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DE1136968B - Verfahren und Einrichtung zur plastischen Umformung bandartiger Werkstuecke im Bereich ihrer unbearbeiteten Kanten - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur plastischen Umformung bandartiger Werkstuecke im Bereich ihrer unbearbeiteten Kanten

Info

Publication number
DE1136968B
DE1136968B DER26050A DER0026050A DE1136968B DE 1136968 B DE1136968 B DE 1136968B DE R26050 A DER26050 A DE R26050A DE R0026050 A DER0026050 A DE R0026050A DE 1136968 B DE1136968 B DE 1136968B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rollers
strip
roller
deformation
edges
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER26050A
Other languages
English (en)
Inventor
Durwood Jacob Hedgecock
Thomas Ellis Lewis
John Edward Nielsen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Reynolds Metals Co
Original Assignee
Reynolds Metals Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Reynolds Metals Co filed Critical Reynolds Metals Co
Priority to DER26050A priority Critical patent/DE1136968B/de
Publication of DE1136968B publication Critical patent/DE1136968B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D19/00Flanging or other edge treatment, e.g. of tubes
    • B21D19/005Edge deburring or smoothing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Straightening Metal Sheet-Like Bodies (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zur plastischen Umformung bandartiger Werkstücke im Bereich ihrer unbearbeiteten Kanten Die Erfindung ist für die Bearbeitung beliebiger plastisch verformbarer bandartiger Werkstoffe mit beliebigen Querschnittsabmessungen verwendbar. Ein besonderes Anwendungsgebiet der Erfindung ist die Herstellung anodisierter streifenförmiger elektrischer Leiter aus dünnem Aluminiumblech.
  • Nach bekannten Verfahren werden derartige streifenförmige elektrische Leiter in der Weise hergestellt, daß handelsübliche Blechbahnen von z. B. 2 mm Stärke längs paralleler Linien, deren gegenseitiger Abstand die Breite der herzustellenden Streifenleiter bestimmt, in einzelne Streifen von z. B. 100 mm Breite zerschnitten werden. Im Rahmen dieser bekannten Verfahren hat es sich als nachteilig erwiesen, daß unabhängig von der Schneidenform der verwendeten Schneidvorrichtungen die Schnittkanten der Streifen ein für die anodische Oberflächenbehandlung recht ungünstiges mikroskopisch unregelmäßiges Oberflächenbild zeigen, weil dort harte Stellen, Kornbildungen, Gruben und andere Oberflächenunebenheiten auftreten. Wenn eine derartige Oberfläche eine Anodisierung erfährt, ohne daß die betreffenden Schnittkanten einer entsprechenden Vorbehandlung, beispielsweise einem Verformungsvorgang, unterzogen werden, dann zeigt sich, daß sich der anodisch aufgebrachte Oberflächenbelag ganz unregelmäßig über die betreffenden Flächen und Kanten des behandelten Band-bzw. Streifenmaterials verteilt und für viele Zwecke unbrauchbar ist.
  • Es sind bereits verschiedene Verfahren zur Kantenumformung von derartigem Band als Vorbehandlung für eine sich anschließende Anodisierung bekannt. Beispielsweise können die unregelmäßig verlaufenden Kanten gebürstet werden. Es ist auch ein planmäßiges Abschmelzen dieser scharfen Kanten zur Erzeugung sanft konvex verlaufender Kanten oder auch eine Längsfaltung des abgeschnittenen Streifens derart möglich, daß ein verdickter Streifenleiter mit runden Seitenkanten gebildet wird.
