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Kugelmühle mit .Doppelmantel zum Mahlen von Zündholzmasse u. dgl.
Zusatz zum Patent 816 78ä Das Patent 816 785 betrifft die Verwendung einer mit Doppelmantel
versehenen heizbaren Kugelmühle zum Mahlen von. Zün.dholzmasse. Nach dem Hauptpatent
soll die Heizung regelbar sein, um den Betrieb den jeweiligen Verhältnissen und
Arbeitsbedingungen anpassen zu können.
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Gemäß der Erfindung ist eine selbsttätig arbeitende Regelanlage für
die Temperierungseinrichtung der Mühle vorgesehen. Die selbsttätige Temperierungsregelung
geschieht mit Hilfe eines wärmeempfindlichen Elementes, welches die Stromkreise
von Relais steuert, die die Temperatureinstellung beeinflussen. Ein solches Relais
regelt beispielsweise den Stromkreis von Heizwiderständen. Dient zur Temperierung
ein strömendes Medium, so steuert ein Relais das Regelorgan für den: Kreislauf dieses
Mediums. Soll die Mühle zur wahlweisen Heizung und Kühlung eingerichtet sein, dann
ist die Anordnung so getroffen, daß ein Relais das Regelorgan für den Kreislauf
des Heizmediums und ein zweites Relais das Regelorgan für den Kreislauf des Kühlmediums
steuert; diese Relais sind über einen Schalter geführt, der in einer Stellung den
Stromkreis des einen, in der anderen Stellung den Stromkreis des zweiten Relais
schließt.
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Die Mühle kann aber auch sowohl zur elektrischen Heizung als auch
zur Heizung und Kühlung durch strömende Medien eingerichtet sein'; in diesem Falle
sind erfindungsgemäß drei durch einen dreipoligen Schalter wahlweise an das temperaturempfindliche
Element anschließbare Relais vorgesehen, von denen eines den Stromkreis der Heizwiderstände,
das
zweite das Regelorgan für den Kreislauf des Heizmed.iums, das
.dritte den Kreislauf für das Kühlinedium steuert.
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Die Zeichnung zeigt Ausführungsbeispiele der Erfindung, und zwar Fig.
i eine Mühle für nur elektrische Heizung, teilweise geschnitten im Aufri.ß, Fig.
2 das Schaltbild zur Ausführung der Fig. i, Fig. 3 eine Mühle mit wahlweiser Heizung
oder Kühlung durch strömende Medien bei teilweise geschnittenem Trommelmantel, Fig.
4. das Schaltbild zu Fig. 3, Fig.5 eine Mühle mit wahlweise elektrischer Heizung,
Heizung durch ein strömendes Medium und Kühlung durch ein strömendes Medium bei
teilweise geschnittenem Trommelmantel, Fig. 6 das Schaltbild zur Ausführungsform
der Fig. 5.
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Im Inneren des mit einer Flüssigkeit gefüllten Doppelmantels i der
in Fig. i dargestellten Mahltrommel befindet sich ein Thermostat oder Wärmefühler
2, der einen Kontakt 3 (Fig. 2) beeinflußt. Ferner sind im Inneren des Doppelmantels
winkelversetzt drei Heizwiderstände 4. in Parallelschaltung angeordnet. Der Stromkreis
der drei parallel geschalteten Heizwiderstände führt über den Kontakt 5 eines Schaltrelais
6, in dessen Stromkreis der Kontakt 3 des Wärmefühlers liegt. Wird eine bestimmte
einstellbare Temperaturgrenze überschritten, so schließt der Wärmefühler über Kontakt
3 den Stromkreis des Schaltrelais; letzteres spricht an und öffnet damit den Stromkreis
der drei parallel geschalteten Heizwiderstände. Gleichzeitig erlischt eine Kontrollampe
7.
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Der Deckel des Einfüllstutzens des Mahltrommelmantels ist mit einer
Schmelzsicherung 8 versehen, die bei Überschreitung einer vorbestimmten Temperatur
schmilzt und damit als Sicherheitsventil wirkt. Mit g ist der Antriebsmotor für
die Mahltrommel bezeichnet. -Die Ausführungsform der Fig. 3 und ,4 unterscheidet
sich von jener der Fig. r und 2 dadurch; daß die Heizung nicht elektrisch, sondern
durch ein strömendes Medium erfolgt; ferner ist- diese Mühle zugleich für Kühlung
mit automatischer Temperaturregelung eingerichtet.
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In den mit einer Flüssigkeit gefüllten Doppelmantel der Trommel sind
Rohrschlangen io eingebaut, die mit den herausgeführten Enden über Dreiwegehähne
ii und i2 einerseits an eine das Heizmedium liefernde Quelle (nicht gezeichnet),
andererseits an- eine das Kühlmedium liefernde Ouelle 13 angeschlossen sind. In
der Zuleitung 14 für das Heizmedium liegt ein Regelorgan 15, welches durch ein Relais
16 gesteuert wird. Das Relais ist einerseits an den Thermostaten oder Wärmefühler
2 angeschlossen, andererseits über den Kontakt 17 eines von Hand zu bedienenden
Schalters 18 gelegt, so daß, wenn der Schalter 18 die entsprechende Stellung einnimmt,
.das Relais 16 anspricht, sofern der Wärmefühler 2 ebenfalls Kontakt macht. An ziem
Wärmefühler 2 liegt außerdem ein Relais ig, das seinen Stromkreis über Kontakte
2o des Schalters i6 schließt, .wenn dieser Sehälter die in- Fig.4 ausgezogen gezeichnete
Stellung einnimmt und der Wärmefühler 2 Kontakt macht. Das Relais i9 steuert den
Schalter :2i eines Motors 22, der eine Kühlmittelpumpe treibt.
