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DE1129451B - Verfahren zur Verbesserung der Anfaerbbarkeit von hitzebehandelten Polyvinylalkoholfaeden - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der Anfaerbbarkeit von hitzebehandelten Polyvinylalkoholfaeden

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Publication number
DE1129451B
DE1129451B DEK38192A DEK0038192A DE1129451B DE 1129451 B DE1129451 B DE 1129451B DE K38192 A DEK38192 A DE K38192A DE K0038192 A DEK0038192 A DE K0038192A DE 1129451 B DE1129451 B DE 1129451B
Authority
DE
Germany
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polyvinyl alcohol
treated
heat
threads
thread
Prior art date
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Pending
Application number
DEK38192A
Other languages
English (en)
Inventor
Yasuji Ohno
Kenichi Tanabe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kurashiki Rayon Co Ltd
Original Assignee
Kurashiki Rayon Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kurashiki Rayon Co Ltd filed Critical Kurashiki Rayon Co Ltd
Publication of DE1129451B publication Critical patent/DE1129451B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
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    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
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    • D01F6/02Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from homopolymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
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Description

DEUTSCHES
PATENTAMT
kl. 8 m 12
INTERNATIONALK KL.
D06p; m
K 38192 IVc/8m
ANMELDETAG: 13. JULI 1959
BEKANNTMACHUNG DER ANMELDUNG UNDAUSGABEDER
AUSLEGESCHRiET: 17. MAI 1962
Es ist bekannt, daß Fäden aus Hydroxylgruppen enthaltenden Polymerisaten, wie Polyvinylalkohol, oder aus hydrolysierten Mischpolymerisaten aus Vinylestern mit geringeren Mengen von polymerisierbaren Vinyl- oder Vinylidenverbindungen durch trockenes oder nasses Verspinnen aus ihren wäßrigen Lösungen hergestellt werden können. Diese Fäden zeichnen sich jedoch durch eine unzweckmäßige Empfindlichkeit gegenüber Wasser und besonders gegenüber heißem Wasser aus.
Zur Vermeidung dieser Nachteile werden die frisch gesponnenen Fäden gewöhnlich einer Hitzebehandlung bei einer Temperatur von 200 bis 250° C ausgesetzt und anschließend mit Formaldehyd acetalisiert.. Die Feuchterweichungstemperatur, d. h. die Temperatur, bei der die Fäden um 10% der ursprünglichen Länge schrumpfen, wenn sie 30 Minuten in Wasser eingetaucht werden, kann durch die Hitzebehandlung auf 60 bis 100°C erhöht werden. Wenn die Faser nach der Hitzebehandlung formalisiert wird, wird ihre Feuchterweichungstemperatur auf 100 bis 1300C erhöht, so daß sie selbst in 150° C heißem Wasser nicht gelöst wird. Die Wärmefestigkeit im feuchten Zustand der so behandelten Faser ist für praktische Zwecke ausreichend.
Andererseits haben die wärmebehandelten und formalisierten Polyvinylalkoholfäden eine nachteilige geringe Anfärbbarkeit. Da Polyvinylalkoholfäden keinen basischen Stickstoff enthalten, können sie mit den meisten sauren Farbstoffen und sauren Beizenfarbstoffen nicht gefärbt werden. Sie werden von einigen dieser Farbstoffe nur schwach angefärbt. NichtbehandeltePolyvinylalkoholfäden können nahezu die gleiche Anfärbbarkeit wie Cellulosefasern haben, weil sie Hydroxylgruppen enthalten, wobei jedoch nach der Hitzebehandlung die zugänglichen Hydroxylgruppen dieser Moleküle weniger werden, so daß die Affinität dieser Fäden zu direkten Farbstoffen geringer wird. Wenn ferner die hitzebehandelten Polyvinylalkoholfäden mit Formaldehyd acetalysiert werden, wird die Anfärbbarkeit gewöhnlich noch weiter verringert, weil die nach der Hitzebehandlung verbleibenden zugänglichen Hydroxylgruppen der PoIyvinylalkoholmoleküle durch den Formaldehyd praktisch blockiert werden. Das Farbstoffaufnahmevermögen der hitzebehandelten und anschließend formalisierten Polyvinylalkoholfäden beträgt daher bei der Verwendung direkter Farbstoffe gewöhnlich nur etwa 30 bis 80% des Farbstoffaufnahmevermögens von Baumwollfasern.