  • Ein weiteres bekanntes Verfahren, das nicht auf die Herstellung anodisierter Streifenleiter beschränkt, sondern allgemein auf Bandmaterial anwendbar ist, besteht in einer plastischen Umformung der Bandkanten. Das für Sägen zu verwendende Streifenmaterial wird zwischen doppelt konischen Rollen hindurchgeführt, deren Achsen senkrecht zur Streifenlängsrichtung verlaufen und die eine keilartige Verformung des Kantenbereichs bewirken. Infolge der auftretenden Verformungskräfte erfolgt ein ; Fließen des Bandmaterials, wodurch das Band breiter und dünner wird. Gleichzeitig erfolgt eine Längung des gesamten Bandes. Bei diesen Verfahren erweist es sich als nachteilig, daß infolge der plastischen Umformung der Kantenbereiche auch eine Verformung der Bandmitte erfolgt, die man durch Längswalzen ausgleichen muß. Diese Verformung der Bandmitte ist unerwünscht, weil hierdurch zum einen die Banddicke abnimmt und zum anderen unerwünschte Strukturänderungen innerhalb des Bandmaterials auftreten können.
  • Demgegenüber ermöglicht die Erfindung allein eine Verformung der Kantenbereiche von Bandmaterial ohne gleichzeitige Beeinflussung der Bandmittenbereiche. Erreicht wird dies, indem auf einen oder mehrere Kantenbereiche des Werkstücks mindestens mit je einem Rollenpaar eingewirkt wird, das eine zur Vorschubrichtung des Bandes schräge Achslage aufweist. Hiermit wird der Werkstoff bei gleichbleibender Querschnittsfläche des Werkstücks entsprechend der beabsichtigten Stumpfkeilform von innen nach außen umgelagert. Da die Querschnittsfläche des Bandes dauernd gleich groß bleibt, entstehen im Mittenbereich des Bandes keine Spannungen; die Bandlänge bleibt also dieselbe. Der Werkstoff wird nur durch Breiten vom Kantenbereich nach außen verlagert.
  • Der Winkel, den die Rollenachsen, in Vorschubrichtung des Bandes gesehen, mit dessen Längsrichtung einschließen, ist ein spitzer. Die Erfindung wird nunmehr beispielsweise unter Bezug auf die Zeichnungen beschrieben. Es stellt dar Fig. 1 eine Schemadarstellung, aus welcher die Herstellung eines durch anodische Oberflächenbehandlung isolierten Streifenleiters entnommen werden kann, Fig. 2 eine Aufsicht auf eine Rollenstuhlanordnung zur Kantenverformung, Fig. 3 einen Querschnitt 3-3 durch diese, Fig.4 einen Schnitt längs der Linie 4-4 in Fig. 3, Fig. 5 einen Aufriß eines Teils des vorderen Rollenstuhls, wobei die Verformungsrollen in einer Stellung dargestellt sind, die sie vor ihrer Einstellung für den Verformungsvorgang mit Bezug auf das zu verformende Profilmaterial einnehmen, und wobei dieses Profilmaterial selbst mit stark übertriebener Dicke dargestellt ist, Fig.6 eine Ansicht ähnlich Fig.5 eines anderen Rollenstuhls, Fig. 7 einen Schnitt längs der Linie 7-7 in Fig. 2, Fig.8 eine Aufsicht auf eine Rollenhalterung für die jeweils oberen Verformungsrollen, Fig. 9 einen Schnitt längs der Linie 9-9 in Fig. 8, Fig.10 einen Teilquerschnitt durch ein Band vor der Verformung seiner Kanten, Fig.ll einen Teilquerschnitt durch den im vorderen Rollenstuhl bereits teilweise verformten Materialstreifen, Fig.12 einen Teilschnitt durch den nach Durchgang durch den nachgeschalteten Rollenstuhl endgültig verformten Materialstreifen und Fig. 13 einen Teilschnitt durch einen Materialstreifen, der seine Kantenform durch Bearbeitung in vier Rollenstühlen erhalten hat.
  • Das von der Vorratsrolle 10 abgezogene Band 11 wird zwischen Führungsrollen 12 hindurchgeführt, die eine nachgiebige Oberfläche haben können. Von da gelangt das Band zur Kantenverformungsstation, die allgemein mit der Bezugsziffer 13 bezeichnet ist und einen oder mehrere Verformungsrollenstühle aufweist, wobei im Ausführungsbeispiel ein vorderer Rollenstuhl 14 und ein nachgeschalteter Rollenstuhl 15 vorgesehen sind.
