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Photographische Kamera mit Belichtungseinsteller Die Erfindung bezieht
sich auf eine photographische Kamera mit einem Belichtungseinsteller, dessen jeweilige
Einstellage durch einen mittels einer Stellvorrichtung verstellbaren Anschlag bestimmt
wird, auf den der Einsteller bei seiner unter Wirkung einer Antriebsvorrichtung
erfolgenden Einstellbewegung mittels eines ihm zugeordneten Gegenanschlags auftrifft.
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Zu Kameras dieser Art gehören beispielsweise Kameras mit selbsttätiger
Belichtungseinstellung, bei denen zur Einsteilung oder Steuerung des verstellbaren
Anschlags für den Belichtungseinsteller der bewegliche Teil einer Beleuchtungsstärke-Meßeinrichtung
dient. Ferner sind zu dieser Gattung Kameras mit Vorwahl-Springblende oder mit Deckblende
zu rechnen.
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Zur Gewährleistung der richtigen Arbeitsweise ist es bei diesen Kameras
erforderlich, die Einstellbewegung des durch die Antriebsvorrichtung bewegbaren
Einstellers und die Auslösung des Kameraverschlusses derart aufeinander abzustimmen,
daß der Einsteller seine jeweilige Einstellage erreicht hat, bevor sich der Kamerav-.rschluß
zu öffnen beginnt. Zur Erreichung dieses Ziels dienen bei an sich bekannten oder
vorgeschlagenen Einrichtungen Verzögerungswerke, mittels welchen der Beginn des
Freigebens der Verschlußöffnung gegenüber der Betätigung des Kameraauslösers um
eine bestimmte Zeit verzögerbar ist. Diese Zeit ist so gewählt, daß innerhalb ihr
der Einsteller seinen maximalen Bewegungsweg unter der Voraussetzung, daß keine
besonderen Hemmnisse den Ablauf verzögern, zurücklegt.
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Die Verwendung von Verzögerungswerken erfordert indessen einen verhältnismäßig
großen, nicht in allen Fällen ohne weiteres zur Verfügung stehenden Einbauraum für
diese; außerdem sind die Herstellungskosten für diese Werke verhältnismäßig hoch.
Darüber hinaus ist die durch Verzögerungswerke bewirkte Synchronisation der Ablaufvorgänge
keine zwangläufige, so daß bei einer einmal auftretenden Stockung oder Verzögerung
im Ablauf des Einstellers der Fall eintreten kann. daß der Kameraverschluß ausgelöst
wird, bevor der Belichtungseinsteller seine durch den Gegenanschlag bestimmte Einstellage
erreicht hat.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Kamera der eingangs
bezeichneten Art die vorstehend genannten Nachteile zu vermeiden und eine Aufeinanderabstimmung
der Einstellbewegung des Belichtungseinstellers und der Auslösung des Kameraverschlusses
in optimal zuverlässiger Weise und unter Gewährleistung eines geringen Aufwands
an Raum und Bauteilen herbeizuführen. Eine Lösung dieser Aufgabe ist gemäß der Erfindung
dadurch erreicht, daß der verstellbare Anschlag auf einem bewegbaren Träger angeordnet
ist, der mit einem beweglichen Teil der Auslöseeinrichtung des Kameraverschlusses
verbunden ist und beim Auftreffen des dem Einsteller zugeordneten Gegenanschlags
auf den verstellbaren Anschlag von einer dem unbeeinfiußten Zustand des Anschlags
zugeordneten Ausgangslage gegen Federwirkung in eine durch einen weiteren, ortsfesten
Anschlag definierte Lage bewegt wird, und daß bei dieser Bewegung über die mit dem
Träger verbundene Auslöseeinrichtung die Auslösung des Kameraverschluses herbeigeführt
wird.
