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DE1241439B - Verfahren zur Herstellung ungesaettigter aliphatischer Carbonsaeurenitrile mit 3 oder 4 Kohlenstoffatomen aus den entsprechenden Olefinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung ungesaettigter aliphatischer Carbonsaeurenitrile mit 3 oder 4 Kohlenstoffatomen aus den entsprechenden Olefinen

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DE1241439B
DE1241439B DER27840A DER0027840A DE1241439B DE 1241439 B DE1241439 B DE 1241439B DE R27840 A DER27840 A DE R27840A DE R0027840 A DER0027840 A DE R0027840A DE 1241439 B DE1241439 B DE 1241439B
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DE
Germany
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catalyst
carbon atoms
mol
ammonia
temperature
Prior art date
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Pending
Application number
DER27840A
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English (en)
Inventor
Dr Otto Roelen
Dr Walter Rottig
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ruhrchemie AG
Original Assignee
Ruhrchemie AG
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Publication date
Priority to NL251524D priority Critical patent/NL251524A/xx
Priority to BE603030D priority patent/BE603030A/xx
Application filed by Ruhrchemie AG filed Critical Ruhrchemie AG
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Pending legal-status Critical Current

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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
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    • C07C253/24Preparation of carboxylic acid nitriles by ammoxidation of hydrocarbons or substituted hydrocarbons
    • C07C253/26Preparation of carboxylic acid nitriles by ammoxidation of hydrocarbons or substituted hydrocarbons containing carbon-to-carbon multiple bonds, e.g. unsaturated aldehydes
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J23/00Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00
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    • B01J23/24Chromium, molybdenum or tungsten
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description

  • Verfahren zur Herstellung ungesättigter aliphatischer Carbonsäurenitrile mit 3 oder 4 Kohlenstoffatomen aus den entsprechenden Olefinen Es ist bekannt, zur Herstellung von Acrylsäurenitril Mischungen aus Propylen. Ammoniak und Sauerstoff in Gegenwart eines Katalysators umzusetzen. Als Katalysatoren verwendet man dabei Wismut-, Zinn- und Antimonsalze der Phosphormolybdänsäure und der Molybdänsäure. Auch Wismutsalze der Phosphorwolframsäure sind als Katalysatoren bekannt. Diese Arbeitsweise wird vorzugsweise derart durchgeführt, daß die Katalysatoren- als Fließbett angewendet werden. Das bekannte Verfahren wird im Temperaturgebiet zwischen 425 und 5100 C durchgeführt (vgl. die USA.-Patentschrift 2 904 580).
  • Es hat sich herausgestellt, daß die Anwendung von Temperaturen oberhalb von 4500 C bei der Durchführung des bekannten Verfahrens zu unerwünschten Nebenreaktionen führt, wodurch die Ausbeute an Acrylsäurenitril vermindert wird. Die Erfindung zeigt einen Weg, das bekannte Verfahren mit Hilfe wismut-, zinn- und antimonfreier Katalysatoren durchzuführen, die außerdem keine Phosphorverbindungen enthalten. Das neue Verfahren ergibt bereits bei Temperaturen von etwa 4000 C hohe Umsätze und günstige Ausbeuten.
  • Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Herstellung ungesättigter aliphatischer Carbonsäurenitrile mit 3 oder 4 Kohlenstoffatomen, besonders Acrylsäurenitril, durch Umsetzung der entsprechenden aliphatischen Olefine, die auch bis zur vierfachen Volumemnenge mit gesättigten Kohlenwasserstoffen mit der gleichen Anzahl Kohlenstoffatomen verdünnt sein können, mit Ammoniak und §auerstoff oder diesen enthaltenden Gasen bei einer Temperatur von etwa 400 bis 4500 C in Gegenwart von Wasserdampf und eines auf einem Träger aufgebrachten Chrom- und Molybdänoxyd enthaltenden Katalysators und ist dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in Gegenwart eines Katalysators durchführt, der je 1 Mol Molybdäntrioxyd, MoO3, 0q1 bis 1,5 Mol, besonders 0,25 bis 0,75 Mol Chromoxyd, Cr»O3, und 10 bis 900/0 vorzugsweise 50 bis 80 0/o, pulverförmiges Siliciumdioxyd als Träger enthält, das durch thermische Zersetzung von Siliciumtetrachlorid in Gegenwart von Luft erhalten worden ist, ein Schüttgewicht von 20 bis 80 g/l, eine Oberfläche von 100 bis 500 m2/g sowie eine Korngröße von 2 bis 250 my hat und der bei einer Temperatur von 80 bis 130 C getrocknet und dann in Gegenwart von oxydierenden Gasen, besonders Luft, l/2 bis 10 Stunden, vorzugsweise 1 bis 5 Stunden, auf etwa 200 bis 4000 C erhitzt worden ist.
