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DE1168758B - Photographische Kamera mit selbsttaetiger Belichtungseinstellung - Google Patents

Photographische Kamera mit selbsttaetiger Belichtungseinstellung

Info

Publication number
DE1168758B
DE1168758B DEG26956A DEG0026956A DE1168758B DE 1168758 B DE1168758 B DE 1168758B DE G26956 A DEG26956 A DE G26956A DE G0026956 A DEG0026956 A DE G0026956A DE 1168758 B DE1168758 B DE 1168758B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
exposure
drive
measuring device
camera
illuminance measuring
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG26956A
Other languages
English (en)
Inventor
Waldemar Rentschler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hittech Prontor GmbH
Original Assignee
Alfred Gauthier GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alfred Gauthier GmbH filed Critical Alfred Gauthier GmbH
Priority to DEG26956A priority Critical patent/DE1168758B/de
Publication of DE1168758B publication Critical patent/DE1168758B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B7/00Control of exposure by setting shutters, diaphragms or filters, separately or conjointly
    • G03B7/08Control effected solely on the basis of the response, to the intensity of the light received by the camera, of a built-in light-sensitive device
    • G03B7/12Control effected solely on the basis of the response, to the intensity of the light received by the camera, of a built-in light-sensitive device a hand-actuated member moved from one position to another providing the energy to move the setting member, e.g. depression of shutter release button causes a stepped feeler to co-operate with the pointer of the light-sensitive device to set the diaphragm and thereafter release the shutter

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Exposure Control For Cameras (AREA)

Description

  • Photographische Kamera mit selbsttätiger Belichtungseinstellung Die Erfindung bezieht sich auf eine photographische Kamera mit selbsttätiger Belichtungseinstellung, bei welcher eine Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung angeordnet ist, deren beweglicher Teil in Abhängigkeit von der Betätigung eines Kameraauslösers in seiner jeweiligen Einstellage feststellbar ist und als Anschlag für einen mittels einer Antriebsvorrichtung bewegbaren Belichtungseinsteller dient.
  • Bei Kameras dieser Gattung ist es bekannt, dem Auslösemechanismus einen auf den beweglichen Teil der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung einwirkenden Feststeller zuzuordnen, wobei eine mit dem Kameraauslöser wirkungsmäßig verbundene und mit Steuerkurven versehene Schubstange vorgesehen ist, die beim Auslösevorgang den rechtwinklig zur Bewegungsrichtung der Schubstange angeordneten Feststeller an den beweglichen Teil der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung andrückt. Nachteilig ist bei dieser bekannten Anordnung, daß der Photographierende beim Auslösevorgang zusätzlich zur Rückstellfeder des Kameraauslösers noch eine weitere, auf den Feststeller einwirkende Rückstellfeder zu überwinden hat. Das sich hieraus ergebende relativ hohe Auslösemoment wiederum hat eine »harte« Auslösung zur Folge, die stets die Gefahr einer Verwacklung der Aufnahme in sich birgt. Es ist auch schon bekannt, in einer Kamera zum Betätigen eines mit dem Auslösevorgang in Verbindung stehenden Getriebeteils sowie zur Auslösung des Verschlusses einen eine eigene Antriebskraft besitzenden und in Abhängigkeit vom Spannen des Kameraverschlusses in Spannstellung führbaren Antriebsteil anzuordnen, welcher beim Betätigen der Auslösehandhabe zum Ablauf freigegeben wird. Allerdings ist ein solcher Antriebsteil bisher nur und ausschließlich in Verbindung mit Spiegelreflexkameras bekanntgeworden, wobei dem Antriebsteil neben der Auslösung des Verschlusses die ganz spezielle Aufgabe zukommt, den Sucherspiegel zum Belichtungsablauf aus dem Strahlengang des Objektivs herauszubewegen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kamera der eingangs näher bezeichneten Gattung zu schaffen, die die vorstehend herausgestellten Nachteile in unverwickelter Weise und mit Sicherheit vermeidet.
  • Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß zur Betätigung des Feststellers für den beweglichen Teil der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung sowie zur Freigabe des Ablaufs des mit diesem zusammenarbeitenden Belichtungseinstellers und des Kameraverschlusses ein eine eigene Antriebskraft besitzender und in Abhängigkeit . vom Spannen des Kameraverschlusses in Spannstellung führbarer zweiter Antriebsteil angeordnet ist, welcher beim Betätigen des Kameraauslösers zum Ablauf freigegeben wird. Auf diese Weise ist erreicht, daß mittels des Kameraauslösers lediglich ein eine eigene Antriebskraft besitzender Antriebsteil auszulösen ist, welcher seinerseits den Feststeller für den beweglichen Teil der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung betätigt und außerdem die Auslösung des mit diesem zusammenarbeitenden Belichtungseinstellers sowie des Kameraverschlusses bewerkstelligt. Somit bedarf es zur Betätigung des Kameraauslösers selbst nur noch einer relativ geringen Auslösekraft, da bei der Auslösung der Kamera nur noch geringe Federkräfte zu überwinden sind, so daß im Endeffekt stets eine »weiche«, verwacklungsfreie Auslösung der Kamera gewährleistet ist.
  • Bei Kameras, deren Meßwerk zwecks Berücksichtigung weiterer, die Belichtung beeinflussender Faktoren einstellbar ist, lassen sich Vorteile besonderer Art dadurch erzielen, daß die Rückführung des Feststellers für den beweglichen Teil der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung beim Spannen des zweiten Antriebsteils erfolgt und daß eine mit den Einstellern für die weiteren Belichtungsfaktoren zusammenarbeitende Sperre angeordnet ist, welche durch den zweiten Antriebsteil derart steuerbar ist, daß die Einsteller mindestens vom Zeitpunkt der Wirksamkeit des Feststellers auf den beweglichen Teil der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung an bis nach erfolgter Rückführung des Feststellers gesperrt sind. Hierdurch ist erreicht, daß Beschädigungen der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung, welche dadurch entstehen können, daß die Bedienungsperson versucht, bei festgestelltem Meßwerk die Einstellung der Einsteller für die weiteren Belichtungsfaktoren zu ändern, mit Sicherheit ausgeschaltet sind. Eine sich aui die Bedienungs-.-reise der Kamera vorteilhaft auswirkende, sich durch die erneute Anzeige der Beleuchtungsverhältnisse unmittelbar nach dem Belichtungsablauf auszeichnende Anordnung ist g@_näß der Erfindung dadurch erreichbar, daß dLr ausgelöst° zweite Antriebsteil in einer der Wirkstellung des Feststellers für den beweglichen Teil der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung zugeordneten Lage mittels einer Sperre bis zur Beendigung der Belichtung festhaltbar ist und daß der wieder freigegebene zweite Antriebsteil auf dem Rest seines Bewegungswegs den Feststeller in seine unwirksame Lage zurückstellt. Zweckmäßig kann hierbei die Anordnung so getroffen sein, daß die Sperre für den zweiten Antriebsteil mittels eines bewegbaren Teils des Verschlußantriebsmechanismus nach erfolgter Belichtung lösbar ist.
  • In den Figuren ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel gezeigt.
