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Vorrichtung für hydraulisch gesteuerte Horizontallotanlagen Die Erfindung
geht von einer Vorrichtung für die Arretierung bzw. Freigabe der Anfangs- und Endstellung
einer hydraulisch gesteuerten Horizontallotanlage mit ausfahrbarem Sende- und/oder
Empfangsorgan aus.
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Es ist der Zweck einer solchen Vorrichtung, die hydraulische Steuerung
in den Endlagen zu entlasten, um unnötig große Leckverluste zu verhüten. Die Erfindung
besteht darin, daß an dem in Ausfahrrichtung beweglichen und das Sende- und/oder
Empfangsorgan tragenden Teil der Horizontallotanlage zumindest ein um eine senkrecht
zur Ausfahrrichtung verschwenkbares Rastglied angeordnet ist, welches in einer der
Endstellungen des Sende- und/oder Empfangsorgangehäuses schiffsfeste Rasten so hinterfassen,
daß die den hydraulischen Antrieb mit dem erwähnten ausfahrbaren Teil verbindenden
Kraftübertragungsorgane derart mit dem ausfahrbaren Teil verbunden sind, daß sie
gegenüber diesem einen durch die Länge des bzw. der Langlöcher bestimmten Leerhub
auszuführen vermögen, und daß zumindest an einem der Kraftübertragungsorgane ein
Steuerblech angeordnet ist, welches bei Durchführung des besagten Leerhubs das gerastete
Rastglied verschwenkt und dadurch entrastet.
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Zwar ist es bereits an sich bekannt, einen getriebenen Teil zu arretieren
und an dem treibenden Teil eine Zusatzeinrichtung vorzusehen, welche unmittelbar
nach Ingangsetzung des treibenden Teils zunächst die Arretierung löst und dann den
getriebenen Teil in Bewegung setzt. Jedoch ist die Übertragung dieser Maßnahmen
auf Horizontallotanlagen besonders vorteilhaft, da mit geringem Aufwand eine eindeutige
Fixierung der Sende- und Empfangsstellung möglich ist. Jede geringfügige vertikale
Bewegung des Schwingers, die beispielsweise durch eine Geschwindigkeitsänderung
des Schiffes hervorgerufen werden kann, verursacht nämlich Störaufzeichnungen und
erschwert dadurch das Ablesen der richtigen Messungen.
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Es können je ein Rastglied für die obere und untere Endlage der ausfahrbaren
Teile der Horizontallotanlage vorgesehen sein. Um jederzeit ein einwandfreies Einrasten
der Rastglieder zu gewährleisten, ist es vorteilhaft, wenn man diese vermittels
Federspannung in ihrer Rastlage hält.
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Eine Anwendungsmöglichkeit wird im folgenden durch ein Ausführungsbeispiel
an Hand der Zeichnung veranschaulicht.
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Die Fig. 1 und 2 zeigen die Anwendung der Arretiervorrichtung nach
der Erfindung auf ein in senkrechter Richtung hydraulisch ausfahrbares Horizontallotgerät.
Dieses Lotgerät ist schematisch in Fig. 1 dargestellt. Es besteht im wesentlichen
aus einem Schaft 1, an dessen unterem Ende ein Hüllkörper 2
befestigt
ist. Der Hüllkörper enthält den nicht sichtbaren, vorzugsweise verschwenkbaren Schwinger.
Die Steuerorgane des Schwingers sowie dessen elektrische Zuführung sind durch den
zuvor erwähnten Schaft 1
hindurchgeführt. Der Schaft 1 ist in zwei
Lagern 3
und 4 in vertikaler Richtung verschiebbar gelagert. Durch
seine Längsverschiebung kann der Hüllkörper 2
in einen Raum 5 innerhalb des
Schiffes eingefahren oder aus diesem wieder ausgefahren werden. Das erwähnte Lager
4 ist dabei an einer Führungsplatte 6
befestigt, welche sich innerhalb
des Raumes 5 in Ausfahrrichtung zu bewegen vermag, und in ausgefahrener Stellung
des Hüllkörpers die Ausfahröffnung 7 abdeckt.
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Am oberen Ende des Schaftes 1 ist eine Tragplatte
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befestigt, die über zwei Kolbenstangen 9 und 10 mit je einem
Kolben 11 oder 12 verbunden ist. Diese Kolben sind in Längsrichtung
verschiebbar in je einem Zylinder 13 und 14 untergebracht und können durch hydraulischen
Druck in Längsrichtung der Zylinder verschoben werden, wodurch das Verstellen der
Lotanlage erfolgt.
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Zur Übertragung der Kolbenbewegung auf den Schaft dient eine Übertragungsplatte.
Diese übertragungsplatte 8 betätigt jeweils einen der Endlagenschalter 15,
16, 17, wenn sich das Horizontallotgerät in einer dieser Stellungen befindet, die
einem der Schalter zugeordnet ist. Damit nach Abschaltung des Antriebes durch einen
derEndlagenschalter 15, 16, 17
das Horizontallotgerät in seiner Stellung festgehalten
wird, ist gemäß der Erfindung eine Arretiervorrichtung vorgesehen, die im einzelnen
in Fig. 2 dargestellt ist. Es zeigt Fig. 2 indessen lediglich eine Seite des Antriebes
in der ausgefahrenen Stellung des Hüllkörpers.
