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Gerät zur Regelung der Belichtungszeit Die Erfindung bezieht sich
auf ein Gerät zur Regelung der Belichtungszeit bei photographischen Kameras, welche
eine Drahtauslöseranschlußvorrichtung, eine mit dem Verschlußablauf synchronisierte
Blitzlichtkontakteinrichtung sowie eine Einrichtung zur Durchführung von B-Aufnahmen
besitzen.
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Es ist eine Vielzahl von photographischen Kameras bekannt, bei denen
der zur Verfügung stehende Belichtungszeiteinstellbereich nur solche Belichtungszeiten
umfaßt, welche zur Erzielung verwacklungsfreier Aufnahmen aus der Hand geeignet
sind. Andere, an sich bekannte Kameras besitzen einen Belichtungszeiteinstellberich,
dessen Grenzwert in der Größenordnung von 1 Sekunde liegt. In der Aufnahmepraxis
gibt es aber immer wieder Fälle, in denen das Vorhandensein von längeren, selbsttätig
ablaufenden Belichtungszeiten wünschenswert ist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gerät zur Regelung der
Belichtungszeit zu schaffen, mittels dessen zusätzlich zu den bei einer Kamera bereits
zur Verfügung stehenden Momentbelichtungszeiten noch weitere, selbsttätig ablaufende
Belichtungszeiten erzielbar sind. Das Gerät selbst soll einen unverwickelten Aufbau,
eine sichere Arbeitsweise sowie eine einfache Bedienungsweise besitzen und soll
ferner so ausgebildet sein, daß es bei Kameras jeder Art, welche eine Drahtauslöseranschlußvorrichtung,
eine mit dem Verschlußablauf synchronisierte Blitzlichtkontakteinrichtung und eine
Einrichtung zur Durchführung von B-Aufnahmen besitzen, ohne Einschränkung anwendbar
ist.
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Eine Lösung dieser Aufgabe ist gemäß der Erfindung dadurch erreicht,
daß das Gerät eine zur Verbindung mit dem Drahtauslöseranschluß der Kamera dienende
Anschlußvorrichtung sowie ein mit einer Antriebsvorrichtung versehenes Auslösewerk
besitzt, das in Abhängigkeit von der Betätigung eines am Gerät angeordneten Auslösers
auslösbar ist und bei seinem Ablauf einen in der Drahtauslöseranschlußvorrichtung
bewegbaren Stößel betätigt, der die Auslösung des Verschlusses herbeiführt, hierbei
die eingeschaltete B-Einrichtung zur Wirkung freigibt und in Auslösestellung mittels
einer Sperrvorrichtung festhaltbar ist, und daß ein eine Antriebsvorrichtung besitzendes
und auf verschiedene Ablaufzeiten einstellbares Zeitlaufwerk angeordnet ist, das
in gespannter Stellung mittels einer Sperre festhaltbar ist, zu deren Betätigung
ein Elektromagnet dient, in dessen Stromkreis die Blitzlichtkontakteinrichtung des
Verschlusses angeordnet ist, und der durch Schließen der Kontakteinrichtung erregbar
ist, und daß eine weitere, vom Zeitlaufwerk gesteuerte Betätigungseinrichtung vorgesehen
ist, mittels welcher nach einem voreinstellbaren Ablaufweg des Zeitlaufwerks die
den Auslösestößel festhaltende Sperrvorrichtung lösbar ist, und daß der Auslösestößel
nach seiner Freigabe unter Wirkung einer Feder in eine Ausgangslage zurückkehrt
und dabei die den Verschlußantriebsmechanismus in einer der Offenstellung des Verschlusses
entsprechenden Lage festhaltende B-Einrichtung außer Wirkung setzt.