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Bei einer gemäß der Erfindung ausgebildeten Kamera kann somit die
Auslösung des Kameraverschlusses zwangläufig erst dann erfolgen, wenn der Belichtungseinsteller
seine jeweilige Einstellage erreicht hat. Hierdurch ist eine größtmögliche Funktionssicherheit
und Zuverlässigkeit in der Arbeitsweise der Kamera erreicht. Eine Aufeinanderabstimmung
der Einstellbewegung des Einstellers und der Auslösung des Kameraverschlusses ist
hierbei in unverwickelter, Raum und Bauteile sparender Weise durch Anordnung des
verstellbaren Anschlags für den Belichtungseinsteller an einem mit der Auslöseeinrichtung
des Kameraverschlusses verbundenen, bewegbaren Träger erreicht, wobei letzterer
beim Auftreffen des Einstellers bzw. des diesem zugeordneten Gegenanschlags auf
den verstellbaren Anschlag um eine Wegstrecke bewegt wird, die durch einen weiteren,
ortsfesten Anschlag begrenzt ist, und die so bemessen ist, daß hierbei die Auslösung
des Kameraverschlusses herbeigeführt wird. Damit bedarf es bei einer gemäß der Erfindung
ausgebildeten Einrichtung zur Erzielung der
genannten Aufeinanderabstimmung
keinerlei besonderer Synchronisierwerke, so daß ein in hohem Maße teilesparender
Aufbau der Kamera bzw. ihres Verschlusses erzielt ist. Darüber hinaus besitzt die
erfindungsgemäße Einrichtung den Vorteil einer langen Lebensdauer, die darin begründet
liegt, daß der Belichtungseinsteller bei seinem Auftreffen auf den verstellbaren
Anschlag nicht schlagartig abgestoppt, sondern innerhalb des Bewegungswegs des Trägers
für den verstellbaren Anschlag allmählich abgebremst wird.
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In weiterer Ausbildung der Erfindung kann der zut Zusammenarbeit mit
dem verstellbaren Anschlag dienende Gegenanschlag an einem gleichachsig zum Belichtungseinsteller
gelagerten Steuerteil angeordnet sein, welchem der Belichtungseinsteller unter Wirkung
einer Feder nachfolgt.
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Diese Ausbildung gewährleistet eine freizügige, den jeweils vorliegenden
Erfordernissen und Gegebenheiten in bestmöglicher Weise anpaßbare Anordnung des
Belichtungseinstellers und des ihm zugeordneten Gegenanschlags; sie ist insbesondere
von Bedeutung für Kameras mit auswechselbarem Objektiv, bei denen sich der Belichtungseinsteller,
in diesem Falle der Blendeneinsteller, am Wechselobjektiv befindet, während der
Gegenanschlag kamera- bzw. verschlußseitig angeordnet sein kann.
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Bei Kameras, welche die zuletzt genannte Ausbildung besitzen und bei
denen zwecks selbsttätiger Belichtungseinstellung die Stellung des beweglichen Meßwerkteils
eines Belichtungsmessers in Abhängigkeit von der Bewegung des Kameraauslösers abgetastet
und auf den verstellbaren Anschlag übertragen wird, läßt sich zusätzlich zur selbsttätigen
Belichtungseinstellung eine Einstellung der Belichtung von Hand auf unverwickelte
Weise dadurch erreichen, daß dem verstellbaren Anschlag ein von Hand betätigbarer,
auf Stellungen »Automatik« und »Nichtautomatik« einstellbarer Umsteller zugeordnet
ist, und daß in Abhängigkeit von der Einstellung des Umstellers in Stellung »Nichtautomatik«
der verstellbare Anschlag in eine dem größten Bewegungsweg des Steuerteils entsprechende
Lage bewegbar und ein anderer, vorzugsweise mit dem Umsteller verbundener Anschlag
für den Belichtungseinsteller in Wirkstellung führbar ist.
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Die Erfindung ist an Hand eines in perspektivischer, auseinandergezogener
Ansicht gezeichneten, eine photographische Kamera mit selbsttätiger Belichtungseinstellung
betreffenden Ausführungsbeispiels näher erläutert.
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In der Zeichnung ist mit 1 ein Ring bezeichnet, welcher zur Steuerung
oder Betätigung von Blendenlamelien 2 des Aufnahmeobjektivs der Kamera dient. Der
Ring 1 besitzt Steuerschlitze la, in welche die um ortsfeste Stifte 3 gelagerten
Blendenlamellen mittels an ihnen befestigter Stifte 4 eingreifen. Der Verlauf der
Steuerschlitze 1a ist hierbei derart, daß bei einer Bewegung des Blendeneinstellrings
von seiner in der Figur dargestellten Ausgangslage entgegen dem Uhrzeigersinn die
Lichtdurchlaßöffnung des Aufnahmeobjektivs mittels der Blendenlamellen sukzessiv
verkleinert wird. Die jeweilige Einstellage des Blendeneinstellrings und damit die
Größe der Blendenöfnung wird durch einen verstellbaren Anschlaghebel 5 bestimmt,
auf den der Einstellring 1 bei seiner unter Wirkung einer weiter unten näher beschriebenen
Antriebsvorrichtung erfolgenden, entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn verlaufenden Einstellbewegung
mittels eines ihm zugeordneten, als Stufenkurve 15a ausgebildeten Gegenanschlags
auftrifft.
