DE1138931B - Verfahren zum Herstellen von Formteilen oder UEberzuegen aus Polyestermassen - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Formteilen oder UEberzuegen aus PolyestermassenInfo
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- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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- C08K5/04—Oxygen-containing compounds
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- C08K5/098—Metal salts of carboxylic acids
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Description
INTERNAT. KL. C 08 g
DEUTSCHES
PATENTAMT
R29473IVd/39b
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIPT: 31. OKTOBER 1962
Bekanntlich lassen sich Massen, die ungesättigte Polyester und ungesättigte anpolymerisierbare Monomere
enthalten, unter dem Einfluß von Katalysatoren zu unlöslichen und unschmelzbaren Formteilen oder
Überzügen härten. Praktisch finden solche Polyestermassen Anwendung zur Herstellung ungefüllter und
gefüllter Gießlinge, Preßkörper, Schichtstoffe und Überzüge. Häufig wird eine solche Masse, beispielsweise
bei der Herstellung von Schichtstoffen und Überzügen, auf eine geneigte oder senkrechte Fläche
aufgebracht, wobei sie infolge des Gehalts an Monomerem abläuft, so daß ungleichmäßige Oberflächen
entstehen.
Man hat versucht, das Ablaufen durch Zusätze, z. B. Silicaaerogel, zu verhindern. Dieser Zusatz hat
jedoch den Nachteil, daß er die Gelierungs- und Trocknungseigenschaften ändert und die Lagerfähigkeit
der Masse verringert. Die weiterhin bekannten organischen Verdickungsmittel erfordern die Anwendung
komplizierter Mischeinrichtungen. Es ist bisher nicht gelungen, das Ablaufen bei hochviskosen
Produkten, welche einen "wesentlichen Gehalt an ungesättigten Polyestern haben, in befriedigender
Weise zu verhindern.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Formteilen oder Überzügen durch Aushärten
von Formmassen, die ungesättigte Polyester — aus Dialkoholen, «,/S-ungesättigten Dicarbonsäuren
und polymeren, mindestens 24 Kohlenstoffatome aufweisenden Fettsäuren—, an diese anpolymerisierbare,
mindestens bei 6O0C siedende Monomere, Peroxyde
als Katalysatoren sowie ein lösliches Carbonsäuresalz eines Metalls der IL, VII. oder VIII. Hauptgruppe des
Periodischen Systems der Elemente enthalten. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man
Formmassen aushärtet, die einen Metallgehalt von 0,05 bis 1 0I0, bezogen auf die Gesamtmenge, haben.
Als geeignete Metallsalze, die hierbei verwendet werden können, seien folgende aufgeführt:
Magnesiumsalze:
2-Äthylhexoat, Naphthenat, Abietat, Linoleat, Laurat;
Calciumsalze:
2-Äthylhexoat, Naphthenat, Oleat, Ricinoleat;
Kobaltsalze:
Kobaltsalze:
2-Äthylhexoat, Naphthenat, Abietat, Linoleat, Laurat;
Eisensalze:
2-Äthylhexoat, Naphthenat, Oleat;
Verfahren zum Herstellen
von Formteilen oder Überzügen
aus Polyestermassen
Anmelder:
Reichhold Chemie A. G.,
Hamburg-Wandsbek, Iversstr. 57
Hamburg-Wandsbek, Iversstr. 57
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 18. Juli 1960
(Nr. 43 315 und Nr. 43 329)
Alvaro Salgado, Union, N.J.,
und Anthony R. Manyak,
Pompton Plains, N. J. (V. St. Α.),
sind als Erfinder genannt worden
Pompton Plains, N. J. (V. St. Α.),
sind als Erfinder genannt worden
Mangansalze:
2-Äthylhexoat, Naphthenat, Oleat, Ricinoleat, Resinat, p.-tert.Butylbenzoat.
Dabei ergeben die 2-Äthylhexoate und die Naphthenate
besonders günstige Resultate.