  • Fig. 1 zeigt schematisch, in einer Draufsicht von vorn, eine gemäß der Erfindung ausgebildete photographische Kamera mit Objektivverschluß; F i g. 2 zeigt Teile einer gemäß der Erfindung ausgebildeten Auslöseeinrichtung im Zusammenwirken mit dem Hauptantriebsteil des Objektivverschlusses sowie das Zusammenwirken einer von der Auslöseeinrichtung gesteuerten Sperre mit einem von Hand betätigbaren Belichtungseinsteller. Die Einrichtungen befinden sich in ihrer dem gespannten Zustand des Verschlusses zugeordneten Lage; F i g. 3 zeigt die Anordnung gemäß F i g. 2 bei ungespanntem Verschluß; F i g. 4 zeigt einen weiteren, zur Betätigung des Feststellers für den beweglichen Teil einer Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung bestimmten Teil der Auslöseeinrichtung sowie das Zusammenwirken desselben mit einer vom Hauptantriebsteil des Verschlusses gesteuerten Sperre. Die Teile befinden sich in ihrer dem gespannten Zustand des Verschlusses zugeordneten Lage; F i g. 5 zeigt die in F i g. 4 dargestellten Teile in einer bestimmten Phase des Verschlußablaufs; F i g. 6 zeigt die Stellung der Teile bei ungespanntem Verschluß.
  • In den F i g. 1, 2 und 3 ist mit 1 das Gehäuse einer photographischen Kamera bezeichnet. An der Vorderseite dieses Gehäuses ist in an sich bekannter Weise ein photographischer Objektivverschluß 2 befestigt, während an der Gehäuseoberseite, gleichfalls in an sich bekannter Weise, Betätigungsknöpfe 3 und 4 für Filmtransport und Filmrückspulung sowie ein senkrecht zur Kameraachse gegen die Wirkung einer Feder 6 bewegbarer Verschlußauslöser 5 angeordnet sind. Weiterhin ist im Oberteil des Kameragehäuses unter einer Deckkappe 1 a eine Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung untergebracht. In der Deckkappe sind Fenster 1 b und 1 c für einen mit dem Kameraobjektiv gekuppelten Meßsucher sowie ein Wabenfenster 1 d für ein Photoelement der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung ausgebildet.
  • Die Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung, auf deren Darstellung im Ausführungsbeispiel aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet wurde, ist in an sich bekannter Weise aufgebaut und umfaßt das bereits genannte, hinter dem Wabenfenster 1. d angeordnete Photoelement sowie ein vom Strom des Photoelements gespeistes Meßwerk. Der bewegliche Teil dieses Meßwerks, beispielsweise eine Drehspule, ist in Abhängigkeit von der Betätigung des Auslösers 5 in seiner jeweiligen Einstellage feststellbar und dient als Anschlag für einen mittels einer ersten Antriebsvorrichtung selbsttätig bewegbaren Belichtungseinsteller. Dieser Einsteller kann sowohl ein Belichtungswerteinsteller als auch ein Belichtungszeit- oder ein Blendeneinsteller sein.
  • Gemäß der Erfindung ist nunmehr zum Betätigen des Feststellers für den beweglichen Teil der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung sowie zur Auslösung des mit diesem zusammenarbeitenden Belichtungseinstellers und des Kameraverschlusses ein eine eigene Antriebskraft besitzender und in Abhängigkeit vom Spannen des Kameraverschlusses in Spannstellung führbarer zweiter Antriebsteil angeordnet, welcher beim Betätigen des Auslösers 5 zum Ablauf freigegeben wird.
  • Im Ausführungsbeispiel umfaßt der Antriebsteil zwei drehbare Scheiben 7 und 8, welche eine gemeinsame Lagerachse 9 an der Kamera besitzen und fest miteinander verbunden sind. Als Antriebskraft für die beiden Scheiben dient eine Feder 10, welche einerseits an der Achse 9 und andererseits an der Scheibe 8 befestigt ist. Die Feder 10 wirkt in Pfeilrichtung von Fig.2.
  • Zum Festhalten der beiden Scheiben 7 und 8 in gespannter Stellung dient eine Sperrklinke 11, welche um eine Achse 12 an der Kamera gelagert ist. Eine um die Achse 12 herumgelegte Feder 13, welche sich einerseits gegen einen ortsfesten Stift 14 und andererseits gegen einen an der Klinke befestigten Stift 15 abstützt, sucht die Klinke in der in F i g. 2 dargestellten Sperrlage zu halten, in welcher ein Vorsprung lla der Klinke in eine an der Scheibe 7 ausgebildete Ausnehmung 7a eingreift. Zwecks Freigabe der Antriebsscheiben 7 und 8 ist die Klinke 11 mittels eines am Auslöser 5 befestigten Stifts 16 außer Eingriff mit der Ausnehmung 7a der Scheibe 7 schwenkbar.
