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DE1135735B - Verfahren und Vorrichtung zum Feinmahlen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Feinmahlen

Info

Publication number
DE1135735B
DE1135735B DES35169A DES0035169A DE1135735B DE 1135735 B DE1135735 B DE 1135735B DE S35169 A DES35169 A DE S35169A DE S0035169 A DES0035169 A DE S0035169A DE 1135735 B DE1135735 B DE 1135735B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
grinding
balls
grinding media
media
container
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES35169A
Other languages
English (en)
Inventor
Andrew Szegvari
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DES35169A priority Critical patent/DE1135735B/de
Publication of DE1135735B publication Critical patent/DE1135735B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C17/00Disintegrating by tumbling mills, i.e. mills having a container charged with the material to be disintegrated with or without special disintegrating members such as pebbles or balls
    • B02C17/16Mills in which a fixed container houses stirring means tumbling the charge

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Crushing And Grinding (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Feinmahlen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Feinmahlen eines aus in flüssigen Dispersionsmitteln verteilten Stoffen oder Stoffgemischen bestehenden Mahlgutes mittels abgerundeter Mahlkörper, denen Bewegungsimpulse in waagerecht übereinanderliegenden Kreisbahnen erteilt werden. Sie besteht darin, daß in einem aus dem Mahlgut und einander gleichen kugelförmigen Mahlkörpern gebildeten stehenden zylindrischen Haufwerk auf einzelne Mahlkörper Schläge ausgeübt werden, die sie als elastischen Stoß auf andere Mahlkörper nach verschiedenen Richtungen des Raumes weitergeben.
  • Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine Vorrichtung zum Ausüben dieses Verfahrens, bestehend aus einem zylindrischen Behälter zur Aufnahme von Mahlgut und abgerundeten Mahlkörpern mit um eine lotrechte Achse umlaufendem Rührwerk mit Armen. Erfindungsgemäß bestehen die Mahlkörper aus einander gleichen Kugeln.
  • Aus der mathematischen Ableitung über die dichteste Kugelpackung, wie sie in einer Schüttung gleich großer Kugeln vorliegt, geht hervor, daß eine Kugel höchstens von zwölf gleich großen Kugeln berührt werden kann. Erhält nun eine Kugel einen Schlag, also kinetische Energie zugeführt, so wird sie »kinetisch aktiviert«, d. h., sie wird sich in regelloser Bewegung befinden und die ihr erteilte Energie, da es sich um einen elastischen Stoß handelt, auf die sie berührenden Kugeln im Raum weitergeben. Das Spiel wiederholt sich von Kugel zu Kugel, und so entsteht eine Zufallsverteilung in der Bewegung der Kugeln je nach der Anzahl der Kugeln, welche die eine Kugel berühren. Wie nach den Vorstellungen der kinetischen Gastheorie sich die Moleküle regellos durch den Raum bewegen, so bewegen sich beim Verfahren nach der Erfindung die Mahlkugeln im Behälter, die zwischen ihnen im flüssigen Dispersionsmittel suspendierten Festkörper dabei zerkleinernd, abscherend und durch diese Arbeit an Energie verlierend.
  • Der elastische Stoß kann sich in der Schüttung der Kugeln nur dann gleichmäßig fortsetzen, wenn die einzelnen Kugeln einander gleich sind. Wäre die Masse einiger Kugeln größer, so kommt die Bewegung nach einiger Zeit zum Stillstand. Ist die Masse einiger Kugeln kleiner, so nimmt die Geschwindigkeit zu, und dank der Zentrifugalwirkung würden sich bei einer kreisenden Bewegung die Kugeln an der Gefäßwand sammeln und diese abscheuern, statt die zu zerteilende Suspension zu bearbeiten. Es ist daher erfindungswesentlich, gleiche, kugelige Mahlkörper zu verwenden: beim Zusammenprall zweier Kugeln wird das dazwischen befindliche Mahlgut zerkleinert. Der Zerkleinerungsgrad ist im wesentlichen von dem erzielbaren spezifischen Flächendruck zwischen den beiden Kugeln abhängig, d. h., außer der zur Verfügung stehenden etwa gleich großen kinetischen Energie müssen auch, um den gleichmäßigen Zerteilungsgrad zu erhalten, die Berührungsflächen zwischen den zusammenprallenden Kugeln nahezu gleich groß sein.