  • Die thermische Nachbehandlung des Ikatalysators führt man zweckmäßig in dem für die Umsetzung selbst verwendeten Reaktionsgefäß durch.
  • Ein Trägergehalt von mehr als 5OO!G hat sich besonders bei in Rohren fest angeordneten KataWsatoren bewährt. Wie vergleichende Untersuchungen zeigten, läßt sich mit derartigen Katalysatoren eine sehr gleichmäßige Temperaturführung (Temperatur in der Katalysatormitte, gemessen über die gesamte Rohrlänge, im Vergleich zur Temperatur des Kühlmittels) erzielen, wogegen bei einem geringeren Anteil an Trägern, beispielsweise von 10o, verschiedentlich eine ungleichmäßige Temperatur- und dementsprechend auch ungünstigere Umsatzuertellung festgestellt wurde.
  • Als Ausgangsstoff für die Katalysatoren der Erfindung werden zu deren Herstellung vorzugsweise die handelsübliche, etwa 85 ovo MoO3 enthaltende Molybdänsäure und Chromnitrat verwendet. Obwohl die Herstellung der Katalysatoren durch Fällung, Sintern oder Zersetzung in bekannter Weise vorgenommen werden kann, haben sich doch die durch Zersetzung gewonnenen Katalysatoren als am wirksamsten erwiesen. Zur Herstellung der Etatalysatoren fügt man den vorgesehenen Mengen Molybdänoxyd und Chromoxyd oder vorzugsweise Chromnitrat so viel Wasser und gegebenenfalls Salpetersäure zu, daß diese Flüssigkeitsmengen etwa 50 bis 500 Gewichtsprozent der Menge der übrigen Bestandteile betragen. Die Flüssigkeitsmengen sind abhängig vom Trägergehalt des Katalysators. Je höher dieser ist, um so größer soll die Wassermenge und gegebenenfalls auch die Salpetersäuremenge sein. Sie wird so eingestellt, daß das Gemisch etwa pasten artig ist. Nun fügt man die vorgesehene Menge Träger zu. Je nach der Menge des Trägers ist unter Umständen ein weiterer Wasserzusatz erforderlich, besonders dann, wenn die Trägermenge mehr als 50°/o der gesamten Katalysatormenge beträgt. Das gesamte Gemisch wird mit der Hand oder mechanisch verrührt, bis eine gleichmäßige Verteilung aller Bestandteile bzw. eine gleichmäßige Beschaffenheit der Masse hergestellt ist, was im allgemeinen nach einer Rührzeit zwischen 5 und 15 Minuten der Fall ist.
  • Die hergestellte feuchte Masse wird nunmehr in dünner Schicht auf Bleche gestrichen und im Temperaturbereich zwischen etwa 80 und 1300 C getrocknet. Die Schichtdicke soll zweckmäßig etwa 4 bis 10 mm betragen. Die Trocknungsdauer richtet sich nach der Trocknungstemperatur. Bei Trocknungstemperaturen um 1000 C beträgt die Trocknungszeit zwischen 12 und 24 Stunden, mit zunehmender Trocknungstemperatur läßt sich die Trocknungszeit auf 3 bis 6 Stunden herabsetzen. Es ist jedoch auch möglich, bereits vor der Trocknung eine Verformung der plastischen Masse mit einer Strangpresse vorzunehmen.
