DE1130506B - Installationsselbstschalter in Schraub- oder Sockelform - Google Patents
Installationsselbstschalter in Schraub- oder SockelformInfo
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Description
- Installationsselbstschalter in Schraub- oder Sockelform In der Schaltertechnik gehen die Bestrebungen dahin, möglichst leistungsfähige Schaltgeräte mit kleinen Abmessungen zu schaffen. Bei der Konstruktion solcher Schalter ist daher sowohl die Ausbildung und Anordnung der Lichtbogenkammer als auch die Ausbildung des Mechanismus und die Anordnung von Mechanismus, Kontakten, Spule und Lichtbogenkammer zueinander sehr wesentlich. Es sind die verschiedensten Ausführungen bekanntgeworden, die, mehr oder weniger günstige Lösungen darstellen. Von der Vielzahl der bekannten Schalter seien hier nur einige wenige erwähnt, auf die die vorliegende Erfindung aufbaut.
- Bei dieser Gruppe von Schaltern ist die Auslösespule und der Mechanismusraum in der Schaltermitte angeordnet und zwei Lichtbogenkammem befinden sich beidseitig von Mechanismusraum und Auslösespule. Die Lichtbogenkaminern erstrecken sich ganz oder fast ganz über die gesamte Schalterhöhe und sind voneinander vollständig getrennt. In jeder Lichtbogenkammer ist ein Kontaktpaar angeordnet. Jedem Kontaktpaar steht somit ein verhältnismäßig großer Lichtbogenraum zur Verfügung, so daß für die Lichtbogenlöschung besonders günstige Verhältnisse herrschen.
- Die bekannten Schalter dieser Art sind aber auch noch verhältnismäßig unvorteilhaft, weil der verwendete Schaltmechanismus infolge von aufwendigen Hebelübersetzungen viel zu kompliziert und daher auch entsprechend störanfällig ist. Hinzu kommt noch, daß wegen der unzweckmäßigen Spulenanordnung quer zur Schalterlängsachse die Schalterbauteile nicht gleichermaßen für Schraub- und Sockelautomaten Verwendung finden können.
- Es sind zwar schon Schalter bekannt, bei denen die Auslösespule im Schaltersockel untergebracht ist, so daß in dieser Hinsicht eine gute Raumausnutzung erreicht wird, jedoch ist hierbei auch die Ausbildung des Mechanismus zu kompliziert.
- Die Erfindung betrifft einen Installationsselbstschaler in Schraub- oder Sockelform, mit einer mittigen Anordnung von Schaltmechanismus und Auslösespule und seitlich davon befindlichen Lichtbogenkammern, bei dem sich der Schaltmechanismus oberhalb der im Sockel mit der Spulenachse in Schalterlängsrichtung angeordneten Auslösespule befindet und sie bezweckt, die hierbei auftretenden Nachteile zu vermeiden.
- Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der Schaltmechanismus im wesentlichen nur aus einem von einer Auslöseklinke arretierbaren Hebelsystem besteht, mit einem Schwenkhebel, an dem unmit elbar über eine etwa mittig angeordnete Achse ein Bedienungselement und ein Arretierhaken gelenkig angebracht sind und der einerseits mit der Auslöseklinke zusammenwirkt und andererseits über eine Schubstange eine schwenkbare Kontaktanordnung steuert und daß ein Tauchanker der Auslösespule als an sich bekannter Schlaganker unmittelbar auf die Auslöseklinke und nachfolgend auf die beweglichen Kontakte schlägt. Der Schwenkhebel greift über die Schubstange an einen Betätigungshebel für die beweglichen Kontakte an und ist mit Hilfe des Arretierhakens in der Einschaltstellung verrastbar. Der Arretierhaken ist an einem Gehäuseanschlag od. dgl. verrastbar und mit Hilfe eines Ansatzes am Schwenkarm bei der Schwenkbewegung des Arms aus der Verrastung ausrückbar. Zur thermischen Auslösung ist ein thermisches Auslöseglied vorgesehen, das auf die Auslöseklinke einwirkt.
