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DE1138045B - Verfahren zur Herstellung von 16ª‡, 17ª‡-Methylen-21-acyloxy-?-pregnen-3, 11, 20-trionen bzw. deren 21-Alkohol - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 16ª‡, 17ª‡-Methylen-21-acyloxy-?-pregnen-3, 11, 20-trionen bzw. deren 21-Alkohol

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DE1138045B
DE1138045B DEL35760A DEL0035760A DE1138045B DE 1138045 B DE1138045 B DE 1138045B DE L35760 A DEL35760 A DE L35760A DE L0035760 A DEL0035760 A DE L0035760A DE 1138045 B DE1138045 B DE 1138045B
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DE
Germany
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methylene
compound
dione
water
pregnen
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DEL35760A
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English (en)
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DE1138045C2 (de
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Dr Gerard Nomine
Dr Daniel Bertin
Jean Jolly
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Laboratoires Francais de Chimiotherapie SA
Original Assignee
Laboratoires Francais de Chimiotherapie SA
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Publication date
Application filed by Laboratoires Francais de Chimiotherapie SA filed Critical Laboratoires Francais de Chimiotherapie SA
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Application granted granted Critical
Publication of DE1138045C2 publication Critical patent/DE1138045C2/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J1/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J41/00Normal steroids containing one or more nitrogen atoms not belonging to a hetero ring
    • C07J41/0033Normal steroids containing one or more nitrogen atoms not belonging to a hetero ring not covered by C07J41/0005
    • C07J41/0077Normal steroids containing one or more nitrogen atoms not belonging to a hetero ring not covered by C07J41/0005 substituted in position 11-beta by a carbon atom, further substituted by a group comprising at least one further carbon atom
    • C07J41/0083Normal steroids containing one or more nitrogen atoms not belonging to a hetero ring not covered by C07J41/0005 substituted in position 11-beta by a carbon atom, further substituted by a group comprising at least one further carbon atom substituted in position 11-beta by an optionally substituted phenyl group not further condensed with other rings

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von 16a,17a-Methylen-21-acyloxy-A4-pregnen-3,11,20-trionen bzw. deren 21-Alkohol Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von 16a,17a-Methylen-21-hydroxy-J4-pregnen-3,11,20-trion-21-estem organischer, insbesondere niederer aliphatischer Säuren bzw. des entsprechenden 21-Alkohols; diese Verbindungen besitzen antientzündliche Wirksamkeit.
  • Als Ausgangsverbindung für das erfindungsgemäße Verfahren dient das 16,17-Pyrazolin von 3a-Acetoxy-AI6(I7)-pregnen-11,20-dion. Aus der Arbeit von Wettstein (Helv. Chim. Acta, 27, 1944, S. 1803) ist bekannt, daß Steroide, die in 16(I7)-Stellung nicht gesättigt -sind, durch Einwirkung von Diazomethan in einem neutralen Lösungsmittel, z. B, Benzol, Äther oder Isopropyläther, in Pyrazoline umgewandelt werden können, die durch Erhitzen 16-Methylderivate der Formel liefern. So haben 0 1 i v e t o und Mitarbeiter (J. Am. Chem.
  • Soc. 80, 1958, S. 4428) aus 3a-Acetoxy-A16(17)-pregnen- 1 1,20-dion durch Einwirkung von Diazomethan das entsprechende Pyrazolin hergestellt, dessen thermische Zersetzung zum 3a-Acetoxy-16-methyl-.116(17)pregnen-11,20-dion führte.
