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DE1122261B - Schmelzen von Metallen im Hochvakuum - Google Patents

Schmelzen von Metallen im Hochvakuum

Info

Publication number
DE1122261B
DE1122261B DEH37706A DEH0037706A DE1122261B DE 1122261 B DE1122261 B DE 1122261B DE H37706 A DEH37706 A DE H37706A DE H0037706 A DEH0037706 A DE H0037706A DE 1122261 B DE1122261 B DE 1122261B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
metal
consumable electrode
high vacuum
metal block
hot cathode
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH37706A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Herbert Stephan
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WC Heraus GmbH and Co KG
Original Assignee
WC Heraus GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WC Heraus GmbH and Co KG filed Critical WC Heraus GmbH and Co KG
Priority to DEH37706A priority Critical patent/DE1122261B/de
Publication of DE1122261B publication Critical patent/DE1122261B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J37/00Discharge tubes with provision for introducing objects or material to be exposed to the discharge, e.g. for the purpose of examination or processing thereof
    • H01J37/30Electron-beam or ion-beam tubes for localised treatment of objects
    • H01J37/305Electron-beam or ion-beam tubes for localised treatment of objects for casting, melting, evaporating, or etching
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B9/00General processes of refining or remelting of metals; Apparatus for electroslag or arc remelting of metals
    • C22B9/16Remelting metals
    • C22B9/22Remelting metals with heating by wave energy or particle radiation
    • C22B9/228Remelting metals with heating by wave energy or particle radiation by particle radiation, e.g. electron beams

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Schmelzen von Metallen im Hochvakuum Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Einrichtung zum Schmelzen von Metallen im Hochvakuum mittels Elektronenbombardement, insbesondere von Metallen der IV. bis Vl. Gruppe des Periodischen Systems der Elemente.
  • Bei den bekannten Hochvakuum-Schmelzverfahren wird das Metall mittels Elektronenstrahlen auf Schmelztemperatur erhitzt. Zum Erschmelzen großer Metallmengen werden als Elektronenquellen hauptsächlich ringförmige Glühkathoden oder Elektronenstrahlgeneratoren verwendet. Das zu erschmelzende Metall ist dabei meist in Form eines Stabes ausgebildet. Dieser Metallstab wird entsprechend der von ihm abgeschmolzenen Metallmenge, die in einem gekühlten Tiegel gesammelt wird, in die Schmelzzone hineingeschoben. In bezug auf die Qualität des erschmolzenen Metalls erwies es sich als sehr zweckmäßig, den Schmelzsee möglichst längere Zeit flüssig zu halten. Hierzu wurden auch bereits Verfahren vorgeschlagen, die darauf beruhen, daß entweder ein Teil der von der ringförmigen Glühkathode bzw. den Elektronenstrahlgeneratoren ausgesandten Elektronen auf den Schmelzsee fokussiert wird oder die aus den Metalltropfen auf ihrem Weg zwischen Abschmelzelektrode und Schmelzsee austretenden Elektronen zur Erwärmung des Schmelzsees ausgenutzt werden. Alle diese bekannten Schmelzanlagen haben gemeinsam, daß die Elektronen zum Erschmelzen des Metalls speziell für diesen Zweck ausgebildeten Elektronenquellen entstammen.
