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Steuersystem für Wagenverzögerer in Rangierbahnhöfen Die Erfindung
bezieht sich auf Einrichtungen in Rangierbahnhöfen für die Steuerung und Überwachung
von Wagenverzögerern, bei denen zur Abbremsung der Wagen an den Rädern Bremsschuhe
angreifen, die seitlich von den Schienen angeordnet sind und durch Bewegung von
und zu den Schienen in ihre Brems-oder Nichtbremsstellung gebracht werden können.
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Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines verbesserten Systems
für die selbsttätige Regelung der Abbremsung in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit
eines Fahrzeuges, welches den Wagenverzögerer bzw. die Bremseinrichtung durchfährt.
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Die oben beschriebene Bremseinrichtung ist an sich als Wagenverzögerungseinrichtung
bekannt. Derartige Verzögerungseinrichtungen für Fahrzeuge werden in Rangierbahnhöfen
für Eisenbahnfahrzeuge in Verbindung mit einem Ablaufberg benutzt, über den die
Wagen abgestoßen werden. Wenn die Wagen einzeln oder zu mehreren vom Ablaufberg
abgelassen werden und sich beschleunigen, wird von einer überwachungsperson die
Geschwindigkeit der Wagen in Abhängigkeit von ihrem Gewicht und dem Laufziel, das
sie erreichen sollen, gesteuert. Daneben bestehen natürlich noch weitere Bedingungen,
welche die überwachungsperson in Betracht ziehen muß, z. B. rollen die Wagen bei
warmem Wetter leiclit:r als bei kaltem.
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Da leichten Wagen eine größere Beschleunigung als schwereren gegeben
werden muß, damit sie ein entferntes Laufziel im Rangierbahnhof erreichen, muß der
Ablaufberg hoch genug sein, damit derart leichte Wagen die richtige Geschwindigkeit
erreichen. Umgekehrt müssen Wagenverzögerer vorgesehen sein, um die Geschwindigkeit
der schweren Wagen herabzusetzen. Da die Wagen von dem Hauptgleis über darr Ablaufberg
hinweg auf irgendeines von mehreren Richtungsgleisen geleitet werden muß, um verschiedene
Bestimmungsorte festzulegen, werden Wagenverzögerer sowohl in der Nähe der Verteilerweiche
in den einzelnen Gleiszweigen als auch in der Nähe der Verteilerweiche in dem Hauptgleis
angeordnet, so daß die Wagen in ..Abhängigkeit von den besonderen Bedingungen des
einzelnen Gleiszweiges. der für die weitere Bestimmung des Wagens ausgewählt wurde,
gesteuert werden können.
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Ganz besonders schwierig ist bei der Handsteuerung der Wagenverzögerer
in einer solchen Anlage die Festlegung des Verzögerungsmaßes in Abhängigkeit vom
Wagengewicht, damit die ursprünglich eingestellte Verzögerung eines bestimmten Verzögerers
nicht zu groß ist für das Gewicht des betreffenden Wagens und dadurch möglicherweise
dessen Geschwindigkeit unter den Wert herabmindert, der notwendig ist, um den Bestimmungsort
zu erreichen. Es ist bereits ein automatisch arbeitendes Steuersystem für eine Abbremseinrichtung
bekannt, von der je eine in jedem Richtungsgleis angeordnet ist und entlang dem
Richtungsgleis bewegt werden kann. Diese bekannten Wagenbremsen werden im Richtungsgleis
jeweils an den unmittelbaren Zielpunkt des Wagens verbracht. Am talseitigen Ende
dieser Bremse ist ein Radargerät angeordnet, das die Annäherungsbewegung des Wagens
auf einem Leuchtschirm registriert. Vor dem Leuchtschirm ist eine photoelektrische
Zelle angeordnet, die in der gleichen Richtung wie der Radarimpuls, jedoch diesem
voraus, läuft und die Wagenbremse zur Wirkung bringt, sobald sie von dem auf dein
Radarschirm wandernden Leuchtpunkt eingeholt wird. Die bekannte Einrichtung ist
somit eine Laufzielbremse, bei welcher das Radargerät laufend die Stellung des sich
nähernden Wagens anzeigt und die Wagenbremse zu einem Zeitpunkt zur Wirkung bringt,
der sicherstellt, daß der Wagen innerhalb der Bremse und damit am Laufziel zum Stillstand
kommt.
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Die Erfindung bezieht sich dagegen auf ein Steuersystem für ortsfeste,
in der Nähe der Verteilerweiche im Hauptgleis und/oder Zweiggleis angeordnete Wagenverzögerer,
die aus einer zurückgezogenen Stelhing in eine die Wagenräder abbremsende Stellung
verbringbar sind und deren Aufgabe es ist, einen
durch sie hindurchfahrenden
Wagen auf die Geschwindigkeit zu verzögern, die gerade erforderlich ist, daß er
sein Laufziel erreicht.
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Bei dem Steuersystem gemäß der Erfindung ist am Ausgang des Verzögerers
eine Geschwindigkeitsmeßeinrichtung angeordnet, die fortlaufend die Geschwindigkeit
eines sich dem Verzögerer nähernden und ihn durchfahrenden Wagens mißt und eine
elektrische Schaltung steuert, welche den Verzögerer in eine zurückgezogene Stellung
bringt, sobald die von der Meßeinrichtung gemessene Geschwindigkeit des Wagens von
dem Verzögerer auf einen vorgewählten Wert verringert ist.
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Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung können manuell zu betätigende
Mittel vorgesehen sein, um die elektrische Schaltung in bezug auf die Geschwindigkeit,
bei welcher die Schaltung wirksam wird, um den Verzögerer freizugeben, willkürlich
zu ändern. Es ist ersichtlich, daß Wetteränderungen und andere Bedingungen eine
Veränderung der Sollgeschwindigkeit für ein gegebenes Wagengewicht zu verschiedenen
Zeiten erfordern. Diese Abänderung der die Prüfgeschwindigkeit festlegenden Einrichtung
kann demgemäß von Hand vorgenommen werden und ist so lange gültig, bis die Bedingungen
sich erneut ändern.
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Wie oben schon angegeben, ist ein weiterer wichtiger Faktor für das
erforderliche Verzögerungsmaß das Gewicht des Wagens. Gemäß einem weiteren Merkmal
der Erfindung kann deshalb der Verzögerer so ausgebildet sein, daß er mehrere Arbeitsstufen
mit entsprechend unterschiedlichen Verzögerungswirkungen hat. Das Steuersystem umfaßt
dann eine auf das Wagengewicht des sich annähernden Wagens ansprechende Einstelleinrichtung,
die entsprechend dem Gewicht des sich nähernden Wagens eine dieser Arbeitsstufen
auswählt, in welche der Verzögerer aus seiner zurückgezogenen Stellung verbracht
wird.
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Auf diese Weise wird das Maß der Verzögerung in Abhängigkeit vom Wagengewicht
selbsttätig festgelegt und die Rückstellung der Wagenverzögerer in Abhängigkeit
von der Geschwindigkeit gesteuert, welche für das betreffende Wagengewicht notwendig
ist, um sein Laufziel zu erreichen. Die selbsttätige Festlegung einer bestimmten
Geschwindigkeit bei gegebenem Wagengewicht ist geeignet, den Wagen genauer über
eine bestimmte Entfernung rollen zu lassen, als es mit der Einstellung der Verzögerungsstufe
und der Rückstellung der Verzögerungseinrichtung durch menschliche Bedienung möglich
ist.
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Vorzugsweise ist vor dem Verzögerer eine Wiegeeinrichtung angeordnet,
so daß vor Ankunft des Wagens der vorher eingestellte Wert selbsttätig in Abhängigkeit
vom Wagengewicht überprüft bzw. festgelegt wird.
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Die Geschwindigkeitsmeßeinrichtung kann ein sogenanntes Interferometer
sein, das gewöhnlich als »Radar« bezeichnet wird. Es kann für jeden Verzögerer ein
getrenntes Interferometer vorgesehen werden, das in nur geringem Abstand vor dem
zugehörigen Verzögerer wirksam wird.
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Vorzugsweise weist das Steuersystem Steuermittel auf, welche bewirken,
daß der Verzögerer beim Annähern eines Wagens nur dann in eine Arbeitsstufe gebracht
wird, wenn der Geschwindigkeitsmesser eine Geschwindigkeit des Wagens oberhalb eines
vorgegebenen Wertes feststellt. Der Verzögerer wird auf diese Weise nur zur Wirkung
gebracht, wenn tatsächlich die Geschwindigkeit des Wagens verzögert werden muß.
Darüber hinaus wird vorgeschlagen, der Bedienungsperson eine Einrichtung an die
Hand zu geben, um wahlweise irgendeinen Verzögerer selbsttätig arbeiten zu lassen
oder ihn von Hand zu steuern. Im Einklang mit der Erfindung braucht nämlich die
das Gewicht festlegende Steuerung nur dann wirksam zu werden, wenn die auf die Geschwindigkeit
ansprechende Einrichtung für einen bestimmten Verzögerer eine Geschwindigkeit anzeigt,
die über der Auslösegeschwindigkeit für das betreffende Gewicht des Wagens liegt,
der gerade die Geschwindigkeits- oder Steuerzone durchfährt.
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Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispieles in der Beschreibung
noch näher erläutert. Von den Zeichnungen, in welchen gleiche Bezugszeichen in allen
Darstellungen entsprechend gleiche Teile bezeichnen, zeigt Fig. 1 ein Blockschema
des Gesamtplanes und des Steuersystems gemäß der Erfindung, Fig. 2 A und 2 B, die
seitlich aneinander anschließen, schematisch ein Steuersystem für die Steuerung
von zwei Wagenverzögerungseinrichtungen, Fig. 3 schematisch die Konstruktion einer
geeigneten Richtantenne und Fig. 4 einen geeigneten Geschwindigkeitsmesser des Radartyps
für ungedämpfte Wellen.