  • Aus den Mutterlaugen dieser 16-Methylsteroide können als Nebenprodukte in sehr geringen Mengen von etwa 1 bis 50/0 des Ausgangspyrazolins 16a,17a-Methylensteroide isoliert werden, die somit wegen der geringen Ausbeuten schwer zugänglich sind.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird das 16,17-Pyrazolin von 3a-Acetoxy--116(I7)-pregnen-1 1,20-dion durch saure Spaltung (Aeidolyse), insbesondere durch die Einwirkung starker Säuren oder Lewissäuren, mit günstigen Ausbeuten zu dem 3a-Acetoxy-11,20-diketo-16a,17a-methylenpregnan umgesetzt. Das erhaltene Produkt wird durch fraktionierte Kristallisation oder durch zusätzliche Behandlung mit Girard-ReagensT in an sich bekannter Weise gereinigt, mit dem es sich nicht verbindet und das die Entfernung des Ausgangssteroids ermöglicht.
  • Erfindungsgemäß wird das 3a-Acetoxy-11,20-diketo-16a,17a-methylenpregnan z. B. durch Einwirkung einer der folgenden Säuren auf das Ausgangspyrazolin gebildet: Schwefelsäure, Perchlorsäure, Essigsäure oder Ameisensäure, wobei bei Zimmertemperatur oder in der Wärme gearbeitet wird.
  • Nach einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird 3a-Acetoxy- 1 1,20-diketo-16a,17a-methylenpregnan durch Acidolyse des Ausgangspyrazolins mit einem Borhalogenid in einem ketonischen Lösungsmittel hergestellt. Es ist in diesem Fall besonders vorteilhaft, Bortrifluorid in Aceton zu verwenden.
  • Nach einer speziellen Ausführungsform wird das 3a-Acetoxy-11,20-diket,o-16a,17a-methylenpregnan durch Einwirkung von Bortrifluoridätherat auf das Pyrazolin von 3a-Acetoxy-A16(I7)-pregnen-11,20-dion in Aceton, anschließendes Absaugen, Waschen und Umkristallisieren erhalten.
  • In die so erhaltene Verbindung I werden nach der Freisetzung der Hydroxylgruppe in 3-Stellung durch übliches Verseifen oder Umestern mittels Methanol 2 Jodatome in 21-Stellung nach dem in Patenianmeldung L35272IVb/12o (deutsche Auslegeschrift 1133725) beschriebenen Verfahren durch Einwirkung von etwa 2 Moläquivalenten Jod in Gegenwart von Calciumoxyd und Calciumchlorid eingeführt. Dabei konnte es jedoch nicht vorhergesehen werden, daß das Verfahren des genannten Patents auch auf gesättigte 16a,17a-Methylensteroide angewendet werden kann. Durch Behandlung des so erhaltenen 21-Dijodderivats IH mit einem Alkalisalz einer organischen Säure, vorzugsweise in Gegenwart der betreffenden Säure und eines Lösungsmittels, wie Aceton oder Dimethylformamid, erhält man in an sich bekannter Weise das entsprechende 3a-Hydroxy-21 -acyloxy-16a, 17a-methylen-pregnan-11,20-dion (IV), das man nach an sich bekannten Methoden oxydiert, um die Ketofunktion in 3-Stellung zu erhalten; dann führt man die Doppelbindung in 4(5)-Stellung durch Bromierung und Bromwasserstoffabspaltung nach an sich bekannten Methoden ein, z. B. über ein Hydrazon als Zwischenprodukt oder durch Einwirkung einer Base. Man kann auch, ohne aus dem Bereich des erfindungsgemäßen Verfahrens zu gelangen, die Verbindung IV gleichzeitig oxydieren und bromieren, um zum Bromketon V zu gelangen. Das erhaltene 21-Acyloxy-16a,17a-methylen-,j4-pregnen-3,11,20-trion wird gegebenenfalls nach an sich bekannten Methoden verseift.