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Warenmagazin für Selbstverkäufer Die Erfindung betrifft Verbesserungen
an Selbstverkäufern für in Dosen verpackte Waren, beispielsweise Bier, und bezieht
sich im besonderen auf die Ausbildung der Führungsbahn für die Dosen.
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Bekannt sind bei Selbstverkäufern zickzackförmig verlaufende Führungsbahnen
für liegende zylinderförmige Warenpackungen, bei denen die Ware durch zusätzliche
Flansche der Führungsbahnen geführt werden oder durch Drähte, die verschweißt werden
müssen.
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Die Erfindung bezweckt eine einfache und billige Herstellung und Montage
der Warenführungen und erreicht diese dadurch, daß die senkrechten Seitenwände des
Warenmagazins, deren Abstände nur geringfügig größer sind als die Länge der zylinderförmigen
Warenpackungen, aus mehreren gleichartigen, waagerecht zusammenstoßenden, rechteckigen
Platten bestehen, daß die Führungsbahnen, auf denen die zylinderförmigen Warenpackungen
mit ihren beiden Enden aufliegen bzw. abrollen, durch aus dem Material der Platten
herausgedrückte Stege gebildet sind, und daß jede Platte die benachbarte Platte
mit einem Auge überlappt, durch das beide Platten verbindende Bolzen geführt sind.
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In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 einen senkrechten Längsschnitt durch
den Selbstverkäufer, Fig. 2 einen senkrechten Längsschnitt nach Linie 2-2 der Fig.
1. Die Linie 1-1 der Fig. 2 zeigt die Lage des Schnittes der Fig. 1, Fig. 3 in vergrößertem
Maßstab einen senkrechten Schnitt durch die Warenausgabe und ihre Einzelteile, und
zwar bei der Ausgabe einer Dose, Fig. =1 in vergrößertem Maßstab den Mechanismus
der Warenausgabe unmittelbar nach der in Fig. 3 gezeigten Stellung, Fig. 5 das Schaltscherna
des Selbstverkäufers, Fig. 6 einen senkrechten Schnitt nach Linie 6-6 der Fig. 1.
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Der dargestellte Selbstverkäufer ist für die Ausgabe von mit Getränken,
beispielsweise Bier, gefüllten Dosen bestimmt. Solche Selbstverkäufer werden durch
eine Kühleinrichtung auf niedrige Temperatur gehalten. Der dargestellte Selbstverkäufer
ist aber auch für andere Waren brauchbar.
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Der Selbstverkäufer hat einen Isolierteil 21 mit oberliegenden Kühlschlangen
22, die an einen außerhalb des isolierten Teils angeordneten Kompressor 23 angeschlossen
sind. Durch die Kühlschlangen 22 wird eint Umlauf gekühlter Luft bewirkt, und durch
nicht dargestellte Thermostate wird im Innenraum eine derjenigen Ware entsprechende
Temperatur aufrechterhalten. Der Selbstverkäufer hat zwei Einwurfschlitze
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für Geldstücke, und jeder Einwurfschlitz bedient ein Paar Führungsbahnen
26 für die Dosen. lach Einwurf eines Geldstückes in einen der Schlitze 24 wird also
eine Dose 2() aus einer der beiden Führungsbahnen ausgegeben, die von dem entsprechenden
Geldschlitz bedient werden. Wenn der Vorrat einer Führungsbahn ausgegeben ist, erfolgt
die Ausgabe aus der anderen Führungsbahn. Wenn alle Führungsbahnen leer sind, leuchtet
eine Lampe 27 (Fig. 5) auf, die dies anzeigt, und ein trotzdem eingeworfenes Geldstück
wird zurückgegeben.
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Die Führungsbahnen in dem Selbstverkäufer werden von parallelen senkrechten
Wänden 28' gebildet; die sich von vorn nach hinten erstrecken und auf einem isolierten
Bodenteil abstützte. Die Wände haben einen gegenseitigen Abstand; der etwas größer
ist als die Höhe der Dosen 20. Die Dosen 20 werden liegend eingeführt. Jede Wand
28 ist aas einer Mehrzahl von Platten 29 zusammengesetzt, die mit waagerechten aufeinandertiegen
und, wie weiter unten beschrieben, miteinander verbunden werden. Jede der dünnen
leichten Platt= 29 bildet an jeder Seite eine sich von vorn nach hinten erstrekkende
Führungsfrächs 31, die sich von der vorderen Ecke 32 um einen Winkei von ungefähr
7° geneigt nach hinten erstreckt (33). Die Führungsbahn ist dann hinten um einen
Winkel von ungefähr 166° herumgebogen und verläuft wieder hack vom unten, und zwar
wieder um einen Winkel von etwa 7° geneigt,
nach der vorderen unteren
Ecke 34, wo sie dann mit in den nächsten weiter unten gelegenen Teil der Führungsbahn
einmündet. Solche zickzackförmig verlaufenden Führungsbahnen sind an sich bekannt.