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Um die Darstellung zu vereinfachen und die Erläuterung zu erleichtern,
wurden übliche Symbole benutzt und die verschiedenen Teile und Stromkreise, welche
das Ausführungsbeispiel der Erfindung bilden, schematisch dargestellt. Die Zeichnungen
dienen daher mehr dem Zweck, das Prinzip und die Wirkungsweise leichter verständlich
zu machen. als eine spezielle Konstruktion und Anordnung der Teile darzustellen,
wie sie in der Praxis benutzt werden sollen. Demgemäß wurden die verschiedenen Relais
und ihre Kontakte in üblicher Weise dargestellt und Symbole benutzt, um die Anschlüsse
an die Enden von Batterien oder anderen elektrischen Stromquellen anzudeuten, statt
alle Leitungsverbindungen zu diesen Anschlüssen darzustellen.
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Die Symbole (+) und (-) werden benutzt, um die positiven und negativen
Anschlüsse von Batterien oder anderen Gleichstromquellen anzuzeigen. Es wird vorausgesetzt,
daß die Stromkreise, in denen solche Symbole benutzt werden, stets einen Stromfluß
in gleicher Richtung aufweisen. Die Symbole (B+) und (B-)
bedeuten
Anschlüsse an die entgegengesetzten Enden einer Batterie oder einer anderen Gleichstromquelle,
welche eine Mittel- oder Zwischenanzapfung mit der Bezeichnung (CN) aufweist. Stromkreise,
in denen diese Symbole benutzt sind, können Ströme führen, die in der einen oder
anderen Richtung fließen können, je nach dem betreffenden Anschluß, der in Verbindung
mit der Zwischenanzapfung (CN) benutzt ist. In diesem Fall wird angenommen, daß
die Mittelanzapfung (CN) auch geerdet ist, so daß die Symbole (B+) und (B-)
in Verbindung entweder mit dem Mittelanzapfungssymbol (CENT) oder dem üblichen Erdsymbol
geerdet werden können.
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In der Fig. 1 ist der Gesamtplan des erfindungsgemäßen Systems im
Blockschema dargestellt. Dieser Gesamtplan soll nicht die einzelnen Abstände oder
die Anordnung von Teilen oder Einheiten zeigen, sondern nur den Grundgedanken und
die funktionellen Beziehungen veranschaulichen.
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In einem Rangiersystem wird üblicherweise ein Hauptgleis aufwärts
und abwärts über den Ablauf-Berg geführt und in zwei oder drei Hauptzweige unterteilt,
die dann ihrerseits wieder in Unterzweige aufgeteilt
sind. Diese
Unterzweige werden schließlich noch in Zielgleise aufgeteilt. Gewöhnlich wird für
eine solche Gleisanlage ein Verzögerer bereits in dem Hauptgleis angeordnet und
als »Ablaufbergverzögerer« bezeichnet. Auch die Hauptzweige sind manchmal mit Verzögerungseinrichtungen
versehen, die gewöhnlich als »Zwischenverzögerer« bezeichnet werden. Die Unterzweige
enthalten ebenfalls Verzögerungseinrichtungen, die gewöhnlich »Gruppenverzögerer«
genannt werden.
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Beim Entwurf einer Rangiergleisanlage ist es wünschenswert, den Hauptteil
der Verzögerung soweit als möglich in die Gruppenverzögerer zu verlegen und Zwischenverzögerer
nach Möglichkeit wegzulassen. Hierdurch werden die Wagen auf hoher Durchschnittsgeschwindigkeit
gehalten und können zwischen aufeinanderfolgenden Trennstellen für Aufteilungszwecke
größere Abstände erhalten. Danach wird die Geschwindigkeit der Wagen bis auf den
Wert herabgemindert, den sie haben sollen, wenn sie sich ihrem Zielort nähern. Auf
diese Weise wird die Leistungsfähigkeit der Gleisanlage in bezug auf die Anzahl
der Wagen, die in einem gegebenen Zeitabschnitt eingeordnet werden können, erhöht.
Daher werden Zwischenverzögerer nur da verwendet, wo eine Zwischenverzögerung unbedingt
notwendig ist. Die meisten Rangierbahnhöfe verwenden jedoch außer den Gruppenverzögerern
noch den Ablaufbergverzögerer. Dies geschieht deshalb, weil es wirtschaftlicher
ist, einen einzelnen Ablaufbergverzögerer vorzusehen, als zusätzliche Verzögerungswerte
in jedem der verschiedenen Gruppenverzögerer anzuwenden. Unabhängig von dem Einzelentwurf
des Rangierbahnhofs ist es oft wünschenswert, zwei oder mehr Wagenverzögerer am
gleichen Platz wie z. B. im Fall eines Ablaufbergverzögerers und/oder der Gruppenverzögerer
vorzusehen.
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Als Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt die Fig. 1 in Blockform
zwei Wagenverzögerer, jedoch kann auch irgendeine andere Zahl von Wagenverzögerern
benutzt werden.
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Im einzelnen sind zwei Gleise 5 und 6 dargestellt, die von
einem Ablaufberg kommen und durch zwei Wagenverzögerer R1 und R2 hindurchführen.
Wagen, welche durch eine Stoßeinrichtung bis zur Kuppe des Ablaufberges gestoßen
sind, werden entweder einzeln oder als Kette auf der Spitze des Hügels freigegeben
und können sich beschleunigen, während sie in der Pfeilrichtung den Hügel abwärts
laufen. Die beiden Wagenverzögerer R1 und R2 können entweder im Hauptgleis oder
in Zweiggleisen angeordnet sein, wobei angenommen wird, daß sie verhältnismäßig
nahe beieinanderlie.gen. Indessen können sie bei Bedarf auch in geeignetem Abstand
voneinander liegen, wobei die allgemeine Wirkungsweise des Systems die gleiche bleibt.
Die VerzögererR1 und R2 werden durch die Betätigungseinrichtungen, die durch die
Blöcke 1 CRM und 2 CRM bezeichnet sind, gesteuert. Diese Wagenverzögerer
und die zugehörigen Betätigungseinrichtungen können beliebig ausgeführt sein, z.
B. als elektrisch betätigte Wagenverzögerer oder mit pneumatischer Betätigung. Im
vorliegenden Fall ist angenommen, daß die Wagenverzögerer elektrisch betätigt sind
und dem Typ entsprechen, der in. der USA.-Patentschrift 1852 572 beschrieben
ist.
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Vor dem ersten Verzögerer R 1 ist eine Wiegeeinrichtung
WD angeordnet, die je nach dem Gewicht eines Wagenrades, das über eine solche
Wiegeinrichtung fährt, einen Kontaktarm in verschiedene Stellungen bringt, wobei
vorausgesetzt werden kann, daß das Gewicht, das auf einem Rad ruht, dem Gewicht
des ganzen Wagens verhältnisgleich ist. Diese Wiegeeinrichtung WD ist in
Fig. 2 A näher dargestellt. Sie ist zeit einem Kolben 8 versehen, welcher mit der
Schiene 6 derart verbunden ist, daß er beim Vorbeigang eines Wagenrades über den
Wiegeabschnitt betätigt wird. Dieser Kolben 8 wird durch eine Feder 9, die beim
Vorbeigang eines Wagenrades je nach dem Gewicht des Rades zusammengedrückt wird,
normalerweise in der Schwebe gehalten. Wie dargestellt, ist das Kontaktelement 10
für gewöhnlich geöffnet, stellt aber bei Betätigung einen Kontakt zwischen einem
Finger 11 und einem der Gegenkontakte 13, 14, 15 her. Die Herstellung einer Verbindung
zwischen dem gemeinsamen Kontaktfinger 11 und einem der Gegenkontakte bewirkt die
Speisung eines geeigneten Relais zum Wiegen des Wagenrades, wenn es über den Wiegeabschnitt
fährt.
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Wie im einzelnen gezeigt, stellt der Kontakt 13 einen Speisestromkreis
für die obere Wicklung des Relais LW her, sobald ein Wagen mit beliebigem
Gewicht, einschließlich dem leichtesten Leerwagen, vorbeifährt. Der Kontakt 14 stellt
einen Speisestromkreis für die obere Wicklung MW her, wenn ein beladener
Wagen mittleren Gewichtes über den Wiegeabschnitt fährt. Wenn ein schwerbeladener
Wagen den Wiegeabschnitt überfährt, wird Kontakt 15 geschlossen, welcher die Speisung
der oberen Wicklung des Relais HW bewirkt.
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Die Wiegeeinrichtung WD von beliebiger Ausführung ist in einem
geeigneten Abstand vor dem ersten Wagenverzögerer R 1 angeordnet und gestattet die
Betätigung der Steuerkreise sowie der Wagenverzögerer-Betätigungseinrichtung. Der
Abstand kann je nach den Verhältnissen in den einzelnen Rangierbahnhöfen etwa 6
bis 7,5 m betragen.
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Am Ausgang jedes Wagenverzögerers ist eine Richtantenne vorgesehen,
die an die Empfangseinrichtung eines Geschwindigkeitsmessers des sogenannten Radartyps
angeschlossen ist. Wie in Fig. 1 gezeigt, sind diese Richtantennen 1 DA und
2 DA jeweils den entsprechenden Geschwindigkeitsmeßeinrichtungen
l SD und 2 SD zugeordnet.