  • Es ist ohne weiteres erkennbar, daß die Berührungsflächen nur bei gleichen Kugeln gleich groß sind.
  • Im Gegensatz zu dem idealen Bewegungsbild, bei dem eine Charge Kugeln mit gleichem Durchmesser eine ausgesprochene Bewegungselastizität zeigt, die durch die gleichmäßige »Aktivierung« und die hieraus resultierende Geschwindigkeit und Masse begründet ist, wird das Bild bei Elementen ungleicher Größe systemlos. Die Strömungsbewegung in einem Gefäß, welches mit gleichen Elementen gefüllt ist, braucht nur schwach dynamisch zu sein, sie kann fast an das Statische grenzen, wodurch es möglich ist, beinahe einen Gleichgewichtszustand zwischen zentrifugalen und zentripetalen Kräften zu erreichen.
  • So ist die erfindungsgemäß erzielbare hohe Mahlwirkung zu erklären. Der Zerkleinerungsvorgang wird sich nach Erreichen eines bestimmten Feinheitsgrades nahezu gleichmäßig von selbst begrenzen und die noch freie kinetische Energie nach dem Zertrümmern des Überkorns zum Teil in Geschwindigkeit umsetzen.
  • Beim neuen Verfahren macht es keinen Unterschied aus, ob die Viskosität des Systems niedrig oder hoch ist. Auch spielen Unterschiede der spezifischen Gewichte keine Rolle, z. B. ist es belanglos, ob das spezifische Gewicht des suspendierten Schlamms das gleiche ist wie das der bewegten Kugeln, oder ob es niedriger oder höher ist.
  • Es ist an sich bekannt; Gut in Behältern mittels Mahlkörpern zu zerkleinern und zu vermahlen; die derart in Bewegung versetzt werden, daß sie unter dem Einfluß der Schwere die Vermahlungs- und Zerkleinerungsarbeit ausführen. Ein Beispiel hierfür ist eine Kugel- oder Rohrmühle, in der ein Gemisch von Gut und Mahlkörpern in einem gewissen Ausmaß emporgehoben wird; wonach die Mahlkörper fallen und dabei das Gut zerkleinern.
  • Ferner ist es bekannt, eine Relativbewegung von Mahlkörpern und Gut durch Vibrieren ihres Behälters hervorzurufen, wie es beispielsweise bei den sogenannten Vibrations- oder Schwingmühlen der Fall ist. Die genannten Mahleinrichtungen haben den Nachteil, daß kleine Mahlkörper nicht benutzt werden können, weil sie unter dem Einfluß der Schwere allein keine genügende Schlagwirkung ausüben, um das Gut in wirksamer Weise zu zerkleinern.
  • Es ist ferner bekannt, eine relative Drehbewegung zwischen einem im Behälter befindlichen Rührer und dem Behälter dadurch zu schaffen, daß die Drehbewegung des Rührers einerseits das zu vermahlende Gut und die Mahlkörper unter der Wirkung der Fliehkraft in einer Schicht längs der Behälterwand sammelt und andererseits die Mahlkörper gegeneinander zu verschieben zwingt. Derartige Fliehkraftwühlen haben den Nachteil, daß die Behälterwand in kurzer Zeit abgescheuert wird.
  • Man wird mit Vorteil einen feststehenden Mahlbehälter verwenden, der mit einem Doppelmantel ausgerüstet ist und die Mahlkugelfüllung enthält. In diesem zylindrischen Mahlbehälter bewegt sich der Rührarm, der durch ein Getriebe, welches auf dem Maschinenrahmen montiert sein kann, in Bewegung gesetzt wird. Der zweckmäßig benutzte Doppelmantel ermöglicht die Kühlung oder Erhitzung mittels Kalt-oder Heißwassers.