  • Das Band, dessen Kanten in der Verförmungsstation 13 verformt wurden, wird sodann durch eine Behandlungsstation hindurchgeführt, an der etwa noch anhaftende Materialspäne entfernt werden, was beispielsweise durch Vorbeiführen an einer vertikal angeordneten, umlaufenden Bürste geschehen kann, die schematisch bei 16 angedeutet ist. Sodann läuft das Band 11 über Führungsrollen 17 in ein herkömmliches Anodisierungsbad 18 ein, passiert anschließend ein (in der Zeichnung nicht dargestelltes) Beizbad und gelangt dann über Führungsrollen 19 auf eine umlaufende Materialrolle 20, die mittels eines Antriebs 21 angetrieben wird und dazu dient, einerseits das ganze Band unter Spannung durch die Behandlungsanlage hindurchzuziehen und andererseits auf der Vorratsrolle 20 aufzuspulen.
  • Die Verformungsstation ist in ihren Einzelheiten in Fig.2 und 3 der Zeichnungen dargestellt. Eine Ausführungsform einer solchen Verformungsstation nach der Erfindung weist eine fest angeordnete Halteplatte 22 auf, die mittels Beinen oder Stützböcken auf einer Grundfläche 23 ruht, an der sie bei- f spielsweise mittels Schrauben 24 befestigt ist. An der den Führungsrollen 12 zugelegenen Seite der Verformungsstation ist ein vorderer Verformungsrollen-Stuhl angeordnet. Dieser ist mittels Stützböcken 25 und 26 abgestützt, die an die Halteplatte 22 angeschraubt sind. Auf diesen Stützböcken ruhen Führungsschienen 27 und 28, die also innerhalb einer Horizontalebene in einem bestimmten Abstand oberhalb der Halteplatte 22 liegen.
  • Auf den Führungsschienen 27 und 28 sind zwei Schlitten 29 und 30 verschiebbar, welche die einzelnen Verformungsrollen mit Bezug auf den zu behandelnden Materialstreifen in Stellung halten. Wie aus Fig. 4 ersichtlich, sind beide Schlitten mit reibungsmindernden Mitteln, beispielsweise mit Kugellagern ausgestattet, deren Kugeln außen an den Führungsschienen 27 und 28 anliegen und vom äußeren Kugellagerlaufring 31 bzw. 32 zusammengehalten werden. In der Mitte jedes dieser beiden Schlitten ist eine Durchgangsöffnung angebracht; durch die eine Verbindungsstange 33 lose hindurchragt, die an ihren beiden Enden 34 und 35 mit Gewinde versehen ist. Auf diese Gewindeenden sind Stellmuttern 36 und 37 aufgeschraubt, an welchen die Enden von Druckfedern 38 und 39 anliegen, deren jeweils andere Enden an den Stirnflächen der Schlitten 29 und 30 anliegen. Der Federdruck kann durch Verstellung der Stellmuttern auf denjenigen Wert eingestellt werden, welcher dem zu behandelnden Material und der Neigung der kegeligen Flächen der Verformungsrollen entspricht. Wird beispielsweise ein Aluminiumstreifen behandelt, so wird die Federwirkung so eingestellt, daß die Schlitten leicht von Hand auseinandergeschoben werden können, wenn das zu behandelnde Band 11 zwischen die Verformungswalzen der Einrichtung geschoben wird.