  • Von den Antriebsscheiben 7 und 8 dient die Scheibe 7 zur Auslösung des Kameraverschlusses 2, während die Scheibe 8 zur Betätigung des Feststellers für den beweglichen Teil der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung ausgebildet ist. Zu diesem Zweck ist an der Scheibe 7 um eine Achse 17 eine einseitig wirkende Betätigungsklinke 18 schwenkbar angeordnet, welche mit einer den Hauptantriebsteil des Verschlusses in gespannter Stellung festhaltenden Sperrhebelanordnung zusammenarbeitet. Die Klinke 18 steht unter der Wirkung einer Feder 19, welche sie in Anlage an einem Stift 20 der Scheibe 7 zu halten sucht. Im Bewegungsweg der Betätigungsklinke 18 befindet sich ein Stift 21. Träger dieses Stifts ist ein zweiarmiger Hebel 22, welcher im Gehäuse 23 des Objektivverschlusses um eine Achse 24 schwenkbar ist und durch eine Feder 25 im Uhrzeigersinn beeinflußt wird. Der eine Arm 22a dieses Hebels, an welchem der Stift 21 befestigt ist, ist durch einen Bewegungsschlitz 23 a aus dem Verschlußgehäuse 23 herausgeführt. Der andere Arm 22 b des Hebels trägt gleichfalls einen Stift 26. Dieser dient als Anlage für den einen Arm 27 a eines im Verschlußgehäuse 23 um eine Achse 28 schwenkbar angeordneten, durch eine Feder 29 beeinflußten Winkelhebels 27. Mit seinem anderen Arm 27 b arbeitet der Hebel 27 in der in F i g. 2 dargestellten Weise mit dem Hauptantriebsteil des Verschlusses zusammen. Der Hauptantriebsteil ist im Ausführungsbeispiel als drehbare Scheibe 30 ausgebildet, welche um eine Achse 31 im Verschlußgehäuse gelagert ist und unter der Wirkung einer nicht gezeigten, in Pfeilrichtung von F i g. 2 wirkenden Antriebsfeder steht. Das Spannen der Hauptantriebsscheibe 30 erfolgt gemeinsam mit dem Spannen der Antriebsscheiben 7 und 8 beim Transport des Films mittels des Griffknopfs 3.
  • Die Antriebsscheibe 8 besitzt zur Betätigung des Feststellers für den beweglichen Teil der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung eine Umfangssteuerkurve 8 a, an welcher ein mit dem Feststeller verbundener Stift 32 unter Federwirkung anliegt. Die Antriebsscheibe 8 wird nach ihrer Auslösung in einer der Wirkstellung des Feststellers entsprechenden, in F i g. 5 dargestellten Lage durch eine Sperre festgehalten, welche nach erfolgter Belichtung mittels der Hauptantriebsscheibe 30 des Verschlusses ausgelöst wird. Die hierdurch wieder freigegebene Antriebsscheibe führt auf dem Rest ihres Bewegungsweges mittels der Steuerkurve 8 a den Feststeller in seine unwirksame Lage zurück (F i g. 6).
  • Als Sperre für die ausgelöste Antriebsscheibe 8 dient im Ausführungsbeispiel ein Winkelhebel 33, welcher an der Kamera um eine Achse 34 schwenkbar gelagert ist und durch eine Feder 35 im Uhrzeigersinn beeinflußt wird. Der eine Arm 33 a des Hebels 33 trägt eine Sperrnase 33 b, mittels welcher er in der in F i g. 5 dargestellten Weise mit einem Vorsprung 8 b der Antriebsscheibe 8 zusammenarbeitet. Am anderen Arm 33 c des Hebels 33 ist ein Stift 36 befestigt, welcher im Weg eines Vorsprungs 30a der Hauptantriebsscheibe 30 liegt. Hierdurch wird der Hebel 33 gegen Ende der in Pfeilrichtung von F i g. 2 erfolgenden Ablaufbewegung der Hauptantriebsscheibe 30 von der in F i g. 5 dargestellten Sperrlage in die in F i g. 6 gezeigte, unwirksame Lage verschwenkt und damit die Antriebsscheibe für den weiteren Ablauf freigegeben.
