DE866235C - Verfahren zum Giessen von hohlen Straengen insbesondere aus Leichtmetall - Google Patents
Verfahren zum Giessen von hohlen Straengen insbesondere aus LeichtmetallInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D11/00—Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
- B22D11/006—Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths of tubes
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
- Verfahren zum Gießen von hohlen Strängen insbesondere aus Leichtmetall Urn. Rohre auf Strang- bzw. Rohrpressen herzustellen, benötigt man Hohlbarren. Diese Hohlbarren, werden: bislang durch Ausbohren eines vollen Gußbarrens hergestellt. In diesem Fall entfallen erhebliche Mengen von-Spänen, die wegen ihrer schwierigen Schmelzbarkeit und ihres Abbrandes eine erhebliche Wertminderung des Metalls darstellen. Nach einem anderen Verfahren können. diese Rundbarren auf Strang- bzw. Rohrpressen durch Lochen: hergerichtet werden. Bei letzterem Verfahren, fällt durch das Lochen ein Butzen an. Auch dieser Butzen: muß ja ursprünglich einmal erst gegossen werden in Form des massiven Rundbarrens und nach dem Lochen wieder umgeschmolzen werden. Auch in diesem Fall tritt daher eine Wertminderung ein.
- Ferner wurden Hohlblöcke in einer der Höhe des zu gießenden Hohlblockes entsprechenden Kokille auf die Weise hergestellt, daß zur Aussparung des Hohlraumes, ein rohrförmiger, unten geschlossener Körper als. Kern eingesetzt wurde. Das Verfahren wird so durchgeführt, daß zur Vermeidung einer Rißbildung im Innern des gegossenen Hohlblockes die künstliche Kühlung des Kernes erst nach Einfüllen des flüssigen Metalls in: die Kokille vorgenommen wird, nachdem sich um den Kern eine erstarrte ringförmige Zone von genügender Stärke gebildet hat. Auch auf dem Wege des Stranggießens hat man Hohlblöcke unter. Verwendung einer kurzen Kokille hergestellt. Dabei wird aber unter Verwendung eines. kurzen gekühlten Kernes gegossen, an dem der zu gießende Hohlblock entlang gleitet. Das Gießen von Hohlbarren mit einer solchen Vorrichtung erfordert aber eine erhöhte Aufmerksamkeit und Geschicklichkeit seitens der Gießer, da der entstehende Block stets möglichst gleichmäßig abgesenkt werden muß, damit er nicht in seiner Bewegung zum Stillstand kommt und dann: unter Umständen aufschrumpft. Durch Unachtsamkeit kann daher bei einem solchen Verfahren eine erhebliche Menge Ausschuß entstehen.
- Es wurde nun ein Verfahren zum Gießen von, Hohlbarren insbesondere aus Leichtmetallen: entwickelt, das diese Nachteile nicht aufweist und Hohlbarren mit für ihre Weiterverarbeitung bestgeeignetem, insbesondere seigerungsfreiem Gefüge herzustellen gestattet.
- Die Erfindung besteht darin, unter Verwendung eines gekühlten Metallkernes und einer` kurzen Kokille, an die sich die Zone des Hauptwärmeentzuges durch direkte Kühlung unmittelbar anschließt, Hohlbarren zu gießen, indem man als Kern ein dünnwandiges Rohr, welches mindestens die Länge des zu gießenden Stranges besitzt, mit dem Strang während des. Gießens absenkt.
- Hierbei kann das Rohr mit dem eingegossenen Metall. unter Umständen verschweißen.
- Es ist jedoch nicht nötig, auf eine Verschweißung hinzuarbeiten, insbesondere wegen der Gefahr des Durchschmelzerns, bei der Verwendung dünnwandiger Rohre, denn der Hohlbarren. wird meist ohnehin auf der Drehbank innen abgedreht, wobei das eingegossene Rohr wieder entfernt wird.'. Aus welcher Legierung d as Rohr besteht, ist dann auch an sich gleich. Beim Gießen von Hohlbarren aus Aluminium und seinen Legierungen wird das Rohr vorzugsweise aus einer Aluminiumlegierung gewählt.