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform. des erfindungsgemäßen Verfahrens setzt man die 3-ständige Hydroxylgruppe aus dem erhaltenen 3a-Acetoxy-16a,17a-methylenpregnan-11,20-dion (1) durch Einwirkung von Alkalien in wäßrig-alkoholischem Milieu frei, läßt auf das erhaltene 3a-Hydroxy-16a, 17a-methylenpregnan- 1 1,20-dion (II) etwa 2 Moläquivalente Jod in Gegenwart von gebranntem Kalk und Calciumchlorid in methanolischem Milieu einwirken,bildetsodas 3a-Hydroxy-21-dijod-16a,17a-methylenpregnan-1 1,20-dion (111), das durch Einwirkung eines Alkaliacetats das 3a-Hydroxy-21-acetoxy-16a,17a-methylenpregnan-11,20-dion (IV) liefert. Die Verbindung IV liefert durch Behandlung mit N-Bromsuccinimid in einem tertiären Alkohol, z. B. tertiärem Butanol, das 21-Acetoxy-4-brom-16a,17a-methylenpregnan-3,11,20-trion (V), das durch Bromwasserstoffabspaltung mit dem Verbindungspaar Lithiumcarbonat-Lithiumbromidzu21-Acetoxy-16a,17a-methylen-J4-pregnen-3,11,20-trion (VI) führt. Die Verseifung der Verbindung VI nach üblichen Methoden liefert das 21-Hydroxy-16a,17a-methylen-Z14-pregnen-3,11,20-trion (VII).
  • Das folgende Beispiel erläutert das erfindungsgemäße Verfahren. Die Formeln der Verbindungen, die bei der vorstehend beschriebenen Reaktionsfolge erhalten werden, sind in dem Schema dargestellt, die Schmelzpunkte sind die auf dem Block von Maquenne bestimmten augenblicklichen Schmelzpunkte.
  • Beispiel Herstellung von 21-Hydroxy-16a,17a-methylen-A4-pregnen-3,11,20-trion A. Herstellung von 16a,17a-Methylen-3a-acetoxypregnan- 1 1,20-dion (1) a) durch Einwirkung von Schwefelsäure in der Kälte 2 g des Pyrazolins von 3a-Acetoxy-J16(I7)-pregnen-1 1,20-dion werden in 20 ccm konzentrierter Schwefelsäure aufgelöst, wobei die Temperatur der Reaktionsmischung O'C beträgt. Sofort nach dem Auflösen beginnt die Stickstoffentwicklung, die 1/4 Stunde anhält. Man gießt in Wasser, saugt ab, wäscht mit Wasser, trocknet und kristallisiert aus Isopropyläther um. Obwohl das Ausgangsprodukt sich leicht mit Girard-Reagens T umsetzt, verbindet sich das 16a,17a-Methylenderivat damit nicht. Man unterwirft daher das aus Isopropyläther umkristallisierte Produkt (1,32 g) der Behandlung mit Girard-Reagens T und reinigt die »nicht ketonische« Fraktion, die mit einer Ausbeute von 460/0 erhalten wird, durch Umkristallisation aus Isopropyläther und Methanol. F. = 174? C, [al -", = + 175> (c = 10/0 in Chloroform). Die Verbindung ist unlöslich in Wasser und in der Kälte in Methanol und Isopropyläther wenig löslich. Analyse: C24H3404 = 386,5.