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Die Erzielung zusätzlicher, selbsttätig ablaufender Belichtungszeiten
ist somit darauf zurückgeführt, daß mittels des Geräts die Einrichtung zur Durchführung
von B-Aufnahmen und die mit dem Verschlußablauf synchronisierte Blitzlichtkontakteinrichtung
derart steuerbar sind, daß der durch die B-Einrichtung in Offenstellung festgehaltene
Kameraverschluß nach einer bestimmten, voreinstellbaren Zeitdauer zum weiteren Ablauf
freigegeben wird und in seine Gescblossenstellung zurückkehrt. Da die genannten
Einrichtungen Bestandteile der Kamera bzw. des Kameraverschlusses bilden und in
diese fest eingebaut sind, brauchen im Gerät selbst nur Steuervorrichtungen untergebracht
zu werden, welche im wesentlichen aus einem Auslösewerk und aus einem einstellbaren
Zeitlaufwerk bestehen. Da solche Werke nur einen geringen Raumbedarf für sich beanspruchen,
kann der Aufbau des Gesamtgeräts gleichfalls sehr raumgedrängt gehalten ,sein. Die
dadurch erreichten kleinen äußeren Abmessungen sind für ein Zusatzgerät, welches
im allgemeinen getrennt von der Kamera mitgeführt wird, von besonderer Bedeutung.
Ein weiterer Vorteil des Gerätes besteht darin, daß seine Verwendung keinerlei besondere
Bedingungen hinsichtlich der Ausgestaltung der B-Einrichtung, der
Blitzkontakteinrichtung
oder sonstiger Einrichtungen der Kamera stellt. Hierdurch ist erreicht, daß das
Gerät bei jeder Kamera der eingangs bezeichneten Art Anwendung finden kann. Für
die Durchführung von Aufnahmen mit Hilfe des Gerätes sind hierbei keine umständlichen
Vorbereitungen notwendig; vielmehr ist es lediglich erforderlich, das Gerät mit
dem Drahtauslöseranschluß und mit der Blitzlichtkontakteinrichtung der Kamera zu
verbinden. Die Durchführung dieser wenigen Handgriffe nimmt nur eine geringe Zeit
in Anspruch, so daß eine schnelle Aufnahmebereitschaft der Kamera gewährleistet
ist. Ferner ist zu erwähnen, daß der Zusammenbau und die Justierung des Gerätes
völlig unabhängig von der Kamera erfolgen können. Am Gerät sind vor dessen Gebrauch
lediglich die gewünschte Belichtungszeit unter Berücksichtigung der diese beeinflussenden
Kamerakonstanten einzustellen. Eine solche Konstante bildet beispielsweise der Zeitpunkt
des Kontaktschlusses der Blitzlicht-Synchronisationseinrichtung, der je nach der
Art der verwendeten Synchronisation entweder vor bzw. innerhalb der Öffnungszeit
des Verschlusses (M- und F-Synchronisation) oder innerhalb der Offenzeit desselben
(X-Synchronisation) liegt.
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Der die Auslösung des Zeitlaufwerks bewirkende Elektromagnet kann
mit Vorteil im Entladekreis einer Batterie-Kondensator-Schaltung angeordnet sein.
Dies erbringt den Vorteil, daß der an den Elektromagnet abgegebene Strom stets eine
konstante, vom Ladezustand der Batterie unabhängige Spannung besitzt, wodurch eine
sichere Wirkungsweise des Elektromagnets und damit des gesamten Geräts gewährleistet
ist.
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Im Ladekreis des Kondensators kann hierbei ein Trennschalter angeordnet
sein, der in Abhängigkeit vom Herstellen der Funktionsbereitschaft des Geräts geschlossen
wird. Hierdurch ist ein unnötiger Kapazitätsverlust der Batterie vermieden.
