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DE1136382B - Koordinatenschalter mit ferromagnetischen Spalten- und Zeilenflussbuegeln fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen - Google Patents

Koordinatenschalter mit ferromagnetischen Spalten- und Zeilenflussbuegeln fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen

Info

Publication number
DE1136382B
DE1136382B DED33715A DED0033715A DE1136382B DE 1136382 B DE1136382 B DE 1136382B DE D33715 A DED33715 A DE D33715A DE D0033715 A DED0033715 A DE D0033715A DE 1136382 B DE1136382 B DE 1136382B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
permanent magnet
holding
flux
rest position
switching
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED33715A
Other languages
English (en)
Inventor
Max Stark
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Deutsche Telekom AG
Original Assignee
Deutsche Telekom AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Deutsche Telekom AG filed Critical Deutsche Telekom AG
Priority to DED33715A priority Critical patent/DE1136382B/de
Publication of DE1136382B publication Critical patent/DE1136382B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H67/00Electrically-operated selector switches
    • H01H67/22Switches without multi-position wipers
    • H01H67/26Co-ordinate-type selector switches not having relays at cross-points but involving mechanical movement, e.g. cross-bar switch, code-bar switch

Landscapes

  • Electromagnets (AREA)

Description

  • Koordinatenschalter mit ferromagnetischen Spalten- und Zeilenflußbügeln für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen Koodinatenschalter sind nach dem System der rechtwinkeligen Koordinaten aufgebaut, wobei die Schaltpunkte auf den Kreuzungspunkten zweier sich rechtwinkelig schneidender Schalteinrichtungen liegen. Die räumliche Ausdehnung der elektromechanischen Konstruktionen erlaubt es nicht, alle Schalteinrichtungen in einer Ebene anzubringen; man baut sie daher in zwei zueinander parallelen Ebenen auf, die nahe beieinander liegen. Zur Koppelung an einem der Kreuzungspunkte wird eine elektromechanische Schalteinrichtung betätigt, die die zusammengehörenden Punkte auf den beiden Achsen miteinander verbindet.
  • Bekannt sind Koordinatenschalter mit Koppelpunktelektromagneten. Sie weisen für jeden Koppelpunkt einen Elektromagnet auf, der die Koppeleinrichtung und die damit verbundenen Schalter betätigt. Nachteilig ist die große Zahl der notwendigen Koppelpunktelektromagnete, die den Koordinatenschalter technisch und wirtschaftlich außerordentlich aufwendig werden lassen. Werden aber kleine, billige Elektromagnete mit geringer magnetischer Leistung verwendet, so können nur wenige Schaltkontakte betätigt werden. Der Koordinatenschalter ist dann nur beschränkt verwendungsfähig.
  • Bekannt sind weiter Koordinatenschalter mit Schaltstangenkopplung, bei denen die Schaltstangen elektromagnetisch betätigt werden. Für jede Koppelrichtung ist eine Schaltstange notwendig. Am Koppelpunkt verklinken sich in Arbeitsstellung die Stangen in mechanischer Weise und betätigen gleichzeitig die an den Koppelpunkten vorhandenen Schalter. Diese Koordinatenschalter haben bei jedem Schaltvorgang die Schaltstangen zu beschleunigen und wieder stillzusetzen und können wegen deren relativ großer Masse keine kurzen Schaltzeiten° ermöglichen. Außerdem lassen sich die bewegten Teile, die Schaltstangen und Verklinkungseinrichtungen bei Schäden nur schwerlich nachjustieren. Meist ist es dann notwendig, den Koordinatenschalter auszuwechseln.
  • Weiterhin sind Koordinatenschalter mit Kreuzspulen bekannt, bei denen die Kreuzspulen als Flachspulen so weit auseinandergezogen sind, daß sie in ihrer Koordinatenrichtung alle Koppelglieder um- , fassen. Kreuzspulen dieser Art sind durchweg als Luftspulen ausgeführt und dienen vor allem der direkten Betätigung von Schutzrohrankerkontakten. Die mit dieser Art von Kreuzspulen mögliche magnetische Feldstärke ist bei normaler Auslegung der ; Kreuzspulen oft unter Umständen nicht groß genug, um umfangreichere Kontaktfedersätze, insbesondere Kontaktfederpakete, zu betätigen. Außerdem bereitet die Bemessung der Haltewicklungen besondere Schwierigkeiten, so daß umfangreiche Zusätze notwendig sind, um unerwünschte Kopplungen zu vermeiden.
