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DE1132428B - Photographische Kamera mit einem durch eine Antriebsvorrichtung bewegbaren Einsteller - Google Patents

Photographische Kamera mit einem durch eine Antriebsvorrichtung bewegbaren Einsteller

Info

Publication number
DE1132428B
DE1132428B DEG29157A DEG0029157A DE1132428B DE 1132428 B DE1132428 B DE 1132428B DE G29157 A DEG29157 A DE G29157A DE G0029157 A DEG0029157 A DE G0029157A DE 1132428 B DE1132428 B DE 1132428B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
adjuster
mass body
movement
release
photographic camera
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG29157A
Other languages
English (en)
Inventor
Waldemar Rentschler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hittech Prontor GmbH
Original Assignee
Alfred Gauthier GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alfred Gauthier GmbH filed Critical Alfred Gauthier GmbH
Priority to DEG29157A priority Critical patent/DE1132428B/de
Publication of DE1132428B publication Critical patent/DE1132428B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B7/00Control of exposure by setting shutters, diaphragms or filters, separately or conjointly
    • G03B7/08Control effected solely on the basis of the response, to the intensity of the light received by the camera, of a built-in light-sensitive device
    • G03B7/12Control effected solely on the basis of the response, to the intensity of the light received by the camera, of a built-in light-sensitive device a hand-actuated member moved from one position to another providing the energy to move the setting member, e.g. depression of shutter release button causes a stepped feeler to co-operate with the pointer of the light-sensitive device to set the diaphragm and thereafter release the shutter

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Shutters For Cameras (AREA)

Description

  • Photographische Kamera mit einem durch eine Antriebsvorrichtung bewegbaren Einsteller Die Erfindung bezieht sich auf eine photographische Kamera, bei welcher die Ausli3sung des Kameraverschlusses in Abhängigkeit von der Einstellbewegung eines durch eine Antriebsvorrichtung bewegbaren Einstellers erfolgt.
  • Kameras dieser Art sind beispielsweise solche mit Vorwahl-Springblende oder mit Deckblende sowie Kameras mit selbsttätiger Belichtungseinstellung, bei welchen eine Beleuchtungsstärke-Meßeinrichtung angeordnet ist, deren beweglicher Teil zur Steuerung eines Anschlags für einen unter Wirkung einer Antriebsvorrichtung bewegbaren Belichtungseinsteller dient. Zur Gewährleistung der richtigen Arbeitsweise ist es bei diesen Kameras erforderlich, die Einstellbewegung des durch die Antriebsvorrichtung bewegbaren Einstellers und die Auslösung des Kameraverschlusses derart aufeinander abzustimmen, daß der Einsteller seine jeweilige Einstellage erreicht hat, bevor sich der Kameraverschluß zu öffnen beginnt. Zur Erreichung dieses Ziels dienen bei an sich bekannten oder vorgeschlagenen Einrichtungen Verzögerungswerke, mittels welcher der Beginn des Freigebens der Verschlußöffnung gegenüber der Betätigung des Kameraauslösers um eine bestimmte Zeit verzögerbar ist. Diese Zeit ist so gewählt, daß innerhalb derselben der Einsteller seinen maximalen Bewegungsweg unter der Voraussetzung, daß keine besonderen Hemmnisse den Ablauf verzögern, zurückgelegt.
  • Die Verwendung von Verzögerungswerken erfordert indessen einen verhältnismäßig großen, nicht in allen Fällen ohne weiteres zur Verfügung stehenden Einbauraum für diese; außerdem sind die Herstellungskosten für diese Werke verhältnismäßig hoch. Darüber hinaus ist die durch Verzögerungswerke bewirkte Synchronisation der Ablaufvorgänge keine zwangläufige, so daß bei einer einmal auftretenden Stockung oder Verzögerung im Ablauf des Einstellers der Fall eintreten kann, daß der- Kameraverschluß ausgelöst wird, bevor der Einsteller seine Einstellage erreicht hat.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Kamera der eingangs bezeichneten Art die genannten Nachteile zu vermeiden und eine Aufeinanderabstimmung in der Einstellbewegung des Einstellers und der Auslösung des Kameraverschlusses in optimal zuverlässiger Weise und unter Gewährleistung eines geringen Aufwands an Raum und Bauteilen herbeizuführen.