  • Die Stellung des beweglichen Teils der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung und damit die Größe des vom Belichtungseinsteller bei einer selbsttätigen Belichtungseinstellung zurücklegbaren Bewegungswegs ist abhängig von der bei einer Aufnahme herrschenden Beleuchtungsstärke sowie von der Einstellung weiterer, die Belichtung beeinflussender Faktoren. Eine Berücksichtigung dieser Faktoren bei der Einstellung des beweglichen Teils der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung kann hierbei in an sich bekannter Weise durch Drehverstellbarkeit des Meßwerks erfolgen. Zwecks Vermeidung einer Beschädigung des Meßwerks darf indessen eine Verstellung desselben nur dann vorgenommen werden, wenn sein beweglicher Teil vom Feststeller frei ist, d. h. wenn sich letzterer in seiner unwirksamen Lage befindet.
  • Um dies in völlig sicherer Weise und ohne die geringste Achtsamkeit der Bedienungsperson zu gewährleisten, ist in weiterer Ausbildung der Erfindung eine mit den Einstellern für die weiteren Belichtungsfaktoren zusammenarbeitende Sperre angeordnet, welche durch die Antriebsscheiben 7, 8 derart steuerbar ist, daß die Einsteller mindestens vom Zeitpunkt des Inwirkungtretens des Feststellers für den beweglichen Teil der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung bis nach erfolgter Rückführung des Feststellers gesperrt sind.
  • Eine solche Sperrvorrichtung ist in den F i g. 2 und 3 des Ausführungsbeispiels gezeigt. Sie umfaßt unter anderem einen zweiarmigen Hebel 37, welcher an der Kamera um eine Achse 38 schwenkbar ist und durch eine Feder 39 entgegen denn Uhrzeigersinn beeinf(ußt wird. Der eine Arm 37 a des Hebels 37 liegt unter Wirkung der Feder 39 an der Sperrklinke 11 für die Antriebsscheibe 7 an, während sein anderer Arm 37b mit einem Belichtungseinsteller 40 zusammenarbeitet. Diese Zusammenarbeit geschieht in der Weise, daß im gespannten Zustand von Verschluß und Antriebsscheiben der Sperrhebel 37 vom Belichtungseinsteller 40 abgehoben ist (F i g. 2). Beim Betätigen des Auslösers 5 wird der Sperrhebel dagegen mittels der Sperrklinke 11 in die in F i g. 3 dargestellte Sperrlage verschwenkt, in welcher sein Arm 37 b am Umfang des Einstellers 40 anliegt und diesen gegen ein Verstellen sichert. In dieser Sperrlage wird der Hebel 37 bis nach erfolgtem Wiederspannen von Verschluß und Antriebsscheiben mittels der Sperrklinke 11 gehalten, und zwar dadurch, daß diese am Umfang der Antriebsscheibe 7 anliegt. Zwecks Erhöhung der Sperrwirkung sind die miteinander in Eingriff kommenden Flächen von Sperrhebel und Belichtungseinsteller mit je einer Kerbung 37 c bzw. 40 a versehen.