  • Durch die thermische Nachbehandlung in Gegenwart von oxydierenden Gasen entweichen gewisse Mengen Wasserdampf und der größte Teil der nitrosen Gase. Zur besseren Entfernung dieser Gase kann man eine Absaugung oder eine geeignete Belüftung vornehmen.
  • Führt man die Nachbehandlung in dem für das Verfahren selbst verwendeten Umsetzungsgefäß durch, so wird die Katalysatormasse nach dem Trocknen zerkleinert, wobei z. B. bei einer festen Anordnung in Rohren eine Korngröße zwischen etwa 1 und 10 mm, besonders 2 bis 6 mm, günstig ist.
  • Wird der Katalysator in Form einer Wirbelschicht angewendet, so arbeitet man mit Katalysatoren von wesentlich geringerer Korngröße, beispielsweise von etwa 10 bis 250 St.
  • Katalysatoren, die bei 200 bis 4000 C in Gegenwart von oxydierenden Gasen behandelt worden sind, erfordern um etwa 20 bis 400 C niedrigere Umsetzungstemperaturen als solche, die bei höheren Temperaturen nachbehandelt wurden, wodurch außer dem Umsatz der Olefine bzw. der Ausbeute an Nitrilen auch die Katalysatorlebensdauer günstig beeinflußt wird.
  • Als Ausgangsstoffe für das Verfahren der Erfindung können reine Olefine, also solche mit einem Olefingehalt von über 99 0/o, verwendet werden. Es ist jedoch auch ohne weiteres möglich, Destillationsschnitte mit niedrigerem Olefingehalt, z. B. aus Raffineriegasen, einzusetzen. Das Verfahren der Erfindung wird bei Normaldruck durchgeführt. Die Menge an Wasserdampf soll, bezogen auf das vorhandene Gemisch aus Ammoniak und Olefin, die etwa 0,5- bis Sfache, vorzugsweise 1- bis 2fache Volumenmenge betragen.
  • Es ist bekannt, ungesättigte Nitrile dadurch herzustellen, daß man ,ß-ungesättigte aliphatische Aldehyde, wie Acrolein, oder Verbindungen, welche unter den Reaktionsbedingungen solche liefern, bei erhöhter Temperatur im Gaszustand in Gegenwart eines Katalysators mit Ammoniak und molekularem Sauerstoff umsetzt (vgl. die deutsche Patentschrift 897560). Im Gegensatz zu diesem Verfahren wird nach der Erfindung die Bildung des Aldehyds und dessen Umwandlung in das Nitril in einem einzigen Arbeitsgang vorgenommen. Darüber hinaus wird durch die gemeinsame Verwendung von Molybdänoxyd und Chromoxyd aus der Vielzahl von Katalysatoren, die nach dem bekannten Verfahren anwendbar sind, eine Auswahl getroffen. Das bekannte Verfahren erfordert die Anwendung zweier verschiedener Katalysatoren für die Aldehydbildung und die Nitrilbildung, während nach der Erfindung nur ein einziger Katalysator eingesetzt wird.
  • Es ist auch bekannt, daß die erwähnte zweistufige Umsetzung mit einer aldehydhaltigen Gasmischung durchführbar ist, die man in an sich bekannter Weise durch Oxydation von Olefinen in Gegenwart eines Oxydationskatalysators erhalten hat (vgl. die deutsche Patentschrift 941 428).
  • Nach einer einstufigen bekannten Arbeitsweise zur Herstellung von aliphatischen Nitrilen, die unmittelbar von Olefinen ausgeht, die mit Ammoniak und Sauerstoff umgesetzt werden, verwendet man gleichfalls Oxydationskatalysatoren, die aus zahlreichen Elementen bestehen können. Zwar finden sich auch Chromoxyd und Molybdänoxyd unter den aufgeführten Metalloxyden, jedoch ist die gemeinsame Verwendung gerade dieser beiden Oxyde nicht erwähnt.