Wenn Polyvinylalkoholfäden direkt nach dem Verspinnen in wäßriger Lösung einer teilweisen Verfahren zur Verbesserung
der Anfärbbarkeit von hitzebehandelten
Polyvinylalkoholfäden
Anmelder:
Kurashiki Rayon Company Limited, Kurashiki (Japan)
Vertreter: Dr.-Ing. H. Ruschke,
Berlin-Grunewald, Auguste-Viktoria-Str. 65,
und Dipl.-Ing. K. Grentzenberg, München 27,
Patentanwälte
Beanspruchte Priorität: Japan vom 14. Juli 1958 (Nr. 19 741)
Yasuji Ohno und Kenichi Tanabe, Kurashiki (Japan), sind als Erfinder genannt worden
Formalisierung ohne eine dazwischenliegende Hitzebehandlung unterworfen werden, ist die Affinität zu direkten Farbstoffen gut. Dies ist auf die starke Erhöhung der zugänglichen Hydroxylgruppen durch das Quellen der Fasern während der Formalisierung zurückzuführen. Diese Wirkung überwiegt das Blockieren der zugänglichen Hydroxylgruppen durch die Formalisierung, so daß die Gesamtmenge der zugänglichen Hydroxylgruppen diejenige von Fasern beträchtlich überschreitet, die vor dem Formalisieren hitzebehandelt worden sind. Wenn die Formalisierung in zu hohem Maße durchgeführt wird, erniedrigt sich die Affinität zu direkten Farbstoffen, bis die Fäden nicht mehr gefärbt, sondern nur schwach angefärbt werden können.
Zwecks Verbesserung der färberischen Eigenschaften von Polyvinylalkoholfasern sind »Animalisierungs«- Verfahren entwickelt worden, bei denen z. B. durch Acetalisieren der Faser mit Aminoaldehyden, die eine primäre oder sekundäre Aminogruppe enthalten, basische Stickstoffgruppen in die Faser eingeführt werden. Ferner ist ein Mischspinnverfahren entwickelt worden, bei dem die Faser aus einer Spinnlösung gesponnen wird, die ein Gemisch aus teilweise amino-acetalisiertem Polyvinylalkohol und nichtbe-
209 580/390
handeltem Polyvinylalkohol enthält. Die gesponnene Faser wird dann hitzebehandelt und acetalisiert.
Die animalisierten Fasern die schwach basische Aminoreste enthalten, können dann nach üblichen Verfahren gefärbt werden, wobei sie jedoch in Gegenwart von Alkali die Affinität zu Farbstoffen, besonders zu direkten Farbstoffen, verlieren. Auch wenn die Fasern mit sauren Farbstoffen gefärbt worden sind, erfolgt bei einer Nachbehandlung mit Alkali eine Entfärbung.
Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zur Verbesserung der Anfärbbarkeit vorgeschlagen, bei welchem die animalisierten Fäden bei alkalischer Behandlung ihre Affinität zu Farbstoffen nicht verlieren, und zwar durch Acetalisieren der versponnenen Fäden mit einer Verbindung, die eine Aldehyd- und auch eine quaternäre Ammoniumgruppe enthält.
Es ist bekannt, daß sich quaternäre Ammoniumsalze in ihrem chemischen Verhalten sehr wesentlich von den Aminsalzen unterscheiden. Wenn die Salze von Aminen mit starken Basen, wie Natriumhydroxyd, behandelt werden, werden sie unter Bildung der freien Amine gespalten. Die quaternären Ammoniumsalze reagieren jedoch nicht mit starken Alkalien, wie Kaliumhydroxyd, in wäßriger Lösung. Dies ist auf die vollständige Dissoziation von quaternärenAmmoniumhydroxyd in Ionen, und zwar in = N+ und -OH", in wäßriger Lösung zurückzuführen, so daß es in Wasser die gleiche Basenstärke wie Natrium- oder Kaliumhydroxyd hat.
