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DE1128457B - Steuersystem fuer Gleisbremsen in Verschiebebahnhoefen - Google Patents

Steuersystem fuer Gleisbremsen in Verschiebebahnhoefen

Info

Publication number
DE1128457B
DE1128457B DEG17083A DEG0017083A DE1128457B DE 1128457 B DE1128457 B DE 1128457B DE G17083 A DEG17083 A DE G17083A DE G0017083 A DEG0017083 A DE G0017083A DE 1128457 B DE1128457 B DE 1128457B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
brake
speed
group
track
running
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG17083A
Other languages
English (en)
Inventor
Ned C L Brown
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SPX Technologies Inc
Original Assignee
General Railway Signal Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by General Railway Signal Co filed Critical General Railway Signal Co
Publication of DE1128457B publication Critical patent/DE1128457B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L17/00Switching systems for classification yards

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

  • Steuersystem für Gleisbremsen in Verschiebebahnhöfen Die Erfindung bezieht sich auf ein Steuersystem für Gleisbremsen in Verschiebebahnhöfen, mit welchem die Bremskraft der Gleisbremsen entsprechend den Laufeigenschaften der ablaufenden Wagengruppen innerhalb eines zu durchlaufenden Gleisabschnittes vor der Gleisbremse eingestellt wird, unter Verwendung von Mitteln zum Messen der Geschwindigkeit der Wagengruppen beim Annähern an die Gleisbremsen.
  • Gleisbremsen werden hauptsächlich verwendet, um die Wagengeschwindigkeit in Ablaufanlagen von Verschiebebahnhöfen zu regulieren, in denen die Wagengruppen vom Ablaufberg unter Schwerkrafteinfluß den einzelnen Richtungsgleisen zurollen. Bei solchen Systemen muß der Ablaufberg so hoch sein, daß auch die schlechtestlaufenden und die leichtesten Wagen ausreichende Laufenergie zum Erreichen der entferntesten Stelle des betreffenden Richtungsgleises erhalten. Die Geschwindigkeit der Wagen schwankt infolge der Unterschiede in den Wagengewichten sowie in Abhängigkeit davon erheblich, ob die Wagen schwer oder leicht laufen bzw. dem Winddruck ausgesetzt sind u. dgl.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die in den Verschiebebahnhöfen ablaufenden Wagengruppen so zu bremsen, daß sie unter Berücksichtigung ihrer verschiedenen Laufeigenschaften das Laufziel im Richtungsgleis mit einer zum Kuppeln noch als zulässig angesehenen Geschwindigkeit erreichen.
  • Das Problem der Laufzielbremsung ist bereits bekann. Die Wagen müssen, um ihr Ziel mit einer zulässigen Geschwindigkeit zu erreichen, an einem bestimmten Punkt des Laufweges eine bestimmte Geschwindigkeit haben, die durch die Widerstände entlang dem Laufweg gegeben ist. Hierzu soll in bekannten Anordnungen an einer bestimmten Stelle vor der Gleisbremse die Änderung der Geschwindigkeit auf einer Meßstrecke bestimmt und dadurch der Widerstand errechnet werden, der den Lauf des Wagens auf dieser Strecke beeinflußt. Abgesehen vom Aufwand für die Recheneinrichtungen lassen sich hierbei die unterschiedlichen Laufeigenschaften der die Gleisbremse verlassenden Wagen nicht in der Weise erfassen, daß sie diese Gleisbremse zwangläufig mit einer Geschwindigkeit verlassen, die bis zum Erreichen des Laufzieles eingehalten werden kann.
  • Außerdem ist beispielsweise eine für Schienenfahrzeuge bestimmte Gleisbremse bekanntgeworden, die mittels einer geschwindigkeits- und einer gewichtsabhängigen Vorrichtung gesteuert wird. Die Wirkungsweise einer solchen Gleisbremse erschöpft sich hierbei darin, daß die Bremswirkung entsprechend der Einlaufgeschwindigkeit der Wagengruppe in die Bremsstrecke und entsprechend dem Gewicht der zu bremsenden Wagengruppe eingestellt werden kann.