Es ist bereits bekannt, solche Metallsalze zusammen mit ungesättigten Polyestern zu verwenden, jedoch
wurde bei den bekannten Kombinationen dieser Art keine Steigerung der Viskosität und keine Beseitigung
des Ablaufens beobachtet. Bei den erfindungsgemäß zu verwendenden Massen werden jedoch ungesättigte
Polyester verwendet, die mit polymeren Fettsäuren modifiziert sind; nur diese ergeben zusammen mit den
Metallsalzen der vorgenannten Art die gewünschten günstigen Resultate. Es wird also durch den Zusatz
geringer Mengen von löslichen einfachen Carbonsäuresalzen aus Metallen der IL, VII. und VIII. Gruppe
des Periodischen Systems der Elemente zu den im Sinne der Erfindung mit polymeren Fettsäuren modifizierten
ungesättigten Polyestern auf relativ einfache Weise eine die Verarbeitung in gewünschter Weise
erleichternde Verdickung der Polyesterformmassen erreicht. Demgegenüber sollen gemäß der deutschen
Patentschrift 1060 590 relativ große Mengen von speziellen Metallsalzen- bzw. -seifen, bei denen die
Metalle als Seifen saurer Halbester «,^-ungesättigter'
Dicarbonsäuren zur Verdickung der ungesättigten Polyesterharze dienen, die aus Lösungen von Malein-
209 679/345
säure-Dialkohol-Polyestern in flüssigen Monomeren
bestehen und darüber hinaus an der Polymerisationsreaktion teilnehmen.
Eine ganz andere Wirkung hat das nach einem älteren Vorschlag zu verwendende Cadmium-2-äthylhexoat,
das in kleinen Mengen auf aus ungesättigten Polyestern, monomeren Vinylverbindungen, Inhibitoren, Katalysatoren und Beschleunigern bestehenden
Mischungen stabilisierend bzw, bei der Polymerisation
regulierend wirkt.
Die ungesättigten Polyester, wie sie für das Verfahren verwendet werden, werden wie üblich unter
Verwendung eines geringen Überschusses an zweiwertigen
Alkoholen hergestellt. Die Säurezahlen dieser Polyester sollen die üblichen Grenzen nicht
überschreiten, das heißt, es sollen niedrige Säurezahlen angestrebt werden. Die Polyester werden in
bekannter Weise stabilisiert. Das Gewichtsverhältnis des Polyesters zum Monomeren in der Masse kann
zwischen etwa 95 : 5 und 5 : 95 liegen; im allgemeinen verwendet man Mengenverhältnisse zwischen etwa
55: 45 und etwa 85 : 15.
Als zweiwertige Alkohole für die Herstellung der ungesättigten Polyester eignen sich beispielsweise
Äthylenglykol, 1,2-PropylenglykoI, 1,3-Propylenglykol,
1,2-Butylenglykol, 1,4-ButylenglykoI, 1,5-Pentandiol,
die Hexylenglykole, Neopentylglykol, 2-Buten-1,4-diol
sowie die Dihydroxyäther wie Diäthylenglykol, Dipropylenglykol, Triäthylenglykol und die
höheren Alkohole wachsartiger Beschaffenheit und ferner cycloaliphatische Diole wie 2,2-Isopropylidendicyclohexanol
(hydriertes Bisphenol A).
Als α,/S-ungesättigte Dicarbonsäuren eignen sich
für die Herstellung der genannten ungesättigten Polyester beispielsweise Maleinsäure, Fumarsäure, Aconitsäure,
Itaconsäure und Monochlormaleinsäure und die Anhydride der Cis-Säuren dieser Gruppe. Diese
ungesättigten Dicarbonsäuren können teilweise wie üblich durch gesättigte Dicarbonsäuren, zum Beispiel
Adipinsäure, Azelainsäure, Orthophthalsäure, Isophthalsäure, Terephthalsäure, Tetrahydrophthalsäure,
Hexahydrophthalsäure und die Anhydride der anhydridbildenden Säuren dieser Gruppe ersetzt werden.