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Die Geschwindigkeitsmesser können vom Radartyp mit ungedämpften Wellen
sein und auf dem Dopplerfrequenzprinzip beruhen, das im Kap. 5 des Buches »Radar
System Engineering«, herausgegeben von Louis N. R i d e n o u r, beschrieben ist
und den ersten Band der Buchreihe »Radiation Laboratories Series« bildet, die von
der Mc. Graw-Hill Book Company of New York veröffentlicht ist. jede Richtantenne
in dem System kann eine Gestalt haben, wie sie schematisch in Fig. 3 dargestellt
ist. Ein geeignetes Radarsystem mit kontinuierlichen Wellen ist schematisch in Fig.
4 dargestellt.
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Die Richtantennen sind nahe dem Ausgang der zugehörigen Verzögerer
angeordnet und können in gewissen Fällen sogar innerhalb des Verzögerers liegen.
Es sei angenommen, daß .das Gerät in der Lage ist, die Anwesenheit und die Geschwindigkeit
eines fahrenden Wagens festzustellen, wenn dieser in seine Reichweite, d. h. in
einen bestimmten. Abstand, z. B. 20 bis 30 m von dem Gerät, kommt. Dabei soll der
Wagenverzögerer eine Länge von 10 bis 15 m aufweisen. In diesem Zusammenhang ist
zu erwähnen, daß es wünschenswert ist, daß der Geschwindigkeitsmesser
l SD fähig ist, die Anwesenheit und Geschwindigkeit eines Wagens vor
der Richtantenne 1 DA innerhalb eines Abstandes festzustellen, der auch die
Wiegeeinrichtung mit dem Wiegemesser WD einschließt. Dies ist deshalb wichtig,
weil die Wiegeregistrierung
von der Anwesenheit eines Fahrzeuges
abhängen soll, das durch den Geschwindigkeitsmesser festgestellt wird. Ferner soll
der Geschwindigkeitsmesser 2 SD mit der Richtantenne 2 DA in der Lage sein,
die Anwesenheit und Geschwindigkeit eines Wagens vor der Richtantenne
2 DA in einem Abstand zu messen, welcher den V erzögerer R 1 einschließt,
weil die Wiegeregistrierung für den Verzögerer R 2 von der Feststellung eines Wagens
durch den Geschwindigkeitsmesser 2SD abhängig ist und diese Registrierung für den
Verzögerer R2 durchgeführt werden muß, bevor die Geschwindigkeit des Wagens durch
den Verzögerer R 1 herabgesetzt wurde und die zugehörigen Steuerrelais entregt sind,
um den Verzögerer freizugeben.
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Es sei in diesem Zusammenhang noch bemerkt, daß die Richtantenne die
Anwesenheit und Geschwindigkeit eines sich ihm nähernden Wagens feststellt, wenn
der Wagen sich in einem geeigneten Abstand, wie oben erläutert, befindet. Diese
Feststellung bzw. Überprüfung setzt sich fort, bis der Wagen die Antenne erreicht
und sogar noch während der Wagen an der Antenne vorbeikommt. Dies geschieht deshalb,
weil die Teile des Wagens, die unmittelbar an der Richtantenne vorbeikommen, lediglich
radiale Reflexionen bewirken, die keine Geschwindigkeitsregistrierung liefern, während
die überwiegende Zahl von Reflexionen durch die Richtantenne von den bewegenden
Teilen des Wagens aufgenommen wird, die sich der Antenne nähern. Daraus ist ersichtlich,
daß für eine Kette von Wagen der Geschwindigkeitsmesser so lange wirksam gehalten
wird, als noch Wagen an der Richtantenne vorbeifahren.
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Es sei weiterhin angenommen, daß der Geschwindigkeitsmesser des Systems
mit Mikrowellen arbeitet, welche der Richtantenne zugeführt werden und deren Energie
in Richtung auf das sich nähernde Fahrzeug ausgestrahlt wird. Ein Teil der auf die
Oberfläche des Fahrzeuges treffenden Energie wird rückwärts wieder auf die Richtantenne
geworfen und einem Empfänger zugeführt. Die ausgesandten und zurückgeworfenen Signale
werden empfangen und miteinander gemischt, so daß die Ausgangsschwebefrequenz (Dopplerfrequenz)
in der Mischeinrichtung einen Wert hat, der unmittelbar proportional der Fahrzeuggeschwindigkeit
ist. Dieses Ausgangssignal des Mischers ist eine Sinuswelle. Beträgt die ausgesandte
Mikrowellenfrequenz etwa 3000 MHz, so beträgt die Ausgangsmischfrequenz etwa 35
Perioden/Sek. bei einer Fahrzeuggeschwindigkeit von etwa 6,5 km/Std. (4 Meilen/
; Std.). Für ein Fahrzeug mit etwa 25 km/Std. (15 Meilen/Std.) liegt diese Frequenz
in der Größenordnung von 135 Perioden/Sek.
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Eine Einrichtung ist vorgesehen, um diese Dopplerfrequenz in eine
Gleichspannung umzuwandeln, die sich in unmittelbarem Verhältnis zur Geschwindigkeit
des sich nähernden Fahrzeuges ändert. Diese Spannung kann einer Kathodenfolge- bzw.
Verstärkereinrichtung (cathode follower) zugeführt werden, die bei 21 in Fig 2A
angedeutet ist. Ein entsprechender Ausgangsstrom kann zur Steuerung der selektiv
ansprechenden Relais, z. B. 1,SR, 1 LS, I MS und 1 HS in Fig. 2A.
benutzt werden. Eine ähnliche Kathodenfolgeeinrichtung 22 und entsprechende Relais
2SR, 21_S. 2111S, und 2HS sind in Fig.2B gezeigt. Mit anderen Z,#Torten liefert
die Kathodenfolgeeinrichtung 21 z. B. einen Ausgangsstrom, der proportional der
Spannung ist, die ihrem Gitter zugeführt wird und die ihrerseits natürlich proportional
der Geschwindigkeit des sich nähernden Fahrzeuges ist. Je höher die Geschwindigkeit
des sich nähernden Fahrzeuges ist, um so größer ist der Stromfluß durch die Kathodenfolgeninrichtung
21. Die selektiv ansprechenden Relais sind einander parallel geschaltet und jedes
von ihnen durch Reihenwiderstände genau eingestellt, so daß die verschiedenen Relais
bei verschiedenen Spannungswerten in Abhängigkeit von den Veränderungen des Ausgangsstromes
in der Kathodenfolgeeinrichtung 21 ansprechen.
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Die Geschwindigkeitsmesser SD liefern Steuerwerte in Abhängigkeit
von der Geschwindigkeit des Wagens und die Wiegeeinrichtung WD solche in
Abhängigkeit vom Gewicht des Wagens. Diese Angaben werden dem Verzögerungsentschlüßler
bzw. -stufenwähler RSS für die zugehörigen Wagenverzögerer geliefert. Jeder Verzögerungsentschlüßler
stellt die Betätigungseinrichtung abhängig vom Gewicht des Wagens ein, und nachdem
die Geschwindigkeit des Wagens auf den seinem Gewicht entsprechenden Wert verringert
ist, bewirkt der Verzögerungsentschlüßler die Abschaltung der Wagenverzögerungseinrichtung,
so daß der Verzögerer in seine Null- oder nicht bremsnde Stellung gebracht wird
und die freie Weiterbewegung des Wagens gestattet, während dieser weiterhin durch
den Verzögerer läuft. Unabhängig davon, ob der Wagenverzögerer R2 dem Wagenverzögerer
R1 nahe benachbart ist oder von ihm einen gewissen Abstand aufweist, wird der Gewichtssteuerwert
dem Verzögerungsentschlüßler für den Verzögerer R2 zugeführt. Die entsprechende
Besetzung des V erzögerers R2 wird bewirkt und aufrechterhalten, bis die Geschwindigkeit
eines ihn durchfahrenden Wagens bis auf den Geschwindigkeitswert verringert ist,
der diesem besonderen Gewicht entspricht. Die Geschwindigkeit wird durch den Geschwindigkeitsmesser
2 SD gemessen, welcher die Abschaltung der den Wagenverzögerer betätigenden
Einrichtung 2 CR 17 bewirkt und den anschließend freien Durchgang des Wagens gestattet.
Die Steuerkreise und die Verzögerungsentschlüsselungskreise für den Verzögerer R
1 sind in Fig. 2A gezeigt, während die Steuerkreise und die Verzögerungsentschlüsselungskreise
für den Verzögerer R 2 in Fig. 2 B gezeigt sind.
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Die Geschwindigkeitsmesser sind lediglich in Blockform dargestellt.
Jeder Geschwindigkeitsmesser möge einen Ausgangsstrom aufweisen, der in unmittelbarem
Verhältnis zur Geschwindigkeit des gemessenen Fahrzeuges steht. Dieser Strom wächst
daher an, wenn die Geschwindigkeit des Fahrzeuges ansteigt, und da er einer Anzahl
von verschiedenen Relais zugeführt wird, die in Parallelschaltung und in Reihe mit
verschiedenen Widerständen liegen, so verteilt sich der Ausgangsstrotn entsprechend
den Widerstandsverhältnissen in den einzelnen Stromzweigen und bestimmt dadurch
das verschiedenartige Ansprechen der einzelnen Relais.