  • Zur verbesserten Lösung der genannten Aufgabe ist erfindungsgemäß zum Bestimmen der Laufeigenschaften der ablaufenden Wagengruppen der Gleisabschnitt zwischen einer ersten Gleisbremse (Ablaufbergbremse) und einer zweiten Gleisbremse (Gruppeneeisbremse) vorgesehen, wobei die erste Gleisbremse so eingestellt wird, daß alle Wagengruppen mit etwa derselben Geschwindigkeit aus ihr auslaufen, während erst die zweiten Gleisbremsen in Abhängigkeit von den im Meßabschnitt zwischen dem Auslauf aus der ersten Gleisbremse und einem bestimmten Meßpunkt vor den zweiten Gleisbremsen ermittelten Laufeigenschaften jeder ablaufenden Wagengruppe steuerbar sind.
  • Die Erfindung gibt somit eine neue und besonders vorteilhafte Lösung für die Berücksichtigung der Laufeigenschaften der ablaufenden Wagen in der Weise an, daß die Laufeigenschaften jeder Wagengruppe
    a) in einem ganz bestimmten Abschnitt des Wagen-
    laufweges ermittelt und in die allein für die
    Laufzielbremsung erforderliche Gruppengleis-
    bremse eingegeben werden sowie
    b) in Form einer eingestellten und einer vor dem
    Einlaufen in die Gruppengleisbremse zu messen-
    den Geschwindigkeit besonders einfach ermittel-
    bar sind.
    Bei der Erfindung wird also von der an sich bekannten Anordnung zweier hintereinander zu durchfahrender Gleisbremsen, nämlich einer Ablaufberg-und jeweils einer Gruppengleisbremse, Gebrauch gemacht. Die Ablaufbergbremse befindet sich im Ablaufgleis des Ablaufbergs, während die Gruppengleisbremsen in den mehreren im Weichenbereich liegenden Verzweigungsgleisen, die zu den Richtungsgleisen führen, angeordnet sind.
  • Zum Feststellen der Laufeigenschaften jeder ablaufenden Wagengruppe wird nach einem weiteren Merkmal der Erfindung das Meßergebnis der Geschwindigkeit an dem festgelegten Meßpunkt vor jeder der Gruppengleisbremsen bei für alle Wagengruppen gleichbleibender Auslaufgeschwindigkeit aus der ersten Gleisbremse verwendet.
  • Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal werden die Gruppengleishremsen in der Weise gesteuert, daß jede ablaufende Wagengruppe mit einer von ihren ermittelten Laufeigenschaften abhängigen Geschwindigkeit aus der betreffenden Gruppengleisbremse ausläuft, wobei diese Auslaufgeschwindigkeit durch einen Vergleich einer vorbestimmten Bezugsgeschwindigkeit mit der beim Zulaufen zur Gruppengleisbremse gemessenen Geschwindigkeit bestimmt ist.
  • Ist diejenige Geschwindigkeit, bei welcher die Wagengruppen die Ablaufbergbremse verlassen haben, und diejenige Geschwindigkeit bekannt, bei welcher die Wagengruppen die Gruppengleisbremsen erreichen, so ergibt sich daraus für jede Wagengruppe, ob sie einen geringen oder einen höheren Rollwiderstand hat. Nach diesen so ermittelten Laufeigenschaften bestimmt sich die betreffende gewünschte Ausgangsgeschwindigkeit für die jeweils die Gruppengleisbrenisen verlassende Wagengruppe, so daß diese ihr Laufziel mit der zum Kuppeln erforderlichen Geschwindigkeit erreichen kann.