  • Koordinatenschalter haben grundsätzlich zwei Aufgaben zu lösen, einerseits am Kreuzungspunkt einen Schaltvorgang auszuführen und zum anderen diesen Schaltvorgang bis zum Abschaltekriterium aufrechtzuerhalten. Die bekannten Konstruktionen ermöglichen zwar in relativ einfacher Weise den Beginn des Schaltvorganges am Kreuzungspunkt einzuleiten, benötigen aber sehr aufwendige und empfindliche (mechanische) Vorrichtungen, um den ausgelösten Schaltvorgang am Kreuzungspunkt bis zum Abschaltekriterium fortbestehen zu lassen. Als bekannte Maßnahmen hierfür werden verwendet: Einschalten eines Haltestromes in den Erregerspulen bzw. in dafür besonders vorgesehenen Haltespulen oder Anordnen von mechanischen Vorrichtungen, die in irgendeiner Form verklinkt werden, wobei diese Verklinkungen durch besondere Entriegelungsvorrichtungen wie auch durch Abschalten eines Haltestromes entriegelt werden müssen.
  • Die Erfindung hat nun einen Koordinatenschalter für Fernmelde- insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen zum Gegenstand, bei dem aus ferromagnetischem Material bestehende, in zwei parallelen Ebenen koordinatenmäßig angeordnete und je eine Zeilen-bzw. Spaltenspule tragende Zeilen- und Spaltenftußbügel durch einen gemeinsamen,- rahmenartigen und ferromagnetischen Rückflußbügel magnetisch leitend verbunden sind und bei dem an jedem Kreuzungspunkt zwischen Zeilen- und -Spaltenflußbügel auf dem Zeilenflußbügel je ein Schaltanker vierschwenkbar angebracht ist, der bei koinzidenter Erregung der beiden zugehörigen Flußbügel Durchschaltkontakte zwischen sich koordinatenmäßig kreuzenden Leitungen, beispielsweise über einen Betätigungssteg mechanisch gekoppelte Kontaktfedern betätigt. Der Haltevorgang wird an den Koppelpunkten durch individuell zugeordnete kleine Dauermagnete aufrechterhalten. Dadurch kommt der Koordinatenschalter in seiner Gesamtheit ohne komplizierten Mechanismus aus. Durch die besondere Anordnung von je zwei Dauermagneten an jedem Koppelpunkt wird eine einfache und betriebssichere Arbeitsweise sichergestellt.
  • Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, daß zum Halten am freien Ende jedes Schaltankers je ein Haltedauennagnet befestigt ist, der im Betätigungszustand seines Schaltankers an einer gegenüber auf dem kreuzenden Spaltenflußbügel befestigten ferromagnetischen Flußhülse haftenbleibt, die in Richtung zum Schaltanker gegenüber einem von ihr umfaßten, dem Haltedäuermagnet entgegengepolten Ruhestellungsdauermagnetgeringfügig verlängert und an dessen abgekehrtem Pol als Polschuh angesetzt ist, so daß der Haltedauermagnet nur den Polschuh bzw. die Flußhülse des Ruhestehungsdauermagneten berührt und in dieser einen resultierenden Haltemagnetfluß erzeugt, der den vom Ruhestellungsdauermagnet in der Flußhülse herrührenden entgegengerichteten Ruhestellungsmägnetfluß zum Halten ausreichend überwiegt und daß zur Rückführung des Schaltankers in seine Ruhestellung durch kurzzeitige Gegenerregung der betreffenden beiden Spalten-und Zeilenspulen der in der Flußhülse von dem haftenden Haltedauermagnet erzeugte Magnetfluß so weit aufgehoben wird, daß die einander entgegengerichteten Magnetfelder des Haltedauermagneten und der Flußhülse des Ruhestellungsdauermagneten im Arbeitsluftspalt wirksam werden.