  • Es hat sich nun überraschenderweise ergeben, daß man auch ohne diese speziell ausgebildeten, einen sehr großen Aufwand und eine nicht minder erheblicheWartung erfordernden Elektronenquellen Metall erschmelzen kann. Gemäß der Erfindung besteht das Schmelzverfahren darin, daß ein kleiner Metallblock in einem unterhalb einer Abschmelzelektrode angeordneten Tiegel geschmolzen und nach seiner Erschmelzung die dazu notwendige Energiequelle abgeschaltet und an die Abschmelzelektrode und den Schmelzsee eine hohe Wechselspannung gelegt wird, so daß dann die aus dem erschmolzenen Metall austretenden Elektronen zum Erschmelzen weiteren Metalls verwendet werden. Das zu erschmelzende Metall ist in bekannter Weise stabförmig als Abschmelzelektrode ausgebildet. Unterhalb der Abschmelzelektrode befindet sich ein gekühlter Tiegel, auf dessen absenkbarem Boden der kleine Metallblock aufgesetzt ist, der beispielsweise aus dem gleichen Metall besteht wie die Abschmelzelektrode. Die Aufheizung des Metallblockes kann induktiv, durch Lichtbogenerhitzung oder durch Elektronenbombardement erfolgen. Zur Einleitung des Schmelzprozesses hat sich als vorteilhaft erwiesen, den Metallblock mittels Elektronenbombardement zu schmelzen. Bei Anwendung dieser Methode befindet sich beispielsweise zwischen Abschmelzelektrode und Metallblock eine Glühkathode, vorzugsweise aus dem gleichen Metall wie die Abschmelzelektrode bzw. der Metallblock, die nach einer begrenzten Zeit zum Schmelzen gebracht wird. Der Schmelzprozeß wird nun auf folgende Weise in Gang gesetzt: Zunächst wird an die Abschmelzelektrode und den Metallblock eine hohe Wechselspannung gelegt. Die Frequenz der Wechselspannung wird so groß gewählt, daß sich das erschmolzene Metall während einer Wechselspannungsperiode nicht so weit abkühlt, daß keine Elektronen mehr aus ihm austreten können. Entsprechend der. Wärmeträgheit des Metalls kann in einigen Fällen sogar die Frequenz der Wechselspannung auf Netzfrequenz abgesenkt werden. Häufiger gelangt jedoch eine höhere Frequenz zur Anwendung. Alsdann wird die Glühkathode mit Energie gespeist, die aus ihr austretenden Elektronen werden entsprechend der jeweiligen Polung abwechselnd auf die Abschmelzelektrode bzw. auf den Metallblock beschleunigt und erhitzen beide. Bei genügend hoher Temperatur des Metallblockes bzw. der Abschmelzelektrode beginnen diese Elektronen zu emittieren, die dann jeweils in Richtung der gegenüberliegenden Elektrode beschleunigt werden. Da nun die zur Einleitung des Schmelzprozesses verwendete Glühkathode zur Anode wird - und zwar in beiden Fällen - wird auch diese Elektrode beschossen und wird schließlich schmelzen. Um durch das abdampfende und abtropfende Glüh- kathoderffnaterial im Tiegel keine Verunreinigungen zu erhalten, ist es vorteilhaft, eine Glühkathode aus dem gleichen Metall zu benutzen wie das zu erschmelzende. Der so in Gang gesetzte Schmelzprozeß kann nun ohne eine fremde Elektronenquelle dadurch aufrechterhalten werden, daß die aus dem bereits erschmolzenen Metall austretenden Elektronen zum weiteren Erschmelzen der Abschmelzelektrode verwendet werden.
  • Gleichzeitig bietet dieses Schmelzverfahren noch die Möglichkeit, daß die aus dem Metalltropfen auf ihrem Weg zwischen Abschmelzelektrode und Tiegel austretenden Elektronen sowohl zur Erwärmung des Schmelzsees als auch der Abschmelzelektrode ausgenutzt werden können.
  • Zur Erzielung eines homogenen und weitgehend gasfreien Schmelzblockes kann die Schmelze noch mittels eines an sich bekannten magnetischen Rührverfahrens umgerührt werden. Bewährt hat sich für diesen Zweck die Anordnung einer wassergekühlten Magnetspule koaxial zur Achse des Tiegels. Die Magnetspule kann dadurch ebenfalls noch zur Konzentrierung der in Richtung auf den Schmelzsee fliegenden Elektronen Anwendung finden, um so die nicht erwünschte Erwärmung des Tiegelrandes durch Elektronenbombardements soweit als möglich zu vermeiden.