  • Zur Auswahl eines von mehreren Werten der vorbestimmten Bezugsgeschwindigkeit wird gemäß einer Weiterbildung der Erfindung das Meßergebnis über die Laufeigenschaften derbetrefffendenWagengruppe, gemessen durch die Geschwindigkeitsdifferenz von Auslaufgeschwindigkeit aus der Ablaufbergbremse und Geschwindigkeit am Meßpunkt vor der betreffenden Gruppengleisbremse, verwendet.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung besteht die Geschwindigkeitseinrichtung am Meßpunkt vor jeder Gruppengleisbremse aus einem Meßgerät für die Laufzeitdifferenz ausgestrahlter und reflektierter elektrischer Wellenzüge.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung sei nachfolgend an Hand der Zeichnungen beschrieben, in welchen gleichwirkende Einzelteile im allgemeinen mit gleichen bzw. sinngemäß gleichen Bezugszeichen versehen sind. Es zeigt Fig. 1 einen Gleisplan einer Ablaufanlage, für welche die Erfindung angewendet werden kann, Fig. 2 eine Schaltung zum Steuern einer gewichtsautomatischen Ablaufbergbremse und Fig. 3 eine Schaltung zum Steuern einer ebenfalls gewichtsautomatischen Gruppengleisbremse.
  • Die dargestellte und beschriebene Ausgestaltung der einzelnen Schaltungsteile dient nur zur Erläuterung des Erfindungsgegenstandes, ist aber selbst nicht Gegenstand der Erfindung. Zwecks vereinfachter Darstellung sind die einzelnen Gleisplan- und Schaltungsteile schematisch wiedergegeben. Die Symbole (-I-) und (-) geben positive und negative Anschlüsse einer Gleichspannungsquelle an; das Symbol (B+) gibt den positiven Anscbluß einer Hochspannungsquelle zum Betrieb von Radareinrichtungen an, wobei der negative Anschluß dieser Spannungsquelle geerdet sein soll.
  • Der vereinfachte angegebene Gleisplan nach Fig:1, für welchen das System gemäß der Erfindung betrachtet wird, hat zwölf Richtungsgleise G 1 bis G 12, denen die Wagengruppen von einem Ablaufberg her zulaufen. Die Weichen 2 TS bis 12 TS, die von den Weichenantrieben 2SM bis 12SM umgestellt werden und in vier Weichenstaffeln (Weiche 8 TS; Weichen 3 TS und 12 TS; Weichen 5 TS und 10 TS; Weichen 2TS, 4TS, 6TS, 7TS, 9TS und 11TS) angeordnet sind, verbinden den Ablaufberg mit den Richtungsgleisen. Im Ablaufberggleis unterhalb des Ablaufberges ist die Ablaufbergbremse 1 angeordnet; sechs weitere Gleisbremsen sind als Gruppengleisbremsen 2 bis 7 vor der letzten Weichenstaffel angeordnet. Natürlich kann eine gleichartige Anordnung von Gleisen, Weichen und Gleisbremsen auch für Ablaufanlagen mit einer größeren Anzahl von Gleisen vorgesehen werden.
  • Als Gleisbremsen sind für die folgende Erläuterung der Erfindung solche der gewichtsautomatischen, elektrisch angetriebenen Bauart angenommen, bei welcher die durch Bremsbalken übertragene Bremskraft sich gemäß dem Gewicht der an den Gleisbremsen befindlichen Wagen selbsttätig einstellt. Die Gleisbremsen können dabei entweder direkt oder indirekt angetrieben sein. Am Auslauf jeder der Gleisbremsen ist bei den dargestellten Anordnungen (Fig. 2 und 3) eine Richtantenne DA bzw. DA 1 vorgesehen, welche mit einem an sich bekannten Meßgerät für die Laufzeitdifferenz ausgestrahlter und reflektierter elektrischer Wellenzüge (z. B. Doppler-Radar) verbunden ist.
  • Für jedes Doppler-Radargerät sind zum Anzeigen unterschiedlicher Geschwindigkeiten für das Steuern der Gleisbremsen geschwindigkeitsanzeigende Relais S-5, S-8, S-12 und S-14 vorgesehen, die in an sich bekannter Weise über ein elektronisches Hochpaßfilter 5MPH, 8MPFI, 12MPH bzw. 14MPH gesteuert werden. Jedes der Geschwindigkeitsrelais zieht also an, sobald die gemessene Wagengeschwindigkeit einen dem betreffenden Relais durch das entsprechende Hochpaßfilter zugeordneten Geschwindigkeitswert übersteigt.