  • Der mit dem Feststeller für den beweglichen Teil der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung zusammenarbeitende Belichtungseinsteller, seine Antriebsvorrichtung und Einzelheiten der Zusammenarbeit zwischen Einsteller und Antriebsteil 7, 8 sind in den Figuren aus Gründen der übersichtlichkeit nicht dargestellt. Eine Auslösung des in Spannstellung befindlichen Einstellers könnte . beispielsweise mittels der Betätigungsklinke 18 der Antriebsscheibe 7 vor der Auslösung des Verschlusses erfolgen. Die hierbei erforderliche Verzögerung zwischen der Auslösung des Belichtungseinstellers und dem Beginn des Freigebens der Verschlußöffnung kann in an sich bekannter Weise mittels eines Verzögerungswerks an sich bekannter Art herbeigeführt sein. Die Zeitdauer der Verzögerung ist so gewählt, daß innerhalb derselben der von der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung steuerbare Belichtungseinsteller seinen maximalen Bewegungsweg zurücklegt.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Photographische Kamera mit selbsttätiger Belichtungseinstellung, bei welcher eine Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung angeordnet ist, deren beweglicher Teil in Abhängigkeit von der Betätigung eines Kameraauslösers in seiner jeweiligen Einstellage feststellbar ist und als Anschlag für einen mittels einer Antriebsvorrichtung bewegbaren Belichtungseinsteller dient, d a d u r c h g ek e n n z e i c h n e t, daß zum Betätigen des Feststellers für den beweglichen Teil der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung sowie zur Freigabe des Ablaufs des mit diesem zusammenarbeitenden Belichtungseinstellers und des Kameraverschlusses (2) ein eine eigene Antriebskraft besitzender und in Abhängigkeit vom Spannen des Kameraverschlusses in Spannstellung führbarer zweiter Antriebsteil (7, 8) angeordnet ist, welcher beim Betätigen des Kameraauslösers (5) zum Ablauf freigegeben wird.
  2. 2. Photographische Kamera nach Anspruch 1, bei welcher zwecks Berücksichtigung weiterer, die Belichtung beeinflussender Faktoren das Meßwerk der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückführung des Feststellers für den beweglichen Teil der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung beim Spannen des zweiten Antriebsteils (7, 8) erfolgt und daß eine mit den Einstellern (40) für die weiteren Belichtungsfaktoren zusammenarbeitende Sperre (37) angeordnet ist, welche durch den zweiten Antriebsteil derart steuerbar ist, d@aß die Einsteller mindestens vom Zeitpunkt der Wirksamkeit des Feststellsers auf den beweglichen Teil der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung an bis nach erfolgter Rückführung des Feststellers gesperrt sind.
  3. 3. Photographische Kamera nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der ausgelöste zweite Antriebsteil (7,8) in einer der Wirkstellung des Feststellers für den beweglichen Teil der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung zugeordneten Lage mittels einer Sperre (8 b, 33) bis zur Beendigung der Belichtung festhaltbar ist und daß der wieder freigegebene zweite Antriebsteil auf dem Rest seines Bewegungsweges den Feststeller in seine unwirksame Lage zurückstellt.
  4. 4. Photographische Kamera nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperre (8 b, 33) für den zweiten Antriebsteil (7, 8) mittels eines bewegbaren Teils (30) des Verschlußantriebsmechanismus nach erfolgter Belichtung lösbar ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 662 716; deutsche Patentanmeldung K 8498 IX/57a, (bekanntgemacht am 4. 10. 1951); Patentschrift Nr. 8433 des Amtes für Erfindungs-und Patentwesen in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands.
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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE8433C (de) * FISCHER & STIEHL in Essen a. d. Ruhr Verbesserungen an einer Wasserverdunstungs-Vorrichtung für Luftheizungen
DE662716C (de) * 1934-08-31 1938-07-20 Heinrich Blechner Photographische Kamera mit selbsttaetiger elektrischer Belichtungsregelung

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE8433C (de) * FISCHER & STIEHL in Essen a. d. Ruhr Verbesserungen an einer Wasserverdunstungs-Vorrichtung für Luftheizungen
DE662716C (de) * 1934-08-31 1938-07-20 Heinrich Blechner Photographische Kamera mit selbsttaetiger elektrischer Belichtungsregelung

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