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Weiterhin läßt sich ein unverwickelter und übersichtlicher Aufbau
des Zeitlaufwerks im Hinblick auf die Erzielung verschiedener Belichtungszeiten
dadurch erreichen, daß eine mit dem Zeitlaufwerk in Antriebsverbindung stehende
Steuerkurve angeordnet ist, welche beim Ablauf des Zeitlaufwerks durch einen Teil
der Betätigungseinrichtung für die den Auslösestößel in gespannter Stellung festhaltende
Sperrvorrichtung abtastbar ist und welche die Betätigungseinrichtung zwecks Lösens
der Sperrvorrichtung an einem vorbestimmten Punkt des Ablaufwegs des Zeitlaufwerks
zur Wirkung bringt, und daß eine Stellvorrichtung vorgesehen ist, mittels welcher
die Steuerkurve gegenüber dem sie abtastenden Teil der Betätigungseinrichtung in
verschiedene relative Lagen einstellbar ist.
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Damit bedarf es zur Erzielung verschiedener Belichtungszeiten lediglich
einer auf einfache Weise herbeiführbaren Relativverstellung einer mit dem Zeitlaufwerk
in Antriebsverbindung stehenden Steuerkurve bezüglich des mit ihr zusammenarbeitenden
Teils der Betätigungseinrichtung. Dem Zeitlaufwerk selbst bleibt bei jeder Einstellung
der Steuerkurve stets der gleiche Ablaufweg zugeordnet.
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Die Berücksichtigung der bereits erwähnten Kamerakonstanten bei der
Einstellung der Belichtungszeit läßt sich auf unverwickelte, keinen wesentlichen
zusätzlichen Aufwand beanspruchende Art dadurch erreichen, daß zur Einstellung der
Steuerkurve eine Belichtungszeitskala und eine damit zusammenarbeitende Korrekturskala
gegeneinander verstellbar angeordnet sind und daß wahlweise mindestens eine dieser
Skalen oder eine mit der einen dieser Skalen zusammenarbeitende Einstellmarke an
der Steuerkurve bzw. an einem mit dieser fest verbundenen Träger angeordnet ist.
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Weiterhin läßt sich eine schnelle und bequeme Bedienungsweise des
Geräts dadurch erreichen, daß das Auslösewerk, das Zeitlaufwerk sowie gegebenenfalls
die Betätigungsvorrichtung für die den Auslösestößel festhaltende Sperre mittels
einer von Hand betätigbaren Vorrichtung gemeinsam in Spannstellung bewegbar sind.
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Ein sich durch Unverwickeltheit und übersichtlichkeit auszeichnender
Aufbau des Auslösewerks und der mit diesem zusammenarbeitenden Teile ist dadurch
erreichbar, daß das Auslösewerk und der durch dieses bewegbare Auslösestößel an
einem Träger angeordnet sind, welcher zwecks Herstellens der Funktionsbereitschaft
des Geräts von einerAusgangslage gegen Federwirkung in eine Spannlage bewegbar ist,
in welcher er mittels der dem Auslösestößel zugeordneten Sperrvorrichtung festhaltbar
ist, und daß nach erfolgtem Lösen der Sperrvorrichtung der Träger unter Wirkung
der Federkraft in seine Ausgangslage zurückkehrt, welcher eine unwirksame Stellung
des Auslösestößels zugeordnet ist.
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In der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel gezeigt.
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Fig. 1 zeigt in schematischer, auseinandergezogener Darstellung ein
gemäß der Erfindung ausgebildetes Gerät zur Regelung der Belichtungszeit und dessen
Kamera. Das Gerät befindet sich in gespannter Verbindung mit der Blitzlichtkontakteinrichtung
einer Stellung.
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Fig. 2 zeigt schematisch, in einer Draufsicht von vorn, eine photographische
Kamera mit Objektivverschluß, einer vom Verschluß gesteuerten Blitzlichtkontakteinrichtung,
einer Einrichtung zur Durchführung von B-Aufnahmen sowie einer Drahtauslöser-Anschlußvorrichtung,
mit welcher das Belichtungszeitregelungsgerät verbunden ist. Die Frontplatte des
Verschlusses ist zwecks Sicht in den Verschlußinnenraum entfernt. Der in gestrichelten
Linien dargestellte Belichtungszeiteinsteller des Verschlusses befindet sich in
Stellung »B«.