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Wie in Fig. 2A gezeigt, liegen die Relais 1SR, 1 HS, 1 1-IS
und 1 LS in verschiedenen Stromzweigen, die an die Leitung 16 angeschlossen
sind, «-elche den Ausgang der Kathodenfolgeeinrichtung21 aufnimmt. Diese Relais
haben zugehörige, einstellbare Widerstände 17, 18, 19 und 20, welche so bemessen
sein können, daß sie die Geschwindigkeiten festlegen, bei welchen die erwähnten
Relais für gewöhnlich ansprechen. Der Widerstand 17 in dem Kreis des Relais 1 SR
ist als sehr kleiner Zusatzwiderstand dargestellt, um anzuzeigen, daß dieses Relais
1 SR bei einer verhältnismäßig geringen Geschwindigkeit anspricht, die z.
B. etwa 1.5 bis 3 km (1 oder 2 Meilen)/Std. ausmacht. Natürlich wird das Relais
auch bei höheren
Geschwindigkeiten ansprechen, während der Widerstand
18 so bemessen ist, daß das Relais 1HS nur bei den höchsten Geschwindigkeiten anspricht,
und der Widerstand 19 so bemessen ist, daß das Relais 1 MS nur bei mittleren und
höheren Geschwindigkeiten betätigt wird. Der Widerstand 20 ist so bemessen, daß
das Relais ILS bei niederen Geschwindigkeiten und sämtlichen höheren
Geschwindigkeiten anspricht. Selbstverständlich werden die einstellbaren Widerstände
18, 19 und 20 je nach den veränderlichen Bedingungen eingestellt, wie sie z. B.
vorliegen, wenn der zu steuernde Verzögerer die Geschwindigkeit des Fahrzeuges in
Gleiskurven steuern soll, da, wie bekannt, der Rollwiderstand eines Wagens in einer
Kurve höher als bei gerader Linie ist. Darüber hinaus sind die Widerstände 24, 25
und 26 den Relais 1 L und 1 H zugeordnet und werden durch deren Kontakte gesteuert,
so daß das Ansprechen der Geschwindigkeitsrelais 1 HS, 1 MS
und ILS von Hand in Abhängigkeit von irgendwelchen veränderlichen Bedingungen
geändert werden kann. Das Relais 1 L wird erregt, wenn der Steuerhebel 1 MM aus
seiner gewöhnlichen Stellung N in die Stellung L bewegt wird. Dadurch werden die
Kontakte 27, 28 und 29 des Relais 1 L betätigt, welche die Widerstände 24, 25 und
26 überbrücken. Die Herausnahme der Widerstände aus den einzelnen Stromzweigen bewirkt,
daß die Relais 1 HS, 1 MS und 1 LS sämtlich bereits bei entsprechend
niedrigeren Geschwindigkeiten ansprechen.
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Andererseits wird bei Bewegung des von Hand betätigten Hebels 1 MM
in die Stellung H das Relais 1 H erregt und bewirkt das Öffnen der Kontakte 30,
31 und 32, wodurch zusätzliche Widerstände zu den Widerständen 24, 25 und 26 eingeschaltet
werden. Diese Einschaltung zusätzlichen Widerstandes in jeden der Stromzweige läßt
die Relais 1 HS, 1 MS
und 1 LS bei entsprechend höheren Geschwindigkeiten
ansprechen, als sie für gewöhnlich eingestellt sind.
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Ähnliche Widerstände und Steuereinrichtungen, deren Betätigung aus
der Beschreibung der Fig. 2 A leicht ersichtlich ist, sind für die Relais 2SR, 2LS,
2 MS und 2 HS in Fig. 2 B vorgesehen.
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Jede Verzögerungsauswahlstufe enthält neben den bereits beschriebenen
Relais ein Übertragungsrelais, z. B. Relais 1TN oder 2TN, welche ansprechen, wenn
ein Geschwindigkeitswert festgestellt wird, der die Verzögerung dieses Wagens erfordert.
Dieses Übertragungsrelais wird angesprochen gehalten, bis der Wagen endgültig den
Verzögerer und den zugehörigen Geschwindigkeitsmesser verlassen hat, der eine Ausgangsleistung
liefert, die ausreicht, um das angeschlossene Relais 1 SR oder 2 SR angesprochen
zu halten: Jede Wagenverzögerer-Betätigungseinrichtung, z. B. 1 CRM in Fig.
2A, hat vier Zuführungsleitungen, die an die Leitungen bzw. Buchsen 0, 2, 3 und
4 angeschlossen sind, sowie einen gemeinsamen Anschluß an (-). Die übliche Wagenverzögerer-Betätigungseinrichtung
hat fünf Stellungen, doch hat sich in der Praxis herausgestellt, daß eine so große
Zahl von Stellungen nicht unbedingt erforderlich ist. Daher wurde in der vorliegenden
Beschreibung die Stellung 1, welche die schwächste Verzögerung liefert, weggelassen.
Die Stellung 0 ist natürlich diejenige, in der keine Verzögerung vorgesehen ist.
Mit dem Handwählhebel 1 MS kann (-f-) an eine Leitung 34 gelegt werden, wenn der
Hebel 1MS in der Selbsttätigkeitsstellüng A sich befindet. In dieser Stellung ist
das Verzögerungsmaß durch die Relais 1 HS, 1 MS und 1 LS festgelegt. Befindet
sich der Hebel 1 MS jedoch in einer der Stellungen 0, 2, 3 und 4, so wird das Verzögerungsmaß,
das von der Wagenverzögerungseinrichtung 1 CRM geliefert wird, durch diese
Stellungen festgelegt.
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Das Wesen der Erfindung, seine Vorteile und besonderen Merkmale werden
am besten aus der nachfolgenden Beschreibung der einzelnen Betätigungen ersichtlich
werden.
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Unter gewöhnlichen Umständen hat die Bedienungsperson die Hebel
1 MS und 2AJS in ihre Stellungen A
gebracht, um die automatische Betätigung
der zugehörigen Verzögerer zu bewirken. Wird ferner angenommen, daß die übrigen
Bedingungen normal sind, befinden sich die von Hand zu betätigenden Änderungshebel
1 MM und 2 MM in ihrer entsprechenden Normalstellung A'. -Sind keine
Wagen gegenwärtig, so- liefern die Geschwindigkeitsmesser 1 SD und
2 SD keinerlei Ausgangsleistung, weil den Gittern der entsprechenden Anodentbasiskreise
bzw. Kathodenfolgeeinrichtungen 21 und 22 nur dann Spannung zugeführt wird, wenn
sich ein Wagen nähert. Mit anderen Worten, der Anodenbasiskreis bleibt nichtleitend
wegen der normalerweise negativen Vorspannung an den zugehörigen Steuergittern.
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Es sei angenommen, daß ein Wagen über den Ablaufberg geschoben ist
und die Wiegeeinrichtung WD
passiert. Ist dieses Fahrzeug wenig belastet,
so bewegt der Kolben 8 den Kontakt 10 in eine Stellung, in welcher der Stromkreis
von (-h) über die Kontakte 11, 10 und 13 geschlossen wird, so daß die obere Wicklung
des Relais LW Strom erhält. In diesem Augenblick befinde sich der Wagen innerhalb
des Bereiches des Geschwindigkeitsmessers 1 SD und sei schnell genug, um
das Anziehen des Relais 1 SR zu bewirken. Daher wird, sobald das Relais
LW angezogen hat, ein Haltekreis geschlossen, der von (-I-) über einen Ruhekontakt
35 des Relais 1TN, Ruhekontakt 36 des Relais HW, Ruhekontakt 37 des Relais
MW, Arbeitskontakt 38 des Relais LW, Arbeitskontakt 39 des Relais
1 SR und die untere Wicklung des Relais LW an (-) führt.
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Durch das Schließen des Haltekreises für das Relais 1 LW bleibt
dieses auch beim Durchgang von nachfolgenden Rädern angesprochen, sofern beim Vorbeigang
von nachfolgenden Rädern über die Wiegeeinrichtung WD die Kontakte 11 bis
13 mehrfach geöffnet und geschlossen werden.
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Da angenommen wurde, daß' der Wagen wenig belastet war, werden die
Rückstell- bzw. Auslösegesch-,vindigkeiten für beide Verzögerer R1 und R2 verhältnismäßig
hoch sein, die des letzteren jedoch etwas geringer als die des Vexz,äg@erers R1.
Die beiden Rückstellgeschwindigkeiten können z. B. 16 km/Std. für R 1 und 13 km/Std.
für R 2 betragen.
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Wenn sich der Wagen mit einer Geschwindigkeit bewegt, die etwas oberhalb
der Auslösegeschwindigkeit von 16 km/Std. liegt, so liefert der Geschwindigkeitsmesser
1 SD eine Ausgangsleistung, die nicht nur genügt, um das Anziehen des Relais 1 SR,
sondern auch das des Relais 1 HS zu bewirken. Dieser An-, sprechkreis verläuft von
(B+) über den Anodenbasiskreis 21, Leitung 16, Widerstand 24 (der teilweise durch
den Ruhekontakt 30 überbrückt ist), Widerstand 18, Ruhekontakt 40 des Relais 1 LS,
Ruhekontakt 41 des Relais 1 MS, Ruhekontakt 42 des Relais 1TN, Arbeitskontakt 43
des Relais LW, Ruhekontakt 44 des Relais MW, Ruhekontakt 45 des Relais
HW, Wicklung des Relais 1 HS an Erde. Sobald dieses anspricht, wird der Arbeitskontakt
46 geschlossen
und überbrückt die Kontakt-- 42, 43, 44 und 45.
Daher bleibt das Relais 111S so lange geschlossen, als fortlaufend ein Wagen
festgestellt wird, der sich mit einer Geschwindigkeit von mehr als 16 krn/Std. nähert.