  • Die Umsätze und Ausbeuten liegen wesentlich niedriger als beim Verfahren der Erfindung, außerdem kommt die Fähigkeit des Katalysators der Erfindung, die Umsetzung besonders auf die Bildung des gewünschten Acrylsäurenitrils zu lenken, den bekannten Katalysatoren in geringerem Maße zu (vgl. die USA.-Patentschrift 2481 826).
  • Nach einem anderen zweistufigen Verfahren arbeitet man mit einem Katalysator, der aus Molybdänoxyd und einem Träger aus Aluminiumoxyd besteht und dessen Wirkung durch Zusatz von Alkali erhöht wird (vgl. die deutsche Auslegeschrift 1 070 170).
  • Obgleich für dieses Verfahren als Träger zwingend Aluminiumoxyd verwendet wird, während die Verwendung von Kieselsäure als sehr unzweckmäßig bezeichnet wird, wurde überraschenderweise gefunden, daß nach dem Verfahren der Erfindung gerade die Verwendung von pulverförmigem Siliciumdioxyd als Träger die besten Ergebnisse liefert.
  • Nach der französischen Patentschrift 1 098400 wird eine Mischung aus Propylen und Sauerstoff mit einem Kupferoxydkatalysator bei 270 bis 5000 C zu Acrolein umgesetzt und das erhaltene Reaktionsgas in der zweiten Stufe zur Bildung von Acrylsäurenitril mit Ammoniak und Sauerstoff bei Temperaturen zwischen 300 und 5500 C über einen Katalysator geleitet, der gegenüber jenem der ersten Stufe anders zusammengesetzt ist. Aus dem Beispiel 1 dieser Patentschrift läßt sich, bezogen auf das verbrauchte Propylen, eine Acrylsäurenitrilausbeute von 58,5°ln errechnen, nach dem Beispiel 3 eine solche von 51 ovo und nach dem Beispiel 5 eine solche von 60 0/o. Bei der Arbeitsweise des Beispiels 5 wird zur Ausbeuteverbesserung Chlor zugesetzt. Nach dem Beispiel der Erfindung erhält man eine Acrylsäurenitrilausbeute von 65 e/o, bezogen auf das verbrauchte Propylen, ohne daß Chlor zugesetzt werden muß. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß nach der französischen Patentschrift 1 098 400 eine in ihrer Höhe vergleichbare Ausbeute durch eine zweistufige Arbeitsweise erreicht wird, wobei nicht nur in den beiden Stufen unterschiedliche Katalysatoren verwendet werden müssen, sondern darüber hinaus auch unterschiedliche Reaktionstemperaturen. Schließlich sollen auch Drücke und Durchsatzmengen in den Umsetzungsgefäßen teilweise unterschiedlich sein. Die Arbeitsweise der Erfindung bedingt also verfahrensmäßig einen erheblichen technischen Fortschritt gegenüber dem aus der französischen Patentschrift 1098400 bekannten Verfahren.
  • Nach der belgischen Patentschrift 587609 kann man Acrylsäurenitril in einer Stufe durch Umsetzung von Propylen mit Sauerstoff und Ammoniak im Gaszustand herstellen, wenn man in Gegenwart eines gegebenenfalls auf einen Träger aufgebrachten Metalloxyds arbeitet. Die günstigsten Ergebnisse werden nach dieser Patentschrift jedoch nur dann erreicht, wenn man den Katalysatoren Selen, Selendioxyd oder ein Metallselenid zusetzt. Soweit Ausbeuten, bezogen auf das verbrauchte Propylen, von 709/o und mehr erhalten werden, handelt es sich in allen Fällen um selenhaltige Katalysatoren. Nach der Erfindung lassen sich annähernd gleich gute Ausbeuten an Acrylsäurenitril, bezogen auf das verbrauchte Propylen, erzielen, jedoch sind die Ausbeuten, bezogen auf das verbrauchte Ammoniak, beim Verfahren der Erfindung wesentlich günstiger. Bekanntlich ist Selen ein recht kostspieliges Metall, dessen Wiedergewinnung mit erheblichen Schwierigkeiten und einer Reihe von zeitraubenden Arbeitsgängen verbunden ist.