  • Die magnetische Erregung für die Koppelpunkte kann zweckmäßigerweise dadurch gleich gehalten werden, daß der Ruheluftspalt zwischen dem Dauermagnet und der Flußhülse mittels einer Stellschraube veränderbar ist.
  • Der Koordinatenschalter nach der Erfindung hat gegenüber den bekannten Ausführungen viele erhebliche Vorteile. Während des: Haltezustandes wird kein elektrischer Haltestrom benötigt, weder in den Koordinaten- oder in besonderen Haltespulen noch in einer elektromagnetischen Verklinkungseinrichtung. Der Haltezustand wird auch bei Ausfall der Stromversorgung für den Koordinatenschalter nicht unterbrochen, so daß unter Umständen der Einsatz dieses Koordinatenschalters dadurch besondere Bedeutung (z. B. für Wählsternschalter) erhält. Für die mechanische Ausführung des Koordinatenschalters sind keine Federn und keine Klemmvorrichtungen für den Haltezustand nötig, diese anerkannt empfindlichen Bauteile entfallen also. Für Aufhebung des Haltezustandes ist lediglich ein kurzer Stromstoß notwendig; so daß auf besondere Mechanik und zusätzliche Bauelemente verzichtet ist. Während der Haltezeit im Koppelpunkt befinden sich die Zeilen- und Spaltenspulen im Ruhezustand, so daß sowohl die Zeilen- wie Spaltenspulen für Mehrfachausnutzung zur Verfügung stehen. Bei den bekannten Koordinatenschaltern dagegen sind während der Haltezeit mindestens die Betätigungsorgane einer Betätigungs-> richtung durch die Halteaufgabe belegt und dadurch blockiert, so däß die Mehrfachausnutzung in der betreffenden Reihe oder Spalte unmöglich ist. Da die Haltekraft im Halte- = Kreuzungspunkt selbst erzeugt wird; ergibt sich eine besondere Stabilität der Halteerregung gegenüber den bekannten Ausführungen, bei denen die Halteenergie in irgendeiner Form von außen getrennt zugeführt werden muß.
  • Die Erfindung ist im folgenden an Hand eines in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert.
  • Abb. 1 und 2 zeigen einen bekannten Koordinatenschalter in Vorder- und Seitenansicht. Die Spaltenflußbügel für die Erregung in der senkrechten Richtung sind mit Fx 1, Fx 2 usw., die Zeilenflußbügel für die Erregung in der waagerechten Richtung mit Fy 1, Fy 2 usw. bezeichnet. Sie sind in zwei zueinander parallelen Ebenen angeordnet und haben an ihren Kreuzungspunkten gegeneinander einen Abstand z. Jeder Flußbügel ist an einem Ende mit einem gemeinsamen rahmenartigen Rückflußbügel R fest verbunden. Fluß- und Rückflußbügel bestehen aus ferromagnetischem Material. Jeder Flußbügel trägt an seinem Ende am Rückflußbügel R eine Erregerspule Ex 1, Ex 2 usw. und Ey 1, Ey 2 usw. Bei koinzidenter Erregung je einer Zeilen- und Spaltenspule, z. B. Ex 1 und Ey 3, durch Gleichstrom überlagern und addieren sich die erzeugten Magnetfelder in dem betreffenden Kreuzungs- oder Koppelpunkt und werden dort in bekannter Weise zum Betätigen eines Schaltankers SchA ausgenutzt. Die Streuflüsse über die anderen Flußbügel erzeugen an den übrigen Koppelpunkten nur ein geringes Magnetfeld, da sich bei den Streuflüssen die Teilstreuflüsse der x- und y-Richtung subtrahieren.