- An Hand der Zeichnung sei die Erfindung am Beispiel eines Schraubselbstschalters näher erläutert. In Fig. 1 ist der Schalter teilweise geschnitten in Seitenansicht dargestellt, während Fig. la einen Querschnitt gemäß der Linie A-B nach Fig. 1 wiedergibt.
- Fig. 2 und 3 zeigen Schnitte gemäß der Linie C-D nach Fig. 1, während Fig. 2 a und 3 a Schnitte entsprechend der Linie E-F nach Fig. 1 a wiedergeben.
- Fig. 4 stellt ein Einzelteil des Schalters dar.
- Der Schalter besteht aus dem Gehäuse 1 (Fig. 1 und 1 a), das sich nach unten hin zu einem Schraubsockel 2 verjüngt und am Fuß des Schraubsockels einen Kontaktstift 3 besitzt. Das Schaltergehäuse ist von einem Deckel 4 abgedeckt, der zusammen mit dem Gehäuse und einem aus zwei Schalenhälften 5 bestehenden Einsatz Lichtbogenkammern 6 und 7 bildet. Jede Lichtbogenkammer ist durch eine Wand 8 bzw. 9 in zwei Teilräume unterteilt, von denen die inneren Teikäume eine Kontaktanordnung 10 bis 13 enthalten. Zwischen dem Einsatz befindet sich ein Raum 14, in dem der Schaltmechanismus untergebracht ist. Der Schaltmechanismus ist in Fig. 2 und 3 schematisch dargestellt. Er besteht aus einem Schwenkhebel 15, der an einem Bedienungsdruckknopf 16 schwenkbar angeordnet ist. An dem Drehpunkt 17 des Schwenkhebels ist auch ein Arretierhaken 18 gelenkig in bezug auf den Bedienungsdruckknopf und den Schwenkhebel angebracht. Die Achse 17 ist in Gehäuseführungen 30 (Fig. 4) verschiebbar. Unmittelbar in der Nähe des Drehpunkts besitzt der Schwenkhebel einen Ansatz 19, der bei Verschwenkung des Hebels auf den Arretierhaken 18 einwirkt. An dem einen Ende des Schwenkhebels ist eine Schubstange 20 angelenkt, die an einem Betätigungshebel 21, der um die Achse 22, die auch die beweglichen Kontakte 10, 11 trägt (Fig. 1, 1 a), schwenkbar ist, angreift. Das andere Ende des Schwenkhebels wirkt mit einer Auslöseklinke 23 zusammen, die um eine Achse 24 schwenkbar ist. Die Auslöseklinke besteht aus einem Winkelhebel, auf dessen langen Hebelarm auch ein thermisches Auslöseglied 25 einwirkt. Sie besitzt am Ende des langen Hebelarms eine Raststelle 26 für den Schwenkhebel. Der kurze Hebelarm, der etwa parallel zum Betätigungshebel 21, quer zur Schalterlängsachse angeordnet ist, befindet sich dicht oberhalb einer magnetischen Auslösespule 27, die einen Tauchanker 28 enthält, der mit dem kurzen Hebelarin, der Klinke 23 und dem Betätigungshebel 21 zusammenwirkt. Für die Auslöseklinke ist eine Justiereinrichtung vorgesehen, die der übersicht halber nicht dargestellt ist. Zu erwähnen ist noch ein Gehätiseansatz 29, der als Raststelle für den Arretierhaken 18 dient. Die Darstellungen nach Fig. 2 a und 3 a zeigen das eine Kontaktpaar, das aus dem um die Achse 22 schwenkbaren Kontakt 11 und dem ortsfesten Kontakt 12 besteht. In den Fig. 2, 2 a ist der Schalter in Öffnungsstellung unmittelbar nach dem Abschalten dargestellt, während die Fig. 3, 3 a den Schalter im geschlossenen Zustand zeigen. Der Einfachheit halber sind Rückholfedern u. dgl. nicht dargestellt.