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Das Relais 1 HS stellt einen ergänzenden Haltestromkreis für das Relais
LW her, der von (+), den Arbeitskontakt 47 des Relais 1 HS, den Arbeitskontakt
48 des Relais LW, den Arbeitskontakt 39 des Relais 1 SR und die untere Wicklung
des Relais LW
an (-) führt. Gleichzeitig wird durch das Schließen des Arbeitskontaktes
49 des Relais 1 HS Spannung an die Leitung 50 gelegt und das Übertragungsrelais
1 TN über den dadurch geschaffenen Stromkreis erregt. Das Ansprechen des
Relais 1 TN schafft einen Haltestromkreis, der von (+) über den Arbeitskontakt
51 des Relais 1 SR, den Arbeitskontakt 52 des Relais 1 TN und die Wicklung
des Relais 1 TN an (-) führt.
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Sobald das Relais 1 TN anspricht, wird ein Stromkreis geschlossen,
welcher bewirkt, daß die Wagenverzögerer-Betätigungseinrichtung 1 CRM den
Verzögerer R 1 in seine zweite Verzögerungsstufe bringt. Dies wird mit Hilfe eines
Stromkreises bewirkt, der von (+) über den Schalthebel 1MS in Stellung A, die Leitung
34, den Arbeitskontakt 53 des Relais 1 TN, Arbeitskontakt 54 des Relais 1
HS, Buchse 2 und die Betätigungseinrichtung 1 CRM an () führt. Hierdurch
wird der Verzögerer R 1 für den Eintritt des Wagens in die Bremszone bereitgestellt.
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Das Ansprechen des Relais 111S und die Zuführung von Energie zur Leitung
50 bewirkt in diesem Augenblick noch keine Weitergabe des Wiegeergebnisses an die
Verzögerungsauswahlstufe für den Verzögerer R 2, da angenommen wurde, daß der Geschwindigkeitsmesser
2 SD keinen so großen Bereich erfaßt, um das Annähern eines Wagens vor seinem Eintritt
in den Verzögerer R 1 festzustellen.
-
Tritt der Wagen in den Verzögerer R 1 ein, so wird er verlangsamt.
Wenn durch diese Verlangsamung die Geschwindigkeit des Wagens bis auf die Auslösegeschwindigkeit
für sein Gewicht, z. B. bis auf 16 km/Std. verringert wird, fällt das Relais 1 HS
ab und schließt einen Stromkreis, der von der Buchse 34 über den Arbeitskontakt
53 des Relais 1 TN, den Ruhekonktakt 54 des Relais 1 HS, den Ruhekontakt
55 des Relais 1 MS und Ruhekontakt 56 des Relais 1 LS zur Einstellbuchse 0 der Wagenverzögerer-Betätigungseinrichtung
1 CRM führt. Hierdurch wird der Verzögerer R 1 sofort zurückgestellt und- gestattet
dem Wagen, mit der dann gerade bestehenden Geschwindigkeit weiterzulaufen.
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Indessen prüft der Geschwindigkeitsmesser 2SD vor der Rückstellung
des Relais 1 HS und beim Eintritt des Wagens in den Verzögerer R 1 die Geschwindigkeit
des Wagens und bewirkt das Ansprechen des Relais 2SR. Sobald das Relais 2SR seine
Arbeitskontakte schließt, spricht das Relais 2 E wegen der Speisung über einen Stromkreis
an, der über den Arbeitskontakt 49, Leitung 50, Arbeitskontakt 57 des Relais 2SR,
Ruhekontakt 58 des Relais 2TN und Wicklung des Relais 2E an (-) führt. Das Ansprechen
dieses Relais 2E bewirkt das Schließen seines eigenen Arbeitskontaktes 73 und die
Überbrückung des Ruhekontaktes 58 des Relais 2TN. Dabei wird ferner der Arbeitskontakt
72 geschlossen und ein Speisestromkreis für das Relais 211S hergestellt. Dieses
spricht sofort an, da die Geschwindigkeit des Wagens oberhalb seiner Rückstellgeschwindigkeit
liegt, die z. B. 13 km/Std. beträgt. Der Ansprechkreis für das Relais 211S verläuft
von (+) über den Anodenbasiskreis 22, Buchse 59, Widerstand 60, der durch den Ruhekontakt
61 des Relais 211 überbrückt ist, Widerstand 62, Ruhekontakt 63 des Relais 2LS,
Ruhekontakt 64 .des Relais 211iIS, Ruhekontakt 65 des Relais 2TN, Leitung 66, Arbeitskontakt
67 des Relais 1 HS, Ruhekontakt 68 des Relais 1 MS, Ruhekontakt 69 des Relais
1 LS, Leitung 70, Arbeitskontakt 71 des Relais 2 SR, Arbeitskontakt 72 des Relais
2E und Wicklung des Relais 211S an Erde.
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Beim Ansprechen des Relais 211S wird der Arbeitskontakt 75 geschlossen
und dadurch die Mehrzahl der in den Ansprechkreis eingeschalteten Kontakte überbrückt.
Durch das Schließen des Arbeitskontaktes 76 wird dem Übertragungsrelais 2T1V, wie
ersichtlich, Strom zugeführt. Sobald dieses Relais anspricht, wird ein Haltestromkreis
geschlossen, der von (+) über Arbeitskontakt 77 des Relais 2 SR, Arbeitskontakt
78 des Relais 2TN und Wicklung des Relais 2TN an (-) führt. Ferner wird beim Ansprechen
des Relais 2TN ein Stromkreis geschlossen, durch welchen die Wagenverzögerer-Betätigungseinrichtung
2CRM den Verzögerer R2 in seine zweite Verzögerungsstufe bringt. Dieser Stromkreis
verläuft von (+) Tiber den Schalthebel 2 MS in Stellung A. Arbeitskontakt 80 des
Relais 2TN, Arbeitskontakt 81. des Relais 211S zur Leitung 2 und über die Wagenverzögerer-Betätigungseinrichtung
2 CRM an (-).
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Wenn der Wagen in den Bereich des Verzögerers R2 eintritt und bis
auf die Auslösegeschwindigkeit für das betreffende Wagengewicht, wie z. B. 13 km/Std.,
verlangsamt wird, so liegt die Ausgangsleistung des Geschwindigkeitsmessers 2SD
unter dem Wert, bei welchem das Relais 211,S' angesprochen bleibt. Beim Abfallen
des Relais 211S wird sofort Energie über die Ruhekontakte 81, 82 und 83 der Leitung
0 der Betätigungseinrichtung 2 CRM zugeführt, so daß der Verzögerer R2 sofort freigegeben,
wird,.
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Wenn der Wagen den Verzögerer R 1 durchfährt, wird das Relais I SR
angezogen gehalten, obwohl das Relais 1 HS abgefallen ist. Das Relais
1 SR fällt nicht eher ab, als bis der Wagen die Geschwindigkeitsmeßantenne
1 DA passiert hat, so daß keine Annäherungsgeschwindigkeit festgestellt wird.
Das Abfallen des Relais I SR bewirkt das Öffnen des Arbeitskontaktes 51 und das
Abfallen des Übertragungsrelais 1 TN. Es sei jedoch bemerkt, daß das Wiegerelais
LW bereits zurückgestellt ist, weil der Arbeitskontakt 47 beim Abfallen des
Relais 1 HS unterbrochen wurde. Daher bewirkt das Abfallen des Relais 1TN lediglich
die Rückstellung der Verzögerungswählstufe über den Verzögerer R 1 in ihre Ruhestellung.
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Wenn der Wagen den Verzögerer R2 durchläuft und das Relais 211S abfällt,
bleibt das Relais 2SR angesprochen, bis der Wagen die gerichtete Geschwindigkeitsmeßantenne
2 DA passiert. In diesem Augenblick fällt durch Öffnen des Kontaktes 77 das
Übertragungsrelais 2TN ab. Es sei bemerkt, daß das Relais 2E abfällt, wenn das Relais
111S zurückgestellt und die Energie von der Leitung 50 entfernt wird.
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Auf diese Weise wird der Wagen im Verzögerer R 1 bis auf 16 km/Std.
und im Verzögerer R2 bis auf 13 km/Std. verlangsamt, wobei die Verzögerer in jedem
Fall wieder geöffnet werden, sobald die richtige Geschwindigkeitsverminderung eingetreten
ist.
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In Verbindung mit den Auslösegeschwindigkeiten ist es üblich, die
Geschwindigkeiten für die beiden Verzögerer und die verschiedenen Belastungsbereiche
in Tabellenform darzustellen. Selbstverständlich sind die in einer solchen Tabelle
angegebenen Werte nur
angenähert richtig, da die wirklichen Werte
sich erst aus den besonderen Verhältnissen des einzelnen Rangierbahnhofes bestimmen
lassen. Ferner ist gemäß der obigen Beschreibung in der weiter unten angegebenen
Tabelle angenommen, daß die beiden Verzögerer im Abstand voneinander angeordnet
sind und daß der zweite @'erzögerer eine geringere Auslösegeschwindigkeit für ein
bestimmtes Wagengewicht erfordert als der erste Verzögerer. Indessen kann es manchmal
besonders wenn die Verzögerer unmittelbar einander benachbart angeordnet sind, wünschenswert
sein, bei gleichem Gewicht gleiche Auslösegeschwindigkeiten für beide Verzögerer
zu wählen. Wie ersichtlich, bedeutet dies lediglich die Wahl von gewünschten Geschwindigkeiten
für die verschiedenen Gewichte in Abhängigkeit von den praktischen Erfordernissen.
Die letztgenannte Einrichtung ist insbesondere dann zweckmäßig, wenn es nicht möglich
ist, mit einer Verzögerungseinheit so viel Verzögerung zu erhalten, daß stets die
Geschwindigkeit der Wagen bis auf den gewünschten Wert verringert wird. Diese Einrichtung
ist ferner besser geeignet für Mehrfachverzögerer auf dem Ablaufberg, wenn der Abstand
der Wagen verhältnismäßig klein. ist.
| Verzögerungsauslesetabelle |
| Ansprechen Verzögerer R 1 Verzögerer R 2 |
| von Belastungs- Auslöse- Auslöse- |
| und Speicherrelais geschwindigkeit geschwindigkeit |
| in km/Std. in km/Std. |
| 10 bis 40t bewirken Hoch ..... 18,0 Hoch ......