  • Abb. 3 und 4 zeigen in Vorderansicht bzw. Draufsicht die pro Kreuzungspunkt vorgesehene magnetische Anordnung, die elektromechanische in Abb. 6 dargestellte Schaltkontakte betätigt. Mit Fxn sowie Fyn sind die Flußbügel der senkrechten bzw. waagerechten Richtung und mit SchA sind auf dem Flußbügel Fyn schwenkbar gelagerte Schaltanker bezeichnet, an deren freien Enden gemäß der Erfindung jeweils ein Haltedauermagnet MA befestigt ist. Gegenüber diesem wie in Abb. 3 und 4 angegeben gepolten Haltedauermagnet MA befindet sich auf dem Flußbügel Fxn eine Flußhülse FH, die durch einen darin befindlichen Ruhestellungsdauermagnet MF in der eingezeichneten Weise magnetisiert wird. An dem aus ferromagnetischem Material bestehenden Schaltanker SchA ist ein Betätigungssteg St aus nichtmagnetischem Material befestigt. Im Ruhezustand wird der SchaltankerSchA von den einander entgegengerichteten magnetischen Kraftlinien der Dauermagnete MA und MF abgestoßen, bis er einen mittels einer Stellschraube D einstellbaren Ruheluftspalt d erreicht hat. Die Stellschraube D führt durch eine genügend große Öffnung im Schaltanker SchA und ist durch eine Klemmvorrichtung gesichert. Die FlußhülseFH besteht aus ferromagnetischem Material. Bei der Erregung des Koppelpunktes erzeugen die Erregerspulen Exn und Eyn einen Erregerfluß, der sich im Luftspalt dem Ruhefluß der Dauermagnete MA und MF überlagert. Der Schaltanker SchA wird dadurch zum Flußbügel Fxn gezogen, bis sein Haltedauermagnet MA die Flußhülse FH berührt. Dadurch erzeugt der Haltedauermagnet MA in der Flußhülse FH einen resultierenden.Haltemagnetfluß, der den vom Ruhestellungsdauermagnet MF in der Flußhülse FH herrührenden entgegengerichteten Ruhestellungsmagnetfluß zum Halten ausreichend überwiegt, so daß sich der Schaltanker SchA durch Haftwirkung des Haltedauermagneten MA in seiner betätigten Stellung hält, auch wenn die Erregung der Spalten- und Zeilenspulen Exn und Eyn wieder abgeschaltet wird. Wesentlich für die richtige Steuerung des Magnetflusses in der Flußhülse FH ist deren Konstruktion. Wie Abb. 5 zeigt, ist die Flußhülse FH geringfügig länger als der von ihr umfaßte Ruhestellungsdauermagnet MF, so daß bei betätigtem Schaltanker SchA der Haltemagnet MA nur die Flußhülse FH berührt. Der Mantel der Flußhülse FH weist zur Steuerung der Magnetflüsse zweckmäßigerweise eine Nut auf.
  • Zur Rückführung eines betätigten Schaltankers in seine Ruhestellung erzeugen die betreffenden Spalten-und Zeilenspulen Exn und Eyn einen Gegenerregungsmagnetfluß in der entgegengesetzten Richtung. In bekannter Weise kann dafür der Erregerstrom umgepolt oder es können die jeweiligen Spulenanschlüsse vertauscht werden, bzw. es werden besondere Gegenerregungsspulen verwendet.
  • Die Gegenerregung erfordert ebenso wie die Ansprecherregung nur einen kurzen Stromstoß in den zugehörigen Spulen. Der Gegenerregungsmagnetfluß hebt den in der Flußhülse von dem haftenden Haltedauermagnet MA erzeugten Fluß so weit auf, daß die einander entgegengerichteten Magnetfelder des Haltedauermagneten MA und der Flußhülse FH des Ruhestellungsdauermagneten MF im Arbeitsluftspalt wirksam werden. Der Schaltanker SchA wird also vom Spaltenflußbügel Fxn abgestoßen, bis er seine Ruhestellung erreicht. Die Dauermagnete MA und MF müssen aus einem Material mit verhältnismäßig großer Koerzitivkraft bestehen, damit sie ihren permanenten Magnetismus auch bei großer Schalthäufigkeit trotz der durch die Erregerspulen aufgebrachten Erregungen behalten.