- Der gesamte Schaltmechanismus befindet sich zwischen den beiden Schalenhälften.5 (Fig. 4) des Einsatzes, der nach Vormontage in das Schaltergehäuse eingesetzt wird.
- Im eingeschalteten Zustand (Fig. 3, 3 a) befindet sich der Schwenkhebel 15 mit seinem freien Ende an der Raststelle 26 der Auslöseklinke, und er ist mit dem Haken 18 an dem Ansatz 19 des Gehäuses arretiert. Die Kontakte 11, 12 bzw. 10, 13 sind geschlossen. Der Kontaktdruck wird dabei von den gefederten ortsfesten Kontakten erzeugt. Der Anker 28 befindet sich infolge der Wirkung einer nicht dargestellten Feder in seiner tiefsten Stellung. Bei Auf- treten eines Kurzschlusses wird die Spule 27 erregt, und der Anker wird angezogen (Fig. 2, 2a). Er i schlägt mit seinem oberen Ende gegen den kurzen Hebelarm der Auslöseklinke und schwenkt dadurch die Klinke um einen gewissen Winkel, so daß die Verrastung des Schwenkhebels aufgehoben wird. Der Schwenkhebel bewegt sich unter der Wirkung einer nicht dargestellten Aussehaltfeder um den Drehpunkt 17 und hebt dabei mit seinem Ansatz 19 den Haken 18 aus seiner Arretierung. Durch die Schubstange 20 wird der Betätigungshebel 21 für die Kontakte 10, 11 verschwenkt, so daß diese sich von den ortsfesten Gegenkontakten 12, 13 abheben. Unter Wirkung einer ebenfalls nicht dargestellen Rückholfeder geht der Druckknopf 16 aus seiner Stellung heraus und nimmt dabei den Schwenkhebel mit. Bei dieser Bewegung werden die beweglichen Kontakte noch weiter geöffnet. Die Kontaktöffnungsbewegung wird durch den Tauchanker 28 unterstützt, der nach Entklinkung über den kurzen Hebelarm der AuslösekUnke auf den Betätigungshebe121 schlägt und somit die Kontaktöffnung beschleunigt. Die Wiedereinschaltung erfolgt durch Niederdrücken des Druckknopfs, der dabei dbn Schwenkhebel nach unten fährt. Der Schwenkhebel legt sich auf die Raststelle der Auslöseklinke, die inzwischen durch eine nicht dargestellte Rückholfeder in die Lage nach Fig. 3 gebracht worden ist und führt gleichzeitig den Arretierhaken 18 an der seitlichen Kante des Ansatzes 29 herab. Der Haken verrastet wieder hinter dem Absatz, wenn die Kontakte des Schalters geschlossen sind. Die thennische Auslösung erfolgt, indem das thermische Auslöseglied 25 an dem Ende des langen Hebelarms der Auslöseklinke angreift.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Installationsselbstschalter in Schraub- oder Sockelform, mit einer mittigen Anordnung von Schaltmechanismus und Auslösespule und seitlich davon befindlichen Lichtbogenkammern, bei dem sich der Schaltmechanismus oberhalb der im Sockel mit der Spulenachse in Schalterlängsrichtung angeordneten Auslösespule, befindet, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltmechanismus im wesentlichen nur aus einem von einer Auslöseklinke arretierbarf,-n Hebelsystem besteht, mit einem Schwenkhebel (15), an dem unmittelbar über eine etwa mittig angeordnete Achse (17) ein Bedienungselement (16) und ein Arretierhaken (18) gelenkig angebracht sind und der einerseits mit der Auslöseklinke (23) zusammenwirkt und andererseits über eine Schubstange (20) eine schwenkbare Kontaktanordnung (10, 11) steuert und daß ein Tauchanker (28) der Auslösespule (27) als an sich bekannter Schlaganker unmittelbar auf die Auslöseklinke und nachfolgend auf die beweglichen Kontakte schlägt.