  • Wie aus Fig. 3 und 4 der Zeichnungen zu ersehen ist, sind an den Unterseiten der Schlitten 29 und 30 Haltewinkel 40 und 41 angeordnet. Diese Haltewinkel sind an den betreffenden Schlitten befestigt und dienen als Befestigung für längliche Walzenhalter 42 und 43, die beispielsweise mittels Schrauben 44 und 45 an den Haltewinkeln befestigt sind. Die Walzenhalter verlaufen jeweils unter einem spitzen Winkel mit Bezug auf die Bewegungsrichtung des zu behandelnden Bandes. Die Unterflächen der Walzenhalter 42 und 43 stützen sich auf der Oberfläche der Halteplatte 22 ab. Wie aus der vergrößerten Darstellung der Fig. 5 zu ersehen ist, sind in den unteren Rollenhaltern kegelförmige Verformungsrollen 46 und 47 mittels einstellbarer Gegenmuttern 48 und 49 gehalten. Die drehbare Lagerung der Verformungsrollen an den Rollenhaltern kann in beliebiger Weise geschehen, beispielsweise mittels Bronzeringen oder Nadellagern. Die Achsen der Rollen 46 und 47 liegen zweckmäßig in derselben Horizontalebene; beide Rollen haben zweckmäßig dieselben Abmessungen. Der zwischen den Rollenachsen und der Bewegungsrichtung des Bandes gebildete Winkel kann in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren verschieden groß sein. Es hat sich gezeigt, daß die aus der Zeichnung ersichtliche Einstellung eines stumpfen Winkels von etwa 105° die besten Ergebnisse bringt.
  • Die Verformungsrollen sind mit abgerundeten Stirnseiten versehen; die konischen Walzenflächen gehen in der Nähe der anderen Stirnseiten der Rollen allmählich in zylindrische Mantelflächen über. Die Neigung der konischen Mantelflächen der Verformungsrollen kann jeden beliebigen Wert annehmen, doch hat sich gezeigt, daß beim vorderen Rollenstuhl 14 ein Neigungswinkel von 22° und beim hinteren Rollenstuh115 ein solcher von 45° beste Ergebnisse zeitigt, sofern es sich um die Herstellung eines üblichen Streifenleiters bei schrittweiser Verformung handelt.
  • Aus den Rollenhaltern 42 und 43 ragen in der Nähe der Lagerungen der Rollen 46 und 47 Gewindestifte 50 und 51 durch Bohrungen der oberen Rollenhalter 52 und 53 hindurch. Das obere Rollenhalterpaar hat zweckmäßig dieselben Abmessungen wie das mit ihm zusammenwirkende untere Rollenhalterpaar. Die oberen Rollenhalter können unter der Führungsschiene 28 derart angeordnet sein, daß sie eng an derselben anliegen. Sie sind mittels Gegenmuttern 54 und 55 einstellbar an den Gewindestiften befestigt. Ihre Hinterkanten 62 und 63 liegen gemäß Fig.2 lose an den Seitenflanken der Rollenhalter 29 und 30 an.
  • Wie aus Fig.5 ersichtlich, sind die oberen Verformungsrollen 56 und 57 mittels Gegenmuttern 58 und 59 an den oberen Rollenhaltern 52 und 53 befestigt.
  • Aus Fig. 9 der Zeichnungen ist ersichtlich, daß sich die Zylinderflächen der Verformungsrollen 56 und 46 während des Verformungsvorganges berühren. Da aber der Abstand der Rollenhalter 52 und 42 durch Einstellung der Gegenmuttern 54 an den Gewindestiften 50 bestimmt ist, können die Rollen auf beliebigen Abstand eingestellt werden. Durch Lagerringe 60 und 61 ist gesorgt, daß die Rollen leicht drehbar sind, während eine Axialverschiebung der Rollen durch die Gegenmuttern 48 und 58 verhindert wird.
  • Weiterhin ist ein zweiter Rollenstuhl 15 vorgesehen, welcher wie der zuvor beschriebene aufgebaut ist; er ist in Fig. 2 und 6 dargestellt. Seine Bezugsziffern sind um 100 gegenüber denjenigen der entsprechenden Teile des ersten Rollenstuhles erhöht. Es erübrigt sich daher eine alle Bezugsziffern aufführende Beschreibung desselben.
