sind mit Gießtrichtern 2
versehen. Sie ruhen in gleichmäßigen Abständen von-
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einander auf Platten 3 des Kettenförderers C Einstellkeile 4 sind so angeordnet, daß die Gießtrichter stets
unter den Gießschnabel der Gießpfanne gelangen, sobald die betreffende Form vor der Gießstation zum
Stillstand kommt.
Die Formen M sind mit einem Überlauftümpel 5 mit flachem Boden neben dem Gießtrichter 2 versehen.
Dieser Uberlauftümpel 5 ist mit dem Gießtrichter 2 über eine im oberen Niveau des Gießtrichters
ausgesparte Überlaufrinne verbunden. An der Stelle ihrer Verbindung mit dem Gießtrichter bildet
sie eine Schwelle. Der Gießtrichter 2, der Tümpel 5 und die Rinne 6 können, falls die Formen aus Sand
bestehen, in deren Oberseite eingeprägt werden.
Die Gießpfanne ist gemäß dem Ausführungsbeispiel über horizontale Zapfen 7 an einen Rahmen 8
angelenkt, der über einen Bügel 9 an einem Seil 10 eines nicht dargestellten Hebezeuges hängt. Die Kipp-PfanneF
führt flüssiges Metall, z.B. geschmolzenes Gußeisen, dem Auslaufschnabel bei Verschwenkung
um die Zapfen 7 zu. Zu diesem Zweck ist sie mit einem hydraulisch arbeitenden Zylinder V ausgerüstet.
Der Zylinder V ist mit einem Ende an den Rahmen 8 angelenkt. Seine Kolbenstange sitzt gelenkig
am Ende eines seinerseits fest mit der Pfanne P verbundenen Armes 11. Beim Aus- oder Einfahren der
Kolbenstange kann die Pfanne P sich um ihre Drehzapfen 7 verschwenken. Das kann im Sinne des Entleerens
der Pfanne, beim Beaufschlagen des Zylinders V und im Sinne ihrer Rückführung beim Entlasten des
Zylinders erfolgen. Der Zylinder erhält Druckmittel über eine Leitung 12. Diese Leitung 12 führt zu einem
Ventil, an das eine Zuleitung 13 für das Druckmittel von einer nicht dargestellten Pumpe her und eine Entlüftungsleitung
14 angeschlossen sind.
Der Schieber des Ventils verbindet in seiner Stellung nach F i g. 1 die Zuführungsleitung 13 mit der
Leitung 12; die Abflußleitung 14 ist geschlossen. Der Zylinder V ist beaufschlagt und entleert die Pfanne P.
In seiner mittleren, in F i g. 2 dargestellten Stellung sperrt der Schieber alle drei Leitungen 12,13 und 14.
In der Stellung gemäß F i g. 3 sind über den Schieber die Leitungen 13 und 14 miteinander verbunden;
die Leitung 12 ist geschlossen. Dadurch ist der Zylinder V entlüftet, und die Pfanne P kippt zurück, wodurch
das Ausfließen des geschmolzenen Eisens beendet wird.
Die beiden in den F i g. 1 und 3 dargestellten Stellungen ergeben sich bei Erregung von Elektromagneten
15 oder 16. Sind die Elektromagneten nicht erregt, so hält eine Rückführfeder 17 den Schieber in
seiner mittleren Stellung (F i g. 2) bzw. führt ihn in diese zurück.
Der Kettenförderer besitzt Finger 18, die aufeinanderfolgend auf einen elastisch zurückgeführten
Hebel 19 einwirken, der mit einer Achse am Gestell des Kettenförderers befestigt ist. Die Anordnung der
Finger 18 längs des Förderers und die des Hebels 19 ist so getroffen, daß, sobald ein Finger 18 den Hebel
19 betätigt, sich eine Form unterhalb der Gießpfanne befindet und ihr Gießloch unter dem Schnabel b der
Gießpfanne liegt.
Bei dem in F i g. 4 dargestellten elektrischen Schaltschema der Anlage steht der Schieber des Ventils D
in seiner mittleren Stellung. Der Elektromagnet 15 liegt in einem Stromkreis 20, z. B. einem zweiadrigen
Stromkreis, zusammen mit einem Ruhekontakt 21, der einen Teil eines Doppelschützes T bildet und von
dem genannten Hebel 19 betätigt wird, und einem Öffnungsschütz 22, dessen Spule durch ein an eine
fotoelektrische Zelle PH angeschlossenes Relais R erregt wird.
Die Fotozelle ist auf dem Rahmen 8 der Gießpfanne angeordnet, daß ihre Visierlinie L auf den
Überlauftümpel 5 der Form M gerichtet ist, die sich unterhalb der Gießpfanne in Eingießstellung befindet
(Fig. 1).
ίο Der Elektromagnet 16 liegt seinerseits in einem Stromkreis 23, z. B. ebenfalls einem zweiadrigen Kreis,
zusammen mit einem Ruhekontakt 24, dessen Spule durch ein ebenfalls an die fotoelektrische Zelle PH
angeschlossenes Relais Rt erregt wird. Dieses Relais verzögert die Schließdauer des Kontaktes 24 um einen
gegebenen Zeitraum, der die Erregung des Elektromagneten 16 und die Betätigung des Schiebers des
SteuerventiIsD während einer gegebenen Zeitdauer ermöglicht, an deren Ende die Erregung des Elek-
ao tromagneten 16 aufhört und der Schieber des Ventils D
durch die Rückführfeder 17 in die mittlere Stellung zurückgeführt wird.