  • Der Rührbehälter kann in Rollen geführt und auf einer Laufschiene nach Lösen der Rührflügelkupplung zweckmäßig nach vorn ausgefahren werden. Außerdem kann man ein Pumpsystem vorsehen, welches die Möglichkeit gibt, während des Mahlvorgangs zusätzlich zur eigenen Bewegung des Mahlgutes noch eine vertikale Umsetzung vorzunehmen. Auch kann man so reit Hilfe der Pumpe das Mahlgefäß entleeren oder beschicken.
  • Um große Feinheiten zu erzielen, verwendet man bisher schon die verschiedenartigsten Mühlen, wobei jedoch bei allen Mühlentypen grundsätzlich davon ausgegangen werden muß, daß die Mahlleistung und der Wirkungsgrad bei Erreichung von Feinheiten unter 1,u wesentlich sinken. Außerdem liegt bei Kugelmühlen die Kornverteilung sehr ungünstig, da das Endprodukt immer noch einen großen Anteil an Grobkorn, aber auch, einen schon verhältnismäßig großen Anteil an Feinstkom, d. h. an übermahlenen Teilchen, enthält. Dies ist bedingt durch die Länge der Mahldauer, die bei den Kugelmühlen sehr hohe Werte erreichen kann, Es ist nur ein Teil der gesamten Maschine in Bewegung zu setzen, und zwar die Rührarme, die durch ihre zweckmäßig runde Form außerdem einen geringen Widerstand besitzen. Die Laufzeit der neuen Einrichtung, vergleichsweise bezogen auf die Arbeitsweise in Kugelmühlen, beträgt ein Zehntel der bisherigen Kugelmühlenlaufzeit bei einer Konsistenz, wie sie bisher auch in den Kugelmühlen üblich war.
  • Was den Verschleiß anbelangt, so ist zu bemerken, daß der Behälter selbst praktisch nicht verschleißt, weil die Bewegung der Mahlkörper im wesentlichen innerhalb des Behälters und nicht an der Behälterwand vor sich geht.
  • In gleicher Weise verläuft die relative Bewegung der Mahlkugeln, die noch dicht an der Rührwelle stehen. Hier laufen die Mahlkugeln fast synchron mit der Rührwelle selbst um, so daß auch die Rührwelle an sich kaum angegriffen wird. Das Maximum der Bewegung der Mahlkörper und des Mahlgutes liegt ungefähr bei zwei Dritteln. der Entfernung von Mitte Rührwelle zur Außenkante Behälter.
  • Ein weiterer dem Verschleiß ausgesetzter Bestandteil ist die Kugelfüllung. Die bisher festgestellten Verschleißwerte liegen ungefähr bei 10 bis 15010 des Mahlkörpergewichtes pro Jahr. Dies ist ein äußerst geringer Verschleiß, der zeigt, daß sich die hohe Leistung der neuen Vorrichtung aus der intensiven Berührung der Mahlteilchen und der Mahlkörper ergibt.
  • Verunreinigungen des Mahlgutes während' der Verarbeitung können nur von den Rührwerksflügeln, von der Behälterwandung und von den Mahlkugeln herrühren. Die Gesamtmenge ist, bezogen auf die Mahlgutcharge, so gering, daß sie praktisch vernachlässigt werden kann.
  • Was die Masse der Mahlkörper anbelangt, so kann ganz allgemein gesagt werden, daß die Mahlwirkung um so größer ist, je kleiner die Mahlkörper sind. Die untere Grenze liegt bei in der Praxis erprobten Werten. Im allgemeinen liegen die Mahlkugeln zwischen 4 und 14 mm Durchmesser.
  • Die Drehzahl des Rührsystems liegt im allgemeinen zwischen 60 und 100 UpM, doch können diese Werte, wie die Erfahrung gezeigt hat, auch auf etwa 450 UpM gesteigert werden. Die optimale Geschwindigkeit wird durch Viskosität und Temperaturempfindlichkeit des Mahlgutes bestimmt.