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Fig.3 zeigt in einer Draufsicht von oben eine Einstellvorrichtung
des Geräts.
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Fig. 4 ist ein Schnitt A -B durch die Einstellvorrichtung gemäß
Fig. 3.
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In Fig. 2 ist mit 1 das Gehäuse einer photographischen Kamera bezeichnet.
An der Oberseite desselben sind in an sich bekannter Weise Betätigungsknöpfe 2 und
3 für den Transport bzw. die Rückspulung des Films angeordnet. Weiterhin befindet
sich an der Oberseite des Gehäuses 1 ein Aufsteckschuh 4, welcher zur Befestigung
von Zusatzgeräten, beispielsweise Blitzlichtgeräten oder Entfernungsmessern, dient.
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Der an der Vorderseite des Kameragehäuses 1 angeordnete Objektivverschluß
besitzt ein Verschlußgehäuse 450, in welchem in an sich bekannter Weise eine Verschlußgrundplatte
5 angeordnet ist. An der Rückseite der Platte 5 befindet sich ein Verschlußblätterring
6, der zum Antrieb von Verschlußblättern 7 dient. Letztere sind am Ring 6 um Stifte
8 gelagert und außerdem in Schlitzen 7a an ortsfesten
Stiften 9
geführt. Der Antrieb des Verschlußblätterrings 6 erfolgt über eine Klinke 10, die
an der unter der Wirkung einer Antriebsfeder 11 stehenden Antriebsscheibe 12 angelenkt
ist. Mit ihrem Maul umfaßt die Klinke 10 einen am Verschlußblätterring befestigten
Stift 13. In ihrer gespannten Stellung wird die Antriebsscheibe 12 durch
einen Hebel 14 gehalten, der durch einen Auslösehebel 15 betätigbar ist. Die Teile
12, 14 und 15 sind an der Grundplatte 5 um Achsen 16 bzw. 17 bzw. 18 gelagert. Der
Auslösehebel 15 steht über einen in senkrechter Richtung gegen die Wirkung einer
Feder 20 bewegbaren Auslösestößel 21 mit einer an der Kameraoberseite angeordneten
Auslösetaste 19 in Verbindung, welche in an .sich bekannter Weise mit einem Drahtauslöseranschlußgewinde
19 a versehen ist.
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Für den Anschluß von Blitzlichtgeräten besitzt der Verschluß einen
Kontaktnippel 22, mit dessen isoliertem Stift 23 eine Kontaktfeder 24 in an sich
bekannter Weise zusammenarbeitet. Zum Betätigen der Kontaktfeder, die einen an 22
anzuschließenden Zündstromkreis im Augenblick des völligen Freigebens der Verschlußöffnung
schließt, dient ein mit dem Stift 13 in Verbindung stehender Hebel 25, der an der
Verschlußgrundplatte um eine Achse 26 gelagert ist.
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Weiterhin besitzt der Verschluß eine Einrichtung zur Durchführung
von B-Aufnahmen. Diese umfaßt einen Sperrhebel 27, welcher an der Verschlußgrundplatte
5 um eine Achse 28 gelagert und durch eine Feder an einen Stift 29 des Auslösehebels
15 angelegt ist. Unter Wirkung dieser Feder kann der Hebel 27
der Auslösebewegung
des Hebels 15 nachfolgen, wobei ein Lappen 27a des Hebels 27 in den Bewegungsweg
eines Vorsprungs 12a der Antriebsscheibe 12 gelangt, so daß letztere in einer der
Offenstellung der Verschlußblätter 7 entsprechenden Lage festgehalten wird. Das
Lösen dieser Festhaltung zwecks Schließens der Verschlußblätter erfolgt in Abhängigkeit
vom Loslassen des Auslösehebels 15 bzw. der Auslösetaste 19, bei welchem der Sperrhebel
27 wieder in die dargestellte Ausgangslage zurückgestellt wird.