  • Mit jedem Radargerät arbeitet ein Ausgangsrelais XR bzw. XR 1 zusammen, das anzieht, wenn sich ein Wagen bis auf etwa 3 m der Richtantenne DA bzw. DA 1 genähert hat. Die Ausgangsrelais werden in an sich bekannter Weise durch eine geeignete Steuerschaltung der Meßeinrichtung gesteuert. Jedem Ausgangsrelais ist ein mit ihm zusammenwirkendes, verzögert ansprechendes Wiederholungsrelais XP bzw. KP 1 zugeordnet. Mit jedem Radargerät arbeitet ferner ein Kontrollrelais CK bzw. CK 1 zusammen, welches die Anwesenheit einer mit irgendeiner Geschwindigkeit auf die betreffende Gleisbremse zurollenden Wagengruppe anzeigt.
  • Die Gleisbremsen sind normalerweise geschlossen; die Schaltungen gemäß Fig. 2 und 3 sind in dieser Grundstellung der Anlage ohne Vorhandensein einer Wagengruppe im Gleisplan nach Fig. 1 dargestellt.
  • Für das Verhalten von Wagengruppen zu der Ablaufanlage seien drei Fälle unterschieden. Bei einer bestimmten Höhe des Ablaufberges wird eine ablaufende Wagengruppe mit relativ geringem Rollwiderstand ihre Geschwindigkeit zwischen dem Verlassen der Ablaufbergbremse und dem Erreichen der Gruppengleisbremse wesentlich erhöhen; eine ablaufende Wagengruppe von mittlerem Rollwiderstand wird ihre Geschwindigkeit beibehalten oder nur ein wenig erhöhen; eine Wagengruppe mit hohem Rollwiderstand wird die Gruppengleisbremse mit einer geringeren Geschwindigkeit als beim Verlassen der Ablaufbergbremse erreichen. Entsprechend diesem unterschiedlichen Verhalten eines Wagens lassen sich verschiedene Auslaufgeschwindigkeiten für die Gruppengleisbremsen vorwählen. Für eine Wagengruppe mit niedrigem Rollwiderstand sei eine Auslaufgeschwindigkeit aus der Gruppengleisbremse zu etwa 8 km/h gewählt; eine Wagengruppe mit mittlerem Rollwiderstand soll mit etwa 13 km/h aus der Gruppengleisbremse auslaufen; für Wagengruppen mit hohem Rollwiderstand sei ein freier Auslauf ohne Bremsung in der Gruppengleisbremse gewählt. Diese Auslaufgeschwindigkeiten sind willkürlich festgelegt; die Meßgeräte können auch auf andere Geschwindigkeiten eingestellt werden, gegebenenfalls auch abhängig von Temperatur-und Windveränderungen u. dgl.
  • Schaltungen zum Steuern der Ablaufberg- und Gruppengleisbremsen sind in Fig. 2 und 3 dargestellt, und zwar für die Ablaufbergbremse 1 und die Gruppengleisbremse 2 nach Fig. 1.
  • Damit die Geschwindigkeitsmeßgerätc nur dann arbeiten, wenn eine Wagengruppe der betreffenden Gleisbremse zuläuft, ist vor der Ablaufbergbremse 1 (Fig. 2) ein kurzer isolierter Gleisabschnitt 1AT und vor der Gruppengleisbremse 2 (Fig. 3) ein isolierter Gleisabschnitt 2AT vorgesehen. Entsprechend sind gemäß Fig. 1 auch vor den übrigen Gruppengleisbremsen 3 bis 7 isolierte Gleisabschnitte 3 AT bis 7A7' vorgesehen. Wird einer dieser Gleisabschnitte besetzt, so spricht je nach Art der Schaltung das zugehörige Gleisrelais 1 ATR bis 7ATR an oder fällt ab.