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Gemäß der Erfindung ist nunmehr der verstellbare Anschlaghebel 5 auf
einem bewegbaren Träger ange-5 ordnet, der mit einem beweglichen Teil der Auslöseeinrichtung
des Kameraverschlusses verbunden ist und beim Auftreffen des dem Einstellring 1
zugeordneten Gegenanschlags 15a auf den verstellbaren Anschlaghebel 5 von einer
dem unbeeinflußten Zustand des Hebels zugeordneten Ausgangslage gegen Federwirkung
in eine durch einen weiteren, ortsfesten Anschlagteil 6 definierte Lage bewegt wird;
bei dieser Bewegung wird über die mit dem Träger verbundene Auslöseeinrichtung die
Auslösung des Kameraverschlusses herbeigeführt.
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Als Träger für den verstellbaren Anschlaghebel 5 dient ein Hebel 7,
der an einem ortsfesten Teil der Kamera oder des Kameraverschlusses um eine Achse
8 gelagert ist. Der Hebel 7 steht über Teile 9, 10 und 11 in Verbindung mit einem
die Hauptantriebsscheibe 12 des Kameraverschlusses in gespannter Stellung festhaltenden
Sperrhebel 13. Die gespannte Stellung der Hauptantriebsscheibe, in welcher diese
mittels eines an ihr ausgebildeten Vorsprungs 12a unter Wirkung ihrer Antriebsfeder
16 am Sperrhebel 13 anliegt, ist in der Figur dargestellt. Der.verr steilbare Anschlaghebel
5, der am Trägerhebel 7 um eine Achse 14 gelagert ist, nimmt bei in Sperrstellung
befindlichem Hebel 12 eine Lage ein, in welcher er von dem ortsfesten Anschlagteil
6 abgehoben ist.
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Das Lösen der durch den Hebel 13 bewirkten Festhaltung der
Antriebsseheibe 12 des Verschlusses erfolgt am Ende der Einstellbewegung des Blendeneinstellrings
1, und zwar durch Auftreffen einer der Stufen der Kurve 15 a auf den verstellbaren
Anschlaghebel 5. Bei diesem Auftreffen wird der Hebel 5 gegen die Wirkung einer
am Teil 10 angreifenden Feder 17 so weit bewegt, bis er am ortfesten Anschlagteil
6 anliegt. Die Bewegung des Hebels 5 wird über die Teile 7, 9, 10 und 11 auf den
Sperrhebel 12 übertragen und hat zur Folge, daß dieser Hebel aus dem Bereich des
Vorsprungs 12 a der Antriebsscheibe 12 herausgeschwenkt wird. Nach ihrer Freigabe
läuft letztere unter Wirkung der Antriebsfeder 16 entgegen dem Uhrzeigersinn
ab, wobei sie einen Verschlußblätterantrieb betätigt.
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Letzterer ist in an sich bekannter Weise aufgebaut und umfaßt einen
Antriebsring 18 für Verschlußblätter 19, von denen aus Gründen der 1Tbersichtlichkeit
nur eines gezeigt ist. Zur Verbindung des Rings 18 mit der Antriebscheibe 12 dient
eine Klinke 20, welche an der Scheibe 12 um eine Achse 21 gelagert ist. Mittels
eines Mauls 20a und unter der Wirkung einer Feder 22 steht die Klinke in an sich
bekannter Weise mit einem Stift 23 in Verbindung; der am Verschlußblätterantriebsring
18 befestigt ist. Auf diese Weise erhält der Verschlußblätterantriebsring bei dem
entgegen dem Uhrzeigersinn erfolgenden Ablauf der Antriebsscheibe 12 eine hin- und
hergehende Bewegung, wodurch die Verschlußblätter 19 zuerst geöffnet und nach Erreichen
einer Offenstellung wieder geschlossen werden. Die Verschlußblätter sind am Antriebsring
18 um Stifte 24 gelagert und außerdem in Schlitzen 19 a an ortsfesten Stiften 25
geführt.
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Zum Bewegen der Antriebsscheibe 12 in die in der Figur dargestellte
Spannstellung ist diese auf einer Spannwelle 26 befestigt, welche über eine Stift-Schlitz-Kupplung
27, 28 und eine weitere Welle 29
in an sich bekannter Weise mit
der aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellten Filmtransporteinrichtung
der Kamera verbunden ist.