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Die Warenführungen werden von aus dem Material herausgedrückten Stegen
36, 37 der Platten gebildet, wobei der Steg 36 eine senkrechte Abstützung der herabrollenden
Dosen ist, die dann nach Umbiegung der Führungsbahn, wenn die Dosen nach vorn rollen,
über den Dosen liegt. Der andere Steg 37 verläuft beim Rollen der Dosen nach rückwärts
über den Dosen und bildet beim Vorwärtsrollen der Dosen deren senkrechte Abstützungen.
Die Stege 36; 37 haben in den Umbiegungen einen Krümmungsrädius, der etwas größer
ist als der Dosendurchmesser, wie bei 38, 39 in den Zeichnungen gezeigt. Mit 41
und 42 sind die Mittelpunkte dieser Krümmungsradien bezeichnet. Der gegenseitige
Abstand der Stege 36, 37 ist etwas größer als der Durchmesesr der Dosen 20. Die
unteren Teile der Stege 36, 37 bilden beim Herabrollen der Dosen eine Abstützung
für deren Enden, während die über den Dosen liegenden Teile der Stege ein Herausheben
der Dosen oder ein Verklemmen des Selbstverkäufers verhindern.
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Die Stege halten also die Dosen in dem Führungsweg. Da die Platten
29 einen Abstand haben, der nur wenig größer ist als die Länge der Dosen 20, können
diese nicht seitwärts abrutschen, sofern sie ordnungsgemäß in die Führungsbahnen
eingelegt wurden. Die Platten 29 haben Durchbrechungen 43, so daß die kalte Luft
auch durch die Raumteile zirkulieren kann, die nicht zu den Führungsbahnen gehören.
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Die Verbindung der einzelnen Plätten 29 erfolgt durch von diesen gebildeten
Augen 46, die sich von den oberen Kanten nach oben erstrecken und die nächste Platte
29 überlappen. Diese Augen sind seitwärts abgeknickt, so daß sie den darüberliegenden
Teil überlappen, wie aus Fig. 6 ersichtlich. Durch die Augen 46 sind die Bolzen
47 gesteckt, die die übereinanderliegenden Platten zusammenhalten. Die Bolzen halten
gleichzeitig die Wände in richtigem Abstand. Die Bolzen 47 liegen in Hülsen 48 und
haben flache Enden, so daß die einzelnen Teile in richtiger Lage gehalten werden.
Dies kann zusätzlich noch durch Bolzen 49 und Hülsen 48 unterstützt werden.
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Oben in dem Selbstverkäufer ist eine Öffnung 56 vorgesehen, durch
die die Dosen 20 eingelegt werden. Dies erfolgt so, daß die Dosen waagerecht liegen
und daß ihre Endbördelungen auf den Stegen 36, 37 liegen. Wenn eine Dose ausgegeben
ist, rollen die anderen nach.
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Unten an jedem Führungsbahnpaar befindet sich ein Leerschalter 57,
58, beispielsweise ein Mikroschalter. Das Gewicht der auf den nachgiebigen Fingern
59 ruhenden Dosen schließt diese Schalter 57, 58; solange sich eine Dose in der
Führungsbahn befindet. Wenn alle Dosen ausgegeben sind, bewegt sich der Finger 59
nach oben und unterbricht den elektrischen Kontakt. Ein weiterer Schalter 61 am
unteren Ende jeder Führungsbahn wird durch einen Finger 62 durch das Gewicht der
Dosen geschlossen gehalten. Wenn alle Dosen ausgegeben sind, öffnet der Finger 62
den Schalter 61, und dies bewirkt das Aufleuchten einer Lampe 27 außerhalb des Selbstverkäufers.
Dadurch wird also das Verkaufspersonal auf das Nachfüllen des Automaten aufmerksam
gemacht, bzw. ein Käufer ersieht daraus, daß die zu dem entsprechenden Geldeinwurf
24 gehörenden Führungsbahnen leer sind.
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Der Ausgabemechanismus ist in den Fig: 3 und 4 gezeigt. Am unteren
Ende jeder Führungsbahn sind zwei senkrecht bewegbare Bolzen 66, 67 vorgesehen.