Die polymeren Fettsäuren sind im allgemeinen in Form von Mischungen erhältlich, die sowohl dimerisierte
als auch trimerisierte Fettsäuren enthalten. Man stellt sie für gewöhnlich durch Polymerisation
von Fettsäuren her, die mindestens 12 KohlenstofF-atome und mindestens eine Doppelbindung enthalten,
beispielsweise Dodecensäure, Tetradecensäure, Ölsäure, Ricinolsäure, Petroselinsäure, Vaccensäure,
Linolsäure, Linolensäure, Eläostearinsäure, Licansäure, Parinarsäure, Gadolsäure, Arachidonsäure,
Cetolsäure, Erucasäure, Selacholsäure und Nervonsäure.
Die polymeren Fettsäuren können auch so gewonnen werden, daß man Ester der Fettsäuren von
einwertigen Alkoholen polymerisiert, die so erhaltenen polymeren Ester verseift und die freien polymeren
Säuren abtrennt. Obwohl im Rahmen der Erfindung vorzugsweise solche Gemische von polymeren Fettsäuren
genommen werden, die als Hauptbestandteile dimere Säuren enthalten, kann man auch wesentliche
Mengen trimerer Säuren verarbeiten, und zwar insbesondere dann, wenn monomere Fettsäuren mit
verwendet werden.
Pro Mol «,^-ungesättigter Dicarbonsäure sollte man
eine Menge zwischen etwa 0,05 und etwa 1 Mol, vorzugsweise zwischen etwa 0,1 und etwa 0,5 Mol polymerer
Fettsäuren einsetzen. Es können bis zu 10 Mol gesättigter Dicarbonsäuren pro Mol der a,/?-ungesättigten
Dicarbonsäure verwendet werden.
Als anpolymerisierbare ungesättigte Monomere können Vinylverbindungen verwendet werden, beispielsweise
Styrol, Vinyltoluol, Diallylphthalat, Triallylcyanurat, Triallylisocyanurat, Triallylcitrat, Diallylmaleinat,
Diallylfumarat und die Isomeren des Dichlorstyrols, ferner Methylmethacrylat, Äthylmethacrylat,
Methylacrylat, Äthylacrylat, Ällylmethacrylat, Äthylenglykoldimethacrylat, Cyclohexylmethacrylat,
Tetramethylendimethacrylat und Polyäthylendimethacrylat.
Als Peroxyde seien genannt: Benzoylperoxyd, Methyläthylketonperoxyd, Cyclohexynonperoxyd, Lauroylperoxyd,
tert. Butylperbenzoat, Diacetylperoxyd und Cumolhydroperoxyd. Im folgenden werden Versuche
beschrieben, die den Einfluß der Metallsalze auf die Viskosität und das Ablaufen der erfindungsgemäß
zu verwendenden Massen aufzeigen.
Herstellung eines ungesättigten Polyesters, auf die hier kein Schutz beansprucht wird
Polyester mit einem ungesättigten Polyester, der mit polymerisierter Fettsäure modifiziert ist
In einen Dreihalskolben mit einem Inhalt von 51, der mit einem Einleitungsrohr für Kohlendioxyd,
einer Rührvorrichtung, einem Dampfableitungsrohr und einem Heizmantel ausgestattet war, wurden
folgende Komponenten gegeben:
1764 g (18 Mol) Maleinsäureanhydrid,
1800 g (3MoI) dimerisierte Soyaölfettsäuren und
1756 g (23,1 Mol) 1,2-Propylenglykol.
Die Mischung wurde unter Rühren in einer Kohlendioxydatmosphäre langsam auf etwa 200 bis 215° C
erhitzt. Diese Temperatur wurde so lange gehalten, bis die Säurezahl der Mischung unter 40 gefallen war.