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Die zur Zusammenarbeit mit dem verstellbaren Anschlaghebel 5 dienende
Stufenkurve 15a ist im Ausführungsbeispiel an einem gleichachsig zum Blendeneinstellring
1 angeordneten Steuerring 15 ausgebildet. Der Ring 15 besitzt hierbei einen Vorsprung
15b, an dem der Blendeneinstellring 1 mittels eines Arms 1 b und unter Wirkung
einer an ihm angreifenden Feder 270 anliegt. Diese Art der Verbindung gestattet
insbesondere eine freizügige Anordnung und weitere räumliche Trennung von Steuerring
und Biendeneinstellring, so daß beispielsweise bei Kameras mit auswechselbarem Objektiv
der Steuerring kamera- bzw. verschlußseitig angeordnet werden kann, während sich
der Blendeneinstellring in an sich bekannter Weise am Wechselobjektiv befindet.
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Mit dem Steuerring 15 arbeitet weiterhin die bereits erwähnte Antriebsvorrichtung
zusammen. Letztere ist im Ausführungsbeispiel als Zahnradgetriebe ausgebildet und
umfaßt unter anderem ein lose auf der Spannwelle 26 für die Antriebscheibe 12 des
Verschlusses gelagertes Zahnrad 280, an dem eine um die Spannwelle herumgelegte
Antriebsfeder 290 angreift. Das Zahnrad 280 steht über ein Ritzel 30 und ein an
diesem befestigten, weiteren Zahnrad 31 in Antriebsverbindung mit dem Steuerring
15.
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Das Spannen der Antriebsvorrichtung geschieht gemeinsam mit dem Spannen
der Antriebsscheibe 32 des Verschlusses mittels einer in Spannrichtung wirksamen
Mitnehmerklinke 32. Letztere ist an einem an der Spannwelle 26 befestigten Arm 33
um eine Achse 34 gelagert und wird durch eine Feder 350 im Uhrzeigersinn beeinfiußt.
Die Klinke 32 arbeitet mit einem Arm 280a des Zahnrads 280 zusammen und bewegt letzteres
sowie den mit ihm verbundenen Steuerring 15 und den Blendeneinstellring 1 beim Spannen
des Verschlusses in die in der Figur dargestellte Ausgangslage, in welcher die Blende
auf größte Öffnung eingestellt ist. Im gespannten Zustand wird die Antriebsvorrichtung
mittels des Sperrhebels 13 und der Klinke 32 in der aus der Figur ersichtlichen
Weise festgehalten.
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Die Auslösung der gespannten Antriebsvorrichtung 280, 290 erfolgt
in Abhängigkeit von der Betätigung des mit 35 bezeichneten Kameraauslösers, welcher
über Teile 36, 37, 38 und 39 mit einem um eine ortsfeste Achse 40 gelagerten, an
einem Stift 41 der Klinke 32 angreifenden Auslösehebel 42 verbunden ist. Beim Niederdrücken
des Auslösers 35 gegen die Wirkung einer Feder 43 werden die beiden Hebel 36 und
38, welche durch eine Welle 37 miteinander verbunden sind und von denen der erstgenannte
Hebel unter Wirkung einer Feder 44 am Auslöser 35 anliegt, entgegen dem Uhrzeigersinn
verschwenkt. Hierbei gelangt der Hebel 38 nach Zurücklegen eines Leerwegs »S« mittels
eines an ihm befestigten Stifts 45 zur Anlage am einen Arm 39a des um eine Achse
46 gelagerten Hebels 39 und bewegt letzteren gegen die Wirkung einer Feder 47, so
daß der andere Arm 39 b des Hebels 39 den Sperrhebel 42 gegen die Wirkung einer
Feder 48 verschwenkt und hierbei die Mitnehmerklinke 32 außer Eingriff mit dem Arm
280a der Antriebsscheibe 280 bewegt. Nach erfolgter Freigabe läuft die Antriebsvorrichtung
so weit ab, bis der mit ihr verbundene Steuerring 15 mittels seiner Stufenkurve
15 a auf den bewegbaren Anschlaghebel 5 auftrifft. Dieser Bewegung des Steuerrings
folgt der Blendeneinstellring 1 unter Wirkung seiner Feder 270 nach, wobei die Blende
auf den durch die Stellung des Anschlaghebels 5 bestimmten Wert geschlossen wird.