Wenn daher eine Faser mit einem schwach basischen Aminoaldehyd acetalisiert wird, kann das aus dieser schwachen Base mit dem sauren Farbstoff gebildete Aminsalz durch Alkalien gespalten werden, wohingegen bei der Acetalisierung der Faser mit der quaternären Ammoniumverbindung das stark basische quaternäre Ammoniumsalz mit dem sauren Farbstoff eine Einheit bildet, die von den Alkalien nicht angegriffen wird. Da die quaternäre Ammoniumverbindung ferner die basische Eigenschaft in Gegenwart von Alkali behält, verlieren Fasern, die quaternäre Ammoniumionen enthalten, auch in Gegenwart von Alkali nicht ihre Affinität zu direkten Farbstoffen. Zum Einführen der quaternären Ammoniumgruppe amin, substituierten Hydrazinen und Semicarbaziden, zu verwenden, die leicht in dem Aldehyd gespalten werden können.
X ist ein Anion, ζ. B. ein Hydroxyl-, Bromid-, Chlorid-, Jodid-, Methylsulfat- oder Sulfation.
Verbindungen, die die folgenden kationischen Gruppen enthalten, sind erläuternde Beispiele für Verbindungen, die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren erfolgreich verwendet werden können: (Formylmethyl)-trimethylammonium (FormylmethylJ-cyclohexyldimethylammonium (Formylmethyl)-diäthylmethylammonium (Formylmethyl)-dibutylmethylammonium (Formylmethyl)-dipropylmethylamnionium (Formylmethyl)-äthyldimethylammonium (Formylmethyl)-benzyldimethylammonium (Formylmethyl)-methylpiperidinium (2-Formyläthyl)-trimethylammonium (2-Formyläthyl)-cyclohexyldimethylammonium (2-Formyläthyl)-diäthylmethylammonium (2-Formyläthyl)-dibutylmethylammonium (2-Formyläthyl)-äthyldimethykmmonium (2-Formyläthyl)-benzyldimethylammonium (2-Formyläthyl)-methylpiperidinium (2-Formylpropyl)-trimethylammonium ^-Formylpropyl^-cyclohexyldimethylammonium (2-Formylpropyl)-benzyldimethylammonium (3-Formylpropyl)-trimethylammonium (w-Formyloctyl)-trimethylammonium 2-Formyl-l-methylpyridinium
3-Formyl-l-methylpyridinium
4-Formyl-l-methylpyridinium
(p-Formylphenyl)-trimethylammonium (o-Formylphenyl)-trimethylammonium Bis-(formylmethyl)-dimethylammonium Bis-(formylmethyl)-benzylmethylammonium Bis-(formylmethyl)-äthylmethylammonium Bis-(2-formyläthyl)-dimethylammonium Bis-(2-formyläthyl)-benzylmethylammonium (l,3-Diformylpropyl)-trimethylammonium Die Acetalisierung des Polyvinylalkoholfadens mit dem Aldehyd oder der Aldehydstammsubstanz, die eine quaternäre Ammoniumgruppe enthält, erfolgt
mit einem sauren Katalysator nach einem üblichen in den Polyvinylalkoholfaden werden quaternäre 45 Acetalisierungsverfahren. Der teilweisen Acetalisierung Ammoniumverbindungen der folgenden Formel ver- mit einem eine quaternäre Ammoniumgruppe ent
wendet :
Ri
RzA
R3/
A1
Ri
und
^N+X"
In diesen Formeln sind R1, R2 und R3 Alkyl-, Aralkyl- oder Cycloalkylreste oder Alkylengruppen, die zusammen mit dem Stickstoffatom einen Teil eines heterocyclischen Ringes, z. B. eines Pyridin- oder Piperidinringes, bilden.