In der oberen Stellung erstreckt sich jeder dieser Bolzen in die Führungsbahn, und
zwar so weit; daß er die Dosen am Nachrollen verhindert. Die Bolzen 66, 67 gleiten
in Büchsen 68; die durch den Teil 21 des Selbstverkäufers geführt sind. Die oberen
Enden des Bolzens 66, 67 sind zugespitzt und konisch, so däß sie sich wirksam an
die unterste der runden Dosen anlegen.
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Die unteren Enden dieser Bolzen sind gelenkig an den äußeren Enden
eines T-förmigen Hebels 71 angeschlossen, dessen oberer Teil 72 etwa waagerecht
verläuft. Das eine Ende dieses oberen Teils 72 ist mittels einer Schlitzführung
mit dem Bolzen 66 verbunden und das andere Ende ebenso mit dem Bolzen 67. Der T-förmige
Hebel 71 ist um einen Festpunkt des Selbstverkäufers mittels eines Gelenkbolzens
73 schwenkbar gelagert, der ungefähr durch die Mitte des waagerechten Teils 72 verläuft.
Der untere Teil des T-förmigen Hebels 71 ist mittels einer Schlitzführung an einem
waagerecht bewegbaren Solenoidarm 76 angeschlossen. Eine Feder 77 hält den Hebel
71 normalerweise in der in Fig. 4 gezeigten Lage, so daß also der Bolzen 66 sich
gegen die unterste Dose der Führungsbahn anlegt. Wenn ein Käufer ein Geldstück in
den Schlitz 24 eingeworfen hat, wird der Solenoid 78 unter Strom gesetzt und zieht
den Arm 76 zurück, wodurch der T-förmige Hebel in die in Fig. 3 gezeigte Lage kommt.
Der Bolzen 66 wird also heruntergezogen, so daß die unterste Dose herausrollen kann.
Gleichzeitig wird der Bolzen 67 nach oben bewegt, so daß die anderen Dosen nicht
nachrollen können. Das Zurückziehen des Solenoids 78 erfolgt nur so kurze Zeit,
daß das Geldstück durch den Münzschalter 79 fallen kann. Gleich danach bewegt die
Feder 77 den T-förmigen Hebel 71 wieder in die in Fig. 4 gezeigte Lage, wodurch
der Bolzen 67 zurückgezogen wird und die Dosen um eine Dosenlänge vorrollen können.
Die letzte Dose legt sich also dann wieder gegen den Bolzen 66, bis ein neuer Geldeinwurf
erfolgt. In der Nähe des unteren Endes der Führungsbahn ist eine isolierte Fallklappe
81 vorgesehen, die auf Schwenkarmen 82 geführt ist und ein Gegengewicht 83 besitzt,
so daß sie normalerweise den isolierten Boden des Selbstverkäufers abschließt. Hierdurch
ist ein Entweichen der kühlen Luft verhindert. Wenn das Gewicht einer Dose auf der
Fallklappe 81 ruht; wird das Gegengewicht 83 überwunden, und die Klappe schwingt
nach unten in die in Fig: 3 gezeigte Lage: Die ausgegebene Dose rollt also in den
Ausgaberaum 84, wo sie der Käufer mit der Hand herausnehmen kann.
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Der Selbstverkäufer kann auch einen Dosenöffner zur Verfügung halten
und einen Behälter für leere Dosen.
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Der Selbstverkäufer kann auch einen Dosenöffner gezeigt. Die beiden
Leerschalter 57, 58 sind geschlossen, da sich in beiden Führungsbahnen wenigstens
eine Dose befindet. Der Lampenschalter 61 ist offen, da sich in der zweiten Führungshahn
noch eine Dose befindet. Das Relais 86 ist so eingestellt, daß nach Einwurf eines
Geldstückes und Schließen des Münzenschalters 79 das Solenoid 78 unter Strom gesetzt
wird
und eine einzelne Dose ausgegeben werden kann, bis die erste Führungsbahn leer ist.
Dann wird der Leerschalter 57 geöffnet und das Relais 86 in die entgegengesetzte
Stellung gestellt. Dann wird das Solenoid 78 bei Einwurf eines Geldstückes wieder
unter Strom gesetzt, bis alle Dosen der zweiten Führungsbahn ausgegeben sind. Der
Leerschalter 78 öffnet sich dann, und der die Rückgabe der Geldstücke bewirkende
Magnet 88 und das Relais 86 werden abgeschaltet, so daß nachfolgend eingeworfene
Geldstücke wieder zurückgegeben werden. Gleichzeitig wird der Lampenschalter 61
geschlossen, so daß die Lampe 27 aufleuchtet.
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Die Stromführungen für diese Funktionen sind aus Fig. 5 ersichtlich.