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Das Einschalten der B-Einrichtung geschieht in an sich bekannter Weise
mittels eines in Fig. 2 in gestrichelten Linien angedeuteten Belichtungszeiteinstellrings
29. Der Ring besitzt eine Steuernut 29 a, in welche ein abgebogener Lappen 27 b
des Hebels 27 eingreift. Ist der Ring 29 auf die Marke »B« einer Belichtungszeitskala
30 eingestellt, so befindet sich ; der Lappen 27b im erweiterten Teil der Steuernut
29 a, welche bei einer Betätigung des Verschlußauslösehebels 15 ein Ausschwingen
des Sperrhebels 27 in Sperrstellung gestattet. Bei Einstellung des Belichtungszeiteinstellrings
29 auf eine Moment- ; belichtungszeit befindet ,sich der Lappen 27 b dagegen im
engen Teil der Steuernut 29a, welche ein Verschwenken des Hebels 27 in Sperrstellung
verhindert.
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Das Gerät zur Erzielung zusätzlicher, selbsttätig gesteuerter Belichtungszeiten
besitzt ein Gehäuse 31, i das in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist. Am Boden des
Gehäuses ist ein drehbares, mit einem Gewinde 32a und einer Griffrändelung 32b versehenes
Drahtauslöseranschlußstück 32 an sich bekannter Art angeordnet, mittels dessen das
Gerät in der in Fig. 2 t gezeigten Weise im Drahtauslöseranschlußgewinde
19a der Auslösetaste 19 befestigbar ist. Ebenso könnte das Gerät auch
im Aufsteckschuh 4 der Kamera angebracht sein, wobei die Verbindung über ein auf
die Gewinde 19 a und 32 a aufschraubbares Drahtauslö.serzwischenstück hergestellt
würde.
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Im Gehäuse 31 ist eine Trägerplatte 33 angeordnet. Diese ist in senkrechter
Richtung gegen die Wirkung zweier sich am Gehäuseboden abstützender Federn 34 und
35 verschiebbar, wobei sie in Schlitzen 33 a an ortsfesten Schrauben 36 und 37 geführt
ist. Im Bewegungsweg der Platte 33 sind zwei ortsfeste Anschläge 38 und 39 angeordnet,
welche die Bewegung der Platte in Spannrichtung der Federn 34 und 35 begrenzen.
In Spannstellung wird die Platte durch einen Sperrhebel 40 gehalten, welcher im
Gehäuse 31 um eine Achse 41 gelagert ist und dessen Arm 40 a unter der Wirkung einer
Feder 42 mit einer Ausnehmung 33 b der Platte im Eingriff steht.
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Die Platte 33 dient als Träger eines Verschlußauslösewerks. Dieses
ist in an sich bekannter Weise aufgebaut und umfaßt Zahnräder 43, 44, 45 und 46,
welche an der Platte um Achsen 47, 48, 49 und 50 gelagert sind. Zum Antrieb des
Werks dient eine Spiralfeder 51, die am Zahnrad 34 angreift. Das Spannen der Feder
erfolgt mit Hilfe eines im Gehäuse 31 und an der Platte 33 geführten, ein Betätigungsgriffstück
52a besitzenden Schiebers 52, dessen Verzahnung 520 mit einem mit
dem Zahnrad 33 fest verbundenen Zahnritzel 53 kämmt. Die Feder 51 ist hierbei schwächer
als die die Platte 33 beeinflussenden Federn 34 und 35, so daß bei der Spannbewegung
des Schiebers 52 zuerst das Auslösewerk und sodann die Platte 33 in die dargestellte
Spannstellung gebracht werden. Zur Übertragung der Verschiebebewegung des Schiebers
52 auf die Platte 33 besitzt der Schieber einen Bund 52b, mittels dessen er nach
erfolgtem Spannen des Auslösewerks zur Anlage an einer an der Platte befestigten,
zur Führung des Schiebers dienenden Buchse 33 c gelangt.