  • Auch die Rollen 146, 147 des zweiten Rollenstuhles entsprechen in ihrem Aufbau im wesentlichen den Rollen 46 und 47 des ersten Rollenstuhles. Bei den Rollen des zweiten Rollenstuhles ist jedoch die Konizität größer. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beträgt der Neigungswinkel der konischen Teile der Rollen 146 und 147 etwa 45° mit Bezug auf die Rollenachse, im Gegensatz zu dem kleineren Neigungswinkel von 22° bei den Rollen 46, 47, 56 und 57 des ersten Rollenstuhles. Da die Rollen 146 und 147 mit einem steileren Einstellwinkel an dem zu verdrängenden Metall anliegen und folglich einen größeren Schub ausüben, müssen die Druckfedern 138 die beiden Schlitten 129, 130 mit größerem Druck zusammenhalten.
  • Die Kantenumformung nach der Erfindung vollzieht sich auf folgende Weise: Es sei angenommen, daß der in Fig. 2 und in Fig. 8 in gestrichelten Linien und in Fig.10 im Teilschnitt dargestellte Materialstreifen 11 so verformt werden soll, daß er die in Fig.12 im Teilschnitt dargestellte Kantenform bekommt. Diese Kantenform ist notwendig, wenn der Streifen durch eine anodische Oberflächenbehandlung isoliert werden soll. Der Streifen weist zu Beginn eine unregelmäßige Schnittfläche auf, die im allgemeinen in der Ebene A-A liegt, durch welche die Streifenbreite bestimmt wird (Fig. 10). Der Streifen wird nun zwischen den Rollen der beiden Rollenstühle durchgeführt und dann, nach Durchlaufen des Anodisierungsbades an der Materialrolle 20 aufgewickelt. Der die Einrichtung betätigende Arbeiter zieht die Stellmuttern 54 und 55 des vorderen Rollenstuhls und anschließend die Stellmuttern 154 und 155 des nachgeschalteten Rollenstuhls um den gewünschten Betrag an, worauf die Materialspule 20 mit normaler Drehzahl in Drehung versetzt werden kann. Durch das Festziehen der Stellmuttern werden die Kanten des Materialstreifens 11 in Berührung mit den konischen Oberflächen der Verformungsrollen gehalten. Es tritt keine Materialverdrängung in Richtung zur Streifenmitte hin ein. Infolgedessen braucht der Mittelteil des Streifens nicht besonders abgestützt zu werden.
  • Fig.2 und 8 lassen die Verformung des Kantenbereichs erkennen. Ein Kantenbereich kommt zunächst längs der Ebene A-A nach Fig. 10 mit einem Teil des Umfangs der konischen Verformungsrollen in Berührung. Beim Durchlauf durch den ersten Rollenstuhl wird der betreffende Kantenbreich verbreitert, so daß er sich nach dem Durchlauf bis zu der Ebene C-C erstreckt. Diese Verbreiterung ist in Fig. 8 angedeutet und in Fig. 11 sichtbar. Unter der Verformungswirkung der Rollen wird in dem Bereich zwischen den Ebenen A-A und B-B Bandmaterial nach außen, d. h. von der Bandmitte weg verlagert. Nach dem Durchgang durch den ersten Rollenstuhl hat der Kantenbereich zwischen den Ebenen B-B und C-C einen im wesentlichen stumpfkeilförmigen Verlauf, wobei die Neigungswinkel der Begrenzungsflächen der Konizität der Rollen 46 und 56 entsprechen.
  • Durch dienachgiebige Schräganordnung derRollenpaare erreicht man eine Verdrängung von Bandmaterial im Kantenbereich nach außen. Diese Verdrängung erfolgt im wesentlichensenkrechtzurBandlängsrichtung, so daß keine Schubkräfte in Längsrichtung des Bandes auftreten. Die Querschnittsfläche (nicht aber die Querschnittsform) bleibt während des Umformens immer dieselbe.