  • Die Geschwindigkeit der der Ablaufbergbremse 2 zulaufenden Wagengruppe wird mittels der Richtantenne DA und des Doppler-Radargerätes gemessen. Beim Besetzen des Gleisabschnitts 1AT wird dessen Gleisrelais lATR eingeschaltet, welches das Kontrollrelais CK über den Arbeitskontakt 201 des Relais lATR, den mit dem Arbeitskontakt 203 des Relais XR parallel geschalteten Ruhekontakt 202 des Relais XP und die elektronische Steuereinrichtung des Geschwindigkeitsmeßgeräts einschaltet; das Relais CK hält sich über seinem Arbeitskontakt 204.
  • Erreicht die Wagengruppe die Ablaufbergbremse mit einer Geschwindigkeit, welche über der gewünschten Auslaufgeschwindigkeit aus dieser Bremse (die z. B. etwa 19 km/h betragen soll) liegt, so wird sie auf diese gewünschte Geschwindigkeit abgebremst. Die gemessene höhere Zulaufgeschwindigkeit hat das Ansprechen des Geschwindigkeitsrelais S-12 über das Hochpaßfilter 12MPH bewirkt, so daß die Gleisbremse über den umgelegten Kontakt 205 und die geschlossenen Kontakte 215 und 216 der Relais S-12, CK und lATR sowie die Steuerleitung RET ge- schlossen wurde. Ist die Wagengruppe auf die gewünschte Auslaufgeschwindigkeit von etwa 19 km/h abgebremst, so fällt das Relais S-12 wieder ab, und die Gleisbremse wird über die Kontakte 205 und 206 der Relais S-12 und CK sowie die Löseleitung REL wieder geöffnet. Mittels nicht dargestellter Handsteuerhebel können verschiedene Auslaufgeschwindigkeiten zum Lösen der Ablaufbergbremse eingestellt und diese Gleisbremse auch von Hand geschlossen oder geöffnet werden.
  • Ist die Ablaufbergbremse geöffnet worden, nachdem die letzte Achse der Wagengruppe den Gleisabschnitt lAT freigegeben hat, so bleibt die Gleisbremse weiter geöffnet. Ist sie dagegen schon geöffnet worden, während die Wagengruppe den Gleisabschnitt lAT noch besetzt hielt, so wird durch eine Geschwindigkeitssteigerung das Relais S-12 nochmals eingeschaltet und die Gleisbremse wieder geschlossen.
  • Hat die Wagengruppe sich bis auf etwa 3 m der Richtantenne DA genähert, so wird, wie bereits beschrieben, .das Relais XR eingeschaltet, welches mit seinem Kontakt 224 das Relais XP einschaltet. Dieses öffnet einen Ruhekontakt 202; der Haltestromkreis für das Relais CK bleibt jedoch über dem Kontakt 203 des Relais XR bestehen. Erst nachdem beim Weiterlauf der Wagengruppe auch das Relais XR wieder abfällt, wird der Kontakt 203 geöffnet, und das Kontrollrelais CK fällt ab. Dadurch wird der Ruhekontakt 200 geschlossen, der die Leitung RET an Spannung legt und das Schließen der Gleisbremse einleitet, so daß deren Ausgangsstellung wieder erreicht ist.
  • Auf diese Weise laufen alle Wagengruppen mit einer vorbestimmten Geschwindigkeit von z. B. etwa 19 km/h aus der Ablaufbergbremse aus. Je nach ihren Laufeigenschaften wird sich diese Geschwindigkeit auf dem Weg zur Gruppengleisbremse erhöhen, sie wird gleichbleiben oder sich vermindern. Davon abhängig soll die Gruppengleisbremse erfindungsgemäß gesteuert werden.
