DE1136066B - Verfahren zum Giessen von Stahl und anderen Metallen zu Staeben und Kokille dafuer - Google Patents
Verfahren zum Giessen von Stahl und anderen Metallen zu Staeben und Kokille dafuerInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D11/00—Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
- B22D11/14—Plants for continuous casting
- B22D11/143—Plants for continuous casting for horizontal casting
Landscapes
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Description
Die Verfahren und Bemühungen, endlose Stränge in Stahl oder ähnlichen hochschmelzenden Metallen
zu gießen, sind — auch was ihre Schwierigkeiten angeht — bekannt. Diese auf die bekannte Weise gewonnenen
Stränge werden nicht in ihrer endlosen Form, sondern erst nach Unterteilung der Weiterverarbeitung
zugeführt. Auf diese Weise wird zwar der Weg über das Vorwalzen großer Blöcke gespart,
man nimmt aber die Schwierigkeiten in Kauf, wie sie beim Gießen endloser Stränge auftreten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auf andere Weise das Gießen großer Blöcke und ihre
Vorverformung einzusparen und die beim Stranggießen auftretenden Schwierigkeiten weitgehend zu
vermeiden. Es sollen dabei im wesentlichen Stäbe in Abmessungen gegossen werden, wie sie für Vorwerkstücke
üblich sind, die sonst das Ergebnis des Walzens auf der Blockstraße sind. Das normale Gießen
in Blockformen ist für lange, schlanke Blöcke nur bis zu einem gewissen Maße möglich; es ist z. B.
unmöglich, auf diese Weise Stäbe von 2 bis 20 m bei Querschnitten von etwa 100 · 100 mm oder
180 · 260 mm oder auch in Brammenformaten von etwa 100 · 350 mm herzustellen.
Erfindungsgemäß ist das Gießen von Stäben mit derartigen Abmessungen möglich.
Bei diesem Verfahren werden Metalle und Metalllegierungen, insbesondere Stahl, zu langen, schlanken
Stäben vergossen unter Verwendung einer waagerecht oder schwach geneigt angeordneten, gekühlten, dünnwandigen
Kokille, die länger ist als der zu gießende Stab, und eines sich darin bewegenden Ziehkolbens.
Erfindungsgemäß wird die Ziehgeschwindigkeit des Kolbens so eingestellt, daß die Schmelze zunächst nur
vom ausfahrenden Kolben her zu einem napfförmigen Sumpf und an der gekühlten Kokillenwand, von der
Eingußseite ausgehend, zu einem mit dem ausfahrenden Sumpfteil nicht zusammenhängenden Mantel
erstarrt, durch den hindurch die weitere Schmelze in den vom ausfahrenden Kolben freigegebenen Raum
nachfließt. Die übrigen Einflußgrößen, Temperatur des Gießgutes — sie muß genügend hoch sein —,
Kühlung der Kokille — sie darf nicht zu stark sein — und Gießgeschwindigkeit müssen mit der Vorschubgeschwindigkeit
des Kolbens entsprechend abgestimmt sein. Die Schnelligkeit des Kolbenvorschubes ist dadurch
begrenzt, daß eine zu große Geschwindigkeit zu turbulentem Einlauf des Stahles in die Kokille und
damit zu Überwellungen führt.
Bei zu geringer Vorschubgeschwindigkeit des Kolbens würde sich ein zusammenhängender Napf erstarrten
Stahles ausbilden, der bei der großen Länge
und anderen Metallen zu Stäben
und Kokille dafür
Anmelder:
August -Thyssen - Hütte Aktiengesellschaft,
August -Thyssen - Hütte Aktiengesellschaft,
Duisburg-Hamborn,
und Dortmund-Hörder-Hütienunion
und Dortmund-Hörder-Hütienunion
Aktiengesellschaft.,
Dortmund
Dortmund
Wilhelm Müller, Duisburg-Hamborn,
Dr. phil. Heinrich Kornfeld, Dortmund-Hörde,
Dr. Gotthold Becker, Dortmund-Wambel,
und Dr.-Ing. Theodor Kootz, Dinslaken,
sind als Erfinder genannt worden
einen weiteren Vorschub verhindern oder mindestens äußerst erschweren würde, Schwierigkeiten, die von
dem Stranggießen her bekannt sind.