  • Abb. 6 zeigt eine mögliche Ausbildung der elektrischen Durchschaltkontakte. Auf einem Isolierblock 1 sind die Kontakte voneinander isoliert befestigt. Als Beispiel ist ein Arbeitskontakt gewählt, der aus zwei Kontaktfedern K 1 und K 2 besteht. Sie stützen sich mit ihren Stützlappen auf ein Lager L. Der Betätigungssteg St endet in einer isolierten Brücke B, die an der Kontaktfeder K 1 liegt. Beim Anzug des Schaltankers SchA wird der Betätigungssteg St nach rechts bewegt und mit der Brücke B die Kontaktfeder K 1 gegen die Kontaktfeder K 2 gedrückt. Über die Brücke B können selbstverständlich wie bei einem Relais die verschiedensten Kontaktkombinationen betätigt werden. Zur Erzielung sehr kurzer Schaltzeiten kann der Schaltanker SchA selbst als Kontakt ausgebildet werden. Ebenso ist es selbstverständlich ohne weiteres möglich, an Stelle der Kontaktfedern z. B. Quecksilberschalter zu verwenden, wenn höhere Ströme geschaltet werden sollen. Weiterhin ist es möglich, über den Betätigungssteg St einen kleinen Dauermagnet zu bewegen, der z. B. Schutzrohrkontakte betätigt.
  • In Abb. 7 ist der Verlauf der Kräfte P am Schaltanker SchA abhängig vom jeweiligen Luftspalt d im Diagramm dargestellt. Mit +P ist die Anziehungskraft und mit -P die Abstoßungskraft bezeichnet. Die Achse O' . . . O' gilt für den Zustand ohne äußere Zusatzerregung. k ist der kritische Punkt, in dem die Anziehungskraft Null wird, während bei weiterer Vergrößerung des Luftspaltes d der Schaltanker abgestoßen wird. Die Achse O" . . . O" ist als Nullachse für die Erregung des Koppelpunktes, die Achse O" . . . O"' für dessen Gegenerregung zu nehmen. Ist der Schaltanker SchA durch die Kontakfedern mechanisch vorbelastet, so sind die Nullachsen um einen Betrag PK in Richtung +P zu verschieben. Falls die mechanische Vorbelastung des Schaltankers SchA in Richtung --P groß genug ist, kann die Flußhülse FH mit dem Dauermagnet MF entfallen. In Abb. 8 ist das Diagramm für diesen Fall aufgezeichnet.
  • Für das Gegenerregen eines Koppelpunktes gelten die in Abb. 7 und 8 eingezeichneten Achsen O` ... O"'. Die Gegenerregung muß so groß sein, daß die Kraft + P des Haltedauermagneten überwunden wird, darf aber nicht zu groß sein, weil sonst der Schaltanker SchA durch die Gegenerregung wieder angezogen werden würde.
  • Da sich magnetische Felder nicht isolieren lassen, ergeben sich bei jeder Erregung und Gegenerregung von Koppelpunkten an den benachbarten Koppelpunkten in Richtung zum Rückflußbügel R Streuerregungen. Wird z. B. der Koppelpunkt x 1, y 3 markiert, so sind Streuerregungen an den Koppelpunkten x 1, y 2 und x l, y 1 zu verzeichnen; da sich aber dort die Streukopplungen subtrahieren, können Fehlschaltungen nicht auftreten. An den übrigen Koppelpunkten sind die Streukoppelfelder so schwach, daß sie unbeachtet bleiben können.
  • Die Zahl der Koppelpunkte in x- und y-Richtung ist praktisch nur begrenzt durch die bei einem bestimmten Querschnitt der Flußbügel beherrschbaren Streuflüsse. Rein konstruktiv besteht keine Bindung an eine bestimmte Zahl von Koppelpunkten. Man kann also Koordinatenschalter nach der Erfindung sowohl mit hoher wie mit niedriger Koppelpunktzahl bauen. Die Größe der durchzuschaltenden Leistung ist praktisch nur abhängig von der konstruktiven Ausführung der elektrischen Durchschaltkontakte. Die Schaltgeschwindigkeit ist groß, weil nur die kleinen Schaltanker mit geringer Masse und die Durchschaltkontakte selbst bewegt werden. Diese lassen sich leicht den benötigten Schaltgeschwindigkeiten entsprechend bemessen.