  • Eine Lösung dieser Aufgabe ist gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß am Einsteller oder an einem mit diesem auf Bewegungsmitnahme verbundenen Teil ein Massekörper bewegbar angeordnet ist, der sich bei der Einstellbewegung des Einstellers im gleichen Sinne und mit der gleichen Geschwindigkeit bewegt wie sein Träger und der am Ende der Einstellbewegung des Einstellers unter Wirkung seiner Masse eine Relativbewegung gegenüber seinem Träger ausführt# bei welcher der Massekörper zwecks Auslösens des Kameraverschlusses das Lösen einer die Antriebsvorrichtung des Verschlusses in gespannter Stellung festhaltenden Sperre herbeiführt.
  • Eine gemäß der Erfindung ausgebildete Kamera weist den Vorteil auf, daß die Auslösung des Kameraverschlusses zwangläufig erst dann erfolgen kann, wenn der Einsteller seine jeweilige Einstellage erreicht hat. Hierdurch ist eine größtmögliche Funktionssicherheit und Zuverlässigkeit in der Arbeitsweise der Kamera erreicht. Zur Erzieluno, einer Aufeinanderabstimmung der Einstellbewegung des Einstellers und der Auslösung des Kameraverschlusses findet hierbei nur ein einziger Teil, nämlich ein Massekörper Verwendung, welcher in der obengenannten Weise am Einsteller oder an einem mit diesem auf Bewegungsmitnahme verbundenen Träger angeordnet ist und welcher bei Beendigung, d. h. beim Abstoppen der Einstellbewegung des Einstellers auf Grund seines Beharrungsvermögens eine Relativbewegung gegenüber seinem Träger ausführt, bei der eine den Antriebsmechanismus des Kameraverschlusses in gespannter Stellung festhaltende Sperre ausgelöst wird. Damit bedarf es bei einer gemäß der Erfindung ausgebildeten Einrichtung zur Erzielung der genannten Aufeinanderabstimmung keinerlei besonderen Synchronisierwerke, so daß ein in hohem Maße teilesparender sowie unverwickelter und eine raumgedrängte Anordnung zulassender Aufbau der Kamera und ihres Verschlusses erzielt ist.
  • Um auch bei Vorliegen eines verhältnismäßig großen Auslösemoments des Kameraverschlusses ein sicheres Auslösen desselben zu gewährleisten, kann zur Freigabe der Verschlußsperre am Träger des Massekörpers ein unter Wirkung einer Antriebsfeder relativ zum Träger bewegbarer Auslöseteil angeordnet sein, welcher gemeinsam mit dem Einsteller in Spannstellung führbar und in dieser Stellung mittels des Massekörpers bis zur Durchführung von dessen Relativbewegung festhaltbar ist.
  • Bei einer in dieser Weise ausgebildeten Einrichtung ist es im Hinblick auf die Funktionssicherheit von besonderem Vorteil, eine Vorrichtung anzuordnen, mittels welcher der Massekörper in seiner dem gespannten Zustand des Einstellers zugeordneten Sperrlage sicherbar ist und welche bei Beginn der Einstellbewegung des Einstellers unwirksam wird.
  • Hierdurch ist gewährleistet, daß im gespannten Zustand der Kamera der Massekörper seine Sperrlage nicht ungewollt, beispielsweise bei Auftreten starker Erschütterungen der Kamera, verlassen und den Auslöseteil vorzeitig freigeben kann.
  • Eine im Hinblick auf Unverwickeltheit und Aufwandersparnis besonders vorteilhafte Ausbildung einer Sicherungsvorrichtung für den Massekörper läßt sich hierbei dadurch erreichen, daß an einem ortsfesten Teil der Kamera ein Führungskeil angeordnet oder ausgebildet ist, an welcher der Massekörper in seiner dem gespannten Zustand des Einstellers zugeordneten Sperrlage anliegt.