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Die Wirkungsweise ist folgende: Die ausgezogen gezeichnete Stellung
der Fig. 4 entspricht jener, bei welcher Kühlung unter automatischer Regelung ,der
Temperatur, d. h. Einhaltung bestimmter Temperaturgrenzen, stattfindet. Bei dieser
Stellung des Schalters i (S sind die Dreiwegehähne i i und 12 so gestellt, daß hei
laufendem Motor 22 der Kühlmittelkreislauf aus dem Vorratsgefäß 13 durch die Rohrschlangen
io vor sich gehen kann. Macht der Wärmefühler 2 bei der einzuhaltenden Kühltemperatur
Kontakt, so wird der Stromkreis ' des Relais i9-geschlossen; .dadurch öffnet der
Schalter 21, der Stromkreis des Motors 22 der Kühlmittelpumpe wird unterbrochen.
Das Relais 16 bleibt dabei unerregt. Sobald der ' Wärmefühler 2 den Stromkreis des
Relais i9 wieder unterbricht, schließt der Schalter 2i, der Pumpenmotor 22 beginnt
wieder zu laufen.
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Soll die Trommel mit Heizung unter Einhaltung bestimmter Höchsttemperatur
arbeiten, so werden der Schalter 21 geöffnet und gesichert und der Schalter 18 in
die gestrichelte Lage der Fig. 4. umgestellt; desgleichen werden die Dreiwegehähne
i i und 12 derart umgestellt, daß die Heizschlangen io nunmehr an -den Vorratsbehälter
für das Heizmedium angeschlossen werden, der Hahn 15 ist geöffnet. Ist die Temperatur
so weit angestiegen, daß der Wärmefühler 2 Kontakt macht, wird der Steuerstromkreis
geschlossen und durch Erregung des Relais 16 das Ventil 15 geschlossen. Nach Absinken
der Temperatur öffnet der Kontakt den Wärmefühler 2, das Relais 16 wird stromlos
und öffnet das Ventil 15 wieder. -Bei der Ausführungsform,der Fig. 5 und 6 sind
die Möglichkeiten elektrischer Heizung, der Heizung durch ein strömendes Medium
und der Kühlung durch ein strömendes Medium alternativ in einer Mühle vereinigt.
Es sind also hier in den mit einer Flüssigkeit- gefüllten Doppelmantel der Trommel
sowohl Heizwiderstände 4 als auch Rohrschlangen io für die durchströmenden Medien
eingebaut. Die Rohrschlangen sind, wie. bei der Ausbildung gemäß Fig. 3 und q.,
über Dreiwegehährie- i z und 12 wahl-,veise an den Kühlmittelvorratsbehälter 13_
oder an den Vorratsbehälter für das Heizmedium anschließhar.
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Die drei Relais 6, i9 und 16 liegen mit den einen Emden an dem Wärmefühler
2, rrit den. anderen Emden an Kontakten eines Dreipolschalters 23. In der Stellung
der Fig. 6 ist die Trommel auf elektrische Heizung geschaltet. Die -Dreiwegehähne
i i und i2 sind so gestellt, daß die Kreisläufe sowohl für wärmendes Medium als
auch für kühlendes Medium gesperrt sind. Macht der Wärmefühler 2 bei Erreichen der
Höchsttemperatur Kontakt, so erhält das Relais 6 Strom und unterbricht den Heizstromkreis
der Spiralen 4. Insoweit ist.-der Vorgang derselbe, -wie an Hand -der Fig.- i und
2 beschrieben.
Soll nun mit Kühlung gearbeitet werden, so wird der
Schalter 23 in die Stellung der Fig. 6 a gebracht. Der Anker des Relais 6 wird von
Hand angehoben und gesichert. Dieser Vorgang kann auch zwangsläufig mit der Umstellung
des Schalters 23 erfolgen. Die Dreiwegehähne ii und 12 werden in die Stellung gedreht,
in der sie den Kreislauf des Kühlmittels freigeben. Macht nun der Wärmefühler 2
bei Erreichen der Tiefsttemperatur Kontakt, so erhält das Relais ig über den Schalter
23 Strom und öffnet mit seinem Anker den Stromkreis des Motors 22 der Kühlmittelpumpe.
Insoweit ist der Vorgang derselbe, wie an Hand der Fig. 3 und .4 beschrieben.
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Soll die Mahltrommel mittels eines durchströmenden Heizmediums, z.
B. Wasser, geheizt tverden, so wird der Dreipolschalter in die Stellung der Fig.
6b gebracht. Die Anker der Relais 6 und ig werden abgehoben und in der Strom unterbrechenden
Stellung gesichert. Die Dreiwegehähne i i und 12 werden so gedreht, daß sie den
Kreislauf des Heizmediums freigeben. Bei Erreichen der Höchsttemperatur macht der
Wärmefühler z Kontakt, das Relais 16 wird erregt und schließt den Hahn 15.
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Die Umschaltung der Dreiwegehähne i i und 12 in die dem jeweiligen
Betriebszustand entsprechende Stellung kann in zwangsläufiger Abhängigkeit von der
Betätigung des Schalters 23 erfolgen.
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Als heizendes bzw. kühlendes Medium können Flüssigkeiten oder Gase
Verwendung finden.