  • Berechnet .... C 74,570/(), H 8,870/0; gefunden .... C 74,30/0, H 8,9070. b) durch Einwirkung von Ameisensäure in der Hitze 1 g des Pyrazolins von 3a-Acetoxy--116(I7)-pregnen-11,20-dion wird in 10 ccm 850/0iger Ameisensäure aufgelöst und die Lösung auf 95'C erhitzt. Nach 2 Minuten ist die theoretische Menge Stickstoff entwichen. Man gießt in Wasser, saugt ab, wäscht mit Wasser, trocknet, unterwirft der im Beispiel A, a) beschriebenen Behandlung und erhält nach abwechselndem Umkristallisieren aus Isopropyläther und Methanol die gesuchte 16a,17a-Methylenverbindung, die mit dem gemäß Beispiel A, a) erhaltenen Produkt genau identisch ist. c) durch Einwirkung von Ameisensäure in der Kälte 1 g des Ausgangspyrazolins wird unter mechanischem Rühren in lOccm 850/0iger Ameisensäure aufgelöst, und man rührt 2 Stunden mechanisch weiter, obwohl die Stickstoffentwicklung nach einer Stunde beendet ist. Man gießt in Wasser, saugt ab, trocknet und reinigt durch aufeinanderfolgende Umkristallisation aus Methanol und Isopropyläther. F. = 174'C. Die Verbindung ist mit dem gemäß Beispiel A, a) erhaltenen Produkt genau identisch. d) durch Einwirkung von Perchlorsäure in Essigsäure Unter mechanischem Rühren versetzt man die Mischung aus 6 ccm Essigsäure und 5 ccm einer 10%igen Perchlorsäurelösung in Essigsäure mit 1 g des Ausgangspyrazolins. Die Stickstoffentwicklung beginnt sofort und ist nach 10 Minuten beendet. Man gießt in Wasser und erhält das gewünschte Produkt durch Umkristallisation unter den gleichen Bedingungen. wie vorhergehend beschrieben. e) Eine Suspension von 20g des Pyrazolins von 3a-Acetoxy-J16(17)-pregnen-11,20-dion in 100 ccm Aceton wird bei Zimmertemperatur und unter Rühren mit lOccm 300/0igem Bortrifluoridätherat behandelt. Nach 10minutigem Rühren wird die erhaltene Lösung in 11 Eiswasser gegossen. Der gebildete Niederschlag wird durch Anteigen mit Wasser bis zur Neutralität der Waschflüssigkeiten gewaschen, abgesaugt und bei 80'C getrocknet. Das erhaltene Produkt wird unter Rückfluß in Methanol aufgelöst und kristallisiert beim Abkühlen auf - lO'C. Man saugt ab und wäscht mit eiskaltem Methanol. Die Ausbeute beträgt 14,2 g 3 a-Acetoxy- 11,20-diketo- 16 a, 17a-methylenpregnan entsprechend 760/0, F. = 175'C, [a]20 175' D (c = 10/0 in Chloroform). Die Verbindung ist in Aceton, Benzol und Chloroform löslich, in der Hitze in Methanol löslich, in Äthanol wenig löslich und in Wasser, verdünnten Säuren und wäßrigen Alkalien unlöslich. Analyse: C24H3404 = 386,5. Berechnet .... C 74,60/0, H 8,9%; gefunden .... C 74,3%, H 8,9%. B. Herstellung von 3a-Hydroxy-16a,17a-methylenpregnan- 1 1,20-dion (II) aus dem Acetat I Man löst 31 g der nach Beispiel A erhaltenen Verbindungl unter Rückfluß in 310ccm Methanol auf und fügt 31 ccm 10 n-Natronlauge hinzu, setzt das Erhitzen unter Rückfluß 1 Stunde fort und verdünnt dann mit etwa 600 ccm heißem Wasser. Die VerbindunglI beginnt zu kristallisieren. Man läßt über Nacht stehen, saugt ab, wäscht mit Wasser bis zur Neutralität der Wachflüssi-keit und trocknet. Man erhält 27 g der Verbindun- Il vom F. = 192'C (entsprechend einer Ausbeute von 97,50/0), die direkt für die folgenden Verfahrensschritte verwendet werden kann. Zur Analyse reinigt man sie durch Umkristallisieren aus Essigsäureäthylester. Nach dem Absaugen, Waschen mit eiskaltem Essigsäureäthylester und Trocknen erhält man die reine Verbindung II vom F. = 194'C und [a] 10' # # 157,5' (c = 10/() in Chloroform). Die Verbindung ist unlöslich in Wasser, verdünnten, v ji '13ri geii Säuren und Alkalien, wenig löslich in Alkohol und löslich in Chloroform. Analyse: C",H3203 = 344,48. Berechnet .... C 76,70/0, H 9,360/0; gefunden .... C 77,00/0, H 9,4%.