  • Weiterhin ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Massekörper und der den Antriebsmechanismus des Kameraverschlusses in gespannter Stellung festhaltenden Sperre in unverwickelter und einen freizügigen Aufbau der Kamera gewährleistender Weise dadurch erzielbar, daß mit der Verschlußsperre ein bewegbarer übertragungsteil verbunden ist, der mindestens über einen dem Bewegungsbereich des Einstellers entsprechenden Bereich mit einer Folge von Anschlägen, beispielsweise einer Verzahnung, -versehen ist, mit welcher der Massekörper oder der von ihm zum Ablauf freigebbare Auslöseteil in Abhängigkeit von der Durchführung der Relativbewegung des Massekörpers in Eingriff kommt und eine Bewegung des übertragtingsteils zum Zwecke des Lösens der Verschlußsperre herbeiführt.
  • Im nachstehenden ist die Erfindung an Hand von zwei im Schema dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Diese sind in den Fig. 1 und 2 gezeigt und betreffen photographische Kameras mit selbstt«* iger Belichtungseinstellung.
  • In den Figuren ist mit 1 ein Belichtungseinsteller bezeichnet, welcher beispielsweise ein Belichtungszeit-, Blenden- oder Belichtungswerteinsteller sein kann. Eine zur selbsttätigen Einstellung desselben dienende Einrichtung umfaßt in den Ausführungsbeispielen ein an sich bekanntes, vom Strom eines Photoelements 2 gespeistes Galvanometer 3, in dessen Stromkreis ein Abgleichwiderstand 4 angeordnet ist. Die Drehspule 5 des Galvanometers ist an einem Trägerteil 6 gelagert und besitzt eine Steuerkurve 7, mit welcher zum Zwecke des Abtastens der jeweiligen, von der Beleuchtungsstärke bestimmten Stellung der Drehspule 5 ein schwenkbarer Abtasthebel 8 zusammenarbeitet.
  • Zur übertragung der dem Abtasthebel 8 mitgeteilten jeweiligen Stellung der Drehspule 5 auf den Einsteller 1 ist mit dem Hebel 8 ein weiterer, schwenkbarer Hebel 9 in der aus den Figuren ersichtlichen Weise formschlüssig verbunden. Ein Endteil 9 a desselben ist zur Zusammenarbeit mit einer am Einsteller 1 ausgebildeten Stufeneinstellkurve 1 a bestimmt.
  • Zum Zwecke einer Sicherung der Drehspule 5 in ihrer jeweiligen Lage während des Abtastvorgangs steht der Abtasthebel 8 weiterhin in kraftschlüssiger Verbindung mit einem schwenkbaren Feststellhebel 10, welcher mit einem an der Drehspule 5 angeordneten Steuerkurventeil 11 zusammenarbeitet. Die Bewegungen der beiden Hebel 8 und 10 sind so aufeinander abgestimmt, daß beim Abtastvorgang der Abtasthebel 8 nicht früher als der Feststellhebel 10 zur Anlage an der Drehspule 5 kommt.
  • In den Figuren ist der Einsteller 1 in einer Ausgangslage dargestellt, welche dem gespannten Zustand einer ihn beeinflussenden Antriebsfeder 12 zugeordnet ist. Um in diesem Zustand ein Einspielen des Galvanometers 3 entsprechend der herrschenden Beleuchtungsstärke zu gewährleisten, sind die beiden Hebe18 und 10 von den ihnen zugeordneten Steuerkurven 7 bzw. 11 abhebbar. Dies ist dadurch bewirkt, daß ein am Einsteller 1 befindlicher Betätigungsteil 1 b durch Zusammenarbeit mit einem am Abtasthebel 8 befestigten Stift 13 beide Hebel 8 und 10 vor Erreichen der Spannlage des Einstellers 1 in die in den Figuren dargestellte Lage verschwenkt.