  • Durch das vorgeschlagene Schmelzverfahren werden die in den üblichen Hochvakuum-Elektronenschmelzanlagen eingebauten, speziell für diesen Zweck ausgebildeten Elektronenquellen überflüssig, wodurch sich der Aufbau solcher Schmelzanlagen wesentlich vereinfacht.
  • Von den bekannten Wechselstrom-Lichtbogenschmelzverfahren unterscheidet sich das Schmelzverfahren nach der Erfindung sehr erheblich, einerseits durch die Druckverhältnisse in dem Schmelzofen selbst, andererseits durch die sehr voneinander abweichenden Strom- undSpannungswerte. Lichtbogenschmelzanlagen arbeiten nur unter Vakuum bei hohen Strom- und niedrigen Spannungswerten, die Elektronen-Schmelzanlage demgegenüber unter Hochvakuum bei niedrigen Strom- und hohen Spannungswerten. Das Schmelzen mittels Elektronenstrahlen hat gegenüber dem Lichtbogenschmelzverfahren den Vorteil, daß man einen erheblich gasfreieren und reineren Schmelzblock erhält.
  • An Hand der Zeichnung wird eine sich als vorteilhaft erwiesene Elektronen-Schmelzeinrichtung gemäß dem vorgeschlagenen Verfahren beschrieben.
  • In die Ofenkammer 1 wird über Druckstufen 2 - der übersieht halber ist nur eine Druckstufe eingezeichnet - die Elektrodenhaltestange 3, an deren unterem Ende die Abschmelzelektrode 4 befestigt ist, eingeführt. über Isolierstücke 5 ist der Tiegel 6 vakuumdicht an die Ofenkammer 1 angeflanscht. Der Tiegel 6 wird von einem Kühlmantel 7 umgeben, auf dessen Zwischenwand 8 eine Magnetspule 9 angeordnet ist. Diese Magnetspule dient zur Umrührung der Schmelze und gleichzeitig zur Konzentrierung der in Richtung auf die Schmelze beschleunigten Elektronen. Mittels einer üblichen und an sich bekannten mechanischen oder hydraulischen Hebevorrichtung kann der Stempel 10, an dem der ebenfalls gekühlte Tiegelboden 11 befestigt ist, gehoben oder abgesenkt werden. Iberdurch wird ermöglicht, daß sich die Oberfläche des Schmelzsees während des Schmelzprozesses stets in gleicher Höhe befindet. Auf den Tiegelboden 11 ist der Metallblock 12 aufgesetzt, der vorzugsweise aus dem gleichen Metall wie die Abschmelzelektrode besteht. Es kann auch ein anderer Werkstoff dazu verwendet werden; nur ist dann innerhalb einer übergangszone mit einer Verunreinigung des erschmolzenen Metalls mit dem Metall des Blockes 12 zu rechnen. Zwischen Abschmelzelektrode und dem Metallblock 12 befindet sich die Glühkathode 13. Sie ist beispielsweise in Form von Drähten oder dünnen Streifen ausgebildet, die so angeordnet sind, daß möglichst viele der von ihr emittierten Elektronen sowohl auf das untere Ende der Abschmelzelektrode 4 als auch auf den Metallblock 12 gelangen. Als Werkstoffe für die Glühkathode eignen sich solche mit hohem Elektronenemissionsvermögen. Es hat sich jedoch als vorteilhaft erwiesen, hierfür das gleiche Metall zu verwenden, aus dem die Abschmelzelektrode besteht. Die Ofenkammer 1 ist über den Pumpstutzen 14 an das nicht dargestellte Hochvakuum-Pumpenaggregat 15 angeschlossen, das genügend groß dimensioniert ist, um die aus dem erschmolzenen Metall austretenden Gase schnell abzusaugen und während des ersten Schmelzprozesses ein vorgegebenes Hochvakuum in der Ofenkammer aufrechtzuerhalten. über die Zuführungen 16, 17, die isoliert und vakuumdicht in die Ofenkammer eingeführt sind, wird der Glühkathode 13 Energie zugeführt. Die Abschmelzelektrode 4 und der Metallblock 12 werden über die Leitungen 18 bzw. 19 an hohe Wechselspannung gelegt. Es ist selbstverständlich, die Glühkathode während ihres Betriebes auf