  • Die Verbindung ist in der Literatur noch nicht beschrieben.
  • C. Herstellung von 3a-Hydroxy-21-dijod-16a, 17a-methylenpregnan- 1 1,20-dion (III) aus dem Pregnan II Unter mechanischem Rühren und im Stickstoffstrom mischt man 2 g der Verbindung Il mit 8 ccm absolutem Methanol, 1 - Caiciumoxyd und 2 ccm Methanol, das 100/0 Calciumchlorid enthält. Die Temperatur wird auf 26 bis 28'C gebracht, man versetzt mit einer Lösung von 2,9 g Jod in einer Mischung von 4 cem reinem Methanol und 6 ccm einer methanolischen Calciumchloridlösung (mit 10% Calciumchlorid) in kleinen Anteilen im Maße der Jodabsorption. Nach Beendigung der Jodzugabe rührt man noch mehrere Minuten und kühlt dann auf etwa -IO'C ab. Die Dijodverbindung kristallisiert und setzt sich gleichzeitig mit dem Kalk ab. Man saugt ab und wäscht nüt eiskaltem Methanol, gibt dann die auf dem Filter gebliebene Mischung des Dijodderivats III mit dem Kalk in eine Eiswassermischung mit 15010 Essigsäure und rührt 1/2 Stunde zwischen 0 und +5'C. Man saugt die ijodverbindung ab, wäscht mit Wasser und trocknet im Vakuum. Man erhält 1,214 g der gewünschten Dijodverbindung, die 41,20/0 Jod enthält (theoretischer Gehalt 42,56%).
  • Die Dijodverbindung Ill ist unlöslich in Wasser und instabil in Gegenwart verdünnter Säuren und Alkalien. Sie schmilzt bei etwa 215 bis 220'C unter Zersetzung.
  • Die Verbindung ist in der Literatur noch nicht beschrieben.
  • D. Herstellung von 3a-Hydroxy-21-acetoxy-16a,17a-methylenpregnan-11,20-dion (IV) aus dem Dijodderivat III Unter mechanischem Rühren und im Stickstoffstrom gibt man zu einer Mischung von 20 cem Aceton 0,1 ccm Essigsäure und 2 g wasserfreiem Kaliumacetat 1 g der Verbindung 111 hinzu und bringt die Suspension unter ständigem Rühren zum Kochen unter Rückfluß. Nach etwa 10minutigem Sieden wird die Reaktionsmischung orangerot und entfärbt sich dann allmählich. Nach 11/2stündigem Erhitzen unter Rückfluß ist die Lösung fast farblos geworden, man engt im Wasserstrahlvakuum auf ein Viertel des ursprünglichen Volumens ein, versetzt mit einigen Kubikzentimeter Wasser und schüttet unter Rühren in eine Mischung von Eis und Wasser. Na ch Istündigem Stehenlassen zwischen 0 und 5#C saugt man die Verbindung IV ab, wäscht mit Wasser, bis die Waschflüssigkeiten halogenfrei sind, saugt ab und trocknet. Man erhält 0,6 g der Acetoxyverbindung IV, die man zur Analyse durch Umkristallisieren aus Essigsäureäthylester reinigt. Nach dem Waschen mit Essigsäureäthylester und Trocknen schmilzt die Verbindung IV bei 140oC, wobei Lösungsmittel abgespalten wird, kristallisiert von neuem auf dem Block und schmilzt dann bei 174'C. [a]20 = + 122,5 0 (c # 10/0 in Chloroform), das entspricht einem [a]-,0 = + 135' für das desolvatisierte Produkt. Durch Trocknen bei 135'C verliert die Verbindung 9,20/0 ihres Gewichts an solvatisiertern Essigsäureäthylester. Man kann die Verbindung IV auch desolvatisieren, indem man sie 1 Stunde mit siedendem Wasser rührt und sie heiß absaugt. Die Verbindung ist unlöslich in Wasser und wenig löslich in Essigsäureäthylester. Analyse: C24H3405 = 402,51. Berechnet .... C 71,610/0, H 8,510/0; gefunden .... C 71,60/0, H 8,40/0. E. Herstellung von 4-Brom-21-acetoxy-16a,17a-methylenpregnan-3,11,20-trion (V) aus der 3-Hydroxylverbindung IV Man erhitzt bei 50'C unter Rühren bis zur vollständigen Auflösung eine Mischung von entsolvatisierter Verbindung IV . . 