14,0 |
| Ansprechen des Normal ... 16,0 Normal .... 12,5 |
| Relais LW Tief ...... 14,0 Tief .......
11,0 |
| 40 bis 70 t bewirken Hoch ..... 16,0 Hoch
...... 12,5 |
| Ansprechen des Normal ... 14,0 Normal ....
11,5 |
| Relais MW Tief ...... 12,5 Tief .......
9,5 |
| 70 t und darüber Hoch ..... 14a0 Hoch ......
11,0 |
| bewirken An- Normal ... 12,5 Normal .... 9,5 |
| sprechen des Tief ...... 11,0 Tief ....... 8;0 |
| Relais HW |
In der obigen Tabelle sind die hohen und niedrigen Auslösegeschwindigkeiten für
die verschiedenen Verzögerer angegeben, welche durch Handbetätigung der Geschwindigkeitsänderungshebel
1 MM und 2 MM in ihre entsprechenden Hoch- und Tiefstellungen H und L erhalten werden.
Wohlbemerkt dient das in der Tabelle angegebene Maß der Veränderung nur zur Erläuterung,
da die wirklichen Werte von mehreren verschiedenen Bedingungen abhängen. So kann
z. B. ein Rangierbahnhof sich in einer Gegend befinden, welche große Temperaturwechsel
aufweist, die dementsprechend das Rollen der Wagen beeinflussen. Dies bedingt eine
größere Veränderung der Auslösegeschwindigkeiten, als sie ein Rangierbahnhof ähnlicher
Art erfordert, der sich in einer Gegend mit einem milden Klima und geringen Temperaturschwankungen
befindet.
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Als weiterer Faktor ist die Richtung der vorherrschenden Winde und
der Wert der durchschnittlichen Windgeschwindigkeit für den betreffenden Ort in
Betracht zu ziehen. Daher ist es klar, daß die von Hand einzustellende Geschwindigkeitsveränderung
bei jedem Stellhebel entsprechend den tatsächlichen Verhältnissen gewählt werden
muß.
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Bei der obigen Betätigung war angenommen, daß sich die Handhebel für
die Geschwindigkeitsveränderungen in ihrer Mittelstellung befinden und da.ß der
durch die Verzögerer laufende Wagen ein leichtes Gewicht, z. B. etwas unter 40 t,
hat. Aus diesem Grunde galten für die betreffenden Verzögerer R1 und R2 die normalen
Auslösegeschwindigkeiten. Es ist jedoch ersichtlich, daß der eine oder beide der
Handhebel für die Geschwindigkeitsveränderung betätigt werden können, um die Auslösegeschwindigkeiten
entsprechend den verschiedenen oben erörterten Bedingungen zu verändern.
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Ferner war bei der oben beschriebenen Betätigung angenommen, daß der
Wagen die Wiegeeinrichtung WD mit einer genügenden Geschwindigkeit durchlief,
um die unmittelbare Einstellung der Auslösegeschwindigkeit für den ersten Verzögerer
zu bewirken. Indessen wird, wie ersichtlich, beim Durchgang eines Wagens über den
Ablaufberg, besonders in den höheren Gewichtsbereichen, dem Wagen nicht sofort die
ganze Beschleunigung erteilt, welche er beim Erreichen des Verzögerers hat. Dies
geschieht durch die Gleisneigung, welche sich vom Ablaufberg aus fortsetzt und so
groß ist, wie es für die Ausdehnung der Gleisanlage erforderlich ist. Da das Relais
1 SR auf eine verhältnismäßig niedrige Geschwindigkeit anspricht, so wird
das betreffende Wiegerelais, wie z: B. LW, über einen Stromkreis gehalten,
der vorher beschrieben wurde und den Haltekontakt 35 des Relais 1 TN enthält.
Dies hat den Vorteil, daß das Relais, z. B. LW, während des Durchgangs aufeinanderfolgender
Räder von aufeinanderfolgenden Wagen ständig angezogen bleibt und bereit ist, das
Ansprechen des Relais 1 HS zu bewirken., sobald der Wagen die richtige Geschwindigkeit
erreicht.
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Daneben besteht noch ein weiterer Vorteil, wenn mehrere Wagen zusammengekuppelt
sind und den Ablaufberg gemeinsam als eine sogenannte Kette überschreiten. Sind
z. B. zwei Wagen in der Kette und ist der zweite Wagen schwerer als der erste, so
kann es leicht sein, daß die Wagen nicht die Geschwindigkeit erreichen, welche erforderlich
ist, um das Relais 1 HS ansprechen zu lassen, während der erste Wagen über die Wiegeeinrichtung
WD fährt. Sobald jedoch die ersten Räder des zweiten Wagens auf die Wiegeeinrichtung
kommen, wird das Relais MW erregt, und für ein angenommenes mittleres Gewicht
dieses Wagens reicht die Geschwindigkeit äus, um das Relais 1 MS ansprechen, zu
lassen und eine Verzögerung entsprechend dem schwereren Wagen herbeizuführen.
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Die Betätigung wird am besten verständlich durch Betrachtung der Einzelschaltvorgänge
des Systems bei diesen Verhältnissen.
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Es sei angenommen, daß der leichte Wagen die Wiegeeinrichtung überfuhr
und das Gewichtsspeicherrelais LW, wie vorher beschrieben, hat ansprechen lassen.
Dieses bleibt wegen des Haltekreises über seinen eigenen Arbeitskontakt 38 und den
Ruhekontakt 35 des Relais 1TN angesprochen. Aber wie oben ausgeführt, reicht die
Geschwindigkeit des Wagens nicht aus, um das für die höhere Geschwindigkeit vorgesehene
Relais lI-IS ansprechen zu lassen.
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Sobald die ersten Räder des zweiten Wagens von mittlerem Gewicht die
Wiegeeinrichtung überfahren, wird ein Stromkreis über Kontaktfinger 11 und Kontaktfinger
14 geschlossen, welcher die Speisung des Relais MW bewirkt. Das Relais
MW unterbricht den Haltekreis für das Relais L W am Ruhekontakt 37
und stellt gleichzeitig einen Haltekreis für das Relais MW
her, der von (+)
über Ruhekontakt 35 des Relais 1 TN, Ruhekontakt 36 des Relais HW, Arbeitskontakt
37 des Relais 117W, Arbeitskontakt 86 des Relais 1 SR
und die untere
Wicklung des Relais MW an (-) führt.
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Beim Ansprechen des Relais MW wird der Ruhekontakt 44 geöffnet
und verhindert das weitere Ansprechen des Relais 1 HS. Das Schließen des Arbeitskontaktes
von Relais MW bewirkt das Schließen eines Stromkreises für das Ansprechen
des Relais 1 MS, da die Wagen zweifellos schneller fahren, als es
der Auslösegeschwindigkeit für Wagen von mittlerem Gewicht entspricht.
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Dieser Ansprechkreis für das Relais I MS verläuft von
-(B+), Anodenkreis 21, Widerstand 25 und Ruhekontakt 31 des Relais IH, Widerstand
19, Ruhekontakt 87 des Relais 1 LS, Ruhekontakt 88 des. Relais 1 TN, Arbeitskontakt
89 des Relais MW, Ruhekontakt 90 des Relais HW, Wicklung des Relais 1 MS
an Erde.
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Sobald das Relais 1 MS anspricht, wird sein Arbeitskontakt 91 geschlossen
und überbrückt die Kontakte 88, 89 und 90, so daß es nur noch von der Geschwindigkeit
abhängt, die für die Wagen durch den Geschwindigkeitsmesser I SD festgestellt
wird. Das Schließen des Arbeitskontaktes 92 stellt einen Hilfshaltekreis für das
Relais MW über seinen Arbeitskontakt 93 her. Ferner bewirkt das Schließen
des Arbeitskontaktes 94 eine Speisung des Relais 1TN durch Anschluß von (+) an die
Leitung 50. Sobald das Relais 1 TN gespeist wird, wird sein Haltestromkreis
über den Arbeitskontakt 51 des Relais 1 SR geschlossen. Ferner wird durch Schließen
des Arbeitskontaktes 53 des Relais 1 TN Energie über den Ruhekontakt 54 und
Arbeitskontakt 55 an die Einstellbuchse 3 geführt und bewirkt, daß die Wagenverzögerer-Betätigungseinrichtung
1 CRM in ihre dritte Verzögerungsstufe gebracht wird.
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Wenn die Wagen den Verzögerer 1 durchfahren und ihre Geschwindigkeit
bis auf den Auslösewert verringert ist, fällt das Relais 1 MS ab und stellt
den V erzögerer in die volle Öffnungs- bzw. Nullstellung zurück. Bevor dies jedoch
eintritt, bewirkt die Zuführung von Energie zur Buchse 50, daß das Relais 2 E der
Fig. 2 B gespeist wird, sobald die Wagen in den Bereich des Geschwindigkeitsmessers
2SD kommen. Da der Geschwindigkeitsmesser 2 SD in der Lage ist, die Geschwindigkeit
der Waben im Verzögerer R1 zu messen, zieht das Relais, 2SR an, welches: seinerseits
das Relais 2E ansprechen läßt und. die Speisung des richtigen Geschwindigkeitsrelais
bewirkt.