  • Die Rollenpaare werden jeweils infolge der Druckkraft der Federn 38 und 39 in dem gewünschten Maße gegen das Band gedrückt. Infolgedessen liegt das verdrängte Bandmaterial fest an der konischen Oberfläche der Verformungsrollen an, ohne in Form eines dünnen Grates seitlich ausweichen zu können.
  • Durch das Abwickeln des Bandes von der Vorratsrolle 10 können in bezug auf das sich vorwärts bewegende Band verschiedene Kippmomente auftreten, wenn das Band nicht gleichmäßig aufgewickelt ist. Diese Momente werden von den Druckfedern 38 und 39 aufgenommen, da dieselben längs ein und derselben Verbindungsstange 33 wirken, so daß die beiden Schlitten 29 und 30 des Rollenstuhles selbsttätig in die jeweils richtige Arbeitsstellung geschoben werden, ohne daß die Rollwirkung als solche in irgendeiner Weise beeinflußt wird.
  • Nach Verlassen des ersten Rollenstuhles durchläuft das Band den nachgeschalteten Rollenstuhl 15. Hier erfährt es eine ähnliche Verformung, die eine noch stärkere Verjüngung der Seitenflanken des Bandmaterials bewirkt. Beim Einlauf in den Rollenstuhl 15 berühren die in der Ebene C-C verlaufenden Kanten des Bandmaterials die betreffenden Rollen, wobei infolge der Konizität dieser Rollen das Bandmaterial in die in Fig.12 gezeigte Form gebracht wird. Infolge der seitlichen Verdrängung von Bandmaterial erstreckt sich das Band nunmehr bis zur Ebene D-D bzw. der Rundung 66, Der Streifenleiter hat gemäß Fig. 12 vier sich sanft verjüngend verlaufende, gerollte Oberflächen 64 und 65, die über glatt verlaufende, ebenfalls gerollte Oberflächen 67 und 68 in die oberen und unteren Planflächen des Streifenleiters übergehen. Die Glätte dieser gerollten Oberflächen ist darauf zurückzuführen, daß die Außenfaser des Streifenmaterials durch die schräggestellten Verformungsrollen gestreckt wird, wodurch ein Teil der äußeren Materialschicht in den stumpfkeilförmigen Raum verdrängt wird. Die Abrundung der Bandflanken kann noch weiter verbessert werden, indem dieses Material durch eine noch größere Anzahl von Rollenstühlen mit Rollen jeweils verschiedener Konizität hindurchgeführt wird: So zeigt beispielsweise Fig. 13 der Zeichnungen eine Bandflanke, deren Flankenform durch einen Durchgang durch vier Walzenstühle erzeugt wurde. Um einen noch sanfteren Übergang zwischen den einzelnen Rollenflächen sicherzustellen, können die Verformungsrollen auch mit konkaver Umfangsfläche ausgestattet sein.
  • Es hat sich gezeigt, daß bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Umformungsverfahrens bei bestimmten Arten von Aluminiumstreifen Materialspäne auftreten, die in Fig. 12 durch die gestrichelten Linien 100 und 101 angedeutet sind. Diese Materialspäne haften zuweilen an den gerollten Materialkanten an. Sie fallen im allgemeinen im Zuge des Vorschubes des Bandmaterials ab, bevor dasselbe die Führungsrollen 17 erreicht. Falls gewünscht, kann jedoch eine Bürste 16 oder eine andere Einrichtung zur Entfernung dieser Materialspäne vorgesehen sein.