  • Beim Herannahen der Wagengruppe an die Gruppengleisbremse prüft das dieser zugeordnete Doppler-Radargerät mittels seiner Richtantenne DA 1. (Fig. 3) die Geschwindigkeit der Wagengruppe und stellt danach die Geschwindigkeitsrelais S-5, S-8, S-12 und S-14 ein. Besitzt die Wagengruppe einen relativ niedrigen Rollwiderstand, so hat sich ihre Geschwindigkeit z. B. auf etwa 23 km/h erhöht; dabei wurde die Grenzfrequenz sämtlicher elektronischen Hochpaßfilter 5 MPH, 8 MP H, 12 MPH und 14 MPH überschritten, so daß sämtliche Geschwindigkeitsrelais erregt werden. Bei einer Wagengruppe mit mittlerem Rollwiderstand wird ihre Geschwindigkeit beim Herannahen an die Gruppengleisbremse 2 z. B. zwischen 19 und 23 km/h betragen, so daß das Relais S-14 nicht mehr erregt wird. Besitzt die Wagengruppe einen hohen Rollwiderstand, so wird ihre Geschwindigkeit unterhalb von 19 km/h liegen, so daß nur noch die Relais S-5 und S-8, aber weder das Relais S-12 noch das Relais S-14 erregt werden wird.
  • Besetzt die Wagengruppe den Gleisabschnitt 2AT, so spricht das Relais 2ATR an und schließt seinen Kontakt 225 (Fig. 3); über diesen und den Ruhekontakt 226 des Relais XP 1 wird das Kontrollrelais CK eingeschaltet; es hält sich übbr seinem Kontakt 228.
  • Überschreitet die Geschwindigkeit der Wagengruppe beim Einlaufen in die Gruppengleisbremse z. B. 23 kmfh, so werden, wie beschrieben, beide Relais S-12 und S-14 eingeschaltet; sie halten sich, solange das Relais CK1 eingeschaltet ist und seine Kontakte 232, 234 und 235 geschlossen hält, über den Kontakten 231 und 233. Eine Wagengruppe, die -mit höherer Geschwindigkeit in die Gruppengleisbremse einläuft, wird dort wegen der eintretenden Bremsung nicht weiter beschleunigt werden, so daß, nachdem die Wagengruppe in die Gleisbremse eingelaufen ist, keine Veränderung im Schaltzustand der Relais S-12 und S-14 eintritt. Hat eine: Wagengruppe einen hohen Rollwiderstand, so daß sie nur mit einer Geschwindigkeit von etwa 19 kmlh (der Auslaufgeschwindigkeit aus der Ablaufbergbremse) oder mit noch geringerer Geschwindigkeit in die Gruppengleisbremse einläuft, so wird sie sich ebenfalls nicht mehr beschleunigen, obwohl die Gruppengleisbremse nicht geschlossen ist und keine Bremsung stattfindet.
  • Es seien nun für Wagengruppen mit verschiedenen Rollwiderständen die einzelnen Auslösestromkreise der Gruppengleisbremse erläutert, mit denen je nach den gemessenen Einlaufgeschwindigkeiten in die Gruppengleisbremse 2 bei bestimmter Auslaufgegeschwindigkeit aus der Ablaufbergbremse 1 die Auslöseleitung REL der Gleisbremse 2 an Spannung gelegt wird.
  • Läuft eine Wagengruppe mit niedrigem Rollwiderstand und entsprechend erhöhter Geschwindigkeit in die in Fig. 3 dargestellte Gruppengleisbremse 2 ein, so sind alle Relais S-5, S-8, S-12 und S-14 eingeschaltet. Die Auslaufgeschwindigkeit für eine solche Wagengruppe aus der Gruppengleisbremse 2 ist wegen ihrer guten Rolleigenschaften relativ niedrig, z. B. mit etwa 8 kniA festgelegt; das bedeutet, daß die Gleisbremse geschlossen bleiben muß, bis entsprechend dem Geschwindigkeitsmeßergebnis das Geschwindigkeitsrelais S-5 abfällt. Bis dahin wird die Bremssteuerleitung RET über die Arbeitskontakte 235 des Relais CK 1, 236 des Relais S-12, 237 des Relais S-14 und 238 des Relais S-5 sowie einen Arbeitskontakt des Relais 2ATR an Spannung gelegt. Fällt das Relais S-5 ab, so legt dessen Kontakt 238 um und legt die Auslöseleitung REL an Spannung, so daß die Gleisbremse geöffnet wird.