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Zum Festhalten des gespannten Auslösewerks dient ein an der Platte
33 um eine Achse 54 gelagerter Sperrhebel 55, der durch eine Feder 56 im Uhrzeigersinn
beeinflußt wird. Der eine Arm 55a dieses Hebels besitzt einen Vorsprung
55 b, an welchem in gespanntem Zustand des Werks ein am Zahnrad 43 befestigter
Stift 57 anliegt. Mit seinem anderen Arm 55 c arbeitet der Hebel 55 dagegen mit
einer von Hand betätigbaren Auslösetaste 58 zusammen, welche am Gehäuse 31 in einer
Buchse 59 geführt ist und durch eine Feder 60 beeinflußt wird.
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Mit dem Zahnrad 46 des Auslösewerks ist weiterhin eine Steuerkurve
61 fest verbunden, an deren Umfang ein in senkrechter Richtung gegen die Wirkung
einer Feder 62 bewegbarer Auslösestößel anliegt. Letzterer ist an der Platte 33
und im Drahtauslöseranschlußteil 32 geführt und arbeitet mit seinem freien Ende
mit dem in Fig.2 dargestellten Auslösestößel21 der Kamera zusammen.
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Im gespannten Zustand des Werks nimmt der Auslösestößel die in Fig.
1 dargestellte, unwirksame Lage ein, in welcher er unter Wirkung seiner Feder 62
am tiefsten Punkt der Kurvenscheibe 61 anliegt. Wird das Werk nunmehr durch Betätigen
der Auslösetaste 58 zum Ablauf freigegeben, so bewirkt die mit ablaufende Kurvenscheibe
61 ein Verschieben des Auslösestößels 63 gegen die Wirkung der Feder 62. Im Zuge
dieser Bewegung wird über den Stößel 21 und den Auslösehebe115 die Auslösung des
Verschlusses herbeigeführt, welcher bei Erreichen seiner Offenstellung mittels des
B-Sperrhebels 27 in der bereits
beschriebenen Weise festgehalten
wird. Der Auslösestößel63 liegt im abgelaufenen Zustand des Werks am höchsten Punkt
der Kurvenscheibe 61 an und hält dadurch dieAuslöseeinrichtung des Kameraverschlusses
in niedergedrückter Stellung, welcher der Wirkstellung des B-Sperrhebels entspricht.
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Zwecks Erzielung zusätzlicher, selbsttätig gesteuerter Belichtungszeiten
wird die Zeitdauer der durch die B-Einrichtung bewirkten Festhaltung des Kameraverschlusses
in Offenstellung durch ein mit einer Antriebsvorrichtung versehenes Zeitlaufwerk
bestimmt, das nach einem voreinstellbaren Ablaufweg die Rückkehr des Auslösestößels
63 in seine Ausgangslage veranlaßt und damit die B-Einrichtung außer Wirkung setzt.
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Das im Gehäuse 31 untergebrachte Zeitlaufwerk umfaßt im Ausführungsbeispiel
Zahnräder 64 und 65, welche ortsfeste Lagerachsen 66 bzw. 67 besitzen und von denen
das Zahnrad 64 mit einem mit dem Zahnrad 65 fest verbundenen Ritzel 68 kämmt. Darüber
hinaus besitzt das Werk weitere Zahnräder und Zahnritzel sowie ein mit einem Hemmanker
69 zusammenarbeitendes Ankerrad, welche der Einfachheit halber durch eine strichpunktierte
Linie angedeutet sind. Zum Antrieb des Werks dient eine am Zahnrad 64
angreifende
Feder 70. Das Spannen dieser Feder geschieht gemeinsam mit dem Spannen der Trägerplatte
33 mittels eines an ihr ausgebildeten Fortsatzes 33 d, 33e, der im Gehäuse 31 eine
Stift-Schlitz-Führung 33 f, 71, 72 besitzt. Das abgebogene Ende 33g des Fortsatzes
arbeitet mit einer in Spannrichtung wirksamen Mitnehmerklinke 73 zusammen, welche
auf der Achse 66 des Zahnrads 64 drehbar gelagert ist und durch eine Feder 74 in
Anlage an einem am Zahnrad 64 befestigten Stift 75 zu halten gesucht
wird.
