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DE1126871B - Verfahren zur Herstellung von bororganischen Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von bororganischen Verbindungen

Info

Publication number
DE1126871B
DE1126871B DEK42008A DEK0042008A DE1126871B DE 1126871 B DE1126871 B DE 1126871B DE K42008 A DEK42008 A DE K42008A DE K0042008 A DEK0042008 A DE K0042008A DE 1126871 B DE1126871 B DE 1126871B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reaction
boron
compounds
preparation
organoboron compounds
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK42008A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Herbert Jenkner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kali Chemie AG
Original Assignee
Kali Chemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to DEK39183A priority Critical patent/DE1115250B/de
Application filed by Kali Chemie AG filed Critical Kali Chemie AG
Priority to DEK42008A priority patent/DE1126871B/de
Publication of DE1126871B publication Critical patent/DE1126871B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F7/00Compounds containing elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table
    • C07F7/02Silicon compounds
    • C07F7/08Compounds having one or more C—Si linkages
    • C07F7/12Organo silicon halides
    • C07F7/121Preparation or treatment not provided for in C07F7/14, C07F7/16 or C07F7/20
    • C07F7/123Preparation or treatment not provided for in C07F7/14, C07F7/16 or C07F7/20 by reactions involving the formation of Si-halogen linkages
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F5/00Compounds containing elements of Groups 3 or 13 of the Periodic Table
    • C07F5/02Boron compounds
    • C07F5/027Organoboranes and organoborohydrides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von bororganischen Verbindungen Zusatz zur Patentanmeldung K39183IVb/120 (Auslegeschrift 1 115 250) Gegenstand der Patentanmeldung K 39183 IVb/ 120 ist ein Verfahren zur Herstellung von bororganischen Verbindungen, gekennzeichnet durch Umsetzung von Organosiliciumhydriden mit Borhalogeniden und ungesättigten organischen Verbindungen.
  • Es wurde nun gefunden, daß an Stelle der organischen auch die anorganischen Siliciumwasserstoffverbindungen, wie beispielsweise Monosilan Si H4 oder Dichlorsilan Si 112. Cl2, vorteilhaft im erfindungsgemäßen Sinne eingesetzt werden können. Die Reaktion verläuft z. B. entsprechend der folgenden Gleichung: 3SiH4$12CH2 = CH2 + 4BCl3 4BR:3 t 3SiCl4 Als anorganische Siliciumwasserstoffverbindungen sind Verbindungen der generellen Formel SiHXX4-x oder deren Gemische verwendbar, wobei X ein anorganischer Säurerest, insbesondere Halogen, und x eine ganze Zahl von 1 bis 4 ist.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist hinsichtlich des herzustellenden Produktes weitgehend abwandlungsfähig. Die Reaktion gemäß der obigen Gleichung führt bei Verwendung eines Überschusses an Bortrichlorid zum Alkylborchlorid, während durch einen Überschuß an Monosilan Alkylborhydrid erhalten wird. Wenn die Herstellung von Bortrialkylen beabsichtigt ist, empfiehlt sich ein Überschuß an Olefin und an Siliciumwasserstoff über das stöchiometrische Verhältnis gemäß der obigen Reaktionsgleichung.
  • Das beschriebene Verfahren ist besonders günstig in der Durchfühmng, da in keiner Reaktionsphase Feststoffe anwesend sind. Wegen des stark exothermen Charakters der Reaktion kann deren Verlauf einfach durch Kühlung der Reaktionszone oder durch Variation der Zugabegeschwindigkeit der Reaktionsteilnehmer gesteuert werden.
  • Die Umsetzung wird gewöhnlich bei Normaldruck durchgeführt, doch ist das Arbeiten unter Überdruck vorteilhaft, wenn große Umsätze innerhalb kurzer Zeiträume gewünscht werden. Da es sich vorwiegend um reine Gasreaktionen handelt, erübrigt sich die Verwendung eines Lösungsmittels, doch ist es möglich, die Gase in ein Verdünnungsmittel einzuleiten, um sie darin zur Reaktion zu bringen.
  • Es hat sich herausgestellt, daß es am zweckmäßigsten ist, die Gase durch einen Reaktionsraum zu leiten, der mit Stoffen großer Oberfläche gefüllt ist, wie beispielsweise mit verschiedenen Oxyden des Siliciums und/oder Aluminiums, Aktivkohle oder feinverteilten Metallen. Auf diese Weise läßt sich drucklos ein besonders hoher Durchsatz erreichen.
  • Die Reaktionstemperatur hängt weitgehend von der Art der ungesättigten organischen Verbindung, der Siliciumwasserstoff- und der Borhalogenverbindung ab. Wie gefunden wurde, liegt sie meist zwischen 50 und 2500 C, insbesondere zwischen 100 und 1200 C. In bestimmten Fällen können tiefere oder höhere Temperaturen angebracht sein, wobei die obere Temperaturgrenze durch die Grenze der Stabilität der Verfahrensprodukte festgelegt ist.
  • Die erfindungsgemäße Umsetzung war nicht zu erwarten, da bekannt ist, daß ungesättigte organische Verbindungen, insbesondere die Olfine, in Anwesenheit von Borhalogeniden, insbesondere von Borchloriden, schnell polymerisieren und in dunkle, zum Teil feste Stoffe umgewandelt werden. Durch die Gegenwart von Siliciumwasserstoffverbindungen ist es jedoch möglich, im erfindungsgemäßen Sinne die bororganischen Verbindungen in fast quantitativer Ausbeute zu gewinnen.
  • Beispiel Ein Gasgemisch von 1 Volumteil Monosilan, 4 Volumteilen Äthylen und 1 Volumteil Bortrichlorid wurde durch ein zum Teil mit Aktivkohle gefülltes Reaktionsrohr geführt. Die Reaktion wurde bei einer Temperatur von 120 bis 1500 C in Gang gebracht und bei Temperaturen zwischen 140 und 1900 C in Gang gehalten. Sie verlief stark exotherm, so daß intensives Kühlen des Reaktionsrohres erforderlich war. Das gesamte eingesetzte Bortrichlorid setzte sich unter Bildung von Triäthylbor um. Erhalten wurden 0,9 Volumteile gasförmiges Bortriäthyl, entsprechend einer Ausbeute von 91% der Theorie.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von bororganischen Verbindungen gemäß Patentanmeldung K39183IVb/12O, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle von Organosiliciumhydriden anorganische Siliciumwasserstoffverhindungen verwendet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung in Gegenwart von großoberflächigen Stoffen durchgeführt wird.
DEK42008A 1959-11-13 1960-10-29 Verfahren zur Herstellung von bororganischen Verbindungen Pending DE1126871B (de)

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DE1052986B (de) * 1957-03-13 1959-03-19 Kali Chemie Ag Verfahren zur Herstellung von bororganischen Verbindungen

Also Published As

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