  • Für eine Wagengruppe mit mittlerem Rollwiderstand sei die Auslaufgeschwindigkeit höher, z. B. mit 13 km/h, festgelegt; dazu bleibt die Gleisbremse geschlossen, bis das Relais S-8 abfällt. Erfolgt das, hat also die Wagengruppe die erforderliche Auslaufgeschwindigkeit erreicht, so wird die Löseleitung REL über die Arbeitskontakte 235 des Relais CK 1 und 236 des Relais S-12 den Ruhekontakt 237 des nicht eingeschalteten Relais S-14 und den Ruhekontakt 239 des abgefallenen Relais S-8 an Spannung gelegt und damit die Gleisbremse 2 gelöst.
  • Bei Wagengruppen mit hohem Rollwiderstand und entsprechend niedriger Einlaufgeschwindigkeit bleiben beide Relais S-12 und S-14 abgefallen, so daß die Löseleitung REL von vornherein beim Einschalten des Kontrollrelais CK1 über dessen Arbeitskontakt 235 und den Ruhekontakt 236 des Relais S-12 an Spannung gelegt und die Gleisbremse 2 sofort geöffnet wird.
  • Beschleunigt sich eine Wagengruppe in der geöffneten Gruppengleisbremse nicht wesentlich, so bleibt die Gruppengleisbremse weiterhin offen, solange die Relais S-5 oder S-8, die die Regelgeschwindigkeit bestimmen, nicht erneut durch die Geschwindigkeitsmeßeinrichtung eingeschaltet werden. Erreicht eine Wagengruppe mit geringem Rollwiderstand wieder eine höhere Geschwindigkeit, nachdem die Gruppengleisbremse geöffnet ist und die letzte Achse der Wagengruppe noch den Gleisabschnitt 2AT besetz hält, so wird das Relais S-5 wieder eingeschaltet und die Bremssteuerleitung RET über die Kontakte 235; 236, 237 und 238, wie bereits beschrieben, nochmal, an Spannung gelegt, so daß die Gruppengleisbremse wieder schließt. Auch bei Geschwindigkeitssteigerungen von Wagengruppen mit mittlerem Rollwiderstand wird nach Öffnen der Gruppengleisbremse diese nochmals geschlossen, wenn das Relais S-8 - wieder eingeschaltet werden sollte, und zwar über die Kontakte 235, 236, 237 und 239. Eine in der Gruppengleisbremse weiterrollende Wagengruppe bewirkt, wie bereits für die Ablaufbergbremse beschrieben, das Einschalten des Ausgangsrelais XR 1, wenn sich die Wagengruppe weit genug der Richtantenne DA 1 ge- nähert hat. Dieses Relais schließt seinen Arbeitskontakt 240 und schaltet damit das Ausgangswiederholerrelais XP 1 verzögert ein. Dieses öffnet seinen Kontakt 226; der Kontakt 227 des Relais XR 1 ist aber bereits geschlossen, so daß das Kontrollrelais CK1 noch nicht abfällt. Erst wenn die Wagengruppe an der Richtantenne DA 1 vorbeirollt, wird das Ausgangsrelais XR 1 stromlos; es öffnet seinen Kontakt 227, und das Relais CK1 fällt ab. Dadurch wird die Bremsensteuerleitung RET über den Ruhekontakt 241 unmittelbar an Spannung gelegt, so daß die Gleisbremse geschlossen wird und die Grundstellung der Anlage wiederhergestellt ist.