  • Der Stop des Einstellers 1 bei einer Einstellbewegung von rechts nach links unter Wirkung der Antriebsfeder12 wird dadurch bewirkt, daß nach einer kurzen Anfangsbewegung des Einstellers der Teil 1 b und der Stift 13 außer Eingriff kommen, worauf sich der Abtasthebel 8 entsprechend der Stellung der Drehspule 5 des Galvanometers 3, d. h. entsprechend der herrschenden Beleuchtungsstärke, in eine bestimmte Lage einstellt. Je nach dieser Lage gelangt der Einsteller 1 bei der genannten Einstellbewegung früher oder später mit einer der Stufen der Kurve 1 a zur Anlage an dem abgebogenen Endteil 9 a des Hebels 9.
  • Der Aufbau der vorbeschriebenen Beleuchtungsstärke-Meßeinrichtung und des von ihr steuerbaren Anschlags ist an sich bekannt und ergibt sich beispielsweise aus der österreichischen Patentschrift 202861.
  • Zum Bewegen des Belichtungseinstellers 1 in die in den Figuren dargestellte Spannlage dient ein Steuerteil 14. Dieser steht unter Wirkung einer Antriebsvorrichtung 15. Das Spannen derselben erfolgt in den Ausführungsbeispielen mittels der einen Betätigungsgriff 16 umfassenden Fihntransporteinrichtung der Kamera. Diese dient außerdem in an sich bekannter Weise zum Spannen einer Hauptantriebsscheibe 17 des Kameraverschlusses. Die Getriebeverbindung zwischen den Vorrichtungen 15, 16 und 17 ist in Fig. 1 durch eine gestrichelte Linie 18 angedeutet. Auf eine weitergehende Darstellung ist aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet, da Verbindungen solcher Art an sich bekannt sind.
  • Gleichfalls aus Gründen der übersichtlichkeit wurde auch von einer näheren Darstellung des sich an die Antriebsscheibe 17 anschließenden Teils eines an sich bekannten Verschlußantriebs abgesehen. Die Scheibe 17, welche unter Wirkung einer Antriebsfeder 19 steht, kann z. B. in an sich bekannter Weise zum Antrieb eines Objektivverschlusses dienen. Hierbei ist in an sich bekannter Weise die Verbindung zwischen der Antriebsscheibe und einem zur Bewegung der Verschlußblätter dienenden, konzentrisch zur Verschlußöffnung gelagerten Ring durch eine Verbindungsklinke hergestellt, mittels welcher die durchlaufende Bewegung der Antriebsscheibe in eine hin- und hergehende Bewegung der Verschlußblätter umgewandelt wird.
  • Beim Spannen der Antriebsvorrichtung 15 wird der Steuerteil 14 von seiner einen Endlage, in welcher er an einem ortsfesten Anschlag 20 anliegt, nach rechts in die in den Figuren dargestellte Spannlage bewegt. Bei dieser Bewegung gelangt ein Arm 14 a des Steuerteils zur Anlage an einem Arm 1 c des Belichtungseinstellers 1 und bewegt diesen gleichfalls in Spannstellung. Zum Festhalten der Teile 1 und 14 in gespannter Stellung dient ein um eine Achse 20 an der Kamera gelagerter Sperrhebel 21, dessen Sperrnase 21 a unter Wirkung einer Feder 22 mit einer am Steuerteil 14 ausgebildeten Ausnehmung 14 b zusammenarbeitet. Der Sperrhebel 21 steht in an sich bekannter, aus Gründen der übersichtlichkeit nicht dargestellter Weise in Verbindung mit dem Auslösemechanismus der Kamera.