  • Für den Fachmann ergeben sich in Kenntnis der Erfindung zahlreiche Abwandlungsmöglichkeiten. So kann beispielsweise, wenn nur eine einzige Kante des Streifenmaterials verformt werden soll, die gegenüberliegende Kante in einer Rolle geführt sein, die in üblicher Weise mit einer Führungsnut versehen ist, während die Verformungsrollen in der vorbeschriebenen Weise schräggestellt und in einem der Rollenschlitten gelagert sind. Es kann auch eine Bandflanke innerhalb bestimmter Grenzen eine Kantenbehandlung mit anderem Neigungswinkel als die gegenüberliegende Bandflanke erfahren, wobei beide Behandlungsverfahren gleichzeitig durchgeführt werden können; es muß dabei darauf geachtet werden, daß die Reaktionsdrücke, welche die Druckfedern auf die Rollenschlitten ausüben, verschieden stark eingestellt werden. Die Verformungswalzen können auch selbst angetrieben sein, anstatt leer mitzulaufen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur plastischen Umformung bandartiger Werkstücke, insbesondere für die Herstellung anodisierter Leiter bestimmter dünner Aluminiumbleche, im Bereich ihrer unbearbeiteten Kanten, bei dem das Werkstück, beispielsweise durch einen Ziehvorgang, durch jeweils ein sich konisch zur Bandmitte hin verjüngendes Rollenpaar unter Verdrängung des Werkstoffs nach außen, d. h. unter Breitenzunahme, im Kanten-Bereich eine sich nach außen verjüngende, stumpfkeilartige Form erhält, dadurch gekennzeichnet, daß auf einen oder mehrere Kantenbereiche des Werkstücks (11) mindestens mit je einem mit zur Vorschubrichtung schräggestellter Achse angeordneten Rollenpaar (46, 47; 56, 57) eingewirkt und hiermit der Werkstoff bei gleichbleibender Querschnittsfläche des Werkstücks entsprechend der beabsichtigten Stumpfkeilform von innen nach außen umgelagert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1 zur gleichzeitigen Umformung gegenüberliegender Kantenbereiche eines Bandes, dadurch gekennzeichnet, daß mit zwei in einer Querschnittsebene sowie federnd (3d, 39, 138, 139) gegen das Band (11) angedrückten Rollenpaaren (46, 47, 56, 57, 146, 147) auf die Bandkanten eingewirkt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf jeden --Kantenbereich nacheinander mit verschiedenen Rollenpaaren zunehmender Konizität eingewirkt wird.
  4. 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch mindestens, zwei sich zur Bandmitte hin konisch verjüngende Verformungsrollen (46, 56, 47, 57), deren parallel zur Werkstückebene liegende Achsen in Bewegungsrichtung des Bandes (11) einen spitzen Winkel mit der Längsrichtung des Bandes einschließen, und die durch Haltevorrichtungen (34, 35; 50, 54; 51; 55) einerseits senkrecht zu ihrer Achsenrichtung gegeneinander und andererseits in Achsenrichtung, insbesondere federnd (38, 39, 138, 139), gegen die Kante des Bandes anstellbar sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung jeden Rollenpaares (46, 56; 47, 57; 146, 156; 147, 157) auf einem Schlitten (z. B: 29, 30; 129, 130) angeordnet ist, der sich auf Schienen (27, 28, 127, 128) senkrecht zur Bandvorschubrichtung verschieben läßt.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwei je ein Rollenpaar tragende Schlitten (29, 30, 129, 130) einen Rollenstuhl bilden, dessen Rollenpaare auf gegenüberliegende Bandkanten einwirken.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei einander gegenüberliegende Schlitten (29, 30) eines Rollenstuhles von einer in dem Schlitten verschiebbar gelagerten Verbindungsstange (33) durchdrungen und mittels auf den äußeren Enden dieser Stange (34, 35; 134, 135) angeordneter Federn (38, 39, 138, 139) gegeneinanderpreßbar sind. B. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Rollenstühle hintereinander angeordnet sind, die Rollenpaare zunehmender Konizität aufweisen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 376 516, 131949; österreichische Patentschriften Nr. 203 446, 166 523; britische Patentschriften Nr. 270 517, 258135; USA.-Patentschriften Nr. 2 673 427, 2 581673, 1984 083, 1458 938.
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