Die Übertragungsplatte
8 liegt dabei auf dem oberen Lager 3 des Schaftes 1 auf. An diesem Lager 3 ist ein
Rastarm 20 angebracht, der von dem Rastglied 21 hinterfaßt wird. Dieses Rastglied
ist auf einer horizontal verlaufenden Welle 22 verschwenkbar gelagert. Genannte
Welle ist an einem Konsolblech 23 gehaltert, das an der Übertragungsplatte 8 befestigt
ist.
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Auf der Welle 22 befindet sich außerdem noch ein Rastglied 24 für
die obere Endstellung, welches in der eingefahrenen Lage des Hüllkörpers eine schiffs-
oder gehäusefeste Rastnase 25 zu hinterfassen vermag. Auf jedes Rastglied wirkt
eine Schraubenfeder 26 bzw. 27 ein und hält diese in ihrer Raststellung. An der
Seite, an welcher die Rastglieder entweder mit dem Rastarm 20 oder mit der Rastnase
25 in Eingriff kommen können., weisen sie eine schräge Kante 28 oder 29 sowie Rastausnehmungen
30 bzw. 31 auf. An ihrem anderen Ende besitzen beide Rastglieder 21 und 24 eine
Steuerkurve 32 bzw. 33, die mit einem der Steuerzapfen 34 und 35 zusammenwirken
können. Diese Steuerzapfen sind an einem Steuerblech 36 fest angebracht. Das Steuerblech
ist wiederum an der Kolbenstange 9 befestigt. Der Übersicht halber ist in Fig. 2
die Kolbenstange 9 nach oben geführt, anstatt wie in Fig. 1 nach unten zu verlaufen.
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Die Kolbenstange 9 besitzt einen Kuppelzapfen 37, der in ein Langloch
38 hineinragt. Dieses Langloch ist in das Konsolblech 23, welches mit der Übertragungsplatte
8 fest verbunden ist, eingearbeitet. Bei Bewegung der Kolbenstange 9 kann diese
gegenüber der Übertragungsplatte und auch gegenüber den ausfahrbaren Teilen der
Horizontallotanlage dadurch einen Leerhub ausführen, und zwar so weit, bis der Kuppelzapfen
37 die entgegengesetzte Kante des Langloches 38 erreicht hat. Bei diesem Leerhub
bewegt sich das Steuerblech 36 relativ zum Konsolblech 23 und zu den Rastgliedern
21 und 24.
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Fig.3 zeigt zur Verdeutlichung der Arretiervorrichtung einen Schnitt
durch die Kolbenstange bei A-A. Dieser Schnitt veranschaulicht, daß das Konsolblech
U-Form aufweist und der Kuppelstift 37 im Grund in zwei Langlöcher 38 hineinragt,
und daß die Rastglieder 21 bis 24 an je einer Seite des Steuerbleches 36 angeordnet
sind.
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Die Wirkungsweise der Arretiervorrichtung ist folgende: Sobald das
Horizontallotgerät eine Endstellung, in diesem Falle beispielsweise die untere ausgefahrene
Lage, erreicht hat, wird das Rastglied auf Grund seiner schrägen Kante 28 von dem
Rastarm 20 abgewiesen und hakt mit seiner Rastausnehmung 30 darauf hinter diesen
Arm und arretiert somit die gesamten ausfahrbaren Teile, so daß geringfügige vertikale
Bewegungen, die beispielsweise durch Geschwindigkeitsänderungen des Schiffes hervorgerufen
werden können und Störaufzeichnungen zur Folge haben, vermieden werden. Soll nun
das Horizontallot eingefahren werden, so hebt der Kolben 11 die Kolbenstange 9 an
und vollführt zunächst den zuvor erwähnten Leerhub, wobei das Steuerblech 36 vermittels
des Steuerzapfens 35 auf die Steuerkurve 33 derart einwirkt, daß das Arretierglied
21 entgegen dem Uhrzeigersinn schwenkt und von dem Rastarm 20 freikommt. Ist die
Entrastung erfolgt, so trifft der Kuppelzapfen 37 auf die obere Kante des Langloches
38 und die Kolbenstange 9
vermag nun im Zusammenwirken mit der Kolbenstange
10 das Lotgerät einzuziehen.
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Die Wirkungsweise des Rastgliedes 24 ist derjenigen des Rastgliedes
21 völlig gleich. Erreicht also das Lotgerät seine obere eingefahrene Stellung,
so wird kurz vorher das Rastglied 24 infolge seiner schrägen Kante 29 von der gehäusefesten
Rastnase 25 gegen die Kraft der Feder 27 im Uhrzeigersinn verschwenkt. Dabei wird
gleichzeitig auch der obere Endlagenschalter 15 betätigt und der hydraulische Antrieb
abgeschaltet. Bevor jedoch die Aufwärtsbewegung der Horizontallotanlage völlig beendet
ist, rastet das Rastglied 24 mit seiner Ausnehmung 31 hinter die Rastnase 25 und
verhindert somit ein Absinken der zu bewegenden Teile.
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Beim Beginn des Ausfahrens vollführt die Kolbenstange 9 wiederum gegenüber
den arretierenden Teilen einen Leerhub, wobei der Steuerzapfen 34 vermittels der
Steuerkurve 32 das Arretierglied 24 im Uhrzeigersinn verschwenkt und damit entrastet.
Daraufhin erfolgt das Ausfahren der Horizontallotanlage vermittels des hydraulischen
Antriebes.