  • Gemäß der Erfindung ist nunmehr eine Aufeinanderabstimmung der Einstellbewegung des Belichtungseinstellers 1 und des Ablaufs des Kameraverschlusses in der Weise, daß der Belichtungseinsteller seine je- weilige, durch den von der Beleuchtungsstärke-Meßeinrichtung gesteuerten Anschlag 9 a bestimmte Einstellage erreicht hat, bevor sich der Kameraverschluß zu öffnen beginnt, dadurch erzielt, daß am Belichtungseinsteller 1 ein Massekörper bewegbar angeordnet ist, der sich bei der Einstellbewegung des Belichtungseinstellers in gleichem Sinn und mit der gleichen Geschwindigkeit bewegt wie dieser und der beim Auftreffen des Belichtungseinstellers auf den Anschlag 9 a unter Wirkung seiner Masse eine Relativbewegung gegenüber dem Einsteller ausführt, bei welcher der Massekörper zwecks Auslösens des Kameraverschlusses das Lösen einer die Antriebsscheibe 17 des Verschlusses in gespannter Stellung festhaltenden Sperre herbeiführt.
  • Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 dient als Massekörper ein schieberartiger Teil 23. Dieser besitzt zwei schräg zur Bewegungsrichtung des Belichtungseinstellers ansteigende Führungsschlitze 23 a, in welche am Belichtungseinsteller befestigte Führungsstifte 24 eingreifen. Eine leichte Feder 25, welche mit ihrem einen Ende am Belichtungseinsteller eingehängt ist, sucht den Schieber 23 in der in der Figur dargestellten Ausgangslage zu halten.
  • Weiterhin besitzt der Schieber 23 einen Arm 23 b, mittels welchem er in weiter unten näher beschriebener Weise mit der die Antriebsscheibe 17 des Kameraverschlusses in gespannter Stellung festhaltenden Sperre zusammenarbeitet. Letztere umfaßt einen Sperrhebel 26, welcher um eine Achse 27 im Verschluß gelagert ist und durch eine Feder 28 im Uhrzeigersinn beeinflußt wird. Der eine Arm 26 a des Hebels befindet sich im gespannten Zustand der Antriebsscheibe 17 im Eingriff mit einem Vorsprung 17 a derselben, während sein anderer Arm zur Zusammenarbeit mit dem Arm 35 a eines unten näher beschriebenen Schiebers 35 bestimmt ist, der seinerseits von dem Arm 23 b des Massekörpers 23 bewegt werden kann.
  • Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 dient als Massekörper ein Winkelhebel 29. Dieser ist am Belichtungseinsteller 1 um eine Achse 30 gelagert und wird durch eine leichte Feder 31 entgegen dem Uhrzeigersinn beeinflußt. Der eine Arm 29 a des Winkelhebels bildet hierbei den eigentlichen Massekörper, durch den beim Auftreffen einer der Stufen la des Belichtungseinstellers auf den Anschlag 9 a eine Schwenkung des Hebels im Uhrzeigersinn herbeigeführt wird. Der andere Arm 29 b des Hebels 29 dient dagegen als lösbare Sperre für einen nachstehend näher beschriebenen Auslöseteil 32 und besitzt zu diesem Zweck einen Sperrlappen 29 c, welcher im gespannten Zustand des Belichtungseinstellers 1 an einem Vorsprung 32 a des Auslöseteils anliegt.
  • Der schieberartig ausgebildete Auslöseteil 32 ist am Belichtungseinsteller 1 angeordnet und gegenüber diesem in Stift-Schlitz-Führungen 32 b, 33 relativ bewegbar. Eine am Belichtungseinsteller eingehängte Feder 34 dient als Antrieb des Schiebers und sucht diesen in seiner linken Endlage zu halten.
  • Das Spannen des Schiebers gegen die Wirkung seiner Antriebsfeder erfolgt gemeinsam mit dem Spannen des Belichtungseinstellers 1. Zu diesem Zweck besitzt der Schieber einen Arm 32 e, welcher sich im Bewegungsweg des Arms 14 a des Steuerteils 14 befindet.