- Durch die Kühlung des eingesetzten Rohres lassen sich die Erstarrungsbedingungen noch verbessern und insbesondere die Seigerung weitgehend unterdrücken.
- Der Gießtisch wird während des Eingießens des flüssigen Metalls in -die Kokille abgesenkt, so daß das Niveau des Metallspiegels in: der Kokille etwa gleichgehalten wird. Die Kühlung innerhalb des Rohres kann so eingestellt werden, daß eine Verschweißung des flüssigen Metalls mit dem Rohr eintritt, so daß dieses Rohr die innere Begrenzung des. Hohlbarrens bildet. Die schnelle Erstarrung wird durch, die Kühlung von innen weiter unterstützt. Es ist vorteilhaft, die Höhe der Kokille möglichst kurz zu wählen, so daß innerhalb der Kokille der Hohlblock nur am Rande erstarrt und die Erstarrung des Innern durch. die intensive direkte Kühlung, die sich nach Austritt aus der Kokille anschließt, von unten nach oben geleitet wird.
- Eine Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung sei an Hand der Abbildungen beschrieben.
- Abb. i erläutert das Verfahren zu Beginn des Gießens, Abh.2 nachdem bereits ein Stück des Hohlbarrens gegossen ist.
- Die wassergekühlte Kokille i. ist a.n ihrem unteren Ende durch. einen Abschlußstein 2 abgeschlossen, in dem ein dünnwandiges Rohr 3 eingesetzt ist, das mindestens die Länge des zu gießenden Barrens besitzt. Innerhalb des Rohres wird durch eine Aufhängevorrichtung eine Kühlkerze 4 in Höhe der Gießzone gehalten. Durch das Zuleitungsrohr wird eine Kühlflüssigkeit eingeleitet, die durch Düsen 6 austritt und: das Rohr von innen. kühlt. Hierbei wird erreicht, daß das Rohr in der Schmelzzone nicht abschmelzen kann:. Ein Abfluß des Kühlmittels. ist nach unten hin möglich durch die Abflußbohrun.gen 7 im Abschlußstein 2. Dieser Abschlußstein steht auf einem Gießtisch mit Kolben g. Die ganze Vorrichtung ist in einem Wasserbad 9 so angebracht, daß der durch das Absenken des Gießtisches aus derKokille unten austretendeHohlblock unmittelbar .in das Kühlwasser eintritt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren. zum Gießen von hohlen: Strängen insbesondere aus Leichtmetall unter Verwendung eines. gekühlten Metallkernes und einer kurzen Kokille, an die sich die Zone des Hauptwärmeentzuges durch. direkte Kühlung unmittelbar anschließt, dadurch gekennzeichnet, daß als Kern ein dünnwandiges Rohr, welches mindestens,,dieLänge des. zu gießendenStranges besitzt, mit dem Strang während- des Gießens abgesenkt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP15820D DE866235C (de) | 1940-05-05 | 1940-05-05 | Verfahren zum Giessen von hohlen Straengen insbesondere aus Leichtmetall |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP15820D DE866235C (de) | 1940-05-05 | 1940-05-05 | Verfahren zum Giessen von hohlen Straengen insbesondere aus Leichtmetall |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE866235C true DE866235C (de) | 1953-02-09 |
Family
ID=7365768
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP15820D Expired DE866235C (de) | 1940-05-05 | 1940-05-05 | Verfahren zum Giessen von hohlen Straengen insbesondere aus Leichtmetall |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE866235C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3653427A (en) * | 1969-08-12 | 1972-04-04 | Mitsubishi Heavy Ind Ltd | Dummy bar mechanism |
| US4598760A (en) * | 1981-05-08 | 1986-07-08 | Mannesmann Ag | Cleaning roller tracks of withdrawal stands in machines for continuous casting |
-
1940
- 1940-05-05 DE DEP15820D patent/DE866235C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3653427A (en) * | 1969-08-12 | 1972-04-04 | Mitsubishi Heavy Ind Ltd | Dummy bar mechanism |
| US4598760A (en) * | 1981-05-08 | 1986-07-08 | Mannesmann Ag | Cleaning roller tracks of withdrawal stands in machines for continuous casting |
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