Beim Auftreffen der Stufenkurve 15 a auf den Hebel 5 wird letzterer in der
bereits beschriebenen Weise an den ortsfesten Anschlag 6 angelegt, wobei über die
Teile 9, 10 und 1?1 die Auslösung des Kameraverschlusses erfolg.
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Die Einstellung des verstellbaren Anschlaghebels 5 erfolgt bei der
im Ausführungsbeispiel gezeigten Kamera selbsttätig, und zwar dadurch, daß die Stellung
der Drehspule 480 eines Belichtungsmessers in Abhängigkeit von der Betätigung des
Kameraauslösers 35 abgetastet und auf den Anschlaghebel übertragen wird. Zu diesem
Zweck ist ein mit dem Anschlaghebel 5 in weiter unten näher beschriebener Weise
zusammenarbeitender Abtaster 49 angeordnet. Dieser steht unter der Wirkung einer
Feder 50, welche ihn in Anlage an einem Bund 35a des Auslösers 35 zu halten
sucht. Die Feder 50 wird von der den Auslöser 35 beeinflussenden Feder 43 überwunden,
so daß der Abtaster im unbeeinflußten Zustand des Auslösers die in der Figur dargestellte
Lage einnimmt. Zur Zusammenarbeit mit der vom Strom eines Photoelements 80 gespeisten
Drehspule 480 besitzt der Abtaster eine Stufeneinstellkurve 49 a mit welcher er
in Abhängigkeit von der Betätigung des Auslösers 35 unter Wirkung der Feder 50 zur
Anlage an einem mit der Drehspule verbundenen, sich gegen einen ortsfesten Teil
51 abstützenden Zeiger 52 kommt. Vor Durchführung der Abtastung wird der Zeiger
52 mittels einer an sich bekannten, aus Gründen der übersichtlichkeit nicht dargestellten
Klemmvorrichtung in seiner jeweiligen Stellung gesichert.
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Eine Verbindung des Abtasters 49 mit dem Anschlaghebel 5 ist über
die Teile 53, 54, 55, 56 und 57 herbeigeführt. Das eine Endglied dieser Verbindungskette,
nämlich der Hebel 53, liegt unter der Wirkung einer Feder 58 am Abtaster an. Als
Träger des Hebels dient die mit einer Stift-Schlitz-Kupplung 54 a,
59 versehene
Welle 54, 55, an deren freiem Ende der Hebel 56 befestigt ist. Dieser Hebel greift
mittels der an seinem einen Arm 56a angeordneten Stange 57 in einen Schlitz
5a des Anschlaghebels 5 ein. Im unbeeinflußten Zustand des Kameraauslösers
35 wird der Anschlaghebel 5 durch die am Hebel 53 angreifende Feder 58, welche von
der Feder 50 des Abtasters 49 überwunden wird, in der dargestellten Lage gehalten,
in welcher er sich in einer der kleinsten Blendenöffnung entsprechenden Lage befindet.
Von dieser Ausgangslage wird der Anschlaghebel 5 bei einer Betätigung des Kameraauslösers
unter Wirkung der Feder 50 des Abtasters 49 im Uhrzeigersinn so weit verstellt,
bis der Abtaster mit einer der Stufen seiner Kurve 49 a auf den Drehspulzeiger 52
auftrifft. Die Einstellbewegung des Anschlaghebels kann hierbei auf Grund des zwischen
den Teilen 38 und 39 bestehenden Leerwegs »S« keinen Einfluß auf die Festhaltung
der Antriebsvorrichtung für den Steuerring 15 ausüben.
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Um zusätzlich zu der vorstehend beschriebenen selbsttätigen Einstellung
der Blende auch eine Einstellung derselben von Hand, wie es beispielsweise für Blitzlichtaufnahmen
erforderlich ist, durchführen zu können, ist weiterhin ein von Hand betätigbarer,
auf Stellungen »Auto« (Automatik) und »MAN« (Nichtautomatik) einstellbarer Umstellring
61 angeordnet.
In Abhängigkeit von der Einstellung dieses Rings
in Stellung »MAN« wird eine Sperrvorrichtung in Wirkstellung gebracht, mittels welcher
der Anschlaghebel 5 in der dargestellten, der kleinsten Blendenöffnung zugeordneten
Ausgangslage gehalten wird. Die Sperrvorrichtung umfaßt einen Sperrhebel 62, welcher
mit dem bereits genannten, in der Verbindung zwischen Abtaster 49 und Anschlaghebel
5 angeordneten Hebel 56 zusammenarbeitet, und welcher über eine Welle 63 mit einem
Tasthebel 64 verbunden ist, der unter Wirkung einer Feder 65 an einer Steuerkurve
61 a des Umstellrings 61 anliegt. Ist hierbei der Umstellring, wie in der Figur
gezeigt, auf Stellung »Auto« eingestellt, so befindet sich der Sperrhebel 62 in
einer unwirksamen Lage, so daß für die Einstellung der Blende die Stellung des Anschlaghebels
5 maßgebend ist.