  • Was die Mahldauer anbelangt, so wird der gleiche Vermahlungsgrad bei jedoch größerem Feinkornanteil in einem Neuntel bis einem Zehntel der Zeit bewältigt, die bisher in Kugelmühlen üblich war.
  • Zur Mahlgutmenge sei bemerkt, daß es vorteilhaft ist, über der Mahlkugelfüllung eine ungefähr 50 bis 60 mm hohe Mahlgutschicht stehenzulassen, da während des Mahlprozesses die Kugelfüllung etwas angehoben wird. Die Mahlkugelmenge reicht üblicherweise bis zum oberen Rührarm.
  • Die Hauptvorteile des neuen Mahlverfahrens sind daher, kurz zusammengefaßt, geringer Kraftverbrauch, feinste Dispergierung, hohe Mahlleistung, große Mahlfeinheit, optimale Homogenität des Zerteilungsgrades und kurze Arbeitszeit.
  • Beispiel Ultramarinblau-Pigment, das nach der ursprünglichen Behandlung Teilchen bis zu 60 li. enthält, soll zu Teilchen von im wesentlichen 4,u. oder darunter zerkleinert werden. Die Zerkleinerung in Form eines wäßrigen Schlammes erfordert bei Verwendung üblicher Kugelmühlen 24 bis 48 Stunden. Die gleiche oder eine bessere Wirkung kann gemäß der Erfindung in 2 bis 4 Stunden erreicht werden. Es kann z. B. eine etwa 5201 fassende Mühle verwendet werden, deren Behälter einen Durchmesser von etwa 90 cm und eine Höhe von etwa 103 cm hat. Sie ist mit einem Rührwerk ausgerüstet, bei welchem die acht oberen Arme eine Länge von je etwa 37 cm haben. Dabei ergibt sich ein Wandabstand von etwa 76 mm am Ende jedes Armes.. Der Behälter enthält etwa 400 kg besonders bearbeitete keramische Kugeln von etwa 8 mm Durchmesser. Diese eignen sich für eine Drehzahl des Rührwerkes von 80 UpM. Für höhere Drehzahlen werden kleinere keramische Kugeln verwendet, und die erforderliche Zeit wird herabgesetzt. Ein 50o/oiger Schlamm des Ultramarins wird mit Wasser hergestellt, das 1% Ammoniak und 0,5 bis 2'°/o, eines Dispergiermittels, z. B. eines Naphthalinsulfonsäurederivates, enthält. Etwa 3001 eines solchen Schlammes werden in der Mühle feingemahlen und auf die gewünschte Teilchengröße zerkleinert.
  • Das feingemahlene Ultramarin kann auf irgendeine übliche Weise von der Flüssigkeit getrennt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Feinmahlen eines aus in flüssigen Dispersionsmitteln verteilten Stoffen oder Stoffgemischen bestehenden Mahlgutes mittels abgerundeter Mahlkörper, denen Bewegungsimpulse in waagerecht übereinanderliegenden Kreisbahnen erteilt werden, dadurch gekennzeich- net, daß in einem aus dem Mahlgut und einander gleichen kugelförmigen Mahlkörpern gebildeten stehenden zylindrischen Haufwerk auf einzelne Mahlkörper Schläge ausgeübt werden, die sie als elastischen Stoß auf andere Mahlkörper nach verschiedenen Richtungen des Raumes weitergeben.
  2. 2. Vorrichtung zum Ausüben des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus einem zylindrischen Behälter zur Aufnahme von Mahlgut und abgerundeten Mahlkörpern mit um eine lotrechte Achse umlaufendem Rührwerk mit Armen, gekennzeichnet durch einander gleiche Kugeln als Mahlkörper. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 887146, 701745, 660 721, 504196, 489 327, 415 657, 400 228; schweizerische Patentschrift Nr. 244 904; französische Patentschrift Nr. 650 673; USA.-Patentschrift Nr. 1488 941.
DES35169A 1953-09-08 1953-09-08 Verfahren und Vorrichtung zum Feinmahlen Pending DE1135735B (de)

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