  • Beim Bewegen des Steuerteils in die Spannlage gelangt der Arm 14 a zur Anlage am Arm 32 c des Auslöseschiebers 32 und bewegt diesen in die in Fig. 2 dargestellte Spannlage. In dieser Lage fällt der Winkelhebel 29 mit seinem Sperrlappen 29 c unter Wirkung der Feder 31 hinter dem Vorsprung 32a des Auslöseschiebers 32 ein und sichert damit dessen Spannlage. Bei Fortsetzung der Spannbewegung des Steuerteils14 wird die Stift-Schlitz-Führung32a, 33 des Auslöseteils als Mitnahmevorrichtung für den Belichtungseinsteller 1 wirksam, wodurch letzterer gleichfalls in die in Fig. 2 dargestellte Spannlage bewegt wird. Zur Sicherung des Winkelhebels 29 in seiner Sperrlage dient ein ortsfester Führungskeil 38, an welchem der Winkelhebei im gespannten Zustand des Belichtungseinstellers mit seinem Sperrlappen 29 c anliegt.
  • Zur Herbeiführung eines Lösens der die Antriebsscheibe 17 des Kameraverschlusses in gespannter Stellung festhaltenden Sperre 17a, 26a besitzt der Auslöseschieber einen senkrecht zur Bewegungsrichtung des Belichtungseinstellers 1 sich erstreckenden Arm 32d. Die Art der Zusammenarbeit dieses Arrns mit Sperrhebel 26 ist weiter unten näher beschrieben.
  • Durch die Verwendung eines Auslöseteils der vorbeschriebenen Art ist im besonderen erreicht, daß auch bei Vorliegen eines verhältnismäßig starken Auslösemoments eine sichere Auslösung des Kameraverschlusses gewährleistet ist. Dies ergibt sich daraus, daß die Antriebskraft für den Auslöseteil ohne Schwierigkeiten so groß gewählt werden kann, daß eine Betätigung des Sperrhebels 26 zwecks Freigabe der Antriebsseheibe 17 stets mit Sicherheit erreicht ist.
  • Die Verbindung zwischen dem Schieber 23 bzw. dem Schieber 32 und dem Sperrhebel 26 ist in den Ausführungsbeispielen mittels eines übertragungsteils hergestellt. Dieser ist gleichfalls als ein parallel zur Bewegungsrichtung des Belichtungseinstellers 1 bewegbarer Schieber35 ausgebildet, welcher durch eine Feder 36 in Anlage an einem ortsfesten Anschlagstift37 zu halten gesucht wird. Diese Endlage des Schiebers ist, wie aus Fig. 1 ersichtlich, der Verriegelungsstellung des Sperrhebels 26 zugeordnet. Zur Zusammenarbeit mit diesem Hebel besitzt der Schieber 35 einen Arm 35 a, an dem der Arm 26 b des Sperrhebels unter Wirkung der Feder 28 anliegt.
  • Weiterhin ist am Schieber 35 eine Verzahnung 35 b ausgebildet, welche zur Zusammenarbeit mit dem Arm 23 b bzw. 32 d des am Belichtungseinsteller angeordneten Schiebers 23 oder 32 bestimmt ist. Die Größe des von dieser Verzahnung eingenommenen Bereiches entspricht hierbei mindestens dem Bewegungsbereich des Belichtungseinstellers 1.
  • Die Verwendung eines in vorstehend beschriebener Weise ausgebildeten übertragungsteils erbringt den Vorteil einer freizügigen, dem jeweiligen Kamera-und Verschlußaufbau in bestmöglicher Weise anpaßbaren Anordnung und Ausbildung des Belichtungseinstellers und der die Antriebsvorrichtung des Verschlusses in gespannter Stellung festhaltenden Sperre. Außerdem ist hierdurch in unverwickelter Weise eine Anpaßbarkeit der Auslöseeinrichtung an den jeweiligen Einstellbereich des Belichtungseinstellers erzielt.