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Die beschriebene Vorrichtung wirkt derart, daß bei der Spannbewegung
der Trägerplatte 33 über die Teile 33 d, 33 e, 73 und 75 das Zeitlaufwerk
gleichfalls in Spannstellung gebracht wird, während die Platte 33 bei ihrer Rückkehr
in die Ausgangslage keinen Einfluß auf das Werk hat.
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Zum Festhalten des Zeitlaufwerks in der in Fig. 1 dargestellten Spannlage
dient ein im Gehäuse 31 um eine Achse 76 gelagerter Hebel 77. Der eine Arm
77a dieses Hebels besitzt einen Vorsprung 77b, an welchem in gespanntem
Zustand des Werks ein an dessen Zahnrad 65 befestigter Stift 78 anliegt. Eine Feder
79 sucht den Hebel 77 in der dargestellten Sperrlage zu halten.
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Zur Betätigung des Hebels 77 dient ein Elektromagnet 80, in dessen
Stromkreis die bereits beschriebene Blitzlichtkontakteinrichtung 22, 23, 24 des
Verschlusses angeordnet ist und der durch Schließen dieser Kontakteinrichtung erregbar
ist. Der Anker dieses Magnets ist als Hebel 81 ausgebildet, der im Gehäuse
31 um eine Achse 82 gelagert ist und mit dem der Sperrhebel 77 im Eingriff
steht. Bei abgeschaltetem Magnet 80 nimmt der Hebel 81 unter Wirkung einer an ihm
angreifenden Feder 83 die in Fig. 1 dargestellte Lage ein, welcher der Sperrstellung
des Hebels 77 zugeordnet ist. Wird der Magnet 80 dagegen durch Schließen der Kontakteinrichtung
22, 23, 24 unter Strom gesetzt, so wird der Hebel 81 angezogen und
dadurch der Sperrhebel 77 außer Eingriff mit dem Stift 78 des Zahnrades 65 gebracht.
Das auf diese Weise zum Ablauf freigegebene Zeitlaufwerk steuert eine weiter unten
näher beschriebene Betätigungseinrichtung, mittels welcher nach einem voreinstellbaren
Ablaufweg des Zeitlaufwerks die die Trägerplatte 33 in gespannter Stellung festhaltende
Sperre 40 lösbar ist.
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Der Magnet selbst ist im Entladekreis eines von einer Batterie
85 gespeisten Kondensators 84 angeordnet. Im Entladekreis des Kondensators
befindet sich dagegen ein Trennschalter 86, 87, der durch den Bund
52b des Spannschiebers in Offenstellung gehalten wird und sich beim Niederdrücken
des Schiebers schließt.
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Die erwähnte Betätigungseinrichtung für die die Trägerplatte 33 in
Spannstellung festhaltende Sperre 40 umfaßt im Ausführungsbeispiel einen Hebe188,
der im Gehäuse 31 um eine Achse 89 gelagert ist und durch eine Feder 90 im Uhrzeigersinn
beeinflußt wird. Der Hebel 88 besitzt eine eigene Spannvorrichtung, mittels
welcher er gemeinsam mit der Platte 33 in die in Fig. 1 dargestellte Spannstellung
bewegbar ist. Als Spannvorrichtung dient ein federnder Arm 33 h des Fortsatzes
33 d, 33 e, welcher mit einem am Hebel befestigten, eine Schrägfläche besitzenden
Stift 91 zusammenarbeitet. In gespannter Stellung wird der Hebel 88 durch
einen Hebel 93 gehalten, der im Gehäuse 31 um eine Achse 94 gelagert
ist und den eine Feder 95 in Sperrstellung zu halten sucht. Die Betätigung des Sperrhebels
93 erfolgt beim Ablauf des Auslösewerks mittels dessen Steuerkurve 61. Zur Verbindung
von Steuerkurve und Hebel dient ein in einer ortsfesten Führung 96 verschiebbarer
Stift 97. Der Betätigungshebel 88 vollführt nach seiner Freigabe durch den
Sperrhebel 93 eine kleine Bewegung im Uhrzeigersinn, wobei ein abgebogener
Arm 88 a des Hebels auf eine mit dem Zeitlaufwerk in Antriebsverbindung stehende
Sperrkurve 98 auftritt. Diese Bewegung hat noch keinen Einfuß auf den in Sperrstellung
befindlichen, die Trägerplatte 33 in Spannstellung festhaltenden Sperrhebel 40.