  • Die Erfindung kann ohne weiteres auch bei Doppel- statt bei Einfachbremsen und auch bei Gleisbremsen mit zusätzlicher gewichtsabhängiger Steuerung mittels Wiegeeinrichtung u. dgl. verwendet werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Steuersystem für Gleisbremsen in Verschiebebahnhöfen, mit welchem die Bremskraft der Gleisbremsen entsprechend den Laufeigenschaften der ablaufenden Wagengruppen innerhalb eines zu durchlaufenden Gleisabschnitts vor der Gleisbremse eingestellt wird, unter Verwendung von Mitteln zum Messen der Geschwindigkeit der Wagengruppen beim Annähern an die Gleisbremsen, dadurch gekennzeichne4 daß zum Bestimmen der Laufeigenschaften der ablaufenden Wagengruppen der Gleisabschnitt zwischen einer ersten Gleisbremse (Ablaufbergbremse 1) und einer zweiten Gleisbremse (Gruppengleisbremsen 2 bis 7) vorgesehen ist, wobei die erste Gleisbremse so eingestellt wird, daß alle Wagengruppen mit etwa derselben Geschwindigkeit aus ihr auslaufen, während erst die zweiten Gleisbremsen in Abhängigkeit von den im Meßabschnitt zwischen dem Auslauf aus der ersten Gleisbremse und einem bestimmten Meßpunkt vor den zweiten Gleisbremsen ermittelten Laufeigenschaften jeder ablaufenden Wagengruppe steuerbar sind.
  2. 2. Steuersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Feststellen der Laufeigenschaften jeder ablaufenden Wagengruppe das Meßergebnis der Geschwindigkeit an dem festgelegten Meßpunkt vor jeder der zweiten Gleisbremsen bei für alle Wagengruppen gleichbleibender Auslaufgeschwindigkeit aus der ersten Gleisbremse verwendet wird.
  3. 3. Steuersystem nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch Steuern der Gruppengleisbremsen (2 bis 7) in der Weise, daß jede ablaufende Wagengruppe mit einer von ihren ermittelten Laufeigenschaften abhängigen Geschwindigkeit aus der betreffenden Gruppengleisbremse ausläuft, wobei diese Auslaufgeschwindigkeit durch einen Vergleich einer vorbestimmten Bezugsgeschwindigkeit mit der beim Zulaufen zur Gruppengleisbremse gemessenen Geschwindigkeit bestimmt ist.
  4. 4. Steuersystem nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Auswahl eines von mehreren Werten der vorbestimmten Bezugsgeschwindigkeit das Meßergebnis über die Laufeigenschaften der betreffenden Wagengruppe, gemessen durch die Geschwindigkeitsdifferenz von Auslaufgeschwindigkeit aus der Ablaufbergbremse und Geschwindigkeit am Meßpunkt vor der betreffenden Gruppengleisbremse, verwendet wird.
  5. 5. Steuersystem nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesahwindigkeitsmeßeinrichtung am Meßpunkt vor jeder Gruppengleisbremse aus einem Meßgerät für die Laufzeitdifferenz ausgestrahlter und reflektierter elektrischer Wellenzüge besteht. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 489 200, 570 963, 676 278; deutsche Patentanmeldung K 1809211/20h, (bekanntgemacht am 26. 11. 1953); Buch von Roginski, »Mechanisierung der Ablaufberganlagen«, Fachbuchverlag Leipzig, 1954, Bild 233 nach S. 240; Zeitschrift »Eisenbahningenieur«, 1953, Heft 2, S. 34 bis 45; Bulletin des schweizerischen elektrotechnischen Vereins, Bd. 43 (1952), Heft 1, S. 16.
DEG17083A 1954-05-06 1955-05-05 Steuersystem fuer Gleisbremsen in Verschiebebahnhoefen Pending DE1128457B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102010031910A1 (de) * 2010-07-22 2012-01-26 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. Verfahren zur Füllstandbestimmung einer Schienen- oder Fahrweggebundenen Logistikanlage

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE489200C (de) * 1925-03-18 1930-01-16 Westinghouse Brake & Signal Gleisbremse fuer Schienenfahrzeuge
DE570963C (de) * 1927-07-21 1933-02-22 Siemens Schuckertwerke Akt Ges Einrichtung zur Geschwindigkeitsmessung und zur selbsttaetigen Ausschaltung von Gleisbremsen in Abhaengigkeit von der Geschwindigkeit des die Bremse durchfahrenden Wagens
DE676278C (de) * 1936-03-18 1939-06-01 Jean Rabourdin Vorrichtung zum wahlweisen Ingangsetzen von Bremssteuervorrichtungen in Abhaengigkeit von Geschwindigkeitsaenderungen vorueberfahrender Fahrzeuge

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