- 2. Installationsselbstschalter nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (17) in Gehäusenuten (30) geführt ist. 3. Installationsselbstschalter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkhebel (15) über die Schubstange (20) an einem Betätigungshebel (21) für die beweglichen Kontakte (10, 11) angreift und mit Hilfe des Arretierhakens (18) in der Einschaltstellung verrastet wird. 4. Installationsselbstschalter nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Arretierhaken (18) an einem Gehäuseanschlag (29) verrastbar ist und mit Hilfe eines Ansatzes (19) am Schwenkarrn bei Entklinkung durch Verschwenken des Schwenkarmes aus der Verrastung ausrückbar ist. 5. Installationsselbstschalter nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslöseklinke (23) aus einem ungleicharinigen Winkelhebel besteht, der mit seinem langen in Schalterlängsachse angeordneten Arm die Verklinkung für den Schwenkhebel bildet, Vährend der kurze Arm mit dem Anker (28) der Auslösespule (27) zusammenwirkt. 6. Installationsselbstschalter nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungshebel (21) für die beweglichen Kontakte (10, 11), der an der Achse (22) der beiderseits des Mechanismusraumes angebrachten Kontakte befestigt ist, parallel zum kurzen Hebelarin des Winkelhebels angeordnet ist und sich dicht oberhalb desselben befindet. 7. Installationsselbstschalter nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf den langen Hebelarm des Winkelhebels (23) auch ein thermisches Auslöseglied (25) einwirkt. 8. Installationsselbstschalter nach Ansprach 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Mechanismusraum aus zwei Schalenhälften (5) besteht, zwisehen die die Mechanismusteile lose eingelegt oder eingesteckt werden, so daß die so vormontierte Einheit in das mit den entsprechenden Aussparungen zur Halterung dieser Einheit versehene Schaltergehäuse eingesetzt wird. 9. Installationsselbstschalter nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltergehäuse aus einem Preßteil besteht, das mit dem Schalterdeckel und dem Schaleneinsatz Lichtbogenräume bildet, die gegen den Mechanismus-und Spulenraum vollständig abgedichtet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 937 835, 928 184, 923 926, 836 965, 825 574; deutsche Auslegeschriften Nr. 1057 211; B 31362 VIII b/21 c (bekanntgemacht am 21. 1. 1956); S 40969 VIII b/21 c (bekanntgemacht am 9. 5. 1956).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL34628A DE1130506B (de) | 1959-11-04 | 1959-11-04 | Installationsselbstschalter in Schraub- oder Sockelform |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEL34628A DE1130506B (de) | 1959-11-04 | 1959-11-04 | Installationsselbstschalter in Schraub- oder Sockelform |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1130506B true DE1130506B (de) | 1962-05-30 |
Family
ID=7266743
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEL34628A Pending DE1130506B (de) | 1959-11-04 | 1959-11-04 | Installationsselbstschalter in Schraub- oder Sockelform |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1130506B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1178501B (de) * | 1962-08-10 | 1964-09-24 | Stotz Kontakt Gmbh | Installationsselbstschalter mit thermischem und magnetischem Ausloeser |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE825574C (de) * | 1948-07-23 | 1951-12-20 | Elektrotechnische Spezialfabri | Installationsselbstschalter in Stoepselform |
| DE836965C (de) * | 1950-03-22 | 1952-04-17 | Elektrotechnische Spezialfabri | Selbstschalter, insbesondere in Stoepselform |
| DE923926C (de) * | 1938-07-13 | 1955-02-24 | Aeg | UEberstromschalter, insbesondere in Schraubstoepsel- und Elementform |
| DE937835C (de) * | 1952-01-31 | 1956-01-19 | Rudolf Bogenschuetz Ges Mit Be | Selbstschalter, insbesondere in Stoepselform |
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1959
- 1959-11-04 DE DEL34628A patent/DE1130506B/de active Pending
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