  • Die französische Patentschrift 1 219 512 betrifft ebenfalls die Herstellung ungesättigter aliphatischer Nitrile durch Umsetzung der entsprechenden aliphatischen Olefine mit Ammoniak und Sauerstoff. Als Katalysator wird Molybdänoxyd verwendet, das sich gegebenenfalls auf Trägern, wie Kieselsäuregel, Kieselgur oder Tonerde, befindet; zweckmäßig soll das Molybdänoxyd mit Alkalien aktiviert sein. Obwohl nach beiden Beispielen bei hohen Temperaturen von 4800 C gearbeitet wird, beträgt die Ausbeute an Acrylsäurenitnl, bezogen auf das eingesetzte Propylen, nach dem Beispiel 1 nur 8,1n/o, nach dem Beispiel 2 nur 100/o.
  • Beispiel 81,6 g Molybdänsäure (enthaltend 850/0 Mol3, entsprechend 0,48 Mol) sowie 144 g Chromnitrat, Cr(NO3)*, 9 H.,O (0,36 Mol, entsprechend 0,18 Mol Cr2O), wurden unter schwachem Erwärmen und Zusatz von wenig Wasser sowie 12 g konzentrierter Salpetersäure miteinander verrührt. Unter weiterem Wasserzusatz wurden nach und nach 81 g eines durch thermische Zersetzung von Siliciumtetrachlorid bei hohen Temperaturen und in Gegenwart von Sauerstoff erhaltenen Siliciumdioxyds mit einem Schüttgewicht von 30 g/l, einer Oberfläche von 300 m2/g und einer Korngröße zwischen etwa 5 und 50 my zugegeben, bis ein pastenförmiger Brei entstand. Dieser wurde mit einer Handpresse zu Strängen von 5 mm Durchmesser verformt, die anschließend 24 Stunden bei 1050 C in einem Trockenschrank getrocknet wurden. Dann wurden sie auf eine Länge von etwa 2 bis 5 mm gebrochen, der Staub wurde abgesiebt.
  • 250 ccm dieses Katalysators wurden in ein Quarzrohr von 20 mm lichter Weite gefüllt, welches sich in einem elektrisch erhitzbaren, mit einem Kontaktthermometer gesteuerten Aluminiumblock befand.
  • An das Reaktionsrohr schlossen sich ein Wasserkühler mit Vorlage sowie zwei Tiefkühlfallen an, die auf 700 C gekühlt wurden 40 Liter Luft wurden je Stunde durch einen Wassersättiger, der auf eine gleichbleibende Temperatur von 660 C eingestellt worden war, geleitet.
  • Unmittelbar vor dem Reaktionsgefäß wurden 2 1 Ammoniak je Stunde und 3 1 Propylen je Stunde (Verhältnis von Ammoniak zu Propylen 1: 1,5) zugesetzt. Der Druck entsprach dem Atmosphärendruck, die Temperatur lag bei 4050 C. Je Tag wurden 2,95 Mol Propylen und 1,98 Mol Ammoniak eingesetzt.
  • Bei einem Ammoniakumsatz von 88 O/o = 1,74 Mol und einem Propylenumsatz von 71 °/o = 2,1 Mol wurden täglich etwa 85 g rohes Acrylsäurenitril erhalten. Dies entsprach einer Ausbeute, bezogen auf das eingesetzte Propylen, von 45-°/o und einer Ausbeute, bezogen auf das umgesetzte Propylen, von 65 0/o. Bezogen auf das eingesetzte Ammoniak betrug die Ausbeute an Acrylsäurenitril 67 67°/o, bezogen auf das umgesetzte Ammoniak, 77o. Kleine Mengen Acrylsäurenitril und Blausäure konnten aus dem Abgas wegen der sehr geringen Restmengen nicht gewonnen werden.
  • Aus dem rohen Acrylsäurenitril wurden bei der Aufarbeitung durch Destillation außer 810/0 Acrylsäurenitril noch 60/o Blausäure und 130/0 Acetonitril gewonnen.