einem solchen Potential zu halten, daß die von ihr einittierten Elektronen abwechselnd entsprechend der Polung von Abschmelzelektrode und Metaffblock auf diese hin beschleunigt werden. Der Metallblock und die Abschmelzelektrode werden durch das Elektronenbombardement auf genügend hohe Temperatur erhitzt, so daß sie beginnen, Elektronen zu emittieren. Die Glühkathode selbst wird nach begrenzter Zeit geschmolzen. Während des Schmelzprozesses wird die Elektrodenhaltestange 3 entsprechend der erschmolzenen MetaRmenge mittels einer an sich bekannten Nachschubeinrichtung in die Ofenkammer hineingeschoben, so daß sich das untere abzuschmelzende Ende der Abschmelzelektrode stets in etwa gleicher Entfernung von der Oberfläche des Schmelzsees befindet, der ebenfalls kontinuierlich entsprechend der erschmolzenen Metallmenge abgesenkt wird.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Schmelzen von Metallen im Hochvakuum mittels Elektronenbombardement, insbesondere von Metallen der IV. bis Vl. Gruppe des Periodischen Systems der Elemente, dadurch gekennzeichnet, daß ein kleiner Metallblock in einem unterhalb einer Abschmelzelektrode angeordneten Tiegel geschmolzen und nach seiner Erschmelzung die dazu notwendige Energiequelle abgeschaltet und an die Abschmelzelektrode und den Schmelzsee eine hohe Wechselspannung gelegt wird, so daß dann die aus dem erschmolzenen Metall austretenden Elektronen zum Erschmelzen weiteren Metalls verwendet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Metallblock induktiv, mittels Lichtbogenerhitzung oder durch Elektronenbombardement geschmolzen wird. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und/ oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Erschmelzung des Metallblockes mittels Elektronenbombardement eine Glühkathode als Elektronenquelle verwendet wird. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Glühkathode nach begrenzter Zeit geschmolzen wird. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Beschleunigung der von der Glühkathode enüttierten und aus dem geschmolzenen Metall austretenden Elektronen eine hohe Wechselspannung verwendet wird. 6. Hochvakuum-Schmelzanlage zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einer Abschmelzelektrode (4) und einem auf den Tiegelboden (11) aufgesetzten Metallblock (12) eine Glühkathode (13) angeordnet ist. 7. Hochvakuum-Schmelzanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschinelzelektrode (4) und der Metallblock (12) mit einer Spannungsquelle hoher Wechselspannung verbunden sind. 8. Hochvakuum-Schmelzanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Metallblock (12) vorzugsweise aus dem gleichen Metall besteht wie die Abschmelzelektrode (4). 9. Hochvakuum-Schmelzanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Glühkathode (13) aus dem gleichen Metall wie die Abschmelzelektrode (4) oder aus einem anderen Werkstoff besteht. 10. Hochvakuum-Schmelzanlage nach den Ansprüchen 6 und/oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Glühkathode (13) in Form von Drähten oder dünnen Streifen ausgebildet ist. 11. Hochvakuum-Schmelzanlage nach den Ansprüchen 6 und 9 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Glühkathode (13) so zwischen der Abschmelzelektrode (4) und dem Metallblock (12) angeordnet ist, daß möglichst viel der von ihr emittierten Elektronen sowohl auf das untere Ende der Abschmelzelektrode (4) als auch auf den Metallblock (12) gelangen.
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