  • Die Wirkungsweise der beschriebenen Kamera ist wie folgt-Befindet sich die Einrichtung in gespanntem Zustand, so erfolgt bei einer Betätigung des nicht dargestellten Kameraauslösers ein Verschwenken des Sperrhebels 21, welches eine Freigabe des Steuerteils 14 zur Folge hat. Der nunmehr einsetzenden Ab- laufbewegung des Steuerteils folgt der Belichtungseinsteller 1 unter Wirkung seiner Antriebsfeder 12 nach, wobei nach einer kurzen Anfangsbewegung des Einstellers sein Teil 1 b und der Stift 13 außer Eingriff miteinander kommen, so daß sich der Abtasthebel 8 entsprechend der Stellung der Drehspule 5 des Galvanometers 3, d. h. entsprechend der herrschenden Beleuchtungsstärke, in eine bestimmte Lage einstellt. Je nach dieser Lage trifft der Einsteller 1 bei seiner Einstellbewegung früher oder später mit einer der Stufen la auf den abgebogenen Endteil 9 a des Hebels 9 auf, wodurch seine Bewegung gestoppt wird.
  • Der Teil 23 (Fig. 1) bzw. die Teile 29 und 32 (Fig. 2) machen die EinsteRbewegung des Belichtungseinstellers in gleichem Sinn und mit der gleichen Geschwindigkeit wie dieser mit. Beim Auftreffen des Belichtungseinstellers auf den Anschlaglappen 9 a und dem damit verbundenen Stop desselben führen die Teile 23 und 29 auf Grund ihres Beharrun-Svermögens eine Relativbewegung gegenüber dem Einsteller aus. Bei dieser Bewegung gelangt im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 der Schieber 23 mit seinem Arm 23 b in Eingriff mit der Verzahnung 35 b des Übertragungsschiebers 35 und bewegt diesen gegen die Wirkung der Feder 36 nach links. Dies hat zur Folge, daß der Sperrhebel 26 durch den Arm 35 a entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt und die Antriebsscheibe 17 zum Ablauf freigegeben wird.
  • Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 wird bei der durch den Stop des Belichtungseinstellers 1 ausgelösten Schwenkbewegung des Hebels 29 der Auslöseschieber 32 zum Ablauf unter Wirkung seiner Feder 34 freigegeben. Der Auslöseschieber gelangt hierbei mit seinem Arm 32 d in Eingriff mit der Verzahnung 35b des Schiebers 35, wodurch in der oben beschriebenen Weise eine Freigabe der Antriebsscheibe 17 des Verschlusses herbeigeführt wird.
  • In den Figuren sind die Teile 1, 14, 23, 32 und 35 zwecks Erzielung einer einfachen und übersichtlichen Darstellung als längs verschiebbare, schieberartige Gebilde gezeichnet. Diese Darstellung bedeutet indessen keine Einschränkung bezüglich der Ausbildung der betreffenden Teile, sondern bei Verwirklichung des Erfindungsgedankens an einer bestimmten Kamera können diese jede geeignete Ausbildung besitzen, also beispielsweise als Ringe, Scheiben oder Segmente.
  • Im vorstehenden ist die Erfindung an Hand einer photographischen Kamera mit selbsttätiger Belichtungseinstellung beschrieben. Darüber hinaus hat die Erfindung jedoch Bedeutung bei Kameras jeder Art, bei welchen die Auslösung des Kameraverschlusses in Abhängigkeit von der Einstellbewegung eines durch eine Antriebsvorrichtung bewegbaren Einstellers erfolgt. Hierzu zählen insbesondere auch einäugige Spiegelreflexkameras mit Vorwahl-Springblende sowie Kameras mit Deckblende. Blendeneinrichtungen dieser Art besitzen einen federbelasteten Einsteller, welcher sich in Abhängigkeit von der Betätigung des Kameraauslösers von einer der größten Blendenöffnung oder der Abdeckstellung der Blende entsprechenden Ausgangslage unter Federwirkung in eine durch einen verstellbaren Anschlag bestimmte Einstellage bewegt und hierbei die Blende auf den voreingestellten Wert schließt oder öffnet.