  • Da bei entsprechender Ausführung des Koordinatenschalters alle Anschlüsse für die elektrischen Schaltkontakte in einer Ebene liegen, kann man ohne große Schwierigkeiten diese Kontakte in bekannter Weise mit »gedruckten« Schaltungen verdrahten. Zur Aufrechterhaltung des Durchschaltzustandes wird keine elektrische Energie verbraucht. Die Zeilen- und Spaltenspulen können daher für hohe Kupferverluste ausgelegt sein, da sie nur kurzzeitig eingeschaltet sind. Die gesamte Konstruktion des Koordinatenschalters ist einfach, übersichtlich und billig. Er läßt sich selbstverständlich auch mit Vorteil als Schaltspeicher verwenden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Koordinatenschalter für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen, bei dem aus ferromagnetischem Material bestehende, in zwei parallelen Ebenen koordinatenmäßig angeordnete und je eine Zeilen- bzw. Spaltenspule tragende Zeilen- und Spaltenflußbügel durch einen gemeinsamen, rahmenartigen und ferromagnetischen Rückflußbügel magnetisch leitend verbunden sind und bei dem an jedem Kreuzungspunkt zwischen Zeilen- und Spaltenflußbügel auf dem Zeilenflußbügel je ein Schaltanker verschwenkbar angebracht ist, der bei koinzidenter Erregung der beiden zugehörigen Flußbügel Durchschaltkontakte zwischen sich koordinatenmäßig kreuzenden Leitungen, beispielsweise durch einen Betätigungssteg mechanisch gekoppelte Kontaktfedern betätigt, dadurch gekennzeichnet, daß zum Halten am freien Ende jedes Schaltankers (SchA) je ein Haltedauermagnet (MA) befestigt ist, der im Betätigungszustand seines Schaltankers an einer gegenüber auf dem kreuzenden Spaltenflußbügel (Fxn) befestigten ferromagnetischen Flußhülse (FH) haftenbleibt, die in Richtung zum Schaltanker gegenüber einem von ihr umfaßten, dem Haltedauermagnet (MA) entgegengepolten Ruhestellungsdauermagnet (MF) geringfügig verlängert und an dessen abgekehrtem Pol (N) als Polschuh angesetzt ist, so daß der Haltedauermagnet (MA) nur den Polschuh bzw. die Flußhülse (FH) des Ruhestellungsdanermagneten (MF) berührt und in dieser einen resultierenden Haltemagnetfluß erzeugt, der den vom Ruhestellungsdauermagnet (MF) in der Flußhülse herrührenden entgegengerichteten Ruhestellungsmagnetfluß zum Halten ausreichend überwiegt und daß zur Rückführung des Schaltankers in seine Ruhestellung durch kurzzeitige Gegenerregung der betreffenden beiden Spalten- und Zeilenspulen (Exn und Eyn) der in der Flußhülse von dem haftenden Haltedauermagnet erzeugte Magnetfluß so weit aufgehoben wird, daß die einander entgegengerichteten Magnetfelder des Haltedauermagneten (MA) und der Flußhülse des Ruhestellungsdauermagneten (MF) im Arbeitsluftspalt wirksam werden.
  2. 2. Koordinatenschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ruheluftspalt (d) zwischen dem Dauermagnet (MA) und der Flußhülse (FH) mittels einer Stellschraube (D) veränderbar ist.
  3. 3. Koordinatenschalter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel der Flußhülse (FH) eine zylinderförmige Nut aufweist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 758 490, 925 358; deutsche Auslegeschriften Nr.1035 273, 1063 214, 1078 692; deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1668 597.
DED33715A 1960-07-06 1960-07-06 Koordinatenschalter mit ferromagnetischen Spalten- und Zeilenflussbuegeln fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen Pending DE1136382B (de)

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