Der zweite Kontakt 25 des Schützes T liegt in Reihe mit dem Speisestromkreis des Motors Q (Fig. 4),
welcher den Kettenförderer C antreibt. Im Nebenschluß zu diesem Stromkreis liegt ein durch einen
Druckknopf betätigter Schalter 24.
Im Ruhezustand befindet sich der Schieber des Verteilers D in der Stellung nach F i g. 2, der hydraulische
Zylinder V ist verriegelt, und die Kippbewegung der Pfanne ist stillgesetzt. Gelangt eine durch die
Förderkette C zugeführte Form an die Gießstation, drückt der Finger 18 den Hebel 19 nach unten, wodurch
der Kontakt 25 geöffnet und dadurch das Stillsetzen des Kettenförderers bewirkt wird.
Dann befindet sich der Gießtrichter der Form unter dem Ausgießschnabel der Gießpfanne P. Gleichzeitig
wird der Kontakt 21 geschlossen, hierdurch dem Elektromagneten 15 Strom zugeführt und dadurch
der Schieber des SteuerventilsD in die Stellung gemäß F i g. 1 bewegt, in welcher dieser die Leitung 13
mit der Leitung 12 verbindet. Der hydraulische Zylinder V erhält Druckmittel und bewirkt eine Kippbewegung
der Gießpfanne in vorwärtiger Richtung.
Das geschmolzene Eisen fließt durch den Ausgießschnabel der Gießpfanne aus und füllt fortschreitend
die Form. Die Beaufschlagung des Zylinders V wird der Menge nach so geregelt, daß sich eine zweckentsprechende
Ausflußmenge an geschmolzenem Eisen ergibt.
Nachdem die Form vollkommen gefüllt ist, steigt der Spiegel des geschmolzenen Eisens bis zum oberen
Teil des Gießtriehters an, worauf die Schmelze sich durch die kleine Überlaufrinne 6 in den UberIauftümpel
5 ergießt.
Sobald dies geschieht, spricht die fotoelektrische Zellei5H an. Demzufolge werden auch die Spulen
der Relais R und Rt erregt, wodurch einerseits der Kontakt 22 geöffnet und demzufolge die Erregung
des Elektromagneten 15 unterbrochen wird; andererseits wird der Kontakt 24 geschlossen und dadurch
der Elektromagnet 16 erregt. Dann wird der Schieber unter Zusammendrücken der Rückführfeder 17
in seine andere äußerste Stellung (F i g. 3) zurückverbracht. Nunmehr ist die Leitung 12 mit der
Entlüftungsleitung 14 verbunden, und es erfolgt die teilweise Entleerung des Zylinders V. Diese Entleerung setzt sich während der Zeitdauer fort, auf
Claims (6)
1. Vorrichtung zur automatischen Steuerung einer mit einem Mechanismus zum Ausgießen des
geschmolzenen Metalls in mit Gießtrichtern versehene Formen ausgerüsteten Gießpfanne, dadurch
gekennzeichnet, daß jede Form (M) auf der Oberfläche einen mit dem Gießtrichter (2) durch eine kurze Überlaufrinne (6)
verbundenen Überlauftümpel (5) aufweist und auf der Aufhängevorrichtung (8) der Gießpfanne (P,
P') eine durch eine auf den Überlauftümpel (5) gerichtete, fotoelektrische Zelle (PH) gesteuerte
Stillsetzvorrichtung für das Ausgießen angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gießtrichter (2), der Uberlauftümpel
(5) und die diese miteinander verbindende Rinne (6) im Inneren eines auf die Form aufgesetzten Napfkörpers untergebracht
sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher die Gießpfanne mit einer ihre Ausgießbewegung,
ihre Rückführbewegung und ihr Stillsetzen betätigenden, hydraulisch arbeitenden Zylinder ausgerüstet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß der hydraulisch arbeitende Zylinder (V) von einem
Ventil (D) aus beaufschlagt wird, das von der fotoelektrischen Zelle(PH) gesteuert wird.
4. Gießpfanne für automatisch gesteuerte Gießvorrichtung gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet
durch die Verwendung einer Kipp-Pfanne (P).
5. Gießpfanne für automatisch gesteuerte Gießvorrichtung gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet
durch die Verwendung einer ortsfesten Stopfengießpfanne (PI).
6. Anlage zum Abgießen von Formen auf einer automatischen Gießkette mit Vorrichtung
gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kettenförderer (C) mit einem Hebel (19) oder
einer gleichwirkenden Vorrichtung ausgerüstet ist, welche die Vorwärtsbewegung des Förderers
zum Stillstand bringt, sobald sich eine Form (M) an der Gießstation befindet und gleichzeitig die
Steuervorrichtung ein- oder ausschaltet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 607/439 6. 67 © Bundesdruckerei Berlin
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR1242809X | 1963-11-28 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE1242809B true DE1242809B (de) | 1967-06-22 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC33877A Pending DE1242809B (de) | 1963-11-28 | 1964-09-14 | Vorrichtung zur Steuerung der Ausgiessmenge bei Giesspfannen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1242809B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1300207B (de) * | 1967-12-19 | 1969-07-31 | Metallgesellschaft Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Giessen von Formaten |
| DE3020076A1 (de) * | 1979-06-07 | 1980-12-11 | Mezger Ag Maschf Giesserei | Giessanlage mit selbsttaetig wirkender steuervorrichtung |
-
1964
- 1964-09-14 DE DEC33877A patent/DE1242809B/de active Pending
Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE1300207B (de) * | 1967-12-19 | 1969-07-31 | Metallgesellschaft Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Giessen von Formaten |
| DE3020076A1 (de) * | 1979-06-07 | 1980-12-11 | Mezger Ag Maschf Giesserei | Giessanlage mit selbsttaetig wirkender steuervorrichtung |
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