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Beim Ablauf des Zeitlaufwerks bewegt sich die Sperrkurve 98 entgegen
dem Uhrzeigersinn, wodurch schließlich ein Abfallen des Betätigungshebels 88 von
der Kurve eintritt. Bei diesem Abfallen führt der Sperhebel 88 unter Wirkung seiner
Feder 90 eine Schwenkbewegung im Uhrzeigersinn aus, wobei sein Stift 99 zur Anlage
am Sperrhebel 40 gelangt und letzteren außer Eingriff mit der Ausnehmung 33 b der
Trägerplatte 33 bringt. Mit der Freigabe der Platte 33 und damit des Auslösestößels
63 endet die Festhaltung der Auslöseeinrichtung des Kameraverschlusses, so daß nunmehr
der Verschluß zur Schließbewegung freigegeben wird.
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Die Sperrkurve 98 ist im Ausführungsbeispiel um die Achse 66 des Zahnrades
64 des Zeitlaufwerks gelagert und ist zwecks Erzielung von Belichtungszeiten verschiedener
Größe gegenüber dem mit der Achse 66 fest verbundenen Zahnrad in verschiedene Relativstellungen
einstellbar. Die Einstellvorrichtung für die Steuerkurve ist in den Fig. 3 und 4
dargestellt und umfaßt unter anderem eine mit einer Griffrändelung 100 a versehene
Stehscheibe 100 sowie eine weitere Stellscheibe 101. Die Scheibe 100 trägt eine
Belichtungszeitenskala 102, mit der eine an der Scheibe 101 angeordnete Einstellmarke
103 zusammenarbeitet. Weiterhin ist der Scheibe 101 eine Strichskala 104 zugeordnet,
zu deren Einstellung eine an der Achse 66 befindliche Einstellmarke 105 dient. Letztere
Skala ist eine Korrekturskala, mittels welcher die Kamerakonstanten, beispielsweise
die Art der bei
der Kamera verwendeten Blitzlichtsynchronisation
(M-, F- oder X-Synchronisation), berücksichtigbar sind.
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Zur Verbindung der Stellscheibe 100 mit der Kurve 98 besitzt
letztere einen Stift 106, welcher in eine an der Scheibe 100 ausgebildete
Bohrung 100 b eingreift. Ferner ist die Scheibe 101 mit den Markierungen der Belichtungszeitenskala
102 zugeordneten Bohrungen 101 b versehen, mit denen ein Stift
107 der Stehscheibe 100 im Eingriff steht. Dieser Eingriff wird durch
eine Feder 108 aufrechterhalten, die sich an der Unterseite der Stellscheibe
100 und an der Sperrkurve 98 abstützt. Zwecks Einstellung einer anderen Belichtungszeit
ist die Verbindung 107, 101 b durch Niederdrücken der Stellscheibe 100 lösbar
und sodann die Scheibe gemeinsam mit der Sperrkurve relativ zu der Stehscheibe 101
verdrehbar. Letztere ist mittels einer Madenschraube 109 mit der Achse 66
und damit mit dem Zahnrad 64 verbunden. Zwecks Einstellung eines anderen Wertes
an der Korrekturskala 104 ist die Madenschraube 109 zu lösen und sodann
die Scheibe 101 gemeinsam mit der Stellscheibe 100 und der Sperrkurve
98 relativ zum Zahnrad 64 zu verstellen.