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Der Ansprechkreis für das Relais 2 MS verläuft von (B+) über den Anodenkreis
22, Leitung 59, Ruhekontakt 95 des Relais 2H, Widerstand 96, Widerstand 97, Ruhekontakt
98 des Relais 2LS, Ruhekontakt 99 des Relais 2TN, Leitung 100, Arbeitskontakt 101
des Relais 1 MS, Ruhekontakt 102 des Relais 1 LS, Leitung 103, Arbeitskontakt 104
des Relais 2 SR, Arbeitskontakt 105 des Relais 2 E, Wicklungen des Relais 2 MS an
Erde. Sobald das Relais 2MS gespeist wird, schließt es seinen Arbeitskontakt 106
und stellt einen Haltestromkreis her, der dieses Relais nur noch von der durch den
Geschwindigkeitsmesser 2SD festgestellten Geschwindigkeit abhängig macht.
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Durch das Schließen des Arbeitskontaktes 107 des Relais 2 MS spricht
das Relais 2 TN an und schließt seinen eigenen, vorher beschriebenen Haltestromkreis.
Hierdurch wird der Arbeitskontakt 80 geschlossen und Energie dem Arbeitskontakt
82 zugeführt, so daß der Verzögerer R2 durch die Betätigungseinrichtung
2 CRM in seine dritte Verzögerungsstufe gebracht wird. Wenn die Wagen durch
den Verzögerer R2 fahren und in ihrer Geschwindigkeit bis auf die betreffende Auslösegeschwindigkeit
verringert werden, die in diesem Fall mit 11 km/Std. gemäß der Tabelle angenommen
wind, so wird das Relais 2 MS zurückgestellt und der Wagenverzögerer in seine Offen-
bzw. Nullstellung gebracht.
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In jedem Augenblick hält der Durchgang von Wagen über einen Verzögerer
das für langsame Geschwindigkeit vorgesehene Relais SR angesprochen, bis die Wagen
die Richtantenne dieses Verzögerers vollständig passiert haben. Dadurch bleibt bei
einer langen Wagenkette jeweils das Relais 1TN oder 2TN angesprochen.
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Bei der obigen Beschreibung war angenommen, daß der zweite Wagen der
Kette ein mittleres Gewicht hat, doch kann er ebensogut ein schweres Gewicht haben,
so daß das Relais HW anspricht und das Rückstellen des entsprechenden Geschwindigkeitssteuerrelais
herbeiführt. Diese Betätigung wird im einzelnen nicht beschrieben, da sie der eben
erläuterten vollkommen entspricht.
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Es sei nun angenommen, daß eine Wagenkette zwei leichte Wagen und
vielleicht drei schwere Wagen enthält, die den leichten Wagen folgen. In diesem
Fall wird das Gewicht der leichten Wagen festgestellt und dadurch das Relais
LW zum Ansprechen gebracht. Die schweren Wagen halten jedoch die leichten
zurück, so daß deren Geschwindigkeit nicht ausreicht, das Relais 1 HS ansprechen
zu lassen, welches durch den Geschwindigkeitsmesser 1 SD festgelegt wird.
In diesem Fall wird die Verzögerungseinrichtung erst dann eingeschaltet, wenn der
erste schwere Wagen die Wiegeeinrichtung überfährt, wobei das Relais HW Strom erhält.
Der Stromkreis führt von (+) über Kontakte 11, 10, 15 und die obere Wicklung des
Relais HW an (-). Das Relais 1 SR wird natürlich bei der geringen Geschwindigkeit,
bei welcher diese Wagenkette fährt; ebenfalls anziehen. Zu diesem Zweck wird das
Relais HW über einen Stromkreis angezogen, der von (+), Ruhekontakt 35 des Relais
1 TN, Arbeitskontakt 36 des Relais HW, Arbeitskontakt 110 des Relais 1 SR
und untere Wicklung des Relais HW an (-) führt. Durch das Anziehen des Relais HW
und Öffnen des Ruhekontaktes 36 wird der Haltekreis für das Relais LW unterbrochen.
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Sobald das Relais HW seinen Arbeitskontakt 111 schließt, entsteht
ein Speisekreis für das Relais 1 LS, da angenommen wurde, daß die Wagenkette mit
einer Geschwindigkeit oberhalb der Auslösegeschwindigkeit für eine so schwere Wagenkette
fährt. Der Ansprechkreis verläuft von (B+) über den Anodenkreis 21 des Geschwindigkeitsmessers
1 SD, den Widerstand 26, der teilweise durch den Ruhekontakt 32 des Relais 1HD kurzgeschlossen
ist, Widerstand 20, Ruhekontakt 112 des Relais 1 TN, Arbeitskontakt 111 des
Relais HW und Wicklung des Relais 1 LS an Erde. Sobald das Relais 1 LS anzieht,
wird sein Arbeitskontakt 113 geschlossen, um es abhängig von der Geschwindigkeitsüberprüfung
angesprochen zu halten. Ferner wird durch den Arbeitskontakt 114 ein Speisekreis
über die Leitung 50 für das Relais 1 TN hergestellt. Dieses spricht an und
hält sich über seinen Arbeitskontakt 52, wie vorher beschrieben. Weiterhin wird
über den Arbeitskontakt 56 des Relais 1 LS der Leitung 4 Energie zugeführt, um den
Wagenverzögerer in die vierte Verzögerungsstufe zu bringen.
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Beim Schließen des Arbeitskontaktes 115 des Relais 1 LS zieht das
Relais 2 LS in Abhängigkeit von Relais 2E und unter der Annahme an, daß das
Relais 2SR angesprochen hat, da die Geschwindigkeit der Wagenkette durch den Geschwindigkeitsmesser
2SD
überprüft wurde. Ist die Geschwindigkeit der Wagenkette höher
als die Auslösegeschwindigkeit des Verzögerers R2 für schwere Wagen, so zieht das
Relais 2 LS über den Stromkreis an, der von (B+) über den Anodenkreis 22 des Geschwindigkeitsmessers
2SD, den Widerstand 116 (der durch den Ruhekontakt 117 des Relais 2 H teilweise
kurzgeschlossen ist), Widerstand 118, Ruhekontakt 119 des Relais 2TN, Leitung 120,
Arbeitskontakt 115 des Relais 1 LS, Leitung 121, Arbeitskontakt 122 des Relais 2SR,
Arbeitskontakt 123 des Relais 2 E, Wicklung des Relais 2 LS an Erde führt.
Sobald das Relais 2 LS anspricht, wird der Kontakt 124 geschlossen und macht das
Relais unabhängig von der Auslösegeschwindigkeit des Geschwindigkeitsmessers
2 SD.
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Es ist ersichtlich, daß, wenn die Wagenkette die Verzögerer durchfährt,
diese jeweils freigegeben werden, wenn die Wagen auf die entsprechenden Auslösegeschwindigkeiten
für ihre Gewichtsklasse verringert sind.
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Es gibt noch andere Gewichtskombinationen, die entsprechend andere
Schaltvorgänge zur Folge haben. Es sei z. B. angenommen, daß eine Wagenkette mit
zwei Wagen von mittlerem Gewicht und zwei schweren Wagen sich dem ersten Verzögerer
R 1 nähert. Das Relais MW für mittleres Gewicht zieht an und registriert
das Gewicht in üblicher Weise. Ist aber die Geschwindigkeit der Wagen höher als
die Auslösegeschwindigkeit für mittleres Gewicht, so wird das Relais 1 MS angezogen
und stellt die Verzögerung für Mittelgewichtswagen her. Dieses Relais 111U bewirkt
seinerseits, daß das Relais 2MS angezogen wird, sobald die Anwesenheit von Wagen
durch den Geschwindigkeitsmesser 2SD festgestellt wird. Indessen genügt die von
den Verzögerern in Stellung 3 vorgesehene Verzögerung nicht, um die Geschwindigkeit
der Wagen entsprechend dem sehr hohen Gewicht schwerbelasteter Wagen zu vermindern.
In dem Augenblick, in dem der erste schwere Wagen durch die Wiegeeinrichtung
WD festgestellt wird, zieht das Relais HW an. Dies bewirkt das Ansprechen
des ke-Relais 1 LS über einen Arbeitskontakt 125 des Relais MW. Durch
Ansprechen des Relais 1 LS wird der Ruhekontakt 87 unterbrochen und Relais 1 MS
abgeschaltet, während der Arbeitskontakt 56 einen Stromkreis schließt, um durch
die Betätigungseinrichtung 1 CRM den Verzögerer R 1 in seine vierte Stellung
(größte Verzögerung) zu bringen.
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In gleicher Weise wird durch das Schließen des Arbeitskontaktes 115
des Relais 1 LS bei angesprochenem Relais MS (gewöhnlich, wenn es im Anschluß an
das Öffnen des Ruhekontaktes 87 abfällt) ein Stromkreis über Arbeitskontakt 126
zum Einschalten des Relais 2 LS und für die Einstellung des WagenverzÖgerers 2 in
seine Stellung 4 hergestellt.
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Die Stromkreise sind also so ausgebildet, daß, wenn sich ein schwerer
Wagen in einer Wagenkette befindet, er die Einschaltung eines höheren Verzögerungsmaßes
bewirken kann. Wenn die Geschwindigkeit der Wagenkette durch die Verzögerer bis
auf die Auslösegeschwindigkeit für das entsprechende Wagengewicht verringert ist,
werden die Verzögerer wieder zurückgestellt und die Wagen freigegeben. Die Kette
läuft dann mit der jetzt erreichten Geschwindigkeit weiter.
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In der obigen Beschreibung wurde ausgeführt, wie ein schweres Wagengewicht
die Weiterschaltung der Verzögerung von derjenigen für ein mittleres Wagengewicht
in; eine solche für schweres Wagengewicht bewirken kann. Eine ähnliche Verschiebung
der Verzögerung kann von einem leichten Wagen zu einem schweren Wagen bewirkt werden.