  • Für sämtliche dieser Kameras ist durch die Erfindung der Vorteil erbracht, daß es zur Erzielung einer Aufeinanderabstimmung der Einstellbewegung des Einstellers und der Auslösung des Kameraverschlusses keiner besonderen, Aufwand beanspruchenden Synehronisierwerke der eingangs genannten Art bedarf; vielmehr ist eine Aufeinanderabstimmung in überraschend einfacher, völlig zwangläufiger und keinen wesentlichen zusätzlichen Aufwand beanspruchender Weise dadurch erreicht, daß zur Synchronisierung ein Massekörper Verwendung findet, welcher auf Grund seines beim Stop des Einstellers in seiner jeweiligen Einstellage in Erscheinung tretenden Beharrungsvermögens ein Auslösen des Kameraverschlusses herbeiführt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Photographische Kamera, bei welcher die Auslösung des Kameraverschlusses in Abhängigkeit von der Einstellbewegung eines durch eine Antriebsvorrichtung bewegbaren Einstellers erfolgt, dadurch gekennzeichnet , daß am Einsteller (1) oder an einem mit diesem auf Bewegungsmitnahme verbundenen Teil ein Massekörper (23, 29) bewegbar angeordnet ist, der sich bei der Einstellbewegung des Einstellers in gleichem Sinne und mit der gleichen Geschwindigkeit bewegt wie sein Träger und der am Ende der Einstellbewegung unter Wirkung seiner Masse eine Relativbewegung gegenüber seinem Träger ausführt, bei welcher der Massekörper zwecks Auslösens des Kameraverschlusses das Lösen einer die Antriebsvorrichtung (17) des Verschlusses in gespannter Stellung festhaltenden Sperre (17 a, 26 a) herbeiführt.
  2. 2. Photographische Kamera nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Freigabe der Verschlußsperre (17 a, 26 a) am Träger ein unter Wirkung einer Antriebsfeder (34) relativ zu diesein bewegbarer Auslöseteil (32) angeordnet ist, welcher gemeinsam mit dem Einsteller (1) in Spannstellung führbar und in dieser Stellung mittels des Massekörpers (29) bis zur Durchführung von dessen Relativbewegung festhaltbar ist. 3. Photographische Kamera nach Ansprach 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Verschlußsperre (17 a, 26 a) ein bewegbarer übertragungsteil (35) verbunden ist, der mindestens über einen dem Bewegungsbereich des Einstellers, (1) entsprechenden Bereich mit einer Folge von Anschlägen, beispielsweise einer Verzahnung (35 b), versehen ist, mit welcher der Massekörper (23) oder der von ihm zum Ablauf freigebbare Auslöseteil (32) in Abhängigkeit von der Durchführung der Relativbewegung des Massekörpers in Eingriff kommt und eine Bewegung des übertragungsteils zum Zwecke, des Lösens der Verschlußsperre herbeiführt. 4. Photographische Kamera nach Ansprach 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung angeordnet ist, mittels welcher der Massekörper (29) in seiner dem gespannten Zustand des Einstellers (1) zugeordneten Sperrlage sicherbar ist und welche bei Beginn der Einstellbewegang des Einstellers unwirksam wird. 5. Photographische Kamera nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Sicherungsvorrichtung für den Massekörper (29) eine an einem ortsfesten Teil der Kamera angeordneter oder ausgebildeter Führungskeil (38) dient, an welcher der Massekörper in seiner dem gespannten Zustand des Einstellers (1) zugeordneten Sperrlage anliegt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 1037 843; deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1783 066.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1597350B1 (de) * 1967-04-08 1970-05-14 Prontor Werk Gauthier Gmbh Photographischer Verschluss mit Relaisausloesung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1037843B (de) 1954-10-11 1958-08-28 Michael Margaritoff Ausloese- und Zeiteinstellvorrichtung fuer eine photographische Kamera
DE1783066U (de) * 1958-11-26 1959-02-12 Friedrich Wilhelm Dipl Deckel Anordnung zur blendeneinstellung an lichtbildaufnahmegeraeten.

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