A1 und A2 sind organische Reste, die eine Aldehydgruppe enthalten. Dazu gehören auch Verbindungen, die zu Aldehyden in situ hydrolisiert werden können, d. h. Aldehydstammsubstanzen, wie Acetale und Halbacetale von Aldehyden. Die Aldehyde können vorzugsweise in Form ihrer Acetale verwendet werden, weil Acetale beständiger als freie Aldehyde sind. Es ist auch möglich, die Additionsprodukte von Aldehyden mit Verbindungen, wie Natriumbisulfit, Hydroxylhaltenden Aldehyd kann eine Acetalisierung mit einem anderen Aldehyd, wie Formaldehyd, folgen, der zum Acetalisieren gewöhnlich verwendet wird, wobei ein Produkt mit überlegenen Färbungseigenschaften und auch mit einer guten Hitzebeständigkeit in trockenem und feuchtem Zustand erhalten wird.
Die vorliegende Erfindung wird durch die folgenden Beispiele weiter erläutert, in denen — falls nicht anders angegeben — Teile Gewichtsteile sind und der Acetalisierungsgrad in Prozenten der acetalisierten Hydroxylgruppen, auf die Gesamtzahl der ursprünglichen Hydroxylgruppen bezogen, angegeben ist.
Beispiel 1
Ein Polyvinylalkoholfaden, der nach einem üblichen Spinnverfahren hergestellt worden war, wurde unter Zug bei einer Temperatur von 22O0C 3 Minuten lang hitzebehandelt. Der Faden wurde dann in einem Bad bei einer Temperatur von 70° C 1 Stunde lang behandelt, das aus einer wäßrigen Lösung von 1,5% (l-Methyl-S^-dimethoxypropyty-trimethylammonium-
jodid, 17% Schwefelsäure und 15% Natriumsulfat bestand. Der erhaltene Faden enthielt 0,2% Stickstoff. Er zeigte mit sauren Direktfarbstoffen eine überlegene Färbbarkeit. Wenn dieser Faden vor dem Färben mit einer 2%igen Ätznatronlösung vorbehandelt wird, wird kein merklicher Einfluß auf die Farbstoffaufnahmefähigkeit festgestellt. Wenn demgegenüber ein Polyvinylalkoholfaden, der mit einem schwach basischen Aminoaldehyd acetalisiert worden ist, vor dem Färben mit einer 2%igen Ätznatronlösung vorbehandelt wird, wird die Anfärbbarkeit mit sauren Direktfarbstoffen als Folge der Alkalibehandlung beträchtlich verringert.
Beispiel 2 X5
Ein nach einem üblichen Spinnverfahren hergestellter Polyvinylalkoholfaden wurde nach dem im Beispiel 1 beschriebenen Verfahren unter Zug bei einer Temperatur von 220° C 3 Minuten lang hitzebehandelt. Der Faden wurde dann in einem Bad behandelt, das aus einer wäßrigen Lösung von 2,3 % (3,3-Dimethoxypropyl)-cyclohexyldimethylammoniumsulfat bestand. Der dabei erhaltene Faden enthielt 0,21 % Stickstoff. Er zeigte überlegene Färbungseigenschaften für saure und direkte Farbstoffe. Wenn dieser Faden z. B. mit einem sauren Farbstoff gefärbt wurde, absorbierte er vollständig den Farbstoff in dem Farbstoffbad. Selbst wenn das gefärbte Material in eine wäßrige Lösung, die 2% Natriumcarbonat enthielt, getaucht wurde, blieb der größte Teil des Farbstoffs fest auf der Faser. Wenn demgegenüber der gleiche Polyvinylalkoholfaden mit einem schwach basischen Aminoaldehyd acetalisiert, mit dem gleichen Farbstoff gefärbt und dann in eine Lösung von 2% Natriumcarbonat getaucht wird, wird nahezu der gesamte Farbstoff ausgezogen.
Beispiel 3
Ein nach einem üblichen Naßspinnverfahren hergestellter Polyvinylalkoholfaden wurde in 10 mm lange Stücke zerschnitten, die dann 10 Minuten lang bei einer Temperatur von 210° C in Luft hitzebehandelt wurden. Der Faden wurde dann 2,5 Stunden bei 70° C in einem Bad behandelt, das aus einer wäßrigen Lösung von (2,2-Diäthoxyäthyl)-trimethylammoniumhydroxyd, 20% Schwefelsäure und 15% Natriumsulfat bestand. Der dabei erhaltene Faden enthielt 0,18% Stickstoff.