Diese Einzelheiten werden jedoch nicht beschrieben, da sie sich nach Ähnlichkeitsgesichtspunkten
aus der obigen Beschreibung ohne weiteres ergeben. Bemerkt sei jedoch, daß umgekehrt
ein Wagen mit leichtem Gewicht keine Änderung in der Verzögerung eines mittelschweren
Wagens bewirken kann.
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Es war oben erläutert worden, daß jeder Geschwindigkeitsmesser einen
Wagen überprüft, der in seine Reichweite kommt, und daß das Ergebnis festgehalten
wird, bis der Wagen an der zugehörigen Richtantenne vorbeigekommen ist. Die Schaltung
ist so ausgeführt, daß, wenn das Verzögerungsmaß für einen ersten Wagen festgesetzt
wird, der noch durch den Verzögerer R2 fährt, diese Festsetzung aufrechterhalten
wird, bis der erste Wagen die Richtantenne dieses Verzögerers überschritten hat.
Dies hat jedoch zur Voraussetzung, daß der nächste Wagen von dem ersten einen genügenden
Abstand hat, so daß der Geschwindigkeitsmesser 1 SD das Relais 1 SR unterbricht,
damit das Relais 1TN abfällt, bevor der zweite Wagen überprüft wird; in diesem Fall
wird auch das Relais 2 F_ abgeworfen, obwohl das Relais 2 SR durch das erste Fahrzeug
aufrechterhalten wird, welches sich noch im Verzögerer R2 befindet.
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Wenn der zweite Wagen durch den Geschwindigkeitsmesser 1 SD überprüft
und sein Gewicht durch die Wiegeeinrichtung WD registriert ist, werden die
Relais für den ersten Verzögerer entsprechend ausgewählt. Unabhängig davon, welches
der Relais 1HS, I MS oder ILS anzieht, kann das ausgewählte
das Ansprechen der Relais 2HS, 2MS oder 2LS nicht bewirken, ehe nicht das Relais
2TN abgefallen ist, um das Wiederansprechen des Relais 2E zu ermöglichen. Daher
muß der Abstand der beiden Wagen an dem erstgenannten Ort genügend groß sein, um
die Rückstellung der Relais 1TN und 2E zu gestatten und an der zweiten Stelle zuzulassen,
daß das Relais 2SR abfällt und das Relais TN zurückgestellt wird, bevor der zweite
Wagen von dem Geschwindigkeitsmesser 2 SD erfaßt wird. Auf diese Weise können aufeinanderfolgende
Wagen verschiedene Verzögerungsmaße erfahren, ohne daß gegenseitige Störungen eintreten.
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Es sei noch bemerkt, daß der Gebrauch der von Hand zu betätigenden
Veränderungshebel die federzeitige Einstellung einer großen Zahl von Kombinationen
von Auslösegeschwindigkeiten für die einzelnen Wagen ermöglicht.
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Fig. 3 zeigt eine Richtantenne IDA, die einen Sende- und Empfangshornstrahler
109 mit zwei Räumen aufweist, von denen der untere zum Aussenden und der obere zum
Empfang dient. Der Empfangsraum hat eine kleine Stabantenne 133, die mit geeigneter
Länge, etwa mit, einem Viertel der benutzten Wellenlänge, in den Raum hineinragt.
In ähnlicher Weise hat die Sendekammer eine gefaltete Erdflachantenne 132, die ebenfalls
mit einem Viertel der benutzten Wellenlänge in den Raum hineinragt.
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Gemäß Fig.4 enthält der Geschwindigkeitsmesser zur Erzeugung ungedämpfter
ultrakurzer Wellen einen Oszillator 127, der über ein koaxiales Kabel an die Sendeanten:nie
132 angeschlossen ist. Wie oben erwähnt, liegt die Frequenz dieses Oszillators 127
in der Größenordnung von 3000 MHz, so daß die zugehörige Antenne 132 verhältnismäßig
kurz ist.
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Die Empfangsantenne 133 ist über ein koaxiales Kabel an den Kristallgleichrichter-Mischer
128 angeschlossen. Die Empfangsantenne 133 nimmt die durch die Sendeantenne 132
ausgesendete und von einem sich nähernden Wagen zurückgeworfenen Wellen auf. Ein
kleiner
Teil der Ausgangsleistung des Oszillators. wird über die Verbindung 131 dem Mischer
unmittelbar zugeführt, so daß in diesen sowohl die ausgesendete als auch die empfangene
Welle gelangen. Die beiden verschiedenen Frequenzen wirken im Mischer 128 so aufeinander
ein, daß sie eine Ausgangsschwebungsfrequenz liefern, welche der Differenz der beiden
Frequenzen gleich ist. Die Schwebungsfrequenz ist bekannt als Dopplerfrequenz, sie
ist unmittelbar der Geschwindigkeit des sich nähernden Fahrzeuges proportional.
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Die Ausgangsschwebungsfrequenz des Mischers 128 wird dem Vorverstärker
129 zugeführt, der die Eingangsenergie für den Hauptverstärker und Impulsbereiniger
130 liefert. Die Eingangsfrequenz für den Verstärker und Impulsbereiniger 130 ist
sinusförmig und ändert sich, wie oben ausgeführt, unmittelbar proportional mit der
Geschwindigkeit eines sich nähernden. Fahrzeuges.
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Nähert sich z. B. ein Fahrzeug mit etwa 7 km/Std., so liefert es eine
Schwebungsfrequenz von etwa 35 Hz, während ein sich mit 24 km/Std. näherndes Fahrzeug
eine Schwebungsfrequenz von etwa 135 Hz liefert. Hierbei wird natürlich vorausgesetzt,
daß die Sendefrequenz in der Größenordnung von 3000 MHz liegt.
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Der Verstärker und Impulsbereiniger 130 nimmt die Eingangsleistung
auf und liefert eine Reihe von positiven Impulsen in einem Rhythmus, welcher der
Eingangsfrequenz entspricht. Diese positiven Impulse werden über eine Kapazität
134 der Anode der Diode 135 und der Kathode der Diode 136, deren Anode an Erde liegt,
aufgeprägt. Die abschneidende Diode 136 sichert die Ausschaltung von negativen Impulsen,
so daß die Anodenspannung 135 auf Erdpotential liegt. Jeder Versuch der Eingangsimpulse,
diese Spannung unter das Erdpotential zu verringern, bewirkt eine Ladung des Kondensators
134 über den Anodenkreis 135. Daher bewirkt jeder positive Impuls, daß die Anode
der Diode 135 bis zum Spitzenwert der positiven Impulse gegenüber Erde ansteigt.
Der Anstieg der Anodenspannung der Diode 135 bewirkt, daß diese Röhre leitend wird
und der Kondensator 138 sich auflädt. Die dem Kondensator 138 bei jedem Eingangsimpuls
zugeführte Ladung wird durch die Amplitude bestimmt. Der Parallelwiderstand 137
bildet einen örtlichen Entladungsweg für den Kondensator 138. Die der Kapazität
138 durch jeden Eingangsimpuls zugeführte Ladung hängt ferner ab von der Spannung,
die in diesem Augenblick an der Kapazität 134 herrscht, da ein Impuls von gegebener
Amplitude einen geringeren Ladezuwachs für den Kondensator 134 liefert, wenn dieser
bereits auf eine positive Spannung aufgeladen ist, als wenn der Kondensator 134
völlig entladen ist. Ferner steigt die Entladung des Kondensators 138 über den Widerstand
137 zwischen den Impulsen an, wenn die Spannung an der Kapazität ansteigt.
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Für jeden Wert der Eingangsimpulse stellt sich ein Gleichgewicht ein,
bei welchem der Ladeverlust des Kondensators 138 über den Widerstand 137 zwischen
aufeinanderfolgenden Eingangsimpulsen dem Ladegewinn des Kondensators 138 durch
jeden Eingangsimpuls gleich ist. Die Amplitude det positiven Spannung am Kondensator
138 für diese Gleichgewichtsbedingung hängt demgemäß von dem Wert der Eingangsimpulse
ab und ist ein Maximum, wenn der sich wiederholende Wert ein Maximum ist.
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Die an der Kapazität 138 auftretende Spannung wird unmittelbar dem
Gitter der Röhre 21 zugeführt, welche in Anodenbasisschaltung mit ihrer Kathode
an eine Belastung angeschlossen ist, die eine Mehrzahl von parallel geschalteten
Relais, jede in Reihe mit einem Widerstand, enthält. Der über den Kathodenkreis
der Röhre 21 bzw. die erwähnten parallelen Belastungskreise fließende Strom ist
natürlich proportional der Spannung an der Kapazität 138. Es wurde oben bereits
beschrieben, wie sich der Strom der Röhre 21 auf die Relais 1 SR, 1 HS, 1;111S
und 1 LS im Verhältnis zu den Werten ihrer Einzelwiderstände verteilt, so
daß dies im einzelnen nicht wiederholt zu werden braucht. Das Ansprechen dieser
Relais auf die Anwesenheit und die Geschwindigkeit eines sich nähernden Fahrzeuges
beeinflußt den Verzögerungsstufenw ähler RSS, wie oben beschrieben, um die Betätigungseinrichtung
für den zugeordneten Wagenv erzögerer zu steuern.
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Obwohl zur Erklärung der Erfindung eine besondere Ausführungsform
einer geschwindigkeitsabhängigen Steuereinrichtung beschrieben wurde, können auch
andere, auf die Geschwindigkeit ansprechende Mittel benutzt werden, so daß die Erfindung
nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt ist.