Darauf wurde die Mischung auf 17O0C abgekühlt,
worauf 0,58 g Hydrochinon zugesetzt wurden. 4000 g dieser Mischung wurden langsam unter gutem Umrühren
in ein großes Gefäß gegeben, welches bereits eine Mischung von 3280 g Styrol und 0,36 g tert. Butylbrenzcatecbin
enthielt. Das Gefäß wurde von außen so weit gekühlt, daß die Temperatur der Mischung
5O0C nicht überstieg. Man erhielt 7280 g einer Masse,
die eine Viskosität von 280 cP hatte.
Wirkung der Metallsalze
auf die Viskosität der Massen
auf die Viskosität der Massen
Die Harzmasse wurde mit verschiedenen Metallsalzen vermengt. Die Viskosität wurde mit einem
Brookfieldviskosimeter gemessen. Es wurden folgende Metallsalze verwendet:
Magnesiumnaphthenat als Lösung in Xylol mit einem Metallgehalt von 3 %.
Calciumnaphthenat als Lösung in Xylol mit einem Metallgehalt von 4%)
Cobaltoctoat als Lösung in Xylol mit einem Metallgehalt von 12%=
Eisennaphthenat als Lösung in Xylol mit einem Metallgehalt von 6%
und
Mangannaphthenat als Lösung in Xylol mit einem Metallgehalt von 6%.
Einfluß der Metallsalze auf die Viskosität der ungesättigten Polyester-Formmassen
Metallsalz,
berechnet als Metall
berechnet als Metall
Ohne
0,24°/0Mg
0,24% Ca
0,12°/0Co
0,24% Co
0,36% Co
0,24% Fe .
0,24% Mn
0,24% Ca
0,12°/0Co
0,24% Co
0,36% Co
0,24% Fe .
0,24% Mn
Viskosität der
erfindungsgemäß
zu verwendenden
Masse
280cP
90000 cP
2350 cP
43OcP
1240 cP
1500OcP
1350 cP
1520 cP
Vergleich mit einer üblichen Polyestermasse
275 cP 63OcP 34OcP 28OcP
30OcP 333 cP 30OcP 30OcP
Wirkung der Metallsalze auf das Ablaufen
Die in der vorstehenden Tabelle angegebenen Polyestermassen wurden mit 1 % einer 60%igen Lösung
von Methyläthylketonperoxyd in Dimethylphthalat, 0,07 % Dimethylanilin und 0,03 % Paraffin vermischt.
Diese Mischung wurde auf eine senkrechte Glasfasermatte aufgestrichen. Dabei zeigte die erfindungsgemäß
zu verwendende Mischung, daß sie tatsächlich nicht ablief und fehlerfreie Schichtstoffe ergab.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren zum Herstellen von Formteilen oder Überzügen durch Aushärten von Formmassen, die ungesättigte Polyester — aus Dialkoholen,ίο «,^-ungesättigten Dicarbonsäuren und polymeren, mindestens 24 Kohlenstoffatome aufweisenden Fettsäuren —, an diese anpolymerisierbare, mindestens bei 60° C siedende ungesättigte Monomere, Peroxyde als Katalysatoren sowie ein lösliches Carbonsäuresalz eines Metalls der IL, VII. oder VIII. Hauptgruppe des Periodischen Systems der Elemente enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß man Formmassen aushärtet, die einen Metallgehalt von 0,05 bis 1 %» bezogen auf die Gesamtmasse, haben.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 060 590.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US1138931XA | 1960-07-18 | 1960-07-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1138931B true DE1138931B (de) | 1962-10-31 |
Family
ID=22352160
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER29473A Pending DE1138931B (de) | 1960-07-18 | 1961-01-16 | Verfahren zum Herstellen von Formteilen oder UEberzuegen aus Polyestermassen |
Country Status (2)
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- US US3124549D patent/US3124549A/en not_active Expired - Lifetime
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