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Wird der Umstellring 61 dagegen zwecks nichtselbsttätiger Einstellung
der Blende auf Stellung »MAN« eingestellt, so gelangt der Sperrhebel 62 auf Grund
der Ausbildung der Steuerkurve 61a in die Bahn des Arms 56 b des Hebels 56,
wodurch der Anschlaghebel s bei einer Betätigung des Kameraauslösers 35 in seiner
der kleinsten Blendenöffnung entsprechenden Ausgangslage gehalten wird. Dies bedeutet,
daß der Steuerring 15 bis zum Auftreffen seiner Stufenkurve 15 a auf den Anschlaghebel
einen Bewegungsweg zurücklegen kann, dessen Größe dem Gesamtverstellbereich der
Blende entspricht.
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Die nichtselbsttätige Einstellung der Blende erfolgt mit Hilfe eines
am Umstellring 61 ausgebildeten Anschlags 61 b, welcher sich bei Einstellung
»MAN« im Bewegungsweg des am BlendeneinstelIring 1 ausgebildeten Arms 1 b befindet,
und auf den der Arm 1 b bei der unter Wirkung der Feder 270 erfolgenden Einstellbewegung
des Rings 1 auftrifft. Zur Einstellung der gewünschten Blendenöffnung dient hierbei
eine mit »MAN« gekennzeichnete ortsfeste Blendenskala 66, mit der eine am Umstellring
angeordnete Marke 660 zusammenarbeitet.
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Zwecks Einstellung verschiedener Belichtungszeiten besitzt der Kameraverschluß
weiterhin einen Belichtungszeiteinstellring 67, welcher mittels einer an ihm angeordneten
Marke 68 gegenüber einer ortsfesten Befichtungszeitskala 69 einstellbar ist. Der
Ring 67 trägt eine Steuerkurve 67 a, welche in an sich bekannter Weise zur Einstellung
eines aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellten Belichtungszeitenhemmwerks
dient. Zur Einstellung der Empfindlichkeit des verwendeten Films ist gleichachsig
zum Belichtungszeiteinstellring 67 ein weiterer Ring bzw. ein Ringstück 70 angeordnet,
der mit Hilfe einer an ihm angebrachten Filmempfindlichkeitsskala 71 gegenüber der
Marke 68 des Belichtungszeit-Einstellrings 67 einstellbar ist. Der Ring 70 ist mit
dem Belichtungszeiteinstellring 67 lösbar gekuppelt und gegenüber diesem in verschiedene,
durch die Marken der Skala 71 gekennzeichnete Relativlagen einstellbar. Hierzu trägt
der Ring 70 Rastausnehmungen 70a, in welche eine am Belichtungszeiteinstelhzng befestigte
Federzunge 72 eingreift. Zur Einstellung einer neuen Filmempfindlichkeit wird die
Federzunge 72 von Hand aus den Rastausnehmungen 70 a des Rings 70 herausgehoben
und sodann letzterer gegenüber dem Belichtungszeiteinstellring so weit verstellt,
bis der neue Filmempfindlichkeitswert an der Skala 71 der Marke 68 gegenüber steht.
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Eine Berücksichtigung der eingestellten Werte für Belichtungszeit
und Filmempfindlichkeit bei der selbsttätigen Einstellung der Blende ist in an sich
bekannter Weise dadurch erreicht, daß der Träger 73 für die Drehspule 480 in Abhängigkeit
von der Verstellbewegung der Ringe 67 und 70 drehbar ist, wodurch eine Änderung
in der relativen Lage der Drehspule 480 hervorgerufen wird. Die Verbindung zwischen
den Ringen 67, 70 und dem Träger 73 umfaßt unter anderem eine Zahnstange 74, mit
welcher einerseits ein am Träger 74 befestigtes Zahnrad 75 kämmt und welche andererseits
über ein Ritzel 76, ein Kupplungsstück 77, eine Welle 78 und ein Zahnrad 79 mit
dem Ring 70 verbunden ist.