Dieser Faden wurde dann 1 Stunde in einem Bad auf 60°C erhitzt, das3 %Formaldehyd, 1,2% Schwefelsäure und 15% Natriumsulfat enthielt. Er war widerstandsfest gegen siedendes Wasser und hatte wie bereits in den Beispielen 1 und 2 beschrieben, auch ausgezeichnete Färbungseigenschaften und Färbfestigkeit.
Beispiel 4
Ein nach einem üblichen Spinnverfahren erhaltener Polyvinylalkoholfaden wurde, wie im Beispiel 1 beschrieben, 3 Minuten lang unter Zug bei einer Temperatur von 220°C in Luft hitzebehandelt. Der Faden wurde dann 2 Stunden bei 700C in einem Bad behandelt, das aus einer wäßrigen Lösung von 2% Bis-(3,3 - dimethoxypropyl) - dimethylammoniumchlorid, 20% Schwefelsäure und 15% Natriumsulfat bestand. Er enthielt dann 0,85 % Stickstoff und zeigte eine überlegene Hitzebeständigkeit im feuchten Zustand, hatte ausgezeichnete Färbungseigenschaften wie auch — wie bereits in den obenstehenden Beispielen angegeben — Farbfestigkeit gegen Alkali.
Beispiel 5
Ein nach einem üblichen Trockenspinnverfahren hergestellter Polyvinylalkoholfaden wurde in 1 Sekunde auf das 3,5fache der ursprünglichen Länge in Woodscher Legierung bei 2100C und dann nochmals in 1 Sekunde um die ursprüngliche Länge in Woodscher Legierung bei 2200C gestreckt. Er wurde dann 1 Stunde in einem Bad auf 6O0C erhitzt, das aus einer wäßrigen Lösung von 0,6 % (p-Formylphenyl)-trimethylammoniumjodid, 15% Schwefelsäure und 15% Natriumsulfat bestand. Er enthielt dann 0,45% Stickstoff.
Der Faden wurde dann in einem Bad 20 Minuten auf 6O0C erhitzt, das aus einer wäßrigen Lösung von 2% Schwefelsäure, 10 % Natriumsulfat und 2%Terephthalaldehyd bestand.
Er war nun gegen siedendes Wasser widerstandsfest und hatte ausgezeichnete Färbungseigenschaften. Wenn er in ein Färbebad aus einer wäßrigen Lösung eines sauren Farbstoffs und 10 % einer 28%igen Ammoniaklösung getaucht wurde, absorbierte die Faser den größten Teil des Farbstoffs. Wenn demgegenüber eine mit einem schwach basischen Aminoaldehyd acetalisierte Faser einer gleichen Behandlung unterworfen wurde, konnte keine Absorption des Farbstoffs beobachtet werden.

Claims (2)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Verbesserung der Anfärbbarkeit von hitzebehandelten Polyvinylalkoholfaden, dadurch gekennzeichnet, daß man diese mit einer wäßrigen Lösung, die einen sauren Katalysator und eine Verbindung der Formel
R. Λ
N+X"
oder
^N-1
Rs/
A1
enthält, behandelt, in welchen R1, R2 und R3 Alkyl-, Aralkyl-, oder Cycloalkylreste oder Alkylengruppen, die zusammen mit dem Stickstoffatom einen Teil eines heterocyclischen Ringes bilden, und A1 und A2 organische Reste bedeuten, die eine Aldehydgruppe oder eine Gruppe enthalten, die unter den vorliegenden Bedingungen eine Aldehydgruppe abspaltet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die gemäß Anspruch 1 teilweise acetalisierten Fäden anschließend mit einem Aldehyd ohne quaternäre Ammoniumgruppen weiter acetalisiert.
© 209 580/390 5.62
DEK38192A 1958-07-14 1959-07-13 Verfahren zur Verbesserung der Anfaerbbarkeit von hitzebehandelten Polyvinylalkoholfaeden Pending DE1129451B (de)

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