Die schwache Neigung der Kokille kann so gewählt sein, daß der ferrostatische Druck die Bewegung
des Kolbens veranlaßt oder unterstützt. Bei waagerechter Anordnung der Kokille wird es, falls
man hohe Eingußtrichter vermeiden will, unumgänglich sein, den Kolben zu ziehen.
Es ist zweckmäßig, die Kokille der Länge nach zu teilen. Dadurch wird sie schnell wieder verwendungsbereit.
Man ist dabei auch zwecks Beschleunigung des Freiwerdens der Kokille wegen der intensiven
Kühlung des gegossenen Materials in der Lage, den Stab vor der völligen Erstarrung, d. h. nach Bildung
einer tragfähigen Haut, zu entnehmen. Bei dieser Arbeitsweise kommt man wegen der schnellen
Wiederbereitschaft der Kokille mit einem wesentlich geringeren Vorrat an Gießformen aus, und die gekühlten
Kokillen haben zudem eine wesentlich größere Lebensdauer als die üblichen, dickwandigen, gegossenen
Kokillen.
Das Gießen von Stäben in der oben beschriebenen Weise geschieht bevorzugt in den von der Weiterverarbeitung
geforderten Längen; sollten diese in
209 639/332
Claims (6)
1. Verfahren zum Gießen von Metallen und
Metallegierungen, insbesondere von Stahl, zu langen, schlanken Stäben unter Verwendung einer
waagerecht oder schwach geneigt angeordneten, gekühlten, dünnwandigen Kokille, die länger ist
als der zu gießende Stab, und eines sich darin bewegenden Ziehkolbens, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ziehgeschwindigkeit des Kolbens so eingestellt wird, daß die Schmelze zunächst nur vom
ausfahrenden Kolben her zu einem napfförmigen Sumpf und an der gekühlten Kokillenwand, von
der Eingußseite ausgehend, zu einem mit dem ausfahrenden Sumpfteil nicht zusammenhängenden
Mantel erstarrt, durch den hindurch die weitere Schmelze in den vom ausfahrenden Kolben freigegebenen
Raum nachfließt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Stäbe von etwa 2 bis 20 m
Länge und Vormaterialquerschnitt gegossen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zufluß des Gießgutes so
geregelt wird, daß im Einguß der Schmelzenspiegel über der Oberkante des Kokilleneintrittsendes
liegt.
4. Kokille zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
sie flüssigkeitsgekühlt ist, einen Eingießtrichter sowie einen verschieblichen Abschlußkolben und
eine Länge besitzt, die der größten vorkommenden Länge des jeweils geforderten Vormaterials
entspricht.
5. Kokille nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie seitlich längsgeteilt ist.
6. Kokille nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie im lichten Querschnitt
einen in der Grundform rechteckigen Querschnitt mit vorzugsweise doppelkonisch verlaufenden Seitenkanten
aufweist, wobei der obere Konus vorzugsweise länger ist als der untere.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 948 275.
Französische Patentschrift Nr. 948 275.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 209 639ß32 8.62
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET5808A DE1136066B (de) | 1952-02-22 | 1952-02-22 | Verfahren zum Giessen von Stahl und anderen Metallen zu Staeben und Kokille dafuer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET5808A DE1136066B (de) | 1952-02-22 | 1952-02-22 | Verfahren zum Giessen von Stahl und anderen Metallen zu Staeben und Kokille dafuer |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1136066B true DE1136066B (de) | 1962-09-06 |
Family
ID=7545135
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET5808A Pending DE1136066B (de) | 1952-02-22 | 1952-02-22 | Verfahren zum Giessen von Stahl und anderen Metallen zu Staeben und Kokille dafuer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1136066B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19743695A1 (de) * | 1997-10-02 | 1999-06-10 | Ald Vacuum Techn Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum Einschmelzen und Umschmelzen von Materialien zu Blöcken |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR948275A (fr) * | 1947-06-20 | 1949-07-27 | Acieries De Micheville Sa Des | Lingotière à fond mobile |
-
1952
- 1952-02-22 DE DET5808A patent/DE1136066B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR948275A (fr) * | 1947-06-20 | 1949-07-27 | Acieries De Micheville Sa Des | Lingotière à fond mobile |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19743695A1 (de) * | 1997-10-02 | 1999-06-10 | Ald Vacuum Techn Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum Einschmelzen und Umschmelzen von Materialien zu Blöcken |
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