10,6 g tertiärem Butylalkohol ......... 106 cem Wasser ....................... 2 ccm läßt auf 45'C abkühlen und versetzt dann mit 10,3 g N-Bromsuccinimid. Die Temperatur fällt auf 40'C, und nach 10minutigem Rühren bei dieser Temperatur ist die Auflösung vollständig. Die Lösung ist dunkelrot, und die Temperatur neigt dazu, auf 45'C zu steigen. Man erhitzt jetzt rasch auf 60'C, wobei nach Erreichen dieser Temperatur noch 15 Minuten gerührt wird. Man kühlt anschließend auf 30'C und gießt in Eiswasser, versetzt mit Natriumbisulfit bis zur Zerstörung des überschüssigen Broms, saugt ab und wäscht mit Wasser, bis das Waschwasser neutral und halogenfrei ist, saugt von neuem ab und trocknet. Man erhält 12,4 g entsprechend einer Ausbeute von 990/0 an rohem, bromiertem Trion V, das gereinigt wird, indem man es bei Zimmertemperatur mit einer Mischung aus 1 Volumen'Essigsäureäthylester und 2 Volumen Äther verrührt. Nach dem Absaugen, Waschen mit der gleichen Lösungsmittelmischung und Trocknen erhält man das gereinigte Bromketon V vom F. = +218'C und [al-'D" = + 151,5' (c = 1 % in Chloroform). Die Verbindung ist unlöslich in Wasser und Äther und wenig löslich in Essigsäureäthylester.
  • Die Verbindung ist in der Literatur noch nicht beschrieben.
  • Durch Behandlung mit Zink und Essigsäure liefert sie das 21-Acetoxy-16a,17a-methylenpregnan-3,11,20-trion, das nach dem Umkristallisieren aus Aceton den F. = 190'C und [a]-£')" = +39' (c = l% in Chloroform) hat. Diese Verbindung ist auch nicht in der Literatur beschrieben, und die Bromierung ergibt wiederum das bromierte Keton.V. Analyse dieses Trions: C24H3205 = 400,5. Berechnet .... C 71,970/0, H 8,05%; gefunden .... C 72,3%, H 8,0%. F. Herstellung von 21-Acetoxy-16a,17a-methylen-,14-pregnen-3,11,20-trion (VI) aus dem Bromketon V Man mischt unter mechanischem Rühren 5,850 g des Bromketons V, 5,850 g wasserfreies Lithiumcarbonat, 2,925 g wasserfreies Lithiumbromid und 60 ccm Dünethylforinamid und bringt diese Mischung so rasch wie möglich zum Sieden unter Rückfluß, daß man 1/2 Stunde fortsetzt, man kühlt rasch auf 50 bis 60'C und gießt unter Rühren in Eiswasser. Das Pregnen-trion VI fällt aus. Man säuert die Mischung durch Zugabe von Essigsäure bis auf einen pH-Wert von 4 bis 5 an, saugt ab und wäscht mit Wasser bis zur Neutralität des Waschwassers und bis zur Abwesenheit von Halogenid, saugt ab und trocknet. Man erhält 4,6 g an gewünschter Verbindung vom F. = 187'C. Zur Analyse reinigt man die Verbindung durch Auflösen in siedendem Aceton und Einengen der acetonischen Lösung. Nach Eiskühlung saugt man die Kristalle ab und wäscht mit eiskaltem Aceton. F. # 190'C, [a] 211 = + 276' (c = 10/0 in Chloroform);,4.a., = 238 m#t; e = 15700 (Äthanol). Die Verbindung ist unlöslich in Wasser, wenig löslich in Aceton, löslich in Alkohol.