  • Wurde der Katalysator 60 Minuten bei 3000 C vorbehandelt, so konnte bei annähernd gleichen Umsätzen die Reaktionstemperatur um 150 C gesenkt werden. Die Nebenreaktionen gingen zurück, beispielsweise nahm die Oxydation von Propylen zu Kohlendioxyd und Kohlenmonoxyd um 150/0 ab.
  • Wurde die thermische Behandlung des Katalysators statt bei 3000 C bei 4000 C vorgenommen, so nahm die Katalysatorwirkung etwas ab. Dementsprechend mußte die Reaktionstemperatur um 50 C erhöht werden.
  • Wenn dem Katalysator während seiner Herstellung Phosphorsäure in einer Menge von etwa 1 Mol P.,05 je etwa 20 Mol Molybdäntrioxyd, MoO3, zugesetzt wurde, ging unter den vergleichbaren Umsetzungsbedingungen der Ammoniakumsatz auf 820/0, der Propylenumsatz auf 670/0 zurück. Die Nebenreaktionen, besonders die Oxydation von Propylen zu Kohlendioxyd und Kohlenmonoxyd, nahmen dagegen zu, die Ausbeute an rohem Acrylsäurenitril sank auf 78 bis 79 g je Tag.
  • Wenn das Verhältnis von Ammoniak zu Propylen auf 1:1 verringert wurde, gingen sowohl der Umsatz des Ammoniaks als auch der Umsatz des Propylens zurück. Dementsprechend fiel die Ausbeute an rohem Acrylsäurenitril auf etwa 75 g je Tag. Während vorher Acrolein nur spurenweise gefunden werden konnte, enthielt das Destillat jetzt etwa 5 bis 10 °/o Acrolein.
  • Wenn das Molverhältnis von MoO: Cr203 im Katalysator nicht 1:0,27, sondern 1:0,52 betrug und dieser ohne Phosphorsäure hergestellt und auf 3000 C erhitzt wurde, konnte eine weitere Erniedrigung der Umsetzungstemperatur um etwa 3 bis 50 C bei noch etwas zurückgehenden Nebenreaktionen erzielt werden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zur Herstellung ungesättigter aliphatischer Carbonsäurenitrile mit 3 oder 4 Kohlenstoffatomen, besonders Acrylsäurenitril, durch Umsetzung der entsprechenden aliphatischen Olefine, die auch bis zur 4fachen Volumenmenge mit gesättigten Kohlenwasserstoffen mit der gleichen Anzahl Kohlenstoffatomen verdünnt sein können, mit Ammoniak und Sauerstoff oder diesen enthaltenden Gasen bei einer Temperatur von etwa 400 bis 4500 C in Gegenwart von Wasserdampf und eines auf einen Träger aufgebrach ten Chrom- und Molybdänoxyd enthaltenden Katalysators, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in Gegenwart eines Katalysators durchführt, der je 1 Mol Molybdäntrioxyd, MoOs, 0,1 bis 1,5 Mol, besonders 0,25 bis 0,75 Mol Chromoxyd, Cm203, und 10 bis 90 o, vorzugsweise 50 bis 80°/o, pulverförmiges Siliciumdioxyd als Träger enthält, das durch thermische Zersetzung von Siliciumtetrachlorid in Gegenwart von Luft erhalten worden ist ein Schüttgewicht von 20 bis 80 g/l, eine Oberfläche von 100 bis 500 m2/g sowie eine Korngröße von 2 bis 250 my hat und der bei einer Temperatur von 80 bis 1300 C getrocknet und dann in Gegenwart von oxydierenden Gasen, besonders Luft, l/2 bis 10 Stunden, vorzugsweise 1 bis 5 Stunden, auf etwa 200 bis 400° C erhitzt worden ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 897560, 941 498: deutsche Auslegeschrift Nr. 1 070 170; französische Patentschriften Nr. 1 098 400.
    1219512; belgische Patentschrift Nr. 587 609; USA.-Patentschriften Nr. 2481 826, 2 904580.
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