  • Analyse: C24H3005 = 398,48. Berechnet .... C 72,330/0, H 7,580/0; gefunden .... C 72,50/0, H 7,50/().
  • Die Verbindung ist in der Literatur noch nicht beschrieben. G. Herstellung des 21-Hydroxy-16a,17a-methylen-A4-pregnen-3,11,20-trions(VII) aus dem AcetatVI Man läßt 250 mg des in 2,5 ccm Chloroform aufgelösten Acetats VI mit 2 cem Methanol und 0,05 ccm 10%iger methanolischer Kalilauge 2 Stunden bei O'C stehen. Nach dem Neutralisieren und Wiederaufnehmen mit Wasser vejagt man das Lösungsmittel und fällt die erhaltene Verbindung VII um, die in Wasser unlöslich ist. Die Abtrennung erfolgt durch Filtration aus Methanol. F. = 247 bis 248'C, [a] 2D0 # +308' (c = 0,501() in Chloroform). Das UV-Spektrum zeigt ein Aa" bei 237,5 m#t; 15450 (Äthanol). Analyse: C22H2804 # 356,44. Berechnet .... C 74,130/0, H 7,920/0; gefunden .... C 74,3%, H 80/0. Die Verbindung ist in der Literatur noch nicht beschrieben.
  • In den obigen Beispielen kann man, ohne aus dem Bereich des erfindungsgemäßen Verfahrens zu gelangen, die Art der Lösungsmittel und die Temperaturen abändern, für die Acyloxylierung ein Alkalisalz einer anderen organischen Säure als der Essigsäure verwenden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von 16a,17a-Methylen - 21 - acyloxy -,d4 - pregnen - 3, 11, 20 -trionen bzw. deren 21-Alkohol, dadurch gekennzeichnet, daß man das 16,17-Pyrazohn von 3a-Acetoxy-,j16(17)-pregnen-11,20-dion sauer spaltet, das erhaltene 16a,17a-Methylen-3a-acetoxypregnan-11,20-dion in an sich bekannter Weise reinigt und in alkalischem Milieu verseift bzw. mit Methanol umestert, auf das erhaltene 16a,17a-Methylen-3a-hydroxypregnan-1 1,20-dion etwa 2 Moläquivalente Jod in Gegenwart von Calciumoxyd und Calciumchlorid einwirken läßt, das so erhaltene 21-Dijodderivat mit einem Alkalisalz einer organischen Säure in an sich bekannter Weise behandelt, das erhaltene 16a,17a-Methylen-3a-hydroxy-21-acyloxypregnan-1 1,20-dion nachan sich bekannten Methoden in 3-Stellung oxydiert, in 4-Stellung bromiert, dehydrobromiert und gegebenenfalls in 21-Stellung verseift.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die saure Spaltung des Pyrazolins mit einer starken Säure oder einer Lewissäure ausführt. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die saure Spaltung des Pyrazolins einem Borhalogenid, insbesondere Bortrifluorid oder Bortrifluoridätherat in einem ketonischen Lösungsmittel, insbesondere Aceton, ausführt.
  3. Bei -der Bekanntmachung der Anmeldung sind drei Prioritätsbelege ausgelegt worden.
DE1960L0035760 1959-03-27 1960-03-28 Verfahren zur herstellung von 16 alpha, 17alpha-methylen-21-acyloxy-delta hoch 4-pregnen-3,11,20-trionen bzw. deren 21-alkohol Expired DE1138045C2 (de)

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